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  1. Ausrüstung für Anfänger

    #1
    Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, dafür einen neuen Thread aufzumachen, aber THematisch gehört es ja anscheinend eher hierher als in die Reisevorbereitungen.

    Für meine geplante Wanderung am Harzrand stellt sich nun die Frage nach der dafür nötigen Ausrüstung. Da ich sowas noch nie gemacht habe, ist mir nicht klar, was ich überhaupt brauche.

    Erst einmal, was ich schon zur Verfügung habe: Einen Schlafsack (Vaude Sioux 800 XL) und einen Rucksack (Tatonka Bison 90). Letzterer ist wohl eigentlich zu groß und zu schwer für so ein Unterfangen, aber der andere Rucksack, den ich habe, ist wiederum viel zu klein, der reicht nur für Tagestouren.

    Es ist nicht so, dass ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht habe. Mit dem bereits erwähnten, zwischenzeitlich leider verstorbenen Freund, der früher ein Outdoor-Geschäft hatte, hatte ich angefangen, eine Ausrüstungsliste zusammenzustellen (allerdings nciht für diese Tour, sondern allgemein): https://docs.google.com/spreadsheets...it?usp=sharing

    Ich weiß, dass das Thema Ausrüstung stellenweise schon fast eine Glaubensfrage ist. Ich will daher auch gar nicht wissen, was für meinen Fall die wirklich optimale Lösung wäre, denn darüber gibt es wahrscheinlich verschiedene Ansichten. Aber es wäre nett, wenn ihr einen fachkundigen Blick darauf werfen könntet, ob das so einigermaßen sinnvoll ist.

    Ist das alles für mein Unterfangen geeignet? Ich will nichts zu teures anschaffen, was ich dann am Ende eh nur einmal brauche, weil ich hinterher womöglich keine Lust drauf habe. Aber ich will auch nichts kaufen, was nichts taugt man höchstens einmal verwenden kann.

    Brauche ich das alles überhaupt für den Anfang? Ich bin am überlegen, ob ich einen Kocher mitnehme, weil ich ja wahrscheinlich eh an genug Orten vorbeikomme, wo man etwas Warmes zu Essen bekommen kann. (Gut, das muss ich wohl für mich selbst entscheiden.) Und ich frage mich, ob ich eine "ordentliche" Isomatte brauche, oder ob es eine von dem beiden alten No-Name-Teilen nicht auch erstmal tut, da ich ja eigentlich eh vorhabe, wenn möglich in Pensionen etc. zu übernachten, und die Möglichkeit, draußen zu schlafen, nur als Reserveoption haben will.

    Und habe ich noch etwas Wichtiges Vergessen?

  2. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #2
    Wie sieht es mit dem Regenschutz aus? Willst Du Dir das Tarp als beim Wandern überhängen oder holst Du Dir aus dem Ein-Euro-Laden einen (durchaus mehrfach verwendbaren) Einmalponcho? Vielleicht tut's auch ein einfacher Regenschirm? Jede der Lösungen hat ihre Vor- und Nachteile, über die man stundenlang diskutieren könnte.

    Ansonsten: je leichter, desto besser. Die Taschenlampe würde ich weglassen, wenn Du die viel flexiblere Stirnlampe mitnimmst. Bei zivilisationsnahen Wanderungen kann man auch auf das Kochgeschirr verzichten. Wenn nicht, dann wenigstens statt Besteck nur Löffel. Schneiden kannst Du mit dem Taschenmesser.

    Was ich in Deiner Liste vermisse, ist die Kleidung. Mit einer durchdachten Auswahl läßt sich einiges an Gewicht sparen.

  3. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #3
    Ich würde fast alles zu Hause lassen: Kochgeraffel (einfach kalt essen oder bei Gelegenheit in einen Imbiss/Restaurant/sonstwas), Wassersack (Pet-Flaschen reichen dicke), Tarp wahrscheinlich auch.

    Ein kleinerer und leichter Rucksack wäre damit finanziert und die Wanderung weit im Genussbereich.

    Der Tip mit dem Einmal-Poncho ist gut.


    -chinoook
    Realität ist ein Problem von Leuten, die nicht mit Alkohol umgehen können.

  4. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #4
    Ich würde erst mal möglichst nichts kaufen, sondern mit dem losgehen, was du hast (also z.B. mit dem grossen Rucksack). Du hast ja keine Extremunternehmung vor.
    Wenn es zu schwer wird, würde ich auf die Kochausrüstung verzichten und stattdessen einkehren. Und wenn es dann immer noch zu schwer ist, würde ich auf die Übernachtungsausrüstung verzichten und 'zwingend' in Pensionen übernachten.

    Ein so teures Tarp würde ich auf keinen Fall kaufen. Du weisst ja noch nicht mal, ob du unter sowas übernachten willst. Für den Anfang würde ich eine Bauplane mitnehmen oder ein günstiges Tarp.

    Stirnlampe ist fein, aber wenn du noch keine hast, aber eine Taschenlampe, dann nimm mit, was vorhanden ist.

    Kocher, Kochgeschirr: Hast du da Erfahrung damit? Brauchst du es wirklich? Hast du ev. irgendwo noch einen simplen Gaskocher rumstehen? Wenn keiner vorhanden ist würde ich - siehe oben.

    Isomatte: Was erwartest du dir von der Isomatte? Was befürchtest du, taugt die vorhandene nicht? Evazote ist fein, wenn es hart auf hart geht: ISoliert gut, ist leicht. Aber sie ist auch sperrig und 1,4cm sind verd.... dünn. Bist du dir sicher, dass du auf so einer dünnen Matte gut schläfst? Wenn eine dünne Matte da ist, probier das aus. Ich kriege da (mittlerweile) solche Schmerzen an der Hüfte, dass es keinen Spass macht. Die Erfindung der dünnen Luftmatten sind für mich ein Segen: Ich schlafe wieder gut. Wenn es kälter wird, kommt eine billige Schaummatte drunter.
    Es gibt Menschen, die die Meinung vertreten: nur Weicheier schlafen auf einer dicken Matte. Sollen sie das denken - wenn's sinnlos weh tut ist es die Sache nicht wert, finde ich.

    Wasserbeutel ist mE überflüssig, normale PET-Flasche taugt wunderbar.


    Wie ist es mit Kleidung und Regenschutz?
    Ich würde anziehen etwa Socken, eine leichte Hose (ev. Zip, wenn man das mag), Merinoshirt, Fleece oder Merinojacke, Wind-und Regenschutz.
    Zum schlafen würde ich eine lange Unterhose und ein Langarmshirt mitnehmen.
    Wenn du in Pensionen übernachtest, würde ich noch ein Wechselshirt/-hemd mitnehmen.

    Dazu Regenjacke und -hose oder Poncho, das ist Geschmackssache.

  5. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #5
    (Bin selbst Fan von großen, halbleeren, schweren, dafür top auf die Hüfte passenden Rucksäcken.)

    Zitat Zitat von Vermessender Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass das Thema Ausrüstung stellenweise schon fast eine Glaubensfrage ist. Ich will daher auch gar nicht wissen, was für meinen Fall die wirklich optimale Lösung wäre, ...
    Meiner Meinung exakt die richtige Einstellung: erst mal loslaufen mit Ausrüstung die man hat.

    Der größte Anfängerfehler ist m.M. die virtuelle, von realen Erfordernissen losgelöste Prä-Optimierung. Das sind die Umsatzbringer für die Branche.

    Mit der eigenen Erfahrung Ausrüstung (nach)kaufen ist fundiert, du wirst selbst der Experte für
    - deine Gewichtsvorstellung
    - deine Wünsche an "Anstrengung"
    - den Teilen die du unbedingt dabei haben willst/musst

    [Logisch, ohne je Kocher benutzt zu haben, wie will man Erfahrung sammeln?!]

    Zum Loslaufen in der Zivilisation braucht man nur gute Schuhe, Regenschutz und Geld. Als Reserve Fertignahrung einpacken, ob Brot, Aufstrichdose, Snacks oder (Trocken)Obst ... alles relativ. Wasser bzw. Trinken ist ein Thema. Ein Rucksack lohnt bereits zum bequemen Tragen von Wasserreserven. Oder konkret Hygieneartikeln wie Klopapier.

    Will man Ausrüstung für die Tour benutzen, wie Kamera, Kocher, Sitzpolster, Zelt, Stöcke usw. usf. sollte man sich m.M. vorher ein paar Gedanken machen, im Forum lesen, in den Läden vor Ort nachfragen, sich im Freundeskreis umhören etc.

    Es gibt Notkocher, der Zelt-Behelf wie das Tarp, Kleidungskombinationen statt der explizit superduper Outdoorware, der Tourcharakter sollte m.M. prägend sein für die Wahl der Ausrüstung.

    Aber. ABER.
    Ich halte es für absoluten Unsinn, Ausrüstung erstmalig auf Tour zu nutzen. Der Eindruck drängt sich mir bei der Frage nach Isomatte auf: die beschläft man ausgiebig zu Hause, nimmt sie auf einer Tagestour macht zum 1-2 Stunden Schlaf, auspacken > aufblasen > Position finden, das alles muss funktionieren ´wie im Schlaf´, Touren sind für Anfänger ohne Erfahrung i.d.R. enorm anstrengend, guter Schlaf ist der notwendige Ausgleich. Gute Schuhe + Kleidung + ruhig die teure Matte, die lohnt sich meiner Meinung immer, weil eines der intensiv genutzten Teile. Klar, der Ratschlag beisst sich mit o.g. Rat, erstmal machen dann jammern dann was Gescheites kaufen. Nur wer mit belegten blauen Flecken und kleinen Erfrierungen jammert darf eine vernünftige, hochwertige Matte kaufen.

    Lehrgeld zahlen kann man vermeiden, doch wer gibt dafür Garantien? Deine körperliche Robustheit, deine Verfrorenheit, deine Zähigkeit ohne Nahrung weiterzulaufen, mit zu wenig Wasser dabei usw. - das sind die Kriterien, die zählen.

    P.S. Expertentipp statt teurer Regenjacke: Regenschirm.

  6. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #6
    Moin!
    Der entscheidende Tipp wurde schon gegeben, und ich kann nur dringendst raten, ihn handelnd umzusetzen:
    Nimm nichts mit, was Du nicht zuhause so gründlich wie möglich ausprobiert hast! Am wichtigsten ist erholsamer Schlaf; also übernachte mehrmals mit dem vorhandenen Schlafzeug auf dem Balkon, dem eigenen oder dem von Freunden. Gleich danach kommt Regenschutz. Was ist da schon vorhanden? Wenn Du bei Wind & Regen wandern musst, kannst Du Dir aus grossen Müllbeuteln Beinlinge oder Gamaschen machen - probiere aus, womit Du am besten zurecht kommst. Bei den Wasserflaschen empfiehlt sich, dass eine Halbliterflasche dabei ist, weil damit auch die meisten Wasserhähne von Handwaschbecken zur Füllung zu nutzen sind.
    Mit freundlichem Ahoi und besten Wünschen,
    Janhimp
    Geändert von janhimp (14.08.2017 um 05:35 Uhr)

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: Ausrüstung für Anfänger

    #7
    Zitat Zitat von janhimp Beitrag anzeigen
    Moin!
    Der entscheidende Tipp wurde schon gegeben, und ich kann nur dringendst raten, ihn handelnd umzusetzen:
    Nimm nichts mit, was Du nicht zuhause so gründlich wie möglich ausprobiert hast! Am wichtigsten ist erholsamer Schlaf; also übernachte mehrmals mit dem vorhandenen Schlagzeug [eher Schlafzeug] auf dem Balkon, dem eigenen oder dem von Freunden. Gleich danach kommt Regenschutz. Was ist da schon vorhanden? Wenn Du bei Wind & Regen wandern musst, kannst Du Dir aus grossen Müllbeuteln Beinlinge oder Gamaschen machen - probiere aus, womit Du am besten zurecht kommst. Bei den Wasserflaschen empfiehlt sich, dass eine Halbliterflasche dabei ist, weil damit auch die meisten Wasserhähne von Handwaschbecken zur Füllung zu nutzen sind.
    Das mit der Wasserflasche stimmt im Prinzip.

    Das mit dem gründlichen Ausprobieren von allem und jedem finde ich schon wieder leicht übertrieben. Er hat ja schon mal draußen übernachtet, wenn auch nur einmal. Der heimische Balkon oder Garten eignet sich vielleicht, um den Schlafsack zu testen, ist aber ansonsten nicht besonders repräsentativ. Man muss einfach damit rechnen, dass man draußen erst mal ziemlich unruhig schläft, wenn man nicht daran gewöhnt ist.

    Statt Müllbeuteln könnte man auch eine einfache Regenhose (z.B. Decathlon Rain Cut) kaufen. Dem Rat, einen Regenschirm zu verwenden, schließe ich mich an. [Natürlich geht es auch mit Regenjacke oder Poncho. Aber die Kombination Regenhose + leichte wind- und wasserabweisende Jacke (bzw. Windshirt) + Regenschirm ist weniger schwitzig.]

    Die ganze Unternehmung (oder »das Unterfangen«, wie der TO sagt) ist nicht so schwierig, dass man sich bei der Vorbereitung besonders verausgaben müsste. Man kann mit relativ einfachen Mitteln loslaufen und freut sich dann eventuell über eine steile Lernkurve.

    Nur eines noch: Wenn ich letzten Endes dann doch ›nur‹ in festen Unterkünften übernachtet hätte, würde ich mich ja hinterher sehr ärgern, die ganze Übernachtungsausrüstung mitgeschleppt zu haben. Oder andersherum: Wenn Du sie bei Dir trägst, solltest Du (vielleicht) auch gezielt mindestens eine Übernachtung im Freien bzw. am ehesten in einer Schutzhütte anstreben und das nicht nur als Notlösung betrachten. Das gesparte Geld kannst Du dann immer noch unterwegs beim Einkehren wieder ausgeben.
    Geändert von Igelstroem (14.08.2017 um 00:14 Uhr)
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  8. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Ausrüstung für Anfänger

    #8
    Regenschirm ist Geschmackssache. Aber beim Wandern durchaus eine Alternative.

    Besinders interessant sind die transparenten, wenn vorhanden. Da hat man dann ein nahezu uneingeschränktes Sichtfeld und verpasst nicht manch schönen Ausblick oder Regenbogen.

  9. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #9
    Moin!
    Danke für den Hinweis aufs vom System eigenmächtig kreierte Schlagzeug - ist korrigiert.
    Mit freundlichem Gruss,
    Janhimp

  10. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #10
    Zitat Zitat von chinook Beitrag anzeigen
    ...
    Der Tip mit dem Einmal-Poncho ist gut.
    ...
    Den kann ich auch unterschreiben.
    Vor allem für kurze Touren, wo die Regenwahrscheinlichkeit niedrig ist.
    Ich hatte einen "notgedrungen" bei einer kleinen Hüttentour im Stubaital dabei und auch benutzt. Man kann ihn ganz gut unterm Rucksack nochmal abbinden, dass es nicht so flattert, sonderlich viel geschwitzt habe ich auch nicht... Passt schon für kleine Schauer oder dauerhaften Nieselregen. Und ein paar Mal wiederverwenden kann man ihn auch ganz gut.

  11. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #11
    Danke für die zahlreichen Antworten!

    Ehrlich gesagt denke ich selbst, dass die Liste teilweise ein wenig übertrieben für den Anfang ist. Den Wasserbeutel hatte ich z. B. eigentlich in Gedanken schon von der Liste gestrichen; Flaschen tun es auch.

    Als Regenschutz wollte ich mir einen Regenponcho besorgen. Ich fürchte allerdings, dass mir die billigen zu kurz sein könnten, denn ich bin nicht gerade klein (über 2 m). Ein Regenschirm scheint mir ehrlich gesagt zu unhandlich.

    Ich muss aber zugeben, dass ich mir über das Thema Kleidung ansonsten bisher wenig Gedanken gemacht habe. Ich habe (naiverweise?) angenommen, dass man so etwas problemlos in Alltagskleidung machen kann. Wobei ich jetzt schon gehört habe, dass Jeans eher unpraktisch sein sollen?

    Ich habe gehört, dass die billigen Isomatten Wasser durchlassen bzw. sich vollsaugen, wenn sie feucht werden, deswegen bin ich mir unsicher, ob die, die ich habe, geeignet sind. Wobei ich nicht weiß, ob das bei dem, was ich vorhabe, überhaupt relevant ist. Es stimmt allerdings, dass eine dünne Matte so oder so wohl recht unbequem ist. (Habe ich, wenn auch drinnen, schon mehrfach ausprobiert und war nicht so erbaulich. Bei der Nacht im Wald hatte ich allerdings Laub als Unterlage unter der Matte, aber damit ist gerade in einer Schutzhütte eher nicht zu rechnen.) Ich matte mal so eine selbstaufblasende, die war deutlich bequemer. Allerdings ist die mal geplatzt. (War aber auch so ein Billig-Teil.) Daher war ich mir nicht sicher, ob die überhaupt für den Einsatz draußen geeignet sind. Außerdem sind die doch noch sperriger, oder?

    Prinzipiell würde ich die Ausrüstung gerne vorher zumindest kurz testen, aber das bedeutet natürlich, dass ich bald bestellen müsste. Und ich bin mir ja noch nicht sicher, was ich genau brauche/haben will. (Alles etwas kurzfristig, das ganze. Aber wenn ich es jetzt nicht mache, wird es wieder Winter, und dann stehe ich wie ich mich kenne nächsten Sommer wieder da und bin kein bisschen weiter.)

    Der Schlafsack ist aber ausgiebig genug getestet; nach der Nacht im Wald hatte ich den schon zwei mal zum Zelten mit. Der ist bequem, groß genug (sehr wichtig) und schön warm.

    Ob ich einen Kocher brauche, weiß ich wie gesagt noch nicht. Es gibt vermutlich genug Ortschaften unterwegs, wo ich was essen kann. Allerdings könnte ich mir einen einfachen Gaskocher leihen, da müsste ich keinen kaufen.

    Übernachtungsausrüstung möchte ich aber auf jeden Fall mitnehmen, weil ich mir sonst Sorgen machen würde, keine Unterkunft zu bekommen, und das würde mir vermutlich die Laune verderben. Ob ich sie dann tatsächlich benutze, kann ich dann ja unterwegs noch entscheiden, wenn ich ein passendes Plätzchen finde.

  12. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #12
    Zitat Zitat von Vermessender Beitrag anzeigen
    Ich muss aber zugeben, dass ich mir über das Thema Kleidung ansonsten bisher wenig Gedanken gemacht habe. Ich habe (naiverweise?) angenommen, dass man so etwas problemlos in Alltagskleidung machen kann. Wobei ich jetzt schon gehört habe, dass Jeans eher unpraktisch sein sollen?
    Das ist nicht naiv, sondern vernünftig.
    Jeans sind insofern nicht ideal, weil sie gern lang nass bleiben, wenn sie mal nass sind. Sie sind auch vergleichsweise schwer und können (müssen nicht) am Bund in Kombi mit dem Rucksack unbequem werden.
    An deiner Stelle wäre mir das aber erst mal egal. Ich bin in meiner Jugend immer in Jeans unterwegs gewesen: Sie sind robust, man kann sich auf Stein und in den Matsch knien und über Felsen rutschen -> wunderbar.
    Bevor du jetzt um 100€ für eine Wanderhose kaufst, bei der du dann feststellst, dass dich das raschlen nervt oder der RV sich am Bein scheuert, würde ich total entspannt in einer bequemen Jeans losgehen.
    (Die Tatasche, dass man "Outdoorern" auch einfache Gummizug-Baumwollhosen zu einem Preis von >80€ verkaufen kann, zeigt, dass Vernunft nicht immer der Hauptkaufgrund sein kann...)


    Zitat Zitat von Vermessender Beitrag anzeigen
    Ich habe gehört, dass die billigen Isomatten Wasser durchlassen(...)deswegen bin ich mir unsicher, ob die, die ich habe, geeignet sind. Wobei ich nicht weiß, ob das bei dem, was ich vorhabe, überhaupt relevant ist. Es stimmt allerdings, dass eine dünne Matte so oder so wohl recht unbequem ist. (...)Ich hatte mal so eine selbstaufblasende, die war deutlich bequemer. Allerdings ist die mal geplatzt. (War aber auch so ein Billig-Teil.) Daher war ich mir nicht sicher, ob die überhaupt für den Einsatz draußen geeignet sind. Außerdem sind die doch noch sperriger, oder?
    Wenn du vorhast, auf einer Plane, vermutlich sogar in einer Schutzhütte zu übernachten, würde ich das mit dem "Wasser vollsaugen" total vergessen. Dass eine Isomatte Wasser durchlässt, ist mir noch nie untergekommen.
    Eine dünne Matte ist für die meisten Menschen (fortgeschrittenen Alters) unbequem, aber wenn es nur für eine "Notübernachtung" gedacht ist, würde ich die vorhandene Matte mitnehmen.
    Billige "selbstaufblasende" Matten sind sperrig und gehen leicht kaputt. Generell haben die "selbstaufblasenden" Matten ein eher hohes Packmass und sind vergleichsweise schwer.
    Aber bevor du dir 12 Meinungen von 10 Menschen über Matten anhörst, würde ich an deiner Stelle mit der vorhandenen Matte gehen, übernachten und herausfinden: ist sie bequem? Stört mich, dass sie viel Volumen hat? Ist sie warm genug? Wird sie nass? Falls du dann mal eine neue kaufen willst, kennst du deine Kriterien schon besser.

    Zitat Zitat von Vermessender Beitrag anzeigen
    Ob ich einen Kocher brauche, weiß ich wie gesagt noch nicht. Es gibt vermutlich genug Ortschaften unterwegs, wo ich was essen kann. Allerdings könnte ich mir einen einfachen Gaskocher leihen, da müsste ich keinen kaufen.
    Wenn du nur notfalls draussen übernachten willst, würde ich kein Kochzeug mitnehmen. Du brauchst dann ja auch Topf, mehr Wasser, Besteck, Feuer... Da schleppt man einiges. Lieber am nächsten Morgen vielleicht sogar schon für ein schönes Frühstück nach der ersten Stunde wandern einkehren!



    Zitat Zitat von Vermessender Beitrag anzeigen
    Prinzipiell würde ich die Ausrüstung gerne vorher zumindest kurz testen, aber das bedeutet natürlich, dass ich bald bestellen müsste. Und ich bin mir ja noch nicht sicher, was ich genau brauche/haben will. (Alles etwas kurzfristig, das ganze. Aber wenn ich es jetzt nicht mache, wird es wieder Winter, und dann stehe ich wie ich mich kenne nächsten Sommer wieder da und bin kein bisschen weiter.)
    An deiner Stelle würde ich jetzt aufhören, zuviel in Foren zu lesen und Dutzende Meinungen abzuwägen. Du kommst vom hundersten ins Tausendste, aber eigentlich bringt dir das alles nicht. Es ist schönes Wetter (zumindest hier), also geh los, starte dein Unternehmen. Falls es gar nicht klappt, brich ab, lern daraus, geh es das nächste Mal anders an. Nimm die Sachen, die das sind und wandere - es ist anstrengend, es passt nie alles, aber es ist wunderschön und erlebnisreich!

  13. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #13
    wenn du genau die isomatte meinst, die in deiner liste verlinkt ist, dann zieht die kein wasser.
    (matten aus dem material evazotte ziehen kein wasser)
    etwas ähnliches, aber durch die struktur etwas bequemer wäre eine Ridgerest

    wasserfilter finde ich unnötig, bzw. man kann sich leicht auf den verzichten einstellen.
    ich nehme meistens 2x 1,5liter PET mehrweg flaschen mit. (sind stabiler als PET einweg und trotdem leicht) im gegesatz zum wasserbeutel sehe ich besser wieviel wasser ich noch habe, das gewicht kann ich gleichmässiger verteilen und im zweifelsfalle tausche ich eine "dreckige" bei nächster gelegenheit gegen eine neue um.

    ich weis nicht warum in deiner liste der trangia kocher durchgestrichen ist, ich würde ihn eher empfehlen als das primus set.
    vom titan set würde ich sogar abraten, da sehr teuer und die töpfe sind beim kochen recht anspruchsvoll was anbrennen angeht.
    wenn du dich für einen kocher entscheiden solltest, dann teste diesen ruhig mal auf einer tagestour, dann bekommst du u.a. ein gefühl für den brennstoffverbrauch etc.

    beim tarp solltest du dich vielleicht nochmal einlesen, da gibt es meiner meinung von anderen herstellern mehr für weniger geld.
    An diesem Tag habe ich alles gelernt, was man über das Scheitern wissen muß.

    Käpt´n Blaubär

  14. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #14
    Zitat Zitat von janhimp Beitrag anzeigen
    Bei den Wasserflaschen empfiehlt sich, dass eine Halbliterflasche dabei ist, weil damit auch die meisten Wasserhähne von Handwaschbecken zur Füllung zu nutzen sind.
    Ohne jetzt den ganzen Thread gelesen zu haben - ich habe in meinem Wasser-Kit ein sehr nützliches Utensil:

    Eine 0,5l-Volvic-Flasche aus dünnem Plastik, die ich oben abgeschnitten habe.
    Ich benutze die, um damit Wasser schöpfen und so meine Faltflaschen bis oben hin voll machen zu können, aber für den von Dir skizzierten Zweck wär das auch ideal, um größere Wasserbehälter am Waschbecken zu füllen.
    Preis, Gewicht und Packmaß liegen quasi bei Null, wenn zusammengedrückt.
    "What is above knows what is below, but what is below does not know what is above. One climbs, one sees. One descends, one sees no longer, but one has seen. There is an art of conducting oneself in the lower regions by the memory of what one saw higher up. When one can no longer see, one does still know.” - René Daumal

  15. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #15
    Erneut danke für die Antworten!

    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Das ist nicht naiv, sondern vernünftig.
    Jeans sind insofern nicht ideal, weil sie gern lang nass bleiben, wenn sie mal nass sind. Sie sind auch vergleichsweise schwer und können (müssen nicht) am Bund in Kombi mit dem Rucksack unbequem werden.
    An deiner Stelle wäre mir das aber erst mal egal. Ich bin in meiner Jugend immer in Jeans unterwegs gewesen: Sie sind robust, man kann sich auf Stein und in den Matsch knien und über Felsen rutschen -> wunderbar.
    Gut, dann werde ich das vermutlich so machen. Eine extra Outdoor-Hose kaufe ich mir nicht, bevor ich weiß, ob ich sowas überhaupt noch mal mache. Zumal Hosen kaufen mit meiner Körpergröße leider ohnehin recht nervig ist, denn nicht alles gibt es in meiner Beinlänge ...
    Mit dem größeren Gewicht werde ich wohl leben können, ich brauche ja nicht für jeden Tag eine. Das mit dem Trocknen ist ein Problem, aber das muss ich halt sehen.
    Und ich werde natürlich darauf achten, dass sie mir dem Rucksack passt und nicht scheuert.

    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Wenn du vorhast, auf einer Plane, vermutlich sogar in einer Schutzhütte zu übernachten, würde ich das mit dem "Wasser vollsaugen" total vergessen. Dass eine Isomatte Wasser durchlässt, ist mir noch nie untergekommen.
    Eine dünne Matte ist für die meisten Menschen (fortgeschrittenen Alters) unbequem, aber wenn es nur für eine "Notübernachtung" gedacht ist, würde ich die vorhandene Matte mitnehmen.
    Billige "selbstaufblasende" Matten sind sperrig und gehen leicht kaputt. Generell haben die "selbstaufblasenden" Matten ein eher hohes Packmass und sind vergleichsweise schwer.
    Aber bevor du dir 12 Meinungen von 10 Menschen über Matten anhörst, würde ich an deiner Stelle mit der vorhandenen Matte gehen, übernachten und herausfinden: ist sie bequem? Stört mich, dass sie viel Volumen hat? Ist sie warm genug? Wird sie nass? Falls du dann mal eine neue kaufen willst, kennst du deine Kriterien schon besser.
    Gut, dann nehme ich die Billigmatte mit. Ich habe sie mal getestet, allzu viel Wasser nimmt sie nicht auf. Eine bessere kann ich mir dann immer noch kaufen, wenn ich entscheide, mehr damit zu unternehmen.
    Eine Plane zum Unterlegen wäre dann aber vermutlich sinnvoll.

    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Wenn du nur notfalls draussen übernachten willst, würde ich kein Kochzeug mitnehmen. Du brauchst dann ja auch Topf, mehr Wasser, Besteck, Feuer... Da schleppt man einiges. Lieber am nächsten Morgen vielleicht sogar schon für ein schönes Frühstück nach der ersten Stunde wandern einkehren!
    Das stimmt natürlich. Ich denke, ich werde darauf verzichten.

    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    An deiner Stelle würde ich jetzt aufhören, zuviel in Foren zu lesen und Dutzende Meinungen abzuwägen. Du kommst vom hundersten ins Tausendste, aber eigentlich bringt dir das alles nicht. Es ist schönes Wetter (zumindest hier), also geh los, starte dein Unternehmen. Falls es gar nicht klappt, brich ab, lern daraus, geh es das nächste Mal anders an. Nimm die Sachen, die das sind und wandere - es ist anstrengend, es passt nie alles, aber es ist wunderschön und erlebnisreich!
    Ja, das ist vielleicht sogar der beste Tipp. Ich werde wohl erstmal mit dem, was ich habe, losziehen und nur das notwendigste dazu kaufen. Wenn es mir gefällt, kann ich später immer noch bessere Ausrüstung kaufen.

    Zitat Zitat von Nordman Beitrag anzeigen
    wenn du genau die isomatte meinst, die in deiner liste verlinkt ist, dann zieht die kein wasser.
    (matten aus dem material evazotte ziehen kein wasser)
    Nein, ich meinte die billigen Isomatten, die ich schon zuhause habe.

    Zitat Zitat von Nordman Beitrag anzeigen
    etwas ähnliches, aber durch die struktur etwas bequemer wäre eine Ridgerest
    OK, danke für den Tipp! Ich werde es wohl erst mit einer der Matten versuchen, die ich schon habe.

    Zitat Zitat von Nordman Beitrag anzeigen
    wasserfilter finde ich unnötig, bzw. man kann sich leicht auf den verzichten einstellen.
    ich nehme meistens 2x 1,5liter PET mehrweg flaschen mit. (sind stabiler als PET einweg und trotdem leicht) im gegesatz zum wasserbeutel sehe ich besser wieviel wasser ich noch habe, das gewicht kann ich gleichmässiger verteilen und im zweifelsfalle tausche ich eine "dreckige" bei nächster gelegenheit gegen eine neue um.
    Ich denke, ich werde es so ähnlich machen.

    Zitat Zitat von Nordman Beitrag anzeigen
    ich weis nicht warum in deiner liste der trangia kocher durchgestrichen ist, ich würde ihn eher empfehlen als das primus set.
    Trangia schien mir zumindest für den Anfang zu unpraktisch. Aber ich denke, ich werde wohl, wie oben darauf verzichten, Kochzeug mitzunehmen, da ich unterwegs wohl oft genug was kaufen kann.

    Zitat Zitat von Nordman Beitrag anzeigen
    beim tarp solltest du dich vielleicht nochmal einlesen, da gibt es meiner meinung von anderen herstellern mehr für weniger geld.
    OK, dann werde ich mich da noch mal einlesen.

  16. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Ausrüstung für Anfänger

    #16
    Bei Hosen mit anpassbarer Beinlänge könntest Du mal schauen unter Fjällräven G1000 und Arbeitshosen von Engelbert Strauß. Baumwollmischgewebe trocknet besser als reine Baumwolljeans (vielleicht hast Du ja sogar schon Hosen aus BWMischgewebe im Schrank?). Unter den genannten Begriffen findet bestimmt auch die Suchfunktion noch weitere Informationen.
    Geändert von lina (20.08.2017 um 15:20 Uhr)

  17. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #17
    Moin!
    Nachtrag zum Thema "kalte Küche unterwegs":
    Ich mache mir gern mal einen Salat aus unterwegs angetroffenen Zutaten. Dafür brauche ich eine Schüssel, am besten mit dicht schließendem Deckel. Meine ist aus Plastik. Salz, frisch gemahlenen Pfeffer und "italienische Kräuter" transportiere ich in Filmdosen, Essig & Öl in ähnlich kleinen Plastikflaschen. Gabel und Löffel -bei mir aus Titan- passen, neben dem bereits Erwähnten, einem kleinen Abwaschlappen, Geschirrtuch und einer passend zugeschnittenen Schneidunterlage ebenfalls noch in die Schüssel. Beinahe hätte ich das kleine Wäschenetz unterschlagen, das den aufgezählten Inhalt der Schüssel aufnimmt, wenn sie Anderes beinhaltet. Außerdem habe ich einen leichten Thermobecher dabei, in den ich mir "to go"-Getränke geben lasse. Das funktioniert seit mehreren Jahren überraschend gut und in letzter Zeit immer besser.
    Mit freundlichem Gruß,
    Janhimp

  18. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #18
    also das wichtigste finde ich, dass du eine bequeme Unterlage zum Schlafen hast. Alles andere ist in meinen Augen erst mal zweitrangig. Wenn dir doch noch ein paar Kleinigkeiten felhen (zum Beispiel Wandersocken oder Funktionsshirts) schau doch mal bei Decathlon. Hochwertigere Sachen kannst du immer noch kaufen, wenn du öfter wandern gehst.
    Oder du fragst in deinem Bekanntenkreis nach

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    AW: Ausrüstung für Anfänger

    #19
    falls dir wandern gefällt und du dir später dann doch mal kleidung zulegen möchtest:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...lange+menschen

  20. AW: Ausrüstung für Anfänger

    #20
    Wenn man das seelisch verkraften kann und sie passen: Armyhose aus´m Natoshop für 25 € (gibt es auch in zivilen Farben) statt 120 Tacken für Outdoornamen.

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