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  1. Dauerbesucher

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    Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #1
    Hallo zusammen,

    bei mir hats nun auch eingeschlagen und wir sind wohl im Juli zu dritt.
    Und da der Winter bei mir immer die Zeit zum Urlaub planen (muss ja auch bald eingereicht werden) und ausarbeiten ist, so steh ich dieses Jahr ganz schön auf dem Schlauch. Ich habe nämlich keine Ahnung, was passieren soll.

    Ich habe auf diversen Artikeln vor einiger Zeit gelesen, dass auch Touren mit Babys möglich sind, allerdings finde ich die nicht mehr.

    Vielleicht kann hier ja jemand etwas dazu beisteuern.
    Ab welchem Alter gehts - was würdet ihr empfehlen?
    Mögliche, schöne Reiseziele im Spätsommer / Herbst zu dritt?
    Es sollte nicht zuuu weit weg sein, ich sag mal Europa möchte ich ungern verlassen, eine Rückreise sollte bei Problemen jedweder Art relativ schnell möglich sein.

    Was gibts sonst noch zu beachten?

    Ich würde dafür auch gern Elternzeit nehmen, sodass wir im Idealfall länger als 2 Wochen weg sein könnten.

    Was mir vorschwebt wäre eine Tour durch Nordeuropa mittels Camper/Wohnmobil und dann Tagesausflüge. Das hätte den Vorteil der Flexibilität und gleichzeitig hätte man einen sicheren Rückzugspunkt.

    Da bin ich aber aktuell absolut ohne Ideen, was da schön und machbar wäre. Daher freue ich mich auf Tips und Erfahrungen.

    Grüße
    Micha
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  2. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #2
    Moinsen,
    Glückwunsch zum anstehenden Nachwuchs, verändert ALLES, aber das wird dir wenns soweit ist vermutlich egal sein!

    Ich finde es gut, dass du mit eurem Kind reisen wollt. Wie oft liest man zB sowas hier: "wollen mit unserem dreijährigen zum ersten mal zelten gehen, was muss ich beachten"...

    Unsere Maus ist gestern fünf Monate alt geworden. Ihren ersten Monatstag hat sie auf dem Zeltplatz verbracht, zwei Wochen später dann zwei Nächte. Mit zwei Monaten hat sie bereits die ersten "Wild zelten" Erfahrungen in Brandenburg "gesammelt". Bis Anfang Oktober waren wir mit ihr 5x draußen, davon zweimal Wanderungen mit Übernachtung. Strampler, Wollwalk, Mütze, Decke, und dann bei Mama unter dem Daunenschlafsack, passt.

    Im Februar geht es dann nach Marokko, 5 Wochen mit Mietwagen das Land erkunden (ich habe 8 Monate Elternzeit genehmigt bekommen, mal sehen was wir dann im Sommer machen). Ich suche gerade nach ner schönen Wüstentour in Marokko (organisiert, vllt Kameltrekking), im Februar ist es recht kalt. Mal sehen ob wir sowas machen können. Ansonsten sicherlich einige kleine Tagestouren. Sie wird dann 8 bis 9 MOnate alt sein und wahrscheinlich viel krabbeln wollen.
    Im Sommer soll es dann mit Freunden (gerade das erste Kind bekommen) nach Skandinavien, oder gediegener nach Frankreich oder so gehen. Auf jeden Fall auf den Zeltplatz.

    Ich sehe also keine Probleme mit eurem Wunsch Nordeuropa mit dem Camper zu erkunden, kann natürlich bisher nur Planspiele bieten und euch Mut zusprechen. Vielleicht wird Marokko eine einzige Katastrophe und wir lassen den Mietwagen stehen und chillen vier Wochen am Strand von Sidi Ifni Ich glaube aber kaum

    Bin gespannt auf den weiteren Austausch hier!
    Geändert von codenascher (02.12.2016 um 09:26 Uhr)

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  3. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #3
    Der Übersicht halber verlinke ich meine Impressionen mal mit meinem Useralbum
    https://www.outdoorseiten.net/fotos/...me=codenascher

    Disclaimer: sie liegt nur äußerst selten im Fahrradanhänger und wenn nur auf glatten Wegen. Keine Sorge
    Wir tragen die meiste Zeit. Erfahrungen zu den folgenden Tragesystemen vorhanden: Bondolino, Manduca, Storchenwiege, Tücher
    Geändert von codenascher (02.12.2016 um 10:08 Uhr)

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  4. Gerne im Forum

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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #4
    Wenn euer Baby im July auf die Welt kommt werdet ihr erstmal einige Zeit brauchen, um euch an die komplett neue Situation zu gewöhnen, den kleinen Menschen kennenzulernen und euch zu erholen (die Mutter vor allem natürlich ;)

    Und das ist nicht in zwei, drei Wochen "erledigt". Ich würde eher so mit 3 Monaten rechnen. Dann seid ihr aber schon recht spät im Jahr und Nordeuropa ist vielleicht nicht mehr das beste Ziel. Vielleicht solltet ihr eher das südliche Europa anpeilen?

    Mit dem Camper rumfahren klingt für mich aber gut, dadurch habt ihr immer die gleiche Lebensumgebung und nicht soviel Reisestress für euer Baby. Ansonsten vielleicht eine Ferienwohnung als Basislager nehmen.

    Ich bin mit meinem Sohn das erste mal geflogen, als er vier Monate alt war. Das ging erstaunlich gut, ich würde es ihm aber rückblickend vermutlich nicht wieder zumuten.

    Tagestouren könntet ihr mit Kinderwagen oder (vielleicht besser) im Tragetuch/Manduca/Ergo machen. Falls Kinderwagen müssen natürlich die Wege passen. Hab ich im Harz erlebt, über knorrige Baumwurzeln fährt es sich nicht so gut. Das Tragen im Tuch sollten beide - Träger und Baby - vorher ausgiebig geübt haben.

    Insgesamt fand ich bisher das Reisen mit Baby deutlich einfacher als mit Kleinkind.

    Das absolut allerwichtigste ist aus meiner Sicht aber Rücksicht auf das Kind zu nehmen und sich an seinen Bedürfnisssen auszurichten.

  5. AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #5
    Es gibt eine einfache Antwort, die dir aber nicht viel helfen wird:

    Kommt auf's Baby an und kommt auf die Eltern an.

    Es werden hier wohl viele Beiträge kommt mit Eigenerfahrungen. Das kann hilfreich sein. Schliesse aber nicht draus, dass es bei dir gleich ist. Und schliesse vor allem nicht: Wenn die das gepackt haben, dann kann es für uns kein Problem sein. Es gibt nun mal Babies, mit denen kann man von Anfang an leicht reisen, mit anderen wirklich nicht.

    Das Leben mit einem Neugeborenen ist ganz anders als das bisherig Leben.
    Es kann sein, dass ihr als Eltern bald das Bedürfnis habt, zu reisen. Es kann aber auch sein, dass ihr eure Ruhe haben mögt und einen 3km-Radius ums Haus nicht verlassen wollt. Es kann sein, dass ihr ganz furchtbar erschöpft seid. Oder es kann sein, dass euch die Decke auf den Kopf fällt.

    Etwas, was ich für den werdenden Vater sehr wichtig finde:
    Nimm Rücksicht auf das, was die Mutter will. Und zwar nicht, was sie jetzt sagt, sondern vor und nach der Geburt. Und es kann sein, dass es komplett anders ist, als was sie jetzt denkt!
    Eine Schwangerschaft, Geburt und Neugeborenenzeit ist körperlich äusserst fordernd. Und zwar anders fordernd als alles, was man sonst kennt. Deswegen kann sie jetzt auf gar keinen Fall sagen, wie und wohin sie nächste Spätsommer reisen will! Sie weiss nicht, ob sie dann (körperlich) lange sitzen oder gehen kann und will!
    Es kann sein, dass deine Bedürfnisse komplett anders sind als die der Frau. Und in diesem Fall bin ich der Meinung: Du hast zurückzustehen.

    Deswegen rate ich sehr dazu: Macht euch Gedanken, was ihr euch jetzt vorstellen könnt. Und seid euch bewusst, dass sich das alles komplett ändern kann! Ich würde auf keinen Fall irgend etwas buchen oder reservieren (Zeltplätze, Camper etc.). Sowas schafft sehr schnell Druck.

    Das allerdümmste ist meiner Meinung nach, sich an euphorischen Berichten, die hier im Thread sicher erscheinen werden, zu orientieren: "Wir haben das 4 Wochen alte Baby in den Hänger gepackt und sind quer durch Norwegen geradelt", "Wir haben mit dem 2 Monate alten Baby drei Wochen Igluferien gemacht" etc.
    Es mag sein, dass es gelegentlich mal Familien gibt, wo sowas geht. In meinem Umfeld waren aber Familien, die sowas durchgezogen haben, vor allem vom Gedanken beseelt, allen zu zeigen, das 'immer noch alles geht'. Für's Umfeld ziemlich anstrengend.

    Lasst das Kind kommen. Schaut mal, wie es so ist als Familie. Und dann, zieht los. Oder bleibt daheim. Oder fahrt in ein 'wir nehmen euch alle Arbeit ab'-Hotel. Oder, oder...

  6. Fuchs

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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #6
    solange das kind gestillte / getragen wird, ist noch alles einfach. spaeter wird es deutlich komplizierter.

    ansonsten stimme ich flachlandtiroler zu.
    ------------------------------------
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  7. Fuchs
    Avatar von markrü
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #7
    Dann erst mal: Glückwunsch!

    Ich persönlich bin der Meinung, dass man Kindern unter einem Jahr keinen großen Gefallen mit großen Reisen tut.
    Für die Kleinen ist der Nachbarspielplatz genauso 'ganz weit weg' wie Nepal oder Düsseldorf (auch, wenn Ihr dort wohnen solltet). Jeden Tag eine neue Umgebung halte ich für nicht so gut.

    Aber da ist jede Familie anders. Nimm meine Meinung bitte als Anregung, nicht als Kritik an Deiner Idee!

    Gruß,
    Markus
    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
    Der Pessimist fürchtet, dass das wahr ist...

  8. Alter Hase
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #8
    Die letzten Beiträge lesen sich schon ganz anders, als mein enthusiastischer Beitrag #2#3



    Rumpelstil hat sachlich alles in seinem/ihren(?) Beitrag geschrieben, worauf man natürlich achten und ganz klar Rücksicht nehmen sollte!

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  9. Lebt im Forum
    Avatar von Christian J.
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #9
    Nur mal ein paar Gedanken:
    1. Es gibt die U-Untersuchungen. Die U3 liegt in der 4.-5. Lebenswoche. Passt bei der Planung auf, dass ihr in der Zeit in der Nähe eurer KinderärztIn seid.

    2. Es läuft nicht immer alles wie im "Brigitte Baby Spezial": Manche Kinder haben kleinere oder größere gesundheitliche Startschwierigkeiten, andere schreien permanent. Alles schon erlebt. Ganz kleine Zwerge sind echt noch ziemlich empfindlich: ich würde mich also nur da bewegen, wo eine Kinderärztin in vertretbarer Zeit erreichbar ist. Ein simpler Durchfall ist für ein Baby schon teilweise echt doof.

    3. Wenn die Mutter nicht stillen will oder kann, habt ihr gewisse Hygieneanforderungen bei der Fläschenzubereitung. Im Bus sicher kein Probem aber bei 3 Wochen Dauerregen im Zelt passieren da sicher mal Fehler.

    4. Dass nach einem Jahr Reisen schwieriger wird, ist eine Propagandalüge. Vieles geht auch wunderbar mit größeren Kindern.

    5. Also wenn Geburt und die unmittelbare Zeit danach glatt läuft und der Zwerg unkompliziert ist, wäre für mein Gefühl Nordeuropa per Camper realistisch. Sicher wollt ihr ja nicht ganz im Norden meilenweit entfernt von jeder ÄrztIn über Schlaglochpisten rumpeln.

    6. Meines Wissens nach ist die Elternzeit vom Gesetzgeber nicht installiert, um Vätern 'nen geilen Urlaub zu ermöglichen sondern um Frauen den Wiedereinsteig in den Beruf einfacher zu machen. Finde ich eigentlich einen ganz schlauen Gedanken.
    "Er hat die Finsternis der Latrinen ertragen, weil in der Scheiße nach Mitternacht sich manchmal die Sterne spiegelten"
    Durs Grünbein über den Menschen

  10. Gerne im Forum

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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #10
    Ich finde rumpelstils Ausführungen im übrigen ganz hervorragend und sehr richtig!

    Dem kann ich mich nur anschließen.

  11. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #11
    Zitat Zitat von markrü Beitrag anzeigen
    Dann erst mal: Glückwunsch!

    Ich persönlich bin der Meinung, dass man Kindern unter einem Jahr keinen großen Gefallen mit großen Reisen tut.


    Gruß,
    Markus
    Glüchwunsch auch von mir.
    Ich habe es wie makrü gehalten...das Kind ankommen lassen, ein zu Hause vermitteln.
    < 1 Jahr und auch sonst Tagestouren im Rucksack, Scaterwagen und Boot
    1.Urlaub - gewandert in der Hohen Tatra (feste Unterkunft)
    2.Urlaub - gezeltet am Bodensse mit Faltboot, Tagestoren

    Was mir geholfen hat...innerlich in der Lage sein, dem Kind Ruhe, Geborgenheit und Rythmus zu vermitteln.
    Von daher gibt es keine allgemeine Vorschrift.

    Thomas

  12. Fuchs
    Avatar von markrü
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #12
    Genau: Ich würde mit keinem einen Urlaub verbringen wollen, den ich erst seit ein paar Wochen kenne!

    Einfach klein anfangen uns schauen, ob und wie es geht... Und wenn es nicht geht, dann eben nicht. Das ist nicht schlimm!

    Gruß,
    Markus
    Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben.
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  13. Alter Hase

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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #13
    Zitat Zitat von Flachlandbewohner Beitrag anzeigen
    Wenn euer Baby im July auf die Welt kommt werdet ihr erstmal einige Zeit brauchen, um euch an die komplett neue Situation zu gewöhnen, den kleinen Menschen kennenzulernen und euch zu erholen (die Mutter vor allem natürlich ;)

    Und das ist nicht in zwei, drei Wochen "erledigt". Ich würde eher so mit 3 Monaten rechnen.
    ja, das sehe ich aus der erinnerung auch so. und unsere waren glücklicherweise, im vergleich zu dem, was man so im bekanntenkreis mitbekommen hat, äußerst pflegeleicht.
    was recht früh gut geht, sind sportkletterurlaube, falls ihr klettert. schlinge um ast im baum gelegt, maxi cosi drangehängt, und schon habt ihr auch ein super schaukel dabei.

  14. Alter Hase

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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #14
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Es kann sein, dass deine Bedürfnisse komplett anders sind als die der Frau. Und in diesem Fall bin ich der Meinung: Du hast zurückzustehen.
    jup. und je nachdem, welche lebenwerwartung ihr noch habt bzw. wie lange ihr noch zusammen seid, wird sich daran auch die nächsten 20-70 jahre nichts mehr ändern...

    ps: was ich da jetzt von marokko und so gelesen habe, mag sicher gehen. als ein wenig zur hysterie neigender alt-vater hätte ich allerdings schon darüber nachgedacht, ob es empfehlenswert ist , mit so einem kleinen knopf den geltungsbereich des mitteleuropäsichen gesundheitswesens zu verlassen...
    Geändert von opa (02.12.2016 um 11:29 Uhr)

  15. Erfahren

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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #15
    Wir waren mit unserem 4 Wochen alten Baby eine Woche in Italien. Die 8h Autofahrt und die Reise war überhaupt kein Problem für den Kleinen. Auch kurze Wanderungen (die längste war 3,5h Wanderzeit, mit 2 langen Pausen drin) hat er gerne in der Manduca am Körper verbracht.

    ABER im Nachhinein war es für die Mutter zu anstrengend und das merkte sie leider noch Monate danach. Man spricht ja von 6-8 Wochen Wochenbett. Und man sollte sich da in etwa dran halten. Gerade sportliche Mütter oder im allgemeinen Frauen, die sich gerne bewegen, fühlen sich früher fit und bewegen sich zu viel. Also da lieber konservativ ran gehen. Frau soll in der Zeit wirklich viel liegen, also auch eine Wohnmobiltour sollte da slowly slowly angegangen werden.

    Für das Kind ist ne Tour mit dem Camper, denke ich, sehr gut. Eltern immer da, immer ein Rückzugsort den es nach ein paar Tagen kennt. Und vom Auto weg kleinere Wanderungen gehen ja easy.

    Organisatorisch würde ich etwas planen, was sich einfach und ohne großen Geldverlust umplanen oder absagen lässt. Also eher keine Flüge. Im Spätherbst würde ich eher Richtung Süden fahren (Nordküste Spanien, Galizien), aber das ist Geschmackssache.

  16. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #16
    Also Juli kommt das Baby (voraussichtlich - daher schon mal nicht ganz fest planen), wann wollt ihr Urlaub machen?
    Wie Flachlandbewohner schon schreibt wird wohl vor allem die Mutter Erholung brauchen. Ich kenne Frauen die schon 10 Tage nach Geburt Fahrradtouren gemacht haben (Über die Belastung des dann noch weichen Beckens kann man streiten), aber auch Frauen die faktisch 6 Wochen im Bett lagen.
    Touren die das Becken belasten (z.B. Wanderungen mit Rucksack) würde ich für ca. 5 Monate vermeiden.

    Ansonsten geht alles mit Baby.
    Nature-Base "Natürlich Draußen"

  17. Erfahren

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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #17
    ... also ich lese die Beiträge hier und wundere mich etwas... wenn ich richtig rechne ist die Frau gerade mal im 2./3. Monat schwanger... in der Zeit haben wir uns eigentlich eher darum gekümmert, dass alles mit der Schwangerschaft und dem Kind ok ist und uns auf das Kind gefreut. Konkrete Urlaubsplanung wäre für mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht in den Sinn gekommen... Vielleicht ist es aber tatsächlich wie meine Tochter immer sagt: "Du bist eben eine andere Generation. "

  18. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #18
    Zitat Zitat von Shuya Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    bei mir hats nun auch eingeschlagen und wir sind wohl im Juli zu dritt.
    Erst mal ganz herzlichen Glückwunsch an euch beide (wenn der Nachwuchs im Juli kommt, ist die Nachricht ja noch ganz frisch).

    Und dann natürlich gleich die Empfehlung: Wir haben hier auch ein Unterforum für Familien und freuen uns immer über eifrige Mitschreiber und dort gibt es viele Informationen auch ganz ausführlich und von vielen Seiten. Da findest du vielleicht einiges davon:
    Ich habe auf diversen Artikeln vor einiger Zeit gelesen, dass auch Touren mit Babys möglich sind, allerdings finde ich die nicht mehr.
    Jetzt aber mal zu den konkreten Fragen (zu Einigem wirst du auch im Unterforum schon was finden und wesentlich ausführlicher, als das hier in einem Thread geht.)

    Ab welchem Alter gehts - was würdet ihr empfehlen?
    Nach meiner persönlichen Erfahrung und der in meinem Umfeld: auf keinen Fall in den ersten drei Monaten. Es mag Ausnahmen geben, aber die meisten Eltern empfinden das so, vor allem beim ersten Kind. Das Gute ist: man hat zu dem Zeitpunkt auch gar nicht das Bedürfnis. So um den "Halbsten Geburtstag" herum ist ganz gut. Man hat sich ans Elternsein gewöhnt, man kennt das Kind ganz gut, man hat vermutlich das erste mal Fieber überstanden und wenn man Glück hat, stillt man noch voll und brauch sich ums Essen (zumindest vom Nachwuchs) keine Gedanken machen. Für eine unabhängige Tour wäre mir das aber auch noch zu früh. Ideal ist beim ersten Mal der eigene Garten, eine Ferienwohnung oder Zelten bei Verwandten oder guten Freunden oder mit dem Auto auf einen ruhigen Zeltplatz in der Umgebung.
    Wir waren sind mit dem Großen mit 8/9 Monaten das erste mal für eine Woche mit los (Obstwiese, Verwandtschaft) und kurz danach auf Radzelttour im Elsaß. Mit der Kleinen mit einem halben Jahr drei Wochen Obstwiese mit vielen Tagestouren und im Jahr danach kürzere Radtouren von zu Hause aus und drei Wochen wandern in Dänemark.


    Mögliche, schöne Reiseziele im Spätsommer / Herbst zu dritt?
    Willst du eine ehrliche Antwort? Wenn das erste Kind im Juli gekommen ist: auf bequemen Wegen für einen (halben) Tag in die nähere Umgebung oder vielleich auch nur bis zur nächsten Bank in der Sonne. Ihr habt dann nämlich sowieso gerade die spannendste aber auch anstrengendste Tour eures Lebens hinter euch. Hebt euch alle anderen Pläne für's nächste Frühjahr und den Frühsommer auf.


    Es sollte nicht zuuu weit weg sein, ich sag mal Europa möchte ich ungern verlassen, eine Rückreise sollte bei Problemen jedweder Art relativ schnell möglich sein.
    Ich würde das ausdrücklich so bestätigen und ergänzen: das Handynetz muss stimmen und ihr solltet die Sprache entweder etwas sprechen oder davon ausgehen können, dass die Bevölkerung und ihr eine gemeinsame Fremdsprache beherrscht.
    Solange das Kind noch nicht läuft wäre es ganz hilfreich, wenn die Infrastruktur der kostenlosen öffentlichen Einrichtungen (Büchereien, Rathäuser, geöffnete Kirchen,..) relativ eng ist und die Kinderfreundlichkeit der Bevölkerung entsprechend ist, so dass auch ein Krabbelkind bei Regenwetter mehrmals täglich ausreichend "Auslauf" bekommt. So eine Matschehose ist an den Knien nämlich schnell durch.

    Was gibt's sonst noch zu beachten?
    Tastet euch peu a peu an eine größere Tour heran. Traut eurem Kleinen was zu, aber Stück für Stück und mit der Möglichkeit zurück zu rudern. Alle Eltern sind anders (und auch manchmal ganz anders als sie noch vor der Geburt waren) und auch Kinder sind unterschiedlich und brauchen manchmal etwas Zeit.
    Mit Kindern gilt noch mehr als sonst: Die Tagestour und eine Einzelübernachtung ist die Grundlage aller sonstigen Tourenplanung
    Wichtig: überlegt, wie ihr euer Kind schlafen lasst. Je kleiner die Umstellung zwischen zu Hause und Zelt (o.ä) um so besser. Ein Familienbett und den Schlaf brummelnde Papa-Brust gewohntes Kind hat es leichter, als eines, dass gewohnt ist alleine im komplett abgedunkelten Zimmer oder unter düdelndem Mobile zu liegen.


    Ich würde dafür auch gern Elternzeit nehmen, sodass wir im Idealfall länger als 2 Wochen weg sein könnten.
    Eine gute Idee, denn so seid ihr flexibler und entspannter. Aber nimm auch einen Teil der Elternzeit direkt nach der Geburt. Das ist Gold wert. Und man muss die Zeit NICHT an einem Stück nehmen. Wir haben einen Monat direkt nach der Geburt genommen und einen später um den Urlaub zu verlängern. Würde ich immer wieder so machen.


    Was mir vorschwebt wäre eine Tour durch Nordeuropa mittels Camper/Wohnmobil und dann Tagesausflüge. Das hätte den Vorteil der Flexibilität und gleichzeitig hätte man einen sicheren Rückzugspunkt.[/QUOTE]Camper/Wohnmobil halte ich für perfekt für die ersten längeren Touren. Auch weil man sich nicht wirklich auf ein Ziel im Vorhinein festlegen muss. Passt bei Nordeuropa wegen der Mücken auf. Es gibt kaum Mückenzeug was wirklich hilft und bei Kleinen erlaubt ist. Wir haben mit kleinen Kindern gute Erfahrungen gemacht in Deutschland, Dänemark und Frankreich, sowohl was Infrastuktur als auch Akzeptanz angeht, ohne dass ich jetzt andere Länder deshalb ausschließen will, aber da wissen sicher andere zu berichten. (Prag dagegen war eine Katastrophe.)

    Da bin ich aber aktuell absolut ohne Ideen, was da schön und machbar wäre. Daher freue ich mich auf Tips und Erfahrungen.
    Und da der Winter bei mir immer die Zeit zum Urlaub planen (muss ja auch bald eingereicht werden) und ausarbeiten ist, so steh ich dieses Jahr ganz schön auf dem Schlauch. Ich habe nämlich keine Ahnung, was passieren soll.
    Lass doch erst mal das Kind kommen. Dann kannst du ja immer noch Pläne für den ersten Urlaub zu dritt schmieden. (Jaja, ich weiß, die Papas sind da immer noch ungeduldiger als die Mamas, das ist ganz normal und auch völlig O.K. Plane auch wenn du Freude daran hast, aber nimm die Pläne nicht zu ernst.) Wenn du den Urlaub jetzt einreichen musst, dann plant lieber noch mal einen entspannenden Urlaub zu zweit mit ausreichend Abstand zum Geburtstermin und regelt den Rest wirklich über die Elternzeit. Buchen würde ich im Moment noch nichts.

  19. Moderator
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    Avatar von Vegareve
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #19
    OT:
    Zitat Zitat von Shuya Beitrag anzeigen

    Ich würde dafür auch gern Elternzeit nehmen, sodass wir im Idealfall länger als 2 Wochen weg sein könnten.
    Ich darf hier eigentlich mangels persönlicher Erfahrung gar nicht mitreden, daher OT: wenn Du jetzt Urlaub einreichen musst, würde ich diesen einfach mit deiner Frau ausmachen und zwar im Hinblick auf die von ihr gewünschte zeitliche Unterstützung in den ersten Monaten als Familie.
    Alternativ, falls sie sich das wünscht, wie schon vorgeschlagen, ein letzter Urlaub zu zweit vor der Geburt (wäre meine Wahl, irgendetwas ruhiges im 5-6 Monat).

    Alles andere ist Wunschdenken, bzw. erstmals absolut unwichtig! Da das Baby im Juli kommen soll, würde ich pessimistischerweise sagen, wochenlange Touren kannst Du fürs nächste Jahr erstmals vergessen, da gibt es echt wichtigeres. Oder Du machst, nach Absprache, eine Woche allein/mit Anderen Urlaub.

    Überhaupt, erstmals soll alles in der Schwangerschaft gut laufen. Drücke die Daumen.
    "Niemand hört den Ruf des Meeres oder der Berge, nur derjenige, der dem Meer oder den Bergen wesensverwandt ist" (O. Chambers)

  20. Fuchs
    Avatar von Mus
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    AW: Urlaub mit Baby - was geht? Tips und Erfahrungen

    #20
    Zitat Zitat von hyrek Beitrag anzeigen
    solange das kind gestillte / getragen wird, ist noch alles einfach. spaeter wird es deutlich komplizierter.
    Das hat vielleicht auf deine so zugetroffen und es gibt sicher auch andere wo das passt aber es lässt sich definitiv nicht verallgemeinern noch vorhersagen. Dazu kenne ich einfach zu viele, die in dem Alter viel geschrien haben oder jede Menge Wäsche produziert (ausgelaufene Windel, Bäuerchen mit "Einlage", ins Bett, auf Mama, auf Papa,...) . Da ist es dann ganz schön eine Waschmaschine in der Nähe zu haben und sich in einer Wohnung mit festen Türen und Wänden und einem Sofa im Wohnzimmer mit der "Schreiwache" abwechseln zu können anstatt einen ganzen Zeltplatz aufzuwecken.
    Dazu kommt, dass viele Babys in dem Alter noch sehr reizoffen sind und sich nicht gut selbst regulieren können. Da wird dann Ungewohntes schnell zu viel und aus dem friedlichen Baby zu Hause ein schreiendes Urlaubsbaby. Muss nicht sein ist aber häufig anzutreffen.


    Zitat Zitat von Christian J. Beitrag anzeigen

    6. Meines Wissens nach ist die Elternzeit vom Gesetzgeber nicht installiert, um Vätern 'nen geilen Urlaub zu ermöglichen sondern um Frauen den Wiedereinsteig in den Beruf einfacher zu machen. Finde ich eigentlich einen ganz schlauen Gedanken.
    Ich denke, das Hauptziel ist, dass die Väter eben auch die Möglichkeit haben sich einzubringe und ebenfalls einen guten Kontakt zu dem neuen Familienmitglied aufzubauen. Stichwort Bonding. Das geht auf einer Reise auch ganz gut. (Aber noch besser im ersten Monat.) Zum Glück bekommen ja nicht nur die Familien die Vätermonate, die sich leisten können, dass beide Eltern arbeiten.

    Zitat Zitat von Kille Beitrag anzeigen
    Wir waren mit unserem 4 Wochen alten Baby eine Woche in Italien. Die 8h Autofahrt und die Reise war überhaupt kein Problem für den Kleinen.
    8h Maxicosi ist nicht gut in dem Alter. Experte empfehlen da höchstens eine halbe Stunde am Stück. Und zwar nicht wegen Rücken (was einmalig ja sicher nicht schlimm ist) sondern wegen Gefahr für die Atmung.

    Gerade sportliche Mütter oder im allgemeinen Frauen, die sich gerne bewegen, fühlen sich früher fit und bewegen sich zu viel.
    Yepp! Und es fällt ihnen auch häufig sehr schwer dann immer noch etwas langsamer zu machen, da geht dann vor allem beim ersten Kind einfach mal die Geduld aus. Es ist i.d. Tat sinnvoller, wenn der Partner dann bremsend und beruhigend einwirkt als die Aktivitäten zu fördern.
    Nur mal so als Daumenwert: 6-8 Wochen und nach der Nachuntersuchung beim Arzt sollte mit der Rückbildungsgymnastik begonnen werden. Für die wird ca. 10-12 Wochen angesetzt. Viele Sportarten sollten erst danach wieder ausgeübt werden aber bis alles wieder einigermaßen "beim alten" ist dauert es nach einer Faustregel von vielen Hebammen genau so lange, wie die Schwangerschaft.

    Zitat Zitat von JonasB Beitrag anzeigen
    Ansonsten geht alles mit Baby.
    Nö! Mit manchen ja, mit manchen nein. Mit den meisten irgendwas dazwischen. Siehe weiter oben: "Reizoffenheit". Und nein es liegt nicht an der Lockerheit der Eltern oder ob das Kind getragen wird oder sonst was. Nicht mal "Geschwisterprognosen" sind möglich.


    Zitat Zitat von Galadriel Beitrag anzeigen
    ... also ich lese die Beiträge hier und wundere mich etwas... wenn ich richtig rechne ist die Frau gerade mal im 2./3. Monat schwanger... in der Zeit haben wir uns eigentlich eher darum gekümmert, dass alles mit der Schwangerschaft und dem Kind ok ist und uns auf das Kind gefreut. Konkrete Urlaubsplanung wäre für mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht in den Sinn gekommen... Vielleicht ist es aber tatsächlich wie meine Tochter immer sagt: "Du bist eben eine andere Generation. "
    Ich finde es ein ganz normale Reaktion vor allem bei Vätern. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es nämlich noch nicht so viel zu tun. Die Frau "brütet" vor sich hin und der Mann sieht noch nicht mal nen Bauch. Irgendwas muss man doch tun. Da ist nichts naheliegender, als sich die Zukunft mit Kind konkreter auszumalen und zu planen.Und wenn "auf Tour gehen" bisher wichtig gewesen ist, will man das Kind da natürlich integrieren und teilhaben lassen. Ist doch ganz normal. Das ist im Prinzip die etwas männlichere Variante des Nestbautriebes. Wichtig ist nur, dass man sich an dieser Stelle nicht (durch irgendwelche kostspieligen Buchungen oder den eigenen Ehrgeiz oder so) auf etwas festlegt, was später nur Stress oder Druck erzeugt.

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