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    Avatar von OutofSaigon
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    [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #1
    Mitreisende: OutofSaigon


    Lieber Moses,
    in deiner Heimat habe ich vor kurzem eine meiner schönsten Bergwanderungen überhaupt erlebt. Acht Tage waren wir unterwegs. Kurz vorher erfuhr ich allerdings zu meiner Bestürzung von deinem Team, daß du nun nicht mehr bei uns bist und ich dich nie persönlich kennen lernen werde. Dabei wäre mir das eine große Freude gewesen; denn du hast immer so geduldig meine vielen Fragen beantwortet.

    Ich weiß selbst nicht mehr, wie ich eigentlich dazu kam, mich für deine Heimat zu interessieren; wahrscheinlich hatte ich wieder einmal nur auf Google Maps herumgespielt. Das mag so etwa 2015 gewesen sein. Dabei ist mir dann irgendwie das Mulanje-Bergmassiv aufgefallen...

    ...und ich begann zu googeln, zu träumen und zu planen. Ich stieß auch auf den Blog eines anderen Trekkers, der mich dann zu euch geführt hat. Du erinnerst dich sicherlich. – Die Gelegenheit, meine Träume und Pläne in die Tat umzusetzen, ergab sich aber erst einige Zeit später, und davon will ich dir nun auf diesem Weg erzählen.


    Es war Spätherbst, genauer gesagt: Mai 2017. „Mai?“ fragen meine Freunde nun erstaunt. „Na klar“ sage ich „das Mulanje-Massiv liegt doch auf der Südhalbkugel, in Malawi, ganz nahe der Grenze zu Mosambik“.


    Die Sommerregenzeit war vorbei, die Luft klar und relativ kühl, die Jahreszeit ideal zum Wandern. Und wie alle meine Treks in Afrika, so organisierte ich auch diese Tour ziemlich kurzfristig, als sich eine größere Pause in meinem Arbeitsprogramm abzeichnete. Der Arbeitsplatz war in diesem Fall in Addis Abeba, und von dort gibt es eine gute Flugverbindung nach Malawi, nicht nur in die Landeshauptstadt Lilongwe, sondern weiter bis nach Blantyre im Süden, also nur noch etwa 80 Kilometer vom Mulanje entfernt. Wie vereinbart, holte mich euer Fahrer am Flughafen ab.

    Nach einer guten Stunde erblickte ich das Mulanje-Massiv zum ersten Mal, zunächst noch aus einiger Entfernung während der Autofahrt:


    Je näher wir aber kamen, desto beeindruckender wurde die Erscheinung: diese unheimlich steilen Felsflanken, die urplötzlich aus dem Tiefland aufragen! So etwas sieht man nicht oft auf der Welt.




    Wir kamen immer näher, und das leuchtende Grün der Teeplantagen machte sich gut im Vordergrund, während die Spätnachmittags-Sonne die Felsflanken beleuchtete:


    Dann, als wir – gerade noch mit den letzten Strahlen der untergehenden Sonne – das Dorf Likhubula erreichten, fand ich die Szenerie regelrecht dramatisch, wie ein Gemälde aus der Zeit der deutschen Romantik; Caspar David Friedrich oder so. Die haben Berge in etwa diesem Stil gemalt, und heutzutage sagt man, das sei Kitsch. Hier aber sah es wirklich so aus (und ich habe – ehrlich! – an diesem Foto außer einer absichtlichen Unterbelichtung nichts manipuliert).


    In Likhubula angekommen, traf ich George Kamanga, der mich acht Tage lang durch das Mulanje-Massiv führen sollte, und wir saßen am Abend noch ein Weilchen zusammen, um die Tour der kommenden Tage zu besprechen. Außer George würden noch ein Koch (Stanford) und ein Träger (Stuart) mit mir gehen. Es war richtig kühl in der Abendluft, deutlich kühler als ich bei der relativ geringen Meereshöhe (nur rund 800 Meter) erwartet hätte. Dann verbrachte ich eine geruhsame Nacht in der Lodge, voll gespannter Vorfreude auf die kommenden Tage.


    Am nächsten Morgen brachen wir auf. Es herrschte herrlicher Sonnenschein. Bei dem steilen Anstieg auf das Plateau des Mulanje-Massivs fand ich die Hitze nicht so angenehm, aber auf Fotos macht besagter Sonnenschein sich natürlich gut:


    Zunächst ging es durch Wald – mal lichter, mal lockerer, und das muß ich hier wohl nicht alles mit Fotos dokumentieren – aber am mittleren Vormittag waren wir schon ziemlich weit oben am Hang und damit aus der Waldzone heraus gekommen.


    Unter diesem Baum machten wir eine kleine Rast, und ich schaute mich ein wenig um. Der Blick ging in den oberen Teil des Likhubula-Tales bis zu dem Sattel, den wir in den nächsten beiden Tagen zwei Mal überschreiten sollten:


    Außerdem bewunderte ich die Blüten von allerlei Pflanzen und bedauerte bei dieser Gelegenheit einmal mehr meine Ignoranz in botanischen Angelegenheiten.




    Hier nun meine Begleitmannschaft: in der Mitte George, daneben Stuart und Stanford (letzterer immer zu einem Späßchen aufgelegt):



    Schließlich hatten wir den Anstieg auf das Plateau bewältigt, und es ging nun wesentlicher flacher dahin. Weil wir nicht besonders schnell gegangen waren – wozu auch? – und eine längere, gemütliche Mittagspause eingelegt hatten – warum nicht? – war es mittlerweile bereits früher Nachmittag geworden, und der Mulanje hatte sich in Wolken gehüllt. Die Hitze des Vormittags war vorbei, aber jetzt auf diesem nur leicht welligen Gelände hätte sie mich auch nicht mehr so sehr gestört. Im Gegenteil: die Kühle hätte ich mir gewünscht während des Aufstiegs am Vormittag, aber jetzt sähe die Landschaft mit etwas mehr Sonne wahrscheinlich schöner aus. Naja...


    Eindrucksvoll war auf jeden Fall der Blick nach Südosten, der sich nach einer Weile eröffnete:

    „Was du da unten siehst, ist das Tiefland von Mosambik“ sagte George, aber ich antwortete nicht, sondern schaute nur stumm hinunter. Die Landschaften Afrikas beeindrucken mich immer wieder; diese Weiten, diese gewaltigen Dimensionen! So etwas zu sehen, das waren die Träume meiner Jugendzeit, vor 50 Jahren im bieder-beschaulichen Oberfranken (welches aber – damit wir uns nicht falsch verstehen! – in anderer Hinsicht eine wunderschöne Gegend ist).

    In südwestlicher Richtung schweifte der Blick über eine Grasebene, die urplötzlich endet, wo das Mulanje-Massiv ins Tiefland abfällt, mit dem felsigen Steilhang, den ich bei der Anreise so herrlich im Spätnachmittags-Licht gesehen hatte.


    In jene Grasebene stiegen wir anschließend ab, denn dort liegt die CCAP-Hütte, wo wir übernachten wollten.


    Zu meiner angenehmen Überraschung bot diese Hütte den „Komfort“ von sieben Etagenbetten einschließlich Matratzen, und es gibt sogar fließendes Wasser, wenn auch nur außen an der Holzwand der Hütte. Strom gibt es allerdings nicht, und so kochte Stanford im Schein seiner Taschenlampe auf dem Holzfeuer. Daß ich von nun an jeden Abend ein Drei-Gänge-Menü serviert bekommen sollte, war eine weitere angenehme Überraschung, und so war der erste Tag schon einmal sehr zufriedenstellend verlaufen.


    Ich bin ein Frühaufsteher, und so schaute ich bereits im Morgengrauen des zweiten Tages wieder hinunter ins Tiefland von Mosambik.


    Ein paar Buben waren ebenfalls schon früh auf den Beinen und freuten sich über die kleine Abwechslung, die das Erscheinen eines weißen Wanderers in ihr Leben brachte.


    Dann aber wurde es rasch heller – die Dämmerung ist in den Tropen ja immer nur sehr kurz...


    ...und wenig später streifte das Morgenlicht über das Gras:



    An diesem zweiten Tag wollten wir zum ersten Mal einen der Gipfel des Mulanje-Massivs besteigen: den Chilemba, mit 2355 Metern Höhe allerdings eher nur ein Leichtgewicht. Hier steht George am Beginn des Anstiegs:


    Als wir etwas höher auf dem Hang angelangt waren, hatten wir auch einen besseren Ausblick.

    „Der Berg dort in der Ferne – Milanje heißt er – liegt schon in Mosambik“ erklärte mir George.

    Der Bergrücken, der letztlich im Chilemba-Gipfel endet, wird im Verlauf des Anstiegs immer felsiger, und hier fanden wir dann auch immer mehr Vellozien (vellozia splendens), das sind die kleinen „Bäume“, die ihr hier seht und die zu Tausenden auf dem Mulanje-Massiv wachsen:


    Auf den sonnigen Felsen huschten allerlei Eidechsen umher, manche davon (die Männchen, nehme ich an) herrlich grün-blau gefärbt:


    Hier nun sind wir schon kurz vor dem letzten kleinen Anstieg zu Gipfel, dessen Markierung ja bereits deutlich zu sehen ist ...



    Vom Chilemba-Gipfel aus genossen wir die Aussicht nach Westen, wo das Mulanje-Massiv so urplötzlich ins Tiefland abfällt ...


    ... und nach Norden, hinüber zum Chambe (2556m), dessen Nordwestwand – fast so hoch wie die Eiger-Nordwand – vom Mountain Club of Malawi als die höchste Felswand Afrikas bezeichnet wird.

    Zwar ist auch die Ostwand des Meru in Tansania (siehe Fotos in meinem Bericht) gewaltig hoch und möglicherweise sogar noch höher, allerdings ist das kein Fels, sondern vulkanisches Lockermaterial; und dort herumzuklettern wäre wahrscheinlich nicht nur lebensgefährlich, sondern der reine Wahnsinn.

    Von diesem kleinen Abstecher zum Chilemba-Gipfel kehrten wir dann wieder auf den Hauptweg zurück, denn wir wollten ja nun weiter zur Chambe-Hütte. Wie am Vortag war es wiederum bis zum späten Vormittag recht sonnig und heiß...


    ...aber dann fiel abermals der Nebel ein, und mit Landschaftsfotos war es eine Weile lang nichts mehr. Dafür war es wieder angenehm kühl.


    Erst später am Nachmittag hatten wir dann wieder ein wenig Sicht...


    ...und erreichten kurz darauf die Chambe-Hütte:


    Draußen war es neblig-grau und wenig einladend, aber umso gemütlicher erschien uns damit das Innere der Hütte mit dem Kaminfeuer in der „Wohnküche“:


    Mit einem schönen „Mulanje-Glühen“ und dem Blick zurück auf den Chilemba-Gipfel ging dann dieser zweite Trekking-Tag zu Ende.


    Wie überall auf dem Mulanje, so hat auch hier der Hüttenwart ein Besucherbuch, das wohl relativ genau geführt wird. In diesem blätterte ich ein wenig herum und fand zu meiner gewissen Überraschung, daß hier doch recht zahlreiche Wanderer aus aller Herren Länder unterwegs sind. Dabei hatte ich zwei Tage lang keinen anderen Trekker gesehen (und sollte auch – wenn ich das vorweg nehmen darf – im Laufe meiner weiteren Wanderung keinen anderen mehr sehen).


    Im ersten Licht des folgenden Morgens schaute ich hinüber auf den Chambe:

    Ein schöner Granitklotz, was? Dort hinauf wollten wir an diesem Morgen, aber ich hatte das Gefühl, daß dies zeitlich knapp würde; denn wir wollten ja noch an demselben Tag weiter zur Chisepo-Hütte.

    George wärmte sich am Holzfeuer...


    ...und die Raben auf dem Dach wärmten sich, indem sie die Nähe des Schornsteins suchten:


    Sobald es richtig hell geworden war, stiegen wir auf. Hier der Blick zurück ins Tal und auf die Chambe-Hütte:


    So erreichten wir den Fuß des eigentlichen Gipfelaufbaus, und hier ließen wir es genug sein.

    Erstens wurde uns die Zeit knapp, zweitens überlasse ich, sofern ich ohne jedwede Sicherung gehen müßte, diese Art von Gelände doch lieber den „Profis“, zu denen ich mich ja nicht zähle. Stattdessen genossen wir ein wenig den Sonnenschein und die Aussicht, wobei wir schon zu dieser recht frühen Stunde den Nebel aus dem Tal aufsteigen sahen:


    Nach der Rückkehr zur Chambe-Hütte machten wir uns auf den Weitermarsch zur Chisepo-Hütte. Bereits am mittleren Vormittag war wieder der Nebel eingefallen, und so kann ich euch von diesem Marsch nicht mehr zeigen als dieses Foto...


    ...und diese schöne Blüte mit den Herzen auf den Blütenblättern, was ich noch nie vorher so gesehen hatte.


    Mit den letzten Sonnenstrahlen des Spätnachmittags erreichten wir dann die Chisepo-Hütte. Hier schleppt jemand gerade noch schnell, bevor es dunkel wird, ein großes Stück Feuerholz herbei:


    Der Tag klang aus mit dem Blick in Richtung Sapitwa-Gipfel, das Wanderziel des nächsten Tages.



    Halb sechs Uhr früh am vierten Tag unseres Treks. Das erste Morgenrot:


    Wenig später dann die ersten Sonnenstrahlen auf dem Gras:


    George und ich zogen nun los, um den Sapitwa-Gipfel zu ersteigen, wofür wir einen ganzen Tag eingeplant hatten. Stanford und Stuart hatten demzufolge einen Ruhetag. Der erste Teil des Anstiegs war noch sehr harmlos, und wir schauten entspannt zurück auf die Hütte:


    Dann allerdings wurde das Gelände immer felsiger und steiler:

    „Von den Wanderern, die sagen, sie wollten auf den Sapitwa, gibt ungefähr ein Drittel hier schon auf“ erzählte George, halb lachend, „und das ist vielleicht auch gut so, denn weiter oben wird es noch viel schwieriger“. Dann fügte er augenzwinkernd hinzu: „Aber wir beide gehen natürlich weiter“. – „Keine Frage“ bestätigte ich, obwohl mir die Sonnenhitze schon unangenehm war, als wir über diese Granit-Felsplatten immer weiter empor stiegen.

    Nach einer Weile wurde der Hang wieder etwas flacher, und wir hatten zum ersten Mal einen freien Blick zum Gipfel (den George euch hier mit seinem Stock zeigt):


    Weiter geht es, immer durch solch felsiges Gelände:


    Wir nähern uns dem Gipfel – ihr seht auf diesem Foto schon das „Gipfelkreuz“.

    Wer nun wissen will, wo hier der Weg geht, dem kann ich nur sagen: George steht genau darauf. Soll heißen: es gibt im Grunde keinen klar erkennbaren Weg durch dieses Granitfelsenmeer, es gibt nur eine Route, auf der man besser voran kommt als auf anderen, denkbaren Routen, aber es ist eigentlich alles sehr verwirrend. Wenn man auf obiges Foto schaut, dann denkt man, es könnte bis zum Gipfel nur noch eine Viertelstunde sein. Das täuscht aber gewaltig, denn zwischen diesem Punkt und dem Gipfel liegen noch einmal zwei „Täler“, und überhaupt unterschätzt man das Gelände. – Liebe Freunde, ich habe habe wahrhaftig manch wilden Berg bestiegen, aber so ein unübersichtliches Terrain habe ich selten gesehen, vielleicht sogar noch nie. Tausende von Felsblöcken, die wild durcheinander liegen; über manche muß man hinüberlaufen oder hinüberklettern, an anderen quetscht man sich vorbei, und wenn man irgendwo in einem tief liegenden „Korridor“ zwischen solchen Felsblöcken entlang läuft, sieht man weder den Gipfel noch sonst einen Orientierungspunkt. Nie und nimmer hätte ich ohne George hier eine vernünftige Route zum Gipfel gefunden; denn die richtige Route läuft keineswegs schnurstracks dorthin, sondern vielmehr in einer großen Spirale; wie eine auf dem Rücken liegende Ziffer 6.

    „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ lautet die Redensart, aber das stimmt nicht immer. Den Zustieg zum Sapitwa-Gipfel kann man kaum bildlich darstellen. Zwischen Felsblöcken und Bäumen geht es dahin, mal hinauf, dann wieder hinunter, mitunter durch Felsspalten, die vielleicht gerade einmal 30cm breit sind und die du nur seitlich gehend passieren kannst, deinen Rucksack neben dir her tragend (und wenn du ein wenig korpulent bist, bleibst du überhaupt stecken), dann wieder unter Felsen hindurch kriechend an Stellen, wo man nicht auf den Gedanken käme, daß die richtige Route hier durch verlaufen soll. Aber George kennt sich genau aus, und so erreichen wir tatsächlich den Felsrücken, dessen höchster Punkt eben der Sapitwa-Gipfel ist, mit 3002 Metern die höchste Erhebung im Mulanje-Massiv und damit auch in Malawi insgesamt, sowie darüber hinaus zwischen dem Mt. Meru in Tansania und den Drakensbergen in Südafrika.

    Schließlich heißt es: „Geschafft!“. Wir sind oben.


    Ich setze mich hin, ruhe mich ein wenig aus und schaue mich um:


    Na, und wie ich mich so umschaue, da fällt mein Blick auf diese Tafel, und ich lese mit einer gewissen Verwunderung die Inschrift.

    „Buchmann“ klingt deutsch, aber der Text darunter ist Portugiesisch. „Gabriel“ ist ein biblischer Name, und ich sehe sehr wohl den Davidstern vor dem Geburtsdatum. Dann aber folgt das christliche Kreuz. Aber warum steht da nur „Juli 2009“? – Ich frage George, und der erzählt mir daraufhin...

    ...die traurige Geschichte von Gabriel Buchmann

    ”Gabriel Buchmann, ein junger Brasilianer deutscher Abstammung, kam auf seiner Reise durch die Welt auch nach Malawi. Er heuerte einen Führer an, der ihm fünf Tage lang das Mulanje-Massiv zeigen sollte. Auf der Chisepo-Hütte angekommen, sagte Gabriel aber, er wolle nun allein weiter zum Sapitwa gehen, zahlte den Führer für die vollen fünf Tage (obwohl die noch lange nicht herum waren) und gab ihm noch ein dickes Trinkgeld dazu. Der Führer protestierte: „Scheiß auf das Trinkgeld! Ich kann dich nicht alleine dort hinauf gehen lassen; es ist zu gefährlich. Wenn du da oben die Route nicht ganz genau kennst, kannst du dich furchtbar verirren“. Aber Gabriel blieb stur: er wollte unbedingt allein auf den Sapitwa gehen. So brach er am nächsten Morgen auf. Gegen Mittag kam nicht nur, wie üblich, der Nebel sondern ein ganz furchtbares Schlechtwetter mit Regen, Sturm und Kälte. Und bis zum Abend war Gabriel Buchmann nicht zur Hütte zurückgekehrt.

    Tagelang blieb das Wetter so grauenhaft, und niemand konnte etwas tun. Erst als das Wetter sich wieder beruhigt hatte, fingen wir an, nach Gabriel zu suchen. Eine ganze Woche suchten wir, fanden aber nichts. Mittlerweile hatten seine Eltern von seinem Verschwinden erfahren, waren gekommen und hatten demjenigen, der ihren Sohn findet, eine hohe Belohnung versprochen. Mit einer großen Mannschaft suchten wir immer weiter, aber erst nach über zwei Wochen fanden wir Gabriels Leiche unter einem Felsen. Zu dem Zeitpunkt ließ sich nicht mehr feststellen, an welchem Tag genau der Tod eingetreten war; wir wissen nur, daß es irgendwann im Juli 2009 gewesen sein muß, so wie es auf der Gedenktafel steht.

    Daß der Tod schnell und gnädig kam, glaube ich nicht“ sagte George mit ernster Miene. „Gabriel war ein gesunder und kräftiger junger Kerl, der nicht beim ersten Windstoß tot umfällt. In irgendeiner Form muß er tagelang verzweifelt gekämpft haben. Wahrscheinlich hat er lange versucht, den Ausweg aus diesem gräßlichen Felsenlabyrinth zu finden und wieder zurück zur Hütte zu gelangen – vergebens bei diesem grauenhaften Wetter, ohne Sicht und Orientierung. Nachts hat er sich wahrscheinlich unter einen Felsen zurückgezogen; der schützt dich allerdings nur vor dem Regen und dem Wind, aber nicht vor der Kälte und dem Hunger. Ja, und irgendwann ist der arme Kerl dann an Auszehrung und Unterkühlung gestorben.“


    „Ja“ sagte ich, als George geendet hatte „Leichtsinn und Selbstüberschätzung in Kombination mit einem plötzlichen Wetterumschwung haben schon viele Menschen das Leben gekostet, auch in den Alpen und anderen Gebirgen“.

    George fuhr fort: „Nach dieser Tragödie wurde dann beschlossen, daß die Route durch das Felsenlabyrinth markiert werden muß. Das wurde mir aufgetragen; denn ich kannte schon damals den Sapitwa besser als fast jeder andere, und du hast die Markierungen ja gesehen.“

    So saßen wir noch eine Weile auf dem Gipfel. Es war warm und sonnig, keine Spur von Nebel, ein seltener Schönwettertag. Dann traten wir den Rückweg an, und der begann so:

    „Paß auf, daß du nicht hier links hinunter kollerst!“ sagte George, und ich fand, das war ein guter Rat.

    Wir gingen auf der gleichen Route wieder zurück. Jedenfalls hatte ich das Gefühl, es war die gleiche Route. Einige der verschiedenen Engstellen erkannte ich wieder, aber das ganze Felsengewirre erschien mir ebenso unübersichtlich wie auf dem Hinweg. Hin und wieder kamen wir an einer roten Farbmarkierung vorbei, aber die Abstände zwischen den Markierungen sind doch recht groß, und wenn man die Route einmal verloren hat, findet man sie wohl nur mit größter Mühe wieder, jedenfalls wenn man allein ist, und auch das nur bei relativ guter Sicht. Die Geschichte von Gabriel Buchmann ging mir natürlich nicht aus dem Kopf, und ich konnte mir problemlos vorstellen, daß man sich bei dickem Nebel und Regen alleine in diesem Gelände ziemlich hoffnungslos verirren kann, in Sackgassen gerät, dann wieder zurück will, aber den Weg auf die soeben begangene Route eben auch nicht mehr findet.

    An „unserem“ Gipfeltag kam der Nebel erst deutlich später als sonst, aber irgendwann kam er doch. Da waren wir aber schon wieder ziemlich weit unten, und außerdem ergab der Nebel einen schönen, ruhigen Hintergrund für Fotos wie dieses:


    Und an einem großen Felsen sah ich dann geschrieben: „George Kamanga“, der Name des jungen Mannes, der die Route markiert und mich an diesem Tag so sicher auf den Gipfel und zurück geführt hatte.

    Am mittleren Nachmittag erreichten wir wieder die Chisepo-Hütte. Neun Stunden insgesamt waren wir unterwegs gewesen. „Manche Wanderer brauchen weniger, aber andere brauchen auch erheblich länger als wir und schaffen es gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder zur Hütte zurück“ erläuterte George. „Übrigens war Gabriel Buchmann nicht der einzige, der auf dem Sapitwa ins Unglück geriet. Zwei Jahre vor ihm wollte Linda P., eine junge Frau aus Holland, auch unbedingt alleine auf den Gipfel gehen, wo sie vorher schon einige Male gewesen war. Sie kam nie zurück, und trotz wochenlanger Suche haben wir keinerlei Spur von ihr gefunden. Sie ist bis heute einfach verschwunden, und manche glauben, daß die Geister des Berges sie entführt haben.“

    So verstand ich nun, warum ich bei der Vorbereitung meines Treks hier gelesen hatte, daß keineswegs alle Führer sich trauen, auf den Sapitwa zu gehen.

    Gegen Abend riß der Nebel wieder auf, und wir konnten noch einmal einen letzten Blick in Richtung Gipfel werfen, bevor es dunkel wurde. George und ich hatten unser „Unternehmen Sapitwa“ gottlob glücklich und erfolgreich beenden können.



    (Fortsetzung folgt)
    Geändert von OutofSaigon (06.02.2019 um 07:11 Uhr) Grund: Einige Fotos optimiert

  2. Erfahren
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #2
    Das ist ein toller Reisebericht, eingebettet in eine ganz schöne Geschichte. Ich kann mir vorstellen, dass die Sonnenauf- und -untergänge wunderschön sind, aber eben auf den Fotos nicht so eindringlich festgehalten werden können. Dennoch habe ich jetzt eine gute Vorstellung von der Gegend. Ich war noch nie in Afrika (außer Marokko) - vielleicht wird es ja doch noch was...

    Gruß, Jörg.
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  3. Erfahren
    Avatar von OutofSaigon
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #3
    Daß gerade du, lieber Jörg, meinen Bericht so positiv kommentierst, freut und ehrt mich nun aber ganz besonders; denn ich bin mir schon darüber im Klaren, daß die Überlappung unserer geografischen Interessens-Sphären recht gering ist. Die Überlappung unserer Lebensphilosophien ist aber erheblich, und darüber reden wir bei meinem nächsten Besuch in Hannover.

    Die SonnenUNTERgänge während meines Treks auf dem Mulanje bestanden darin, daß der wolkenverhangene Himmel immer dunkler wurde. Die SonnenAUFgänge waren aber sehr schön; ihr seht es ja schon am klaren Licht der Morgenbilder in Teil 1, und in Teil 2 wird es noch mehr Fotos vom Sonnenaufgang geben.

    Übrigens kannte auch ich bis 2013 in Afrika nur die Länder Marokko und Ägypten. Verzage also nicht!

  4. Erfahren

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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #4
    Das ist ein herrlicher Reisebericht. Vielen Dank. Wir haben sofort in einem alten Malawireiseführer nachgelesen. Malawi war irgendwann auch mal auf unserer Reiseagenda, ist irgendwie nach hinten gerutscht und dank deines Berichtes wieder ins Blickfeld geraten.
    Viele Grüße aus Mittelfranken.
    Horst

  5. AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #5
    Das ist sehr eindrücklich. Ich lese gerne mit. Vielen Dank!

  6. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #6
    Ein sehr schöner Reisebericht, den ich mit großem Vergnügen lese. Ein überraschendes und beeindruckendes Stück Afrika, dass, gleich einem sanften Wind, einen Teil meiner Seele berührt - wunderbar.
    Ausgetretene Pfade sind die sichersten, aber es herrscht viel Verkehr. Ergo: Wer neue Wege gehen will, muss alte Pfade verlassen.

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #7
    nicht verzagen ist auf jeden Fall ein guter Ratschlag für Reisende - man kann nicht alles selber kennen lernen oder bereisen, dazu reicht ein normales Leben nicht.
    Aber zum Glück kann man ja "Mitreisende/r in Worten, Bildern und Geschichten sein", das ist ein eindeutiger Vorteil, den ODS bietet.

    freut mich, dass du uns/mich mit nimmst-
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  8. AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #8
    Danke, lieber Gottfried, für den schönen ersten Teil des Berichts. Deine Art zu schreiben ist ganz besonders und hebt sich wohltuend aus der Masse hervor.

    Liebe Grüsse
    Dominik

  9. Erfahren
    Avatar von OutofSaigon
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #9
    Danke euch allen für euere aufmunternden Kommentare!

    Der Satz in Sternenstaub´s Signatur "I took the road less traveled by" paßt natürlich genau zum Mulanje, und es sind ja eben die NICHT so populären Trekkingziele, die mich am meisten reizen.

    @Horst24: eine sinngemäß ähnliche Antwort hast du schon einmal geschrieben, und zwar zu meinem Beitrag aus Äthiopien. Von Europa aus könnte man die Reiseziele Äthiopien und Mulanje wahrscheinlich kostengünstig verbinden (alles mit Ethiopian Airlines), aber wenn der Mulanje weiterhin the road less traveled by bleibt, ist es aus meiner Sicht auch recht.

    Teil 2 folgt in wenigen Tagen - versprochen!

  10. Erfahren
    Avatar von OutofSaigon
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #10

    Mit dem kommenden Morgen begann die zweite Hälfte unseres Mulanje-Treks, und diese bestand zunächst aus zwei eher entspannten Wandertagen ohne besondere Vorkommnisse. Wir marschierten am ersten Vormittag in Richtung Tuchila-Hütte, wo wir Mittagspause machen wollten. Es war eine relativ wenig spektakuläre Landschaft...


    ... aber schöne Blumen gab es doch:


    Auf diesem Abschnitt begegneten wir auch den einzigen anderen Wanderern, die ich die ganze Woche lang treffen sollte: einer Schulklasse aus Blantyre, die mit ihren Lehrern einen Tagesausflug machte. Auf der Tuchila-Hütte wartete auf uns ein weiterer Träger, der gekommen war, um uns zur „Halbzeit“ unseres Treks mit frischen Lebensmitteln zu versorgen; er stieg dann sofort wieder ab, nachdem er dieses pflichtgemäß erledigt hatte.

    Am Nachmittag marschierten wir von der Tuchila-Hütte weiter zur Chinzama-Hütte für unsere nächste Übernachtung:


    Dort las ich zu meiner gewissen Überraschung, daß wir nur „beinahe“ willkommen waren:

    Natürlich sollte es heißen „you are all most welcome“, aber das Englische immer richtig zu buchstabieren hat eben seine Tücken


    Für den darauf folgenden sechsten Tag war nur eine ziemlich kurze Wanderung zur Sombani-Hütte geplant, und so hatten wir am Morgen reichlich Zeit. Es begann damit, daß ich mein Frühstück nicht, wie gewohnt, im ersten Morgenlicht serviert bekam, sondern erst etwas später, als es schon richtig hell geworden war:

    Als ich dieses Foto meiner Tochter zeigte, rief die: „Was? Ich dachte, du schlägst dich auf dem Berg so schlecht und recht durch; stattdessen speist du dort wie Gott in Frankreich!“. Tja, dem habe ich nichts hinzuzufügen

    Wir nutzten die Morgensonne, um ein paar Klamotten zu waschen und zu trocknen:


    Ich hatte auch die Zeit und das Licht, mich ein wenig in der Hütte umzusehen und die verschiedenen Aushänge anzuschauen. In allen Hütten sah ich die topografische Karte des Mulanje-Massivs im Maßstab 1:40.000; die erschien mir richtig gut (und notabene: ich habe Kartografie studiert und weiß, wovon ich rede). Außerdem sah ich auf einem der Poster die Afrikanische Zibetkatze (Civettictis civetta) beschrieben. Die Losung dieses Tiers hatte ich immer wieder auf unserem Wanderweg gesehen, das Tier selbst allerdings nie. Das ist auch logisch; denn die Zibetkatze ist nur nachtaktiv. Solche Losung war mir schon 2014 bei meiner Wanderung auf dem Elgon aufgefallen, aber die Erläuterungen, die ich damals erhielt, waren doch recht vage gewesen, und so wurde mir erst jetzt auf dem Mulanje wirklich klar, was das für ein Tier ist. Ihre Losung dient der Zibetkatze auch zur Markierung ihres Territoriums, und deshalb legt sie diese ganz bewußt an wenig bewachsenen und gut sichtbaren Stellen ab, wie z. B. eben auf dem Wanderweg. Also: wieder etwas dazu gelernt!

    Wie alle seine Kollegen, darf der Betreuer der Chinzama-Hütte nicht in der Hütte selbst wohnen, sondern hat eine eigene, ziemlich ärmliche Unterkunft gleich daneben:

    Fürstlich ist anders, würde ich sagen, und der Betreuer kann einem leid tun, daß er derartig armselig hausen muß.

    Hier seht ihr den Hütten-Betreuer; er bindet gerade Grasbüschel zusammen.

    Dieses Gras aus den Hochlagen des Mulanje ist von sehr hoher „Qualität“ und dementsprechend begehrt für die Herstellung von Besen und dergl.; so kann man es in den Dörfern des Tieflands zu einem recht guten Preis verkaufen, und der Hütten-Betreuer verdient sich mit dieser Tätigkeit ein paar zusätzliche Pfennige bzw. Kwatscha (so heißt die Währung Malawis).

    Ich lieh George mein Fernglas; er kletterte damit auf einen Felsen und schaute sich um. „So ein tolles Ding habe ich noch nie in der Hand gehabt“ sagte er. „Ja“ bestätigte ich „es ist ein richtig gutes Fernglas“ (es ist in meiner Heimatstadt in Oberfranken hergestellt). Was es gekostet hatte, sagte ich lieber nicht in Anwesenheit der Afrikaner; sie wären wohl schockiert gewesen.


    Am späten Vormittag zogen wir dann los, wiederum durch eine schöne, wenn auch nicht wirklich spektakuläre Szenerie:


    Wir sahen ein paar schöne Vellozien-Blüten...



    ...und ich konnte dieses Foto von einem Weißnacken-Raben (Corvus albicollis) machen – wir hatten sie auf dem ganzen Plateau recht zahlreich gesehen:


    Und immer wieder diese Blumen! Mir war, als ob sie sich untereinander verabredet hätten, allesamt gelbe Blüten zu entwickeln und silbergraue Blätter zu haben:



    Auf dem Weiterweg begegneten uns ab und an Männer mit dicken Holzbalken (wohl 20 mal 20 cm) auf den Schultern. Solche hatten wir auch in den vorauf gegangenen Tagen des öfteren getroffen. Es waren – man muß es leider sagen – Holzdiebe, die es vor allem (eigentlich fast ausschließlich) auf die Mulanje-Zeder (Widdringtonia whytei) abgesehen haben. Dies ist eine Zedernart, die am Mulanje endemisch ist und nur hier vorkommt. Ihr Holz ist fest, aber dennoch relativ leicht (im Gespräch mit George kam ich zu dem Schluß, daß sein spezifisches Gewicht wohl nur rund 0,5 beträgt) und angenehm zu bearbeiten. Durch seinen hohen Gehalt an Öl und Harz ist es auch sehr haltbar; denn die Termiten mögen es nicht. Es ist also ein mehr oder weniger ideales Bauholz. Die Mulanje-Zeder ist stark in ihrem Bestand bedroht und demzufolge auch geschützt. Allerdings wird der theoretische Schutz nur sehr unvollständig umgesetzt. Zwar patroullieren immer wieder Mitarbeiter der Forstbehörde das Mulanje-Plateau, aber es sind viel zu wenige, und die Diebe müssen kaum eine ernstzunehmende Strafe fürchten. So geht die Mulanje-Zeder wohl der Ausrottung entgegen. Nahe den Hütten sah ich oft einige frisch angepflanzte Exemplare, aber George sagte, daß diese immer irgendwie mickerig blieben und nicht recht gedeihen wollten. Wirklich gesunde Mulanje-Zedern, so sagte er, müssen sich anscheinend natürlich vermehren und entwickeln, so wenig man das auch verstehen mag.


    Von dieser traurigen Erkenntnis abgesehen, war es aber eine schöne und leichte Wanderung, fast wäre „Spaziergang“ das richtige Wort dafür. Vor uns lag wieder einmal ein eindrucksvoller Berg, dessen steile Ostwand etwas für Kletterfreunde wäre:

    „Dies ist der Matambale“ erklärte George „und morgen gehen wir auf den Namasile“.

    „Sag mal, bedeuten diese ganzen Namen eigentlich etwas?“
    fragte ich. Dann nannte ich ihm Beispiele von Bergnamen aus den Alpen, die eine richtige Bedeutung haben, z. B. Montblanc, Mittagsspitze oder Schneeberg. Ich erwähnte aber auch andere Namen, die meines Wissens keinen wirklichen Sinn ergeben, wie z. B. Eiger, Zimba oder Rax. „Soweit ich weiß“ entgegnete George „haben diese Namen eigentlich keine Bedeutung; nur der Name Sapitwa ist eine Ausnahme.“ – „Na, und was bedeutet Sapitwa?“ fragte ich logischerweise, worauf er antwortete: „Es heißt soviel wie: GEH NICHT DORTHIN!“. – Tja, nach dem, was ich zwei Tage vorher von Linda und Gabriel erfahren hatte, macht dieser Name ja auch Sinn. So wanderten wir etwas nachdenklich weiter.

    Noch einmal hatten wir einen schönen Blick nach Süden in Richtung Mosambik...


    ...und bei einer kurzen Rast sah ich diese kleinen Pflänzchen, vielleicht gerade einmal 5cm hoch, die auf der Oberfläche eines Felsens wuchsen:



    Wir legten an diesem sechsten Tag keine lange Strecke zurück und erreichten daher bereits am mittleren Nachmittag die Sombani-Hütte. Als ich meiner Tochter ein Foto davon zeigte, meinte sie, daß diese Szene aussähe wie im Wilden Westen der USA im Jahr 1880 oder so. Und weil sie damit irgendwie recht hatte, habe ich das folgende Bild in einen Sepia-Ton konvertiert, damit es wirklich so aussieht wie im Wilden Westen der USA im Jahr 1880 oder so:



    Wie schon gesagt, hatten wir für den nächsten Morgen die Besteigung des Namasile geplant. Auf meinen Vorschlag hin gingen wir noch bei Dunkelheit los, durchquerten das Grasland im Schein der Taschenlampen und erreichten so den eigentlichen Fuß dieses Berges im ersten Morgengrauen:


    In den Tropen dauert die Dämmerung aber gar nicht lange, und so ging bereits wenig später die Sonne auf:


    Gerade mit den ersten Sonnenstrahlen erreichten wir die Felswände, über die der direkte Weg zum Gipfel führen würde; mangels Kletter-Expertise umgingen wir sie allerdings auf der Ostseite:


    So krabbelten wir denn den Nordosthang des Namasile hoch und schauten noch einmal zurück auf die soeben umgangene Ostwand:


    Dann entschieden wir, daß es nun Zeit sei für unser Frühstück. Im Licht des frühen Morgens sahen die Agaven-Blüten ganz wunderbar aus:


    Hier seht ihr zwischen den Felsen noch mehr von diesen Agaven-Blüten. Und der Felsblock links oben im Bild ist einer der größten losen Blöcke, die ich jemals gesehen habe: nach meiner Schätzung ist er ungefähr 30m lang, 15m breit und 7m hoch, hat also in etwa die Abmessungen einer Schul-Turnhalle. Und, wie gesagt: das ist ein einziger Felsbrocken ohne Klüfte, Sprünge o. ä.! Eine schöne Herausforderung für Boulderer...


    Der Weiterweg führte genau unter diesem Felsblock durch...


    ...und dann weiter am Hang empor, zwischen zahlreichen Vellozien hindurch:


    Nach nicht allzu langer Zeit war dann der Gipfel erreicht: Namasile, laut topografischer Karte 2684m hoch:




    Zwischen den Felsen des Gipfels lagen die Trümmer einer Gipfelmarkierung, also einer Betonsäule, wie wir sie auch auf dem Chilemba und dem Sapitwa gesehen hatten. Sie war anscheinend durch Blitzschlag zerstört worden.

    Vom Namasile-Gipfel hatten wir den Blick nach Südosten auf den oben genannten Matambale (ganz links im Bild), der mit 2643m etwas niedriger ist als der Namasile...


    ...und einen weiteren Blick nach Südwesten auf den Sapitwa, der an diesem Tag bereits zu solch früher Stunde im Nebel zu verschwinden begann:


    George und ich beglückwünschten uns nochmals zu dem herrlichen Sonnenschein, den wir bei unserer Besteigung des Sapitwa drei Tage vorher gehabt hatten.


    In die Sombani-Hütte zurückgekehrt, packten wir unsere Klamotten für den Weitermarsch zur Manzeka-Hütte, wo wir die siebte und letzte Nacht unseres Treks verbringen wollten. Auch dieser Weitermarsch führte uns durch die nunmehr bereits vertraut gewordene typische Szenerie des Mulanje-Plateaus:


    Einige Kilometer talab stießen wir dann auf ein paar sehr schöne Exemplare der Pflanzenart „Red Hot Poker“, wie bereits gesehen in den Virungas (und in meinem Bericht von dort gezeigt):


    So erreichten wir schließlich die Manzeka-Hütte. Stanford machte wie immer erst einmal ein Holzfeuer in der Hüttenküche:


    Dann: letzte Nacht auf dem Berg! Der junge zunehmende Mond stand am frühabendlichen Himmel:



    Am kommenden Morgen verließen wir die Manzeka-Hütte...


    ...und wanderten bergab. Dabei erreichten wir nach kurzer Zeit einen richtig schönen Regenwald...

    ...denn die Südseite des Mulanje ist deutlich regenreicher als die Nordseite. Am allerersten Tag unserer Wanderung hatte ich George gefragt, warum wir in dem dortigen Wald praktisch keine größeren Tiere sahen, und er hatte mir erklärt, daß die Affen usw. sich zu dieser Jahreszeit lieber am Südhang des Mulanje aufhielten, weil es dort mehr Nahrung gäbe. Und als ich diesen Regenwald sah, da leuchtete mir das ein.

    Anschließend kam eine längere Wegstrecke, die ich ziemlich unangenehm fand. Es ging über sehr steile Pfade bergab, oft über rutschiges Gelände, an den zahlreichen gefährlichen Stellen, wo man eigentlich überhaupt nicht „normal“ gehen konnte, über Leitern, die teilweise verrottet und sehr wackelig waren und mir alles andere als vertrauenswürdig erschienen. Ich kann mir gut vorstellen, daß mancher Wanderer sich hier regelrecht fürchten würde. Schließlich war aber das Schlimmste überwunden, und es eröffnete sich der Blick nach Süden ins Tiefland:

    Das sieht hier auf dem Foto so schön aus, aber macht euch nichts vor: hinter dem netten gelben Grashorizont im Bildmittelgrund lauert genau so ein Steilhang wie auf der gegenüberliegenden Talseite! Wenn du da ins Rutschen kommst, gibt es ganz schnell kein Halten mehr!

    Nicht allzu lange danach aber wurde das Gelände wieder flacher, wir kamen in den unteren Teil des Hanges und konnten den südlichen Steilabfall des Mulanje-Massivs noch einmal im Profil betrachten.


    Eine weitere halbe Stunde danach erreichten wir die Teeplantagen am Fuß des Berges, und hier erwartete uns das Auto, das uns zurück nach Likhubula bringen sollte.

    Damit war also unser Trek beendet.


    Dies war unsere Wanderroute gewesen:



    Vom Weiteren gibt es nicht viel zu erzählen. Vor der Rückfahrt zum Flughafen von Blantyre und dem Rückflug nach Addis genoß ich noch einmal zwei Übernachtungen und einen willkommenen Ruhetag in der Lodge von Likhubula, deren Design ich wirklich nett und dem afrikanischen Umfeld stilvoll angepaßt fand:


    Ein gemütliches Plätzchen, nicht wahr?



    Ja, so war das, lieber Moses. Vielleicht hast du uns „aus erhöhter Perspektive“ wandern gesehen. Es war jedenfalls unglaublich schön, und ich danke dir und deinen Kameraden ganz, ganz herzlich dafür, daß ihr mir dieses wunderbare Erlebnis ermöglicht habt. Ich kann es nur weiter empfehlen.

    Mach es gut da oben, mein Bester! In dreißig Jahren bin ich auch dort...
    Gottfried
    Geändert von OutofSaigon (06.02.2019 um 07:19 Uhr)

  11. AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #11
    Zitat Zitat von OutofSaigon Beitrag anzeigen

    Gerade mit den ersten Sonnenstrahlen erreichten wir die Felswände, über die der direkte Weg zum Gipfel führen würde; mangels Kletter-Expertise umgingen wir sie allerdings auf der Ostseite:

    Sag mal, sind das tatsächlich Wasserrillen im Granit? Schaut toll aus!

  12. Erfahren
    Avatar von OutofSaigon
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #12
    Zitat Zitat von dominik_bsl Beitrag anzeigen
    Sag mal, sind das tatsächlich Wasserrillen im Granit? Schaut toll aus!
    Ja, wenn nicht Becks, Flachlandtiroler, Vegareve oder eine ähnliche Kletter-Person diesen Vandalismus begangen hat, dann muß es wohl das Wasser gewesen sein. Gut gesehen, Dominik!

    Es ist jedenfalls eine schöne Granitwand; wer da hinauf klettert, darf sich zu den Könnern zählen. Mal ganz ehrlich: wer aus diesem Forum glaubt, er/sie käme da hinauf? Bitte Hand hoch!

  13. Freak Moderator
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #13
    Zitat Zitat von OutofSaigon Beitrag anzeigen
    Es ist jedenfalls eine schöne Granitwand; wer da hinauf klettert, darf sich zu den Könnern zählen. Mal ganz ehrlich: wer aus diesem Forum glaubt, er/sie käme da hinauf? Bitte Hand hoch!
    Wenn ich auf die Seite des Malawi Mountain Club schaue, sieht es nicht so aus als wäre da eine Kletterroute eingerichtet.
    Das bedeutet, sofern in Seilschaft geklettert und gesichert werden soll (und das sieht für mich so aus), muß alles mobil abgesichert werden.
    Das würde ich persönlich, in Unkenntnis der Route und ihrer Absicherbarkeit (!) mir nicht zutrauen, zumal ich auch kein Fan von geneigter Plattenkletterei bin.
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  14. AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #14
    Danke für den zweiten Teil des Berichts. Mich fasziniert, dass die Bilder zum Teil den Alpen sehr gleichen, dann aber wieder total exotisch sind (für mich).
    Mir scheint, dass alles von der Logistik her sehr gut organisert war. Trifft das zu? Ich hatte auch auf der verlinkten Seite über die Führer etc. gelesen. War es so, dass du dir die Route überlegt hast und dann mit dem Plan um einen Führer nachgefragt hast? ODer hattest du einige Ideen und hast die vor Ort mit dem Büro/dem Führer ausgearbeitet?

    Was die Wand betrifft: Schaut sehr toll aus! Wie gut man da raufklettern könnte lässt sich nur vom Bild her wirklich schwer sagen - va. ob es genügend Absicherungsmöglichkeiten gibt. Kann meiner Meinung nach ganz schwer oder moderat sein.

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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #15
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Was die Wand betrifft: Schaut sehr toll aus! Wie gut man da raufklettern könnte lässt sich nur vom Bild her wirklich schwer sagen - va. ob es genügend Absicherungsmöglichkeiten gibt. Kann meiner Meinung nach ganz schwer oder moderat sein.
    Das direkt nachfolgende Bild gibt Aufschluß über die Steilheit: Ist IMHO schon eine steilere Platte, die man sicher nicht ungesichert begehen würde. Von der Kletterschwierigkeit her ist das ja vielleicht nicht so arg, es kommt sehr auf die in den Bildern nicht erkenntliche Struktur des Felses an. Aber wie gesagt, von der Absicherung her ist die Kombi Platte plus (große) Wasserrillen u.U. schwierig bis unmöglich. Gibt es Detailaufnahmen?

    Zu den Wanderrouten findet sich ein sehr ausführliches, englischsprachiges PDF im Netz!

    edit:
    Das muss ich noch loswerden an den OP: Deine Reiseberichte sind wirklich sehr inspirierend -- herzlichen Dank dafür!
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  16. Freak Moderator
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #16
    Zitat Zitat von dominik_bsl Beitrag anzeigen
    Sag mal, sind das tatsächlich Wasserrillen im Granit? Schaut toll aus!
    Ich *musste* einfach mal nachschauen... und natürlich, die Schweizer waren auch schon da. Aber immerhin, hikr findet unter "Touren in der Nähe" -- nichts
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  17. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #17
    Hallo Gottfried,

    vielen Dank für diesen tollen Bericht! Ich musste leider meine Mittagspause "leicht" überziehen, da ich doch sehr gefesselt war. Wie auch schon in vielen anderen Berichten von dir vorher, finde ich es super wie du immer Anmerkungen zu Flora und Fauna mit einbaust. Deine Fotos gefallen mir auch ausgesprochen gut! Morgen um die gleiche Zeit werde ich wohl aus dem Elgon zurück kehren, hauptsache meine Cheffin bekommt das nicht mit

    Generell habe ich die Afrika Reiseberichte hier im Forum nicht so auf dem Schirm. Einzig jene über Marokko, da wir im Frühjahr fünf Wochen den großen Süden bereist haben. Einen Reisebericht mit vielen tollen Bildern wollte ich eigentlich darüber schreiben, da aber motorisierte Reiseberichte nicht gewünscht sind, bleibt hier ein weißer Fleck auf der Landkarte.

    Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Erlebnisse aus deiner Feder.
    Sven

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

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  18. Erfahren
    Avatar von OutofSaigon
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #18
    Hallo,
    ich freue mich, daß euch der Mulanje im Allgemeinen und mein Bericht im Besonderen erfreuen und einer gewissen Diskussion würdig erscheinen. Ich werde euere Beiträge und auch die verlinkten Seiten gerne kommentieren, würde das aber lieber Zug und Zug tun.

    Heute nur ganz kurz zu Sven´s Beitrag:

    Zitat Zitat von codenascher Beitrag anzeigen
    ... Generell habe ich die Afrika Reiseberichte hier im Forum nicht so auf dem Schirm. Einzig jene über Marokko, da wir im Frühjahr fünf Wochen den großen Süden bereist haben. Einen Reisebericht mit vielen tollen Bildern wollte ich eigentlich darüber schreiben, da aber motorisierte Reiseberichte nicht gewünscht sind, bleibt hier ein weißer Fleck auf der Landkarte.

    Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächsten Erlebnisse aus deiner Feder.
    Sven
    Wer sagt, daß Beiträge von motorisierten Touren generell unerwünscht seien?? Die Kategorien der Geotags (links unter der Karte des Unterforums) haben einen Auswahlknopf für motorisierte Touren; ich habe von einer motorisierten Tour in Bolivien geschrieben, Nammalakuru von einer motorisierten Tour in Oman, und es gibt noch etliche mehr. Im Zweifelsfall kann man ja immer noch einen Moderator vorher fragen.

    Über deinen Bericht aus Marokko würde ich mich durchaus freuen; denn ich habe derzeit einen Bericht in der Pipeline.... von einer motorisierten Tour durch Marokko im Jahr 1974 (!!). Das könnte doch ein interessantes "Gespann" ergeben, oder?


    Soweit für heute. Jetzt suche ich erst einmal nach einem Detailfoto von der Ostwand des Namasile...


    Zu diesem Beitrag ein Nachtrag im Sept. 2019: für motorisierte Touren haben die Moderatoren mittlerweile ein neues Unterforum "Alternative Reiseberichte" kreiert, und dort findet ihr vielleicht irgendwann einmal meinen Bericht von der Reise durch Marokko im Jahr 1974
    Geändert von OutofSaigon (05.09.2019 um 02:29 Uhr)

  19. Alter Hase

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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #19
    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Wenn ich auf die Seite des Malawi Mountain Club schaue, sieht es nicht so aus als wäre da eine Kletterroute eingerichtet.
    Das bedeutet, sofern in Seilschaft geklettert und gesichert werden soll (und das sieht für mich so aus), muß alles mobil abgesichert werden.
    Das würde ich persönlich, in Unkenntnis der Route und ihrer Absicherbarkeit (!) mir nicht zutrauen, zumal ich auch kein Fan von geneigter Plattenkletterei bin.
    sehr schöne fotos - berciht ahbe ich noch nicht gelesen.

    zum kletterens cheint es etwas zu geben (trad):

    https://www.ukclimbing.com/forums/t.php?t=638007

  20. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [MW] Felsen und Gipfel, Blumen und Dramen: Trekking auf dem Mulanje

    #20
    Zitat Zitat von OutofSaigon Beitrag anzeigen

    ....

    Wer sagt, daß Beiträge von motorisierten Touren generell unerwünscht seien?? Die Kategorien der Geotags (links unter der Karte des Unterforums) haben einen Auswahlknopf für motorisierte Touren; ich habe von einer motorisierten Tour in Bolivien geschrieben, Nammalakuru von einer motorisierten Tour in Oman, und es gibt noch etliche mehr. Im Zweifelsfall kann man ja immer noch einen Moderator vorher fragen.

    Über deinen Bericht aus Marokko würde ich mich durchaus freuen; denn ich habe derzeit einen Bericht in der Pipeline.... von einer motorisierten Tour durch Marokko im Jahr 1974 (!!). Das könnte doch ein interessantes "Gespann" ergeben, oder?
    ...
    Das würde es sicherlich

    Es gab schon einige müßige Diskussionen über motorisierte Reiseberichte, selbst Pedelec bzw. Ebike Touren scheinen nicht gern gesehen zu sein...
    Das Thema kam auch gerade am Wochenende auf der MV auf. Ich lasse mich gerne korrigieren, der WoMo Knopf beim geotaggen sei eine Altlasten.

    Es wird trotzdem etwas Marokko von mir geben, aber eben nur vom den Wanderungen die wir dort unternommen haben. Dadurch ist das Grundgerüst eben nicht vollständig und viele schöne Bilder von unterwegs müssen dann eben über meine Flickr Galerie angesehen werden.

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