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  1. Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #1
    Moin!
    Wir haben 2 Prijon Calabria gebraucht gekauft und dabei einen Zölzer Dachträger mit Senkrechtstützen dazubekommen.
    Ergänzend habe ich von Eckla Ovalbügel für normale Dachträger (ohne Nut).

    Da wir im Urlaub jetzt die beiden Calabrias und das Kinderboot transportiert haben, habe ich zum ersten Mal den Zölzer Dachträger verwendet und die Boote Hochkant transportiert.
    Mein Problem dabei ist, dass, wenn ich die Boote so fest zurre, das diese nicht mehr wackeln, sich aufgrund der kleinen Auflagefläch deutliche Druckstellen in den Booten bildene.
    Diese Druckstellen bilden sich zwar zurück, aber sonderlich gesund kann dies ja nicht für die Boote sein. Ich habe schon darauf geachtet, dass die Auflagefläche der Boote auf dem Dachträger möglichst groß/breit ist.

    Auf dem Rückweg habe ich mit Schaumstoffummantelungen für Heizungsrohren versucht, dies zu vermeiden. Da hierdurch die ganze Ladung aber rutschiger wurde, sind die Druckstellen / Dellen eher größer geworden als kleiner, da ich öfters mal nachspannen musste und im Endeffekt der Schaumstoff einfach platt gedrückt wurde.

    Als Gurte nehme ich Spanngurte ohne Ratsche

    Daher meine Frage:
    Wie bekomme ich mit Senkrechtstützen die Boote fest, ohne Druckstellen/Dellen zu verursachen?
    Bringt das Schutzgummi von Zölzer etwas?
    Sollte ich mir statt der Senkrechtstützen doch noch Ovalbügel für das Zölzersystem kaufen?


    Vielen Dank für Eure Tipps,
    Rumpelzwerg

  2. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #2
    PE ist Robuster als man denkt.

    Ich würde eine Antirutschmatte/ -streifen unterlegen, das reduziert die benötigte Spannkraft enorm (meist zurrt man eh zu fest). Und gut ist.

  3. AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #3
    Als Richtlinie zurre ich das Boot so fest, dass sich das Auto mit bewegt, wenn ich am Boot wackel.
    So steht es zumindest in der Anleitung,

  4. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #4
    Zitat Zitat von Rumpelzwerg Beitrag anzeigen
    Als Richtlinie zurre ich das Boot so fest, dass sich das Auto mit bewegt, wenn ich am Boot wackel.
    So steht es zumindest in der Anleitung,
    Das mache ich so auch. Der Antirutschstreifen beschleunigt dies aber deutlich.

  5. AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #5
    Was nimmst du als Antirutschmatte?
    Etwas selbstklebendes?
    Dieses spezielle Profil von Zölzer?

  6. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #6
    In Streifen geschnittenes Material, was auf LKWs unter Paletten gelegt wird.
    So in der Art:
    http://www.ladungssicherung.eu/antir...schmatten.html

  7. AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #7
    Ich hoffe du meinst nicht die Matten für 500-700€
    Reicht so ne Matte mit 3mm?
    Hast Du die Dinger festgeklebt? Wie halten die Teile beim Draufheben des Kajaks oder legst Du die erst nachträglich drunter?

  8. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #8
    Das Zeug ist ganz billig. Gibt es im net. Dünne Streifen Antirutschmatte um die Holme wickeln und mit Kabelbindern befestigen. Den Unterschied merkt man sofort: es ist z.B kaum noch möglich, einen Canadier alleine noch hin- und herzuschieben, wenn man ihn nicht gleich in richtiger Lage draufgelegt hat. Natürlich muß er dann immer noch richtig festgezurrt werden.
    Ditschi

  9. Fuchs
    Avatar von markrü
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #9
    ... Und wenn Du formschlüssig verspannst, entfällt die Notwendigkeit, das ganze bis zum Materialbruch festzuziehen, sowieso...

    Gruß,
    Markus
    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
    Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

  10. Alter Hase
    Avatar von LihofDirk
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #10
    Zitat Zitat von Rumpelzwerg Beitrag anzeigen
    Ich hoffe du meinst nicht die Matten für 500-700€
    Reicht so ne Matte mit 3mm?
    Hast Du die Dinger festgeklebt? Wie halten die Teile beim Draufheben des Kajaks oder legst Du die erst nachträglich drunter?
    Ich meine die für 1,18€

    Und werden einfach zwischen Kajak und Holm gelegt, da rutscht nichts und geht damit auch nicht verloren. Kajak auf Dachträger, dann kurz anheben und Streifen drunter legen. Verhindert die Ausrichtprobleme, die Ditschi beschrieben hat.

    Man kann sie übrigens auch an Ladestelle nicht finden, oder frag bei einer Spedition, die werfen verschlossene Matten weg, die für den Kajak Holm noch locker reichen.

  11. Dauerbesucher

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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #11
    Transportdellen und Lagerbeulen in PE-Booten sind fast unvermeidlich. Rotierte PE-Boote bekommen die auch häufig einfach so durch die Materialspannungen.Sieht unschön aus und hat auch Auswirkungen auf das Fahrverhalten,kaputt geht deshalb aber nichts. Einzige Möglichkeit das etwas zu verhindern sind die Ovalbügel!

  12. AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #12
    Jetzt bin ich verwirrt, offenbar gehen die Meinungen hier doch auseinander.
    Sind Druckstellen durch den Transport ohne Ovalbügel vermeidbar oder nicht?

  13. Fuchs
    Avatar von Martin206
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #13
    Zitat Zitat von Rumpelzwerg Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich verwirrt, offenbar gehen die Meinungen hier doch auseinander.
    Sind Druckstellen durch den Transport ohne Ovalbügel vermeidbar oder nicht?
    Ich glaube wir müssen da noch was klären:
    Geht es Dir um die Optik durch Druckstellen, oder hast Du Angst wg. mögl. bleibender Schäden die am Ende gar die Funktion beeinträchtigen?

    Keine Ahnung was das Calabria aushält, aber meine bisherigen Prijon Boote (Taifun, Odyssee, Marlin) waren da problemlos.
    Und selbst Boote aus nicht ganz so widerstandsfähigem Material (meine Pyranha-Boote) weißen keine Druckstellen auf ...gut, die transportiere ich für gewöhnlich im gepolsterten Träger (Menabo Niagara).
    "Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll." Georg Christoph Lichtenberg

  14. Dauerbesucher

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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #14
    Zitat Zitat von Rumpelzwerg Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich verwirrt, offenbar gehen die Meinungen hier doch auseinander.
    Sind Druckstellen durch den Transport ohne Ovalbügel vermeidbar oder nicht?
    ...wenn du das Boot flach liegend transportierst und ordentlich verzurrst, dann gibt es fast immer kleinere Dellen! Die schaden dem Boot aber nicht! Unsere Vereinsboote überstehen das seit ewigen Zeiten!
    Etwas abmildern kann man das auch mit solchen Aufsteckteilen die sich der Bootsform besser anpassen:http://helmi-sport.eshop.t-online.de.../17339001-0005

  15. Dauerbesucher

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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #15
    ...und wenn du es senkrecht stellst, dann erst Recht (dann steht es nämlich auf noch kleinerer Fläche) - aber bisher haben sich die Dellen immer wieder zurückgebildet, wenn das Boot mal eine Weile in der Sonne gelegen hat.

    Ob das mit Ovalbügeln besser wird, kann ich mangels Ovalbügeln ;) nicht sagen.

    MfG, Heiko

  16. AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #16
    Moin,
    Ich habe die Calabrias bislang in Ovalbügeln mit Standardstahlholmen- ursprünglich für die Dachbox gedacht gewesen - transportiert (diese hatte ich mir besorgt, bevor ich die Kajaks gekauft habe und wusste, dass ich den Zölzer dazubekomme). Dort treten keinerlei Druckstellen auf.
    Ich war einfach verwundert, dass diese Druckstellen auftreten. Der Nachteil an dieser Variante ist, dass ich nur 2 Boote transportieren kann, ich bin also auf den Zölzer angewiesen, wenn mehr Boote transportiert werden sollen.

    Ich war gestern abend noch einmal bei Sport Schröer in Unna und habe mir dort ein passendes Gummiprofil für den Zölzerträger besorgt. Ich bin mal gespannt wie sichder Transport nun gestaltet.

    Sorgen mache ich mir natürlich um meine Boote, aber offenbar scheinen solche Druckstellen ja einigermaßen normal zu sein.

  17. Fuchs
    Avatar von Martin206
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #17
    Hier sieht man die Canadierbefestigung:
    https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/98902-Scheuerschutz-f-Dachtr%C3%A4ger?p=1602117&viewfull=1#post1602117

    Mit den PE-Kajaks mach ich das genauso, die Luke zwischen die beiden Holme, dann rutscht nix nach hinten/vorne und man muß nicht so fest zuziehen.

    Beim Seeajak nehm ich den oben genannten gepolsterten Träger Menabo Niagara.
    "Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen, es muß anders werden, wenn es gut werden soll." Georg Christoph Lichtenberg

  18. AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #18
    Moin,
    So ich habe am Sonntag eine kleine Tour unternommen und dabei die Gummidichtung ausprobiert.
    Sie erfüllt ihren Zweck!
    Die Dichtung gibt mit ihren Hohlkammern etwas nach und puffert so ordentlich ab. Auch wirkt sie als Antirutschmatte.
    Leider wird damit das Beladen alleine etwas erschwert, das draufschieben von hinten klappt nicht mehr so einfach :-)

    Viele Grüße und vielen Dank für Eure Tipps.

  19. Lebt im Forum

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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #19
    Nicht nur das Profil bzw Form der Auflageflaeche, die dazwischen montierte Polsterung haben Einfluss, auch die Gurte bzw deren Breite macht viel aus.

    Ich habe ja in meiner "Vor-Ally-Zeit " haeufig Canadier auf dem Dach transportiert, die nochmal einen deutlich groesseren Luftwiderstand haben und durfte haeufiger an Einsatzstellen bzw bei gemeinsamen Paddeltouren die Verzurrungen anderer Paddler bewundern.

    Was mich dabei immer wieder gewundert hat bzw wundert, da sind teure Thule-Traeger, haeufig mit entsprechenden Zubehoerteilen auf dem Dach montiert, dass man eine Verspannung an die vordere Abschleppoese bzw Motorhaube u.A. um einen guenstigeren "Hebel gegen Auftrieb zu haben" und eine an die hintere Abschleppoese macht, um zu verhindern, dass bei einer Vollbremsung oder Unfall der komplette Dachtraeger als Geschoss durch die Gegend fliegt, hat sich entsprechend rumgesprochen.

    Aber zum Verzurren werden meist die billigsten 25 mm Gurte aus dem Supermarkt verwendet, vorzugsweise mit Ratsche, damit man nicht mehr spuert, mit welcher Kraft man anzieht und man aufgrund der kleinen Gurtflaeche und Dehnung a) stark anziehen muss und b) natuerlich dadurch eine staerkere Verformung auftritt.

    Es gibt wunderbare ca 40 mm breite Gurte z.B. im Surfzubehoer mit stabiler Metallschnalle, die eben aufgrund der deutlich groesseren Auflageflaeche / geringeren Dehnung nicht so fest gezogen werden muessen und da eben keine Ratsche dran haengt, merkt man beim Verzurren auch deutlich besser, wieviel Kraft / Druck man auf die Boote ausuebt.

    Und fuer die, die nachdem sie einen 3stelligen Betrag fuer Boot(e), Paddel, Schwimmwesten usw ausgegeben haben und glauben 4 vernuenftige Gurte machen sie arm, die Dinger gibt es, wenn man die Augen aufhaelt, bei anderen Shops auch fuer sehr kleines Geld.

  20. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Druckstellen während Autotransport vermeiden

    #20
    Ja, richtig, die richtig breiten Spanngurte habe ich jetzt auch. Nicht nur, daß die den Druck auf das Boot besser verteilen, sondern die Ratschen kann man auch richtig anfassen und lösen. Die schmalen Gurte sind speziell beim Lösen Fingernagelkiller.
    In die großen Ratschen kann man mit der ganzen Hand reingreifen. Kosten nicht die Welt und sind ein Sicherheits- und spürbarer Komfortgewinn.
    Daß man mit Ratschen nicht sensibel umgehen kann, habe ich immer schon bestritten. Man müßte schon ein ziemlicher Grobmotoriker sein, um mit zuviel Druck sein Boot zu demolieren. Ein bißchen üben schadet nicht.



    Wir hatten schon einmal einen langen thread darüber: Für die Ladungssicherung gilt der § 22 StVO. Dabei sind die "anerkannten Regeln der Technik zu beachten"" Die sind niedergeschrieben in Richtlinien, z.B. in der VDI 2700. Es ist ein immer wiederkehrender laienhafter Irrtum, zu glauben, diese Normen über die Ladungssicherung würden nur für den gewerblichen Güterverkehr gelten. Sie gelten genauso für den Transport von Ladung mit dem privaten PKW. Im gewerblichen Güterverkehr und somit auch beim privaten Transport sind zertifizierte Ratschen- Spanngurte " State of the Art." Alles, was nicht zugelassen oder zweitklassik ist, kann im Falle eines Unfalles zum Verschulden oder Mitverschulden führen. " Hab`ich immer anders gemacht und ging immer gut" wird als Rechtfertigung dann nicht reichen, wenn es nicht gut geht.
    Hier von WiKi alles noch einmal bestätigt:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ladungssicherung


    Damals im thread haben drei Pofis hier -- eine LKW- Berufskraftfahrerin, ein Polizeibeamter zuständig für Ladungskontrollen und ein Jurist-- die jetzt im Wiki-Artikel einfach nachzulesenden Regeln noch mühsam herausgearbeitet und hatten dabei das geballte Halbwissen gegen sich.

    Ditschi
    Geändert von Ditschi (14.08.2017 um 11:49 Uhr) Grund: Ergänzung

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