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  1. Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #1
    Hallo,

    ich bin mittlerweile bereits 2x in Schweden gewesen (und mehrfach in Kanada) zum Kanu fahren. In Schweden haben wir jedes Mal ein 30+ KG Kanu bekommen und bisher habe ich noch keinen Verleih finden können, der in Schweden anständige Kevlar Leicht-Kanus vermietet. Gibt es so etwas?

    Wir wollen im August nach Rogen und nachdem dort keine Kanu-Wagerln funktionieren würde ich gerne mit einem max. 24Kg schweren Kanu unterwegs sein.

    Irgendwelche Tipps?

    Vielen Dank
    Philippe

  2. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #2
    Alle Leihboote, die ich im Rogengebiet gesehen habe waren in einem ziemlich üblen Zustand und von der extrem schweren Sorte.
    Unser Tanker war noch bedeutend schwerer als die sonst so verbreiteten Aluboote.
    Wenn man allerdings auch sieht, wie die Leute mit den geliehen Booten umgehen, kann ich verstehen dass hier kein Verleiher leichtes Material hat. An den Portagen muss man nur den Abriebspuren der Boote auf den Felsen folgen, dann ist man richtig. Die Boote werden regelmäßig einfach über die Steine gezogen.

    Nach einer Erfahrung mit dem Leihboot haben wir uns dann was eigenes gekauft, auf den Schrott den man verliehen bekommt hatten wir keine Lust mehr...

  3. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #3
    Danke für deine Antwort!

    Das man einen 37Kg Tanker etwas lieblos behandelt ist für mich auch nicht schwer nachvollziehbar. Hatten selbst nach den 10 Tagen in Rogen noch keine gute Technik raus wie man das gescheit tragen sollte. Und das obwohl man ja sogar eine 7,5 KM Tragepassage hat, um nach Ferragen zu kommen.

    Aber gibt es denn wirklich in ganz Schweden keinen gescheiten Leightweight Verleih? Ich kann das Kanu ja am Auto transportieren.

    Ich nehme an, wenn du sagst, dass ihr euch was gekauft habt, dass ihr dann aus DE nach Schweden mit dem Auto fahrt?
    Das ist für mich aus AT dann keine gute Lösung mehr. :-(

    LG

  4. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #4
    Ja, wir fahren mit dem eigenen Auto an (aus der Nähe von Köln).
    Fahr doch von Kiel nach Oslo mit der Fähre, dann wäre es zumindest für mich von der Fahrstrecke noch akzeptabel...

  5. Lebt im Forum

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    AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #5
    Kauf Dir nen Ally, ich bin frueher GFK Festrumpf gepaddelt, was schon leichter war als die typischen Verleihpanzer, aber hatte keine Lust mehr auf die Schlepperei...

    Mein Ally Solo wiegt ca 15 kg, mein 16,5er knapp 20 kg...

    Dazu kommt, dass man den easy im Zug usw mitnehmen kann...

  6. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #6
    Am Rogen hat Topsport Funäsdalen mittlerweile auch mindestens ein Duzend neue Boote gekauft, die aber nach dem was wir letztes Jahr August gesehen haben, auch nicht viel leichter sind. Ich würde aber auch als Verleiher für den Rogen keine Kevlar-Boote oder Allys rausgeben

    Ich kann mich khyal nur anschließen, ein Ally ist im Rogen Gold wert. Unser 16,5 war mit 21kg nur ungefähr halb so schwer, wie die Verleihklötze und das haben wir auf über 30 Portage jedes Mal gefeiert Reisebericht folgt demnächst noch ...

    Den einzigen Verleiher, den ich mit leichteren Booten kenne, ist Canodal in Ed. Verleiher Bertil von dort hatte uns damals erzählt, dass er auch ein paar leichtere Varianten des Linder Inkas hat. Ich glaube aber kaum, dass ein Alu-Boot nennenswert die 30kg unterschreitet ...
    Das Leben ist kein Ponyhof!

  7. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #7
    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, wenn du was leichtes haben willst, dann würde ich dir zu einem Faltcanadier raten, Ally ist leichter, steifer und etwas günstiger als Pakboat, wobei letztere etwas mehr Bodenberührung aushalten, weil sie werkseitig schon mit deftigen Kielstreifen ausgestattet sind.

    Wobei, ein festes Kanu am Autodach von Österreich nach Schweden zu transportieren ist jetzt nicht so das Ding, habe ich schon einige Male gemacht, von Graz nach Rostock, Fähre nach Trelleborg, und dann entspannt durch die schwedische Landschaft gleiten.

    Ein eigenes Kanu dabei zu haben ist nie schlecht, auch schon während der Anreise kommst du an schönen Gewässern vorbei, die vielleicht zu einem Kurzausflug einladen...

    Noch kurz zum Thema Kanuverleih und Kevlarkanus: in den vielbesuchten Gebieten in Kanada und den USA sind Kevlarkanus auf Grund der vielen Portagen, auf denen keine Kanuwagen eingesetzt werden können, tägliches Brot. Die Kunden schätzen dies und passen auch dementsprechend auf, ein intaktes Kanu in der Wildnis ist auch nicht unpraktisch, um von dort wieder weg zu kommen...

    Allerdings sind die Kosten für Kevlarkanus im Vergleich zu den oft verwendeten PE-Bombern oder Alucanadiern um ein Vielfaches höher, was sich natürlich auf den Mietpreis auswirken würde (Sind wir bereit, einen deutlich höheren Preis für ein leichteres Kanu zu bezahlen und es auch entsprechend zu behandeln?). Auch ist die Lebensdauer im Verleih deutlich geringer, die Algonquin Outfitters in Ontario kalkulieren mit ungefähr drei Saisonen für Kanus aus Kevlar...

    In Schweden (und auch bei uns) werden Kanus vielfach einfach konsumiert, durchs Gelände geschleift, über Geröll gezogen, voll bepackt aus dem Wasser gezogen etc. Nur weil sie schwer sind oder weil sie den Kunden nicht gehören und er ja sowieso viel Geld dafür bezahlt? Keine Ahnung, auf jeden Fall habe ich mir nach meinem ersten Schweden-Kanu-Abenteuer mit einem 45-kg-GFK-Monster einen Ally gekauft, war leicht und leistbar.

    Heute bin ich mit Kevlar-Kanus unterwegs, wobei, ehrlich gesagt, im Rogen mit vielen (spitzen) Felsen im und am Wasser würde ich mir ev. auch ein etwas robusteres (damit auch schwereres) Kanu zumindest überlegen (z.B.: Expedition Kevlar statt Kevlar Light oder Carbon). Walter war letztes Jahr mit einem Expedition Kevlar Kanu im Rogen (und ist derzeit auch gerade wieder dort) und war erstaunt, was das Ding so ausgehalten hat, bei einem Gewicht von ungefähr 20 kg...

    Liebe Grüße
    Heinz

  8. Lebt im Forum

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    AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #8
    Zitat Zitat von karteundkanu Beitrag anzeigen
    Ich kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, wenn du was leichtes haben willst, dann würde ich dir zu einem Faltcanadier raten, Ally ist leichter, steifer und etwas günstiger als Pakboat, wobei letztere etwas mehr Bodenberührung aushalten, weil sie werkseitig schon mit deftigen Kielstreifen ausgestattet sind...
    Hast Du wirklich schon Ally mit Beschaedigungen im Bodenbereich durch Grundberuehrungen gesehen, oder ist das sozusagen eine theoretische Annahme, durch die Kielstreifen bei Pakboat ?
    (btw ich denke / theoretisiere, dass die sich mit etwas weniger Kraft aufbauen lassen durch die Luftkammern, aber andererseits ist das ja auch wieder was, was kaputt gehen kann, mein 16,5er Ally ist die alte Bauform mit offenen, nicht mit dem Bug verschraubten Dollboards, der baut sich voellig easy auf, bei meinem 13,7er Solo (neue Bauform ist das gerade bei niedrigen Temps im Winter eine ziemliche Wuergerei, aber durch die kurze Laenge ist da halt wenig Spiel und dadurch ist er ja auch sehr steif)...

    Ich bin immer wieder beeindruckt, wieviel die Ally weegstecken, nicht nur an normalen Grundberuehrungen, sondern auch heftigere Encounter mit festem Material...

    Mal 2 Beispiele :

    Vor mehreren Jahren, alte Steinbruecke Werra mit dem beruehmten Felsen in der Durchfahrt (den sie btw inzwischen weggemacht haben), damit wir uns nicht ins Gerangel kommen, habe ich die Freunde im anderen Ally bestimmt 100 m Vorpaddeln lassen, sie haben mit ordentlich Stroemung (hohes Mittelwasser) zielsicher den Grundaufbau eines Brueckenpfeilers frontal so gerammt, dass ich es noch deutlich krachen hoerte und sind dann an der Seite, da die Stroemung leicht drauf stand, runtergeschabt.
    Abends denm Ally angeschaut, nix dran, kein verbogenes Gestaenge, keine tieferen Schrammen...

    Wir waren gerade auf der Fulda unterwegs, im Vergleich zu den letzten Malen (Mittelwasser bzw ablaufendes Hochwasser) fand ich es diesmal paddeltechnisch bei Niedrigwasser anspruchsvoller, da nur schmales maendernders Fahrwasser mit manchmal starker Stroemung, haeufig musste man haarscharf an dicken Aesten vorbei, um nicht auf Grund aufzusitzen.

    Vor einer solchen Stelle Moment zu lange auf´s GPS geschaut, nicht mehr die Zeit gehabt, auf Vorlage zu drehen und einen senkrechten Stamm in meinem Heckbereich mit ordentlich Stroemung voll erwischt, dass es mich richtig seitlich aus dem Ally gehauen hat, meine Liebste von vorne das Boot stabilisiert, ich kurz in den Uferbereich gezogen, 2 Querspant waren da, wo ich mit meinen knapp 110 kg seitlich rausgeflogen bin, oben aus der Dollboard-Verankerung gesprungen, so sind wir erstmal, ohne dass ich eine Stabilitaets-Einschraenkung wahrgenommen habe, ein paar km weiter gepaddelt, bis eine schoene Stelle kam, um auszuladen, und die Querspante wieder richtig einzubauen.
    Beim Abbau nochmal alles genau angeschaut, die Dollboard-Sente war in dem Bereicht leicht verbogen, in sek wieder hingebogen, sonst nix...
    Wir hattenm bestimmt 20 Mal, teilweise bei hoeheren Stroemungsgeschwqindigkeiten, Gundberuehrungen, ausser sehr oberflaechlichen Kratzern, nix...

    Inzwischen verstehe ich, warum die Ally gerne bei Expeditionen eingesetzt werden und das Umtragen bzw aus dem Wasser holen, neben dem Zelt ablegen usw, ist bei dem Gewicht, locker ueber eine Schulter gehaengt, echt easy...

  9. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #9
    Um in die gleiche Kerbe zu hauen, eine ähnlich Story: Mit meinem Feathercraft Kahuna hat es mich bei einer Müritz-Querung, wo ich von starkem Wind überrascht wurde, mit viel Wucht auf eine steinerne Untiefe geschmiessen, so dass ich es auch krachen hörte und schon das schlimmste befürchtete. Aber nix war: keine Spanten gebrochen, die Haut nicht aufgeschlitzt und bei mir war auch alles heile. Ich konnte wieder weiter paddeln.

    Das Konstruktionsprinzip stabiles (und flexibeles) Gerüst unter zäher Haut hat sich ja auch an anderer Stelle schon bewährt... Ich würde bei Kanadiern auch dem Faltcanadiern mein volles Vertrauen schenken.

  10. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #10
    Zum Ally noch einmal zur Veranschaulichung ein Bild von Himmelfahrt 2017:



    Dieser Ally hat bereits mehrere hundert Grundberührungen hinter sich, auch im Wildwasser (zB 1, 2, 3, 4, 5, 6). Diese zeichnen sich auf der Unterhaut genau dort ab, wo die Senten liegen. Flicken musste ich bisher nur einmal, ein Streichholz-großes Loch. Kielstreifen hätten sich bisher nicht gelohnt, sie hätten das Boot nur schwerer gemacht. Später kann man ja immer noch überlegen, Kielstreifen aufzukleben. Also dann, wenn sich die Schäden häufen. Bei mir ist es 14 Jahre nach dem Kauf und knapp 5½ Tausend km auf dem Wasser noch nicht soweit.

  11. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #11
    @Khyal: nein, ich habe noch keinen so beschädigten Ally gesehen, ich glaube, vor allem die dicke, nachgiebige Matte im Ally verhindert so manchen Totalschaden, die ist im Pak ja deutlich dünner, dafür wieder fixiert (Vorteile beim Aufbau, ebenso der geringere Druck beim Reindrücken der Alustangen).

    Deine Einschätzung des Aufbaus bei neueren Allys im Vergleich zur alten Serie kann ich voll unterschreiben und ich würde den Ally oder auch ein Pak ohne weiteres auch für längere Reisen einsetzen. Wobei, und das ist meine persönliche Ansicht, die Sitze bei beiden Herstellern verbesserungswürdig sind, was das Knien (und bei manchen Modellen auch die Position) im Boot betrifft.

    Aber so richtig habe ich mich mit den Sitzen noch nicht gespielt, vielleicht kann man hier mit gezielten Maßnahmen ja ein befriedigendes Ergebnis erzielen...

    Lg Heinz

  12. Lebt im Forum

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    AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #12
    Zitat Zitat von karteundkanu Beitrag anzeigen
    ...Wobei, und das ist meine persönliche Ansicht, die Sitze bei beiden Herstellern verbesserungswürdig sind, was das Knien (und bei manchen Modellen auch die Position) im Boot betrifft.

    Aber so richtig habe ich mich mit den Sitzen noch nicht gespielt, vielleicht kann man hier mit gezielten Maßnahmen ja ein befriedigendes Ergebnis erzielen...

    Lg Heinz
    Das ist nicht nur deine Ansicht

    Was ich an den neuen Hoeckersitzen echt mag, ist, dass ich nur 2 sek brauche, von Abstossen am Land bis stabiler "Kniesitz".
    Die Schalen sind ungepolstert imho viel zu hart.

    Wir haben mit den folgenden Einstellungen / Verbesserungen nun guten Sitzkomfort :

    Ich, gut 190 cm, hinten, Fuesse vorne/hinten auf Maxlaenge, eine Tick mehr Vorneigung als bei einem klassischen Sitzbrett im Festrumpf, abgepolstert mit insgesamt ca 2 cm EV50 und Cordura-Ueberzug auch um die Ecken rum, sowohl im 13.7er Solo, als auch 16,5er DR.

    Meine Liebste im 16,5er DR, vorne, knapp 170 cm, Fuesse hinten max, vorne Mittelstellung, genauso abgepolstert, allerdings momentan, da noch Teststadium, ohne Ueberzug...imho wird sie wahrscheinlich auch noch die vorderen Fuesse in max-Hoehe stellen, da so zuviel Gewicht auf die Unterschenkel kommt und ihr dadurch schon mal bei langen Strecken die Beinen "einschlafen"...

    Als Kniematten haben wir vor und neben die Hoeckersitzen einmal gefaltete (also ca 18 mm) "einfach-Isomatten" aus dem Discounter...

    Ich finde zwar zum Paddeln den "alten" Trappersitz, das Alubrett mit der Evazote-Polsterung drauf angenehmer, gerade bei laengeren Paddelstrecken (habe Beides im Wechsel ausprobiert), da Du da asymetrisch naeher an der Bordwand sitzen kannst und dadurch z.B. der J-Schlag weniger ausgepraegt sein muss und natuerlich eine evtl Aufpolsterung leichter geht, aber da ich ueberwiegend haeufig auf Fluessen unterwegs bin, wo ich haeufiger "raus muss", werde ich wohl den alten Trappersitz mit dem zugehoerigen Querspant (momentan fuer hinten, aber waere ja auch nicht so ein Prob, den in den vorderen Querspant (der hat ja schon die Querstrebe) demnaechst, wenn ich wieder mal Anzeigen reinsetze, verkaufen...muss ja schliesslich mein neues Tarptent, was jeden Tag im Laden aufschlagen muesste, refinanzieren

  13. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #13
    Die Diskussion hat sich ja interessant entwickelt. :-)
    Jetzt bin ich tatsächlich am überlegen ein Kanu zu kaufen. Immerhin ja doch meine bereits 6. Tour á 10-12 Tage.

    A) Wie transportiert ihr den Ally im Flieger?
    B) Da gibt es ja auch wieder einige unterschiedliche Modelle. Für meine Trips nach Rogen und Algonquin Park bin ich immer in ruhenden Gewässern mit vielen Portagen unterwegs.
    C) Verkauft wer einen gebrauchten? Bzw. auf was sollte ich beim Kauf eines gebrauchten achten?

    Danke für eure Hilfe!

  14. Lebt im Forum

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    AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #14
    Zitat Zitat von pippo Beitrag anzeigen
    Die Diskussion hat sich ja interessant entwickelt. :-)
    Jetzt bin ich tatsächlich am überlegen ein Kanu zu kaufen. Immerhin ja doch meine bereits 6. Tour á 10-12 Tage.

    A) Wie transportiert ihr den Ally im Flieger?
    B) Da gibt es ja auch wieder einige unterschiedliche Modelle. Für meine Trips nach Rogen und Algonquin Park bin ich immer in ruhenden Gewässern mit vielen Portagen unterwegs.
    C) Verkauft wer einen gebrauchten? Bzw. auf was sollte ich beim Kauf eines gebrauchten achten?

    Danke für eure Hilfe!
    Bis jetzt nicht im Flieger nur Buis & Bahn, wird aber als Sportgepaeck laufen...

    Da Du in der Mehrzahl geschrieben hattest, nehme ich an fuer 2 P + Zeltgepaeck, Lebensmittel usw ?
    Nimm den 16,5er DR, hat viel Zuladungs-Rserven, verkauft sich auch gut gebraucht weiter umgekehrt gibt es den schon mal gebraucht, da meistverkaufter Ally und ist auf Fluessen bis WW III tauglich, durch die Breite einen Tick langsamer als der 17er DR, der ist aber eher nur was fuer stehende Gewaesser...

    Wegen Gebrauchten schau vor allem beim OCJ (open canoe journal) rein...

  15. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #15
    A) Meist geht er als Sport- bzw. Sondergepäck mit
    B) Ich würde Dir auch den Allrounder 16.5 empfehlen, mit dem Du nicht viel falsch machen kannst. Mit max. 380kg Zuladung geht bei zwei Personen alles mit, was man braucht und in heimischen Gefilden kannst Du mit dritten Sitz (Zubehör) auch gern noch eine dritte Person mitnehmen.
    C) Ebay Kleinanzeigen, OCJ, Ebay. Beim Kauf solltest natürlich darauf achten:
    - dass das Boot komplett ist (am besten aufbauen)
    - dass die Bootshaut keine groben Beschädigungen hat (Kratzer sind normal, die fährst selber auch rein)
    - dass das Gestänge in Ordnung und gerade ist (alles nachkaufbar, mindert aber den Preis)
    - wie alt das Boot ist. Da gibt es verschiedene Varianten wie die Dollbordstangen im Bug und Heck gehalten werden
    - was an Zubehör mit dabei (ein Ally Transportrucksack kostet gerne mal 170-200€)
    - was Du für ein Gefühl beim Verkäufer hast (wie geht er mit Material um etc.)

    Ich habe meinen zwei Jahre alten Ally 16.5 letztes Jahr fast neu mit Zubehör zum Schnäppchenpreis von 950€ gekauft. Dem Verkäufer sind sie förmlich die Bude eingerannt, aber ich war der schnellste Solche Angebote sind eher rar und Du musst dafür Glück haben. Brauchbare ältere kleine Boote fangen bei ca. 800€ an und gute größere Boote enden bei ca. 1400€. Zubehör verändert natürlich die Preise ...
    Das Leben ist kein Ponyhof!

  16. Lebt im Forum

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    AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #16
    Zitat Zitat von 5-oclock-charlie Beitrag anzeigen
    ....
    C) Ebay Kleinanzeigen, OCJ, Ebay. Beim Kauf solltest natürlich darauf achten:
    - dass das Boot komplett ist (am besten aufbauen)
    - dass die Bootshaut keine groben Beschädigungen hat (Kratzer sind normal, die fährst selber auch rein)
    - dass das Gestänge in Ordnung und gerade ist (alles nachkaufbar, mindert aber den Preis)
    - wie alt das Boot ist. Da gibt es verschiedene Varianten wie die Dollbordstangen im Bug und Heck gehalten werden
    - was an Zubehör mit dabei (ein Ally Transportrucksack kostet gerne mal 170-200€)
    - was Du für ein Gefühl beim Verkäufer hast (wie geht er mit Material um etc.)

    Ich habe meinen zwei Jahre alten Ally 16.5 letztes Jahr fast neu mit Zubehör zum Schnäppchenpreis von 950€ gekauft. Dem Verkäufer sind sie förmlich die Bude eingerannt, aber ich war der schnellste Solche Angebote sind eher rar und Du musst dafür Glück haben. Brauchbare ältere kleine Boote fangen bei ca. 800€ an und gute größere Boote enden bei ca. 1400€. Zubehör verändert natürlich die Preise ...
    OJC hat den Vorteil, dass es nicht anonym ist, jemand der im Forum Vielen, auch persoenlich, bekannt ist, wird hoechstwahrscheinlich nicht bei einem Verkauf ueber das forum abzocken...

    Yes Boot komplett ist ein echtes Thema...ich musste bei einem Gebrauchtkauf 3* hin, bis der Verkaeufer alles nachbestellt hatte, was fehlte

    Ob das Gestaenge gerade ist, ist eigentlich Wurscht, solange nicht "Kinicke" drin sind, das bekommt man leicht mit blossen Haenden wieder hingebogen, gerade bei den Senten (Laengstspanten), zeigt dann natuerlich, dass der Verkaeufer nicht viel Ahnung hat (sonst haette er es schon gemacht).

    Wichtiger ist, ob alle Verbindungsfedern a) noch in ungelaengtem Zustand vorhanden und b) geflegt (also eingesprueht, kein bzw wenig Rost) sind

    Ein gruendlicher Blick auf die Bodenmatte (kleine Macken sind normal, aber nix Groesseres ausgerissen o.A.) gehoert dazu, die kostet richtig Geld > 150 €

    Alter des Bootes ist eigentlich rel egal, mit der Bauform ist so eine Sache, fuer die Meisten ist eigentlich die alte Bauform mit den offenen Dollboards (nicht am Bug/Heck fest verbunden) besser, zwar etwas geringere Steifigkeit in bewegtem Wasser, aber laesst sich a) einfacher aufbauen b) bei hartem "Feindkontakt" kann das Gestaenge besser nachgeben, es gibt weniger Beschaedigugen
    Was eher ein Thema ist, sind die Sitze, wenn da nix Vernuenftiges bei ist, wird der Nachkauf teuer, ca 150 € neu / Sitz, es gibt im Grunde genommen 3 Vrianten :

    die alten Hoeckersitze, gepolstert, Beine nicht in der Hoehe verstellbar, die genau anschauen, werden durch viel Sonne muerbe bzw klebrig, fuer grosse Leute evtl etwas niedrig, wenn sie gut erhalten sind und der Sitz einem passt ok, sonst gleich mal im Kopf Geld fuer neue Sitze addieren...

    gepolsterte Aluplatten, darauf sitzt man wie im Festrumpf, also unter den Sitz gefaltete Unterschenkel, sind nicht schlecht, man kann auch easy aufpolstern bzw die Polstermatte (normales EVA) tauschen

    ungepolsterte Hoeckersitze mit verstellbaren Beinen, die sind prima in Hoehe / Winkel anpassbar, die Unterschenkel hat man neben dem Sitz, muss man aber fuer laengere Paddeltouren zusaetzlich abpolstern, ein entsprechender Ueeberzug ist schnell genaeht,

    Wichtig ist, gerade, wenn man das Gefuehl hat, dass derjenige das Teil nicht selber viel gefahren hat, wirklich auszuprobieren, ob die Sitze an die richtige Stelle passen, bei den Alusitzen muss halt der richtige Querspant dran sein und bei den Hoeckersitzen sind je nach Position unterschiwedliche Beine dabei.

    Kanusack braucht man, aber muss nicht der sackteuere von Ally sein, Ortlieb ist schon billiger und es gab laengere Zeit von Meru Einen fuer 40 €...leider inzwischen nicht mehr

    Was das Zubehoer betrifft, ich schreibe mal auf, was schon mal, gerade bei Hobby-Aufgabe, dabei ist, was man braucht und den Neupreis dahinter, das macht evtl einen teureren Preis atraktiver :
    Wurfsack 25 €
    Festmacherleinen, min 2* 8 m, schwimmbar 20 €
    vernuenftige Regattawesten, Billig-Anbieter 30 €, sonst 80-90 €
    Bootswagen mit gelaendegaengigen Raedern 140 €
    Holzpaddel mit kurzem, breiten Blatt und in der richtigen Laenge 80-150 €

    950 ist gerade mit Zubehoer ein echt richtig gutes Schnaeppchen, meist gehen die Dinger bei gutem Zustand fuer ca 1200 weg...z.B. hier wird im OCJ einer fuer 1250 VB angeboten...

    @pippo
    Du has ja leider nicht eingetragen, wo Du wohnst, hol das doch mal nach, falls Du aus dem koeln/duesseldorfer Raum bist, kannst Du gerne vorbei kommen und Dir mal anschauen, wie rel neues bzw ca 20 Jahre altes Ally-Material aussieht bzw wenn wir vom Stammtisch das naechste Mal paddeln, mit einem Mietboot mitkommen und unterwegs Ally in Aktion sehen

  17. AW: Gute (leichte) Kanus in Schweden mieten

    #17
    Wenn für dich auch ein Pak in Frage kommt, dann würde ein Freund von mir seinen kaum gewässerten 165er relativ günstig (aber leider nicht zu so einem Schnäppchenpreis wie ihn Charlie ergattert hat) anbieten, weil er auf einen festen Canadier gewechselt hat...

    Lg Heinz

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