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  1. Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #1
    Hallöchen,

    ich bin eigentlich Wanderer aber dank schmerzhafter Rückenprobleme kann ich vermutlich erstmal nicht mehr mit dem Elefanten auf dem Rücken durch die Pampa laufen

    Eine kleine Überschlagsrechnung hat ergeben, dass es nicht praktikabel ist durch das Befestigen von Heliumballons am Rucksack die Last zu senken.

    Daher kam ich auf den Gedanken mit dem Rad oder einem Mietkanu/kajak irgendwo lang zu fahren und kleine 1-2 Tages-Wandertouren zwischendurch irgendwo einzuschieben mit "leichtem" Gepäck (unter 10kg).

    Bisher war ich fast immer in Norwegen und liebe es, aber ich bin darauf nicht festgelegt. Norden ist einfach mein Ding im Sommer, da ich große Hitze nicht mag ;)

    Ein wenig hab ich schon hier im Forum gesucht aber nicht so wirklich was Brauchbares gefunden. Daher meine Fragen:

    1) Hat jemand eine nette Route, wo man nicht nur auf Landstraßen fährt aber auch nicht im Fahrradstau (zB des Rallarvegen) steht? Einfach Start-Endpunkt und paar Zwischenstationen wären eine nette Orientierungs- und Planungshilfe.

    2) Hat wer schonmal mit einem Mietkanu eine Tour von 1-2 Wochen gemacht? Ich habe dahingehend NULL Erfahrungen (bis auf das Lesen einiger Threads) und kann keine Wildwasser befahren oder sowas ;) Und auch das offene Meer würde ich wohl meiden Aber vielleicht einen Fjord abfahren... oder einen großen See mit paar Inseln oder langsame Flüsse...

    3) Wie macht Ihr das bei Radtouren wenn man mit dem Flieger anreist und keine Rundreise macht? Kauft man dann neues Verpackungsmaterial am Zielort für das Rad?

    Das war es schon, ich hoffe, dass Ihr paar Tipps habt und ich eine Perspektive für eine Alternative zum mir doch sehr wichtigen Wandern in der norwegischen Einsamkeit habe

    Grüße,
    ilker

  2. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #2
    Zitat Zitat von ilker Beitrag anzeigen
    Wie macht Ihr das bei Radtouren wenn man mit dem Flieger anreist und keine Rundreise macht? Kauft man dann neues Verpackungsmaterial am Zielort für das Rad?
    Ja, Radkartons bekommt man in jedem Radladen umsonst, da das für die Müll ist. Wenn am Abflugort aber nur kleine und wenige Radläden vorhanden sind, ist vorher fragen eventuell eine gute Idee, da die weniger Durchsatz haben und somit nicht immer Kartons da sind.

    Mac

  3. Neu im Forum
    Avatar von nilz
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #3
    Welche Länge soll denn deine Tour in etwa haben (Mehrwöchig auf dem Rad mit einigen Wanderungen kann sowohl bedeuten weniger als 1000 Kilometer, als auch über 4000 )?
    Was genau meinst du mit Landstraßen vermeiden? Reichen dir wenig befahrene Straßen oder willst du wirklich Radwege?
    Zweiteres wird in Norwegen sehr schwierig, wenig befahren ist Saison abhängig.
    Ich probiers trotzdem mal:
    Route von Trondheim nach Bodø, entlang des RV17. Von Trondheim aus die Fähre nach Vannvikan, von dort über Namsos und Hofles an der Küste entlang bis du die fylkegrenze nach von Nordland erreichst, dort kommst du auf den RV17, dem kann man getrost bis Bodø folgen.
    Die Route ist wirklich schön, du hast tolle Tagesetappen zum Wandern zwischendurch (sieben Schwestern, Vega, Lovund, Lomsdalsvisten nasjonalpark), das Wetter ändert sich relativ häufig, du wirst also selbst im ungünstigsten Falle wahrscheinlich auch mal Sonne haben
    Die Straße ist zwar nicht wirklich voll (gerade in der Mitte der Strecke zwischen Mo i Rana und Bodø ist es extrem ruhig), aber wird von vielen Touristen genutzt (stark Saisonabhängig). Wenn du gerne mal andere Reiseradler treffen willst, solltest du unbedingt in Trondheim starten, das ist die deutlich häufiger befahrene Richtung ;)
    An diese Route (waren ca. 800 km) kannst du wunderbar die Lofoten im Norden oder die Küstenstraße im Süden Richtung Molde und Ålesund anschließen.

    Nils

  4. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #4
    Das hört sich ziemlich perfekt an... in Bodø hab ich auch nen Bekannten, wo ich am Ende dann vorbei schauen könnte...

    Ich kann nur während der Sommerferien fahren und bin zwar kein Extremsportler, aber ich denke so ca. 80km pro Tag sollte ich schon radeln können je nach Wind und Wetter. Dann wären diese 800km also ca. 10 Tage, dazu paar "Ausflugstage" zum Wandern schon sind 2-3 Wochen gut gefüllt...

    Was ich mit den Straßen meinte: Beim Wandern war es immer superätzend, wenn man zwischendrin dann mal irgendso eine E...-Straße lang musste, um zum nächsten Abschnitt zu gelangen, da die halt recht schmal waren, in beide Richtungen gut befahren, also musste man dauernd in die Böschung am Rand ausweichen... und wenn dann noch ein Tunnel kommt, wird es gefährlich.

    Entlang des RV17 scheint es auf jeden Fall genug kleinere Orte zu geben, wo man einkaufen kann, so dass die Satteltaschen nicht für die gesamte Zeit mit Lebensmitteln vollgestopft wären... das ist schonmal gut.

  5. Fuchs
    Avatar von OttoStover
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #5
    I may also recommend the RV17. Very nice road. Remember to bring a fishing rod or make your own fishing box, Ill teach you how to do it if you are interested. Costs about 100 nok including the blinker! You WILL get enough to eat. Promise!

    There is a interesting detour from the road out on the island Vega. My wife had a weeks biking tour there a few years ago.

    If weather permits there is a nice tour to the glacier Svartisen. Takes a day or so to get up to the hut Tåkeheimen, if your back problems are not too bad. Otherwise you may just take the boat to and from the glacier.
    Otto
    Ich lese und spreche Deutsch ganz OK, aber schreiben wird immer Misverständnisse.
    Man skal ikke i alle gjestebud fare, og ikke til alle skjettord svare.

  6. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #6
    Thanks for the hints Otto. I know you usually need a fiskkortet for fishing? But that you do not need it for the open sea?
    I wonder if you need it fjords?

    I never tried fishing so far, so that would be something new... I just watched others fish with throw-nets and helped cleaning what we caught.

    Island Vega looks wonderful... and it is half of the way, so maybe a nice place to just leave behind the bikes, take the ferry and hike around for 2-3 days

    Since you seem to be from the area I've another question:
    Two years ago I hiked from Bodø to Fauske and had absolutely no problems with moscitos. Last summer I was closer to Kilpisjärvi, Barras and so on and the moscitos were incredible... you breath them in and out... incredible...
    Both was almost the same time of the year (end of July).
    So I wonder is it just a "up in the north more moscitos" thing or if it depended on the weather conditions and the area around Bodø and south can have that many moscitos too?

  7. Fuchs
    Avatar von OttoStover
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #7
    You only need fishing license for rivers and lakes, never in the sea. Please note that 200 m (I think this is correct) from the outlet of the river into the sea is considered to be part ov the river. It is only rivers where salmon or seatrout comes from the sea to spawn that has these restrictions. So you may fish as much as you like in all fjords.

    Yes I live in Bodø, just outside town centre. Me and my wife do quite a bit of hiking in the area, and have done so for many years.

    Regarding mosquitos the peak season is usually at midsummer, +- a week or two depending on the weather in may. At the coast they are not bothersome. Here at my house we always keep the window open at night on the sleeping room, and we have NEVER so far had a moz inside. This is not possible in the mountains. Flat wet terrain is the worst. But if you buy some repellant you will be fine. We pick multeberries in the mountains and they grow on flat wet terrain. But we never had to get a mosquito net/hat even there, the repellant is sufficient.( Multeberries are ripe end of july, first week of august normally.) But i Finland they grow to a very bloodthirsty kind. As a boy I have picked lots of multeberries in Finland, and I also have true horror stories that are hard to believe.
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  8. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #8
    In Bodø haben sie einen sehr kleinen Gepäckscanner am Flughafen. Ob da ein Radkarton durchpasst, bezweifle ich ganz stark.
    Dort muss man deshalb auch das Vorderrad ausbauen und z.B. mit Kabelbindern am Rahmen befestigen, und der Sattel muss fast ganz runtergestellt werden, damit das Rad durchpasst.
    Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass Du in Bodø einen Radladen findest, der gerade einen leeren Karton da hat. Den sollte Dein Bekannter vielleicht schon vorab besorgen, falls Du dabei bleiben möchtest...

    Ich selbst war die letzten 4 Jahre immer mit meinem Rad in Norwegen, bin wegen der unkomplizierten Abwicklung der Radmitnahme immer schön preiswert mit Norwegian geflogen. Mein Rad transportiere ich im Flieger immer nur in einer sog. Fahrradgarage (im Prinzip eine Riesen-Mülltüte), die ich mit Kabelbindern am Rad befestige. Passiert ist meinem Rad nie etwas Ernstes. Letzten Sommer ist allerdings das Schaltauge etwas verbogen angekommen, das konnte ich zum Glück per Hand am Flughafen richten. Sonst ist immer alles heil angekommen - bei nun insg. 17 Flügen (wegen des Umsteigens in Oslo). Allerdings habe ich mir angewöhnt, vor dem Flug die Befestigung der Brems- u. Schaltgriffe sowie des Vorderlichtes zu lockern, damit diese sensiblen Teile bei Druck nachgeben können. Und natürlich den Lenker quer, die Pedalen ab (unbedingt vorab schon zu Hause prüfen, ob Du die abbekommst!) und Luft raus aus den Reifen.
    Die Variante mit Radkarton habe ich nir probiert; stelle ich mir total dämlich vor, bei Wind und Wetter vom letzten CP mit vollem Gepäck am Rad und dann noch den leeren Karton als Segel dabei...

    Die vorgeschlagene Strecke ist wirklich sehr schön; es gibt zwar noch einige andere schöne Ecken in Norwegen zum Radeln, aber nimm ruhig erst mal die Vorgeschlagene. Dann hast Du schön wenig Berge auf Deinem Weg; gut zum Eingewöhnen.
    Hilfreich auf dem Kystriksveien (FV 17) ist das auch in deutsch in den TI's ab Trondheim und auf den Fähren kostenlos erhältliche Reisehandbuch, das fast alle Fährzeiten enthält. Denn die fahren teils nicht so oft, so dass man so lange Wartezeiten am Fähranleger vermeiden kann. Andererseits haben fast alle Fähranleger frisches Trinkwasser und saubere sanitäre Anlagen (gut zum Frischmachen und Wasser zapfen), falls Du unterwegs wild zeltest, was super funktioniert.
    Achtung: der Svartisen-Tunnel ist für Radfahrer gesperrt! Wenn Du dort wandern willst, wäre es eine Überlegung wert, dort per Anhalter durchzukommen. Sicher gibt's da auch Busse, die Dich durch den Tunnel mitnehmen. Ansonsten musst Du nämlich (wie ich das gemacht habe) einen großen Bogen westwärts machen und die Fähre von Vassdalsvik nach Ørnes nehmen, die selten fährt; vor Vassdalsvik gibt es kaum wilde Zeltmöglichkeiten, aber das Wartehäuschen am Fähranleger ist beheizt und nachts offen, also kann man da gut

    Noch eine Strecken-Info von mir zum Ende hin: kurz vor Bodø nimmt der Verkehr drastisch zu (es wird erstaunlich bergig dort), und ab Løding ist die Landschaft bis Bodø wie in D mit großen Gewerbegebieten durchsetzt; das macht kaum Spaß dort zu radeln. Allerdings kommst Du so am Saltstraumen vorbei (vorher den Tidenkalender studieren, damit Du auch was siehst).
    Wenn Dir das nicht so wichtig ist, kannst Du ab Våg mit der Fähre fahren (fährt nur ganz, ganz selten!) Auf meiner Karte ist noch eine Fähre ab Alsvik nach Bodø eingezeichnet, aber ich vermute, dass es die nicht mehr gibt. Frag am besten Deinen Bekannten.

    Ach, und wenn Du interessante Wandervorschläge brauchst: www.ut.no besuchen, da gibt's viele Vorschläge zum Wandern; die passenden Kartenausschnitte kannst Du Dir auch ausdrucken.

  9. Anfänger im Forum
    Avatar von skanbike
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #9
    Zum Karton kann ich nichts sagen, aber habe vor einigen Jahren mein Rad in diese Frischhaltefolie wickeln lassen am Flughafen.
    Das war wirklich dick verpackt und trotzdem haben die es geschafft ein dickes Loch in den Rahmen zu stampfen
    Zum Glück war es auf dem Heimflug aber trotzdem ärgerlich.
    War Spanair und seitdem nie wieder mit den geflogen. Ok geben tut es die auch nicht mehr.
    Wohl zuviele Räder zerlegt

    Norwegen per Rad ist ich sage mal durchwachsen. Bin letztes Jahr von Stavanger, Preikestolen gen Norden nach Bergen gefahren. Ca. 3 Wochen und was um die 650 bis 700 km gemacht. Muss sagen die Fjorde können schlimm werden km.langer Aufstieg, machen aber Spaß wenn man wieder runter muß. Zelten nach Lust und Laune. War Mitte Juni unterwegs. Vom Wetter her leider ziemlich Pech gehabt, aber trotzdem eine schöne Tour.
    Wichtig: gute Bremsen!!!!
    Schau vorab ob die Routen fürs Fahrrad freigegeben sind und ob die Fähre wirklich noch existiert. Stand paar mal vor einem verwaisten Fähranleger und diversen Tunnel/ Brücken wo man mit dem Rad nicht drüber darf und nicht immer ist eine Umgehung verfügbar gewesen.

  10. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #10
    Also ich bin jetzt fast sicher mit der Radtour...aber ein paar Fragen bleiben noch

    1) Bei den Radtaschen weiß ich nicht, ob 2x 18 Liter + 1x 22 Liter ausreichen. Dieses 22 l kann man als Tagesrucksack nutzen, der ist oben auf den beiden Gepäckträgertaschen drauf. Ich bin beim Wandern sonst mit 70 Liter unterwegs, habe da aber Essen für 2 Wochen dabei. Das brauche ich bei der Radtour ja eher nicht, da man ... (fließender Übergang zu Frage 2)

    2) Gibt es beim Rv17 so alle 2-3 Tage mal ne Ortschaft mit Supermarkt?

    3) Ist die Umgebung des rv17 so spärlich besiedelt, dass sich ein Zeltplatz immer recht schnell finden lässt?

    4) Ich hab gesehen, dass man mehrere Fähren nutzen muss. Weiß jemand ungefähr was so eine Fähre kostet? Da steht auch immer was von "vorher reservieren!" aber ich nehme an, dass das nur Autos betrifft?

    5) Für Otto das Angeln im Meer habe ich mir mal etwas angelesen, ich habe echt keine Angelerfahrung. Wenn ich das richtig sehe, sucht man sich einen Steg oder eine Stelle mit Felsen und nutzt eine "Spinnrute" mit so Plastik- oder Gummiködern vorne dran? Und die Rute soll ca 2,5m lang sein und der Köder ca. 100g wiegen? Und dann macht man den Plastikfisch ran, wirft das Teil aus, wartet bis es abgesunken ist und kurbelt es wieder rein? Bis man einen Fisch dran hat?
    (Fische ausgenommen und gegrillt hab ich schon ;) )

    6) Wenn ich in den Bergen wandere gibt es ja überall und immer Bäche mit Trinkwasser. Aber weiter unten sind ja öfter Weiden, Siedlungen usw - da würde ich dann nicht alles einfach so trinken. Wie ist das entlang des rv17? Kann man da unterwegs Wasser aus Bächen usw trinken oder sollte man Flaschenwasser kaufen?


    Ich würde vermutlich von Süden nach Bodø radeln und für den Rückflug in Bodø Frischhaltefolie kaufen. Mein Vorderrad hat nen Schnellspanner, das mach ich ab, mache es mit irgendwas am Rahmen fest, wickel alles ein... das geht alles am Flughafen und ich muss nichts mühsam hin schleppen.

  11. Lebt im Forum
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #11
    Zitat Zitat von ilker Beitrag anzeigen
    Mein Vorderrad hat nen Schnellspanner, das mach ich ab, mache es mit irgendwas am Rahmen fest, wickel alles ein
    Welchen Vorteil versprichst du dir davon das Vorderrad rauszunehmen? Wenn du das Rad ohne Karton transportieren willst, würde ich es drin lassen, da ist IMO die Gefahr das etwas kaputt geht nicht größer.

    Mac

  12. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #12
    Wie ich schon schrieb:
    Der Sondergepäck-Scanner in Bodö ist zu klein für ein voll montiertes Rad, deshalb wird man dort aufgefordert, das Vorderrad auszubauen. So war es bei allen meinen Abflügen ab Bodö, zuletzt 2016.

    Zu den Gepäcktaschen:
    Das von Dir benötigte Packvolumen kennst nur Du selbst genau, musst eben probepacken.
    Ich selbst habe in Norwegen vorn 2 Ortlieb Frontroller-Taschen, hinten 2 O. Backroller Classic und oben hinten drauf noch ein O. Rackpack mit 31 l.
    Ich habe aber neben der kompletten Zeltausrüstung aus Preisgründen immer schon 1 1/2 Radtaschen mit in D gekaufter Verpflegung gefüllt. Wenn Du wirklich fast alles vor Ort kaufst, kommst Du wohl mit weniger Packtaschen aus.

    Zum Einkaufen:
    Kannst problemlos unterwegs eigentlich jeden Tag irgendeinen Laden ansteuern.

    Wilde Zeltplätze gibt's ausreichend, bis auf den von mir schon beschriebenen Abschnitt.

    Trinkwasser gibt's an fast jedem Fähranleger, ansonsten auf jedem Kirchhof / Friedhof, oder auf Tankstellen-WC, Rastplatz-WC usw. Ich habe nur mal Wasser gekauft, wenn ich eine neue Plastikflasche brauchte.

    Fährtickets: Du bezahlst als Radler immer den Fußgängertarif. Die Preisspanne reicht von 30 NOK bis ca. 80 NOK, meisten werden so 43 NOK fällig. Ich war 2016 von Stavanger bis Bodö an der Küste unterwegs und habe insgesamt 75 € Fährkosten gehabt. Vor-Reservieren ist als Radfahrer nicht üblich. Gibt immer genügend Platz an der Seite zum Abstellen des Rads.
    Anders sieht das bei den Schnellfähren aus: Hier ist Reservieren zumindest am Wochenende wichtig, da oft nur 2 Plätze für Radler vorhanden sind. Auf der RV17 kommst Du aber ohne Schnellfähren aus.

    Ansonsten kann ich Dir zur Planung der Strecke wärmstens folgende Website empfehlen:
    http://www.touren-wegweiser.de/Laend...Radtouren.html

    Wandervorschläge findest Du in Mengen auf:
    www.ut.no

    Zum Angeln kann ich nichts beitragen.

    Bei Fragen immer melden.

  13. Lebt im Forum
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #13
    Zitat Zitat von Cellofuchs Beitrag anzeigen
    Wie ich schon schrieb:
    Der Sondergepäck-Scanner in Bodö ist zu klein für ein voll montiertes Rad, deshalb wird man dort aufgefordert, das Vorderrad auszubauen. So war es bei allen meinen Abflügen ab Bodö, zuletzt 2016.
    Ah, stimmt, hatte ich gelesen und wieder vergessen. Aber kann man das Rad nicht einfach ausbauen, scannen lassen und es dann wieder einbauen?

    Mac

  14. Anfänger im Forum
    Avatar von skanbike
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    AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #14
    Kann mich dem Obigen nur anschließen.

    Als Radfahrer wirst Du auf den Fähren keine Probleme haben und Preise waren meist die Fussgängertarife zwischen 24 und 70 (bei meiner letzten Tour) Nur einmal haben Sie mir das Rad als Motorrad angerechnet aber der Typ war eh schräg drauf weil ich mit Karte zahlen wollte/musste und nicht Bar und er erst das Gerät im Büro suchen musste.

    Supermärkte sind hier und da auch mal in der Gegend platziert. Sehen zwar fehl am Platze aus, aber ich habe mich immer gefreut. Oft führen aber auch die Tankstellen und die Campingplätze ein Sortiment an Grundnahrungsmitteln.

    Taschen habe ich für 3 Wochen auch immer nur die 3 von Dir beschriebenen mit. Bin bisher auch immer gut damit ausgekommen, habe aber Verpflegung usw. bis auf ein paar Tütensuppen und Snacks immer vor Ort gekauft. Fange aber auch meist 2-3 Wochen vorher an zu packen. Erst was ich umbedingt alles mithaben will und dann wird nach und nach aussortiert bis alles in die Taschen passt.
    Immerhin muss der ganze Krams auch bewegt werden und auch wenn ich in Schottland durch die Highlands recht locker durchgekommen bin, hatte ich bei einigen Fjordanstiege echt zu kämpfen.

    Bezüglich des Wassers halt bei jeder möglichkeit die Flachen aufgefüllt so das ich immer ca. 2 Liter an Bord hatte. Bäche waren zwar verlockend, aber bin diesbezüglich doch ein schisser ^^ Würde ich nur machen wenn es nichts anderes gibt und habe dafür auch diese Wasseraufbereitungstablette mit :/

    Und ja es gibt auch diverse Plätze die keine Kartenzahlung akzeptieren!

  15. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #15
    Da Du Straße fährst, findest Du Trinkwasser in den meisten Supermärkten, bei den Tankstellen, an den Fährstationen.... Einfach fragen, ob Du Deine Flaschen auffüllen darfst. Mineralwasser finde ich im Verhältnis zu D teuer.

  16. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #16
    Zitat Zitat von derMac Beitrag anzeigen
    Ah, stimmt, hatte ich gelesen und wieder vergessen. Aber kann man das Rad nicht einfach ausbauen, scannen lassen und es dann wieder einbauen?

    Mac
    Glaube nicht, dass das vom Personal geduldet wird, da doch der Bereich hinter dem Scanner für Reisende tabu ist.
    In Bodö habe ich das allerdings nicht ausprobiert; in Zürich auf dem Flughafen durfte ich jedenfalls nach dem Scannen nicht mehr ans Fahrrad ran.

    Deshalb folgender Tip: Ich habe mir vor der Reise aus einem Radladen so eine Abstandsbrücke aus Plastik für die Radaufnahme der Vorderradgabel besorgt, mit denen die Neu-Räder meistens ja auch geschützt werden, wenn sie im Karton zum Händler unterwegs sind. Damit ist die Vorderradgabel nicht mehr so anfällig gegen Verbiegen. Dann hilft noch, die Zahnkränze etwas schützen mit Lappen etc.

  17. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #17
    Vielen Dank für die ganze Hilfe, ich denke die Tour traue ich mir zu und versuche es einfach.

    Gestern habe ich mir mal die Gepäcktaschen angesehen bei Karstadt Sport. Es gibt 2 Systeme, die irgendwie klappen müssten, einmal von Orttlieb 2 Seitentaschen (je 20l) und eine drauf schnallbare größere Tasche (glaube 40l?). Dann noch so ein "Rucksackriementeil" was man an einer der Seitentaschen befestigen kann, um die dann als Rucksack zu nutzen. Man landet dann bei ca. 230 Euro... holla.

    Bei amazon habe ich ein "Billigprodukt" gefunden, was ehrlich gesagt sogar zuverlässiger aussieht was die Rucksacklösung angeht: https://www.amazon.de/gp/product/B00...A1AH2VHJ7R8AK2
    Das Teil hat vielleicht etwas kürzere Lebensdauer aber kostet nur 90 Euro mit Versand... und laut Reviews wasserdicht. Ich denke, da schlage ich mal zu und riskiere es Notfalls muss ich unterwegs mit Draht oder Kabelbildern die Taschen fest anbauen ;)

    Otto if you read this, I think you are the guy to help me with the fishing questions Should I PM you with a translation?


    Danke nochmal an alle

    ilker

  18. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #18
    Ich denke, für _eine_ Tour mit der Möglichkeit, im Notfall täglich irgendwo trocken unterzukommen (und wenn das Hotel für eine Nacht 100 Euro kostet), müssen es keine Ortlieb-Taschen sein. Wenn du das häufiger machst, lohnen sie sich aber vermutlich recht schnell gegenüber schlechten Taschen, die schneller ihre Wasserdichtigkeit verlieren.

    Was nicht heißt, dass nicht auch andere Hersteller gute Taschen bauen, Ortlieb war aber einer der ersten und vermutlich daher der bekannteste.

    Wenn du doch nach Ortlieb-Taschen schaust, such mal nach "II. Wahl" - deutlich günstiger als der normale Preis, ebenso wasserdicht und funktional, ggf. optisch etwas weniger schön (wobei ich den Unterschied noch nicht gefunden habe - mein Verdacht ist, dass Ortlieb selbst weiß, dass sie zu teuer sind, und deswegen einen Teil der Taschen gleich als II. Wahl verkaufen...)

    MfG, Heiko

  19. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #19
    Also diese Redloon-Taschen machen auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Nach den Rezensionen zu urteilen sollen sie auch gut dicht halten und wenn es Probleme gibt dann eher mit schwergängigem Abnehmen der Taschen oder abbrechenden "Halteklammern" - aber die kann man auch als Ersatzteil mit einpacken.

    Was ich noch gerne wissen würde ist eine Sache zur Kleidung. Beim Wandern ziehe ich mittlerweile fast gar keine Regensachen mehr an, da ich in den Dingern bei über 10°C sowieso so stark schwitze mit dem schweren Rucksack, dass es irgendwie keinen Sinn macht. Man ist so nass wie im Regen aber es riecht übler ;) Mir ist beim Gehen mit dem Rucksach dann eigentlich immer warm genug, wenn ein kalter Wind aufkommt ziehe ich notfalls halt doch die Hardshell drüber.

    Daher die Frage: Wie ist das beim Radfahren? Man hat ja, gerade an der Küste, mehr Wind... und es kann ja auch gerne mal tagelang durchregnen... Wenn man nicht so kälteempfindlich ist, soll man dann einfach in Kauf nehmen nass zu werden und in Funktionsklamotten die Fjorde hoch und runter radeln? Oder ist winddichte Regenschutzkleidung "ein Muss"?

  20. AW: Mehrwöchige Radtouren in Skandinavien

    #20
    Meiner Erfahrung folgend würde ich in Norwegen NIE ohne funktionierende Regenbekleidung Rad fahren! Das schließt für mich übrigens neben Regenjacke und Regenhose unbedingt auch Radgamaschen für die Füße und Handschuhe ein!
    Denke daran, dass Du nicht nur an den Fjorde rauf ins Fjell musst, wo ich z. B. im vergangenen August an einem Tag gerade noch 1°C hatte mit Schneeregen, sondern anschließend oben eine Weile durch Wind und Wetter musst, bevor es dann wieder steil abwärts geht. Gerade für die Abfahrten ist effiziente Kleidung ein Muss, sonst unterkühlst Du rasend schnell, Deine Hände werden taub und unbeweglich, Du kannst Die Bremsen nicht mehr bedienen, nicht mal mehr Reißverschlüsse öffnen / schließen etc. Ich spreche da aus eigener reichhaltiger Erfahrung. Das kann schnell sehr gefährlich werden bergab, auch Erkältung droht.
    Die Schuhe bekommst Du ohne Gamaschen nachts im Zelt bei tiefen Temperaturen nicht trocken, wenn der Regen erst einmal reingelaufen ist!
    Ich hatte da mal mit Taschenöfen gute Erfahrungen gemacht (habe die nachts in die Schuhe gesteckt; morgens waren sie dann wieder erträglich trocken), hatte die die letzten Jahre aber eher auf Prävention mit Gamaschen gesetzt.
    Es gibt anscheinend auch Radler, die ausschließlich mit Radsandalen in Kombination mit wasserdichten Socken in Norwegen unterwegs sind, mir wäre das aber zu heikel, denn durch Schnee möchte ich mein Rad so nicht bewegen, und auch zum Wandern sind Radsandalen nicht die erste Wahl.

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