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  1. Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #1
    Bei meiner letzten Tour hatte ich - dank neuem Ultraleicht-Schlafsack - ein für mich neues Problem: Wenn man sich durchgefroren und mit kalten Füßen in den Schlafsack legt, braucht der ewig, bis er sich aufwärmt. Wo nicht viel Wärme ist, kann wohl auch nicht viel Wärme reflektiert werden

    Klar, eine Lösung wäre wohl, einen wärmeren Schlafsack zu kaufen, aber andererseits war meiner schon ausreichend warm, sobald sich die Wärme mal aufgebaut hatte. Trotzdem überlege ich, wie ich da optimieren kann. Ein paar Ideen:

    - Der Klassiker: Wasser erhitzen, in ne Flasche füllen, in den Schlafsack legen. Das ist aber erstens Arbeit, zweitens verbraucht das kostbaren Treibstoff, drittens müsste ich dafür eine extra Flasche mitschleppen. Begeistert bin ich von dieser Lösung also nicht.

    - Zumindest die Füße mit Daunen-Booties wieder warm kriegen. Die leichtesten, die ich gefunden habe, sind Western Mountaineering Flash Booties mit real ~100g Gewicht. Momentan meine favorisierte Lösung, allerdings heizen die ja nur die Füße. Vielleicht bringt es was, ein paar Kniebeugen zu machen, bevor man in den Schlafsack steigt, vielleicht nicht

    -Handwärmer, wobei es auch da zwei Möglichkeiten gäbe: Einweg oder Mehrweg. Die Einwegdinger wären extrem unkompliziert und halten lange. Aber auf einer längeren Tour kommt dann doch ganz schön viel Gewicht zusammen.

    Eleganter wären da die Mehrweg-Handwärmer. Der Haken: Wieder nutzbar macht man die ja in kochendem Wasser, ich könnte sie also beim abendlichen Kochen aufladen, während ich Wasser für mein Essen aufkoche. Nur traue ich der Sache nicht ganz, evtl. geraten dabei irgendwelche Stoffe aus dem Plastik ins Wasser, da bei Handwärmern die Lebensmittelechtheit wohl eher eine untergeordnete Rolle spielt.
    Eine Lösung wäre es, den Handwärmer beim Kochen in eine Kochbeutel zu geben. Diese Lösung werde ich wohl mal ausprobieren. Hat jemand eine Empfehlung für einen möglichst hochwertigen Taschenwärmer dieser Art?

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  2. Dauerbesucher
    Avatar von Antracis
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #2
    Bei mir ist das meist so ein gestuftes Aufwärmen, dass sich ganz von alleine ergibt.

    - In durchgeschwitzen Klamotten erschöpft, im Wind/Regen in der Kälte vor dem Zelt: Unangenehm kalt

    - Ab ins Innenzelt und Schotten dicht: Schon nicht mehr so schlimm

    - fettreichen kalten Snack essen: wärmt mit verzögerung.

    - Nasse Klamotten ausziehen und mit feuchtem Tuch abreiben: Schon deutlich besser

    - Alles an trockenen und warmen Klamotten was ich habe anziehen, auch Mütze und Handschuhe: Gut.

    - Ab in den Schlafsack: Mehr als gut.

    - Heisse Tasse Tee trinken: Langsam wirds warm.

    - heisses fettreiches Essen im Schlafsack essen: Mir wird richtig warm und ich muss anfangen, wieder Sachen auszuziehen, damit ich nicht schwitze.

    Kalte Füsse hab ich eh selten, die sind aber meist nach 15 Minuten in trockenen Socken und im Schlafsack weg.

  3. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #3
    anstatt der daunen-booties ein paar richtig dicke socken und-oder lange unterwäsche, dass hätte den vorteil auch ansonsten noch genutzt werden zu können. die daunen-booties sind in der nutzung schon sehr eingeschränkt.
    An diesem Tag habe ich alles gelernt, was man über das Scheitern wissen muß.

    Käpt´n Blaubär

  4. Anfänger im Forum
    Avatar von Bankhar
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #4
    Ich finde für mich am störendsten wenn ich kalte Füße im Schlafsack habe. Hält dies länger an, ist erholsamer Schlaf kaum angesagt. Also nachdem ich ins Zelt gekrabbelt bin ein trochenes T-shirt oder dünnen Fleece sowie eine trochene knielange short angezogen, dann dazu Socken. Bei kalten Füße meine Reservewandersocken, ansonsten dünne Wollsocken. Denn ohne Socken liege ich eh nicht gerne im Schlafsack. Wenn mir vorher wirklich kalt war noch eine Mütze auf den Kopf. Handschuhe habe ich im Schlafsack noch nie getragen. Zuviel mag ich auch nicht anziehen, da ich keine Lust habe mich wenns wärmer geworden ist wieder aus allem raus zu wursteln.

  5. Vorstand
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #5
    a. Eine Wärmflasche mit heißem Wasser.
    Ein Grund mehr für die 1-l-Nalgene, vor allem: Sie bleibt dicht. Morgens ist auch bei Minusgraden das Wasser darin noch lauwarm, d.h. man braucht weniger Treibstoff für den Kaffee.

    b. Ingwertee (heißes Wasser auf Scheiben frischen Ingwers, noch ein Stück Zitronenschale dazu ist auch toll): Macht warme Füße, warum auch immer

    c. Was essen. Am besten was Warmes. Derweil kann schon mal die Wärmflasche den Schlafsack anwärmen

    d. Noch ein paarmal ums Zelt rennen zum Aufwärmen

    e. Erfahrungswert: Daunenbooties wärmen auch nur, wenn einem nicht schon sehr kalt ist.

  6. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #6
    Wenn ich nach einem Tourtag platt bin, koche ich Wasser für Futter, zu mehr bin ich nicht in der Lage. Bei mir:

    Baumwollschlafshirt. Das wärmt.
    Inlett
    VBL Dampfsperre

    Nach einer halben Stunde ist das Frieren weg. Gehört auch dazu, irgendwie.
    Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. F. W. Nietzsche

    Nordlicht bleibt Nordlicht und Tüdelkram is Tüdelkram.

  7. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #7
    Wollsocken

  8. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #8
    Danke für die Antworten

    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Ingwertee (heißes Wasser auf Scheiben frischen Ingwers, noch ein Stück Zitronenschale dazu ist auch toll): Macht warme Füße, warum auch immer
    Das ist interessant! Ingwer wird ja nachgesagt, dass er die Durchblutung fördert und ich reagiere auf Ingwer tatsächlich mit "innerer Hitze", was im Alltag eher unangenehm ist, aber hier natürlich genau das, was man will.

    Auf Kälte reagiert der Körper ja, indem eine Verengung der Gefäße das Blut aus den äußeren Hautschichten zurückhält, um ein weiteres Auskühlen zu verhindern. Wenn man das im Schlafsack quasi auf Knopfdruck wieder aufheben könnte, wäre das optimal.

    Das probier ich - danke für den Tipp!

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Freierfall
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #9
    Zitat Zitat von Reddo Beitrag anzeigen
    Vielleicht bringt es was, ein paar Kniebeugen zu machen, bevor man in den Schlafsack steigt,
    Ich mache das, falls ich nach Klamottenwechsel etc. immer noch unterkühlt bin, tatsächlich so. Auch Crunches *im Schlafsack* funktionieren, zb. wenn es einem Nachts kalt wird...

  10. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #10
    Erstmal dafür sorgen, dass man gar nicht so sehr auskühlt. Also rechtzeitig warm genug anziehen, am Lagen feuchte, durchgeschwitzte Sachen gleich durch warme, trockene ersetzen, Daunenjacke und Mütze/Kapuze überziehen, dicke Wollsocken, ...
    Wenn es doch mal dazu kommt: nasse Sachen schnell durch trockene ersetzen, fettreich und heiß essen und Tee trinken, beim Kochen schon im Schlafsack sitzen, wenn das Zelt und der Kochplatz das zulassen.

    Extras dafür mitnehmen würde ich nicht. Das muss eigentlich mit Bordmitteln funktionieren. Egal, was du überziehst, die Wärme musst du schon selbst aufbringen und die Schichten anwärmen. Man kann nur die Wärme-Rückhaltung optimieren. Oder eben die heiße Flasche oder eine elektrische Heizdecke
    *Kalender: Papageitaucher 2017*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  11. Moderator
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    Avatar von Buck Mod.93
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #11
    Meiner Meinung nach, hat man am Abend im Zelt folgende Probleme:

    1. Feuchtigkeit

    Egal, wie moderat die Bewegung am Tag war, nach dem Zeltaufbau hat man vor allem in der Schicht, die direkt auf der Haut getragen wird, immer mit Feuchtigkeit zu kämpfen. Begibt man sich nun mit dieser klammen Kleidung in einen Raum, dessen Luftfeuchtigkeit bereits nach kurzer Zeit gesättigt ist (Schlafsack) und dessen Austausch mit weniger feuchter Luft einzig über die Öffnung am Kopf bzw. den halb geöffneten Reißverschluss stattfindet, dauert das Trocknen der Kleidung lange und man hat demnach auch lange mit Verdunstungskälte zu kämpfen (Vom negativen Effekt auf die Isolation der Schlafsackfüllung mal abgesehen). Verhindert man die Verdunstung der Feuchtigkeit noch zusätzlich durch das darüber ziehen weiterer Schichten, wird dieser Effekt noch verstärkt. Fällt das Thermometer am Abend unter 0 Grad Celsius und man zieht sich im Zelt einmal komplett aus, fällt auf, dass auch die Hornhaut der Füße sich mit Feuchtigkeit vollgesogen hat.
    Die Devise lautet also; Erst trocknen, dann isolieren.

    2. Durchblutung der Extremitäten

    Ich spreche jetzt von Tagestemperaturen unter -20 Grad Celsius, bei denen der Körper vor allem in Ruhephasen immer wieder dazu neigt, die Extremitäten weniger stark zu durchbluten, um die Wärme am Torso zu bündeln. Begibt man sich nach dem Zeltaufbau in eine Ruhephase, tritt dieser Effekt wieder auf, jedoch ohne Aussicht auf eine Förderung der Durchblutung durch Bewegung. Begebe ich mich in diesem Zustand mit klammer Kleidung in den Schlafsack, werde ich mit hoher Wahrscheinlichkeit frieren.

    Mein Vorgehen

    Nach dem Zeltaufbau, bevor ich wieder "gemütlich" werde alles bis auf die Unterhose ausziehen. So lange, wie es angenehm ist, ausharren, um Feuchtigkeit auf der Haut und in der Hornhaut verdunsten zu lassen. Trockene lange Unterwäsche anziehen.
    Dann (wichtig): Kreislauf anregen, bevor ich in den Schlafsack gehe. Auf Wintertouren gerne ein paar Liegestütze, weil sich für etwas anderes kein Platz findet. Die Füße werden bei Bedarf zu den Zehenspitzen hin massiert. Sollte es in absehbarer Zeit nicht möglich sein, die klamme Unterwäsche zu trocknen, ziehe ich sie, so lange ich noch nicht im Schlafsack bin, über die trockene lange Unterwäsche an, damit die Feuchtigkeit an der Oberfläche verdunstet und demnach keine weiteren Schichten durchdringen muss.

  12. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #12
    Meine Methode funktioniert nur mit Wasser in der Nähe - was bei meinem Sport, dem Kajakfahren, immer der Fall ist. Aber auch sonst biwakieren ja viele gerne in der Nähe von Wasser.

    Nachdem das Zelt aufgebaut ist und eine Thermoskanne heißer Tee bereitsteht, raus aus den klammen Klamotten und rein in den Bach/See. Danach gut abtrocknen und alles anziehen, was man an warmen Klamotten hat. Fettes Essen zubereiten und die Heizung geht an!

    Wenn es richtig kalt ist, gehe ich allerdings mit meinem Neoprenboots ins Wasser und wasche mich nur ohne ganz unterzutauchen. Sonst werde meine Füße nicht mehr warm, wenn sie im kalten Wasser und dann im Schnee/auf dem kalten Boden stehen.

    Wenn mir richtig warm ist, nehme ich die klammen Klamotten in einem dichten Packsack mit in den Schlafsack. Dann ist es am morgen etwas angenehmer, sie wieder anzuziehen.

  13. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #13
    Zitat Zitat von Katsche Beitrag anzeigen
    Nachdem das Zelt aufgebaut ist und eine Thermoskanne heißer Tee bereitsteht, raus aus den klammen Klamotten und rein in den Bach/See. Danach gut abtrocknen und alles anziehen, was man an warmen Klamotten hat. Fettes Essen zubereiten und die Heizung geht an!
    Falls man nicht ganz rein will: Einfach die Hände und Füße in eiskaltes Wasser tauchen (oder mit Schnee einreiben), danach gut abtrocknen und warm einpacken. Nach 10 min sind sie heiß wie Feuer ;)

    Ansonsten darf ich gar nicht erst auskühlen. Also sofort umziehen/mehr Kleidung anziehen. Falls man doch zu sehr auskühlt: 5 min Hopserlauf bringt den ganzen Kreislauf in Schwung und macht warm, danach sofort in Schlafsack.

  14. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #14
    50 hampelmänner machen bevor du in den schlafsack gehst, danach ist dir sicher warm.

  15. Erfahren
    Avatar von CarWut85
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #15
    Wenn's richtig kalt ist, habe ich ja auch lange Unterwäsche an... mit der und den Socken geht es erstmal in den Schlafsack!
    Wenn sich die Wärme dann so langsam auf den Schlafsack übertragen hat, dann ziehe ich Socken aus und wenn's richtig warm dann drin wird, dann entsprechend noch die lange Unterhose!

    Das ist eigentlich die einfachste und einleuchtenste Methode... wenn das nicht reicht, dann habe ich sowieso die falsche Ausrüstung mit und breche ab!
    Vorher noch irgendwelche "Hampelmänner" oder ähnliches zu machen, halte ich für wenig effektiv, da man dann auch wieder ins Schwitzen kommt und wieder den Schweiß in den Schlafsack mit nimmt, was die Isolation auch wieder negativ beeinflusst
    "Bei uns im Norden ist "Sturm" erst Sturm, wenn das Schaf keine Locken mehr hat!"
    Behandle jeden im Forum so, als würdest du ihn morgen zufällig auf Tour antreffen und ihm noch in die Augen gucken wollen! (muss ich manchmal auch noch dran arbeiten!)

  16. Dauerbesucher
    Avatar von Echnathon
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #16
    Wenn meine Ausrüstung nicht gerade am Temperaturminimum ist, sondern noch gemütlich ausreicht, mag ich auch immer gerne einen ordentlichen Schuß Rum in Schwarztee mit Zucker .

    Bei Unterkühlungsgefahr halt fatal/latent letal.
    Alkohol öffnet periphere Blutgefäße und verstärkt so die Durchblutung derselben.
    Wenn die körpereigene Wärmeproduktion aber schon vermindert ist, oder aber die Extremitäten wirklich kalt sind, und nicht nur "kalte Füße" kann es einen massiven und schnellen Einbruch der Körperkerntemperatur zur Folge haben.

  17. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #17
    am besten funktioniert immer noch die tee in schlafsack-methode. es muss nicht ne nalgene sein, ein drommedary-sack geht auch. die sind auch dicht. pet-flasche hab ich nicht probiert.

    nach dem zeltaufbau den kocher anwerfen im vorzelt/zelt erhöht schon mal die innentemperatur gewaltig. ausziehen, wenns richtig kalt ist, dann scheibchenweise, und waschen. ich mach das mit dem ersten erwärmtem wasser in meiner tasse und dem handtuchstück das ich immer dabei habe. so ein microfasertuch für 1 euro. tuch eintauchen, arm etc abwischen, tuch auswringen im vorzelt, abtrocknen. zur not 1 arm machen, dann abtrocknen und das trockene wechselshirt, fleece sofort über den arm ziehen, so nach und nach den ganzen körper waschen. in der zwischenzeit ist der tee heiss und die flasche kann in den schlafsack. da wird sie dann dort hin geschoben wo ich sie brauche. der kocher arbeitet weiter mit dem wasser fürs essen während ich mir im schlafsack, mit trockenen sachen an, die frostbeulen auftaue.

    wichtig finde ich auch zu versuchen am ende, wenn man schon weiss dass bald der zeltaufbau ansteht, ewas tempo rauszunehmen und während des laufens schon ein wenig abzutrocknen. dann ist man nicht klatschnass geschwitzt beim zeltaufbau und es wird nicht so schnell kalt weil die unterste, schnell trocknende, lage schon "trocken" ist.

    auf jeden fall ist aber waschen und das salz von der haut zu bekommen enorm wichtig. mal vom wohlfühlfaktor ganz abgesehen ist man einfach wärmer.

    meditieren hilft übrigens auch, aber das ist eher was wenn man schon im schlafsack liegt und nicht mehr aktiv sein muss. die erwähnten hampelmänner sind auch nicht schlecht, aber nur soviele dass man eben nicht ins schwitzten kommt sondern nur warm wird. aber für eisige füsse hilft das bei mir nicht und auch nicht mehr wenn ich schon durch und durch eiskalt bin. da ich mich so durchgefroren selber wie einer fühle reichen bei mir auch schon 49, müssen keine 50 hampelmänner sein.

    ***einfüg*** und sobald der tee heiss ist gleich was davon trinken, oder nen kaba machen. jello ( wacklepudding gibts in usa fertig gemischt) ist auch super! heiss und ne hohe dosis zucker.***
    danobaja
    __________________
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  18. AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #18
    Zitat Zitat von danobaja Beitrag anzeigen
    auf jeden fall ist aber waschen und das salz von der haut zu bekommen enorm wichtig. mal vom wohlfühlfaktor ganz abgesehen ist man einfach wärmer.
    So mache ich das auch: Ich wasche mich mit kaltem Wasser (da reicht schon ein feuchter Waschlappen) und ziehe mir einen Satz Wechselwäsche an, danach ist mir warm und ich fühle mich wieder frisch.

  19. Moderator
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #19
    Flüssigkeiten gehören im Winter nicht in den Schlafsack. Das kann schnell lebensgefährlich werden.


    Zitat Zitat von danobaja Beitrag anzeigen
    am besten funktioniert immer noch die tee in schlafsack-methode. es muss nicht ne nalgene sein, ein drommedary-sack geht auch. die sind auch dicht. pet-flasche hab ich nicht probiert.

    nach dem zeltaufbau den kocher anwerfen im vorzelt/zelt erhöht schon mal die innentemperatur gewaltig. ausziehen, wenns richtig kalt ist, dann scheibchenweise, und waschen. ich mach das mit dem ersten erwärmtem wasser in meiner tasse und dem handtuchstück das ich immer dabei habe. so ein microfasertuch für 1 euro. tuch eintauchen, arm etc abwischen, tuch auswringen im vorzelt, abtrocknen. zur not 1 arm machen, dann abtrocknen und das trockene wechselshirt, fleece sofort über den arm ziehen, so nach und nach den ganzen körper waschen. in der zwischenzeit ist der tee heiss und die flasche kann in den schlafsack. da wird sie dann dort hin geschoben wo ich sie brauche. der kocher arbeitet weiter mit dem wasser fürs essen während ich mir im schlafsack, mit trockenen sachen an, die frostbeulen auftaue.

    wichtig finde ich auch zu versuchen am ende, wenn man schon weiss dass bald der zeltaufbau ansteht, ewas tempo rauszunehmen und während des laufens schon ein wenig abzutrocknen. dann ist man nicht klatschnass geschwitzt beim zeltaufbau und es wird nicht so schnell kalt weil die unterste, schnell trocknende, lage schon "trocken" ist.

    auf jeden fall ist aber waschen und das salz von der haut zu bekommen enorm wichtig. mal vom wohlfühlfaktor ganz abgesehen ist man einfach wärmer.

    meditieren hilft übrigens auch, aber das ist eher was wenn man schon im schlafsack liegt und nicht mehr aktiv sein muss. die erwähnten hampelmänner sind auch nicht schlecht, aber nur soviele dass man eben nicht ins schwitzten kommt sondern nur warm wird. aber für eisige füsse hilft das bei mir nicht und auch nicht mehr wenn ich schon durch und durch eiskalt bin. da ich mich so durchgefroren selber wie einer fühle reichen bei mir auch schon 49, müssen keine 50 hampelmänner sein.

    ***einfüg*** und sobald der tee heiss ist gleich was davon trinken, oder nen kaba machen. jello ( wacklepudding gibts in usa fertig gemischt) ist auch super! heiss und ne hohe dosis zucker.***

  20. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Kalt in den Schlafsack - Tipps & Tricks

    #20
    Ja, Wasser im Winter im Schlafsack zu haben, ist gefährlich. Aufwärmübungen nutzen mir nichts, ich bin warm, wenn ich Zelt aufbaue, koche, mich umziehe. Kalt ist mir erst, wenn die Erschöpfung einsetzt, oft zehn Minuten, nachdem ich im Schlafsack bin. Heißer Tee verstärkt den Effekt, mir ist danach noch kälter. Manchmal mache ich dann Aufwärmübungen im Schlafsack, meist ist es aber nach einer halben Stunde gut. Wenn nicht, ist der Schlafsack einfach falsch gewählt. Dann schlafe ich die ganze Nacht sehr unruhig und wache mehrfach auf. Daher spare ich Gewicht lieber nicht am Schlafsack ein.
    Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. F. W. Nietzsche

    Nordlicht bleibt Nordlicht und Tüdelkram is Tüdelkram.

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