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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #21
    Zitat Zitat von cephalotus Beitrag anzeigen
    gelöscht.

    wurde im Grunde eh schon gesagt
    War aber richtig.


    @Sternenstaub: Deine Frage ist ja so sehr auf die Luxuskomponente Deines Problems zugespitzt, dass es schon fast etwas Provokatives hat. Ich habe Schwierigkeiten, mich hineinzuversetzen, also zu akzeptieren, dass es sich überhaupt um ein Problem handelt.

    Aber ich simuliere mal die Situation, übersetze sie für mich und gebe eine eigene Antwort. Sörmlandsleden, Rondanestien, Burgund, Deutschland diagonal oder endlich mal von Nechlin nach Burg Stargard – was mache ich jetzt als Erstes? Vernünftig nach einer touristischen Lebenslogik wäre es, das Neue und das Schwierigste bald anzugehen, sofern man hinreichend trainiert ist. Also gleich mal mit den Norwegen-Vorbereitungen beginnen, bisschen rumbuchen und so.

    Dann würde ich nach draußen gucken und sehen: Ach fein, grau und kühl mit leichten Schauern, bestes deutsches Loslaufwetter. Also Rucksack packen und Fahrkarte kaufen und übermorgen in Bad Säckingen loslaufen mit offenem Ende, aber wohl nicht länger als vier Wochen. Irgendeinen Sinn muss die ganze Freiheit ja haben.

    Ich würde also den Weg des mittleren Widerstandes wählen, mehr Ehrgeiz ist da nicht. Rondanestien bleibt einstweilen ungelebtes Leben, also das Schrecklichste überhaupt, aber nächstes Jahr mache ich es dann wahrscheinlich doch.

    Leider einstweilen nur eine Simulation.

    Aber egal. Du wirst Spaß haben. Läuft bei Dir.
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #22
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Das sind mehr als 4.400 km, trotzdem, mache es.
    Genau, das ist es, eigentlich eine Wahnsinnstrecke. aber wandern in meinem Tempo, wie Inti schrieb die verschiedensten Landschaften an sich vorbei ziehen sehen oder besser in ihnen herum zu latschen. Es selber zu tun und nicht drüber zu lesen, Realität der schmerzenden Füße

    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    ....gleich alt und kennen uns ein wenig, daher Klartext. Im Laufe des Lebens haben wir die Unsterblichkeit verloren. Die hat man noch, wenn der Ruhestand weit weg ist. "Wenn ich mal in Rente bin ..."
    Dumm ist, dass mit der Rente das Lebensende näher gerückt ist. Die körperliche Leistungsfähigkeit lässt auch immer mehr nach. Wir beiden werden vermutlich noch 20 Jahre haben, und wenn es gut läuft, sind wir die nächsten 10 Jahre fit genug für solche Sachen wie den E8 oder "zu Fuß um die Welt", etc.
    Das ist auch das, was mir immer wieder im Kopf herum schwirrt. Wie lange geht das überhaupt noch? Körperlich und auch geistig. Ich witzele zwar öfters, dass ich noch mit Rollator in Schweden wandern gehen werde, sehe das aber durchaus skeptisch wg Machbarkeit. Vielleicht habe ich dann auch gar keinen Bock mehr zu.

    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Mein Tipp: Mache dir Gedanken, ob du den E8 am Stück laufen möchtest. Hin und wieder willst du aufs Fahrrad umsteigen. Das könnte helfen, dass es am Ende eine Tour am Stück wird. Wenn es der E8 in großen Teiletappen werden soll, würde ich versuchen pro Jahr zwei dieser Etappen zu machen. Warum? Stelle dir die Frage, ob du das in 5 Jahren noch kannst.
    Am Stück wird nicht gehen, das halte ich für mich persönlich für zu unrealistisch, lange Teilstücke sind aber angedacht.

    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    spätestens im Frühjahr 2018 starten.
    Ich beabsichtige schon früher zu beginnen. Nach einigem Überlegen habe ich vor wenigen Wochen (um mich auch selber zu motivieren, eine Entscheidung zu treffen) die Irlandstrecke erst einmal vorgeplant. Und auch einen Flug am 09.08. von Düsseldorf nach Cork gebucht, von Cork kommt man relativ gut nach Dursey Head.
    Das ist noch alter Urlaub, der 03.08. ist mein letzter Arbeitstag. Ich werde in Irland etwa 4 Wochen Zeit erstmal haben, da ich im September ein paar wichtige Termine habe.

    Und dann im Oktober vielleicht von dort, wo ich zuletzt war, weiter durch die Landschaft schlendern.
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    2.) Entgegen den hier manchmal geäußerten Vorschlägen, sich treiben zu lassen, ist eine so lange Fernwanderung nicht mit "Morgen ist auch noch ein Tag" zu schaffen. Das ist Arbeit, zwar selbstgewählt, trotzdem bleibt es Arbeit. Noch bist du in der täglichen Tretmühle. Die wird dich in einer anderen Spielart auf so einer langen Tour begleiten - oder du kommst nie an. Also los. Das, was du bis jetzt jeden Tag über Jahrzehnte trainiert hast, jeden Morgens raus, widerliche Tage überstehen, wird dir noch helfen. Bist du erst im Rentnerliegestuhl, endet das wie bei den meisten: später bekommt man den Arsch nicht mehr hoch!
    Ich weiß nicht, ich sehe deine Argumente, aber dieses strikte Muss, jeden Tag zu gehen (oder verstehe ich das falsch?), das wäre nicht meines. Ich brauche lieber länger, lege dafür aber mal einen freien Tag ein, mir ist nicht nur das Gehen wichtig, sondern auch Kommunikation, irgendwo verweilen. Und aber dann vor allem, weiter zu gehen, weil hinterm Horizont wieder neues wartet.

    Zitat Zitat von Steinchen Beitrag anzeigen
    ..
    Wenn ich den Traum von einem so langen Weg hätte, würde ich vielleicht den Einfluss der anderen Faktoren verringern. So könnte man z. B. Möbel einlagern und sich bei einem Verwandten/Freund anmelden, damit das Kümmern um eine Wohnung entfällt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass ich zwar mit dem Ziel losgehe aber Die Gestaltung offen lasse, also spontan die Wege gehe, die ich mag und andere auslasse oder mit der Bahn fahre. Ich würde mir auch die Freiheit nehmen, das ganze abzubrechen, wenn ich plötzlich mehr Lust auf was anderes habe.

    Spannendes Thema.
    ne, Wohnung aufgeben, das geht nicht, kann nicht meinen Sohn mitsamt Möbeln unter irgendeiner Brücke ausquartieren, parken, das wäre denn doch etwas zu unfreundlich.


    Zitat Zitat von Galadriel Beitrag anzeigen
    ... ja, ich würde das auch schwierig finden, da hat man sich jahrelang darauf gefreut und dann weiß man nicht wie man es anfangen soll. Ich würde auch erst mal den E8 laufen, aber ohne Druck, sondern schon immer mit der Möglichkeit zu unterbrechen. Freunde von mir sind auch regelmäßig mehrere Monate unterwegs, merken aber, wie langsam der Freundeskreis bröckelt, manche Gewohnheiten, die man lieb gewonnen hat fehlen usw. Ich glaube, das muss man für sich testen, ob mehrmonatige Touren das wert sind...
    Ich denke, ich bin eher kein Gewohnheitsmensch, manche Gewohnheiten, Routinen werden ja auch eher lästig, mir jedenfalls. Bis auf wenige wohnen meine Freunde eher zerstreut und mit denen kommuniziere ich eher per mail oder bei gegenseitigen Besuchen, da befürchte ich eigentlich nix.
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #23
    Zitat Zitat von Blobfisch Beitrag anzeigen
    Ich habe so eine Situation in kleinerem Massstab in den letzten Jahren immer wieder erlebt.
    ()
    natürlich folgte dann schon noch die ein oder andere Unternehmung

    Ich finde auch den Vorschlag sich treiben zu lassen gut. Damit meine ich nicht sich erstmal in den erwähnten Rentnerliegestuhl zu setzen, sondern einfach die Touren eher nach Bauchgefühl anzugehen. Ich halte es immer nach dem Motto "Nur so viel planen wie nötig, so viel Freiraum wie möglich". Wie das dann schlussendlich aussieht ist recht individuell. Auch dabei kann man ja die genannten Aspekte wie die Fitness im Kopf behalten.
    Ich lasse mich auch manchmal eher gerne treiben, kann aber auch recht zielstrebig sein, sobald ich mich in eine gewisse Routine hinein gefunden habe, kommt dann das Gefühl, wie schön es ist, einfach weiter zu gehen oder zu radeln. das habe ich bereits mehrmals erlebt und hoffe wieder darauf.

    Zitat Zitat von blauloke Beitrag anzeigen
    Hallo Sterni,
    ich schließe mich Werner an.

    Mach erst die Sachen die du jetzt noch von deiner körperlichen Verfassung her kannst. Schnell sind ein paar Jahre rum und plötzlich kannst du keine anstrengenden Touren mehr machen.
    [...]
    Inzwischen weiß ich, dass ich als erstes die Alpenüberquerung machen werde. So fit wie vor fünf Jahren bin ich nicht mehr und es wird bestimmt nicht besser.
    Radfahren kann ich länger als ein Zelt über die Berge wuchten.

    Ich wünsche dir auf jeden Fall eine schöne Zeit und dass dir viel gelingen werde wenn du dann davon flatterst.
    danke dir Locke. Deine Pläne klingen spannend, wobei ich mir eine Alpenquerung nicht zutrauen würde, aber ich kenne mich da auch schlicht zu wenig aus.


    Zitat Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
    Dazu fallen mir ganz wunderbar ein halbes Dutzend Sprüche ein,[....]
    und:

    “Ja, man muß seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. Aber es gibt keinen immerwährenden Traum, jeden löst ein neuer ab, und keinen darf man festhalten wollen.” ― Hermann Hesse
    das kannte ich noch nicht, gefällt mir.
    Wobei es mindestens 3 größere Träume bei mir gibt (neben all den kleinen) und der E 8 - also diese lange Wanderung durch vertraute aber auch völlig unbekannten Gegenden seit einiger Zeit derjenige war, der mich am meisten aufrecht gehalten hat. Ein Traum, dessen Erfüllung einige Jahre lang vollkommen unrealistisch war, der mich aber immer wieder mit dem Alltag versöhnt hat. Nach dem Motto: Da kommt noch etwas.

    Zitat Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
    Ich finde, man sollte sich auf den nächsten Schritt konzentrieren, nicht auf den ganzen Weg. Was nützt es, wenn man das Ziel genau kennt, aber bei den ersten Schritten stolpert? Mach einfach das zuerst, was dich am meisten begeistert und dir am Schönsten/Wichtigsten/Herausfordernsten/WAI erscheint - und zwar sofort. Niemand weiß, ob es ein Morgen geben wird.
    Ich bin ja quasi schon auf dem Weg. aber irgendwie kam die letzten Tage dann eine gewisse Unsicherheit in mir auf, geht das so, pack ich das? Den wirklich erste Schritt werde ich dann gehen, wenn ich am Dursey Head stehe und mich auf den Weg mache.

    Zitat Zitat von Tie_Fish Beitrag anzeigen
    Etwas, was mir geholfen hat, ist die Fokussierung auf Systeme statt Ziele: http://jamesclear.com/goals-systems Bin ich glücklich beim Wandern, dann kann ich nicht hocken und auf die große Wanderung irgendwann warten, sondern muss jetzt wandern, wenn auch nur klein klein.
    das ist ganz klar, ich habe ja auch nie daheim gehockt und meine Umgebung mit Tränen getränkt, weil ich diesen langen Weg erst in (damals) ferner Zukunft gehen kann, die Fuße jucken und dann muss man raus, deswegen kenne ich mich in manchen Ecken jetzt teils ganz gut aus.


    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen

    @Sternenstaub: Deine Frage ist ja so sehr auf die Luxuskomponente Deines Problems zugespitzt, dass es schon fast etwas Provokatives hat. Ich habe Schwierigkeiten, mich hineinzuversetzen, also zu akzeptieren, dass es sich überhaupt um ein Problem handelt.
    Hmm. Ob etwas ein Problem ist, kommt bekanntermaßen auch auf den Punkt an, auf welchem man gerade steht. ;)

    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Aber ich simuliere mal die Situation, übersetze sie für mich und gebe eine eigene Antwort. Sörmlandsleden, Rondanestien, Burgund, Deutschland diagonal oder endlich mal von Nechlin nach Burg Stargard – was mache ich jetzt als Erstes? Vernünftig nach einer touristischen Lebenslogik wäre es, das Neue und das Schwierigste bald anzugehen, sofern man hinreichend trainiert ist. Also gleich mal mit den Norwegen-Vorbereitungen beginnen, bisschen rumbuchen und so.
    Da haben wir schon einmal eine andere Herangehensweise, ich nehme zwar für mich in Anspruch durchaus logisch zu denken, aber eine strikte Strukturierung ist nicht meines. Und nach Schwierigkeitsgrad an sich bin ich noch nie gegangen, ok, ehrlich gesagt liegt dies auch ein Stück weit daran, dass ich mir meiner Möglichkeiten durchaus bewusst, also meine Pläne nicht irgendwie besonders hoch gesteckt sind. Ich mache gern aus meinen Projekten eine Zufälligkeitsveranstaltung, also ob es links oder rechts herum geht, wo ich mein müdes Haupt bette.
    Wobei, wenn ich das nachfolgende lese, so weit sind wir da nicht auseinander, das hört sich nicht mehr so methodisch sondern eher spontan an, gut.

    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen

    Dann würde ich nach draußen gucken und sehen: Ach fein, grau und kühl mit leichten Schauern, bestes deutsches Loslaufwetter. Also Rucksack packen und Fahrkarte kaufen und übermorgen in Bad Säckingen loslaufen mit offenem Ende, aber wohl nicht länger als vier Wochen. Irgendeinen Sinn muss die ganze Freiheit ja haben.
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen

    Ich würde also den Weg des mittleren Widerstandes wählen, mehr Ehrgeiz ist da nicht. Rondanestien bleibt einstweilen ungelebtes Leben, also das Schrecklichste überhaupt, aber nächstes Jahr mache ich es dann wahrscheinlich doch.

    Leider einstweilen nur eine Simulation.

    Aber egal. Du wirst Spaß haben. Läuft bei Dir.
    Das würde ich auch, wenn ich nur eine Simulation zu eigen hätte. Aber es wird Realität, da staune ich ein Stück weit drüber. Danke für deine Einschätzung.
    Aber so richtig glauben, werde ich es erst dann können, wenn ich unterwegs bin.
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  4. Anfänger im Forum
    Avatar von LaMarmotte
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #24
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Was ich jedoch nicht weiß, ob mein Traum einer langen, langen Wanderung mir wirklich das bringt oder besser gesagt, wirklich so existentiell ist für mich, wie ich all die Jahre "gefühlt" habe.
    Du wirst es nur herausfinden, wenn du es tust. Und wenn du es nicht tust, wirst du immer, immer, immer diesem Traum hinterherhängen und dich danach sehnen, es doch noch zu tun - oder irgendwann bereuen, es nicht getan zu haben, als du die Freiheit dafür hattest.

    Und nach deinem (wahr gewordenen) Traum kommt ein neuer Traum.

    Bis dahin: viel Spaß auf deinem großen Weg!

  5. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #25
    Zitat von Sternenstaub
    "Was ich jedoch nicht weiß, ob mein Traum einer langen, langen Wanderung mir wirklich
    das bringt oder besser gesagt, wirklich so existentiell ist für mich, wie ich all die Jahre "gefühlt" habe..."


    ...was soll sich für dich danach vom grundlegenden momentanen Zustand gefühlt unterscheiden???
    Ich vernehme bei dir eine Sehnsucht nach etwas, was derzeit aber durch Beruf für dich nicht möglich ist
    zu erfahren.

    „Alles ist gut, alles. Der Mensch ist nur deshalb unglücklich, weil er nicht weiß,
    dass er glücklich ist. Das ist alles, alles.
    Wer das erkennt, wird sofort glücklich sein, im selben Augenblick.“

    Dostojewskij, Die Dämonen. Roman

    Thomas

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    Avatar von Igelstroem
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    AW: wie ist das mit dem Zunkunftsträumen?

    #26
    Zitat Zitat von LaMarmotte Beitrag anzeigen
    Und wenn du es nicht tust, wirst du immer, immer, immer diesem Traum hinterherhängen und dich danach sehnen, es doch noch zu tun - oder irgendwann bereuen, es nicht getan zu haben, als du die Freiheit dafür hattest.
    Ist das nicht eine reichlich dramatisierende Beschreibung? Im Unterschied zu jemandem, der etwa seinen Job kündigt, um sich seinen Traum zu erfüllen, kann doch Sternenstaub jederzeit ohne Risiko aufbrechen (außerdem ist "E8" ja mit Verlaub ein ziemlich künstliches Gebilde, d.h. der imaginative Gehalt des Traums ist in Wirklichkeit nicht zwangsläufig an eine ganz bestimmte Ausführungsart gebunden).
    Wenn sie es dann nicht tut (und stattdessen irgendetwas anderes tut), würde das ja nur anzeigen, dass der Traum nicht stark genug ist, um handlungsleitend zu sein. Träume können ja auch mal verblassen; das ist dann nicht gleich ungelebtes Leben, das man später bereut.
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  7. Anfänger im Forum

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #27
    Mit dem träumen ist das so eine Sache (oder mit den Träumen).

    Im letzten Jahr hatte ich die Idee mal mit dem Fahrrad in Schweden unterwegs zu sein.
    Aus dem Bekannten- und Freundeskreis wollte/konnte niemand mit, meine Frau konnte ich auch nicht begeistern.
    Aber besser allein als gar nicht; ich habe dann die Fähre Kiel-Göteborg gebucht und wollte wieder Richtung Süden fahren.
    6 Wochen vor Abfahrt wurde ich richtig krank, Fieber, Ursache unklar.
    3 Monate habe ich mich dann hingeschleppt, dann hat man das Fieber mit Cortison in den Griff bekommen.
    In diesem Jahr versuche ich es noch einmal, die Fähre geht am 2. Juli . . . .
    Ich habe das Gefühl, das mir mir knapp 62 Jahren so langsam die Zeit wegläuft, viel Zeit körperlich anstrengende Dinge zu tun habe ich evtl. nicht mehr.
    Schnell kann es sein, dass Vieles schon aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist.
    Dazu kommen Verpflichtungen, denen man sich aus rechtlichen oder moralischen Gründen nicht entziehen kann (auch Eltern werden einmal alt).
    Seit dem letzten Jahr ist für mich klar, dass ich Ideen und Pläne so zeitnah wie möglich umsetze.
    Ich möchte nicht irgendwann bedauern, eine gute Möglichkeit zu leben nicht wahrgenommen zu haben.
    Geändert von gruenspan (16.06.2017 um 16:45 Uhr)

  8. Fuchs
    Avatar von Rainer Duesmann
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #28
    Geh einfach los und gut ists.
    Ab Irland kannst du jederzeit nachbessern (Ausrüstung), unterbrechen oder umdisponieren.
    Lass dich treiben und du wirst in kurzer Zeit deinen Rhythmus finden, sicher.

    Viel Spaß,
    Rainer

    (Ich brauche noch 12 Jahre um in deine Fußstapfen zu treten. )

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #29
    Vielen Dank für eure Beiträge. Habe gerade erst, als ich etwas schreiben wollte, gemerkt, dass da ja noch etwas eingtrudelt ist.

    @ LaMarmotte

    ich bin eigentlich eher Realistin. Wenn ich es machen könnte, aber nicht verwirkliche oder gar immer Gründe finde, es nicht tun zu können, war es halt eine gedankliche Seifenblase. Irgendwie schon blöd, aber kein Drama.

    @ atlinblau

    ich bin ein relativ Freiheitsorienter Mensch, jetzt bin ich noch in Arbeitsprozesse, Verantwortlichkeiten eingebunden, bald jedoch eben nicht mehr. Das eröffnet ganz andere Möglichkeiten

    @ Igelstroem

    ja und nein. Wenn ich halt unter die alimentierten Nichtstuer gehe, habe ich wie du schreibst, alle Zeit und alle Möglichkeiten der Welt, meine Wünsche zu verwirklichen.
    Nein im Sinne von, es ist nicht irgendein beliebiger Weg für mich, den ich gehen möchte. Ein Weg durch Europa von einem meiner absoluten Lieblingsländer quer durch Europa und möglichst weit nach Osten. Ich finde schon, dass das einen ganz speziellen Charakter hat, letztlich (auch wenn sich das vielleicht abgehoben anhört) ein abklopfen von Traum und Realität des Gebildes Europa. Das Verbinden von Ländern zieht mich an.

    @ gruenspan

    gebe bloß nicht auf. Radeln in Schweden ist nicht schwierig und auch einfach wirklich schön. ich bin auch zweimal durch Schweden geradelt, auf meine eher gemächliche Art und habe es überwiegend sehr genossen. andere fahren sportlicher, denen hat es auch gut gefallen.
    Gibt einige nette Reiseberichte vom Radeln in Schweden!

    @ Rainer Duesmann

    genau so werde ich es machen!

    @ all

    Am 09.08. geht es los, neben Flug ist auch eine Übernachtung in Cork gebucht, weil ich da erst am späten Nachmittag ankomme. Mal schauen, wie weit ich in 4-5 Wochen komme, dann habe ich nämlich erst einmal einen Termin in Wien. Route in Irland ist ausgedruckt (gibt da echt gute maps im Internet) und die Karten für den englischen part sind bestellt, wenn es klappt, wird das im Oktober sein!!!
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #30
    nachdem Locke mich in seinem Reisebericht über das Labertal darauf aufmerksam gemacht hat, dass ich bisher noch nicht wirklich mit der Verwirklichung meiner Träume begonnen habe, verfiel ich in das große Nachdenken. Wo kann ich nachbessern, wie kann ich das ändern, kann ich es mir leisten, es zu ändern, will ich es ändern?
    Das letztere definitiv ja, ich brenne immer noch dafür, meinen Weg durch Europa zu gehen. Ich bin überzeugt vom europäischen Konstrukt - ähem noch eher von einem Eine-Welt-Konstrukt, was ich aber in meinem Alter und mit meinen finanziellen Möglichkeiten nicht als wanderbar mir vorstellen kann.
    Das Alter ist ein Handicap, aber auch meine beschränkten finanziellen Verhältnisse. Auch wenn ich versuche, unterwegs wenig zu verbrauchen, ist das nicht immer steuerbar und vor allem, muss es daheim trotzdem laufen. Man ist ja auch für andere Menschen verantwortlich. Eine realistische Anpassung wird aus meiner Sicht immer notwendig sein, was geht gerade oder was geht überhaupt nicht. aber aufgeben? Ne, das gibt es nicht, Schritt für Schritt kommt man weiter.
    Vielleicht muss man auch seine Ziele dann und wann etwas verifizieren. Muss es wirklich zu Fuß alles sein, gilt nicht das unterwegs sein als gleichwertig? Ist es nicht wichtiger Menschen in meinen Reisegebieten kennen zu lernen, mit ihnen zu reden, zumindest genau so wichtig, wie zu Fuß jeden einzelnen Meter durch versumpfte Ecken zu wandeln? Besteht Europa eben als wichtiges Element genauso gut aus Menschen wie aus Landschaften?
    das versuche ich gerade gedanklich in den Griff zu bekommen.
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  11. Erfahren

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #31
    Ich glaube auch, das die Konstruktion eines Europas (vermutlich ist es ja eher andersherum, es gab ein Europa und es wurde erst durch die Pest der Nationalstaaten zerschnitten) etwas sehr wertvolles und Dauerndes ist. Und es gibt viel mehr Menschen, die dieses Europa Wert schätzen als umgekehrt. Nur sind die Anderen die lauteren Schreier.
    Verwirkliche deinen Traum, er ist es wert gelebt zu werden, so bald wie irgend möglich.

    Ich hab mir zum 60'ten nächstes Jahr etwas ähnliches vorgenommen, ich werde für insges. 12 Wochen in der Mongolei unterwegs sein, davon 6 Wochen zu Pferd durch den Altai. Jetzt geht es noch, in 5 Jahren wird es beschwerlicher.

    Setze dir ein festes Datum, an dem du loswandern wirst (nicht willst!) und richte Alles darauf hin aus. Du mußt ja nicht Anfang/Ende laufen, such dir ein erstes, schönes und bisher noch nicht begangenes Teilstück und laufe los. Einmal angefixt wird das weitere leichter.

  12. Erfahren

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #32
    Zitat Zitat von Bambus Beitrag anzeigen
    Ich hab mir zum 60'ten nächstes Jahr etwas ähnliches vorgenommen, ich werde für insges. 12 Wochen in der Mongolei unterwegs sein, davon 6 Wochen zu Pferd durch den Altai. Jetzt geht es noch, in 5 Jahren wird es beschwerlicher.

    Setze dir ein festes Datum, an dem du loswandern wirst (nicht willst!) und richte Alles darauf hin aus. Du mußt ja nicht Anfang/Ende laufen, such dir ein erstes, schönes und bisher noch nicht begangenes Teilstück und laufe los. Einmal angefixt wird das weitere leichter.
    Ja, ich denke auch, dass es wichtig ist ein Datum zu setzen. Ich habe schon vor zwei Jahren ein Sabbatical für 2020 festgelegt. Alle haben sich gewundert, dass ich es schon so früh festlege, aber unter Berücksichtigung von Familie, Beruf und anderen Verpflichtungen war es mir wichtig einfach früh nach außen zu signalisieren, dass ich 2020 weg bin. Jetzt nach zwei Jahren merke ich, dass es für mich ebenso wichtig ist. Frau ist schnell geneigt, bei familiären oder beruflichen Veränderungen die eigenen Pläne über Bord zu werfen. Jetzt wissen es schon alle und deshalb fällt es mir auch leichter daran fest zu halten.

    @ Sternenstaub
    Ich glaube, dass es egal ist wie man eine Reise gestaltet. Ob nur wandernd, abwechselnd wandern oder fahren, mit Zelt oder ohne Zelt...
    Ich finde es auch schön mal im Hotel zu übernachten, Dusche und Frühstücksbuffet zu genießen, manchmal seine Ruhe in der Natur zu haben oder in einer privaten Unterkunft zu bleiben, wo man dann mehr Kontakt zu der lokalen Bevölkerung bekommt und einiges über die lokale Situation erfährt. Wir waren gerade 10 Tage im Una Nationalpark und haben alle drei Varianten genutzt und ich wollte keine missen. Es war mehr ein Vagabundieren als ein konsequentes Trekken und für mich die ideale Möglichkeit Natur, Land und Leute kennen zu lernen.
    Geändert von Galadriel (12.11.2017 um 09:41 Uhr)

  13. Erfahren

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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #33
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    Ich bin in der privilegierten Situation, dass ich ab etwa August meiner Wege gehen kann, wie ich es möchte.
    Wie schafft ihr es, verschiedene Wünsche und Sehnsuchten zu koordinieren, miteinander zu vereinbaren? Erst die lange Strecke sozusagen gnadenlos abzuarbeiten und danach erst andere Strecken oder mal so und mal so?
    Um nochmals auf die Ausgangsfrage zu kommen die ich spannend finde. Ich denke seit einiger Zeit darüber nach im Frühjahr 2023 zu Hause zu starten und zum Nordkap bzw. ans Ende Norwegens zu gehen, vorausgesetzt ich bin dann körperlich dazu noch in der Lage. Anschließend würde ich dann gerne 2 Monate Pause machen und anschließend 2 — 3 Monate nach Ladakh und Nepal reisen um Freunde zu besuchen.
    Als „gnadenlos abzuarbeitende“ Tour stelle ich mir die erste allerdings nicht vor. Ich denke dass ich auch sehr mit mir und der Tour beschäftigt wäre und wenig an die nachfolgenden Reisen denken würde bzw. dies auch nicht wollen würde. Ich versuche bei meinen Reisen eigentlich immer Gedanken über Themen/Probleme nicht zuzulassen, die mich in anderen Zusammenhängen, wie z. B. der Arbeit, beschäftigen.

  14. AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #34
    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    ... Das Alter ist ein Handicap, aber auch meine beschränkten finanziellen Verhältnisse. [...] Eine realistische Anpassung wird aus meiner Sicht immer notwendig sein, was geht gerade oder was geht überhaupt nicht. [...]
    Vielleicht muss man auch seine Ziele dann und wann etwas verifizieren. Muss es wirklich zu Fuß alles sein, gilt nicht das unterwegs sein als gleichwertig?
    Sternenstaub, mach' dir das Leben nicht unnötig schwer. Zum Schluss werden keine Urkunden verteilt wie die in Santiago de Compostela (die übrigens wertlos ist wenn das Ende aller Träume ansteht).

    Anpassen der Wünsche an die Realität kenne auch ich. Teils war es ein Kampf, liebgewonnene langjährige Träume aufzugeben oder abzuändern, teils haben sich neue Träume ergeben. Dennoch halten sich einge alte zum Glück zäh.

    Also: Ganz Europa soll es bleiben? Der Osten muss dabei sein? Preiswert sollte es sein? Stressfrei? Leistungsmäßig angepasst ans Mögliche?

    Steige um aufs Fahrrad und nimm die komplette Eurovelo 6. Vom Atlantik zum Schwarzen Meer ist die ziemlich gut dokumentiert und beschildert - angeblich. Radtouren hast du schon gemacht. Da muss man also nichts mehr zu schreiben. Preiswerte Unterkünfte (Campingplätze) gibt es ohne Ende an der Strecke, jedenfalls bis Wien.
    .

  15. AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #35
    Zitat Zitat von Werner Hohn Beitrag anzeigen
    Preiswerte Unterkünfte (Campingplätze) gibt es ohne Ende an der Strecke, jedenfalls bis Wien.
    Genau. Und dahinter kostets gar nichts mehr, Wildzelten fast überall möglich.

  16. Dauerbesucher
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #36
    Vielen Dank für eure Kommentare, sie haben mir wirklich geholfen.

    @ Bambus

    Setze dir ein festes Datum, an dem du loswandern wirst (nicht willst!) und richte Alles darauf hin aus.
    Das mit dem festen Datum ist ein guter Vorschlag, ich überlege welcher Monat möglich ist, vielleicht der April oder ab Mitte Mai.
    Deine geplante Tour finde ich auch sehr spannend!


    @ Galadriel

    Ja, ich denke auch, dass es wichtig ist ein Datum zu setzen. Ich habe schon vor zwei Jahren ein Sabbatical für 2020 festgelegt. Alle haben sich gewundert, dass ich es schon so früh festlege, aber unter Berücksichtigung von Familie, Beruf und anderen Verpflichtungen war es mir wichtig einfach früh nach außen zu signalisieren, dass ich 2020 weg bin. Jetzt nach zwei Jahren merke ich, dass es für mich ebenso wichtig ist. Frau ist schnell geneigt, bei familiären oder beruflichen Veränderungen die eigenen Pläne über Bord zu werfen. Jetzt wissen es schon alle und deshalb fällt es mir auch leichter daran fest zu halten.
    Das mit dem Sabbatical finde ich wirklich gut. Ich bin schon sehr gespannt, was du dann erleben wirst und drücke die Daumen, dass wirklich nichts extrem wichtiges dazwischen kommt, du hast schon recht, wir neigen oft dazu, unsere eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen

    Ich glaube, dass es egal ist wie man eine Reise gestaltet. Ob nur wandernd, abwechselnd wandern oder fahren, mit Zelt oder ohne Zelt...…..

    Wir waren gerade 10 Tage im Una Nationalpark und haben alle drei Varianten genutzt und ich wollte keine missen. Es war mehr ein Vagabundieren als ein konsequentes Trekken und für mich die ideale Möglichkeit Natur, Land und Leute kennen zu lernen.
    Vagabundieren hat für mich einen guten Klang. Ich hoffe, es kommt bald ein Bericht dazu von euch, allein schon zum mitfreuen und miterleben.


    @ Bankhar

    Um nochmals auf die Ausgangsfrage zu kommen die ich spannend finde. Ich denke seit einiger Zeit darüber nach im Frühjahr 2023 zu Hause zu starten und zum Nordkap bzw. ans Ende Norwegens zu gehen, vorausgesetzt ich bin dann körperlich dazu noch in der Lage. Anschließend würde ich dann gerne 2 Monate Pause machen und anschließend 2 — 3 Monate nach Ladakh und Nepal reisen um Freunde zu besuchen.
    Wie erfreulich, dass du solche Dinge planst. Gerade das von zu hause aus starten, hat in meinen Augen etwas wirklich bestechendes. Bin gespannt, ob du das so durchfahren kannst/wirst.

    Als „gnadenlos abzuarbeitende“ Tour stelle ich mir die erste allerdings nicht vor. Ich denke dass ich auch sehr mit mir und der Tour beschäftigt wäre und wenig an die nachfolgenden Reisen denken würde bzw. dies auch nicht wollen würde.
    Ja, bei mir schmälert ein zu enges Konzept auch die Freude an der Tour, das habe ich mal wieder bei meiner letzten Irlandtour gemerkt.


    @ Werner

    Anpassen der Wünsche an die Realität kenne auch ich. Teils war es ein Kampf, liebgewonnene langjährige Träume aufzugeben oder abzuändern, teils haben sich neue Träume ergeben. Dennoch halten sich einige alte zum Glück zäh.
    das kann ich gut nachvollziehen. Problem ist, dass ein zu starres Festhalten an alten Träume dazu führen kann, dass man letztlich keinen Traum wirklich erfüllt, das muss ich noch mehr verinnerlichen. Wie schön, dass du aber durchaus noch einige alte Träume in petto hast.

    Also: Ganz Europa soll es bleiben? Der Osten muss dabei sein? Preiswert sollte es sein? Stressfrei? Leistungsmäßig angepasst ans Mögliche?
    Ja, Europa möglichst umspannend soll es bleiben, das ist mir ganz wichtig.
    Steige um aufs Fahrrad und nimm die komplette Eurovelo 6. Vom Atlantik zum Schwarzen Meer ist die ziemlich gut dokumentiert und beschildert - angeblich. Radtouren hast du schon gemacht. Da muss man also nichts mehr zu schreiben. Preiswerte Unterkünfte (Campingplätze) gibt es ohne Ende an der Strecke, jedenfalls bis Wien.
    darüber habe ich jetzt länger nachgedacht und recherchiert. Der Eurovelo 6 klingt sehr gut, ich habe mir die Strecken mal angeschaut, es gibt da eine Variante, die an der Nordsee in Holland beginnt, durch Deutschland hindurch, dann an die Donau und Richtung Wien und weiter.
    Diese Variante wäre dann später durchaus erweiterbar in Richtung Westen, durch England hindurch (auf den Wegen des europäischen Fernwanderweges) und Irland. Hätte ich also meine Ost-West-Verbindung. In Holland zu starten wäre preis günstig, unterwegs habe ich noch Freunde/Familie wohnen, wo ich sicherlich mal unterschlüpfen könnte, preisgünstige Zeltplätze klingt auch gut.
    Wobei mich dann gleich was neues lockt, nämlich die französische Anbindung an den Atlantik. Hm.
    Da war ich auch lange bereits nicht mehr

    @ Spartaner

    Genau. Und dahinter kostets gar nichts mehr, Wildzelten fast überall möglich.
    Das reizt mich auch sehr, da lernt man letztlich auch Land und Leute besser kennen.

    @ all – ich werde mal weiter planen, bin jetzt aber viel zuversichtlicher, das klingt wirklich wie ein guter Plan.
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  17. Alter Hase
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #37
    Tja, klingt wie damals bei Gassan. Die ersten Kilometer sind der schwersten.
    Aber dann lese ich wieder etwas über einen Schrebergarten? Das ist doch ein Klotz am Bein und mit mindestens fünf neuen Baustellen für Zank und Streit

  18. Fuchs
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #38
    Übrigens ließe sich da eine schöne Runde auf Eurovelos bauen:
    Das Rhonetal hinunter, am Mittelmeer entlang, über Canal du Midi und Garonne zum Atlantik, die Atlantikküste hoch, dann den Nordeseeküstenradweg, den Ostseeküstenradweg, z.B. an der Elbe Richtung Süden, irgendwie zur Donau und noch die Donau runter...

    Leider sind noch nicht alle fertig bzw. durchgehend: Eurovelo

    Viel Spaß!

    Gruß,

    Claudia
    Mein Blog zum Draußensein mit allen Sinnen: www.wanderluchs.de

  19. Alter Hase
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #39
    Na was denn nun, Sternenstaub.
    Hast du dich für die Grabegabel oder für die Wanderschuhe entschieden?

  20. Dauerbesucher
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    AW: wie ist das mit den Zukunftsträumen?

    #40
    oh, hatte gar nicht gesehen, dass der Abt und die Waldhexe (eigentlich ein lustiges Duo, sry, musste gerade grinsen) noch geschrieben haben.

    @ Abt - muss man sich für eines entscheiden, wenn man mehrere Dinge machen möchte? also darf nicht im Dschungel wandern, der sonst den Sand in der Wüste platt tritt? Ne, so einengen lasse ich mich nicht einmal von meinen Wünschen/Träumen. Der Garten ist ein Familienprojekt - sozusagen unter meiner Schirmherrschaft - und der Gartenverein gehört nicht zur schlimmen Sorte, wo man die Gartenzwerge alle in einer Richtung ausrichten, die Hecke am gleichen Tag schneiden muss (wie bei einer Freundin von mir) und die Häuschen alle gleich aussehen müssen. Es gibt dort mehr Wildwuchsgärten als akurate, Hauptsache gut für Insekten und Vögel. Du lässt deinen Garten ja auch nicht links liegen, weil du wandern gehst oder?

    @ Hexe - ja, so eine Rundtour klingt gut, aber jetzt ist erst einmal Holland angesagt, dann nach Süden, dann in den Osten. Angepeilt ist der April oder wenn es wettermäßig gut aussieht eher noch der März. Schaun wir mal. Das ist von mehreren Faktoren abhängig, die noch nicht fest stehen.
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