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  1. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Ich bin auch schon am langen laufenden Seil geklettert, z.B. wenn man mal eine Seilschaft für alle nervenschonend überholen möchte in einer lange Tour wie der Badile Nordkante. Ich möchte aber nicht erleben, wie es sich für den Vorsteiger anfühlt, wenn der untere plötzlich mal doch abrutscht. Dieser Grat hat ca. 7 SL, da kommt es mir nicht unbedingt auf jede Minute Zeitgewinn an und ich entscheide mich für mehr Sicherheit.
    Ist hier absolut richtig. Unser "laufendes Seil" war auch eher beschränkt möglich weil wir a. zu wenig Material dabei hatten und b. das Ganze dann doch irgendwann sehr verwinkelt wurde nach der Schlüsselstelle. Denke wir sind die Hälfte am laufenden Seil unterwegs gewesen und den Rest haben wir mehr oder minder normal gesichert.

    Damit mich auch keiner falsch versteht. Ich fand die Route traumhaft schön und kann sie auch jedem nur empfehlen. Insbesondere der kurze Zustieg zur Hütte ist für einen kurzen Freitag Abend los Samstag rauf Trip ideal oder man pennt im Auto/Zelt unten an der Strasse.

    Ich wollte nur zeigen, dass leider immer mehr gut mobil absicherbare Touren mit BH ausgerüstet werden um sie leichter zugänglich zu machen und nicht weil die Tour ohne BH nicht ginge. Die Tour ist dadurch mehr oder minder gefahrlos "konsumierbar". Das scheint anscheinend der Wunsch vieler zu sein...

  2. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    4 BH, ggf. mal das Vollbild absuchen

    Ansonsten volle Zustimmung.
    Gut dass wir die Tour nochmal zusammen durchgehen. Jetzt habe ich oben den 4. BH auch entdeckt, der ist tatsächlich ganz schön nah dran, fast schon ein bisschen übertrieben. Ich fand die Stelle an der Kante trotzdem nicht ganz einfach, auch wenn ich ein Stück schwerer klettern kann. Bei einem Sturz an der Kante würde man ohne den obersten BH vielleicht trotzdem noch die Platte touchieren, von daher grenzwertig aber tolerabel.

    Das Wetter war übrigens warm genug für sockenfrei, hab die Tour für die Sektion geführt, da ist man besser bei Temperaturen unterwegs, wo man nicht unbedingt Socken benötigt. Ich ziehe aber schon auch ab und zu Socken an beim Klettern, z.B. wenn ich in scharfen breiten Rissen oder generell rauhem Fels klettere, oder in der Hitze, wenn´s feucht wird in den Schuhen und sich der Fuß ohne Socken fast schon dreht im Schuh. Lecker.

  3. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von tuan Beitrag anzeigen
    Dann solltest Du nicht nur mehr Exxen am Gurt tragen, sondern auch einen Besuch beim heimischen Optiker in Erwägung ziehen.
    (zwei Bohrhaken eingehängt, zwei weitere in Folge, macht nach Adam Riese 4 BH. Nicht das das was ändern täte)



    OT: Wenn ich mal irgendwann in der Kiste liege, wird mir mein allerschlimmster Feind Socken zu meinen Kletterschuhen verpassen!
    OK, Schande über mein BH-Gedächtnis. Brille wäre vielleicht wirklich mal gut, nimmt man dafür eine dieser lustigen Sicherungsbrillen, um die BH über mir zu sehen? Die Prismen könnte man zur Not auch noch als Klemmkeil verwenden.

  4. Dauerbesucher

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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Die Prismen könnte man zur Not auch noch als Klemmkeil verwenden.
    Beste Idee des Jahres!

  5. Alter Hase

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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    Auf knapp 3500 M auf einem windigen Grat ohne Socken? Hm. Meine Kletterschuhe sind alles andere als bequem (weil zu wenig benutzt ), aber ganz dünne inliner müssen auf Hochtour schon sein. Klettergarten ist was anderes.
    für socken in kletterschuhen gibt es keine entschuldigung - auch keinen windigen grat auf 3.500!
    Geändert von opa (09.11.2017 um 12:22 Uhr)

  6. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von tuan Beitrag anzeigen
    Beste Idee des Jahres!
    Am besten gleich in den Doppelriss rein mit der Prismenbrille, hält doppelt gut
    Geändert von nunatak (09.11.2017 um 14:50 Uhr)

  7. Fuchs
    Avatar von Lampi
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von tuan Beitrag anzeigen
    ...woran man erkennt, daß Du keine Ahnung hast.
    Was die Pumprisse anbelangt, stecken sehr wohl Normalhaken drin. Unten reichlich, und oben in den Rißlängen vereinzelt.
    Erstmal selber klettern, dann klug daherreden!
    Das würde vermutlich selbst mit BH meine Kletterfähigkeiten übersteigen.
    Von den Haken vor den Risslängen spricht kein Mensch, das ist eine ältere Tour.

    Bei der Erstbegehung der Risslängen wurden keine Haken geschlagen.
    http://www.alpin.de/8442/artikel_heu...pumprisse.html
    Die Haken in den Risslängen sind nachträglich reingekommen. Konsequenterweise müsstest Du das auch ablehnen.
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  8. Dauerbesucher

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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von Lampi Beitrag anzeigen
    Bei der Erstbegehung der Risslängen wurden keine Haken geschlagen.
    Die Haken in den Risslängen sind nachträglich reingekommen. Konsequenterweise müsstest Du das auch ablehnen.

    Desweiteren müßte man dann konsequenterweise auch auf den Einsatz von Friends verzichten. Derweil die Erstbegeher nur gekeilt haben.

    Ich war bummsfroh um beides, Friends wie Normalhaken. Ich kenne auch niemanden, welcher das eine oder das andere verschmäht hätte.

    Und es ist ja ganz fantastisch und unglaublich, daß Du in die eigtl. Risse hineinfliegen kannst, ohne Zustiegslängen.
    Ich fand die VIII+ ziemlich derbe und die Schlaghaken recht wertvoll.

    Deswegen wiederhole ich mich da gerne:
    Konsequenterweise solltest Du diese Tour erst mal selber klettern.

  9. Liebt das Forum
    Avatar von Vegareve
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    OT:
    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    für socken in kletterschuhen gibt es keine entschuldigung - auch keinen windigen grat auf 3.500!
    Vielleicht im 8. Grad, aber bei meinen Touren konnte ich keinen Unterschied feststellen. Ich muss ja als Frau auch nicht oben ohne klettern, nur weils die meistene Jungs so machen .
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  10. Fuchs
    Avatar von nunatak
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    für socken in kletterschuhen gibt es keine entschuldigung - auch keinen windigen grat auf 3.500!
    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass Kletterschuhe weniger schnell stinken, wenn sie mit Socken getragen werden. Entschuldigen muss man sich eher ohne Socken beim Mitkletterer.

    Ich bin mal am Salbitschijen eine SL nachgeklettert und habe Schuhgeruch wahrgenommen, bevor es um eine Kante ging. Prima dachte ich mir, gleich bin ich am Stand. Hat dann aber doch noch ein paar Meter gedauert...


  11. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von tuan Beitrag anzeigen
    Desweiteren müßte man dann konsequenterweise auch auf den Einsatz von Friends verzichten. Derweil die Erstbegeher nur gekeilt haben.

    Ich war bummsfroh um beides, Friends wie Normalhaken. Ich kenne auch niemanden, welcher das eine oder das andere verschmäht hätte.

    Und es ist ja ganz fantastisch und unglaublich, daß Du in die eigtl. Risse hineinfliegen kannst, ohne Zustiegslängen.
    Ich fand die VIII+ ziemlich derbe und die Schlaghaken recht wertvoll.

    Deswegen wiederhole ich mich da gerne:
    Konsequenterweise solltest Du diese Tour erst mal selber klettern.
    Respekt für die Pumprisse Begehung, die haben einer meiner Kletterpartner und ich auch schon häufiger mal diskutiert aber uns noch nie zugetraut. Kommt einfach vieles zusammen: Am oberen Ende unseres Kletterspektrums, bescheidene Absicherung und dann noch diese miesen Off-width/Körper/Alles reinstecken was geht Risse, neben dem Mangel an 5er und 6er Friends in unserer Ausrüstung

  12. Fuchs
    Avatar von Lampi
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von Vegareve Beitrag anzeigen
    OT: Ich muss ja als Frau auch nicht oben ohne klettern, nur weils die meistene Jungs so machen .
    DAS hat das Zeug zum Zitat des Jahres.

    Du würdest allerdings vielen eine Freude machen.

    Im Übrigen sind aus rein estetischen Gründen seit etwa 7 Jahren die Zeiten bei mir auch vorbei.
    Bin mal gespannt, wann ich dann auch mit langen Hosen klettern muss. Ich bin jedenfalls jedem Winter hart dabei, diesen Zeitpunkt so lang wie möglich herauszuzögern.
    Geändert von Lampi (09.11.2017 um 18:41 Uhr)
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  13. Fuchs
    Avatar von Lampi
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von tuan Beitrag anzeigen
    Ich war bummsfroh um beides, Friends wie Normalhaken. Ich kenne auch niemanden, welcher das eine oder das andere verschmäht hätte.
    Offensichtlich sind nachträglich gesetzte Normalhaken also Okay für Dich, nachträglich gesetzte Bohrhaken nicht.
    Fazit: Du wurdest in eine Welt hineingeboren, die Du nicht weiter hinterfragst, deren Veränderung Du allerdings vehement ablehnst. Da darfst Du Dich aber nicht wundern, wenn welche, die nach Dir das Klettern angefangen haben, es genau so handhaben.

    (Bitte versteh das jetzt nicht so, dass ich gerade diese Touren, deren Besonderheit die Erstbegehung bewusst ohne Haken ist, auch noch bohren möchte.)

    Außerdem Glückwunsch zur Begehung.
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von Lampi Beitrag anzeigen
    Fazit: Du wurdest in eine Welt hineingeboren, die Du nicht weiter hinterfragst, deren Veränderung Du allerdings vehement ablehnst. Da darfst Du Dich aber nicht wundern, wenn welche, die nach Dir das Klettern angefangen haben, es genau so handhaben.
    Unfaßbar was Du für einen Quark von Dir gibst.
    Da werd ich auch nicht mehr weiter darauf eingehen...

  15. Dauerbesucher

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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Respekt für die Pumprisse Begehung, die haben einer meiner Kletterpartner und ich auch schon häufiger mal diskutiert aber uns noch nie zugetraut. Kommt einfach vieles zusammen: Am oberen Ende unseres Kletterspektrums, bescheidene Absicherung und dann noch diese miesen Off-width/Körper/Alles reinstecken was geht Risse, neben dem Mangel an 5er und 6er Friends in unserer Ausrüstung
    Zuviel der Ehre.
    Ich war damals, zumindest in den schweren Längen (der 8er Quergang im Zustieg, und den beiden 7er Rißlängen), nur Tourist. Mir haben die "einfacheren" Längen als Seilerster dicke gereicht um die Hosen ordentlich voll zu haben. Immerhin ging die Tour af... :-)


  16. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Die Aufgabenteilung wäre bei uns gleich gewesen 😂 haben uns aber beide nicht getraut, da offwidth wirklich nicht unseres ist und so speziell, dass selbst mein sehr starker vorsteiger zu viel Respekt hat/hatte. Naja vielleicht bohrt sie ja irgend ein Schweizer noch heimlich ein dann kann ich nochmal drüber nachdenken 😂 du kletterst doch den Grad eigentlich locker, wie war es denn?

  17. Alter Hase

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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von tuan Beitrag anzeigen
    Zuviel der Ehre.
    auch von mir volle hochachtung! ist ja schon ein echter meilenstein!

  18. Dauerbesucher

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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    du kletterst doch den Grad eigentlich locker, wie war es denn?
    Das ist schon so lange her, das ist schon gar nicht mehr wahr...

    Ich war zu der Zeit (Mitte/ Ende der '90er) recht ordentlich im Sportklettern unterwegs, hab da irgendwo im 9. Grad rumgeschraubt. Alpin war ich nicht sooo viel unterwegs. Ich hatte aber das "Pech" einen überaus starken Alpinmentor zu haben, der immer wieder mal auf mich zurückgriff, wenn ihm die motivierten Kollegen ausgingen.
    (durch ihn kam ich Anfang der 90er zum Mehrseillängen klettern, der Typ war wirklich etwas apokalyptisch unterwegs, was man daran merkt, daß meine ersten beiden langen Touren die Excalibur/ Mandrea und die Mescalito/ Rupe Secca waren und er auf Wechselführung bestanden hat. Ich habe ihn manchmal gehaßt! )

    Äh ja..., ich schweife ab.
    Ich weiß noch recht gut wie froh ich war, als es vorbei war. Im Grunde hatte ich ziemlich wenig Spaß in den Rissen.
    Es ist schon so wie Du sagst, sie lassen sich zum größten Teil einfach nicht elegant klettern.
    Ok..., ich konnte sie nicht elegant klettern.
    Dazu kommt eben die recht fordernde Sicherungssituation. Da wurde ich recht schnell auf meinen Platz verwiesen.
    Gut, ich war auch nie der ausgeprägte Rißkletterer, das tut natürlich sein übriges.

    Und von wegen "ich klettere den Grad eigentlich locker" kann ich nur sagen: 7er ist nicht gleich 7er...
    Ich bin damals 7er zum Aufwärmen geklettert.
    Vielleicht würde ich mir heute, Aufgrund größerer Erfahrung, einfacher in der Tour tun obwohl ich einen Grad schwächer kletter als damals. Denn die psychische Anforderung in den Pumprissen ist deutlich größer als die physische.
    (wobei es vermutlich nicht schadet, zumindest von der Zahl her, klettertechnisch über dem angegebenem 7. Grad zu stehen)

  19. Fuchs
    Avatar von jeskodan
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Kleiner Kommentar am Rande:

    Das thema einbohren von alten Routen ist ein sehr schwieriges. Die wirklichen Klassiker (Pumprisse, aber auch die vielen regionalen Klassiker) diese einzubohren macht meiner Ansicht keinen Sinn, solange es sich um wirklich Klettertouren( die also halbwegs homogen sind und eine halbwegs konstante Leistung fordern) handelt. Viel schwieriger finde ich es mit den vielen Touren, die nicht so im Fokus stehen, tortzdem schön sind, aber weil kein Klassiker effektiv nicht mehr wiederholt werden. Wenn man ehrlich ist, dann ist gerade auch beim wirklich alpinen Gruselklettern die Verteilung der Wiederholungen auf recht wenige Touren verteilt. Denn wenn man sich schon fürchtet dann doch für die Pumprisse und nicht für irgendein unbekanntes teil, 2 Täler weiter. Wenn man sich mal die gesamt Übersichtsführer anschaut sieht man wieviele Touren es gibt die wahrscheinlich nur alle paar Jahre ein begehung kriegen und auch gleichzeitig kein "Schützenswerter" Meilenstein sind. Hier macht meiner Meinung nach eine Sanierung ala Kaiser mit zumindest gebohrten Standplätzen durchaus Sinn oder ein sicheres Einbohren was aber den obligaten Zustand erhält.

    Beim Klettern gibt es vorallem auch eine unglaubliche masse an Touren. Viel schwieriger sehe ich die Situation beim Bergsteigen, denn dort sind es meist recht wenige Touren/Gipfelanstiege die für den Nicht Profi relevant sind. Dazu sind viele Touren inhomogen und die Entschärfung einiger Schlüsselstelle verändert komplett den Routen Charakter. Dazu ist der Run auf die Highlights hier noch größer (Mangel an vergleichbaren Touren, und noch mehr Prestigedenken gerade wenns um Höhe geht), aber es gibt eben auch Veränderungen gerade durch den Klimawandel die durch den Einstieg den Tourencharakter komplett ändern. ich persönlich haben für diesen zweiten Punkten keinen eigenen Lösungsvorschlag wollte aber nur aus meiner Sicht verschiedenen Probleme hinweisen.

  20. Fuchs
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    AW: Dolomiten [aus: Pressemitteilungen]

    Zitat Zitat von jeskodan Beitrag anzeigen
    Kleiner Kommentar am Rande:

    Das thema einbohren von alten Routen ist ein sehr schwieriges. Die wirklichen Klassiker (Pumprisse, aber auch die vielen regionalen Klassiker) diese einzubohren macht meiner Ansicht keinen Sinn, solange es sich um wirklich Klettertouren( die also halbwegs homogen sind und eine halbwegs konstante Leistung fordern) handelt. Viel schwieriger finde ich es mit den vielen Touren, die nicht so im Fokus stehen, trotzdem schön sind, aber weil kein Klassiker effektiv nicht mehr wiederholt werden. Wenn man ehrlich ist, dann ist gerade auch beim wirklich alpinen Gruselklettern die Verteilung der Wiederholungen auf recht wenige Touren verteilt. Denn wenn man sich schon fürchtet dann doch für die Pumprisse und nicht für irgendein unbekanntes teil, 2 Täler weiter. Wenn man sich mal die gesamt Übersichtsführer anschaut sieht man wieviele Touren es gibt die wahrscheinlich nur alle paar Jahre ein begehung kriegen und auch gleichzeitig kein "Schützenswerter" Meilenstein sind. Hier macht meiner Meinung nach eine Sanierung ala Kaiser mit zumindest gebohrten Standplätzen durchaus Sinn oder ein sicheres Einbohren was aber den obligaten Zustand erhält.

    Beim Klettern gibt es vorallem auch eine unglaubliche masse an Touren. Viel schwieriger sehe ich die Situation beim Bergsteigen, denn dort sind es meist recht wenige Touren/Gipfelanstiege die für den Nicht Profi relevant sind. Dazu sind viele Touren inhomogen und die Entschärfung einiger Schlüsselstelle verändert komplett den Routen Charakter. Dazu ist der Run auf die Highlights hier noch größer (Mangel an vergleichbaren Touren, und noch mehr Prestigedenken gerade wenns um Höhe geht), aber es gibt eben auch Veränderungen gerade durch den Klimawandel die durch den Einstieg den Tourencharakter komplett ändern. Ich persönlich haben für diesen zweiten Punkten keinen eigenen Lösungsvorschlag wollte aber nur aus meiner Sicht verschiedenen Probleme hinweisen.
    Ich stimme dir zu. Man muss sich darüber klar werden, welche Bedeutung eine Tour hat, welche Zielgruppe sie im Visier hat und dann schauen, ob und in welchem Maß saniert wird. So was wie die Pumprisse (ich kenne sie nicht und werde sie nie klettern können) klettern die guten Kletterer, weil sie sich gerne mal gruseln wollen, manche vielleicht auch oder v.a., weil sie als Nebeneffekt damit andere Kletterer beeindrucken können, was für furchtlose Hunde sie sind. Stürze wären idealerweise fatal in solchen Touren, schlechter Fels darf gern dabei sein. Fels- und klettertechnisch werden sie in modernen Touren auf ihrem Schwierigkeitslevel viel lohnendere Touren finden, mal mit mehr, mal mit weniger BH (Bspw. Wendenstöcke). Eine Sanierung der Pumprisse könnte also dazu führen, dass das Interesse daran eher nachlässt, zumindest wenn der obligat zu kletternde Grad hoch bleibt. Hinzu kommt natürlich, dass über diese Tour in diesem Zustand ein neuer Schwierigkeitsgrad im Gebirge eingeführt wurde und dieser Referenzzustand erhalten werden soll. Mit Bohrhaken wäre dieser Schwierigkeitsgrad damals evtl. gar nicht anerkannt worden. Es geht also um Denkmalschutz, so wie man ein historisch wichtiges Gebäude erhalten möchte, nicht alle aber einzelne einer Bauepoche.

    Daneben gibt es viele bisher eher schlecht gesicherte Touren ohne BH, die für viele Normalkletterer interessant (Grad 4-7) sind oder wären, die sehr guten Fels haben, eine schöne Linie und tolle Kletterei bieten. Der Großteil der Interessensgruppe ist hier sicherheitsstechnisch zumindest an einer Grundausstattung interessiert (gebohrte Stände, wenn wirklich nötig wenige BH in den schwierigeren Passagen ohne sonstige vernünftige Absicherbarkeit) oder würde sich zumindest nicht daran stören. Ohne diese Grundausstattung werden einige davon auch nur noch selten geklettert. Manche Klassiker in den Dolomiten wären sicherlich Beispiele dafür, aber auch so was wie die Via Vinci am Cengalo. Die würde sicherlich nichts verlieren, wenn es wieder gebohrte Stände gäbe. In einem Gebiet mit großer, oft schwer einschätzbarer Gewitterneigung wie dem Bergell würde so was die Sicherheit deutlich erhöhen, wenn ein Rückzug notwendig ist. In der Via Vinci hat allerdings eine kleine Minderheit die gebohrten Stände rasch wieder entfernt, obwohl andere Touren im Umfeld mit Bohrhaken eingerichtet oder saniert sind. Mit demokratischem Handeln hat das nichts zu tun. Die Gervasutti an der Punta Allievi ist ein anderer Klassiker ohne BH, bei dem bei einer moderaten Sanierung zudem durch ein paar BH eine leicht begradigte Linie möglich wäre mit noch mehr kompaktem Fels, der bislang z.T. weniger schön über die klassische Linie umgangen wird. Eine Sanierung kann also die (klettertechnische) Schönheit einer Tour erhöhen. Ist mir dieses Jahr im Gletschhorn S-Grat aufgefallen, die durch die Sanierung zwar etwas schwieriger geworden ist, aber homogener und insgesamt noch schöner zu klettern.

    Generell sollte man bei der Frage auswerten, wo die heiklen oder gefährlichen Stellen liegen in einer Tour, wo gab es schwere Unfälle, wo gibt es regelmäßig Probleme. Bei Hochtouren macht es Sinn, gezielt an wenigen Stellen Bohrhaken zu setzen, wenn sie sich sonst nicht absichern lassen und es dort öfter zu Unfällen kommt oder zu endlosen Staus, weil sich die Leute kaum rübertrauen. An Stellen, die sich zwar nicht absichern lassen, aber im Bezug auf die Gesamtschwierigkeit der Tour kein Problem darstellen und wo auch nichts passiert, sollten auch weiterhin keine BH rein.

    Der Klimawandel spielt wie du sagst auf jeden Fall mit rein, die Diskussion wird dadurch nicht einfacher. Viele hochalpine Touren sind künftig nicht, nur in kurzen Zeitfenstern oder nur bei massiver Ausblendung von Risiken erreichbar (Bsp. Dome du Slot, super Fels aber fast nicht mehr erreichbar)/machbar, da geht v.a. viel Abenteuergelände verloren. Auch viele zerklüftete Wände mit natürlichen Linien, wo heute Klassiker verlaufen, werden heikler, wenn der Permafrost sie nicht mehr zusammenhält. Nur ab und zu kommt vielleicht auch mal was Neues dazu, wenn bisher heikle Zustiege wegfallen, weil kein Gletscher mehr da ist oder der Schutt weggebrochen. Insgesamt wird es sich also mehr auf die relativ kleinen Bereiche mit gutem Fels und sicheren Gletschern konzentrieren, die Abenteuerkletterer werden verstärkt dort ihre Wünsche einbringen.

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