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  1. Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #1
    Hallo,

    ich mache Mitte Oktober eine Trekkingtour, große Annapurna Runde.
    Da ich mir bisher immer viel geliehen hatte, brauche ich nun doch noch das ein oder andere Teil. Hab schon viel gelesen, bin aber doch überfordert vom Angebot und kann auch nicht einschätzen, wieviel Wärme ich brauche (zumindest am Passtag und kurz davor bzw. danach).

    Was ich habe:
    Icebreaker-Top (150er)
    Icebreaker T-Shirts (150er)
    Icebreaker Langarm Baselayer Shirt (200er)
    Fleece 100er (will ich neues kaufen) oder entsprechend warmes Power-Strech Fleece... (Tipp?)
    Gortex-Regenjacke (ungefüttert)

    Fehlt noch eine Isolationsjacke, Daune oder Primaloft. Denke ich brauche sie für morgens und abends in oder vor der Lodge und evtl. ganz oben rund um die Passtage.

    Vor- und Nachteile sind mir halbwegs klar. Ursprünglich wollte ich Daune, wegen Gewicht. Da kam die Frage auf, wie viel Füllung sollte sie haben?
    Habe eine von Cumulus im Auge, die hat 108g, 850 cuin. Ist das schon zu viel (insbesondere als Zwischenschicht)? Gibt jetzt auch neu eine mit 63g, aber ohne Kapuze?

    Mittlerweile habe ich aber auch Primaloft in Erwägung gezogen, da mir die optisch eigentlich besser gefallen. Hier gibt es aber auch unterschiedliche Dicken, z.B. von Norrona die Falketind Primaloft60 oder Primaloft 100. Was würdet ihr da empfehlen?

    Was habt ihr? Finde immer nur Beispiele in den Foren von Jacken, die es nicht mehr gibt.

    1000 Dank. Da es meine erste Nepaltour bin, kann ich die Kälte bzgl Passtag schwer einschätzen, will nicht frieren aber auch nicht "overdressed" sein - und Gewicht sparen ist mir auch sehr wichtig.

    LG

  2. Gerne im Forum

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    AW: Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #2
    Tja, Kälteempfinden ist sehr unterschiedlich.

    Überleg Dir, was Du auf einer einer ungeheizten Hütte beim Stillsitzen brauchst, wenn morgens das Wasser im Becher gefroren sein kann.
    Am Pass sind -10 Grad und Wind nichts Ungewöhnliches. Und Du wirst Dich nur langsam vorwärtsbewegen.
    Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag. (Charlie Chaplin)

  3. AW: Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #3
    Hi Speedy02,

    vielen danke für die Anregung. Das ist mal ne Ansage. Klingt nach der wärmeren Variante, also Primaloft 100 oder die Daune mit 108g. Werd nochmal recherchieren, aber falls ich mich für Daune entscheide, die 108g Daune scheint schon was zu können...
    Ist jetzt nicht imprägniert, aber dafür soll ja die Gortex-Jacke drüber, wenn nötig.

    Lieber bisschen zu warm als zu kalt.
    s

  4. Freak Moderator
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    AW: Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #4
    Die 63...108g sind die Füllung oder? Die Jacke selber wiegt doch ein Mehrfaches.

    Vom Benutzernamen leite ich mal eine schnell frierende Frau ab nimm' die 108g Daune oder gleich noch was mehr.
    Beim Laufen über den Pass reicht bei normalem Wetter Fleece+Hardshell tippe ich. Und Handschuhe, Mütze!
    Aber die Abende auf +/-4000m können je nach Lodge schon recht frostig werden und da bewegt man sich nicht, ist müde, oder gar mal bissl kränklich --> da willst Du nicht mit zehn einengenden Lagen übereinander das Michelinweibchen doubeln, sondern da willst Du eine mollige Daunenjacke.

    Achso, Daune drunter ziehen oder bei Regen... das ist dann sowieso zu warm.
    (Meine Daunenjacke hat hier im Rheinland nie eine Chance, auch nicht auf dem Rad. Wenn mal Frost ist und ich die Daunenjacke bemühe, ziehe ich nach wenigen Kilometern alles drunter aus und schwitze dann halt das letzte Tshirt darunter durch...)
    Meine Reisen (Karte)

  5. AW: Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #5
    Hallo,
    Ja, bei den 108g handelt es sich um das Füllgewicht.

    https://www.bivvyonsummit.de/Damen/J...1f4545f7484f4e

    Ich, ja weiblich, sehe da sicher auch aus wie ein Michelin-etwas (deshalb habe ich auch mit Primaloft geliebäugelt).
    Aber nun gut, besser als frieren. Wobei ich mein Kälteempfinden relativ "normal" einschätzen würde.
    Der Cumulus-Daunen-Schlafsack, den ich mir gekauft habe, fühlt sich jedenfalls recht kuschelig an.

    Hab mir meine Gortex-Jacke nochmal angesehen, glaub nicht, dass da noch ne Daunenjacke drunter passt.
    Aber wenn du meinst, wär eh zu warm...

    Bei nassem Wetter - wär ja dann an den Passtagen Schnee - hätte ich ein Problem?????

    Die imprägnierte Version kost nochmal 60 Euro mehr... dachte, muss vielleicht nicht sein. Muss mir grad so viel anschaffen.
    Oder eben doch Primaloft?

    Auf die mehreren Lagen Fleece - wie ich schon von manchen gelesen habe, hab ich eher keine Lust. Klingt tatsächlich ungemütlich.


    Kennt jemand das Imprägniermittel:
    https://www.bivvyonsummit.de/NIKWAX-...1f4545f7484f4e

    Kann man das nur anwenden auf schon vom Hersteller imprägnierte Daunen oder auch bei anderen?

    S.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Antracis
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    AW: Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #6
    Wenn Du Angst vor Feuchte hast, werfe ich mal das Nebula Jacket von Rab in den Ring, da ich sehr damit zufrieden bin.

    https://rab.equipment/eu/mens/insula...bula-jacket-30

    Erfahrungsbericht wollte ich immer mal schreiben, allein es fehlt die Zeit. Allerdings kann man allerhand gute Testbreichte googlen.

    Ich habe die Jacke in "Peel" (Sichtbarkeit), sitzt außerordentlich bequem und ist gut geschnitten (gute Bewegungsfreiheit, trotzdem körpernahem Schnitt, d.h. unter Hardshell tragbar), hinten schön lang zum Kälteschutz.

    Von der Wärme ist sie fast so warm, wie mein überragendes WM Hooded Flash Jacket. Das wiegt halt fast 240g weniger, ist aber als Daune halt sehr Nässeempfindlich und das Obermaterial auch extrem fragil. Das Pertex des Nebula hingegen ist schon deutlich robuster und wasserabweisend.

    Meine Jacke in M wiegt 543g. Der größte Vorteil gegenüber Primaloft ist die Komprimierbarkeit, die Jacke braucht deutlich weniger Platz als z.B. mein Redpoint-Jacket. von TNF. Das Nebula ist mit Cirrus gefüllt, ähnlich wie beim Thermoballjacket von TNF gecoilte dünne Kunststofffasern. Das erreicht eine Komprimierbarkeit auf dem Weg zur Daune (wenn ich Zeit habe, kann ich mal im Vergleich WM Hooded Flash Jacket, TNF Redpoint ohne Kaputze (Primaloft) und das Nebula im Packsack fotografieren im Vergleich.

    Rab bewirbt mit der Isolation einer 600er Daune, da das Wm Hooded Flash 850 hat, kommt das aus meiner Sicht gut hin.

    Und wie gesagt, die Jacke kann Feuchte durch Schnee und ähnliches gut ab. Wenn Sie wirklich feucht oder gar nass wird, kollabiert sie zwar auch mehr als Primaloft (die eierlegende Wollmlichsau gibt es halt nicht! ), aber verklumpt nicht und wärmt immer noch deutlich besser als feuchte oder gar nasse Daune.

    Für mich meine neue Winterjacke für Mehrtageseinsätze oder Gegenden, wo ich extrem mit Feuchte rechne, wie Schottland. Nur mal als Anregung. Preis ist auch akzeptabel, habe für meine Frau und mich damals welche für 199€ bekommen.

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Echnathon
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    AW: Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #7
    MEINE Wintererfahrungen ganz kurz zusammengefasst:
    Imprägnieren bringt nix.
    Daune macht nur Sinn, wenn man sich nicht bewegt, sonst schwitzt man sie nur voll und sie kollabiert.
    In Bewegung unter GoreTex reicht meist ein dünner Fleece, solange man nicht steht.
    Mehrere Fleeceschichten übereinander sind unschlagbar flexibel.
    Wenn man nur wenige Schichten möchte: eine dünne Fleeceschicht, und eine KuFa-Schicht + evtl GoreTex.

    Aber ich bin auch nur 30, männlich und unter 4000m Unterwegs.

    GoreTex: verhindert die Evaporation, was die effizienteste Kühlmöglichkeit ist.
    Verwandelt also den Körper in einen Brennwertkessel. Statt einem Lagerfeuer.

    Die Feuchtigkeit bleibt aber halt innen. (Jaja... Atmungsaktivität. Feucht wird man trotzdem. Halt nicht mehr so nass wie vorher).
    Feuchtigkeit ist der Feind jeglicher Isolation. Daune trifft es ganz schlimm. KuFa nicht so sehr, und Fleece ist erstaunlich robust was das angeht.

    Also ist meine Rechnung:
    Ich brauche was gegen Wind und Evaporation: Regenjacke.
    Wenn das zusammen mit dem Baselayer nicht reicht: einen Fleece dazwischen.
    Und dann in den Pausen und für abends: Daunenjacke.
    Wenn ich überlege, die Daunenjacke außerhalb der Ruhezeiten zu verwenden: Kunstfaser statt Daunen.

    Und ganz wichtig: Isolation muss genau wie die die äußere Jacke möglichst lang sein.
    Die Hände müssen ganz in die Ärmel gehen.
    Die Jacke muss über den Allerwertesten rüber gehen.
    Wenn die Jacke kurz unter der Hüfte endet, ist der Rücken beim sitzen nackt.
    Und wenn sie eng geschnitten ist, ist drunter weniger Platz für die Luft in den Schichten.
    Schichten isolieren nicht, sondern die Luft IN diesen Schichten.
    Mehr Platz, mehr Luft, also wärmer. Solange sie nicht einfach nur frei zirkuliert.

  8. AW: Nepal AC - Isolationsschicht Daune oder Primaloft

    #8
    Hey vielen Dank euch beiden für die sehr hilfreichen Informationen.

    @Antracis: Die rab-Jacke klingt interessant, aber mit 543g is die mir zu schwer fürchte ich.

    Denke, sie wird meist im Rucksack sein, da ich sie für abends, Pausen - naja und für Tage, die ganz besonders kalt sind, wie über 4000m, bzw. am Pass gedacht war. - An denen ich dann wahrscheinlich auch eher langsam unterwegs bin... (wenig schwitze?)

    D.h. wenn ich ne Daunenjacke oben für die Passtage anhab, dann eher ohne Gortex, wenn ich euch richtig verstehe (fürchte eh, dass die nicht mehr drunter passt). Oder ich brauche evtl. noch ne zusäztliche KuFa oder Fleece-Schicht - falls es feucht ist. - Hm, das würde mein Budget schon nochmal ordentlich zusätzlich belasten.

    Kennt jemand eine gute, warme, leichte Primaloft-Jacke?
    Und dann muss ich mich wohl einfach mal entscheiden, ob ich das Risiko bzgl. Feuchte oben eingehen will oder nicht.

    Aber nochmal 1000 Dank
    So langsam nähere ich mich

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