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  1. Fuchs

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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #41
    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Naja, so einen heranmangelnden Harvester würde man wahrscheinlich deutlicher hören
    Wenn es ein modernes Gerät ist nicht unbedingt . Und wenn die Kollegen wie üblich morgens im Dunkeln anrücken , würde er dich wahrscheinlich weder sehen noch spüren , wenn er drüberfährt . Schon deshalb würde ich nie auf Wegen oder Rückegassen campen .

    MfG, windriver

  2. Lebt im Forum

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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #42
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    ...An einem Ort wie diesem Forum würde es schon Sinn machen, darüber zu reden. Das Ansinnen, in eine Landschaft hineinzulaufen, ohne genau zu wissen, wo man abends schläft, ist in einem Outdoor-Forum thematisch vollkommen am richtigen Platz.
    Jein, klar das macht auch fuer mich einen Teil des Reizes von entsprechenden Touren aus und auch wenn ich voraussetze, dass die Meisten, die bei laengeren Wanderungen auch frei Zelten, sich sehr gut damit auseinandergesetzt haben, wie sie keinen Anderen (inkl der Tiere) ernsthaft schaedigen (ich will jetzt nicht ueber einen umgeknickten Grashalm o.A. diskutieren) usw heisst aber eine groessere, haeufigere Diskussion darueber (vielleicht dann noch in Threads, wo es um bestimmte Gegenden geht, gespickt vielleicht noch mit Tips fuer "gute" Uebernachtungsplaetze, das Ganze in einem Forum wie ODS, was inzwischen haeufig in Suchmaschinen-Hits weit vorne steht), dass man "Dumme auf Gedanken bringt"...

    Ich will das mal an einem Beispiel erlaeutern...
    Ich kenne noch die Zeiten, wo es keine Alternativ-Reisefuehrer gab...
    Wenn man da darauf aus war, ein schoenes Plaetzchen fuer´s Zelt zu finden, hat man sich topografische Karten besorgt (und das war damals je nach Gebiet deutlich schwieriger / teurer als heute), muste die auch vernuenftig lesen koennen und ist z.B. auf griechischen Inseln laengere Strecken ueber Steine und Ziegepfade gekraxelt, weil es in der Karte so aus sah, als koennte die kleine Bucht in 7 km Entfernung...der nach hinten ansteigende Hang mit dem Einschnitt, da koennte gut Wasser...manchmal hat es geklappt, wir sind da schon an tolle Plaetze gekommen und manchmal war es halt nur eine schoene, anstrenge Wanderung.

    Vor "Ort" hat man, wenn man ueberhaupt jemand getroffen hat, nur einzelne Leute getroffen, die genauso unterwegs waren.
    Dann kamen die ersten Alternativ-Reisefuehrer aus der Velbinger / Mueller - Fraktion auf und dadurch mussten sich Leute ja nicht mehr Karten besorgen, diese Lesen koennen, nachdenken, planen usw, das hat ein voellig anderes Klientel auf diese Plaetze gebracht, die haben dann auch nicht in anderen Bereichen nachgedacht, wie Gewaesserschutz, haben ihren Muell liegen lassen, fuer Schattendaecher den Bambus von Feldraendern weggeschnitten usw
    Natuerlich haben wir, wenn wir so etwas mitbekommen haben, bis zu Fransen an den Lippen erklaert, bei harten Faellen, gerade was Muell usw betraf, die auch schon mal lang gemacht, aber letztendlich konnten die Leute da gar nicht soviel dafuer, das war halt alles ausserhalb deren Erfahrungs-Horizont...die waeren ja da nie hingekommen ohne den Alternativ-Reisefuehrer...

    Insofern denke ich mir, ja, diejenigen, die hier haeufiger so schoen rum moralisieren, wie boese die Frei Zeltler sind und alles nur wegen ihren prsoenlichen Vorteil tun und nur weil es verboten ist und wie gut und soziel doch die sind, die auf Campings gehen, koennten vielleicht mal den Ball etwas flacher halten, aber haeufige, groesser angelegten Diskussionen / Hinweise auf´s Frei Zelten waeren evtl dem Wohl der Tiere und Pflanzen abtraeglich, denn das wuerde wahrscheinlich Leute auf die Idee bringen, die sich eben nicht mit div LNT-Themen auseinandergesetzt haben.
    Insofern finde ich auch Reiseberichte, wo gross darueber berichtet wird, wie man in einem Naturschuitzgebiet in Deutschland mit fettem Lagerfeuer gezeltet hat, etwas suboptimal.

    Ist halt genau wie vielleicht diejenigen, deren liebstes Hobby es ist, fuer jeden Lebensbereich alle gesetzlichen Bestimmungen bis ins Detail zu zerlegen (ich meine das jetzt nicht negativ, ist halt auch ein Fachgebiet neben unendlich viel Anderen und wenn ich z.B. bei Ditschi sehe, wieviele Arbeitsstunden seiner Freizeit er darein steckt, diese Informationen den Interessierten naeher zu bringen...) vielleicht auch ein bisschen akzeptieren koennten, dass es Leute gibt, die das Befolgen aller Gesetze und aller Vorschriften nur als eine Moeglichkeit sehen und manchmal statt dessen lieber ihren Menschenverstand oder ihr Moral-Verstaendnis entscheiden lassen...
    Und auch da wuerde ich mir eigentlich lieber keine oeffentliche Diskussionen darueber wuenschen, wo man legal frei Zelten kann, den auch das fuehrt wieder dazu, dass da teilweise auch Leute angezogen werden, die dann da die Sau raus lassen "man darf ja..."
    Habe z.B. jetzt in den letzten Jahren genau diese Entwicklung in einem Wandergerbiet in SP mitbekommen..

    Aber das ist alles natuerlich nur meine Meinung...und es ist gut fuer die Vielfalt, dass Andere eine andere Meinug haben und anders sind


    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Nun, mit den Kanurastplätzen hat man diese Möglichkeit. Regelmäßige Plätze, keine Anmeldung, in der Natur. Verzeichnet auf Gewässerkarten, die nur der Eingeweihte kauft...
    Yes, da musste ich auch dran denken, ich finde da auch die freieren Bezahlmoeglichkeiten (bitte nix mit vorher zu kaufenden Gutscheinen, wer weiss, wann ich wo uebernachte und wie lange ich in einem Gebiet bin) mit moderaten Preisen echt ok. Hatten z.B. einen Rastplatz, wo man pro Zelt 4 € (inkl Nutzung von Feuerholz) im Umschlag mt den Namen drauf in einen Kasten geschmissen hat, als Ausgleich fuer den Bauern, dem der Grund gehoerte.


    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Der eigentliche Reiz des ›wilden‹ Schlafens in der Natur liegt darin, dass man sich mitten in der Landschaft gleichsam fallen lassen kann und dabei vielleicht spürt, dass man von der Natur ›aufgefangen‹ wird, weil man selbst ein Naturwesen ist. ....Das ist der Moment, in dem die Natur aufhört, ein touristisch konsumierbares Gut zu sein, und sich als ein Gegenüber bemerkbar macht, dem man auf Augenhöhe begegnet....ein Umgehenkönnen des etwas sonderbaren Naturwesens ›Mensch‹ mit der Natur. Deshalb handelt es sich in allen Teilen um eine Übung: Was ist der für mich richtige Platz, welche Ausrüstung brauche ich dafür wirklich, wie sorge ich für mich, wie schone ich meine Umgebung, welche Routinen entwickle ich in der Wiederholung. Weil es eine Übung ist, kann man damit irgendwie anfangen, und je länger man es macht, desto einfacher und behaglicher wird es.
    Sehr schoen...gut formuliert...seh ich auch in etwa so...


    Zitat Zitat von Sternenstaub Beitrag anzeigen
    ...Und ich finde es ein Stück weit nervig, wenn das Argument Ihr macht das ja nur, weil es verboten ist ständig wiederholt wird....Ich fände es fein, wenn das (auch wenn man es selber niiiieeee machen würde, weil es ja VERBOTEN ist) mal akzeptieren oder zumindest in Erwägung ziehen würde. Man muss ja nicht alles verstehen oder nachvollziehen können, man muss aber auch nicht ewig die gleichen Vorwürfe wiederholen. ...
    Yes, so isses...

    Ist mit ein Grund, weswegen ich haeufiger keine Lust mehr habe, in solchen Threads noch viel zu schreiben, um mir dann so einen Unsinn vorhalten zu lassen (ich lasse doch denen, den es gefaellt, auch ihren planierten Campingplatz mit Broetchenservice, fuer den haeufiger auch grosse Stuecke Natur erstmal ziemlich platt gemacht und veraendert werden und komme da nicht staendig mit irgendeiner verdrehten Moralkeule an.)
    Dazu kommt, dass es mich einfach total langweilt, wenn die verschiedensten Themen, wo es eigentlich um etwas Anderes geht, durch irgendwelche rechtlichen Haarspaltereien "verwaessert werden".
    Mir ist natuerlich schon klar, dass es manch Anderer total wichtig finden, bei jedem Schritt genau zu wissen, was wie wo ganz genau erlaubt und verboten ist usw...deswegen schreibe ich ja es langweilt mich


    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    ...Eine offizielle rechtliche Definition von "Ödland" kenne ich nicht, aber ich bezeichne Ödland als Land, das erkennbar nicht bewirtschaftet wird zu Ernte- oder Weidezwecken...i
    Eben halt da, wo man mit gesundem Menschenverstand unterwegs als Freizelter sieht, dass man durch seine Uebernachtung nicht Andere schaedigt oder einschraenkt z.B. den Bauern, der im Morgengrauen auf sein Feld fahren will oder man Erntepflanzen platt macht, (Weide)tiere vom Wasser abhaelt usw...

    Viele deiner Bilder koennten auch gut bei mir in der Sammlung sein mit einem Zelt drauf

  3. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #43
    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Wenn es ein modernes Gerät ist nicht unbedingt . Und wenn die Kollegen wie üblich morgens im Dunkeln anrücken , würde er dich wahrscheinlich weder sehen noch spüren , wenn er drüberfährt . Schon deshalb würde ich nie auf Wegen oder Rückegassen campen .

    MfG, windriver
    Das wird wirklich lächerlich. Morgens im wald von nem harvester überfahren werden ohne das man es merkt. Die wahrscheinlichkeit ist quasi nicht existent, abgesehen davon das diese dinger enorm bescheinwerfert sind. Der übersieht sicher nichts vor ihm.

    PS: immer wieder lustig das diese art der beiträge aller paar jubeljahre wieder neu diskutiert werden, mit ganz dem selben resultat ;)
    Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
    -- Oscar Wilde

  4. Fuchs

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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #44
    Zitat Zitat von entropie Beitrag anzeigen
    Das wird wirklich lächerlich. Morgens im wald von nem harvester überfahren werden ohne das man es merkt. Die wahrscheinlichkeit ist quasi nicht existent, abgesehen davon das diese dinger enorm bescheinwerfert sind. Der übersieht sicher nichts vor ihm.

    PS: immer wieder lustig das diese art der beiträge aller paar jubeljahre wieder neu diskutiert werden, mit ganz dem selben resultat ;)
    Schön das du mir erklärst wie unsere Arbeitmittel und - verfahren aussehen . Zumindest PKWs ( ok war ein Trabant )wurden von Harvestern schon Ausversehen überfahren .
    Ich habe selber schon unbemerkt Papierkörbe , Sitzbänke und Motorsägen plattgewalzt . Und das war nur ein UNIMOG , richtige Forstmaschinen sind eine ganz andere Nummer . Moderne Geräte sind auch nicht mehr so laut , vor allem im Fahrbetrieb . Wenn der Wind durch Blätterdach rauscht , hörst den erst wenn er neben dir steht .

    MfG, windriver

  5. Fuchs
    Avatar von entropie
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #45
    Zitat Zitat von windriver Beitrag anzeigen
    Schön das du mir erklärst wie unsere Arbeitmittel und - verfahren aussehen . Zumindest PKWs ( ok war ein Trabant )wurden von Harvestern schon Ausversehen überfahren .
    Ich habe selber schon unbemerkt Papierkörbe , Sitzbänke und Motorsägen plattgewalzt . Und das war nur ein UNIMOG , richtige Forstmaschinen sind eine ganz andere Nummer . Moderne Geräte sind auch nicht mehr so laut , vor allem im Fahrbetrieb . Wenn der Wind durch Blätterdach rauscht , hörst den erst wenn er neben dir steht .

    MfG, windriver
    Also ich höre die harvester hier arbeiten im wald. Teilweise über 1km entfernt. Ich habe mir die schon oft beim arbeiten angesehen. Die beleuchten 90grad nach vorne mit 5k lumen oder so, das ist baustellestrahlernniveau. Beim arbeiten defintiv nicht zu überhören, egal wie tief man schläft.

    Im normalen fahrbetrieb ist die lautstärke wie von einem normalen LWK. Das könnte man vielleicht überhören. Dann müsste man aber mitten auf nem waldweg, bzw auf einem weg den der harvester vorher harvested hat schlafen (was die wahrscheinlichkeit vielleicht erhöhen mag, aber ich sage dennoch das wenn man nicht in nem erdloch mit tarnplane liegt, sehen einen die dinger bevor sie einen überfahren). Ist ja nicht so das die mit 120 durch den wald brettern.

    Sorry. Das klingt für mich eher wie als hättest du dein job nicht richtig gemacht. No offense, really. Ich kanns mir einfach nicht vorstellen.
    Abgesehen davon. Wie lange sind die dinger jetzt im einsatz? Wann haben die kanadischen brüder angefangen? In den 70ern oder so. Das sind 5 dekaden. Wieviele opfer gibts denn bis heute?
    Whenever people agree with me, I always feel I must be wrong.
    -- Oscar Wilde

  6. Fuchs

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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #46
    Der Harvester schlägt keine Gassen ( ausser bei der Erstdurchforstung ), sondern bewegt sich auf Rückegassen .
    Das es keine nennenswerten Unfälle zw. Forstmaschinen und Wildcampern gibt , liegt eher am seltenen Zusammentreffen . Im Berufsalltag kommen Unfälle durch Übersehen öfter vor . Gerade bei Forwardern sieht man nicht was sich hinter dem Ladewagen befindet , bei Klemmbankschleppern ist es auch nicht besser . Wenn man die Kiste im Dunkeln am Ende des Weges wendet , sollte da halt nichts sein was man leicht übersieht . Deshalb lassen wir an solchen Stellen auch kein Material oder ähnliches liegen .
    Was den Lärm angeht , zumindest ich habe schon neben einem Feld gepennt , auf dem morgens gepflügt wurde . War aber auch ein langer Tag .
    PS: Ob ich meinen Job beherrsche , kannst du wohl kaum beurteilen . Sonst würdest du sowas nicht schreiben .

    MfG, windriver

  7. Erfahren

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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #47
    Khyal, Du sprichst mir aus der Seele, danke!

    Meiner Meinung nach kann über illegales wild Campen / frei Zelten in einem öffentlichen Forum nicht produktiv diskutiert werden:

    Bei unkonkreten Fällen oder in einer allgemeinen Diskussion hat doch jeder seine persönlichen Bilder im Kopf, sodass man aneinander vorbeireden und aneinander geraten wird.
    Ob im konkreten Fall (Ort, Jahreszeit, Tageszeit, Personenzahl, Verweildauer, mit/ohne Zelt etc.) das Übernachten/Lagern/Zelten erlaubt ist oder nicht, muss jeder selbst herausfinden! Das und was Du dann machst liegt in der Verantwortung von Dir selbst.

    Ob jemand ein Verbot gut oder schlecht findet, ob er sich daran hält oder nicht ist einfach nur ein Meinungsaustausch, der keine produktiven Ergebnisse bringen wird:
    Verbote zu missachten und im Forum darüber zu schreiben ist Selbstbezichtigung und rechtlich nicht besonders sinnvoll, genau sowenig das Befürworten von Verbotsübertretungen.
    Verbote zu befürworten und zu beachten ist richtig und ok, aber das dann im Forum ausgiebig und immer wieder zu besprechen, ist auch nicht so wahnsinnig spannend.

    Und „Geheimtipps“ für schöne und einsame Plätze (auch mit legaler Übernachtungsmöglichkeit) im öffentlichen Forum bewirken, dass die Plätze die längste Zeit schön und einsam gewesen sind, wie Khyal schreibt.

    Ich bin mit Rucksack oder Boot meistens in Mitteleuropa unterwegs und hätte noch viel zu sagen, aber da ich
    -keine Geheimtipps veröffentlichen,
    -mich nicht selbst bezichtigen und
    -niemand mit meinen juristischen Meinungen behelligen will,

    wars das.

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #48
    In diesem Thread geht es eigentlich gar nicht ums Wildcampen, sondern allenfalls darum, welches Naturlagerplätze-Konzept verhindern könnte, dass sich manche Leute bei längeren Touren zum Wildcampen veranlasst sehen.

    (Und um die Frage, ob es ein reales Risiko gibt, beim Wildcampen unbemerkt von einem Forstfahrzeug überfahren zu werden, geht es erst recht nicht.)

    Es gibt auch schon Dutzende Threads zum Wildcampen sowie mindestens einen zu dem Thema, ob über das Wildcampen diskutiert werden darf oder ob schon die Diskussion unterbunden werden sollte.


    Ich selber bin der Meinung, dass alle praktischen Themen, die mit dem Know-how von Mehrtagestouren zu tun haben, auch im Forum verhandelt werden können. Deshalb rede ich in meinen Reiseberichten auch ganz gerne konkret über die Schlafplatzsuche; das ist für jemanden, der solche Touren noch nicht gemacht hat, das aber in Erwägung zieht, einfach von großem praktischen Interesse.
    Bei ODS sind die Diskussionen manchmal etwas dezentriert. Wenn man dann später mit dem ganzen juristischen Wissen im Kopf ›in die Landschaft hineinläuft‹, wundert man sich. Denn dieses Wissen schadet zwar nicht, es nützt aber auch nichts. In Wirklichkeit muss man sich mit den Einheimischen (Menschen, Tieren usw.) arrangieren, die ihre eigenen legitimen Interessen haben und die genaue Rechtslage in ihrem Bundesland so gut wie nie kennen. Sich beim Übernachten möglichst gut zu verstecken, ist zwar auch eine Art, sich zu arrangieren, aber nicht unbedingt die gescheiteste.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  9. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #49
    Wenn jemand explizit nach einer Rechtslage fragt -- zum Wildcampen oder zu einem sonstigen Thema -- hat er, wie bei allen anderen Fragen, eine korrekte Antwort verdient. Gleich, ob im Juraforum oder hier. Und genau diese Fragen kommen immer wieder, weil ja immer wieder neue user hinzukommen, die nicht wissen, daß die gleichen Fragen in den vergangenen Jahren schon mehrfach behandelt wurden. Wer die Fragen überflüssig findet, weil er die Antworten schon kennt, für den habe ich ebenfalls einen ständig wiederholten Uralt-Tipp: einfach nicht mitlesen. Wer die Themen langweilig oder überflüssig findet, wendet sich gegen den fragenden neuen user, nicht gegen den, der immer wieder geduldig die Antworten gibt.
    Ditschi

  10. Anfänger im Forum

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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #50
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Sich beim Übernachten möglichst gut zu verstecken, ist zwar auch eine Art, sich zu arrangieren, aber nicht unbedingt die gescheiteste.
    Verstehe ich nicht: Warum "nicht unbedingt die gescheiteste"?

    Nach meinen Beobachtungen suchen sich die meisten Waldbewohner (Säugetiere) sehr wohl bevorzugt gut versteckte Schlafplätze.

    Wenn ich es also genauso mache, handele ich in völligem Einklang mit der von Dir ein paar Zeilen vorher angeführten "Wirklichkeit".

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #51
    Zitat Zitat von ofW Beitrag anzeigen
    Verstehe ich nicht: Warum "nicht unbedingt die gescheiteste"?

    Nach meinen Beobachtungen suchen sich die meisten Waldbewohner (Säugetiere) sehr wohl bevorzugt gut versteckte Schlafplätze.

    Wenn ich es also genauso mache, handele ich in völligem Einklang mit der von Dir ein paar Zeilen vorher angeführten "Wirklichkeit".
    Das »nicht unbedingt« ist schon wörtlich gemeint. Je nach Umständen (Besiedlungsdichte, Flächennutzung, regionalem Volksstamm ) kann es gescheiter sein, sich zu verstecken, oder auch nicht. Ich wende mich nur gegen den pauschalen Ratschlag, grundsätzlich dafür zu sorgen, dass man nicht bemerkt wird. Im Durchschnitt bewährt es sich in besiedelten Gegenden, seine Absichten zu kommunizieren; man erfährt dann eher Hilfe als Ablehnung. [Das ist dann – back to topic – sozusagen der provisorische Ersatz für ein funktionierendes Naturlagerplätze-Konzept.]

    Die meisten Säugetiere, die einem im Wald begegnen könnten, ›rechnen‹ mit natürlichen Feinden. Als Mensch hat man aber die Wahl. Wenn man ungestört schlafen will, sorgt man vielleicht dafür, dass man z.B. von Wildschweinen und Rehen frühzeitig wahrgenommen wird, so dass sie nicht allzu nah an den Schlafplatz herankommen. Wenn man sie möglichst aus der Nähe beobachten will, muss man eben umgekehrt denken.
    Geändert von Igelstroem (10.03.2017 um 14:11 Uhr)
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  12. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #52
    Zitat Zitat von Igelstroem
    Im Durchschnitt bewährt es sich in besiedelten Gegenden, seine Absichten zu kommunizieren; man erfährt dann eher Hilfe als Ablehnung. [Das ist dann – back to topic – sozusagen der provisorische Ersatz für ein funktionierendes Naturlagerplätze-Konzept.]
    Deiner Meinung nach, ok, das lässt sich aber nicht verallgemeinern. Meines Wissens hat sich sogar eine sehr erfahrene Reisende wie German Tourist gegen einen solchen Ansatz ausgesprochen. Z.B. hier:

    Crossing the metropolitan areas you almost have no other choice than staying in a pilgrims' hostel or other paid accommodation. But if you don't mind asking people if you can camp on their property things will be a lot easier. Locals are very friendly and have a positive attitude towards the hikers so you should not have a problem finding a campsite this way. But being a single female I rather stealth camp so that no one knows where I am.
    Quelle: http://christine-on-big-trip.blogspo...-and-tips.html
    Geändert von lina (10.03.2017 um 15:07 Uhr)

  13. Dauerbesucher
    Avatar von Itchy ST
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #53
    Danke lina.

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #54
    Der Gender-Vorbehalt (»But being a single female I rather stealth camp so that no one knows where I am«) würde allerdings – back to topic – auch alle bestehenden Konzepte von Naturlagerplätzen betreffen.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  15. Vorstand
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #55
    Nö, weniger.
    Die Buchungsstelle ist anonymer, und es ist verbucht, dass da *jemand* übernachtet.
    Geändert von lina (10.03.2017 um 16:20 Uhr) Grund: Ergänzung in Folgebetrag geschoben

  16. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #56
    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Nö, weniger.
    Die Buchungsstelle ist anonymer, und es ist verbucht, dass da *jemand* übernachtet.
    Aber die Buchungsstelle ist ja nicht die einzige Instanz, die weiß, dass es da einen Lagerplatz gibt. Einheimische wissen das auch.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  17. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #57
    Klar, aber Einheimische wissen nicht, wer, und nicht, zu welchem Termin, und nicht, wie viele Leute dort sind.

    Edit: Letztlich ist das hier OT und führt auch zu weit, ich möchte aber einer drohenden Verallgemeinerung entgegenwirken. Andere Sicherheitsbedürfnisse und Erfahrungen generieren einfach andere Herangehensweisen.
    Geändert von lina (10.03.2017 um 16:26 Uhr)

  18. AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #58
    Puh,

    bei manchen Themen muss ich erst mal etwas länger nachdenken.
    "...wäre ja zu erwarten, dass in der Diskussion um solche Lenkungskonzepte irgendwann auch einmal eine prinzipielle Kritik an deren restriktiven Effekten auftauchte."

    Nun, zunächst einmal finde ich Lenkungskonzepte in Nationalparks, dicht besiedelten oder touristisch stark genutzten Gebieten nicht grundsätzlich schlecht. Auch wenn mir persönlich vielleicht hin und wieder die ein oder andere Einschränkung gerade nicht in den Kram passt.

    Schwierig wird es für mich dann, wenn ich auf dem Weg von Lagerplatz X zu Platz Y gerne einen Umweg über A (Gipfel, See oder so) machen würde und daraus dann eine Monsteretappe würde, dir mir für einen Tag einfach zu lang ist. Nun, im besten Fall gibt es dann noch eine alternative Übernachtungsmöglichkeit in B (Pension, Campingplatz usw.) und damit die Möglichkeit, die Etappe auf zwei Tage aufzuteilen. Aber was, wenn nicht? Aber gut, das lässt sich meistens im Voraus ausknobeln und schlimmstenfalls fliegt der Abstecher nach A dann eben raus. Ist vielleicht nicht schön, aber damit kann ich leben.

    Was mich am deutschen System, um es mal so zu nennen, momentan mehr stört, ist, dass ich mich schon vor Tourbeginn auf ein festes Datum für jeden Übernachtungsplatz festlegen muss. Auf meiner letzten Tour im Šumava Nationalpark z.B. habe ich am ersten Tag relativ spontan beschlossen, die geplante erste Etappe lieber auf zwei Tage aufzuteilen. Da die tschechischen Plätze nicht vorab reserviert werden müssen, war das auch gar kein Problem.

    Mir wäre das deutsche System sehr viel sympathischer, wenn ich die Möglichkeit hätte, unterwegs noch spontan etwas an meiner Planung zu ändern. Was, wenn der geplante Abstecher nach A und die Übernachtung in B ausfällt, wegen Dreckswetter z.B.? In X darf ich nur eine Nacht bleiben und Y habe ich erst für den übernächsten Tag gebucht.
    Oder wie mache ich es, wenn ich wie oben erwähnt, einen Teil der Tour einen Tag nach hinten schieben will?
    Gut, wenn Y einen Tag früher oder später komplett ausgebucht ist, dann ist nichts zu machen. Aber wenn ich von unterwegs keine Möglichkeit habe zu 'schieben', obwohl die Kapazitäten es eigentlich hergeben würden, dann finde ich das doof.

    Wenn ich die Möglichkeit hätte, per Handy unkompliziert einen Tag nach hinten oder vorne zu schieben, würde ich mich sehr viel weniger eingeschränkt fühlen. So wie es momentan ist, übernachte ich lieber spontan auf einem Campingplatz als mich vorab schon so festzulegen.
    Caelum crebris imbribus ac nebulis foedum - Das Klima ist durch die häufigen Regenfälle und Nebel widerlich
    Tacitus (über das Wetter in Britannien)

  19. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    da wo es zu viel Menschen und zu wenig Natur gibt
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #59
    ich frage mich ganz persönlich immer, wieso manche Leute es als so positiv ansehen, wenn Einschränkungen ausgesprochen, vorgenommen werden, sind und ob die Freiheiten, die wir teils genießen, wirklich soooo unfassbar viele oder gar so negativ anzusehen sind? Ich habe niemals - auch in Deutschland einen Menschen getroffen, der es unverantwortlich, schlimm fand, dass ich irgendwo mein Nachtlager aufgeschlagen habe

    Ich sehe es eher so, dass es teils unfassbar viele Normen gibt, die Individuen einschränken und aus meiner Sicht teils einfach unnötig. Wer geht schon schon wanderern, möchte gern in Wäldern, in der bösenbösen Natur irgendwie schlicht sein Haupt betten? das sind so wenige, ist das nicht schlicht irrelevant? Kann man das nicht akzeptieren, respektieren? Und dann kommt in mir der Gedanke auf: Scheiß was drauf, du tust in deinen Augen nichts moralisch verwerfliches, was machst du dir einen Kopf? Und nein, ich mache mir keinen Kopf mehr, ich tu das, was ich ganz persönlich als ok und verantwortlich empfinde. Und bitte dafür um Respekt, nicht mehr! Aber auch nicht weniger.

    aber wie Igel schrieb, darum geht es letztlich nicht. Es geht eher darum, ob es nicht Möglichkeiten gibt, dem vielleicht *Ironie* berechtigtem Interesse einiger weniger zu entsprechen, dass man ihnen eine legale Möglichkeit gibt, Teil von Natur zu sein?
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  20. Alter Hase
    Avatar von AlfBerlin
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    AW: [verschoben:] Diskussion Naturlagerplaetze

    #60
    Wenn es nicht vorboten wäre und es keine Wölfe, Zecken, Mücken, Wildschweine und Witwenmacher gäbe, würden vielleicht doch zu viele in der Landschaft campieren.

    Villeicht ist es doch ganz gut, wenn den Leuten Angst gemacht wird und es eine einfache Handhabe gibt, um ausuferndes Campieren einzudämmen.

    Ein paar mehr offizielle Lagerplätze fände ich aber schon gut. Aber wer soll sich drum kümmern? Das lagernde Volk kostet mehr, als es einbringt.

    Und wenn man Lagerplätze buchen muss, finde ich das schon extrem abtörnend. Das ist ja selbst bei Campingplätzen kaum nötig.

    Eigentlich müsste man alle paar Quadratkilometer einen Lagerplatz einrichten können. Einfach ein Schild aufstellen, dass hier unmotorisiertes Zelten für eine Nacht geduldet wird. Bauern und Gründstücksbesitzer könnten ein Paypal-Konto angeben und 1 bis 5 Euro kassieren und wenn nötig aufräumen und für Ordnung sorgen. Dann gäbe es erst mal genug Lagerplätze.
    Geändert von AlfBerlin (11.03.2017 um 10:13 Uhr)

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