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  1. Luxusproblem Analog vs Digital

    #1
    Guten Morgen,
    Mit meiner Canbon G 15 bin ich auf Reisen und die übliche Familienfotografie zufrieden. Handlich, schnell genug, Qualität für meine Ansprüche ausreichend.
    Bis ca. 2004 habe ich analog mit einer Contax G1 fotografiert. Für diejenigen die damit nichts anfangen können: es handelt sich um eine Kb-Sucherkamera mit Carl Zeiss - Wechselobjektiven Sonnar 2,8 / 90, Planar 2/45 und Biogon 2,8/28. Zubehör einschl. Blitz und einer Auswahl Cookin Filter sowie Filme und Batterien sind ebenfalls noch vorhanden.
    Mich juckt es in den Fingern das alte Teil wieder zu aktivieren. Das es umständlich und teurer ist Fotos auf den Buldschirm zu bekommen ist mir klar. Die analoge Ausrüstung ist deutlich umfangreicher und schwerer wie die G 15.
    Meine Reise finden leider nicht mehr wandernd sondern mit dem Kfz statt.

    Soll ich die alte G1 wieder aktivieren? Es würde mich freuen, wenn ich hier einige (mit Sicherheit subjektive) Meinungen oder "Richtungshinweise" erhalten würde.

    Bei den zu erzielenden Preisen ist der Verkauf der G 1 keine wirkliche Alternative.

    Vorab vielen Dank

  2. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #2
    Klar, mach das! Wenn Du Lust darauf hast, sowieso, mit dem Auto transportiert ist das Gewicht kein Problem, alles andere lässt sich lösen.

    Und obwohl man mit den digitalen Kameras tolle Fotos machen kann, finde ich die Farbdifferenzierung bei analogem Material nach wie vor schwer zu toppen.

  3. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #3
    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Mich juckt es in den Fingern das alte Teil wieder zu aktivieren. Das es umständlich und teurer ist Fotos auf den Buldschirm zu bekommen ist mir klar. Die analoge Ausrüstung ist deutlich umfangreicher und schwerer wie die G 15.
    Willst du das digitalisieren selber machen? Das ist m.E. ein wichtiger Faktor beim Aufwand. Und für Frust.

    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Soll ich die alte G1 wieder aktivieren? Es würde mich freuen, wenn ich hier einige (mit Sicherheit subjektive) Meinungen oder "Richtungshinweise" erhalten würde.
    Ich bleibe bei digital. Und kaufe mir lieber bessere Objektive für die DSLR.

    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Bei den zu erzielenden Preisen ist der Verkauf der G 1 keine wirkliche Alternative.
    Ist dein Problem nun ob und was machen mit der "wertlosen" Kamera oder eher welches digitale Kamerasystem nehmen?

    Ich meine, man kann für wenig Geld (gebrauchte) digitale Systeme nehmen, die absolut reisetauglich sind, bei KFZ Transport bist du nur relativ befreit von der Gewichtfrage, die Kamera will schließlich getragen/gehalten werden, bei System Objektiven muss gewechselt werden usw.

    An deiner Stelle würde ich eher - wie allgemein beim Neukauf eines Kamerasystems - deine Bilder analysieren, welche Motive machen dir Spaß, welche Brennweiten willst du haben, austüfteln vs. Schnappschüsse - nur eine dafür passende Kamera wird dir letzten Endes Vergnügen bereiten.

    Meine alte Sony mit 5MP, die mit zwei Alkali Batterien läuft, nehme ich gerne für Schnappschüsse, blitzschnell bereit und Autofokus schnell genug, die olle Sony DSLR 12MP kommt auf Städtereisen und für Landschaften mit, für Kurztrips und im Zweifel was ich nehmen soll, packe ich nur noch das aktuelle 20 MP Smartphone ein (Sony IMX220). Meine analoge Spiegelreflex bleibt wo sie hingehört, in der Vitrine, gleiches Argument, man bekommt nix dafür und mein Erinnerungswert ist größer.

    Wer Luxus will muss Luxus mitschleppen, ob in Geldwert oder an Gewicht.

  4. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #4
    Gibt es möglicherweise eine Kombination Kamera und Adapter mit der die alten Objektive an einer neuen digitalen verwendbar sind?
    Die Namen und Zahlenwerte klingen ja ganz gut.
    Wandern in Ísland?
    ICE-SAR: Ekki týnast!

  5. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #5
    ...digital ist fixer, man kann mehr Aufnahmen machen und die Ausrüstung ist oft leichter.. also warum analog?

    Wie Du schon sagst, das Zeug ist da. Also kauf Dir einen Film und nutze es, wenn Du magst. Ich tue das mit meinen alten Nikons oder der 6x6 auch. Ich habe noch alte Filme liegen und wie ich lass der Velvia 50 (mein Liebling) soll auch wiederkommen. Entwickeln war immer irgendwie möglich.
    Warum ich das tue? 36 Bilder sagen einem unmissverständlich "Alter, denk nach vor dem Klick".. kein direkter Kontrollblick möglich, sagt "Alter, denk nach vor dem Klick".. usw. ich denke also mehr.. selbst wenn ich mich bei digital zwinge auch zu denken, so ist es leicht der Versuchung, Klick, kuck, freu oder mist nachzugeben.. Und bei 6x6 wird es mit Lichtschacht, manueller Belichtungsmessung noch spannender.. ja, entscheulnigt und mit einegeschaltetem Gehirn.. das ist es was mir das chemische Bild bringt.

  6. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #6
    die tante hat alles auf den punkt gebracht!

    einer der us topfotografen hat vor langer zeit mal ein foto je tag gemacht. unglaublich! jeden tag ein super bild. einen ganzen monat lang. wenn ich da dran denke wie sich mein fotografierverhalten verändert hat seit ich digital bin. sch*** hab ich abgebaut.

    zur selbstkontrolle mal wieder nen velvia 50 durchzuschiessen wär toll.

    also wenn du lust hast, tus. wird dir nicht schaden, und die kosten hast du dir früher leisten können, ich nehm an dass du´s immer noch kannst.
    viel spass und viele tolle pics!
    danobaja
    __________________
    resist much, obey little!

  7. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #7
    Zitat Zitat von Moltebaer Beitrag anzeigen
    Gibt es möglicherweise eine Kombination Kamera und Adapter mit der die alten Objektive an einer neuen digitalen verwendbar sind?
    Die Namen und Zahlenwerte klingen ja ganz gut.
    Gibt es. Der Tod von Contax hat die Marke interessant zum adaptieren gemacht und deshalb gibt es für die verschiedenen Contax AF-Systeme auch Adapter. Für das G-System soll es sogar richtig gute geben, die sehr sauber fokussieren. Durch​ das kurze Auflagemaß des Systems tragen die Adapter kaum auf.

    Also eine Sony A7 (die älteren Modelle sind ja gar nicht mehr teuer) + solch ein Adapter und das System kann auch digital reaktiviert werden.

  8. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #8
    Herzlichen Dank für die Meinungen. Die Olle Contax werd ich aktivieren. Wg. Dem Weg von Kleinbildnegativ zum Bildschirm frag ich hier gern nochmals nach.
    Gruß

  9. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #9
    der für mich wichtigste aspekt der analogen fotografie ist die archivsicherheit.

    es wird in der zukunft keine dachbodenfunde von familienalben mehr geben und die individuelle geschichte wird in vergessenheit geraten. ein großer teil unser persönlichen bilder wird nicht erhalten bleiben, weil es kein bewußtsein über die flüchtigkeit der daten gibt.

    wenn in der zukunft die digitalen fotos längst ins nirvana der nullen abgedampft sind, wird man einen analogen bildträger immer noch "lesen" können.

    vg. -wilbert-

  10. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #10
    Wenn ich meine analoge Ausrüstung sehe, blutet mir das Herz. Was waren das für tolle Kameras! Aber analog fotografieren mag ich nicht mehr. Zu mühselig im Vergleich zur digitalen Fotografie. Ich mag die Kameras + Zubehör weder wegwerfen, verkaufen noch gebrauchen. So nehme ich sie gelegentlich noch einmal in die Hand und erinnere mich. Wie herrlich klein, handlich und einfach, die alte Pentax MX mit Nachführmessung über die Leuchtdioden grün, gelb und rot. Oder die LX, das einstige Flaggschiff. Seufz.
    Ja, und Wilbert hat recht: die Dachbodenfunde mit den vergilbten Bildern, über denen man plötzlich wieder stundenlang sitzt-- Vergangenheit wie die Diaabende mit Rotwein, Chips und Käsewürfeln.
    Ditschi

  11. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #11
    Wer weiß, ob es in Zukunft noch Schnittstellen für analoge Fotos gibt? Und ob sich noch irgend jemand oder etwas für die vergilbten Fotos interessiert, die noch irgendwo herumliegen?

  12. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #12
    Zitat Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    es wird in der zukunft keine dachbodenfunde von familienalben mehr geben und die individuelle geschichte wird in vergessenheit geraten. ein großer teil unser persönlichen bilder wird nicht erhalten bleiben, weil es kein bewußtsein über die flüchtigkeit der daten gibt.
    Druckst du keine Bilder mehr aus?

    Wir sammeln (im digitalen Ordner) die Bilder und lassen sie im Fotoladen (hochwertig) drucken. Die kommen wie gehabt in ein Bilderalbum. Ist das verkehrt = nogo in der digitalen Welt?

  13. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #13
    doch,
    wir drucken bilder selber aus oder lassen digitale fotos ausgeben. es ist aber im gegensatz zu analogen zeiten immer seltener geworden.
    und am ende hat man immer noch keinen alterungsbeständigen silberhalogenidträger, (foto).

    Wer weiß, ob es in Zukunft noch Schnittstellen für analoge Fotos gibt?
    ... ähh, foto in die hand nehmen und anschauen?!
    man kann jedes diapositiv oder normale negative über einfache scanprozesse digitalisieren. ansonsten siehe oben.

    Und ob sich noch irgend jemand oder etwas für die vergilbten Fotos interessiert, die noch irgendwo herumliegen?
    ... das ist eh die große frage im "universum der technischen bilder".

    vg. -wilbert-

  14. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #14
    Und noch ein Stimme für die analoge Seite des Auslebens des Kreativprozesses der Fotografie!

    Ich habe mich nach dem "digitalen Wechsel" zum Glück nicht von meiner analoger Hardware getrennt. Es liegen neben digitalen Gerätschaften noch genug analoge Komaktkameras und insbesondere Nikon SLR und Objektive im Schrank.

    Immer wieder greife ich auch zu den analogen Kameras. Aspekte der Kosten, der Effizienz oder der Praktikabilität interessieren mich dabei überhaupt nicht. Ich bin "Hobby-Knipser". Ich mache das aus Liebe am Interessengebiet und aus keinen anderen Gründen. Und die "Lichmalerei" auf Film macht einfach Spaß!

    Vor etwa 1,5 Jahren ist mir zu einem akzeptablen Preis eine Contax G1, ein Carl Zeiss Planar (1:2/28mm) und ein Carl Zeiss Biogon (1:2,8/45mm) zugeflattert. Zur Zeit ist dieses Gespann meine Lieblingsausrüstung. Die meisten meiner Ideen lassen sich damit umsetzen. Wohlwissend dass ich mich dann im Bereich "Wildlife" und "Makro" objektivbedingt nicht austoben kann.

    Viel Spaß bei der Wiederbelebung deiner Contax G1!
    "Das Leben leicht tragen und tief genießen ist ja doch die Summe aller Weisheit."
    Wilhelm von Humboldt, 1767-1835

  15. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #15
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    ....So nehme ich sie gelegentlich noch einmal in die Hand und erinnere mich. Wie herrlich klein, handlich und einfach, die alte Pentax MX mit Nachführmessung über die Leuchtdioden grün, gelb und rot. Oder die LX, das einstige Flaggschiff. Seufz.....
    Das ging mir genau so, als ich noch eine Nikon D200 hatte. Mehrfach habe ich meine Minolta XD-7 mit dem 35-70er daneben gestellt und mich gefragt, warum eine DSLR mit kleinerem Sensor so viel größer und schwerer sein muss, als meine vollformatige analoge SLR...

    Für mich war das Erscheinen der spiegelloesen Systemkameras ein Glücksfall. Nikon kam mit einem gescheiten Nachfolger für die D300 nicht in die Gänge und die Systemkameras waren endlich nicht größer, als meine Minoltas.....

    Ich trauere zwar auch gelegentlich den Zeiten etwas nach, aber ich war gerade wieder 3 Wochen in Irland unterwegs und habe jede Minute mit meiner X-T2 genossen....

    Gruß
    Cardhu

  16. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #16
    Sichere Archivierung der Bilder, maßvoller und regelmäßiger Konsum der Bilder, entschleunigtes Fotografieren, Beschränkung auf 36 Bilder am Tag vs. überkonsum, Datenflut, Flüchtigkeit etc...

    Mal ehrlich, das wird immer wieder auf analog vs. digital heruntergebrochen, aber keiner hindert mich daran, all das in beiden Formaten umzusetzen - außer vielleicht der eigene Kopf. Das auf die Technik zu schieben ist ziemlich unfair, denn keine Digitalkamera zwingt einen dazu, den Auslöser dauerhaft gedrückt zu halten und die Bilder unangeschaut auf irgendeiner angestaubten Festplatte versauern zu lassen, während auch niemand daran gehindert wird, seine alten Dias zu digitalisieren und bei Instagram und Co zu verbreiten.

    Mein imaginärer Porsche trägt auch keine Schuld, wenn ich 10x pro Jahr geblitzt werde. Alles eine Frage des Kopfes...

    @ Bulli53: Gute Entscheidung.

  17. Lebt im Forum
    Avatar von Fjaellraev
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    AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #17
    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Mich juckt es in den Fingern das alte Teil wieder zu aktivieren.
    Einen Juckreiz sollte man nicht ignorieren.
    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Die Olle Contax werd ich aktivieren.
    Sehr guter Entscheid. Danach kannst du den Juckreiz viel besser beurteilen. Ich hoffe natürlich dass er bleibt und du dich daran gewöhnst und nicht nur feststellst dass du das Jucken in Zukunft getrost ignorieren kannst.

    Ich photographiere auf längeren Touren (von einzelnen Handybildern mal abgesehen) nach wie vor nur analog (Ihagee Exakta mit 2-3 Festbrennweiten oder Minolta XD-7 mit zwei Zoomobjektiven), da reichen mir 1-2 Filme pro Woche, der Rest der Bilder ist dann auf dem internen Speicher in meinem Kopf.
    Auf kürzeren Touren kommt die Lumix G3 oder eine Hosentaschenknipse (Da bin ich definitiv von Analog (Minox 35 GT) auf Digital umgestiegen) mit. Da merke ich wie ich jetzt nach über 10 Jahren auch zum "Vielabdrücker" werde - was bei der Lumix am Reiz des Spiels mit den verschiedenen Belichtungswerten und bei der Hosentaschenknipse an der schlechten Beurteilbarkeit des Ergebnisses wegen fehlendem Durchblicksucher liegen könnte.

    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Dem Weg von Kleinbildnegativ zum Bildschirm frag ich hier gern nochmals nach.
    Wenn es "nur" um Bildschirm geht würde ich zumindest am Anfang die Abzüge mit dem Flachbettscanner einscannen.

    Gruss
    Henning
    Es gibt kein schlechtes Wetter,
    nur unpassende Kleidung.

  18. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #18
    Klar! Mach´s doch einfach. Nimm die Analoge. Pack die Digitale als BackUp in den Kofferraum. Falls dir die Filme ausgehen

    Ich selbst habe nicht das geringste Verlangen zu analog zurückzukehren.
    Ich habe früher mit einer analogen Nikon Spiegelreflex begonnen.
    Als niemand mehr Dias sehen wollte und wir nur noch die digitalen Urlaubsbilder meines Freundes geschaut und gezeigt haben, habe ich nicht mehr fotografiert.
    Als nach langer Zeit wieder eine große Reise anstand, Grönland im Kajak, wollte ich ohne Kamera nicht losziehen. Ich kaufte mir eine digitale Kompakte, als Einhandkamera beim Paddeln.
    Die war gut, aber irgendwann vermisste ich doch eine Spiegelreflex.
    Daher kaufte ich mir eine DSLR. Und war begeistert über die Möglichkeiten, die ich nun hatte.
    Bilder machen ohne auf das Filmmaterial achten zu müssen. Ohne einen Sack von Filmen losziehen zu müssen.
    Bildkontrolle gleich auf dem Monitor. Jetzt erst lernte ich richtig fotografieren.
    Ich brauche immer noch meine Zeit, um ein Bild zu machen, und knipse nicht wild in der Gegend rum. Andererseits bin ich so auch zur Wildlife-Fotografie gekommen. Genial, hier kann ich von einer Szene einfach mal 10 Bilder machen und habe anschließend genau den Moment dabei, wo der Haubentaucher-Papa den Haubi-Kind den großen Fisch in den Schnabel steckt.
    Kostet nichts. Einfach mit HighSpeedAuslösung. Ich find das genial.
    Langzeit-Belichtung, Bilder-Stacking, Panorama-Fotografie.
    Bild-Optimierung anschließend am Computer.

    Und die Speicherung/Lagerung?
    Ein Freund hatte alle seine Dias und Fotokisten im Keller stehen. Knacktrocken, kühl, dunkel. Bis sein Nachbar einen Wasserrohrbruch hatte und Feuchtigkeit subtil in die Wände des Kellers drang. Bis das bemerkt wurde, hatten Dias und Fotos zu einem nicht unerheblichen Teil Schimmel angesetzt ...
    Meine Dias verlieren auch kühl und trocken gelagert einigermaßen an Farbigkeit.
    Fotos vergilben.

    Meine Digital-Fotos sind auf 2 externen Festplatten gesichert. Sollten andere Speichermedien erfunden werden, kann ich diese umkopieren.
    Die Besten drucke ich gerne auch aus, mache Fotobücher und lager sie in einer cloud, um sie digital Freunden oder im Forum zu zeigen. Das wird schon nicht alles gleichzeitig zusammenbrechen.

    Ich finde keinen Grund für mich, meine analoge Kamera wieder zu benutzen. Mich interessiert aber auch die Technik nicht. Ich will nur Bilder machen. Und das kann ich digital besser.
    Ich kenne aber genügend Menschen, die die Haptik, das Klicken, das Filmeinlegen und 100 andere Sachen an ihrer Analogen schätzen. Ihnen macht das analoge Fotografieren einfach mehr Freude.
    Muss wohl jeder für sich selbst herausfinden, was ihm mehr liegt.

    Mach halt einfach. Wirst du dann schon merken, was du lieber magst.
    *Kalender: Papageitaucher 2017*
    Das Wetter, das man jeden Morgen in sich selber macht, ist viel wichtiger als das Wetter draußen. Fynn

  19. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #19
    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Herzlichen Dank für die Meinungen. Die Olle Contax werd ich aktivieren.
    Viel Spaß damit - ich hab bis 2014 noch rein auf Film fotografiert, und manchmal vermisse ich noch etwas... immerhin funktionieren die Optiken noch an meiner NEX und damit hab ich die Hälfte der Haptik noch dabei

    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Wg. Dem Weg von Kleinbildnegativ zum Bildschirm frag ich hier gern nochmals nach.
    Gruß
    Ich hätte da noch einen wenig genutzten Dia/Negativ-Filmscanner...

    MfG, Heiko

  20. AW: Luxusproblem Analog vs Digital

    #20
    Zitat Zitat von Canadian Beitrag anzeigen
    ....denn keine Digitalkamera zwingt einen dazu, den Auslöser dauerhaft gedrückt zu halten und die Bilder unangeschaut auf irgendeiner angestaubten Festplatte versauern zu lassen....
    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    ....Ich brauche immer noch meine Zeit, um ein Bild zu machen, und knipse nicht wild in der Gegend rum. Andererseits bin ich so auch zur Wildlife-Fotografie gekommen. Genial, hier kann ich von einer Szene einfach mal 10 Bilder machen und habe anschließend genau den Moment dabei, wo der Haubentaucher-Papa den Haubi-Kind den großen Fisch in den Schnabel steckt.
    Kostet nichts. Einfach mit HighSpeedAuslösung.
    Diese beiden Beiträge spiegeln wunderbar meine Einstellung zum Thema wieder. Es wird im Zusammenhang mit der Analogfotografie so oft von "Entschleunigung" und "Reduzierung auf das Wesentliche" gesprochen. Ich kann all das nicht nachvollziehen, da sich mein Fotografierverhalten im Grunde nicht geändert hat. Ich drücke nur dann auf den Auslöser, wenn ich glaube, dass es das Motiv wert ist. Bei richtig guten Motiven hat man auch zu analogen Zeiten eine Belichtungsreihe gemacht. Das konnten auch mal 5 Fotos vom gleichen Motiv sein.
    Das fällt einem heute einfach leichter, da es nichts kostet außer Speicherplatz. Und bei schnellen Motiven kann es ein Segen sein, auf Dauerfeuer stellen zu können, ohne dass man beim Auslösen an den nächsten Kleinkredit denken muss. Denn auch damals gab es schon Motore oder Winder für den Filtransport und die wurden auch genutzt....

    Ich sehe an keiner Stelle einen nachvollziehbaren Vorteil der Analogfotografie. Die Diaprojektion wurde durch die Beamervorführung (bis 4K) ersetzt, mit deutlich besseren Gestaltungsmöglichkeiten.

    Die Duka wurde durch den eigenen Drucker abgelöst. Damit sind Farbdrucke möglich, die den analogen Abzügen zumindest ebenbürtig sind. Selbst die digitale SW Fotografie erfährt heute mit den entsprechenden Druckern mit Grautinte eine echte Renaissance, ohne dass man im Dunkeln munkeln muss...

    Bleibt aus meiner Sicht als Argument pro Analog nur noch das Nostalgiegefühl....Aber dagegen helfen auch die besten Argumente nicht...

    Gruß
    Cardhu

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