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  1. Neu im Forum

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    Biwaksack für Schönwetter

    #1
    Hallo!

    Um es kurz zu machen, ich würde diesen Herbst gern einige Zweitagestouren im Gebirge unternehmen. Mein Zelt ist mir für diese Zwecke aber zu schwer und da ich nicht plane bei unsicheren Wetterverhältnissen zu starten, sollte ich es auch nicht brauchen. Ich traue mich aber nicht nur mit dem Schlafsack zu starten, weil ich glaube dass er schon bei leichten Windverhältnissen zu stark auskühlen würde. Ich war bereits ein paar Mal mit einem Biwaksack unterwegs (Salewa PTX), allerdings tut mir jedesmal das Herz weh wenn ich am nächsten Tag den kondenswasserfeuchten Daunenschlafsack komprimieren muss, insbesondere da ich ja gar keinen Regenschutz gebraucht hätte.

    In meinen Recherchen bin ich jetzt auf den Mammut Grevling EMT gestoßen (link), der nicht wasserfest und damit hoffentlich auch (mit Abstand) atmungsaktiver als ein herkömmlicher, oder auch teurer GTX Sack, sein müsste. Ich tue mich allerdings schwer abzuschätzen, ob der Grevling auch nennenswerten Schutz gegen Wind bietet und wollte deswegen fragen ob irgendjemand Erfahrungen mit dem Grevling (oder einem vergleichbaren Produkt) hat? (in den bestehenden Threads zu diesem Thema konnte ich dazu leider nichts finden)
    Auch für Alternativvorschläge oder Einschätzungen/Erfahrungen bezüglich des Kondenswasserproblems in nicht-wasserfesten Biwaksäcken wäre ich sehr dankbar.

    lg

  2. Alter Hase

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #2
    Mein Alternativvorschlag wäre ein Kunstfaserschlafsack. Je nachdem, wie der Grevlimg behandelt ist, ist er bedingt wasserabweisend, Wind abhalten dürfte er genug ähnlich den Polycottonherstellern bei Bekleidung.

    Eine unbeschichtete Pertexhülle wäre leichter und sicher ähnlich effektiv. Kann man zur Not nähen (lassen), evtl bei Cumulus, die ja dichte Pertexhüllen anbieten. Du könntest alternativ auch eine Tyvekhülle kaufen/nähen.

  3. Neu im Forum

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #3
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Mein Alternativvorschlag wäre ein Kunstfaserschlafsack. Je nachdem, wie der Grevlimg behandelt ist, ist er bedingt wasserabweisend, Wind abhalten dürfte er genug ähnlich den Polycottonherstellern bei Bekleidung.

    Eine unbeschichtete Pertexhülle wäre leichter und sicher ähnlich effektiv. Kann man zur Not nähen (lassen), evtl bei Cumulus, die ja dichte Pertexhüllen anbieten. Du könntest alternativ auch eine Tyvekhülle kaufen/nähen.
    Neuer Schlafsack passt leider nicht ins Budget . Aber ich hab eigentlich sogar einen Cumulus Schlafsack, der ist in Pertex Quantum genäht. Jetzt wo dus vorschlägst hab ich auf der Website nachgesehen, da steht der Stoff ist winddicht. Ich habs ehrlich gesagt nie probiert nur mit Schlafsack . Sind die Cumulus Schlafsäcke wirklich windfest? Der Stoff scheint sehr zart.

  4. Alter Hase

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #4
    Zitat Zitat von walnuss Beitrag anzeigen
    Neuer Schlafsack passt leider nicht ins Budget . Aber ich hab eigentlich sogar einen Cumulus Schlafsack, der ist in Pertex Quantum genäht. Jetzt wo dus vorschlägst hab ich auf der Website nachgesehen, da steht der Stoff ist winddicht. Ich habs ehrlich gesagt nie probiert nur mit Schlafsack . Sind die Cumulus Schlafsäcke wirklich windfest? Der Stoff scheint sehr zart.
    Probier es doch einfach aus. Zur Not in der Wohnung mit Ventilator. Wie dünn ein Gewebe ist, sagt erstmal nicht viel über seine Eigenschaften aus. In Deinem Fall ist wichtiger, wie eng die Fäden verwebt sind und auf welche Art.

  5. Erfahren

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #5
    Pertex Quantum ist sehr dicht gewebt und dadurch 100% daunendicht und nahezu winddicht.

    Nass wird die Hülle bei den entsprechenden Bedingungen immer. Etwas Wind kann hier helfen. Ein Biwaksack, auch ein nicht wasserdichter, verschärft das Problem eher. Je nach Taupunkt sammelt sich die Nässe dann gerne zwische Schlafsackhülle und Biwaksack.

    Manche schwören bei solchen Bedingungen auf einen Schlafsacküberzug, der die Nässe aufsaugt und tagsüber schnell trocknet (z.B. aus Polypropylen).

  6. Neu im Forum

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #6
    Vielen Dank euch, ich werd mich bei nächster Gelegenheit mal eine Übernachtung nur im Schlafsack wagen (und die Mülltüte für den Fall doch mitnehmen )

  7. Dauerbesucher

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #7
    Den greveling haben wir eingesetzt um den Schlafsack vor Funken, Schmutz und Krabbelgetier zu schützen. Er ist nicht wasserdicht, nach Imprägnierung Perlen Tau und kleine Schauer gut ab. bei unsicheren Verhältnissen sollte man z. B. einen Poncho o. ä. zur Hand haben.
    In den Ecken des Bodens bildet sich u. U. etwas Schwitzwasser, kein Problem wenn die ISO-matte mit im Überzug ist.
    Grundsätzlich kein schlechtes Konzept bei kaum Niederschlag oder etwas Schnee. Für Bergtouren imho zu schwer. Becks hatt im Forum mal ein schlafsetup bestehend aus Matte, S'sack und darüber gelegtem, befestigtem Poncho abgebildet.
    Ähnliches hab ich vor Jahren probiert. S'sack und Rucksack blieben trocken.

  8. Dauerbesucher

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #8
    Auf ebay und Co kommt man oft günstig an gebrauchte Biwaksäcke aus Goretex von Carinthia oder aus Beständen der Bundeswehr ran.
    Evtl. wäre das was für Dich und mit so einem Sack aus Goretex hat man auch wenig Probleme mit Kondenswasser.
    Suche Freiwillige für gefährliche Reise. Niedriger Lohn, bittere Kälte, lange Stunden in vollständiger Finsternis garantiert. Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Fall des Erfolges.

  9. Anfänger im Forum

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #9
    Nur Schlafsack ist nie gut (selbst probiert mit einem Glacier von Mountain Equipment) . Selbst wenn es nicht regnet, ist das Wärmerückhaltevermögen durch den Wind gestört.

    Vielleicht ist der Alpkit Hunka was für dich?

    Aber Achtung, biwakieren macht süchtig.

  10. Dauerbesucher
    Avatar von theone
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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #10
    Ich hänge mich mit meiner Frage mal an diesen Faden dran:

    Am Pfingstmontag bin ich zu einer zweitägigen Tour aufgebrochen. Übernachtet wurde mit Isomatte und Schlafsack bei schönstem Wetter auf ca. 1800m unter freiem Himmel.
    Das Problem: schon wenige Stunden nach Einbruch der Dämmerung war mein Schlafsack außen vom Tau sehr nass. Die Temperatur dürfte in der Nacht auf ca. 0° gesunken sein, am Morgen hatte es leichten Reif auf dem Schlafsack.
    Mein WM Summerlite (schon älteres Modell) mag diese Feuchtigkeit gar nicht. Die Daune hat merklich an Loft und Wärmeleistung verloren. Ohne die Daunenjacke, die ich zur zusätlichen Isolation im Schlafsack ausgebreitet hatte, wäre es sehr frisch geworden.

    Mein erster Gedanke war nun, einen Biwaksack zu kaufen, um die Nässe vom Tau draußen zu halten. Nach etwas einlesen bin ich mir aber nicht mehr sicher, ob dann die Nässe einfach nur von innen statt von außen kommt.
    Es geht in erster Linie um einen Schutz vor Tau, weniger vor Regen.
    Ich hab überlegt von Cumulus eine Pertex Endurance/Quantum Pro Hülle zu nehmen. Die finde ich aber recht teuer und habe deshalb schon überlegt, mich am Selbernähen zu versuchen. Alternativ gäbe es Extremtextil auch 3-lagen Laminat, mit guten Wasserdampfdurchgangswerten.

    Was würdet ihr mir für diese Situation empfehlen?
    Wer für alles Offen ist, kann nicht ganz Dicht sein.
    Christian Wallner

  11. Dauerbesucher

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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #11
    Mein Kenntnisstand zu der Thematik etwas salopp zusammengefasst: Wenn man unter freiem Himmel schläft, strahlt man viel Wärme ab. Man selbst = warm, das Weltall draußen = kalt. Die warme Luft kondensiert an der ersten Schicht zwischen Weltall und dir. Normalerweise das Außenzelt oder ein Tarp, in deiner Situation nun eben direkt an deinem Schlafsack. Mit einem Biwaksack würde dann also, wie du schon befürchtest, die Luft an der Innenseite des Biwaksacks kondensieren und die Daune trotzdem kollabieren.
    Das deckt sich mit meiner Erfahrung: Ich hatte auf meiner Tour in den Pyrenäen (August/September 2018) einen völlig überdimensionierten Schlafsack mit 600g Daune dabei. Wenn ich unter freiem Himmel geschlafen habe (mit wasserabweisendem Biwaksack) ist die Daune so sehr kollabiert, dass ich gefroren habe (wohlgemerkt bei minimal vielleicht 5°C und einem Schlafsack, dessen Limittemperatur bei ca. -10°C liegt).
    Abhilfe schafft ein Tarp/Zelt oder eben das Blätterdach im Wald.

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Nordland_peter
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    AW: Biwaksack für Schönwetter

    #12
    Zitat Zitat von walnuss Beitrag anzeigen
    In meinen Recherchen bin ich jetzt auf den Mammut Grevling EMT gestoßen (link), der nicht wasserfest und damit hoffentlich auch (mit Abstand) atmungsaktiver als ein herkömmlicher, oder auch teurer GTX Sack, sein müsste. Ich tue mich allerdings schwer abzuschätzen, ob der Grevling auch nennenswerten Schutz gegen Wind bietet und wollte deswegen fragen ob irgendjemand Erfahrungen mit dem Grevling (oder einem vergleichbaren Produkt) hat? (in den bestehenden Threads zu diesem Thema konnte ich dazu leider nichts finden)
    Auch für Alternativvorschläge oder Einschätzungen/Erfahrungen bezüglich des Kondenswasserproblems in nicht-wasserfesten Biwaksäcken wäre ich sehr dankbar.

    lg
    Hallo,
    ich habe die alte Variante vom Grevling damals noch von Ajungilak zum Biwakieren genutzt, allerdings mit einem Tarp oben drüber. Es hat gut funktioniert und ich hatte kein Kondenswasser.
    Für mich hat der Grevling mehrere Vorteile
    - Schutz des Schlafsack vor Schmutz, Funken usw.
    - Windschutz
    - Ich habe die Isomatte in den Biwaksack gelegt, so ist man nicht von der glatten Isomatte heruntergerutscht. Schlafsack und Isomatte bilden eine Einheit.

    Ich war zufrieden mit der Einheit.

    Mit der neuen Version von Mammut habe ich noch keine Erfahrung.
    Der Weg ist das Ziel.......
    Lieber auf dem Weg die Natur und das Friluftleben genießen als zum Ziel zu eilen.
    Wir sind ja nicht auf der Flucht....
    Ein Momentesammler.....

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