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  1. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #21
    Mitreisende: Wafer
    Hallo MaxD.

    Zitat Zitat von MaxD Beitrag anzeigen
    Mir gefällt die gelassene Art und Weise, wie Du diese und andere Touren angegangen bist. Das möchte ich für mich noch lernen, aber allzu oft dauert das Gelassenheit finden länger als die Tour.
    Glaub mir: Ich hatte die Gelassenheit auch nicht von Anfang an! Das hat einige Tausend Kilometer (zwischenzeitlich über 11.000 zu Fuß und über 3.000 mit dem Rad) gebraucht. Als Student wusste ich genau wann ich wo sein werde und wo ich übernachten werde. Das ist heute deutlich entspannter. Wenn man zu Abstrichen bereit ist findet man immer eine Unterkunft und einen weiteren Weg. Ein Zelt oder Tarp wäre zwar manchmal förderlich aber das tragen von schwerem Gepäck ist bei mir gesundheitlich nicht mehr so ganz einfach. Daher spare ich an Kilogramm wo es geht. Zudem bevorzuge ich zwischenzeitlich ein Bett - wenn es geht. Das bringt wohl das Alter mit sich.

    Zitat Zitat von MaxD Beitrag anzeigen
    Btw...das Einbinden der Hüttenstempel ist eine wirklich nette Idee.
    Wenn ich in den Bergen unterwegs bin habe ich seit 1988 immer mein Tourenbuch dabei. In den Bergen hat eigentlich fast jede Hütte einen netten Stempel. Auf den Weitwanderwegen ist das leider nicht überall so. Auf den Pilgerwegen gibt es auch welche. Aber auf dem E1 oder entlang von Radwegen habe ich nur wenige schöne Stempel bekommen. Daher nehme ich das Tourenbuch bei sowas schon gar nicht mehr mit - Gewicht: Siehe oben! Und wenn ich daran Spaß habe die Stempel zu sammeln und bei Sturm vor dem Kamin sitzend die Tourenbücher mal durch zu blättern, dann lockern die die Bücher ganz gut auf. Und da dachte ich mir das wäre hier sicher auch der Fall.

    Viele Grüße

    Wafer
    Geändert von Wafer (05.09.2017 um 22:15 Uhr)

  2. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #22
    11. Tag: Obstanserseehütte - Porzehütte
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    Montag, 3. Juli 2017
    Strecke: 12 Km
    Höhenmeter: ↑ 750 m, ↓ 1.125 m
    Gehzeit ohne Pausen: 5 h
    Strecke Etappe: 182 Km
    Höhenmeter Etappe: ↑ 9.950 m, ↓ 10.075 m
    Gehzeit Etappe: 64 h 45

    Am Morgen gibt es zwar Wolken am Himmel aber es ist trocken. Und der Wetterbericht meinte gestern, dass es im Laufe des Tages noch besser würde. Also raus aus den Federn und frühstücken – mit Rührei und allem Drum und Dran! Die Hütte gefällt mir richtig gut!
    Gegen 8 Uhr komme ich weg und starte in Richtung Osten. Dann führt mich mein Weg hinauf und zurück zum Kamm. Es gibt auch eine Variante im Tal entlang – aber die hat mehr Höhenmeter und weniger Aussicht. Bei dem heutigen Wetter keine echte Option. Am Sattel vor der Pfannspitze stehe ich dann wieder in Italien.


    Die Sextner Dolomiten grüßen herüber

    Aber diesmal nicht mehr in Südtirol sondern in Venetien. Bis auf das kurze Stück an der Seekofelhütte – auch das war mit der Provinz Beluno Venetien - war ich bisher immer in Südtirol unterwegs.


    Auch die Alpen Venetiens sehen verlockend aus!

    Aber auch der Blick nach vorne sieht gut aus!


    Die Karnischen Alpen versprechen einen interessanten Weg

    Der Weg hinauf auf die Pfannspitze ist eher ein kleiner Steig und erlaubt grandiose Blicke nach Norden in Richtung Lesachtal und Villgrater Berge.


    Lesachtal und Villgrater Berge

    Dann bin ich ziemlich genau eine Stunde nach dem Start an der Hütte auf der Pfannspitze (2.678 m).


    Auf der Pfannspitze – Nordblick

    Das sind 3 Meter mehr als die Oberbachernspitze – der bisher höchste Punkt der Tour. Hütten und Gipfel sind hier ähnlich hoch wie in den Dolomiten. Aber durch die grünen Kämme hier und das Dolomitgestein dort hat man das Gefühl, die Dolomiten seien deutlich höher und schwieriger.


    Von der Pfannspitze geht es auf dem Grat weiter

    Ich kann von hier oben beobachten wie die nach mir gestarteten Wanderer den Weg hinauf kommen. Wenn sie da sind werde ich wieder starten.


    Die Obstanserseehütte von der Pfannspitze aus

    Die Hütte liegt fast 400 Höhenmeter unter mir.
    Nach einer ¾ h Pause starte ich dann wieder – bevor es hier oben richtig voll wird! Immer am Grat entlang gehe ich weiter.


    Traumgratwege

    Nicht nur der Charakter der Berge sondern auch die Blumenwelt hat sich beim Wechsel von den Dolomiten in die Karnischen Alpen stark verändert.


    Auch die Bergblumen sind hier in den Karnischen Alpen andere als in den Dolomiten

    Der Weg ist gut markiert und ausgebaut. Ohne viel Auf und Ab führt er am und um den Grat herum auf die nächste Hütte zu.


    Genusswandern auf dem Karnischen Höhenweg zwischen Obstansersee- und Standschützenhütte

    Es liegen zwar noch weitere Gipfel am Weg aber die sind teilweise gar nicht so einfach zu besteigen. Einige sind nur über einen Klettersteig erreichbar.


    Der Kinigrat - Hier führt ein Klettersteig hinauf

    Hinter dem Kinigrat geht es dann abwärts. Die nächste Hütte ist nicht mehr weit und die liegt wieder auf ähnlicher Höhe wie die letzte.


    Abstieg zum Filmoorsattel

    Ab hier ist dann auch die nächste Hütte zu sehen.


    Die Filmoor-Standschützenhütte

    Diese Hütte (2.350 m) ist die kleinste Hütte hier in den Karnischen Alpen. Aber sehr gemütlich ist sie! Und hier leben wohl auch 2 Kinder recht dauerhaft. Sie spielen hier teilweise sehr nahe am Abgrund. Aber da wacht wohl ein spezieller Schutzengel über den beiden.


    Die Kleine spielt am Getränkekühlschrank der Hütte

    Die Speisekarte ist zwar ähnlich klein wie die Hütte aber ich finde was zum Mittagessen. Um die Hütte zieht ein kühler Wind. Aufmerksam wie man hier ist wird mir eine Decke zum Umhängen angeboten. Reinsitzen ist bei dem Wetter für mich keine Option.
    Über die Wiesen geht es dann hinunter zu den Stuckenseen (2.032 m).


    Der Obere Stuckensee

    Von dort führt der Weg wieder aufwärts zur Heretalm (2.170 m).


    Am Sattel bei der Heretalm

    Beim Blick zurück sieht man die Stuckenseen. Beim Blick nach vorne ist die Porzehütte zu sehen. Das ist für heute mein Tagesziel.


    Der Weg zur Porzehütte

    Das sieht zwar nah aus streckt sich aber nochmal ganz anständig. Und es geht auch nochmal über 2.200 Höhenmeter hinaus bevor es beginnt zur Hütte hin ab zu fallen.


    Obertilliach und der Klapfsee unterhalb der Porzehütte

    Gegen halb Zwei bin ich auf der Hütte, die mich das letzte Mal so rüde abgewiesen hat. Was will ich hier so früh? Und den weiteren Weg kenne ich ja auch schon – zumindest in der anderen Richtung! Was mache ich jetzt mit den verbleibenden Tagen? Ich bin doch schneller hier angekommen als gedacht. Nun, der Plan steht schnell: Abstieg, Ortswechsel und Aufstieg wo ich in den Karnischen Höhenweg eingestiegen bin.

    Eigentlich gehören die folgende Etappen in umgekehrter Richtung gelaufen hier her:So könnten sie beispielsweise aussehen. Wenn man anstelle der Stranninger Alm auf der Zollernseehütte übernachtet werden die Etappen ausgeglichener. Aber bitte beachten, dass ich diese Etappen im letzten Jahr in anderer Richtung gegangen bin!

    Ich aber bestelle ein Taxi – ich weiß ja, dass es geht! Nach einer Stunde ist es dann auch „schon“ da. In Obertilliach erreiche ich gerade so eben den letzten Bus für heute, der das Lesachtal in Richtung Osten befährt. In St. Lorenzen kehrt der aber um. Ein Anschluss fährt erst in einer ¾ h. Trampen ist heute sehr mühsam. Bis Liesing bin ich gekommen bis der Bus kommt. Der bringt mich dann nach Kötschach-Mauthen. Hier klappt das mit dem Trampen dann deutlich besser. Gleich das zweite Auto nimmt mich mit an mein Endziel: Nach Tröpolach. Auch hier habe ich Glück: Das nächste Auto ist ein Tesla Model X und nimmt mich mit hoch auf den Pass. Wir kommen ins Gespräch und ich werde sogar bis zum Alpengasthof Plattner gefahren. Habt Dank an dieser Stelle nochmal!
    So sitze ich ca. 1 Jahr nach dem ersten Mal wieder auf der Terrasse über dem Nassfeld und schaue dem Sonnenuntergang zu.


    Sonnenuntergang am Nassfeld

    Irgendwie ist mir hier alles Vertraut. So wird es heute etwas später als ich ins Bett komme. Ich bin mal gespannt, wie weit ich noch komme – auf dem Südalpenweg!
    Geändert von Wafer (08.09.2017 um 18:27 Uhr)

  3. [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #23
    12. Tag: Alpengasthof Plattner – Dolinza Alm
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    Dienstag, 4. Juli 2017
    Strecke: 30 Km
    Höhenmeter: ↑ 1.650 m, ↓ 1.800 m
    Gehzeit ohne Pausen: 9 h 30
    Strecke Etappe: 212 Km
    Höhenmeter Etappe: ↑ 11.600 m, ↓ 11.875 m
    Gehzeit Etappe: 74 h 15

    Das Frühstück gestaltet sich ganz interessant: Erzählt mir doch eine Schweizerin, dass sie von Graz aus einem Multicache bis Monaco folgen will. Die Geschichte kommt mir bekannt vor! Die habe ich von meinem Mitwanderer vor einem Jahr genau hier auf dieser Hütte schon mal gehört! Die Übereinstimmung ist beachtlich! Ich kontaktiere ihn und siehe da: er kennt die Dame sogar! Er will sie in ca. 10 Tagen auf der Europahütte treffen. Wie klein ist doch die Welt!!!
    Gegen 8 Uhr komme ich heute weg. Bis zur Dolinza Alm soll es gehen. Und das ist ein ganzes Stück weg! Zuerst geht es durch den Wald aufwärts.


    Aufstieg vom Alpengasthof Plattner durch den Wald

    Ab und zu ist man auch auf den Pisten unterwegs. Aber eher selten. Als ich am Garnitzentörl (1.856 m) stehe wird die Bahn angestellt – also nichts wie weiter bevor es voll wird! Aber nicht ohne dem Gartnerkofel einen Besuch ab zu statten.


    Auf dem Weg zum Gartnerkofel - Links die Hängebrücke des Klettersteigs

    Das Wetter entwickelt sich gut – aber zu langsam! Am Gartnerkofel hängen hartnäckig ein paar Wolken. Aber ich bin Optimist. Auch dieses Jahr hängt der Trogkofel wieder in Wolken.


    Das Skigebiet Nassfeld mit Ross- und Trogkofel in den Wolken

    Am Sattel lasse ich meinen Rucksack zurück. So schnell werden die Halbschuhtouristen nicht hier oben sein.


    Blick kurz vor dem Gipfel des Gartnerkofel ins untere Gailtal

    Und dann stehe ich oben auf dem Gartnerkofel (2.195 m).


    Das obere Gailtal - mit wolkenverhangenen Gailtaler Alpen

    Ab hier wird der Weg etwas weniger alpin werden und kommt auch nicht mehr ganz so weit hoch. Es soll hier mehr Wald vorherrschen. So mache ich mich nach einer Pause auf den Weg hinab zur Garnitzenalm (1.640 m). Hier sitzen schon einige Tagestouristen. Also mache ich mich recht schnell wieder auf dem Weg.
    Wie erwartet wird der Weg etwas ruhiger. Aber deswegen nicht uninteressanter! Jeder Landschaftstyp hat seinen Reiz!


    Auf dem Karnischen Höhenweg hinter der Garnitzenalm

    Der Weg führt auch mal ein paar Kilometer durch Italien. Hier bin ich dann im Friaul. Die Grenze zwischen Venetien und Friaul war am Hochweißsteinhaus.


    Der Höheweg führt auch durch Julisch Venetien – Friaul

    Die alpin anmutenden Wegstücke werden seltener – Waldwege bilden hier den Hauptteil des Weges.


    Der Waldanteil wird höher

    Tolle Ausblicke gibt es hier aber genauso.


    Die Gailtaler Alpen

    Am Schindelkopf vorbei komme ich auf die Egger Alm zu.


    Die Egger Alm

    Die Egger Alm (1.422 m) ist nicht nur ein einzelnes Gehöft sondern ist eine Siedlung aus 3 bis 40 Häusern. Hier gibt es zwei Gasthöfe. Ich entscheide mich für die Käserei und lasse mich zum Mittagessen nieder. Grandios die Kässpätzle!
    Nach ausgiebiger Pause entscheide ich mich den Poludnig weg zu lassen und direkt zur Dellacher Alm (1.362 m) zu wandern. Das sind nur ein paar Kilometer an einem See vorbei.


    Die Dellacher Alm

    Auch hier ist die Alm eine ganze Siedlung. Wie es aussieht kann man sich hier für den Urlaub ein ganzes Häuschen mieten. Da ist man dann wirklich ab vom Schuss!
    Da die Almen mit dem Auto erreichbar sind ist es hier ein wenig voller. Aber ab hier bin ich dann wieder alleine unterwegs. Es geht auf und ab zum Kesselwaldgraben, durch dessen Schlucht hindurch und auf der anderen Seite wieder hinauf.


    Wunderschönes Almwandern am Karnischen Höhenweg

    Auf kleinen Wegen geht es durch den Wald recht steil aufwärts. Es gibt auch eine kleine Fahrstraße wenn einem der Weg zu steil sein sollte.


    Auf diesem Teil des Karnischen Höhenweges geht es etwas geruhsamer zu

    Die Görtschacher Alm liegt dann auf 1.629 m. Leider gibt es hier nichts zu trinken! Außer weidenden Kühen ist hier nicht viel los.


    Poludnig und Gartnerkofel von der Görtschacher Alm aus

    Immer weiter geht es hinauf. Langsam komme ich auch wieder aus den Wäldern heraus. Oben am Sattel hat man dann einen grandiosen Blick auf die Julischen Alpen.


    Am Starhandsattel

    Von hier ist es eigentlich gar nicht weit auf den Starhand (1.965 m) hinauf. So folge ich der kleinen Trittspur hinauf zum Gipfel. Der Weg ist zwar klein aber recht gut markiert.


    Aufstieg zum Starhand

    Oben angekommen ist es 17 Uhr und Zeit für eine Pause.


    Rückblick auf Poludnig und Gartnerkofel

    Grandioses Panorama!


    Gitschtal, Presserger See und Gailtaler Alpen

    Über den Grat kommt ein Slowene, der die Steigspur nicht gefunden hat und dann am Grat entlang turnt. Er ist spricht leidlich deutsch und zeigt mir seine Julischen Alpen.


    Die Julischen Alpen werden mir namentlich vorgestellt

    Scheint eine grandiose Gegend zu sein! Und es soll auch genug Hütten dort geben, so dass man nicht auf ein Zelt angewiesen ist. Wieder was für meine ToDo-Liste!
    Gemeinsam steigen wir ab zur Dolinza Alm (1.459 m). Auch das ist wieder eine ganze Siedlung. Der Gasthof liegt ein wenig am Rand der Siedlung. Ein kleiner familiengeführter Hof mit grandiosem Essen, sehr freundlichem Service und urigen Betten! Echt ein Knaller!


    Die Dolinza Alm

    Als Halbpension zu sehr moderatem Preis gibt es eine Nudelsuppe, Gulasch mit Knödel und Topfenpalatschinken mit Preiselbeeren. Und von allem Nachschlag bis man satt ist! Eine Einkehr lohnt hier absolut!


    Alpengasthaus Starhand auf der Dolinza Alm

    Die sanitären Anlagen sind etwas spartanisch ab das stört mich nicht. Im lauen Abendwind und in der Sonne trocknen meine gewaschenen Kleider recht schnell. Das wird dann noch ein sehr gemütlicher Abend mit 4 Gästen. Ich habe ein Einzelzimmer mit Bett! So dauert es nicht lange und ich falle hinein! Das war ein sehr langer Tag – auch mit vielen Höhenmetern - und ich bin gut geschafft! Gute Nacht!
    Geändert von Wafer (18.09.2017 um 22:23 Uhr)

  4. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #24
    13. Tag: Dolinza Alm - Unterthörl
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    Mittwoch, 5. Juli 2017
    Strecke: 21 Km
    Höhenmeter: ↑ 1.000 m, ↓ 1.800 m
    Gehzeit ohne Pausen: 7 h 30
    Strecke Etappe: 233 Km
    Höhenmeter Etappe: ↑ 12.600 m, ↓ 13.675 m
    Gehzeit Etappe: 81 h 45

    Als ich nachts mal raus muss kann man schon erahnen wo die Sonne aufgehen wird.


    Morgendämmerung auf der Dolinza Alm

    Der Morgen geht so weiter, wie es gestern aufgehört hat: Ein tolles Frühstück mit Rührei, fischen Säften, ... am Ende wird mir noch ein Lunchpaket gemacht: „Man müsse das ja sonst eh wegwerfen ...“ – Echt eine tolle Hütte!
    Gegen 9 Uhr komme ich weg. Gleich hinter der Alm schauen die Julischen Alpen neugierig über die Baumwipfel.


    Die Julischen Alpen grüßen herüber

    Knapp unterhalb vom Weg wird auf italienischer Seite an der abgebrannten Hütte gebaut. Ich hoffe der Gasthof von heute Nacht über lebt eine neue Hütte direkt in der Nachbarschaft!
    Zügig führt der Weg auf italienischer Seite den Berg hinauf zur Feistritzer Alm (1.718 m).


    Feistritzer Alm

    Der Talblick in Richtung Osten zeigt wo es heute noch hingeht: Rechts über die Hügel und ins Tal.


    Der Dobratsch mit dem unteren Gailtal

    Auch hier stehen wieder ca. 30 Häuser. Aber nicht alle scheinen noch bewohnt zu sein. Sehr schade! Und die Grenze am Ortsrand ist klar erkennbar: Alle Häuser stehen in Österreich.


    Feistritzer Almsiedlung

    Ich folge dem Weg der sich meist an der Grenze zwischen den Ländern orientiert. Es geht noch etwas aufwärts bis ich an eine idyllische kleine Kapelle am Kamm komme.


    Die Kapelle Maria Schnee

    Warum und vor wem man hier aufgestellte Kreuze schützen muss ist mir nicht klar.


    Ein Kreuz an der Kapelle

    Erstaunlicherweise ist die Kapelle sogar offen. Heute habe ich nicht so viel vor wie gestern. Da kann ich mir ja Zeit lassen und das in Ruhe anschauen.


    Kleinod am Wegesrand

    Immer auf der Grenze entlang geht es weiter auf die nächste Alm zu.


    Der Weg zur Achomitzer Alm

    An der Achomitzer Alm (1.712 m) soll es auch ein bewirtschaftetes Unterkunftshaus geben. Irgendwie habe ich das aber nicht erkennt. Naja, meine Karte ist halt auch schon ein paar Tage alt.
    Von hier geht es immer auf der Grenze durch den Wald abwärts. Teilweise recht steil und der Weg ist schlecht markiert. Die Zeichen sind schon sehr alt. Als ich auf einen Wirtschaftsweg komme merke ich, dass neue Wegzeichen hier am Weg entlang laufen. Der Steig soll wohl nicht mehr verwendet werden. Schade, der war sehr schön! Es geht weit hinunter bis zum Bartolosattel (1.173 m). Aber nur um dann wieder steil durch den Wald aufwärts zu führen.


    Schöne kleine Wege führen mich heute durch die Wälder

    Hier treffe ich dann 2 andere Wanderer. Sie sind schon jenseits der 70 und kommen aus der Schweiz. Sie lassen sich von ihrem Cousin über die Almwege an den Kamm hinauf fahren und wandern dann oben entlang bis sie wieder vor dem Abstieg abgeholt werden. Interessante Variante von altersgerechtem Bergsteigen!
    Am Göriacher Berg bin ich dann wieder alleine.


    Am Göriacher Berg

    Ein paar Meter weiter liegt dann auch die Göriacher Alm hoch über dem Tal. Leider ist auch diese Alm nicht bewirtschaftet.


    Die Göriacher Alm

    Ab hier geht der Blick ungestört ins Tal. Das ist der letzte Berg der Karnischen Alpen. Auf den Wiesen richte ich mich ein und mache ausgiebig Mittagspause. Das Lunchpaket muss ja schließlich auch weg!


    Die Karawanken (links) und die Julischen Alpen (rechts)

    Das leicht diesige Wetter stimmt mich leicht bedenklich. Ich will mal hoffen, dass ich nicht in ein Gewitter komme. So breche ich dann auch wieder auf um die 1.000 Höhenmeter Abstieg, die vor mir liegen, an zu gehen.


    Letzter Blick zur Göriacher Alm

    Auch hier wird der Weg meist auf der Grenze geführt. Aber man sieht ihm schon an, dass er hier nicht mehr so vielbegangen ist wie am Wolayasee oder an der Sillianer Hütte.


    Wenig begangene Wege führen ins Tal

    Irgendwann komme ich dann auf Wirtschaftswege, die meine Karte noch nicht kennt. Der Weg bleibt aber nie lange auf ihnen. Meist führt er recht schnell auf der anderen Seite des Weges wieder in den Wald. So bekomme ich aber noch ein paar Eindrücke von den Julischen Alpen und den Karawanken, über die der Südalpenweg als nächstes führt.


    Die Julischen Alpen beim Abstieg nach Unterthörl

    Bei Oberthörl ist dann die Talsohle erreicht. Direkt an der Straße in Unterthörl liegt der Gasthof Galle. Ein paar Meter weiter südlich ist die Grenze nach Italien. Als ich unter einem Sonnenschirm sitze und ein Radler genieße geht ein gewaltiges Gewitter nieder. Zum Glück hat mich das nicht auf dem Weg erwischt.
    Als es vorbei ist kommen die anderen beiden Wanderer, die gestern Abend auch auf der Dolinza Alm übernachtet haben. Sie waren wohl den ganzen Tag immer knapp hinter mir. Wir haben uns aber nie gesehen.
    Busse und Bahnen fahren heute hier nicht mehr aber die Zwei wollen heute unbedingt noch nach Villach. Ich bleibe lieber und werde hier übernachten.

  5. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #25
    Danke für deinen Reisebericht und die Bilder!

    Ich denke auch schon über die Strecke nach, schon weil...

    Zitat Zitat von Wafer Beitrag anzeigen
    Das Frühstück gestaltet sich ganz interessant: Erzählt mir doch eine Schweizerin, dass sie von Graz aus einem Multicache bis Monaco folgen will. Die Geschichte kommt mir bekannt vor! Die habe ich von meinem Mitwanderer vor einem Jahr genau hier auf dieser Hütte schon mal gehört!
    ...ich genau das vielleicht auch schon nächstes Jahr beginnen möchte. Da lese ich hier gerne mit - und werde es, bis es soweit ist, wohl auch mehrmals komplett von vorne lesen

  6. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #26
    Hallo NahundFern.

    Zitat Zitat von nahundfern Beitrag anzeigen
    Danke für deinen Reisebericht und die Bilder!
    Ich habe zu danken! Liest man doch immer wieder gerne!

    Zitat Zitat von nahundfern Beitrag anzeigen
    Ich denke auch schon über die Strecke nach, schon weil...
    ...ich genau das vielleicht auch schon nächstes Jahr beginnen möchte.
    Dann könnte es vielleicht helfen, wenn du mal den Sucherer kontaktierst. Das war ja der Erste, der mir von diesem Multicache erzählt hat. Und er hat hier einen User. Vielleicht mit einer Privaten Nachricht ... Er kann dir sicher viele Infos geben. Er hat auch einen Blog. Vielleicht hilft dir auch der weiter. Wenn ich das richtig mitbekommen habe ist er letztes Jahr von Graz bis zum Zillertal und ist dieses Jahr weiter bis zum Lago Maggiore gewandert. Wie ich gerade erfahren habe will er nächstes Jahr in 5 bis 6 Wochen bis Monaco.

    Zitat Zitat von nahundfern Beitrag anzeigen
    Da lese ich hier gerne mit - und werde es, bis es soweit ist, wohl auch mehrmals komplett von vorne lesen
    Bis Graz bin ich noch nicht gekommen. Aber etwas konnte ich noch in die Karawanken hineinschnuppern. Auch wirklich großartig - und leer! Du wirst sehen wenn ich die letzten Tage fertig kriege. Da sollte ich mich mal endlich dran machen und den Bericht fertig machen. Der Schwarzwald wartet auch noch ...

    Gruß Wafer
    Geändert von Wafer (23.09.2017 um 20:59 Uhr)

  7. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #27
    14. Tag: Unterthörl - Wurzenpass
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    Donnerstag, 6. Juli 2017
    Strecke: 15 Km
    Höhenmeter: ↑ 1.000 m, ↓ 600 m
    Gehzeit ohne Pausen: 5 h 30
    Strecke Etappe: 248 Km
    Höhenmeter Etappe: ↑ 13.600 m, ↓ 14.275 m
    Gehzeit Etappe: 87 h 15

    Nun, die Zimmer sind hier ganz OK. Nach einem kargen Frühstück mache ich mich auf den Weg. Zunächst geht es an die Gailitz (597 m) hinunter.
    Die Kenntnisse zum Navigieren in urbanen Regionen ist wohl die letzten Tage etwas verloren gegangen: Ich brauche 3 Anläufe um den richtigen Weg zu finden, der auf der anderen Talseite wieder nach oben führt – diesmal in die Karawanken. Der Weg ist hier auch nicht mehr als 403 markiert sondern als 603. Und die Wegweiser erscheinen mir deutlich älter.


    Der Südalpenweg heißt in den Karawanken 603

    Zunächst geht es auf einer Forststraße aufwärts. Das geht so angenehm und gleichmäßig, dass ich die Abzweigung des kleinen Wanderweges glatt übersehe. So muss ich dann nochmal ca. 1 Km zurück als ich es merke.


    Steil geht es die Bergflanken der Karawanken wieder hinauf

    Der Wanderweg ist dann teilweise recht wild und durch Forstarbeiten kaum zu sehen. Es gibt zwar reichlich Markierungen aber vor dem Homitsch leider auch viele Forstarbeiten. Am Homitsch geht es dann entlang einer Lichtung aufwärts. So hat man einen guten Blick auf den gestrigen Abstieg.


    Auf dem Bergrücken verläuft der gestrige Weg und der Abstieg nach Thörl

    Plötzlich wird es voll! Aha – ich scheine im Einzugsbereich der Sesselbahn zum Dreiländereck (1.508 m) zu sein. Hier gibt es einen Rundweg der wohl sehr beliebt ist. Als ich oben aus dem Schatten des Waldes trete ist hier auch reichlich was los.


    Das Dreiländereck – Österreich, Italien und Slowenien stoßen hier aneinander

    Jedes Land hat hier seine eigene Art diesen speziellen Punkt „hübsch“ zu machen. Über jede kann man streiten!
    Aber die Aussicht ist toll! Und das Wetter super!


    Das untere Gailtal mit dem Dobratsch (2.166 m)

    Wenn man sich 120° weiter dreht hat man auch einen tollen Blick in die Julischen Alpen.


    Die Julischen Alpen

    Durch alle drei Länder ziehe ich weiter. Italien habe ich hier wohl auf dieser Tour das letzte Mal gesehen. Anderes sieht man hier aber recht viel:


    Frei nach Charlotte Link: Wilde Lupinen

    Etwas abseits der Pisten über Slowenien steuere ich die Dreiländerhütte an. Die sieht noch nicht so kommerziell aus. Hier lasse ich mich im Schatten nieder und beobachte eine Weile das Treiben und frische meine Flüssigkeitsspeicher auf. Das Küchenangebot macht mich dann aber nicht so an und ich ziehe weiter.
    Die Sicht ist heute einfach der Traum! Dafür ist es hier außerhalb des Waldes aber auch gut warm!


    Bilderbuchwetter an der Dreiländerhütte

    Ich ziehe den Hang hinauf und kriege den Finger kaum vom Auslöser.


    Das Dreiländereck mit den Julischen Alpen

    Etwas abseits von der Bergstation der Sesselbahn mache ich dann Vesper. Aber immer mehr Tagesausflügler kommen mit der Bahn herauf. Es wird langsam richtig voll.

    Villach mit Faaker See und Ossiacher See

    Ich breche auf und ziehe über die Pisten hinüber zur Seltschacher Alm. Hier geht es zum Glück wieder in den kühleren Wald.


    Auf dem Weg zum Wurzenpass

    Bevor es dann einen kleinen Steig steil abwärts geht werden mir nochmal die Vorzüge der Julischen Alpen präsentiert.


    Die Julischen Alpen über dem Wurzenpass

    Viel zu schnell bin ich am Wurzenpass (1.73 m). Weiter zu gehen macht für heute keinen Sinn mehr: Es gibt keine passende Unterkunft in vertretbarer Entfernung. So beschließe ich den Tag hier. Die Wirtschaft hat den Unterkunftsbetrieb aber schon lange eingestellt. Deutlich in Wort und Ton wird mir zu verstehen gegeben, dass man an Wanderern hier nicht sehr interessiert ist. So trinke ich aus und halte an der Straße den Daumen raus. Der erste Slowene hält gleich an und nimmt mich nach Tschau – dem ersten Ort auf Österreichischer Seite mit. Dort checke ich im Gasthaus Wald ein. Das wird von einem 86-jährigen geführt. Er hat früher auch selber gekocht. Das erledigen heute seine Kinder und Enkel. In seinem Garten lasse ich den Nachmittag gemütlich auf einer Sonnenliege an mir vorbei ziehen.


    Im Garten vom Gasthaus Wald

    Das Abendessen ist eine Jause, die sich sehen lassen kann. Und die Zimmer sind auch gut. Leider bin ich heute der einzige Gast. Aber dann stört schon keiner die Ruhe beim Chillen im Garten.

  8. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #28
    15. Tag: Wurzenpass – Gasthof Baumgartner
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    Freitag, 7. Juli 2017
    Strecke: 23 Km
    Höhenmeter: ↑ 1.300 m, ↓ 1.475 m
    Gehzeit ohne Pausen: 6 h 30
    Strecke Etappe: 271 Km
    Höhenmeter Etappe: ↑ 14.900 m, ↓ 15.750 m
    Gehzeit Etappe: 93 h 45

    Der Tag beginnt mit bestem Wetter und einem super Frühstück. So darf der Tag weiter gehen! Nach dem Frühstück werde ich zum Wurzenpass hinaufgefahren. Toller Service! So kann ich kurz nach 8 Uhr wieder am Wurzenpass (1.073 m) den Weg von gestern aufnehmen. Der Südalpenweg führt mich erst auf einer Forststraße aufwärts. Ab und zu hat man eine ganz gute Aussicht.


    Das untere Gailtal mit Dobratsch

    Ein Auto mit Berner Autonummer kurvt hier herum. Was hat der hier verloren? Kurz bevor die Forststraße in einen Wanderweg übergeht kommt mir das Auto wieder entgegen und hält sogar an. Es ist der Cousin der Schweizer von vorgestern, der die beiden wieder auf der Höhe abgeliefert hat. Die beiden wollen heute hier auf dem Karawankenkamm entlangwandern.
    Der Weg entwickelt sich zum Waldweg und führt mich hinauf in Richtung Steinberg.


    Der Weg hinauf zum Steinberg

    Auch heute herrscht wieder Wald vor. Auf schönen Wegen ist das angenehm zu gehen.


    Am Aufstieg auf den Steinberg

    Kurz vor dem Gipfel treffe ich dann die beiden Schweizer Senioren. Der Gipfel des Steinbergs (1.655 m) selber ist dann unspektakulär. Ein Wiesengipfel im Wald!


    Hat was von Schwarzwald - nur mit alpinem Hintergrund

    Auf dem Kamm führt eine kleine Trittspur weiter. Das muss früher der Grenzweg gewesen sein. Erst im Wald und dann auf einer Almwiese geht es abwärts in Richtung Radendorfer Alm. Auf den Wiesen blüht es und die Insekten sind unterwegs.


    Flora und Fauna in den Karawanken

    Die Aussicht ist heute wirklich gut. Vielleicht etwas zu diesig. Das könnte sich heute Nachmittag in einem Gewitter entladen.


    Die Radendorfer Alm

    Von der Alm führt der Weg wieder auf den Kamm zurück.


    Im Süden locken die Julischen Alpen

    Direkt hinter der Grenze am Mala Bavhica steht eine kleine Holzhütte. Sieht richtig nett aus. Und hat auch einen tollen Blick.


    Kleine Hütte am Mala Bavhica – war das mal eine Grenzerhütte?

    OT: Das könnte der Blauloke kennen von seinem Alpencross, als er von Villach über die Korpitscher Alm in Richtung Triglav unterwegs war. Laut seinem GPS-Track müsste er hier in der Gegend über den Pass von Österreich nach Slowenien gewechselt sein.
    Auf tollen Wegen geht es knapp unterhalb des Kamms hinüber zur Korpitscher Alm (1.535 m).


    Auf dem Weg zur Korpitscher Alm

    Hier gibt es heute eine erste Pause. Der Brunnen liefert Wasser und die Alm eine tolle Aussicht.


    Pause an der Korpitscher Alm

    Der weitere Weg wird etwas fantasielos auf einer Forststraße geführt. Später habe ich gehört, dass die Trittspur oben am Kamm durchgehen soll. Das dauert dann zwar vermutlich deutlich länger aber wird auch deutlich schöner sein. Die alten Grenzerwege sollen alle noch begehbar sein. Teilweise sind sie auch als Wanderwegs ausgezeichnet. Das werde ich bei den nächsten Etappen wohl berücksichtigen!


    Pause an der Goritschacher Alm

    Ab und zu kann man sehen, dass man gut vorankommt. Der Faaker See mit seiner Form und Farbe ist sehr gut erkennbar.


    Faaker See und Mallestiger Mittagskogel

    Der Mallestiger Mittagskogel ist vom Weg aus gut zu sehen. So keimt bei mir die Idee den zum Abschluss des heutigen Tages noch zu ersteigen. So biege ich auf den gut markieren Weg mit der Nummer 684 ab und steige auf. Teilweise geht der Weg extrem steil aufwärts! Das ist nur für geübte – so wie es unten dran steht!


    Der teilweise sehr steile Weg hinauf zum Mallestigen Mittagskogel

    Das braune rechts auf dem oberen linken Bild ist auch der Steig! Weiter oben ist dann Trittsicherheit und Schwindelfreiheit gefordert. Aber an guten Markierungen fehlt es nicht!


    Gut markierte Wege auf dem Karawankenkamm

    Dann führt der Steig auf dem Grat zum Gipfel (1.801 m) und präsentiert ein grandioses Panorama.


    Wörthersee und Faaker See am Grat zum Mallestigen Mittagskogel

    Die letzten Meter zum Gipfel sind schnell geschafft. Und es hat sich absolut gelohnt hier noch herauf zu steigen!


    Mallestiger Mittagskogel vor den Julischen Alpen

    Im Süden liegt das Rosental mit seinen Gewässern.


    Der Faaker See mit seiner markanten Farbe

    Langsam ist die Eintrübung nicht mehr zu übersehen. Ich denke ich sollte mich so langsam von den Gipfeln hier entfernen. Sollte es zu einem Gewitter kommen wäre das kein Spaß.
    Den Abstieg mache ich dann entlang des Grates und über die Mitzl-Moitzl-Hütte.


    Der Schwarzkogel lockt mit einem tollen Gratweg

    Zwischen Mallestiger Mittagskogel und Schwarzkogel haben sich die Wege von Blauloke und meine dann nochmal gekreuzt. Auf diesem Teil des Weges muss er laut seinem Bericht auch unterwegs gewesen sein. Er ist ab dem Grenzübergang südlich des Kamms gewandert, wo ich nördlich nach Osten gewandert bin. Sein Weg ist also eine Alternative zu dem hier vorgestellten Forstweg.
    Gerne hätte ich den Schwarzkogel (1.842 m) noch mitgenommen. Aber das Wetter entwickelt sich nicht zu seinem Vorteil. Entfernt sind die ersten Donnerschläge zu hören. So mache ich mich im Galopp auf in Richtung Gasthof Baumgartner. Etwas unterhalb der Mitzl-Moitzl-Hütte habe ich einen tollen Ausblick ins Tal auf Villach.


    Ein Gewitter zieht über Villach auf

    Leider kommt das Gewitter rasch näher! Also Vollgas! Ich habe immerhin noch 700 Höhenmeter vor mir.
    Als ich auf die alte Skipiste direkt oberhalb des Gasthofes aus dem Wald trete treffen mich die ersten Tropfen. Jetzt macht Regenzeug montieren auch keinen Sinn mehr! Also im Laufschritt die Piste runter. Und ich bin nicht der einzige, der im verschärften Tempo die Hütte ansteuert.
    Ziemlich nass komme ich dort an. Ich bekomme ein schickes Zimmer und checke ein. Die Kleider werden zum Trocknen aufgehängt und ich gehe was essen. Sehr gute Küche hier!
    Als das Essen geliefert wird ist das Gewitter dann schon wieder vorbei. Wenn ich gewusst hätte, dass es nur eine halbe Stunde geht hätte ich das auch oben auf der Mitzl-Moitzl-Hütte aussitzen können. Aber das erste Gewitter dieser Tour hat mich gelehrt, dass es auch mal länger gehen kann.
    Als die Sonne rauskommt sitze ich auf der Terrasse. Die Schweizer hat das Gewitter übrigens erwischt. Mit ihnen sitze ich vor der Hütte und genieße den Abend. Eine grandiose Aussicht haben die hier!


    Blick vom Gasthof Baumgartner auf den Faaker See und seine schon recht flache Umgebung

    Durch den Mallestigen Mittagskogel und das Gewitter ist das dann noch ein recht strammer Tag geworden. So dauert es nicht lange und ich liege im Bett.

  9. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #29
    Hallo Wafer, ich habe schon darauf gewartet, dass sich unsere Wege kreuzen.
    Du bist auf österreichischer Seite weiter, während ich auf slowenischer Seite gewandert bin. Ich hatte keine Sicht da die Wolken zu tief hingen. Dank dir weiß ich nun was für tolle Aussicht ich verpasst habe.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  10. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #30
    Hallo Blauloke.

    Ja, bei dir war nicht wirklich viel zu sehen. Schade, da hast du echt was verpasst!

    Was mich noch interessieren würde: Wie war denn der Weg auf der slovenischen Seite? Etwas hinter der Korpitscher Alm ging es nämlich auf der österreichischen Seite auf einen Forstweg, der im zwölften Bild unten zu sehen ist. Und das ging um die 10 Km Kilometer so! Wie war da der alternative Weg auf der slovenischen Seite? Wenn ich das richtig sehe warst du aber auch nicht auf dem Kammweg unterwegs, den es ja auch noch geben soll. Den habe ich öfter mal kurzzeitig kennen gelernt und da hat er mir immer gut gefallen. Unter anderem das Stück vom Mallestigen Mittagskogel zum Sattel an der Baumgartner Höhe zwischen Schwarzkogel und Mittagskogel auf dem Weg zur Mitzl-Moitzl-Hütte - der hat mich sehr angesprochen.
    Hier geht ja übrigens auch der Alpe-Adria-Trail durch. Aber auf dem warst du ja auch nur sehr kurz unterwegs. Du warst deutlich östlicher von ihm unterwegs – auch wenn die Endpunkte nicht weit auseinander liegen.

    Gruß Wafer

  11. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #31
    Hallo Wafer,
    auf der slowenischen Seite hatte ich zunächst auch einen breiten Schotterweg, etwa 4km der in einen zweispurigen Waldweg überging.
    Ab dem Aufstieg zum Techatinger Mittagskogel war es nur noch ein schöner Pfad, der später auch direkt auf dem Kamm verlief. Bloß gesehen habe ich nichts, ich steckte ja komplett in den Wolken. Beim Abstieg zum Jepca-Sattel war es ebenfalls ein schmaler Pfad direkt auf dem Karawankenrücken.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  12. Anfänger im Forum

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    AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #32
    Erzählt mir doch eine Schweizerin, dass sie von Graz aus einem Multicache bis Monaco folgen will.
    Die Schweizerin M. ist in Monaco angekommen.
    Gratulation und RESPEKT!
    Ich habe sie auf dem GTA getroffen.

    Tourstatistik
    106 Tage
    Strecke: 1673km Dauer: 417h
    Rauf: 81288m Runter: 88568m
    Höchster Punkt: 2850m Niedrigster Punkt: 0m
    Geändert von MLO (09.10.2017 um 18:41 Uhr)

  13. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #33
    Wie schön, dass du dir auch Zeit und Genuss für die kulinarischen Gipfel Kärntens genommen hast.

  14. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #34
    Zitat Zitat von tizzano1 Beitrag anzeigen
    Wie schön, dass du dir auch Zeit und Genuss für die kulinarischen Gipfel Kärntens genommen hast.
    Hallo Tizzano1.

    Bei der Küche war das in allen Regionen, durch die ich gekommen, nicht gerade eine Hungertour! Aber auch das ist ja einer der Vorzüge von dem langsamen Reisen zu Fuß durch mehrere Regionen oder Länder: Man lernt nicht nur Land und Leute kennen sondern auch Küche und Keller! Und da gibt es ebenfalls viel zu entdecken!

    Gruß Wafer

  15. Anfänger im Forum
    Avatar von LaMarmotte
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    AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #35
    Hallo Wafer,

    vielen Dank für deinen umfassenden Bericht!

    Der Südalpenweg hat es dank deiner traumhaften Fotos gerade auf die (mit jedem Besuch hier länger werdende) Liste meiner Wunschziele geschafft, und ich werde mir deinen Bericht sicher noch mehrfach in Ruhe zu Gemüte führen. :-)

    Rund um die Pfannspitze war das ja eine rechte Gratwanderung. Ist das das "Highlight", oder gab es weitere Etappen, die in Bezug auf Schwindelfreiheit & Ausgesetztheit hervorstachen?

    Gerade im Südtiroler Teil ist es ja - wie du selbst schreibst - oft recht voll. Hast du für die Hütten reserviert oder war immer spontan ein Platz zu bekommen, und ist - auch und gerade jenseits von Südtirol - die "Hüttendichte" derart, dass man die Etappen gut variieren kann?

    30km bei 1500HM am Stück sind ja schon ganz beachtliche Strecken - zumindest aus Perspektive eines Flachländers. ;) Respekt dafür!

    Aber auch: wer nur über die Steine hetzt und Kilometer zählt, verpasst etwas! Entspannt Reisen und Genießen gehört dort unbedingt dazu. Die deftige Tiroler Küche mit den mediteranen Einflüssen ist ein Traum.

    Ich freue mich auf Fortsetzungen!

  16. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #36
    Zitat Zitat von LaMarmotte Beitrag anzeigen
    Hallo Wafer,

    vielen Dank für deinen umfassenden Bericht!

    Der Südalpenweg hat es dank deiner traumhaften Fotos gerade auf die (mit jedem Besuch hier länger werdende) Liste meiner Wunschziele geschafft, und ich werde mir deinen Bericht sicher noch mehrfach in Ruhe zu Gemüte führen. :-)
    Freut mich natürlich! Dann hat sich die Arbeit wenigstens gelohnt!

    Zitat Zitat von LaMarmotte Beitrag anzeigen
    Rund um die Pfannspitze war das ja eine rechte Gratwanderung. Ist das das "Highlight", oder gab es weitere Etappen, die in Bezug auf Schwindelfreiheit & Ausgesetztheit hervorstachen?
    Also ein echtes Highlight war das zwar schon aber in Sachen Ausgesetztheit nicht unbedinget. In den Dolomiten war das weniger so ausgesetzt. Meist eigentlich wenn wir etwas vom Südalpenweg abgewichen sind: Der Abstieg durch das Halltal oder die Oberbachernstpitzen. Am Karnischen Hauptkamm gab es zwischen drin immer wieder Stellen, die am Grat entlang etwas ausgesetzt waren. Manchmal gab es eine Variante unterhalb des Kamms entlang. Ich habe aber nicht darauf geachtet, ob das immer der Fall ist. Gerade die von dir angesprochene Passage hat eine Alternative unten rum. Die Hohe Warte solltest du dann auslassen. Und den Gartnerkofel vielleicht auch. Aber ich denke das kann man dann meist vor Ort entscheiden, wenn es um einzelne Gipfel geht. Am Findigkofel gibt es einen Weg unten entlang. Bei einigen Passagen von der Sillianer Hütte zur Obstansersee Hütte gibt es nicht immer eine Variante für schwindelnde Wanderer. Hier gab es durchaus die eine oder andere Stelle, die etwas ausgesetzt war. Siehe z.B. dieses Stück mit der Eisenbrücke. Und auch die Etappe von der Porzehütte zum Hochweißsteinhaus hat seine ausgesetzten Stellen. Also ganz ohne ist der Weg nicht für schwindelnde Wanderer!

    Zitat Zitat von LaMarmotte Beitrag anzeigen
    Gerade im Südtiroler Teil ist es ja - wie du selbst schreibst - oft recht voll. Hast du für die Hütten reserviert oder war immer spontan ein Platz zu bekommen, und ist - auch und gerade jenseits von Südtirol - die "Hüttendichte" derart, dass man die Etappen gut variieren kann?
    Ich habe eigentlich nur bei Ausnahmen reserviert - dann steht das aber auch im Bericht. Ich war also in der Regel ohne Reservierung unterwegs weil ich meist aber auch am Morgen noch nicht wusste wo ich am Abende ankommen werde. In diesem Bereich ist die Hüttendichte aber so hoch, dass man problemlos für jeglichen Geschmack verkürzen oder verlängern kann. Das gilt meiner Meinung nach eigentlich bis zu den Karawanken. Ab Thörl werden die Übernachtungsgelegenheiten deutlich rarer. Aber auch dort habe ich teilweise die eine oder andere Hütte Übernachtungsmöglichkeit aus gelassen. Die Karten und Führer geben hier aber recht gut Auskunft über die Möglichkeiten. Wobei nicht jede rot eingezeichnete Hütte in Kompasskarten auch eine Übernachtung anbietet.

    Zitat Zitat von LaMarmotte Beitrag anzeigen
    30km bei 1500HM am Stück sind ja schon ganz beachtliche Strecken - zumindest aus Perspektive eines Flachländers. ;) Respekt dafür!
    Wenn du über eine Woche in der Gegend unterwegs bist, dann steigert sich auch deine Kondition! Durch meine Weitwanderungen bin ich lange Strecken eigentlich ganz gut gewohnt und wenn man die Höhenmeter langsam und gleichmäßig angeht ist das nicht ganz so problematisch, wie es sich hier vielleicht liest! Ich bin der Regel eigentlich eher langsam unterwegs, mache aber nicht sehr viele Pausen und bin sehr ausdauernd unterwegs. Das bringt die Kondition von den Weitwanderungen mit sich. Aber das kann man in der Gegend ja fast überall problemlos auf seine Bedürfnisse skalieren. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in der Region der Dolomiten und am Karnischen Hauptkamm genug.

    Zitat Zitat von LaMarmotte Beitrag anzeigen
    Aber auch: wer nur über die Steine hetzt und Kilometer zählt, verpasst etwas! Entspannt Reisen und Genießen gehört dort unbedingt dazu. Die deftige Tiroler Küche mit den mediteranen Einflüssen ist ein Traum.
    Dem bleibt nicht viel hinzu zu fügen! Sehe ich absolut genauso!

    Zitat Zitat von LaMarmotte Beitrag anzeigen
    Ich freue mich auf Fortsetzungen!
    Und ich mich erst! Ich hoffe das dauert nicht mehr allzulange. Aber dieses Jahr ist der Zug wohl abgefahren!

  17. Neu im Forum

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    AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #37
    Hallo Wafer

    Es war schön von dir zu hören. Ich habe deinen sehr schönen Bericht gerade gelesen.
    Wer meinen Sommerspaziergang nachverfolgen möchte, kann gerne auf meinem Blog http://martinabraschler.blogspot.ch vorbei schauen.

    viele Grüsse aus der Schweiz

    Martina

  18. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #38
    Hallo Martina.

    Schön von dir zu hören! Und wie ich sehe bist du schon länger hier auf ODS aktiv als ich. Nur scheinst du nicht ganz so viel zu schreiben .
    Es freut mich, dass du meinen Bericht gelesen hast! Ich habe deinen auch schon gelesen. Bei einer Tour von Graz nach Monaco von einem "Sommerspaziergang" zu sprechen ist schon leicht untertrieben! Ich habe über Sucherer (unseren gemeinsamen Bekannten) deine Tour immer mitverfolgt, nachdem ich dich auf dem Nassfeld kennen gelernt hatte und mitbekommen habe, dass er dich auch kennt. War hoch spannend!
    Die Statistik finde ich auch sehr interessant! Ich habe aber noch nichts rausgefunden, warum Du ca. 7.000 Meter mehr ab- als auf-gestiegen bist. So viel höher liegt Graz ja nun im Vergleich zu Monaco am Mittelmeer nicht! Bist du aufwärts viel Bus oder Bahn gefahren? Oder sind das einfach Rundungsunschärfen?
    Und fast 1.700 Km am Stück! Ich war ja auch schon über viele Tausend Kilometer mit einem Ziel unterwegs - aber bis auf die Via de la Plata mit ca. 1.300 Km nur einmal am Stück.
    Respekt! Ich werde deinen Blog mal im Auge behalten. Bin gespannt, was dir als nächstes einfällt. Da wären sicher auch Themen für dieses Forum dabei! Hättest du nicht mal Lust hier ein paar Spuren von deinen Touren zu hinterlassen?

    Ich wünsche Dir auf jeden Fall für die Zukunft noch viel Spaß und viel Erfolg bei deinen Touren!

    Gruß Wafer

  19. AW: [IT][AT][SI]Der Südalpenweg – Von Bozen nach Osten

    #39
    Heimfahrt
    Samstag, 8. Juli 2017

    Leider geht meine verfügbare Zeit langsam zu Ende. Einen Tag hätte ich zwar noch aber die Anschlusskarte habe ich nicht mehr dabei. So optimistisch war ich nicht. Und gerade die nächste Etappe möchte ich gerne auf dem Grenzpfad oben am Kamm gehen. Da brauche ich gute Karten!


    Frühstücksblick

    Nach dem Frühstück werde ich von einem Angestellten zum Bahnhof Faaker See gefahren. Zu Fuß hätte ich da ca. 1 h gebraucht. Aber so ist mir das nach dem Galoppabstieg gestern lieber. Die Knie sind noch etwas mitgenommen von gestern.


    Mallestiger Mittagskogel und Schwarzkogel vom Bahnhof aus

    Die Bahn bringt mich dann mit 1 Mal umsteigen in Stuttgart nach Hause. Das ist schon sehr angenehm!


    Es geht heim – Leider!!!

    Epilog
    Maximize
    Minimize
    GPX-Track
    Für mehr Informationen, fahre mit der Maus über das Höhenprofil.
    Download GPX

    Ich glaube das war eine ganz anständige Etappe! Das war zu Beginn so nicht erkennbar. Das Wetter hat meistens eigentlich gut mitgespielt. Wenn es bewölkt ist, dann ist das zum Wandern meist angenehmer als wenn der Planet vom Himmel brennt. Aber die Fotos werden dann nicht so gut. Aber da ist mir eine gute Wandertour wichtiger!
    Bei diesem GPX-Track habe ich die 5 Tage vom Nassfeld bis zur Porzehütte vom letzten Jahr rumgedreht und mit eingebaut. Das bin ich so also diesmal nicht komplett gegangen! Und ob die Etappen so rum machbar sind muss jeder für sich entscheiden.
    Der Südalpenweg hat mich sicher nicht zum letzten Mal gesehen! Die Karawanken werden noch deutlich alpiner als die hier vorgestellten Waldetappen. Das verspricht noch sehr interessant zu werden. Ich hoffe das werde ich zeitnah hin bekommen.
    Die ganze Tour hatte so einiges an Höhenmetern. Das kommt mit Sicherheit in Regionen wie man sie bei einem Alpencross auch vor der Brust hat. Wer also mal testen will, ob er von den Höhenmetern her so einem Vorhaben gewachsen ist kann hier gerne mal üben.
    Was mir an der Tour sehr gut gefallen hat war die Abwechslung und die verschiedenen Regionen, durch die ich gekommen bin.
    • Die Sarntaler Alpen waren am Anfang grandios – hatten aber eine ganz andere Landschaft als die Dolomiten. Eigentlich völlig anders!
    • Die Prags- und die Sextner Dolomiten sind ja bekanntermaßen ein Sahnestück. Aber eben auch entsprechend voll.
    • Die Karnischen Alpen haben mich letztes Jahr schon in ihren Bann gezogen. Faszinierende Gegend! Was ich nicht verstehe ist, dass fast alle eigentlich nur die Hälfte laufen – nämlich vom Plöckenpass nach Sillian – oder umgekehrt. Der Teil danach ist zum einen deutlich leerer aber auf seine Weise genauso schön!
    • An den Karawanken konnte ich jetzt nur schnuppern. Aber auch diese Region hat mich überzeugt. Für mich steht außer Frage, dass ich den Rest auch nochmal irgendwann sehen will!

    Der höchste Punkt auf dieser gesamten Strecke war die Hohe Warte mit 2.780 Höhenmetern im letzten Jahr und die Pfannspitze mit 2.678 Höhenmetern in diesem Jahr und der niedrigste Punkt war Bozen mit 255 Höhenmetern.
    Kulturell war hier sehr viel geboten: Südtirol, Ladinien, Italien, Österreich mit Osttirol und Kärnten, Slowenien, ... Teilweise sind die Kulturen recht dicht beieinander – teilweise aber auch nicht.
    Für mich ist der Südalpenweg bisher eines der Sahnestücke meiner alpinen Berggeschichte – auch wenn er von der Höhe her eigentlich eher moderat ausfällt.

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