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  1. Erfahren

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #41
    Sternenstaub, du hast geschrieben:

    "Ja, bei mir schmälert ein zu enges Konzept auch die Freude an der Tour, das habe ich mal wieder bei meiner letzten Irlandtour gemerkt."

    Überleg mal, ob es das Konzept (oder der Plan) ist der dich einengt oder du, weil du meinst, den Plan unbedingt genau so ausführen zu müssen?

    Nimm das Konzept als genau das, was es ist, ein Konzept von dem du abweichen kannst und sollst, wenn es DIR passt. Nicht als Krücke, die dich einengt sondern als eine (möglicherweise präferierte) Möglichkeit unter Anderen.

  2. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #42
    Der Plan ist das, was wir tun, wenn uns im Urlaub spontan nichts einfällt und wir zu faul sind uns was auszudenken und uns die Rahmenbedingungen ausnahmsweise mal in Ruhe lassen.

  3. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #43
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Der Plan ist das, was wir tun, wenn uns im Urlaub spontan nichts einfällt und wir zu faul sind uns was auszudenken und uns die Rahmenbedingungen ausnahmsweise mal in Ruhe lassen.

    Irgendwann gehen dann die Rahmenbedingungen ja nicht mehr mit...

    Gruß,

    Claudia
    Mein Blog zum Draußensein mit allen Sinnen: www.wanderluchs.de

  4. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #44
    Manchmal stehen die Rahmenbedingungen auch rot auf weiß auf langen schmalen Zetteln oder in Farbe auf der letzten Seite in der Zeitung oder in gelb quer auf der Straße oder auf großen blauen Tafeln die ganz oben hängen oder 5cm hoch im Keller/auf dem Zeltboden oder in silbern knapp unter der 40 oder deutlich unter der 10 oder leider nicht im Impfpass oder in Schweißperlen auf der Stirn oder bedrohlich in unleserlicher Handschrift auf einem Praxiszettel oder zu lange in der Werkstatt oder ganz überraschend nicht mehr in der Vorratskiste oder diagonal und rot und fett quer über der Eingangstüre zum Laden/Museum/Schwimmbad/Zeltplatz oder gelb-schwarz gestreift auf der Wiese oder oder....
    Geändert von Mus (21.11.2017 um 11:26 Uhr)

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    Avatar von Sternenstaub
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #45
    Zitat Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
    Sternenstaub, du hast geschrieben:

    "Ja, bei mir schmälert ein zu enges Konzept auch die Freude an der Tour, das habe ich mal wieder bei meiner letzten Irlandtour gemerkt."

    Überleg mal, ob es das Konzept (oder der Plan) ist der dich einengt oder du, weil du meinst, den Plan unbedingt genau so ausführen zu müssen?

    Nimm das Konzept als genau das, was es ist, ein Konzept von dem du abweichen kannst und sollst, wenn es DIR passt. Nicht als Krücke, die dich einengt sondern als eine (möglicherweise präferierte) Möglichkeit unter Anderen.
    Ist zwar lange her, dass du nachgefragt hast, Bambus, aber irgendwie war mir das Thema wegen einiger Widrigkeiten aus dem Sinn gekommen. Nein, mein Konzept war eher nicht zu eng, bei mir ist eine Tour, welche nach Plan ausgeführt wird eher selten, ich mag es zu improvisieren und nach meinen Erfahrungen sind Abweichungen eine Chance auf ganz neue Erlebnisse/Erfahrungen. Es war einfach das zeitliche Konzept, aus etwa vier Wochen bis unendlich wurden zwei Wochen, aber ok, auch diese Entscheidung habe ich ja familienbedingt selber getroffen. Also Jammern nutzt nix.
    Und nein, ich halte nun keine große Reden, warum es dann nicht weiter ging oder gehen konnte - nur so viel - vermutlich schaffe ich es, wenigstens zwei Wochen Schweden noch im September dieses Jahres heraus zu schinden, einfach zum wieder Biss bekommen.
    Und nächstes Jahr wird nicht wie dieses, sondern endlich weiter gemacht, per Rad von Hoek van Holland bis etwa Wien. BASTA!!
    Two roads diverged in a wood, and I—
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  6. Alter Hase

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #46
    Könnte es sein, dass du lieber von Reisen träumst, als welche zu machen? Du bist grenzenlos flexibel und hältst nichts von Konzepten oder Plänen, weil dich das einschränkt. Gleichzeitig denkst du dir 100 Komplikationen aus, die dich dann davon abhalten, wirklich loszulaufen oder loszuradeln. Sich vorzustellen, dass bei einem Marsch von Irland nach Istanbul politische Komplikationen stören könnten, dazu gehört schon viel Phantasie. Zwischen Irland und der türkischen Grenze ist das zwar nicht unmöglich aber doch sehr unwahrscheinlich. Und ob das allerletzte Stück überhaupt so die reine Freude wäre, ist eine gute Frage.

    Mich haben die Katzenbilder irritiert. Wer wirklich für länger los und ungebunden sein will, schafft sich eher keine Katzenbabys an.

    Bei uns lief der Einstieg in den Ausstieg so:

    Gebrauchtes Fahrrad gekauft. Aus Zwei-Wochen-Touren ausprobiert. Hilleberg-Zelt gekauft. Das neue Heim.

    Mit den gewonnenen Erfahrungen die Ausrüstung optimiert.

    Topfblumen abgeschafft. Keine Haustiere mehr angeschafft. Garten abgehärtet (Pflanzen, die nicht wartungsfrei sind, suchen sich bitte einen anderen Standort)

    Pläne gemacht.

    Termin gesetzt.

    Zwei Wochen später losgeradelt. Mit Open End.

  7. Erfahren

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #47
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Ist zwar lange her, dass du nachgefragt hast, Bambus, aber irgendwie war mir das Thema wegen einiger Widrigkeiten aus dem Sinn gekommen. Nein, mein Konzept war eher nicht zu eng, bei mir ist eine Tour, welche nach Plan ausgeführt wird eher selten, ich mag es zu improvisieren und nach meinen Erfahrungen sind Abweichungen eine Chance auf ganz neue Erlebnisse/Erfahrungen. Es war einfach das zeitliche Konzept, aus etwa vier Wochen bis unendlich wurden zwei Wochen, aber ok, auch diese Entscheidung habe ich ja familienbedingt selber getroffen. Also Jammern nutzt nix.
    Und nein, ich halte nun keine große Reden, warum es dann nicht weiter ging oder gehen konnte - nur so viel - vermutlich schaffe ich es, wenigstens zwei Wochen Schweden noch im September dieses Jahres heraus zu schinden, einfach zum wieder Biss bekommen.
    Und nächstes Jahr wird nicht wie dieses, sondern endlich weiter gemacht, per Rad von Hoek van Holland bis etwa Wien. BASTA!!
    - dann hast du mein Posting zwar falsch verstanden, aber es genau so gemacht. Konzept ist Konzept - mehr nicht - schön das du es nach deinem Gefühl gemacht hast!

    Wenn du Ende dieses Jahres sagen kannst "I did it my way" - dann war es auch dein Jahr

  8. Fuchs
    Avatar von Meer Berge
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #48
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    einen langen Weg machen und speziell diesen, das ist schon eine Art Herzenssache von mir.
    Dann ist doch alles klar.
    Lebe deinen Traum!
    Mach´s doch einfach!


    Der Rest wird sich ergeben.
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    Avatar von Sternenstaub
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #49
    jetzt komme ich doch noch dazu, zu antworten, so möchte ich das wirklich nicht im Raum stehen lassen.

    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Könnte es sein, dass du lieber von Reisen träumst, als welche zu machen? Du bist grenzenlos flexibel und hältst nichts von Konzepten oder Plänen, weil dich das einschränkt. Gleichzeitig denkst du dir 100 Komplikationen aus, die dich dann davon abhalten, wirklich loszulaufen oder loszuradeln.
    Ich bin jetzt doch mehr als erstaunt, wie kommst du auf eine so absurde Idee? Natürlich gehört das Träumen von Reisen zu der Anfangsmotivation, aus der die allermeisten von uns irgendwann auf Wanderungen, Radlereien, Kanutouren undundund gehen. Wäre mir auch neu, dass ich nie eine Tour gemacht hätte. Keine super lange, das stimmt und auch mal von längeren Zeiträumen unterbrochen, wo es eben nicht ging, die Gründe dürften für euch recht irrelevant sein oder?
    Ich habe auch nicht geschrieben, dass Konzepte oder Pläne wertlos sind und auch nicht, dass ich sie per se als einschränkend sehe. Nur - von einem Plan abzuweichen, weil sich einige Eckdaten geändert haben oder man doch lieber der Straße in einer anderen Richtung für einen Tag folgen möchte, ich halte es für erstrebenswert, dies machen zu können und nicht strikt einem Korsett folgen zu müssen.

    Und das halte ich schon für recht vermessen von dir:
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Gleichzeitig denkst du dir 100 Komplikationen aus, die dich dann davon abhalten, wirklich loszulaufen oder loszuradeln.
    Ich bezweifle mal stark, dass du einschätzen kannst, ob eine Komplikation zumindest für mich ernsthaft ist oder nicht und ich das "Ausdenken" von Komplikationen als Vorwand nehme, nicht los gehen zu müssen, also echt, sry, da bekomme ich echt einen Hals, was maßt du dir eigentlich an?

    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Sich vorzustellen, dass bei einem Marsch von Irland nach Istanbul politische Komplikationen stören könnten, dazu gehört schon viel Phantasie. Zwischen Irland und der türkischen Grenze ist das zwar nicht unmöglich aber doch sehr unwahrscheinlich. Und ob das allerletzte Stück überhaupt so die reine Freude wäre, ist eine gute Frage.
    Wer hätte sich noch vor 5-6 Jahre vorstellen können, dass sich in Europa so vieles zum negativen verändern würde/könnte, fast egal, zu welchem Nachbarn wir schauen. Mir scheint, du bist da ein wenig blauäugig. Ich hätte mir auch nicht denken können, dass ich zB zurzeit definitiv nicht in die Türkei reisen würde! Schön, wenn du so sicher bist, dass alles "wunderbar" bleibt, dann hoffe ich mal, dass du recht behältst.

    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Mich haben die Katzenbilder irritiert. Wer wirklich für länger los und ungebunden sein will, schafft sich eher keine Katzenbabys an.
    Wenn ich mal vielleicht sogar mehrere Monate auf Tour gehen wollen würde, kann sich mein Sohn aus diesem Grund keine Tiere anschaffen, für die er letztendlich verantwortlich ist? Grübel. Das werde ich ihm erzählen, könnte sein, dass seine Reaktion eher unfreundlich wäre. Du ziehst unentwegt Schlüsse, weißt aber weder etwas über meine Wohnsituation noch sonstigen Umstände.

    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Bei uns lief der Einstieg in den Ausstieg so:

    Gebrauchtes Fahrrad gekauft. Aus Zwei-Wochen-Touren ausprobiert. Hilleberg-Zelt gekauft. Das neue Heim.

    Mit den gewonnenen Erfahrungen die Ausrüstung optimiert.

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    Pläne gemacht.

    Termin gesetzt.

    Zwei Wochen später losgeradelt. Mit Open End.
    Glückwunsch dazu, dass du das so durchführen konntest. Kann aber nicht jeder, es gibt ja die unterschiedlichsten Lebensumstände, wünsche etc. Und manche Möglichkeiten, die der eine hat, sind beim anderen nicht gegeben. Jeder wie er denkt oder kann oder siehst du das anders?
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  10. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #50
    Zitat Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
    - dann hast du mein Posting zwar falsch verstanden, aber es genau so gemacht. Konzept ist Konzept - mehr nicht - schön das du es nach deinem Gefühl gemacht hast!

    Wenn du Ende dieses Jahres sagen kannst "I did it my way" - dann war es auch dein Jahr
    Danke Bambus!

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Meer Berge Beitrag anzeigen
    Dann ist doch alles klar.
    Lebe deinen Traum!
    Mach´s doch einfach!


    Der Rest wird sich ergeben.
    das habe ich auch vor, keine Panik, zur Not nehme ich halt mein Handtuch mit.
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  11. Alter Hase

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #51
    Schon gut. Ich hatte das eigentlich freundlich gemeint. Auch bei mir bleiben sehr viele Reisen Träume. Und das stört mich nicht besonders. Ist doch schön, wenn man noch solche Träume hat. Schlimmer wäre es, "alles" schon gesehen, bereist, getan zu haben. Ich bereite sogar lange Reisen/Touren vor, ohne dass sie ernsthaft in Planung wären. Kommt Zeit - kommt Reise. Außerdem macht mir das Spaß.

    Viele Menschen träumen von Reisen, die sie nie machen.

    Deine Reiseberichte habe ich gelesen. Mit einer Langstrecken-Wanderung quer durch Europa kannst du das nicht vergleichen. Was vermutlich an den Möglichkeiten deiner Urlaube lag. Solange ich von dir lese, klang da aber schon der Traum durch, einfach mal loszugehen. Ohne Zeitbegrenzung. Auch solche Träume haben viele. Ob man sie dann umsetzt, ist eine ganz andere Frage. Für mich übrigens nicht mehr. Ich habe viele Langzeitreisen in meiner Jugend gemacht und kenne meine Grenzen. Irgendwann, spätestens nach sechs Monaten, möchte ich nach Hause. Nicht zuletzt aus völliger Überladung mit Eindrücken. Aber egal.

    Die Naivität zu meinen, dass in dieser Zeit in Europa kein Bürgerkrieg ausbricht, die Russen nicht einmarschieren und sich Länder nicht so verändern, dass du sie nicht mehr besuchen möchtest, braucht man wahrscheinlich für Touren dieser Art. Sonst kommt man nicht mehr los. Wenn man auch meint, dass sich solche Veränderungen nicht so plötzlich ereignen, dass man nicht rechtzeitig ausreisen könnte - immer klappt das nicht.

    Meine Erlebnisse dieser Art: auf einmal mitten im Choleragebiet, alle Nachbarstaaten schließen die Grenzen. Mitten im Sahel bricht eine Hungersnot aus. Die Visabestimmungen ändern sich, so dass ich aus dem mittelafrikanischen Staat nicht mehr rauskam. Spektakuläre Präsidentenermordung mit sofortigem Rumgeballer rundum und geschlossenen Grenzen. Im Jemen wurde sowieso ganztags geballert. Kleinere Effekte dann auch in Europa. Komplizierte Entwicklungen in Spanien. Kriegsrecht in Frankreich. Landminen auf dem Balkan. Unruhen in der Ukraine.

    Das hindert mich nicht dran, immer wieder auf Tour zu gehen. Und wenn man tatsächlich jederzeit mit solchen Entwicklungen rechnet, wird es schwierig.

    Unsere Reise, die in der Ukraine endete, sollte an sich nach Jerusalem gehen. Nachdem es dazu keinen Landweg mehr gab, bogen wir am Schwarzen Meer in die Gegenrichtung ab. War völlig in Ordnung. Träumen wir halt weiter vom Weg nach Jerusalem. Wenn es auch inzwischen eher ein Alptraum geworden ist.

    Und: Ach so. Die Katzen gehören deinem Sohn, der bei dir wohnt. Meine Kinder sind alle bald nach dem 18. Geburtstag ausgezogen. Da kann ich nicht mitreden.

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    #52
    ok, dann habe ich dich falsch verstanden, tut mir leid, Enja. Natürlich kenne ich das auch, Träume zu haben, von denen man weiß, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht realisiert werden können. Ich habe zum Beispiel etliche Jahre alles an Weltumsegelungen, Reisen mit dem Schiff über alle Ozeane verschlungen und immer noch einen stattlichen Bestand an Büchern darüber. Hat sich nicht ergeben, weil eben nicht finanzierbar und meine Sehnsucht nicht so weit ging, dem alles unter zu ordnen. Deswegen ist es wirklich gut und erfreulich, dass man bei anderen Menschen quasi "mitreisen" kann.
    Und natürlich verändern sich ein Stück weit auch die Realitäten, weil einige Grundbedingungen sich verändern. Egal, ob es sich um zunehmendes Alter, eventuelle Krankheiten oder Finanzielles handelt.
    Ich muss mal wieder meine bisher einzige Islandkarte heraus holen, die ich vor Jahrzehnten als halbes Kind noch vom knappen Taschengeld gekauft habe. Da habe ich Stunden lang auf dem Boden gelegen und mir Routen angeschaut und versucht in der Stadtbiblio Bücher über Island zu bekommen. Das galt zwar noch als Lesestoff für Erwachsene, aber die Bibliothekarin hatte Einsehen.

    Ja, ich weiß, dass ich eine wirklich längere Reise in dem Sinne nie gemacht habe oder immer nur Stückchen weise sowas läppisches wie den Elberadweg gefahren bin, es ging nicht anders und ein Stückchen ist immer besser als gar nichts.
    Ich hatte meine Statusmeldung eigentlich nur gebracht, weil ich von Leuten gefragt wurde, wann ich das endlich denn mache mit der langen Reise. Und dachte, den einen oder anderen interessiert es vielleicht, dass es durchaus weiter ernsthaft auf meiner Agenda steht. Deswegen erwischte mich dein Beitrag auf dem offensichtlich falschen Fuß.
    Meine Kinder hätten jederzeit mit meinem Segen mit 18 ausziehen können, wäre sich aber finanziell nicht ausgegangen. Mit ihrem Ausbildungssalär hätte sich zB. meine Tochter sich keine eigene Wohnung leisten können. Mein Sohn hängt leider finanziell zum großen Teil noch an meinem Tropf, ist so, gefällt ihm auch nicht, manches lässt sich aber nicht so leicht ändern. aber bevor ich hier uninteressierenderweise mein ganzes Leben ausbreite lasse ich das mal einfach so stehen.
    Ich habe mir übrigens bereits zwei mögliche Termine gesetzt, das auch in der Familie mitgeteilt, ganz SO planlos lebe ich nun doch nicht.
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  13. Alter Hase

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #53
    Träume sind was schönes. Aber bevor man sie realisiert, darf man durchaus die Realität einbeziehen. Und wenn das dann nicht passt, träumt man eben weiter.....

  14. Gerne im Forum

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #54
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Träume sind was schönes. Aber bevor man sie realisiert, darf man durchaus die Realität einbeziehen. Und wenn das dann nicht passt, träumt man eben weiter.....

    Ich kenne viele Leute, die haben gar keine Träume mehr. Die leben den ganzen Tag in ihren Realismus, stur nach dem Ego. Was ein Traum ist, haben sie längst vergessen...
    Nur: "Mein Auto, mein Haus, mein Urlaub".

    Auch wenn ein vorher gesetztes Ziel nicht klappt (zB. gesundheiticher Zwischenfall) ist das alles andere als schlimm. Man kann es erneut versuchen oder den Weg nach dorthin verändern.

    Mir kommt ad hoc ein (Mensch, ist das schon lange her) Oldie in den Sinn > https://www.youtube.com/watch?v=FEPCA1Xtw9E.
    Wie wahr, wie wahr - Gänsehaut pur.

  15. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #55
    Zitat Zitat von Jens1502 Beitrag anzeigen
    Ich kenne viele Leute, die haben gar keine Träume mehr. Die leben den ganzen Tag in ihren Realismus, stur nach dem Ego. Was ein Traum ist, haben sie längst vergessen...
    Nur: "Mein Auto, mein Haus, mein Urlaub".
    Ach wenn man alles hat...es gibt auch für diese Menschen noch Traumautos, -häuser und Urlaube.
    Sind eben Konsumwerte und keine Erfahrungswerte.

    Bin langsam in dem Alter, wo die Granaten langsam näher einschlagen.
    Habe selbst vor 3 Jahren nach einem Unfall mit dreifachem Schädelbruch im Krankenhaus gelegen,
    da treffen Zukunftsträume auf eine harte Realität.
    Die Antwort auf die Frage, was man erlebt oder gemacht haben muss um sagen zu können
    sinnvoll gelebt zu haben, ist sehr individuell.

    Thomas

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