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  1. Frage an die Expeditionsexperten unter euch

    #1
    Hallo,

    in 36 Stunden geht es bei uns wieder nach Rogen, Schweden. Zum ersten Mal mit komplett eigenem Material. Ich würde mich noch über ein paar Tipps von den erfahrenen Expeditions-Gehern unter euch freuen.

    1) Pakboat160
    Nehmt ihr eine Matte (alte Iso-Matte) oder ähnliches als Unterlage über das Gestänge? Dadurch wird das Booat halt gleich wieder 1-2Kg schwerer. Oder ist das eurer Meinung nach nicht notwendig? Wenn ja - macht ihr es, weil es angenehmer ist oder auch weil es das Gestänge schützt?

    2) Barrel oder Rucksack für Essen
    Ich habe beides bereits gemacht. Barrel ist unangenehm zu tragen dafür praktisch, weil man es bei jedem WEtter einfach vor dem Zelt stehen lassen kann. Der Rucksack sollte vermutlich aufgehängt werden, um zu vermeiden, dass Ratten, Mäuse und ähnliches an unseren Vorrat gehen. In Rogen wird einem ja nicht dazu geraten das Essen wegen Bären in Entfernung aufzuhängen - daher wäre eine Lagerung im Vorzelt ja auch möglich.
    Was denkt ihr?

    3) Was nehmt ihr gewöhnlicherweise an Flickzeug auf so eine Expedition mit?

    Danke,
    Philippe

  2. AW: Frage an die Expeditionsexperten unter euch

    #2
    1) Unser Ally sieht standardmäßig eine Matte als Schutz fürs Gestänge und als Isolierung vor. Was das als zusätzlichen Schutz beim Pakcanoe noch bringt, kann ich Dir aber leider nicht sagen. Im Rogen und den umliegenden Seen hast Du auf Grund der Geologie ziemlich viele Steine im Uferbereich, gegen die Du fahren könntest. Allerdings kann die mit Vorsicht meist gut umgehen oder langsam heranfahren.

    2) Ich habe bei vier Touren im Rogen das Essen immer im Rucksack oder Packsack im Vorzelt aufbewahrt und noch ne Probleme mit Nagern. Ich habe dort auch nie wen gesehen, der seine Verpflegung aufgehängt hat. Die Verpflegung war bei uns immer (zu Hause selbst) eingeschweißt und dann in Zip Beuteln zu Tagesrationen gepackt ...

    3) Fürs Boot, Zelt und Isomatten plus Nähzeug, Kabelbinder und etwas Panzerband ... waren zusammen ca. 300g extra
    Das Leben ist kein Ponyhof!

  3. AW: Frage an die Expeditionsexperten unter euch

    #3
    Moin Philippe,
    Wenn ich mich auch nicht als, wie von Dir gewünscht, "Expeditionsexperte" fühle, kann ich dennoch etwas zum Pakboat schreiben. Eine Matte wie beim Ally zwischen Gestänge und Haut ist hochgradig empfehlenswert. Ferner sollte das Boot ausnahmslos im Wasser frei schwimmend konsequent komplett (!) be- und entladen werden - aber das versteht sich für gestandene Faltbootler ja eigentlich von selbst. Vor- und Nachteile von Rucksack & Tonne hast Du ja schon benannt - mir fiele die Entscheidung leicht. Und ein Ersatzpaddel käme bei mir zusätzlich zum bereits Genannten mit.
    Mit besten Wünschen,
    Janhimp

  4. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von ronaldo
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    AW: Frage an die Expeditionsexperten unter euch

    #4
    *Ueber* das Gestaenge, richtig?
    Ja klar, weil: Schutz fuer deine Zehen, und faengt den meisten Schmutz, ist zehnmal leichter zu reinigen als das Boot.
    Das Pakboat-Gestaenge braucht keinen Schutz, es sei denn du wuchtest zemtnerschwere Alukisten oder so was rum.

  5. Anfänger im Forum
    Avatar von Pannacotta
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    AW: Frage an die Expeditionsexperten unter euch

    #5
    Zitat Zitat von ronaldo Beitrag anzeigen
    *Ueber* das Gestaenge, richtig?
    Ja klar, weil: Schutz fuer deine Zehen, und faengt den meisten Schmutz, ist zehnmal leichter zu reinigen als das Boot.
    Das Pakboat-Gestaenge braucht keinen Schutz, es sei denn du wuchtest zemtnerschwere Alukisten oder so was rum.
    So ähnlich machen wir das auch - pro Person 1/3 einer einfachen Isomatte als Kniematte im Boot, Sitzmatte am Ufer und überhaupt einziges Camping-"Möbel" hat sich sehr bewährt. Die drei Matten übereinandergelegt in die Rückenseite des grossen Sealline-Trockenrucksackes gepackt, steift den Sack aus und man hat nicht die Ecken der Küchenkiste im Kreuz.

    Als Knie- /Sitz-/ Kaffeekoch-Unterlage im Vorzelt, drei Stück aneinandergelegt für den Mittagsschlaf im Schatten unter dem Tarp - ich weiß gerade keinen Gegenstand der vielseitiger und andauernder bei uns im Gebrauch sind als diese Dinger, die wir einfach "Deckel" nennen.

    Küche und Nahrungsmittel bisher in Packsäcken und LockLockboxen nicht angenagt worden, die "Deckel" allerdings schon ein wenig. Im verschlossenen Packsack sind Nahrungsmittel ja auch Wasserdicht verpackt, kann also auch draussen stehen bleiben (unser Vorzelt ist allerdings groß genug, Wechsel Intrepid 4…)

    Kabelbinder in allen Größen sind gerade beim Pakboat praktisch, ein paar Schlauchschellen für die Sitze bzw zum "schienen" evtl verbogener Gestänge. Ich hab noch so ne Minibüchse Silikonfett für nervende RVs dabei, sonst auch wie oben, Flicken und Tape in allen Materialien...

    Schöne Reise!

    Florian

  6. AW: Frage an die Expeditionsexperten unter euch

    #6
    Moin!
    Für die Matte als Polster zwischen Haut und Gerüst, also wie beim Ally, plädiere ich, weil dadurch bei Aufsetzern die Haut deutlich besser geschützt wird als ohne die Matte - ich habe schon mehrere Male "mattenlos" genutzte Pakboats reparieren müssen. Oben auf dem Gerüst gut bewährt haben sich insbesondere die 5mm dünnen Evazotematten.
    Mit freundlichem Ahoi,
    Janhimp

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