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  1. AW: Nationalpark Spessart

    #21
    Ach noch was habe ich vergessen....

    von wegen Wegegebot bzw. Ruhezone.
    Solcherlei Dinge haben nichts mit einem NLP zu tun, z.B. in der gesamten langen Rhön besteht ein Wegegebot auch ohne NLP. Und auch bei uns gibt es örtliche Betretungsverbote z.B. wegen dem Schwarzstorch.

    Also es ist mitnichten so dass in einem NLP ein grundsätzliches Wegegebot herrschen würde. Sondern diese Regeln werden erlassen wenn es einen konkreten Anlass gibt. Es wird natürlich so sein dass mit längerem Schutz auch mehr schützenswertes zurückkehrt und damit diese Betretungsverbote zunehmen.

  2. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    AW: Nationalpark Spessart

    #22
    Zitat Zitat von Lobo Beitrag anzeigen
    Also es ist mitnichten so dass in einem NLP ein grundsätzliches Wegegebot herrschen würde. Sondern diese Regeln werden erlassen wenn es einen konkreten Anlass gibt. Es wird natürlich so sein dass mit längerem Schutz auch mehr schützenswertes zurückkehrt und damit diese Betretungsverbote zunehmen.
    Ich zitire mal aus dem von mir verlinkten Gesetz:
    Nationalparke haben zum Ziel, in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets den möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik zu gewährleisten.
    Wenn man das ernst nimmt, führt das nahezu zwingend zu weitreichenden Einschränkungen im "überwiedenden Teil" das NP, je langfristiger desto mehr (wie du schon selbst erkannt hast). Das es auch in anderen Schutzgebieten jeglicher Art lokale Einschränkungen gibt ist kein Argument für einen NP. Das "überwiegend" kann ein Argument dagegen sein.

    Mac

  3. AW: Nationalpark Spessart

    #23
    Ich will damit nur sagen dass Betretungsverbote bzw Wegegebote dann ausgesprochen werden wenn es angezeigt ist und nicht weil etwas NLP ist
    Solange kein Grund für ein Wegegebote spricht, und dafür spricht im Spessart nicht viel, wird es keines geben.

    Wir haben keine so empfindlichen Böden und Bodenbrüter sind mir auch keine bekannt, zumindest nicht im Wald.

  4. AW: Nationalpark Spessart

    #24
    Noch ein Punkt der angesprochen wurde...
    Ja die A3 kreuzt das Gebiet quasi mittig, das ist auch einer der größten Makel dieses Gebietes.
    Allerdings wurde beim Ausbau der A3 (noch im Gange) schon eine riesige Wildbrücke gebaut. Diese verbindet Nord- und Südteil.

  5. Lebt im Forum
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    AW: Nationalpark Spessart

    #25
    Zitat Zitat von Lobo Beitrag anzeigen
    Ich will damit nur sagen dass Betretungsverbote bzw Wegegebote dann ausgesprochen werden wenn es angezeigt ist und nicht weil etwas NLP ist
    Schon die Existenz des NP ansich gebietet Einschränkungen, sonst bräuchte man keinen einrichten. Ein NP verlangt von seiner Ausrichtung her eigentlich eine hohe Ungestörtheit "der Natur", die Störungen sollen eher die Ausnahme sein. Und wenn man Menschen dann gezielt auf so ein Thema ansetzt werden sie sich womöglich auch darum bemühen es umzusetzen. Deshalb ja mein Vorschlag eines Biosphärenreservats, da ist diese Ausrichtung deutlich weniger streng. Das ist ein wenig überspitzt formuliert der Unterschied zwischen "alles ist verboten bis auf das was explizit erlaubt ist" und "es ist noch ziemlich viel erlaubt bis auf das was explizit verboten ist".

    Mac


  6. Userbeauftragte
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    AW: Nationalpark Spessart

    #26
    Ich verstehe prinzipiell den Ansatzpunkt nicht. Ein Nationalpark soll doch ein Wildnisgebiet davor schützen, dass es durch menschliche Eingriffe zerstört wird, in dem ein Großteil der Flächen sich selbst überlassen werden.

    Die Wälder im Spessart, wie sie das Bild prägen (Buchenhochwald), sind aber doch gerade das Produkt von gezielter Forstwirtschaft seit dem 18./19 Jhd. Zwischenzeitig war er mal in weiten Teilen ohne Wald, was aber auch wiederum von Menschen gemacht war. Viele Wiesentäler, die noch vor 50 Jahren eine große Vielfalt von Wildblumen aufwiesen, sind heute mit Gestrüpp oder Wald überwuchert, weil sie von den Bauern irgendwann nicht mehr gemäht wurden.
    Insgesamt wird der Spessart seit mindestens 1000 Jahren mit unterschiedlichen und wechselnden Interessen intensiv bewirtschaftet.

    Was soll da jetzt genau geschützt werden?

  7. Fuchs

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    AW: Nationalpark Spessart

    #27
    Ich finde es sehr wichtig, dass D ein paar mehr Nationalparks bekommt, dass Natur mal nicht genutzt wird (sie wird dann sukzessive von vermutlich Wanderern genutzt, aber eben nicht allüberall - davon profitiert vielleich auch der erlaubte Wanderweg, indem er interessanter wird). Das soll dann natürlich immer gleich perfekt sein und mich bloß nicht betreffen. Denke, die Regelungen muss man justieren und sind je nachdem nicht für ewig.

    Um Besucherlenkung kommt man nicht drumrum, wird in jedem Nationalpark gemacht erst recht, wenn der Andrang groß ist.
    Campen ist Wüste in D, da sollen jetzt wohl Nationalparks wieder schuld sein. Vielleicht ist das Gegenteil der Fall, weil kaum was Unkultiviertes vorhanden ist, gibt es auch kaum hübsche Zeltmöglichkeiten.

    Nebenbei, man schaue sich an, was D mit der Zugspitze macht, höchster Berg. Die beiden höchsten Berge anderswo, die ich so kenne - Mt. Whitney, Teide - sehen ziemlich anders aus. Beide übrigens Teil eines Nationalparks. In Berchtesgarden geht es wohl auch. Da lässt man dann mal einen See übrig (halbwegs). Das sollte doch auch anderswo mal möglich sein. Ist dann ein Besuchermagnet, aber konzentriert, wüsste nicht, was daran so verwerflich ist. Zugspitze ist auch so ein Magnet, aber verschandelt.
    Der Spessart mag einem da erstmal nicht so spektakulär vorkommen - ich käme wohl auch erst mit Nationalpark auf die Idee, extra in den Spessart zu fahren... vielleicht isses schöner als gedacht und vielleicht gibt es da dann auch mal irgendwann Camingmöglichkeiten. Nicht, dass sofort Holzplattformen aufgestellt werden müssten. Aber einem geänderten Verständnis von Naturzugang (ich bin nicht das Maß aller Dinge) kann ein Nationalpark m.E. nur nutzen.

  8. Alter Hase
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    AW: Nationalpark Spessart

    #28
    Zitat Zitat von Lobo Beitrag anzeigen
    ... @Alf Nein die Eiche soll in einem NLP nicht geschützt werden, denn sie würde von der Buche verdrängt. Die Eiche hat hier nur durch intensive Pflege überhaupt eine Chance. Der nicht-Schutz der Eiche ist eines der Hauptargumente der NLP-Gegner. ...
    Eben. Ein Ende der Bewirtschaftung kann eben auch zu einer Verarmung der Artenvielfalt oder zum Verlust von interessanten Lebensräumen führen. Das sollte man bedenken. Eventuell ist eine gezielte oder vielfältige Bewirtschaftung besser. Die Artenreichste Landschaft Deutschlands ist übrigens Berlin.

  9. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: Nationalpark Spessart

    #29
    Ich setze die Links mal unter OT da es etwas ins politische geht.
    Bei der Diskussion um den NP im Spessart sollte nicht vergessen werden, dass er als Ersatz für den Steigerwald geplant ist.

    OT: Ein CSU Landrat trickst die Staatsregierung aus: http://www.sueddeutsche.de/bayern/na...-aus-1.1956782

    Linksammlung zum Streit um den NP Steigerwald: http://waldproblematik.de/steigerwald/
    Kurz zusammengefasst: In Bayern kann nicht sein was nicht sein darf. Naturschutzgesetz wird extra geändert um die unter Schutzstellung des Steigerwalds auf zu heben.
    Für NP Steigerwald:http://www.pro-nationalpark-steigerw...ionalpark.html
    Gegen NP Steigerwald:http://www.unser-steigerwald.de/blog/

    Seehofer verspricht dritten Nationalpark in Bayern und damit kommt der Spessart in die Planung da er ebenfalls über Buchenwälder verfügt.
    https://www.nabu.de/news/2016/08/21053.html

    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  10. AW: Nationalpark Spessart

    #30
    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Ich verstehe prinzipiell den Ansatzpunkt nicht. Ein Nationalpark soll doch ein Wildnisgebiet davor schützen, dass es durch menschliche Eingriffe zerstört wird, in dem ein Großteil der Flächen sich selbst überlassen werden.

    Die Wälder im Spessart, wie sie das Bild prägen (Buchenhochwald), sind aber doch gerade das Produkt von gezielter Forstwirtschaft seit dem 18./19 Jhd. Zwischenzeitig war er mal in weiten Teilen ohne Wald, was aber auch wiederum von Menschen gemacht war. Viele Wiesentäler, die noch vor 50 Jahren eine große Vielfalt von Wildblumen aufwiesen, sind heute mit Gestrüpp oder Wald überwuchert, weil sie von den Bauern irgendwann nicht mehr gemäht wurden.
    Insgesamt wird der Spessart seit mindestens 1000 Jahren mit unterschiedlichen und wechselnden Interessen intensiv bewirtschaftet.

    Was soll da jetzt genau geschützt werden?
    Jein... Der Buchenhochwald ist nicht das Ergebnis der Forstwirtschaft, sondern die Eichenbestände.

    Zitat Zitat von BfN
    Sie (die Nationalparke) sind gemäß § 24 Abs. 1 BNatSchG "einheitlich zu schützende Gebiete, die[...]sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebiets in einem vom Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sind, sich in einen Zustand zu entwickeln oder in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet."
    Fett von mir

    Zitat Zitat von BfN
    Durch die Novellierung des BNatSchG Anfang 2002 wurde die Ausweisung von sogenannten "Entwicklungs-Nationalparken" gesetzlich abgesichert. Dadurch wird die Ausweisung neuer Nationalparke in Deutschland erleichtert.

    Nach den internationalen Management-Kategorien der IUCN ist ein Nationalpark ein Schutzgebiet, das hauptsächlich zur Sicherung großflächiger natürlicher und naturnaher Gebiete und großräumiger ökologischer Prozesse etabliert wird (Kategorie II). Es soll die ökologische Unversehrtheit eines oder mehrerer Ökosysteme sichern, diesem Ziel abträgliche Nutzungen ausschließen und Naturerfahrungs-, Forschungs-, Bildungs- und Erholungsangebote fördern.

    Um die internationalen Richtlinien der IUCN zu erfüllen, müssen mindestens drei Viertel der Fläche eines Schutzgebietes seinem Hauptziel entsprechend verwaltet werden. Das bedeutet nach EUROPARC und IUCN für Nationalparke, dass sie auf 75% ihrer Fläche einem weitgehend naturnahen Zustand entsprechen müssen und keiner dem Schutzzweck entgegenstehenden Nutzung unterliegen dürfen. Das Gebiet muss außerdem großflächig genug sein, um eines oder mehrere vollständige Ökosysteme zu umfassen. Für Nationalparke in Deutschland wird eine Mindestgröße von 10.000 ha empfohlen.
    Das heißt dass ein Nationalpark nicht bei Ausweisung als solcher alle Kriterien erfüllen muss, sondern sich entwickeln darf.

    Und ja im Spessart gibt es auch offene Wiesen welche unter Naturschutz stehen, diese werden entsprechend gepflegt.
    Aber wenn man mal in einem Wald (ich sage absichtlich noch nicht Urwald) gestanden hat welcher seit über 100 Jahren nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt wurde sondern komplett sich selbst überlassen wird, dann verändert sich der Charakter enorm, und zwar zum positiven.

    Zitat Zitat von AlfBerlin
    Ein Ende der Bewirtschaftung kann eben auch zu einer Verarmung der Artenvielfalt oder zum Verlust von interessanten Lebensräumen führen.
    Naja Verarmung ist schon übertrieben. Es werden Arten verschwinden welche auf Pflanzen angewiesen sind welche hier natürlich nicht vorkommen, dafür werden andere Arten wieder kommen.

    Ziel eines Nationalparkes ist ja nicht möglichst viele Arten dort zu beherbergen (es ist ja kein Tierpark oder Zoo), sondern den Tieren und Pflanzen welche natürlich in diesem Lebensraum vorkommen die Chance auf natürliche Entwicklung zu geben.

    Grüße
    Thomas

  11. Erfahren
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    AW: Nationalpark Spessart

    #31
    Vielleicht auch in dem Zusammenhang interessant, zumindest für die, die den Nationalpark Spessart unterstützen wollen

    http://www.freunde-des-spessarts.de

  12. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    AW: Nationalpark Spessart

    #32
    Zitat Zitat von naturphotos Beitrag anzeigen
    Vielleicht auch in dem Zusammenhang interessant, zumindest für die, die den Nationalpark Spessart unterstützen wollen

    http://www.freunde-des-spessarts.de
    Von dieser Seite:
    Das Erlebnis unberührter Natur mit ihrer unvergleichlichen Ästhetik und Wildheit
    Das stört mich halt ein wenig. Ab dem Moment, wo Natur erlebt wird, ist sie nicht mehr unberührt. Man kann nur entweder oder haben und ich bin da mehr für das Erleben.

    Mac

  13. AW: Nationalpark Spessart

    #33
    Nein, ein Nationalpark ist auch für die Menschen da.
    Dort soll man unberührte Natur erleben können, und mit unberührt ist nicht gemeint dass dort nie ein Mensch hin darf.
    Lies doch bitte nochmal die Ziele eines Nationalparks welche ich schon zwei mal zitiert habe. Wirtschaftliche Interessen am Wald müssen sich hinter den Naturschutz stellen D.h. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, die Jagd und die Fischerei.

  14. AW: Nationalpark Spessart

    #34
    Zitat Zitat von naturphotos Beitrag anzeigen
    Vielleicht auch in dem Zusammenhang interessant, zumindest für die, die den Nationalpark Spessart unterstützen wollen

    http://www.freunde-des-spessarts.de
    Danke

    Da bin ich natürlich schon lange dabei wie man vielleicht merkt.
    Aber wir freuen uns natürlich über jeden weiteren Unterstützer.

    Grüße
    Thomas

  15. Erfahren

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    AW: Nationalpark Spessart

    #35
    Also ich habe mir mal die Webseite der Spessartfreunde angeschaut und finde die dort formulierten Statements drücken genau den Widerspruch aus, der hier diskutiert wird: Einerseits soll ein NP die Natur schützen und gleichzeitig erwartet man einen regionalen wirtschaftlichen Gewinn durch den zu vermutenden Besucheransturm. Erscheint mir ein eklatanter Widerspruch. Und ich weiß nicht ob auch ein gelenkter Besucheransturm wirklich die Natur besser schützt als die weitere Bewirtschaftung des Waldes.

  16. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    AW: Nationalpark Spessart

    #36
    Zitat Zitat von Lobo Beitrag anzeigen
    Nein, ein Nationalpark ist auch für die Menschen da.
    Dort soll man unberührte Natur erleben können, und mit unberührt ist nicht gemeint dass dort nie ein Mensch hin darf.
    Lies doch bitte nochmal die Ziele eines Nationalparks welche ich schon zwei mal zitiert habe. Wirtschaftliche Interessen am Wald müssen sich hinter den Naturschutz stellen D.h. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, die Jagd und die Fischerei.
    Natürlich besteht ein Widerspruch zwischen "unberührt" und "da sind Menschen". Das einfach zu ignorieren ist unehrlich. Ich kann grad nicht wirklich finden wo du was zitiert hast, aber ich habe die Bundesgesetzeslage verlinkt. Oberstes Ziel eines NP ist die möglichst ungestörte Entwicklung der Natur. Dem hat sich erstmal alles andere unterzuordnen, auch die Besucher. Und bei eines großen Anzahl von Besuchern (falls die eintritt), muss man die auf ein paar wenige Wege kanalisieren und den Rest möglichst sperren, sonst ist das nicht unberührt. Das ist für mich nicht unberührte Natur "erleben" sondern wie ein Museumsbesuch. Man kann das durchaus so wollen, aber man sollte IMO klar sagen, dass die Gefahr dieser Entwicklung besteht. Und es wurden ja hier im Thread auch Bsp. genannt.

    Mac

  17. Erfahren

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    AW: Nationalpark Spessart

    #37
    Wenn ich das richtig sehe, bildet der geplante Nationalpark nur einen vergleichsweise kleinen "Klecks" im Hochspessart. Der Spessart selbst ist ein mehrfach größeres Waldgebiet. Wenn ich mir die Karte auf http://www.naturpark-spessart.de/inf...htungsplan.php anschaue, läge der NP "unten mittig".

    Eine Konzentration der Besucherströme auf diesen Bereich könnte eine Entspannung - oder auch Verödung - der anderen Bereiche Vorschub leisten, wie auch immer man das sehen mag. Es könnte dann also beispielsweise "rechts oben" nochmals wesentlich ruhiger werden, wobei diese Bereiche meiner ganz persönlichen Ansicht nach schon heute reizvolle Alternativen bieten.

    Die Wanderwege im Spessart folgen oft dem ausgeprägten Forststraßennetz. Selbst der Rückbau/die Sperrung der einen oder anderen dieser Forstautobahnen im vergleichsweise kleinen NP-Gebiet scheint mir keine wesentliche Einschränkung des Gesamterlebnisses bzw. der "Nutzbarkeit" für Anwohner wie Besucher zu bedeuten.

  18. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Nationalpark Spessart

    #38
    OT:
    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Nebenbei, man schaue sich an, was D mit der Zugspitze macht, höchster Berg. Die beiden höchsten Berge anderswo, die ich so kenne - Mt. Whitney, Teide - sehen ziemlich anders aus. Beide übrigens Teil eines Nationalparks. In Berchtesgarden geht es wohl auch. Da lässt man dann mal einen See übrig (halbwegs). Das sollte doch auch anderswo mal möglich sein. Ist dann ein Besuchermagnet, aber konzentriert, wüsste nicht, was daran so verwerflich ist. Zugspitze ist auch so ein Magnet, aber verschandelt.
    Das mag ich nicht ohne Kommentar stehen lassen:

    • Der Teide ist weithin sichtbar mit einer Seilbahn behängt und verschandelt.
    • Mount Whitney liegt nicht nahe (Tagesausflug) irgendwelcher Ballungsräume. München - Talstation Zugspitzbahn ist eine Stunde...
    • Berchtesgaden: Riesen Blechwüste am Seeufer, der Bootsverkehr mit Alphorn-Geblase, Scharen von Wanderern, Watzmann- und Klärlinger Haus sind nach denen am E5 bestimmt die mit der stärksten Frequentierung. Ist DAS wirklich der gewünschte Effekt einer Widmung zum Nationalpark?!

    Meine Reisen (Karte)


  19. Userbeauftragte
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    Fuchs
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    AW: Nationalpark Spessart

    #39
    Zitat Zitat von Gernstel Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig sehe, bildet der geplante Nationalpark nur einen vergleichsweise kleinen "Klecks" im Hochspessart. Der Spessart selbst ist ein mehrfach größeres Waldgebiet. Wenn ich mir die Karte auf http://www.naturpark-spessart.de/inf...htungsplan.php anschaue, läge der NP "unten mittig".

    Eine Konzentration der Besucherströme auf diesen Bereich könnte eine Entspannung - oder auch Verödung - der anderen Bereiche Vorschub leisten, wie auch immer man das sehen mag. Es könnte dann also beispielsweise "rechts oben" nochmals wesentlich ruhiger werden, wobei diese Bereiche meiner ganz persönlichen Ansicht nach schon heute reizvolle Alternativen bieten.
    Der geplante NP würde das Gebiet umfassen, in dem bislang noch am meisten "tote Hose" ist, mal abgesehen von der Schneise A3 die mitten durch brettert und seit dem Neubau in einem riesen Graben einer Art Mondlandschaft. Ich will nicht wissen, was passiert, wenn da plötzlich das NP-Ettiket draufsteht und sich so mancher denkt "Och, schon wieder Stau auf der A3, schau ich mir doch mal den NP an und nehme den Umweg über das Hafenlohrtal oder eine der anderen kleinen Straßen, geringfügig breiter und besser ausgebaut als ein asphaltierter Feldweg.

    Ich frage mich, ob hier wirklich wirtschaftliche Interessen (Förster, Jäger, Bauern) gegen Umweltschützer stehen oder ob sich da auf der anderen Seite nicht genauso wirtschaftliche Interessen (Tourismus) tummeln und auf der einen Menschen, die durchaus ebenfalls die Umwelt schützen wollen, in dem sie das oben skizzierte Szenario verhindern wollen.

  20. Moderator
    Alter Hase
    Avatar von MaxD
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    AW: Nationalpark Spessart

    #40
    Es mag vllt. in der Frage "NP Ja oder Nein" ein unwesentliches Detail sein, aber für uns hier durchaus interessant:

    Der NP würde ziemlich genau dort aufschlagen, wo für dieses Jahr die ersten Trekkingplätze im Spessart geplant sind. Die Zukunft dieser Plätze wird dadurch ggf. in Frage gestellt.

    Link 1
    Link 2
    ministry of silly hikes

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