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    AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    ich bin die niedermann übrigens noch mit dem allerersten plaisirführer geklettert - damals noch eine ausgabe für die gesamte schweiz. da war absicherung tatsächlich noch "super".
    Mit dem ersten Plaisir habe ich damals auch angefangen. Irgendwo steht der heute noch im Bücherschrank, war einer meiner ersten Kletterführer. Damals hatte ich keine Ahnung und einen vergleichbaren Auswahlführer gab es nicht. Schon der neue Ansatz, weg zu kommen von der alten Denke, je mehr brüchiger Fels, Steinschlag und Rosthaken desto heldenhafter und schöner, war damals ein großer, mutiger Schritt. Auch das Vorgehen, zu allen Routen Topos und Übersichtssymbole anzubieten statt mehr oder weniger kryptischer Textbeschreibungen, ist heute Standard.

    Als ich gesehen habe, was da alles an Klassikern in gutem Fels und modernen Touren drin stand, waren schnell ein paar Traumziele ausgemacht. Den Salbitschijen-Westgrat hätte ich sicherlich erst Jahre später für mich entdeckt und geklettert, wenn er mir dort nicht als Plaisirtour angeboten worden wäre...

    Es gibt eine Schnittmenge mit den alten Pause-Führern (Im schweren bzw. extremen Fels), die kannte ich damals aber noch nicht. Und das Thema Felsqualität und Absicherung wurde in den Pauseführern nur am Rand erwähnt bzw. verniedlichend abgehandelt. Praxistauglicher sind die modernen Führer natürlich schon, zum Auswählen und von der sprachlichen Qualität her sind die Pause-Bücher auch heute noch sehr schön zu lesen.
    Geändert von nunatak (11.01.2018 um 10:21 Uhr)

  2. Alter Hase

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    AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Ich glaub, ich muss meine Plaisirführer mal ersetzen, wenn ich das so lese hier...
    lohnt sich auf alle fälle. buchhandel und alle, die mit buchproduktion zu tun haben freut es. und außerdem war ich gelegentlichkeit schon überrascht, welche schwierigkeiten und welch anspruchsvolle absicherung ich teilweise als kleiner dicker früher gemeistert habe . immer vorausgesetzt, dass die neuen bewertungen nicht auf griffausbruch, hakenausbruch... zurückzuführen sind.

    @tuan: für dich gäbe es ja den "schweiz extrem".

  3. AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Die Plaisirführer (und auch "Schweiz extrem") waren für mich vor allem dahingehend ein Fortschritt, weil es sehr gute graphische Darstellungen und Einstufungen der Sportkletterrouten (ich meine hier als Abgrenzung zu kombinierten Bergsteigertouren) gab.

  4. Alter Hase

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    AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Mit dem ersten Plaisir habe ich damals auch angefangen.
    kann ich toppen (man bin ich ein alter sack!):bei meinen ersten schweizurlauben hatte känel das plaisirklettern noch gar nicht erfunden, das sind wir zufällig mal über den allerersten "schweiz extrem" gestolpert. damals noch gesamt-schweiz, und alle schwierigkeitsgrade in einem relativ dünnen bändchen vereint. in der folge sind dann auch die dolomitenausflüge zugunsten der schweiz immer weniger geworden. vorher wussten wir gar nicht, dass man in der schweiz so gut klettern kann, da haben wir in der schweiz eher an hochtouren gedacht.

    ja der alte pause ist textlich schon ein erlebnis, wobei die neue auflage ja textlich überarbeitet ist. müsste mal wieder ein bisschen drin schmökern. immer erinnerlich ist mir, wie er einen anscheinend wunderschönen bergsteigerfriedhof beschreibt, und mit den worten schließt: "welch große passion!" waren schon alles heroischer damals...

    @nunatak: wie ist den dein pause-zählerstand? weit weg von allen 100? wahrscheinlich nicht...
    Geändert von opa (11.01.2018 um 16:03 Uhr)

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    AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    kann ich toppen (man bin ich ein alter sack!):bei meinen ersten schweizurlauben hatte känel das plaisirklettern noch gar nicht erfunden, das sind wir zufällig mal über den allerersten "schweiz extrem" gestolpert. damals noch gesamt-schweiz, und alle schwierigkeitsgrade in einem relativ dünnen bändchen vereint. in der folge sind dann auch die dolomitenausflüge zugunsten der schweiz immer weniger geworden. vorher wussten wir gar nicht, dass man in der schweiz so gut klettern kann, da haben wir in der schweiz eher an hochtouren gedacht.

    ja der alte pause ist textlich schon ein erlebnis, wobei die neue auflage ja textlich überarbeitet ist. müsste mal wieder ein bisschen drin schmökern. immer erinnerlich ist mir, wie er einen anscheinend wunderschönen bergsteigerfriedhof beschreibt, und mit den worten schließt: "welch große passion!" waren schon alles heroischer damals...

    @nunatak: wie ist den dein pause-zählerstand? weit weg von allen 100? wahrscheinlich nicht...
    Stimmt, den alten Extrem habe ich ja auch noch irgendwo, habe aber Jahre nicht reingeschaut.

    Viele von denen, die Pause-Touren klettern, können die zugehörigen Pause-Texte auswendig zitieren. Bei Tourenberichten im Rocksports-Forum stehen die Zitate auch dabei, solche Sachen wie mit der "katzenhaften Geschmeidigkeit". Das trifft übrigens auch meinen Kletterstil ganz gut, zumindest beim Klimmzug-Ziehen ohne Felskontakt . Das mit dem Friedhof ist ein sehr gutes Beispiel für seine Wortgewalt. Deutlich lyrischer als dieser Satz, den ich mal im Rother Berner Alpen-Führer gefunden habe, wobei ich ihn in all seiner Schlichtheit eigentlich auch nicht schlecht finde: "Nun den Griffen und Tritten folgend bis zum Gipfel".

    Bin ein ganz bescheidender Pause extrem-Kletterer, habe gerade mal 6,5 Pausetouren (den unteren Teil des Bügeleisens will ich jetzt nicht wirklich als Pausetour zählen) auf dem Pausekonto. Es gibt halt nur eine kleine Überschneidung mit dem Schweiz Plaisir, und in den Ostalpen, wo der Schwerpunkt der Pausetouren liegt, war ich immer schon eher selten unterwegs. Ich habe meine Touren nicht nach dem Pause ausgesucht, ganz abgesehen davon, dass das meiste zu schwer ist für mich.

    Als ich gestern mal im Netz die Liste durchgegangen bin, war ich überrascht, dass doch einige tolle 5er und 6er-Touren drin sind, die auch heute noch so bewertet werden. Würde sich schon lohnen weiter zu sammeln...

  6. Alter Hase

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    AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen

    Bin ein ganz bescheidender Pause extrem-Kletterer, habe gerade mal 6,5 Pausetouren (den unteren Teil des Bügeleisens will ich jetzt nicht wirklich als Pausetour zählen) auf dem Pausekonto. Es gibt halt nur eine kleine Überschneidung mit dem Schweiz Plaisir, und in den Ostalpen, wo der Schwerpunkt der Pausetouren liegt, war ich immer schon eher selten unterwegs. Ich habe meine Touren nicht nach dem Pause ausgesucht, ganz abgesehen davon, dass das meiste zu schwer ist für mich.

    Als ich gestern mal im Netz die Liste durchgegangen bin, war ich überrascht, dass doch einige tolle 5er und 6er-Touren drin sind, die auch heute noch so bewertet werden. Würde sich schon lohnen weiter zu sammeln...
    na, früher habe ich ihn schon gelegentlich durchforstet auf der suche nach leichten touren ohne klettertechnische oder gar alpine anforderungen, wo man sich auch als kleiner dicker mal reintrauen kann. ein bischen was findet sich schon. ist aber ewig her, einen kleinen rückfall gab es letztes jahr mit den zuestoll- wobei ich da ja nur durchgeschleift worden bin. aber ich denke, schöne touren hätte es das schon noch. bräucht halt mehr zeit und vor allem: eine viel bessere form.

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    AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Welche Pausetouren bist du schon geklettert und welche haben dir am besten gefallen? Die Zuestoll-Südwand, von der du erzählt hast, nehme ich mir mit meinem allesvorsteigenden Bekannten aus der Pfalz im Herbst mal vor. So was ist alleine schon vom Zustieg her sicherlich ein geniales Erlebnis.

  8. Alter Hase

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    AW: Mehrsseillängen/Alpinklettern und Campen

    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Welche Pausetouren bist du schon geklettert und welche haben dir am besten gefallen? Die Zuestoll-Südwand, von der du erzählt hast, nehme ich mir mit meinem allesvorsteigenden Bekannten aus der Pfalz im Herbst mal vor. So was ist alleine schon vom Zustieg her sicherlich ein geniales Erlebnis.

    Wie gesagt, haben uns immer die besonders Harmlosen rausgesucht und sogar da sind Peinlichkeiten aller Art vorgekommen. 2-3 bin ich durchgeschleift worden (dg) einige kenne ich geplant nur zum Teil (tw) und Ausquerungen, Rückzüge waren auch dabei (RZ), teilweise kurz vor knapp. von daher schon die Frage: ist man eine Tour geklettert, wenn man alles oder fast alles hinterhergekrabbelt ist? Gilt die Micheluzzi bis zum Gamsband? Ich sag mal so: Irgendwie reingrumpelt und soweit vorgedrungen, dass ich noch einige aussagekräftige Erinnerungsfetzen haben sollte, wäre ich in folgende Touren (der Hinweis, dass ich da heutzutage nirgendwo mehr einen Stich machen würde, erübrigt sich eh, denke ich):
    Schweiz:
    - Kingspitze, NO-Wand
    - Tellistock, Inwyler / RZ
    - Graue Wand, Niederman
    - Hundstein S-Verschneidung / tw
    - Zuestoll, alte Süd / dg
    - Bügeleisen / tw


    Tannheimer:

    - Rote Flüh, S-Verschneidung

    Wetterstein:

    - Schüsselkarspitze, Direkte Süd
    - Schüsselkarspitze, Peters / Harringer /RZ

    Kaiser:

    - Vordere Karlspitze, Göttner
    - Fleischbank, Dülfer
    - Predigststuhl, Schüle Diem / Haslacher Behringer

    Berchtesgaden:

    - Großes Mühlsturzhorn, direkte S-Kante
    - Hoher Göll, kleiner Trichter

    Dolos / Brenta:

    - Guglia, Fehrmann
    - Rosengartenspitze, Steger / RZ
    - Ciavazes, Micheluzzi / tw
    - Tofana, Pilastro / dg
    - Cima Scotoni Lacedelli/ dg
    - Fiameskante

    Schon vieles Lohnende dabei. Die „Duchgeschleiften“ in den Dolos (Pilastro, Lacedelli) beeindrucken schon vor allem durch das Gemäuer. Klar, kein Eis, Gipfelhöhe irgendwas um die 3000, und von der Wandhöhe müsste mal die olle Tofana schon ein par mal aufeinanderstapeln, bis da ein Walkerpfeiler rauskommt. Also für die ganzen ZNGs hier, Becks, Vegareve und Konsorten, ist sowas wahrscheinlich eher ein alpiner Klettergarten. Einem KDG wie mir rutscht da beim Blick nach oben das Herz ganz schön in Richtung (damals wahrscheinlich noch) neonfarbene Tights! Für echten Klettergenuss waren mir die zu anspruchsvoll.

    Für mich die schönsten dürften gewesen sein:
    - Graue Wand – haben wir schon diskutiert

    - Micheluzzi , kenne ich nur bis zum Gamsband. Die hat mir aber so gut gefallen, dass ich mich tatsächlich aufraffen konnte, sie 2x zu klettern, weil ich beim ersten Mal an einigen Stellen noch am Fels vorbeigegriffen habe…

    - Tellistock: Grmpf, da fehlen mi die blöden Ausstiegsrisse. Die waren sowas von pitschnass, dass wir uns nicht hochgetraut haben, was eine eher bedingt zu empfehlende Rückzugsaktion notwendig gemacht hat. Kleiner Tipp: nach Regenfällen vielleicht besser ein paar Tage zuwarten, sonst kann es ganz oben noch unangenehm werden. Ansonsten Supertour!

    - Im Kaiser hat mir die Schüle / Diem am Predigtstuhl noch besser gefallen als die Dülfer an der Fleischbank gegenüber.

    - Schüsselkar sind beide klasse. In der Peters / Harringer haben wir so richtig eines auf die Fresse bekommen (RZ), aber da kann die Tour ja nichts dafür, wenn wir zu klein und dick sind…

    - Hundstein S-Verschneidung, hätte ich als schöne, gut abgesicherte (sanierte) Genusstour abgespeichert. "offiziell" gehört da ja eine tour am vorgelagerten turm dazu, haben wir damals ausgelassen.

    - Zuestoll hatten wir auch schon

    - bügeleisen hätte ich auch als genüsslich (bis auf eine plattige stelle unten ) in erinnerung, halt aber nur den unteren teil, obenraus kenn ich nicht.

    Ein Erlebnis waren Sie aber alle, wenn auch teilweise für einen kleinen Dicken wie mich deutlich jenseits des Genussbereichs. Wenn ich da irgendwann mal meine Wampe hochwuchten konnte, dann sollten die Touren für dich sicher alle machbar sein. Kannst gerne Fragen, muss aber schon vorwarnen. Das ist , außer Zuestoll natürlich, alles schon ewig und drei Tage her. Da kann sich einiges geändert haben, manches, was ich noch als „gut sortierten Gemüseladen“ kennengelernt habe (=Rost-Gurken aller Art), sollte mittlerweile saniert sein. Irgendwelche Aufzeichnungen, Bilder… habe ich auch nicht. Tourenbuch befindet sich ein paar Zentimeter oberhalb des Halses und ist definitiv nicht alterungsbeständig…
    Geändert von opa (15.01.2018 um 14:19 Uhr)

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    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen

    Bin ein ganz bescheidender Pause extrem-Kletterer, habe gerade mal 6,5 Pausetouren (den unteren Teil des Bügeleisens will ich jetzt nicht wirklich als Pausetour zählen) auf dem Pausekonto. Es gibt halt nur eine kleine Überschneidung mit dem Schweiz Plaisir, und in den Ostalpen, wo der Schwerpunkt der Pausetouren liegt, war ich immer schon eher selten unterwegs. Ich habe meine Touren nicht nach dem Pause ausgesucht, ganz abgesehen davon, dass das meiste zu schwer ist für mich.

    Als ich gestern mal im Netz die Liste durchgegangen bin, war ich überrascht, dass doch einige tolle 5er und 6er-Touren drin sind, die auch heute noch so bewertet werden. Würde sich schon lohnen weiter zu sammeln...
    welche touren kennst du dann noch, außer dem grundschartner und dem bügeleisen?

    ps: graue wand has du natürlich auch schon - damit für meinen geschmack fast die schönste!
    Geändert von opa (15.01.2018 um 18:03 Uhr)

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    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, haben uns immer die besonders Harmlosen rausgesucht und sogar da sind Peinlichkeiten aller Art vorgekommen. 2-3 bin ich durchgeschleift worden (dg) einige kenne ich geplant nur zum Teil (tw) und Ausquerungen, Rückzüge waren auch dabei (RZ), teilweise kurz vor knapp. von daher schon die Frage: ist man eine Tour geklettert, wenn man alles oder fast alles hinterhergekrabbelt ist? Gilt die Micheluzzi bis zum Gamsband? Ich sag mal so: Irgendwie reingrumpelt und soweit vorgedrungen, dass ich noch einige aussagekräftige Erinnerungsfetzen haben sollte, wäre ich in folgende Touren (der Hinweis, dass ich da heutzutage nirgendwo mehr einen Stich machen würde, erübrigt sich eh, denke ich):
    Schweiz:
    - Kingspitze, NO-Wand
    - Tellistock, Inwyler / RZ
    - Graue Wand, Niederman
    - Hundstein S-Verschneidung / tw
    - Zuestoll, alte Süd / dg
    - Bügeleisen / tw


    Tannheimer:

    - Rote Flüh, S-Verschneidung

    Wetterstein:

    - Schüsselkarspitze, Direkte Süd
    - Schüsselkarspitze, Peters / Harringer /RZ

    Kaiser:

    - Vordere Karlspitze, Göttner
    - Fleischbank, Dülfer
    - Predigststuhl, Schüle Diem / Haslacher Behringer

    Berchtesgaden:

    - Großes Mühlsturzhorn, direkte S-Kante
    - Hoher Göll, kleiner Trichter

    Dolos / Brenta:

    - Guglia, Fehrmann
    - Rosengartenspitze, Steger / RZ
    - Ciavazes, Micheluzzi / tw
    - Tofana, Pilastro / dg
    - Cima Scotoni Lacedelli/ dg
    - Fiameskante

    Schon vieles Lohnende dabei. Die „Duchgeschleiften“ in den Dolos (Pilastro, Lacedelli) beeindrucken schon vor allem durch das Gemäuer. Klar, kein Eis, Gipfelhöhe irgendwas um die 3000, und von der Wandhöhe müsste mal die olle Tofana schon ein par mal aufeinanderstapeln, bis da ein Walkerpfeiler rauskommt. Also für die ganzen ZNGs hier, Becks, Vegareve und Konsorten, ist sowas wahrscheinlich eher ein alpiner Klettergarten. Einem KDG wie mir rutscht da beim Blick nach oben das Herz ganz schön in Richtung (damals wahrscheinlich noch) neonfarbene Tights! Für echten Klettergenuss waren mir die zu anspruchsvoll.

    Für mich die schönsten dürften gewesen sein:
    - Graue Wand – haben wir schon diskutiert

    - Micheluzzi , kenne ich nur bis zum Gamsband. Die hat mir aber so gut gefallen, dass ich mich tatsächlich aufraffen konnte, sie 2x zu klettern, weil ich beim ersten Mal an einigen Stellen noch am Fels vorbeigegriffen habe…

    - Tellistock: Grmpf, da fehlen mi die blöden Ausstiegsrisse. Die waren sowas von pitschnass, dass wir uns nicht hochgetraut haben, was eine eher bedingt zu empfehlende Rückzugsaktion notwendig gemacht hat. Kleiner Tipp: nach Regenfällen vielleicht besser ein paar Tage zuwarten, sonst kann es ganz oben noch unangenehm werden. Ansonsten Supertour!

    - Im Kaiser hat mir die Schüle / Diem am Predigtstuhl noch besser gefallen als die Dülfer an der Fleischbank gegenüber.

    - Schüsselkar sind beide klasse. In der Peters / Harringer haben wir so richtig eines auf die Fresse bekommen (RZ), aber da kann die Tour ja nichts dafür, wenn wir zu klein und dick sind…

    - Hundstein S-Verschneidung, hätte ich als schöne, gut abgesicherte (sanierte) Genusstour abgespeichert. "offiziell" gehört da ja eine tour am vorgelagerten turm dazu, haben wir damals ausgelassen.

    - Zuestoll hatten wir auch schon

    - bügeleisen hätte ich auch als genüsslich (bis auf eine plattige stelle unten ) in erinnerung, halt aber nur den unteren teil, obenraus kenn ich nicht.

    Ein Erlebnis waren Sie aber alle, wenn auch teilweise für einen kleinen Dicken wie mich deutlich jenseits des Genussbereichs. Wenn ich da irgendwann mal meine Wampe hochwuchten konnte, dann sollten die Touren für dich sicher alle machbar sein. Kannst gerne Fragen, muss aber schon vorwarnen. Das ist , außer Zuestoll natürlich, alles schon ewig und drei Tage her. Da kann sich einiges geändert haben, manches, was ich noch als „gut sortierten Gemüseladen“ kennengelernt habe (=Rost-Gurken aller Art), sollte mittlerweile saniert sein. Irgendwelche Aufzeichnungen, Bilder… habe ich auch nicht. Tourenbuch befindet sich ein paar Zentimeter oberhalb des Halses und ist definitiv nicht alterungsbeständig…
    Beeindruckende Leistung, du hast wirklich faustdick Pausetouren hinter den Ohren Danke auch für die Fülle an Infos! Womit ja auch geklärt wäre, wer von uns schon mehr Klassiker geklettert ist. Ob jetzt ganz hoch oder mit Rückzug oder Seilzug von oben, drin sein in solchen Touren kann einem keiner nehmen. Bei deiner Pilastro-Begehung nehme ich mal an, dass du bei einer so steilen, langen Tour den einen oder anderen schweren Zug auch frei klettern musstest. So mancher hier hat ja schon den leisen Verdacht geäußert, dass du nicht nur im Jammern gut bist, auch jetzt noch als Volumenkletterer

    Es gibt natürlich fast so viel Klassiker gibt wie Touren und so ist es kein Wunder, dass ich den einen oder anderen Non-Pause-Klassiker geklettert bin, den du bisher noch nicht kennst, z.B im MB-Gebiet oder evtl. auch im Bergell, und manche Neoklassiker.

    Auf jeden Fall ist deine Auswahl eine feine Inspiration für die kommenden Jahre, einiges klingt wirklich verlockend und machbar. Tellistock hatte ich auch schon überlegt, wäre für mich aber schon sehr an der Grenze. Kingspitze ist für Juni geplant, Zuestoll im September. Den Quergang in der Micheluzzi sollte man sich natürlich auch nicht entgehen lassen, der Rest der Tour ist glaube ich dann nicht so entscheidend.

    Hier meine Pause Extrem-Touren, ein Großteil deckt sich mit deinen:

    Urner:
    - Graue Wand, Niedermann
    - Salbitschijen Westgrat

    Zillertaler:

    - Grundschartner Nordkante

    Tannheimer:

    - Rote Flüh, S-Verschneidung

    Kaiser:

    - Fleischbank, Dülfer

    Brenta:

    - Guglia, Fehrmann

    Bergell:

    - Bügeleisen (unterer Teil)

    Am beeindruckendsten finde ich immer noch die 34 SL des Salbitschijen-Westgrats, ist inzwischen schon über 20 Jahre her... Die Graue Wand ist schon sehr schön, geht aber fast ein wenig unter im Meer der super-schönen bis super-super-schönen Touren in der Zentralschweiz. Dammazwillinge, Eldorado, andere Salbittouren, Feldschijen-Westgrat, Via Amici am Lochberg, Sagittarius, Siebenschläfer am Handegg, Röstipfeiler an den Gelmerhörnern etc., da fällt es mir schwer mich zu entscheiden.


    Von der Linie für die damalige Zeit war ich von der Fleischbank Dülfer sehr begeistert. Dass du die Predigststuhl Schüle-Diem noch besser fandst, ist ein guter Grund, auch das mal anzugehen mit einem fitten Partner.

    Man muss schon ein bisschen recherchieren, um die sanierten Pause-Touren und eine objektive Aussage zur heutigen Absicherung zu finden. So was wie die Pilastro mit schlecht absicherbarer schwerer Wandkletterei und ausschließlich Normalhaken finde ich schon sehr heftig, in so was traue ich mich auch in Zukunft nicht rein. Sanierte Kalktouren wie die Kingspitze oder gut absicherbare Touren mit wenig oder keinen Bohrhaken in moderater Schwierigkeit finde ich dagegen z.T. schon interessant. Man muss halt nur die Zeit und passendes Wetter dafür finden. Abgespeckte Kalktouren ziehen mich auch nicht wirklich an, die Schlüsselseillänge in der Roten Flüh fand ich nicht wirklich schön. Die Dülfer an der Fleischbank hat natürlich auch ein paar abgespeckte Stellen, insgesamt ist sie aber nicht übermäßig poliert und diese Stellen werten ihre Schönheit nicht ab.

    Wenn ich mich für eine Pause-Wunschtour entscheiden müsste, wäre es der Teufelsgrat zum Tacul. Das nehme ich mir seit ein paar Jahren vor, hat bisher zeitlich aber wegen der Familie, den Verhältnissen und anderen Touren leider nie geklappt. Ist sicherlich eine geniale Kombination aus anspruchsvoller Hochtour und toller Kletterei auf 5 Viertausender. Und um mal wieder zum Thema zurückzukommen: Man kann nicht weit weg vom Einstieg schön biwakieren, da gibt es auch einige andere schöne Klettereien im Bereich 5-6.

    Geändert von nunatak (16.01.2018 um 08:55 Uhr)

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    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Beeindruckende Leistung, du hast wirklich faustdick Pausetouren hinter den Ohren Danke auch für die Fülle an Infos! Womit ja auch geklärt wäre, wer von uns schon mehr Klassiker geklettert ist.
    danke danke, auch wenn es natürlich schamlos übertrieben ist! in der summe bist du sicher viel mehr und vor allem die anspruchsvolleren touren geklettert. wenn man ehrlich ist, bin ich zwar schon einiges noch mit rostgurken geklettert, aber halt schon die vielebegangenen modetouren, die eigentlich alle noch zum technisch klettern eingerichtet waren. als kind des rotpunktgedankens war ich zwar meist (bei weitem nicht immer ergfolgreich ) um eine freie begehung bemüht. aber wenn man ehrlich ist, musstest du in den touren kaum mal im 6ten grad zwingend vom haken wegklettern. das sieht im eldorado sicher ganz anders aus!!!

    das sich bei mir vielleicht ein oder zwei pausetouren mehr eingeschlichen haben (wobei der salbit westgrat schon für mehrere pausetouren gilt) liegt sicher auch am wohnort. hatte es es halt für wochenendausflüge immer näher in die ostalpen, wo die plaisirerschließung nach meiner erinnerung deutlich später angefangen hat. so als kleiner dicker musstest du da fast die klassiker klettern, wei das die leichtesteten waren. neues zeugs war meistens zu schwer.

    ach ja , der salbit. das wäre schon auch was... über den teufelgrat bin ich auch schon mal gestolpert.d er sieht auf den bilder echt toll aus, un ich musss zu meiner schande gestehen, dass ich noch nie auf einem 4.000er war. dal könnte man da auch was dagegen tun. wird aber in dem leben eher nichts mehr.

    kleiner tipp: geschmäcker sind verschieden, aber die kingspitze fand ich im vergleich zum tellistock eher durchschnittlich. also ich würde eher die inwyler vorziehem. tellistock hatte zwar zwei 7- seillängen, aber die hätte ich nicht als sonderlich dramatisch in erinnerung. haben sich auf alle fälle gelich anstandslos ergeben, un 7- im traditionell abgesichertr touren bin ich auch in jungen jahren nicht alle tage einfach so wegggeklettert. waren entweder selten sternstunden oder halt leicht bewertet.

    so, jetzt könnten tuan und die anderen hardcorer noch die knackigeren pausetouren beisteuern. mals sehn, wie viele wir hier zusammenbekommen...

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    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    kleiner tipp: geschmäcker sind verschieden, aber die kingspitze fand ich im vergleich zum tellistock eher durchschnittlich. also ich würde eher die inwyler vorziehem. tellistock hatte zwar zwei 7- seillängen, aber die hätte ich nicht als sonderlich dramatisch in erinnerung. haben sich auf alle fälle gelich anstandslos ergeben, un 7- im traditionell abgesichertr touren bin ich auch in jungen jahren nicht alle tage einfach so wegggeklettert. waren entweder selten sternstunden oder halt leicht bewertet.

    so, jetzt könnten tuan und die anderen hardcorer noch die knackigeren pausetouren beisteuern. mals sehn, wie viele wir hier zusammenbekommen...
    Tellistock ist sicherlich eine beeindruckende Tour. Im Moment fällt mir als Partner dafür aber nur ein Freund aus der Pfalz ein, der die aber schon geklettert ist. Ist so ein wendenstöckiger Typ, der letztes Jahr Scheidegg-Wetterhorn geklettert ist... Zufälligerweise ist er ein paar leichtere Pausetouren noch nicht geklettert, darunter eben die Kingspitze und auch die von dir Gelobte am Predigstuhl. Bei der Kingspitze ist sicherlich der Abstieg ziemlich anspruchsvoll. Manchen gefällt die Tour super, anderen nicht so gut. Ein großer Klassiker ist sie aber bestimmt, Durchschnitt wahrscheinlich eher für diejenigen, die schon einige Touren in dieser Preisklasse geklettert sind...

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    Tellistock ist sicherlich eine beeindruckende Tour. Im Moment fällt mir als Partner dafür aber nur ein Freund aus der Pfalz ein, der die aber schon geklettert ist. Ist so ein wendenstöckiger Typ, der letztes Jahr Scheidegg-Wetterhorn geklettert ist... Zufälligerweise ist er ein paar leichtere Pausetouren noch nicht geklettert, darunter eben die Kingspitze und auch die von dir Gelobte am Predigstuhl. Bei der Kingspitze ist sicherlich der Abstieg ziemlich anspruchsvoll. Manchen gefällt die Tour super, anderen nicht so gut. Ein großer Klassiker ist sie aber bestimmt, Durchschnitt wahrscheinlich eher für diejenigen, die schon einige Touren in dieser Preisklasse geklettert sind...
    abstieg kingspitze hätte ich als lang in erinnerung, aber wir hatten keine besonderen probleme. und wir waren schon immer große spezialisten im probleme finden bei anspruchsvollen abstiegen - wenn klettergarten-heinis aufs gebirge losgelassen werden halt.

    also so schlecht war die kingspitze auch nicht, kann man freilich mal machen! ich erinnere mich halt an langes schrofengelände im zustieg, oben raus auch nochmal, und dazwischen meine ich, eher so seltsam geschichtetes eher glattes gestein. und so richtig gute seillängen wie der quergang am tellistock wären mir auch nicht erinnerlich. ist aber über 20 jahre her, vielleicht ist sie viel schöner als ich mich erinnere!

    viel spass auf alle fälle!

    tellistock solltest du meiner einschätzung nach keinen leitungstärkeren partner als sicherhheitsreserve benötigen. wenn ich da schon mal (fast) raufgekommen bin, sollte es für dich kein problem sein!

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    Zitat Zitat von opa Beitrag anzeigen
    das sich bei mir vielleicht ein oder zwei pausetouren mehr eingeschlichen haben (wobei der salbit westgrat schon für mehrere pausetouren gilt) liegt sicher auch am wohnort. hatte es es halt für wochenendausflüge immer näher in die ostalpen, wo die plaisirerschließung nach meiner erinnerung deutlich später angefangen hat. so als kleiner dicker musstest du da fast die klassiker klettern, wei das die leichtesteten waren.
    Da hast du recht, wobei es schon auch leichtere Klassiker in den Ostalpen gibt als die Pause extrem-Touren, teils aber bei bescheidener Felsqualität.

    Würde ich nicht im Westen von BW wohnen, hätte es mich wohl auch eher in die Ostalpen gezogen. Hängt sicherlich aber auch mit den Tourenpartnern zusammen, ob die Pausetouren sammeln und einen zu solchen Touren motivieren oder doch eher die Plaisirführer das Referenzwerk sind. In den wenigen Ostalpen-Klassikern, mit denen ich zu Jugendzeiten begonnen habe (3er-Touren Gimpel, Sellatürme, nach ein paar Jahren Kletterpause später auch mal die Gelbe U im Wetterstein) haben mich immer die abgespeckten Passagen und teils auch schlechter Fels etwas gestört. Im Schweizer Granit erlebt man so etwas natürlich nicht. Und Granit ist meist nicht sehr steil, was meinem plattenhaften Gemüt entgegen kommt.

    Vielleicht hatte ich auch einfach ein bisschen Pech, dass ich nicht gleich zu Beginn meiner Klettererfahrungen in Kalktouren gelandet bin, die mir wirklich gut gefallen haben .

  15. Freak Moderator
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    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Im Schweizer Granit erlebt man so etwas natürlich nicht.
    ?!

    Fand bspw. die Grimselplatten ziemlich speckig.

    Natürlich ist eine Hochgebirgskletterei an einem Granit-Dreitausender von der Begehungsfrequenz nicht vergleichbar zu irgendwas, wo Du vom Gimpelhaus oder dem Stripsenjochhaus in paar zehn Minuten am Einstieg stehst.
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    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    ?!

    Fand bspw. die Grimselplatten ziemlich speckig.

    Natürlich ist eine Hochgebirgskletterei an einem Granit-Dreitausender von der Begehungsfrequenz nicht vergleichbar zu irgendwas, wo Du vom Gimpelhaus oder dem Stripsenjochhaus in paar zehn Minuten am Einstieg stehst.
    Sind Grimselplatten nicht Naturspeck? Die Korngröße des Gesteins scheint mir dort sehr vom Gebiet/Sektor abzuhängen, von sehr glatt/speckig bis sehr rauh ist in der Grimselregion alles vertreten, mehr oder weniger unabhängig von der Frequentierung. Es gibt aber schon selten auch mal abgespeckte Stellen im Granit bei extrem häufig begangenen Roten (Klettergarten etc.)

    Es gibt schon auch sehr stark begangene Granit-Dreitausender. Hier mal ein kleiner Ausschnitt der Riesengruppe hinter uns am Gletschhorn-Südgrat, insgesamt mind. 10 Seilschaften.



    Auch im Cosmiquegrat an der Aiguille de Midi habe ich mich gefühlt wie in der Warteschlange an der Supermarkt-Kasse, nur bei etwas hübscherer Aussicht... Wie du schreibst hängt es aber tatsächlich stark von Zustiegsdauer, Ambiente, Bekanntsheitsgrad, Wetteranfälligkeit, Wochentag, Absicherung, Felsquailität und Schwierigkeit ab, wie groß der Andrang letztlich ist. Dementsprechend geht es in vielen Granitgraten mit etwas Glück ruhiger zu.
    Geändert von nunatak (16.01.2018 um 13:47 Uhr)

  17. Freak Moderator
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    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen
    Es gibt schon auch sehr stark begangene Granit-Dreitausender. Hier mal ein kleiner Ausschnitt der Riesengruppe hinter uns am Gletschhorn-Südgrat, insgesamt mind. 10 Seilschaften.
    Wenn das die ganze Tagesration ist, wäre das IMHO nicht eben viel.
    Außerdem hat es dort am Grat wohl so gut wie keinen obligatorischen Tritt oder Griff, jeder geht (leicht) woanders. 3er Gelände halt.

    Aber schönes Bild
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  18. Dauerbesucher
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    ja, ungefähr eine Belegungsdichte wie auf einem Wanderweg. Vor uns und hinter der Riesengruppe kamen dann noch weitere Seilschaften. War für eine schweizer Sektionstour auch ein ziemliches Chaos und Geschnatter. Beim Abstieg sind dann auch noch zwei im Schneefeld abgerutscht, zum Glück ist nichts passiert.

  19. Alter Hase

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    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    ?!

    Fand bspw. die Grimselplatten ziemlich speckig.

    Natürlich ist eine Hochgebirgskletterei an einem Granit-Dreitausender von der Begehungsfrequenz nicht vergleichbar zu irgendwas, wo Du vom Gimpelhaus oder dem Stripsenjochhaus in paar zehn Minuten am Einstieg stehst.
    wobei ich schon denke, dass der granit eher seine ursprungsstruktur erhält und nicht so abspeckt. speck im kalk liegt ja nach meinem kenntnisstand hauptsächlich daran, dass kalk mit säure (handschweiß) reagiert, granit nicht.

  20. Alter Hase

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    Zitat Zitat von nunatak Beitrag anzeigen

    Vielleicht hatte ich auch einfach ein bisschen Pech, dass ich nicht gleich zu Beginn meiner Klettererfahrungen in Kalktouren gelandet bin, die mir wirklich gut gefallen haben .
    na, ich habe dafür das pech, dass ich mit dem plattenschleichen wenig bis gar nicht zurechtkomme. wobei es ja auch in der schweiz ganz hervorragenenden kalk gibt. und oberreintal kenne ich sehr wenig, hat mich aber von der felsqualität durchaus überzeugt. schüsselkar im übrigen auch, das soltest du dir auch mal anschauen.

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