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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #1
    Ich bin in der privilegierten Situation, dass ich ab etwa August meiner Wege gehen kann, wie ich es möchte.

    eine meiner Traumwanderungen war seit längerem der E 8 - von Dursey Head in Irland bis zu türkischen Grenze und nach Istanbul. Mir ist klar, dass ich aufgrund von Turbulenzen im politischen Bereich, dieses Ziel vielleicht nicht erreiche, auch sind Zwischenstrecken teilweise so gut wie nicht ausgeschildert, aber ich sehne mich danach, dieser europäische Route zu folgen.
    Ich liebe Irland und auch die Türkei und bin vor allem nicht bereit, das letztere Land aufzugeben. Und die Strecken zwischendurch kenne ich teilweise, ich freue mich, sie wieder zu sehen, andererseits genauso darüber, neue Gegenden zu erkunden.

    Dann denke ich darüber nach, wie viel Zeit mich das kosten wird. Das ist eigentlich kein Problem, aber ich sehne mich auch sehr danach, wieder in Schweden zu wandern, an der Elbe mit dem Rad zu fahren und und.

    Wie schafft ihr es, verschiedene Wünsche und Sehnsuchten zu koordinieren, miteinander zu vereinbaren? Erst die lange Strecke sozusagen gnadenlos abzuarbeiten und danach erst andere Strecken oder mal so und mal so?
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  2. Dauerbesucher
    Avatar von Fabian485
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #2
    Das ist bei mir ganz unterschiedlich.
    Am Liebsten würde man natürlich ganz viel reisen und am Liebsten alles auf einmal machen.
    Da das aber nicht geht, wird meistens relativ spontan entschieden.
    Da mögen dann die Wetterbedingungen oder Zug-/Flugangebote mit reinspielen.
    Auch meine Freundin hat natürlich etwas beizutragen.
    Es ist also eher eine relativ spontane Entscheidung und kein Jahresplan.

  3. Dauerbesucher
    Avatar von Fritsche
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #3
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen

    Wie schafft ihr es, verschiedene Wünsche und Sehnsuchten zu koordinieren, miteinander zu vereinbaren? Erst die lange Strecke sozusagen gnadenlos abzuarbeiten und danach erst andere Strecken oder mal so und mal so?
    Ich hatte das Glück, erst sehr spät sesshaft zu werden. Ich habe das meiste, das mich interessiert gemacht. Dann kamen Frau Haus Kind und aus ist.
    Für eine Welt ohne Pressspan

  4. Erfahren
    Avatar von Reddo
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #4
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Erst die lange Strecke sozusagen gnadenlos abzuarbeiten ...
    Auch wenn mich das Streckenwandern und Through-Hiken schon reizt, befürchte ich, dass es irgendwann genau in dieses "abarbeiten" umschlägt und das würde mir wahrscheinlich schnell auf den Keks gehen. Sich in einer Region aufzuhalten und ausgewählte Touren zu machen - dafür eine nach der anderen - das ist eher mein Ding.

    Irland, Schweden, Türkei ... das sind alles Länder, wo ein Flugticket auch nicht die Welt kostet. Mach doch einfach überall die Highlights

  5. AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #5
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Wie schafft ihr es, verschiedene Wünsche und Sehnsuchten zu koordinieren, miteinander zu vereinbaren? Erst die lange Strecke sozusagen gnadenlos abzuarbeiten und danach erst andere Strecken oder mal so und mal so?
    Prioritäten setzen. Persönliche Umstände bedenken. Evtl. vorhandene Partner/Kinder einbeziehen. Welche persönlichen, gesellschaftlichen oder Politischen Faktoren könnten mir absehbar einen Strich durch die Rechnung machen und wie komme ich trotzdem an mein Ziel.

    Das ist alles zu bedenken wenn man bestimmte Wege auf dem Wunschzettel hat. Die Streckenlänge spielt nur für die benötigte Zeit eine Rolle.

    Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass politische Spannungen auf den Wegen eher unbemerkt bleiben. In den Orten kann es aber auch mal zu Diskussionen kommen. Ich war bis jetzt auf dem INT während weit weg bombardiert wurde, dem Via Dinarica als auf der Balkanroute noch so richtig die Post abging. Mitbekommen habe ich von alldem wenig bis nichts. Den Leuten denen man begegnet, begegnet man freundlich und so ist dann fast immer auch das Echo (auch wenn wir hier im Forum schon anderes gelesen haben, bestätigt das nur die Regel).

  6. AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #6
    Diskutieren, gern mit "Unbekannten" (z.B. im Forum )
    Mit Unbekannten deshalb, weil diese weniger versuchen, sich reinzufühlen, was mein Wunsch ist, sondern von sich ausgehen, ähnliche Wünsche aber kennen. Das ist keinesfalls negativ gemeint - du hast ja explizit gefragt, "was würdet ihr machen" nicht "was denkt ihr, soll ich machen".

    Wenn ich die Meinungen und Erfahrungen anderer lese, merke ich eher, was ich wirklich will.

    Ich selber habe gerne einen losen Plan, wie z.B. der lange Fernwanderweg. Sozusagen ein Faden, dem ich folge. So etwas als Plan ist ja nicht total fixiert, also "in 2 Monaten muss ich am Ziel sein". Ich würde am Anfang loswandern und wenn ich merke, dass ich Lust auf etwas andere bekomme, unterbrechen und eine neue Unternehmung angenen. Weiterwandern kannst du ja auch später jederzeit. Sofern das logistisch und finanziell möglich ist.

  7. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #7
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen

    Wie schafft ihr es, verschiedene Wünsche und Sehnsuchten zu koordinieren, miteinander zu vereinbaren? Erst die lange Strecke sozusagen gnadenlos abzuarbeiten und danach erst andere Strecken oder mal so und mal so?
    Bloß nicht "abarbeiten"!
    Schreib alle Ideen auf einen Zettel, damit du sie nicht vergisst, lies dich bei allem ein bisschen ein und dann entscheide spontan und kurzfristig und aus dem Bauch heraus womit du anfängst, was dich genau zu diesem Zeitpunkt am meisten lockt. (Wenn ich recht verstanden habe, ziehst du ja alleine und ohne Zeitdruck los.)
    Und wenn es dir unterwegs länger als drei Tage keinen Spaß mehr macht, dann mach was anderes. Stehen ja genug Ideen auf dem Zettel.
    Auf Tour gehen ist ja Kür, da sollte man kein "Pflichtenheft" abarbeiten. Pflichten haben wir schon im Alltag genug. Und wenn du dann irgendwann ein Ziel auf dem Zettel entdeckst, das du nicht gemacht hast, dann kannst du dich entspannt zurück lehnen und sagen: "Es war mir halt einfach nie danach."
    Manchmal sind es nicht die äußeren Zwänge, die uns beim Glücklichsein im Weg stehen, sondern die eigenen Gewohnheiten/Pläne, unser Selbstbild - quasi die Schiene auf die wir uns selbst gesetzt haben. Spring von ihr ab, wenn das Leben dir schon die Chance gibt.

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Intihuitana
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #8
    Ich bin mitlerweile weg davon mich zu zwingen irgendeine Strecke durchzuprügeln zu müssen. Es sei denn ich will genau das.
    Lieber bleibe ich einmal etwas länger an einem Ort, schaue mir dieses und jenes an und entdecke die kleinen Dinge.
    Das Thruhiken des Thruhiken wegens finde ich total uninteressant.
    Viel interessanter finde ich den Aspekt dass man tatsächlich zu Fuß bis an sein Ziel gekommen ist und gesehen hat wie die Landschaften sich almählich ändern anstatt mit dem Flugzeug plötzlich in einer völlig anderen Welt rausgeworfen zu werden.


  9. Administrator
    Fuchs
    Avatar von sudobringbeer
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #9
    Ich frage mich wieso du - wenn du ja anscheinend völlig frei in deiner Auswahl bist - etwas machen möchtest, dass für dich abarbeiten ist. Ich bin bereit in der Vorbereitung für ein Ziel Dinge zu tun, die nervig und lästig sind (bspw. im Regen laufen gehen, weniger gutes Essen, weniger guter Wein), aber ich würde kein Ziel nehmen bei dem ich schon im vorne hinein weiss, dass es nicht das optimal mögliche ist. Klar wird eine lange Tour immer langweilige Phasen haben, aber die Grundeinstellung sollte ja sein: Es wird phasenweise öde, aber im Gesamten wird es großartig sein. Wenn ich hier einen Traum/Ziel habe der auch realisierbar ist, aber großartiger als der andere erscheint würde ich mich auf diesen fokussieren.

    Auch ich habe bspw. eine Liste von alpinen Zielen die ich gerne machen möchte. Ganz oben stehen die Weisshornüberschreitung und der Lyskamm + Dufourspitze. Dahinter reihen sich diverse andere Touren. Ich starte schon seit 2 Jahren in die Saison mit dem konkreten Plan diese zwei Touren zu machen, aber es hat nie geklappt. Entweder ist der Partner krank geworden, hat ein Kind bekommen oder das Wetter war zu schlecht. Ich habe dann in den Jahren andere Touren gemacht und konnte sie voll und ganz genießen, da ich wusste ich erfülle mir meinen Wunsch Bergsteigen zu gehen mit dem für diesen Moment optimalen Ziel. Ganz anders wäre es gewesen, wenn der Partner fit, das Wetter perfekt die Zeit vorhanden und ich dann einen Berg machen würde der weiter hinten in der Liste steht... Ich würde mich immer fragen wieso mache ich das hier gerade wenn ich eigentlich was anderes machen könnte?

    Was will ich damit sagen? Priorisieren der eigenen Wünsche und festlegen was man dafür benötigt ist für mich sehr wichtig. Dadurch hat man dann ein konkretes Ziel auf das man hinarbeiten kann (organisieren, trainieren, sparen, Zeit planen) und verzettelt sich nicht. Sollte es jedoch mit dem ersten Ziel nicht klappen (Zeit, Geld, etc.) hat man ein ganz klares zweites Ziel, das man sofort annimmt ohne sich darüber zu ärgern, dass es nicht das Erste ist.

    ich habe dazu eine kleine Liste von Hochtouren, Wanderungen, Klettertouren, Urlauben etc. bei denen grob dran steht wie viel Zeit ich brauche, mit wem sie möglich ist und kann so immer recht gut auswählen was gerade je nach Urlaubsmöglichkeit rein passt. Geht das eine große über 5 Wochen nicht, gehen vielleicht 2 kleine a 1 Woche und ich freue mich trotzdem.

  10. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #10
    Ich verstehe dich ebenfalls nicht.... Ab Zeitpunkt X bist du frei wie ein Vogel!? Lass dich doch einfach treiben, laufe hier, laufe da. Wenn es dir irgendwo gefällt bleibste.
    Hau ruck und die nächsten Jahre durch planen würde ich nie und nimmer machen. Du hast dich doch sicherlich dir letzten Jahre genug stressen lassen....
    Da du dir in der TR wahrscheinlich noch nichts zu Schulden kommen lassen, sollte einer Wanderung bis dorthin und weiter doch nichts im Wege stehen?

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

    meine Weltkarte

  11. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #11
    Ich würde eine Liste machen von Sachen, die ich gerne machen würde, als Beispiel ein paar meiner Sachen (bin von der Rente noch recht weit entfernt... ):

    - Winter-Fjälltour (Ski)
    - Spitzbergen- oder Grönlandreise mit Expeditionsschiff
    - Donau komplett mit dem Kajak
    - Neuseeland Rad- oder Trekkingtour
    - USA-Rundreise
    - Reise auf einem Großsegler
    - Radtour rund um die Ostsee
    - Reisen mit Zeichenlehrer (Jens Hübner!!!)
    - Alb-Nordrand-Weg komplett (fehlen noch Stücke)
    - Schwarzwald Westweg
    - Radtour rund um Frankreich
    - Kajaktour Elbe ab Magdeburg (bis dahin hab ich)
    - Rucksackreise nach Bali
    - Wüstentrekking
    - Campingbusreise nach Griechenland
    - Indien
    - ...

    Ich würde so vorgehen, dass ich die Reisen, die die größte Fitness verlangen, als erstes mache, also erst die Trekking- und Fernreisen in belastendes Klima und mit langen Flügen. Rad- und Kajaktouren gehen "länger", zumal im gemäßigten Klima und notfalls mit dem E-Bike...
    Die teureren Reisen wann es eben finanziell geht, dazwischen was billigeres...

    Im Moment, wo ich mich noch an ca. 46 Wochen im Jahr unter der Woche "verkaufe" und die Kinder noch mitgehen, wird von der "Löffelliste" (Siehe Film "Das beste kommt zum Schluss") abgearbeitet, wie sich's eben ergibt. Dieses Jahr konnte ich z.B. die Plitvicer Seen (traumhaft!!!) "abhaken"!

    Gruß und viel Spaß,ich beneide Dich!

    Claudia
    Mein Blog zum Draußensein mit allen Sinnen: www.wanderluchs.de

  12. AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #12
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    ... eine meiner Traumwanderungen war seit längerem der E 8 - von Dursey Head in Irland bis zu türkischen Grenze und nach Istanbul. Mir ist klar, dass ich aufgrund von Turbulenzen im politischen Bereich, dieses Ziel vielleicht nicht erreiche, auch sind Zwischenstrecken teilweise so gut wie nicht ausgeschildert, aber ich sehne mich danach, dieser europäische Route zu folgen.
    Das sind mehr als 4.400 km, trotzdem, mache es.
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    ... aber ich sehne mich auch sehr danach, wieder in Schweden zu wandern, an der Elbe mit dem Rad zu fahren und und.
    Gegen den E8 ist das Fliegenschiss. Das kannst du noch machen wenn du anfängst nach Kreuzfahrten zu schielen.

    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    ... Dann denke ich darüber nach, wie viel Zeit mich das kosten wird. Das ist eigentlich kein Problem,
    Fett von mir.
    Doch, genau das ist dein Problem. Wir beide sind ungefähr gleich alt und kennen uns ein wenig, daher Klartext. Im Laufe des Lebens haben wir die Unsterblichkeit verloren. Die hat man noch, wenn der Ruhestand weit weg ist. "Wenn ich mal in Rente bin ..."
    Dumm ist, dass mit der Rente das Lebensende näher gerückt ist. Die körperliche Leistungsfähigkeit lässt auch immer mehr nach. Wir beiden werden vermutlich noch 20 Jahre haben, und wenn es gut läuft, sind wir die nächsten 10 Jahre fit genug für solche Sachen wie den E8 oder "zu Fuß um die Welt", etc.

    Mein Tipp: Mache dir Gedanken, ob du den E8 am Stück laufen möchtest. Hin und wieder willst du aufs Fahrrad umsteigen. Das könnte helfen, dass es am Ende eine Tour am Stück wird. Wenn es der E8 in großen Teiletappen werden soll, würde ich versuchen pro Jahr zwei dieser Etappen zu machen. Warum? Stelle dir die Frage, ob du das in 5 Jahren noch kannst.

    Ab August bist du frei, fein. An deiner Stelle würde ich spätestens im Frühjahr 2018 starten. Vom Wetter abgesehen, hat das zwei Vorteile:

    1.) Wenn du dir das jetzt körperlich zutraust, wird das in einem Jahr auch so sein. Nennenswerte Krankheiten sind ja eher nicht in Sicht. In 5 Jahren vielleicht doch.

    2.) Entgegen den hier manchmal geäußerten Vorschlägen, sich treiben zu lassen, ist eine so lange Fernwanderung nicht mit "Morgen ist auch noch ein Tag" zu schaffen. Das ist Arbeit, zwar selbstgewählt, trotzdem bleibt es Arbeit. Noch bist du in der täglichen Tretmühle. Die wird dich in einer anderen Spielart auf so einer langen Tour begleiten - oder du kommst nie an. Also los. Das, was du bis jetzt jeden Tag über Jahrzehnte trainiert hast, jeden Morgens raus, widerliche Tage überstehen, wird dir noch helfen. Bist du erst im Rentnerliegestuhl, endet das wie bei den meisten: später bekommt man den Arsch nicht mehr hoch!
    Geändert von Werner Hohn (04.05.2017 um 14:04 Uhr) Grund: Buchstaben getauscht.
    .

  13. Dauerbesucher
    Avatar von Steinchen
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #13
    Ich musste erstmal lachen, weil sich im Grunde nichts daran ändern wird, dass man mehr Zeit ausfüllen möchte, als man zur Verfügung hat

    Ich habe noch einige Jahre zu arbeiten (hoffe ich jedenfalls) und würde es genauso machen, wie heute: eine Wunschliste machen und jeweils das rauspicken, was zur momentanen Situation passt. Ich berücksichtige Zeit, Geld, Fitness und natürlich die Verpflichtungen, die ich sonst noch habe. Meine Wunschliste ist nicht in Stein gemeißelt, ich passe sie an, wenn ich neue Ideen habe oder merke, dass etwas nicht funktioniert.

    Ich fühle mich frei genug, weil ich das Leben lebe, was ich mir gestalte. Wenn ich den Traum von einem so langen Weg hätte, würde ich vielleicht den Einfluss der anderen Faktoren verringern. So könnte man z. B. Möbel einlagern und sich bei einem Verwandten/Freund anmelden, damit das Kümmern um eine Wohnung entfällt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich zwar mit dem Ziel losgehe aber Die Gestaltung offen lasse, also spontan die Wege gehe, die ich mag und andere auslasse oder mit der Bahn fahre. Ich würde mir auch die Freiheit nehmen, das ganze abzubrechen, wenn ich plötzlich mehr Lust auf was anderes habe.

    Spannendes Thema.
    lg Steinchen

  14. Erfahren

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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #14
    ... ja, ich würde das auch schwierig finden, da hat man sich jahrelang darauf gefreut und dann weiß man nicht wie man es anfangen soll. Ich würde auch erst mal den E8 laufen, aber ohne Druck, sondern schon immer mit der Möglichkeit zu unterbrechen. Freunde von mir sind auch regelmäßig mehrere Monate unterwegs, merken aber, wie langsam der Freundeskreis bröckelt, manche Gewohnheiten, die man lieb gewonnen hat fehlen usw. Ich glaube, das muss man für sich testen, ob mehrmonatige Touren das wert sind...

  15. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #15
    heute komme ich leider nicht mehr dazu, etwas mehr dazu zu schreiben. Ich freue mich aber über die vielen Gedanken zum Thema von euch.
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  16. Anfänger im Forum
    Avatar von Blobfisch
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #16
    Ich habe so eine Situation in kleinerem Massstab in den letzten Jahren immer wieder erlebt.
    Letztes Jahr war ich um diese Jahreszeit als Student recht im Stress. Immer wieder hatte ich während vielen durchgearbeiteten Wochenenden Gedanken an alles mögliche was ich dann gerne unternehmen möchte wenn dann erstmal die Prüfungen durch und auch noch die Projektarbeit fertig ist. An dem Wochenende nach Abgabe der Arbeit war ich fast überfordert gerade keine Verpfölichtung zu haben und musste mich daran erstmal wieder gewöhnen. Natürlich folgte dann schon noch die ein oder andere Unternehmung

    Ich finde auch den Vorschlag sich treiben zu lassen gut. Damit meine ich nicht sich erstmal in den erwähnten Rentnerliegestuhl zu setzen, sondern einfach die Touren eher nach Bauchgefühl anzugehen. Ich halte es immer nach dem Motto "Nur so viel planen wie nötig, so viel Freiraum wie möglich". Wie das dann schlussendlich aussieht ist recht individuell. Auch dabei kann man ja die genannten Aspekte wie die Fitness im Kopf behalten.

    Ich glaube du findest schon das was richtig für dich ist. Ich wünsche einen guten Start in die Rente

  17. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #17
    Hallo Sterni,
    ich schließe mich Werner an.

    Mach erst die Sachen die du jetzt noch von deiner körperlichen Verfassung her kannst. Schnell sind ein paar Jahre rum und plötzlich kannst du keine anstrengenden Touren mehr machen.

    Ich selber bin auch nicht mehr weit von der Rente weg und habe lange überlegt was ich dann mache. Eine durchgehende Alpenüberquerung mit Zelt oder eine lange Radtour kreuz und quer durch Deutschland.
    Inzwischen weiß ich, dass ich als erstes die Alpenüberquerung machen werde. So fit wie vor fünf Jahren bin ich nicht mehr und es wird bestimmt nicht besser.
    Radfahren kann ich länger als ein Zelt über die Berge wuchten.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall eine schöne Zeit und dass dir viel gelingen werde wenn du dann davon flatterst.
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  18. Alter Hase
    Avatar von Tie_Fish
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #18
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Wie schafft ihr es, verschiedene Wünsche und Sehnsuchten zu koordinieren, miteinander zu vereinbaren? Erst die lange Strecke sozusagen gnadenlos abzuarbeiten und danach erst andere Strecken oder mal so und mal so?
    Dazu fallen mir ganz wunderbar ein halbes Dutzend Sprüche ein, der Erste:

    "Willst du Buddha zum Lachen bringen, erzähle ihm von deinen Plänen!"

    und:

    “Ja, man muß seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. Aber es gibt keinen immerwährenden Traum, jeden löst ein neuer ab, und keinen darf man festhalten wollen.” ― Hermann Hesse

    Wünsche ändern sich, Pläne verpuffen. Da es bei mir keinen Rententermin gibt, weil ich keine Rente bekomme, fange ich einfach 20 Jahre vorher an, abzuarbeiten, was mir am meisten auf der Seele brennt - in der Hoffnung, dass ich mit Schwung dann noch weit in die Zeit komme, die sich Rentenalter nennt. Oder, so der Schöpfer es will, mich vorher im schönsten Moment zu sich nimmt, so wie vielleicht auch Ueli Steck lieber viel zu früh und auf diese traurige Weise statt alt und krank in einem weißgetünchten Zimmer mit Desinfektionsmittelgeruch seinen Abschied hätte nehmen wollen.

    Ich finde, man sollte sich auf den nächsten Schritt konzentrieren, nicht auf den ganzen Weg. Was nützt es, wenn man das Ziel genau kennt, aber bei den ersten Schritten stolpert? Mach einfach das zuerst, was dich am meisten begeistert und dir am Schönsten/Wichtigsten/Herausfordernsten/WAI erscheint - und zwar sofort. Niemand weiß, ob es ein Morgen geben wird.

    Etwas, was mir geholfen hat, ist die Fokussierung auf Systeme statt Ziele: http://jamesclear.com/goals-systems Bin ich glücklich beim Wandern, dann kann ich nicht hocken und auf die große Wanderung irgendwann warten, sondern muss jetzt wandern, wenn auch nur klein klein.
    Grüße, Tie »

  19. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #19
    erst einmal ein Teil von dem, was ich antworten möchte, der Rest kommt später.

    Zitat Zitat von Reddo Beitrag anzeigen
    Irland, Schweden, Türkei ... das sind alles Länder, wo ein Flugticket auch nicht die Welt kostet. Mach doch einfach überall die Highlights
    Woher soll ich vorher wissen, was für mich die Highlights einer wirklichen Tour sein werden? Da wäre man ja auch sehr fremd bestimmt, nämlich von der Meinung anderer, was denn DAS highlight sein könnte
    außerdem reizt es mich sehr, eine wirklich lange Wanderung zu machen

    Zitat Zitat von Alprausch84 Beitrag anzeigen
    Prioritäten setzen. Persönliche Umstände bedenken. Evtl. vorhandene Partner/Kinder einbeziehen. Welche persönlichen, gesellschaftlichen oder Politischen Faktoren könnten mir absehbar einen Strich durch die Rechnung machen und wie komme ich trotzdem an mein Ziel.
    Das ist bei mir zum Glück alles geklärt, so weit es denn geht. Es ist nur noch mein Sohn finanziell von mir abhängig, er steuert auf den Master irgendwann zu, Tochter ist voll im Berufsleben, Mann wurde schon vor langem abgeschafft. ;)
    Politische Faktoren lassen sich ja leider nicht absehen, da muss ich halt warten, was sich entwickeln wird.

    Zitat Zitat von Alprausch84
    Das ist alles zu bedenken wenn man bestimmte Wege auf dem Wunschzettel hat. Die Streckenlänge spielt nur für die benötigte Zeit eine Rolle.
    Und Zeit habe ich erstmal ohne Ende, heißt Notwendigkeiten durch Beruf, Urlaubsanspruch sind dann obsolet geworden, ok Geld wird auch weiterhin Thema sein, aber ich bin schon recht sparsam


    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Diskutieren, gern mit "Unbekannten" (z.B. im Forum )
    Mit Unbekannten deshalb, weil diese weniger versuchen, sich reinzufühlen, was mein Wunsch ist, sondern von sich ausgehen, ähnliche Wünsche aber kennen. Das ist keinesfalls negativ gemeint - du hast ja explizit gefragt, "was würdet ihr machen" nicht "was denkt ihr, soll ich machen".
    Du hast mich ertappt *g*
    Mit den allermeisten meiner Freunde kann ich so etwas überhaupt nicht besprechen, die finden bereits jetzt schon sehr extrem, was ich mache. wochenlang wandern oder radeln, im Zelt schlafen, auch mal im Wald pennen. Ich weiß zwar durchaus, was ich wirklich will, aber Zeitschiene, Reihenfolge sind ein bisserl diffus und zwischendurch das Gefühl, "was geht dir alles verloren, wenn du jetzt das machst"

    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Bloß nicht "abarbeiten"!
    Schreib alle Ideen auf einen Zettel, damit du sie nicht vergisst, lies dich bei allem ein bisschen ein und dann entscheide spontan und kurzfristig und aus dem Bauch heraus womit du anfängst, was dich genau zu diesem Zeitpunkt am meisten lockt. (Wenn ich recht verstanden habe, ziehst du ja alleine und ohne Zeitdruck los.)
    Das mit dem "abarbeiten" war schon ein Stück weit provokant von mir geschrieben/gemeint. Als düstere Pflicht, wie ein Damoklesschwert über mir schwebend, fände ich mehr als unbehaglich. Nein, einen langen Weg machen und speziell diesen, das ist schon eine Art Herzenssache von mir.
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Manchmal sind es nicht die äußeren Zwänge, die uns beim Glücklichsein im Weg stehen, sondern die eigenen Gewohnheiten/Pläne, unser Selbstbild - quasi die Schiene auf die wir uns selbst gesetzt haben. Spring von ihr ab, wenn das Leben dir schon die Chance gibt.
    Flexibilität ist mein dritter Vorname, die Schiene oder die vorgegebene Richtung kam bei mir durch Beruf und Verantwortung abhängiger Kinder. Da kann man nicht einfach ausbüxen und das jemand anderem überlassen. ok, das ist ja nun teilweise Vergangenheit, da kann das auch bleiben.

    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Ich bin mitlerweile weg davon mich zu zwingen irgendeine Strecke durchzuprügeln zu müssen. Es sei denn ich will genau das.
    Lieber bleibe ich einmal etwas länger an einem Ort, schaue mir dieses und jenes an und entdecke die kleinen Dinge.
    Das Thruhiken des Thruhiken wegens finde ich total uninteressant.
    Danke Inti, dein Es sei denn ich will genau das. trifft es. Ich war noch nie jemand, der sich besondere sportliche ;) Höchstleistungen vorgenommen hat, Truhikes als solches interessierten mich noch nie, ich will und wollte noch nie einen Kampf gegen mich selber gewinnen.
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Viel interessanter finde ich den Aspekt dass man tatsächlich zu Fuß bis an sein Ziel gekommen ist und gesehen hat wie die Landschaften sich allmählich ändern anstatt mit dem Flugzeug plötzlich in einer völlig anderen Welt rausgeworfen zu werden.
    das kann man nicht besser sagen, so geht es mir auch.

    Zitat Zitat von sudobringbeer Beitrag anzeigen
    Ich frage mich wieso du - wenn du ja anscheinend völlig frei in deiner Auswahl bist - etwas machen möchtest, dass für dich abarbeiten ist. Ich bin bereit in der Vorbereitung für ein Ziel Dinge zu tun, die nervig und lästig sind (bspw. im Regen laufen gehen, weniger gutes Essen, weniger guter Wein), aber ich würde kein Ziel nehmen bei dem ich schon im vorne hinein weiss, dass es nicht das optimal mögliche ist. Klar wird eine lange Tour immer langweilige Phasen haben, aber die Grundeinstellung sollte ja sein: Es wird phasenweise öde, aber im Gesamten wird es großartig sein. Wenn ich hier einen Traum/Ziel habe der auch realisierbar ist, aber großartiger als der andere erscheint würde ich mich auf diesen fokussieren.
    wie oben bereits geschrieben, "abarbeiten" war etwas provokativ, aber weniger in eure Richtung, mehr denn in meine. ;)
    Die langweiligen Phasen kenne ich eigentlich so nicht, ich finde immer etwas, was mit gefällt, was interessant ist.
    Was ich jedoch nicht weiß, ob mein Traum einer langen, langen Wanderung mir wirklich das bringt oder besser gesagt, wirklich so existentiell ist für mich, wie ich all die Jahre "gefühlt" habe.

    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Ich würde so vorgehen, dass ich die Reisen, die die größte Fitness verlangen, als erstes mache, also erst die Trekking- und Fernreisen in belastendes Klima und mit langen Flügen. Rad- und Kajaktouren gehen "länger", zumal im gemäßigten Klima und notfalls mit dem E-Bike...
    Fernreisen ziehen mich längst nicht so an, ok, habe auch mal fast ein Jahr in Australien gelebt und kenne so das eine oder andere. Es wäre mir auch schlicht zu teuer, überwiegend Europa und nicht unbedingt fliegen, wenn es machbar ist.

    Gruß und viel Spaß,ich beneide Dich!

    Claudia
    ich beneide mich auch schon. Ich werde so froh sein, wenn dieser neue Lebensabschnitt tatsächlich beginnt.
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  20. AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #20
    gelöscht.

    wurde im Grunde eh schon gesagt
    Geändert von cephalotus (05.05.2017 um 14:46 Uhr)

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