Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 20 von 82
  1. Anfänger im Forum

    Dabei seit
    04.09.2016
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    14

    Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #1
    Liebes Forum,

    ich komme gerade von einer 7-tägigen Trekkingtour durch den Lake District in Nordwestengland zurück; die Tour war einzigartig schön (Seen, Heidekraut, Berge, Schluchten, Wasserfälle, Bergtümpel, Mienen, ...), hat meinen Trekkingstiefeln von Jack Wolfskin aber ordentlich zugesetzt:

    Die Pfade (von Wanderwegen kann man eigentlich nicht sprechen, zumal die Wege meistens nur als "Public Footpath" oder als "Bridal Way" ausgewiesen waren...) waren über weite Strecken wirklich sumpfig und matschig; es gab Wiesen, wo man knöcheltief im Matsch stand. Dazu gab es die Fell-Besteigungen (bis auf 700m waren wir, aber es ginge noch höher ...), wo der Untergrund nass, geröllig mit vielen Pfützen und matschigem Gras drumherum ist.

    Das hielten meine Trekkingstiefel (und Hacken ...) schon nach zwei Tagen zu jeweils 25km nicht mehr aus: Sie waren vollgesogen von Regen und Schlamm (selbst nach drei Nächten im Trockenraum der Jugendherbergen waren die Schuhe vorn noch feucht ...); dazu Blasen an den Hacken – aber das ist eine andere Sache. Ich legte dann einen Tag Pause ein und besorgte mir in Keswick, einem Örtchen mit wirklich vielen Outdoorläden, ein paar Trekkingsandalen. Die waren perfekt für die weiteren Wanderungen mit zwei Flussdurchquerungen und dem oben beschriebenem Gelände. Dafür wurde man halt ganz schön dreckig an den Füßen.

    Jedenfalls suche ich (Dame mit langen, aber wirklich schmalen Füßen ...) nun quasi nach dem perfekten Schuh für solches bzw. ähnliches Gelände. Ich scheue mich ehrlich gesagt vor Gummistiefeln, weil die Auf- und Abstiege doch ziemlich steil waren und ich für den Halt und die Dämpfung in meinen - wenn auch nassen - Trekkingstiefeln wirklich dankbar war.

    Wären irgendwelche Überschuhe eine Alternative? https://www.globetrotter.de/shop/vaude-shoecover-pallas-ii-240120-black/

    Meine nächsten Wanderungen führen mich wohl an die walisische Küste (viel Regen, aber wohl keine Fell-Besteigungen ...), in den Langsua-Nationalpark nach Norwegen (wie ist da so die Weg- bzw. Untergrundbeschaffenheit?) und auf den WHW. Ich schätze, das auf letzterem "normale" Trekkingschuhe/-stiefel angemessen sind, oder? Wie sind die Wege da so ausgebaut?

    Lundhags habe ich schon als Empfehlung entdeckt: http://www.lundhags.de/Produkte/Stiefeln/Mira-II-Ws-Light-High. Aber ich frage mich, ob es wirklich so teuer sein muss ...

    Alternativ frage ich mich, ob es ein "Winterschuh" sein könnte: https://www.sportscheck.com/jack-wolfskin-snowtime-texapore-winterschuhe-herren-groesse-44-p174870002-F019/anthrazitblau/?WKZ=94&IWL=851&ns_mchannel=sea&ns_source=030106&ns_campaign=192688221&ns_linkname=4052936708945&ns_fee=1&exactag_parameter=plaadwords (Ja, das ist ein Herrenschuh; nur als Beispiel). Oder wird einem darin vielleicht zu warm?

    Jedenfalls möchte ich wirklich nie wieder auf Wanderungen Matschfüße haben! ;)

    Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.
    Geändert von Sigyn (25.08.2017 um 15:51 Uhr)

  2. Erfahren

    Dabei seit
    19.05.2013
    Beiträge
    371

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #2
    Für solch matschigen Einsatzzweck läufts wohl wirklich ernstgemeint auf Gummistiefel raus.
    Gerade die Briten haben da einiges zu bieten, leider kenne ich die Marken nicht, aber da gibzs es vielleicht noch ein paar Spezialisten hier.

  3. Dauerbesucher

    Dabei seit
    06.10.2016
    Beiträge
    848

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #3
    Alles wird nass und bleibt es auch. Gummistiefel sind bei Briten und Schweden nicht ohne Grund sehr beliebt. Bei meinen Touren Schottland war immer alles nass. Fürs Camp würde ich extra große Reed Chillcheater Aquatherm Socken empfehlen. Wenn man nach der Wanderung trockene Socken angezogen hat, kann man die Aquathermsocken über die trockenen Socken ziehen, wenn man in die nassen Stiefel muss, um aus dem Zelt zu gehen.

    Mache ich immer so, wenn ich beim Kajakfahren nur mit Neoprenestiefeln unterwegs bin und keinen Platz im Boot habe, um mir fürs Camp was trockenes mitzunehmen. Beim Wandern hatte ich dafür Plastiktüten dabei, aber das ist nicht so schön auf Dauer.

    Einmal hatte ich auch Neoprenesocken in die Gummistiefel gezogen. Das ging auch gut und war warm, auch als es wieder nass wurde - Schweiss und reinschwappendes Wasser.

  4. Erfahren
    Avatar von CarWut85
    Dabei seit
    27.08.2014
    Ort
    Steyerberg
    Beiträge
    486

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #4
    Schätze der Fehler liegt hier ganz klar bei der Wahl des Herstellers!

    Jack Wolfskin ist einfach kein guter Schuhmacher! Und deren Trekkingschuhe (hatte auch mal ein Paar von denen) sind der letzte Müll. Da hättest du auch zu Deichmann fahren können und dir da Boots kaufen können, wäre ungefähr die gleiche Qualitätsmarge!

    Die Membranen bei den Trekkingschuhen von JW sind auch bei weitem nicht so leistungsfähig, wie JW das immer darstellt!

    Allein deine Erwartungshaltung, von einem Jack Wolfskin-Schuh wirkliche Trekking-Eigenschaften zu erwarten, zeigen, dass du dich mit Schuhen im Vorfeld nicht wirklich beschäftigt hast! (keine Bange... ist mir am Anfang ja auch passiert)

    Wie sich Lundhags dort schlägt weiß ich nicht, aber einen richtigen Namen haben die in der Trekkingschuh-Branche eigentlich auch nicht!

    Wenn du viel von einem Schuh abverlangen willst, dann halte dich eher an Lowa, Meindl und Hanwag!

    Gerade Meindl und Hanwag sind zwar teuer und für ein paar Stiefel kann man locker 200€ hinlegen, aber die sind auch jeden Cent wert!

    Meine JW waren relativ schnell kaputt und bin dann zu Hanwag gewechselt... gerade zu der Zeit, war das ne große Stange Geld für mich aber als ich die dann hatte und auf Wanderungen an hatte, war der Unterschied sehr gut spürbar!

    JW ist einfach eher für die Leute, die nach Outdoor aussehen wollen, aber deren Kleidung und Schuhe ist eigentlich eher auf Nachmittagsspaziergänge ausgerichtet, als auf richtige Touren!


    Geh also am besten zu einem richtigen Outdoorhändler in deiner Nähe und probiere da mal ein paar Schuhe aus und lass dich dort beraten!
    Ob du gut beraten wirst, kannst du relativ früh herausfinden, ob sie nämlich deinen Fuß messen oder nicht.

    Denk bitte daran Wander-/Trekkingschuhe immer erst nachmittags oder abends zu testen... der Fuß dehnt dich tagsüber und auf Tour deutlich früher, als im regulären Alltag und diese Dehnung sollte unbedingt bei der Wahl des Schuhe miteinfließen!!!

    Wenn du, wie du sagst, eh eher schmale Füße hast, würde ich wahrscheinlich mit Lowa mal ein wenig herumtesten!

    Einen konkreten Schuh kann ich dir nicht nennen, da ich den Weg zum Händler bei Schuhen auch einfach zu wichtig finde!
    Geändert von CarWut85 (26.08.2017 um 10:15 Uhr)
    "Bei uns im Norden ist "Sturm" erst Sturm, wenn das Schaf keine Locken mehr hat!"
    Behandle jeden im Forum so, als würdest du ihn morgen zufällig auf Tour antreffen und ihm noch in die Augen gucken wollen! (muss ich manchmal auch noch dran arbeiten!)

  5. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
    Dabei seit
    19.06.2014
    Beiträge
    891

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #5
    Auch Lowas, Meindls und Hanwags sind irgendwann einmal durchgesifft.
    Bei Dauernässe hält kein Schuh ewig und Membranschuhe brauchen zum trocknen Ewigkeiten.

    Dann nimmt man lieber Gummistiefel oder stellt sein Schuhkonzept so zusammen, dass die Füße nass werden, aber die Schuhe schnell trocknen.

  6. Erfahren

    Dabei seit
    21.10.2013
    Beiträge
    172

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #6
    dass lowa, hanwag und co besser dicht halten als andere marken halte ich für ein gerücht. und zwar für eines, dass ich klar anhand meiner lowas, hanwags und co widerlegen kann.

    membranschuhe halten in der regel nur begrenzt dicht, weil die membranen gerade an belastungepunkten schnell kaputt gehen.
    als anhalt: je schwerer der schuh ist, umso länger wird die membran in der regel halten, weil einfach mehr material die membran vor manueller einwirkung schützt.
    bei mir waren bislang so gut wie alle membranschuhe nach spätestens 2-3 monaten undicht.

    besserer schutz bietetn da dauerhaft sicher volllederstiefel, die dann aber regelmäßig gewachst/gefettet werden müssen.

    ansonsten, wie schon gesagt wurde, je nach einsatzgebiet eben lundhags oder gummistiefel. ich steh nach wie vor auf meine aigle parcour 2 (iso). da tuns dann eben wechselsocken um permanent trockene füße zu haben. allerdings halt eben auch nur, wenn die außentemperatur passt.

  7. Anfänger im Forum

    Dabei seit
    04.09.2016
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    14

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #7
    Vielen lieben Dank für die ganzen Antworten!

    Zitat Zitat von Bluebalu Beitrag anzeigen
    Für solch matschigen Einsatzzweck läufts wohl wirklich ernstgemeint auf Gummistiefel raus.
    Gerade die Briten haben da einiges zu bieten, leider kenne ich die Marken nicht, aber da gibzs es vielleicht noch ein paar Spezialisten hier.
    Ja, Gummistiefel wären für den Matsch sicherlich optimal. Mir stellt sich da immer wieder die Frage, ob ich die Gummistiefel bei abwechslungsreichen Terrain wirklich ständig anhaben möchte. Man wird doch sicherlich auf Mehrtagestouren keine drei Paar Schuhe mitnehmen ...

    Zitat Zitat von CarWut85 Beitrag anzeigen
    Schätze der Fehler liegt hier ganz klar bei der Wahl des Herstellers!

    (...)

    Wenn du, wie du sagst, eh eher schmale Füße hast, würde ich wahrscheinlich mit Lowa mal ein wenig herumtesten!
    Ich war schon froh, überhaupt einen Schuh gefunden zu haben, der mir passt. Ich trage sonst 40/41, eher 41 bei vielen Schuhen, aber meine Füße entsprechen anscheinend nicht der Breite, die sich die Hersteller bei 41 so vorstellen. (Vom Hosenkauf will ich gar nicht erst anfangen! Es ist grauenvoll, dass die Hersteller meinen, nur weil man lange Beine hat, müsse man gleich dicker sein. Eine 36/38 bedeutet für viele Hersteller wohl eine Körpergröße von 1,60! Pfffffff ...)

    Ich werde mir die genannten Hersteller mal anschauen, danke.

    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Dann nimmt man lieber Gummistiefel oder stellt sein Schuhkonzept so zusammen, dass die Füße nass werden, aber die Schuhe schnell trocknen.
    Also einen leicht trocknenden Schuh meinst du?

    Zitat Zitat von Thorbal Beitrag anzeigen
    besserer schutz bietetn da dauerhaft sicher volllederstiefel, die dann aber regelmäßig gewachst/gefettet werden müssen.
    Ja, das ist sicherlich keine schlechte Idee.

    Zitat Zitat von Thorbal Beitrag anzeigen
    ansonsten, wie schon gesagt wurde, je nach einsatzgebiet eben lundhags oder gummistiefel. ich steh nach wie vor auf meine aigle parcour 2 (iso). da tuns dann eben wechselsocken um permanent trockene füße zu haben. allerdings halt eben auch nur, wenn die außentemperatur passt.
    Und die Aigle Parcour 2 ziehst du zum Wandern und Trekking an, ja?

  8. Fuchs
    Avatar von Antracis
    Dabei seit
    29.05.2010
    Ort
    Bärlin
    Beiträge
    1.128

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #8
    @CarWut85

    Wie sich Lundhags dort schlägt weiß ich nicht, aber einen richtigen Namen haben die in der Trekkingschuh-Branche eigentlich auch nicht!
    Naja...Lundhags sind spezialisierte Stiefel für das Wandern in Gegenden mit Permafrostböden in sehr feuchtem Klima und einem speziellem Konzept. Insofern sind sie sicher z.B. für die Alpen, den Jakobsweg und ähnliche Gebiete suboptimal. Aber für das skandinavische Fjell und auch z.B. für Schottland ohne Schnee eine der besten Optionen.

    Deine Aussage halte ich ehrlich gesagt für etwas gewagt.

  9. Dauerbesucher

    Dabei seit
    07.11.2006
    Beiträge
    725

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #9
    Für solche Touren habe ich immer meine Gamaschen an, die Yeti Attak von Berghaus umschließen den Schuh vollständig und machen jeden Schuh absolut dicht.
    Suche Freiwillige für gefährliche Reise. Niedriger Lohn, bittere Kälte, lange Stunden in vollständiger Finsternis garantiert. Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Fall des Erfolges.

  10. Dauerbesucher

    Dabei seit
    22.10.2009
    Beiträge
    689

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #10
    Bei so einer Anforderung an das Schuhwerk ist, in den allermeisten Fällen, nicht die Wasserdichtigkeit der Schuhe das Problem, sondern die Belastung von "oben".
    Soll heißen, bei solch matschigen Touren, oder im Dauerregen, oder beim langen Laufen durch nasse Wiesen, bei all diesen Vorgängen, kann man drauf warten, bis die Socken genug Feuchtigkeit/ Näße abkriegen, bis diese nach unten weitergeleitet wird. Das wiederrum vermittelt dem Träger dann den Eindruck, daß der Schuh nicht dicht wäre.

    Und die Aussage, Lundhags hätte im Trekkingschuh Segment keinen Namen hat mir dann schon auch ein leichtes Schmunzeln abgerungen... :-)

  11. Erfahren

    Dabei seit
    19.12.2010
    Ort
    D-town
    Beiträge
    272

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #11
    Sorry @CarWut85 , dass ich da jetzt auch noch draufhauen muss,aber Deine Aussage zum Thema Lundhags sind einfach nur Quatsch aus der Kategorie "Bei Nichtwissen einfach mal die Klappe halten". Es gibt für nordeuropäische und skandinavische Verhältnisse wohl kaum bessere Trekkingstiefel. Warum gibt es z.B. wohl unterschiedliche Schafthöhen? Der Grund,warum die Dinger nicht mal eben zu kriegen sind liegt imo im doch recht hohen Anschaffungspreis und dem etwas aufwändigeren Konzept und der Pflege,die diese Stiefel so langlebig machen.
    Der Nachteil ist wiederum,dass sie halt wirklich spezialisiert sind und und für UL-Lulli-Touren auf deutschen Wanderautobahnen komplett überdimensioniert.

  12. Anfänger im Forum

    Dabei seit
    04.09.2016
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    14

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #12
    Zitat Zitat von chris2901 Beitrag anzeigen
    Der Nachteil ist wiederum,dass sie halt wirklich spezialisiert sind und und für UL-Lulli-Touren auf deutschen Wanderautobahnen komplett überdimensioniert.
    Dafür nehme ich dann die JW-Schuhe ...

    Die Lundhags sprechen mich schon an, aber bei dem Preis muss ich mir das echt durch den Kopf gehen lassen. Ich laufe ja, wie gesagt, lieber mit etwas höherem Schaft, aber das ist sicherlich Geschmacks- bzw. Gefühlssache.

    Wasser von oben kann eigentlich nicht das Problem gewesen sein, zumindest nicht, dass es durch die Hose gedrungen wäre (Regenhose hatte ich an); aber es kann natürlich sein, dass es bei den sumpfigen Wiesen doch mal oben reingelaufen ist, ja. Der Schuh geht eben auch gerade mal bis kurz über den Knöchel und nicht deutlich darüber.

    Problematisch war eben auch, dass der Schuh Ewigkeiten zum Trocknen brauchte, jede Socke (manchmal mehrere), die ich angezogen hatte, war nach kurzer Zeit durchnässt und der Schuh nicht wesentlich trockener. Außerdem riecht so ein verschlammter Schuh auch nicht gerade angenehm.

    Ich denke, es wird wohl in jedem Fall ein robusterer Schuh werden, also durchaus Obermaterial gänzlich aus Leder. Der Schaft darf wohl auch noch etwas höher sein.

    Bei Gamaschen bin ich mir nie sicher, ob die wirklich etwas bringen.

    Mir ist vor allem wichtig, dass der Schuh bei unterschiedlichem Gelände wie Fellbesteigungen (durchaus geröllig, bei Regen eben nass-geröllig) mit kleineren Klettereinlagen wegen weggespülter Wege, langen Touren (10 Stunden) mit durchaus viel Wasser von oben über matschige Wald- und Wiesentrampelpfade, Beck-Durchquerungen usw. gut aufgestellt ist.

    Im Lake District war es insgesamt sehr feucht und wie ich so täglich das Wetter beobachtet habe, sah es in Schottland ganz ähnlich aus. Im Übrigen haben mir einige Wanderbekanntschaften auf dem Weg erzählt, dass sich die Pfade im Lake District und in Schottland (abgesehen von Großwanderwegen wie dem WHW) durchaus ziemlich ähnlich sind: Public Footpaths und Bridal Ways eben ... Der Schuh, den ich momentan habe, ist sicherlich weder dafür noch für Skandinavien (Langusa, Hardangervidda) der richtige ...

  13. Fuchs
    Avatar von Antracis
    Dabei seit
    29.05.2010
    Ort
    Bärlin
    Beiträge
    1.128

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #13
    @Sigyn:

    Du solltest Dir halt überlegen, ob Du nicht erstmal prinzipiell darauf vertrauen kannst, dass Konzepte, die in den betreffenden Gegenden populär sind, funktionieren.

    Die Schotten beispielsweise gehen sehr oft mit Gamaschen in die Highlands. Und das ist eine der, in jeder Hinsicht, feuchtesten Berggegenden in Nordeuropa.

    Die Skandinavier hingegen sieht man oft mit Lundhags oder gar Gummistiefeln im Fjell, aber ganz ehrlich tragen auch viele Schuhe mit oder ohne Membran, latschen damit durch den Fluss, kippen auf der anderen Seite das Wasser aus den Schuhen und wringen die Socken kurz aus, und dann gehts weiter. Ähnlich macht es ja die Trailrunner-Fraktion.

    Alle diese Methoden haben Vor- und Nachteile. Bei Lundhags beispielsweise ist die absolute Wasserdichtheit bis zum Knöchel und das fehlende Innenfutter (Deshalb schnelltrocknend) der große Vorteil, aber die eher weiche Sohle hat in wirklichen Kletterstellen in den Bergen Grenzen und sie sind auch zu weich zum Stufentreten im vereisten Firn und nicht steigeisentauglich. (Trailrunner übrigens auch nicht, ist gerade wieder einer in den Alpen tödlich abgestürzt auf vereistem Gelände...).


    Man muss sich einfach entscheiden, was man will, es gibt für alle Prioritäten passende Lösungen. Aber die muss man erstmal für sich setzen, die Eierlegende Wollmilchsau bleibt halt eine Legende...

  14. Dauerbesucher

    Dabei seit
    24.09.2012
    Ort
    Bad Salzuflen
    Beiträge
    609

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #14
    Nach meiner Erfahrung ist es schlicht unmöglich in besagten Gegenden trockene Füße zu behalten, nicht zuletzt weil alle Schuhe oben ein Loch zum Fuß reinstecken haben, und unsichtbare Matschlöcher und Pfützen gerne tiefer sind als der Schuh hoch ist.

    Mein Tip: Augenmerk auf die Pflege feuchter Füße, Sockenauswahl, und tendenziell wenig saugfähige Schuhe weil weniger Gewicht.

    Ich fahre gut mit Fatalismus, leichten Volllederstiefeln, Schurwollsocken und fettender Creme oder Öl.

  15. Gerne im Forum

    Dabei seit
    18.02.2017
    Beiträge
    64

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #15
    Ein Freund von mir hatte die Daska Pass III Titanum Outdry Extreme von Columbia in meinem Beisein in den Bergen an. Im Starkregen. In Schlamm. Im Bach. Und die Membran hat tatsächlich gehalten, er war überrascht. Allerdings wirken die Schuhe recht "filigran" und wir sind gespannt, wie lange die halten. Die Woche Alpen haben sie jedenfalls gut überlebt

    Was hälst du von der Überlegung, leicht trocknende Schuhe und neopren Socken zu kombinieren?

  16. Dauerbesucher

    Dabei seit
    22.10.2009
    Beiträge
    689

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #16
    Zitat Zitat von BlackCascade Beitrag anzeigen
    Ein Freund von mir hatte die Daska Pass III Titanum Outdry Extreme von Columbia in meinem Beisein in den Bergen an. Im Starkregen. In Schlamm. Im Bach. Und die Membran hat tatsächlich gehalten, er war überrascht. Allerdings wirken die Schuhe recht "filigran" und wir sind gespannt, wie lange die halten. Die Woche Alpen haben sie jedenfalls gut überlebt

    Was hälst du von der Überlegung, leicht trocknende Schuhe und neopren Socken zu kombinieren?

    Solange oben nix reinläuft oder die Socken das Saugen anfangen können das die meißten anderen, intakten und gepflegten Schuhe auch...
    (ich hatte mit meinen Schuhen mit GTX noch nie Probleme dbzgl., wenn sie durch waren, war's klar warum, und Hersteller hatte ich schon quer durch die ganze Bank, zuletzt lange Meindl, jetzt Scarpa)

  17. Erfahren
    Avatar von Akelei
    Dabei seit
    09.04.2013
    Beiträge
    305

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #17
    Habe die Erfahrung gemacht, dass Leder dichter ist, als Goretex oder Membrane.
    Ich kann mit meinen Hanwag-Lederstiefeln auch durch Bäche laufen ohne dass etwas nass wird. Tagelanges durch Wasser und Matsch laufen, hatte ich bisher noch nicht.
    Meine Schwester hat auch lange und schmale Füße und sie schwört auf die Hanwag, da die auch verschiedene Breiten und eben vorallem auch "schmal" haben. Seit ich Hanwags fürs Gebirge und für Tagestouren Lowa habe, bekomme ich auch keine Blasen mehr, auch ohne Tape, doppelte Socken etc.

    Mein Mann hatte in Schottland mit Absicht keine wasserdichte, dafür leichte Schuhe. Weil eh klar war, dass die Füße nass wurden. Also, entweder wirklich dichte Schuhe oder überlegen, wie man mit sicher nassen Füßen trotzdem die besten Möglichkeiten nutzt (schnelltrocknende Schuhe, Neoprensocken gegen Blasen, ...)

    Eine Kollegin hatte für Inliner-Rennen Neopren-"Bandagen"? - weiß leider nicht, wie die hießen. Sie gingen nur um den Knöchel und unterm Fuß, so dass die Ferse bedeckt war. Hatte das auch mal probiert und wirklich - keine Blasen an den Fersen. Dafür an der Fußsohle, an der Stelle an der diese Bandage aufhörte. Und Schwitzfüße. Aber das wäre ja bei nassen Füßen genau das richtige.
    - Nachtrag: Hab's gefunden: https://www.anklebooties.de/
    Geändert von Akelei (29.08.2017 um 22:56 Uhr)
    ¤´¨)
    (¸.·´¨) RETTET DIE ERDE! Sie ist der einzige Planet mit Schokolade!
    ¨ ¸* ¸·*¨)
    (¸.·` ¤

  18. Dauerbesucher

    Dabei seit
    07.11.2006
    Beiträge
    725

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #18
    Oder die nassen Schuhe akzeptieren und wasserdichte Socken von Sealskinz, so wird der Griff der Schuhe auch nicht eingeschränkt.
    Die Atmunksaktivität funktioniert bei den Socken an kalten Tagen super, ist aber wohl auch nicht die richtige Lösung.
    Hab mit durchnässten Schuhen vorallem im Winter zu kämpfen und die einzig funktionale Lösung waren bisher die Gamaschen Yeti Attak, leider passen sie nicht mehr bei den neuen Schuhen :-(
    Suche Freiwillige für gefährliche Reise. Niedriger Lohn, bittere Kälte, lange Stunden in vollständiger Finsternis garantiert. Rückkehr ungewiss. Ehre und Anerkennung im Fall des Erfolges.

  19. Liebt das Forum
    Avatar von Vegareve
    Dabei seit
    19.08.2009
    Ort
    700 ü. M.
    Beiträge
    12.277

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #19
    Habe die Erfahrung gemacht, dass Leder dichter ist, als Goretex oder Membrane.
    Ich kann mit meinen Hanwag-Lederstiefeln auch durch Bäche laufen ohne dass etwas nass wird. Tagelanges durch Wasser und Matsch laufen, hatte ich bisher noch nicht.
    Ich schon und da ist bei jedem Schuh Schluss, egal ob eingefettetes Leder oder Membran. Vergiss also Hanwag, Meindl, La Sportiva und alles andere, entweder Du probierst die Lundhags (hatte ich noch nicht, weil nur zwei Mal in Skandinavien und ein weiteres Mal werde ich mir, wetterbedingt, sehr gut überlegen ), oder ein System mit Gamaschen und Neoprensocken.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  20. Freak Liebt das Forum

    Dabei seit
    02.09.2008
    Beiträge
    10.561

    AW: Wirklich(!) wasserdichter Trekkingschuh

    #20
    Hohe Stiefel als erstes und Lundhags als zweites und so kommt man zu hohen Lundhags, die ersetzen in Skandinavien die preiswerteren Gummistiefel völlig.
    Und wenn mal oben etwas Wasser reinlaufen sollte, sind sie wie Gummistiefel wieder ruckzuck trocken, weil das Futter fehlt.

    Und wer das nicht wahrhaben will, hat keine.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

Seite 1 von 5 123 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)