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  1. Gerne im Forum

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    Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #1
    Servus!

    Vor zwei Jahren stand meine Lieblings-Fleecejacke kurzfristig Feuer und Flamme für mich.
    Oder so ähnlich. Jedenfalls ist sie hinüber. Das Modell gibt es nicht mehr und zwischenzeitlich angeschaffte Ersatzdrogen
    synthetischer Art brachten nur kurzfristig Befriedigung.

    Das Schnittmuster ist also festgelegt. Meine altes TAD-Gear Ranger Hoodie soll wieder aufleben.

    Als Außenmaterial habe ich mich auf Loden eingeschossen. Einmal um die Ursache des Verlusts des Urmodells zu verhindern
    und weil Loden als Naturmaterial für mich noch einige Vorteile mehr bringt.
    Mit Mehler habe ich gerade telefoniert, die schicken mir sehr unkompliziert ein paar Materialproben.
    Gespannt bin ich darauf, wie die Stärke der unterschiedlichen Lodenarten ausfällt. Vom 530g/lfm Alpakatuch bis zum
    850g/lfm Mantelloden ist alles dabei.
    Letztendlich wird aber auch die Verarbeitbarkeit eine Rolle spielen. Wobei mein Favorit momentan der "Schwere Loden
    CZ-Armee" mit 780g/lfm wäre. Mal sehen.


    Was mir jetzt noch fehlt: ich möchte an den Ellenbogen (und evtl. auf den Schultern) eine abriebfeste (und auf der Schulter
    die Regenbeständigkeit verstärkende) Verstärkung aufbringen.
    Was nehmen? ETA-Proof? Und das dann wachsen? Rein vom Material (und dem was dahinter steht) würde mir das sehr gefallen. Leider habe ich gerade hier ein paar Berichte über EAT-Proof Jacken gelesen, bei denen die wasserdichtigkeit nach einiger Zeit nachgelassen hat.

    Das andere wäre Kreuzköper oder Doppelpilot. Müsste man auf alle Fälle wachsen. Ist aber super abriebfest. Aber wahrscheinlich auch super steif und schwer?
    Gibt es z.B. bei Siebenblau in Bio-zertifiziert.

    Oder schlichtweg Cordura? Das ist ja auch oftmals wasserabweisend ausgerüstet.
    Leider nix natürliches...

    Oder gleich Kevlar? Hab ich auf der Forstjacke auf den Schultern. Tolles Zeug, war aber noch nicht lange im Regen damit,
    kann also nichts zu dessen wasserabweisenden Eigenschaften sagen.


    Was ebenfalls noch fehlt ist Stoff oder Gewebe für die Taschenbeutel. Da fehlt mir scheinbar der richtige Suchbegriff.
    Was nimmt man da für Material? In der Musterjacke ist ein Netzgewebe verbaut. So etwas wäre schon gut. Aber wie heisst
    das in den einschlägigen Materialhändlern? Obwohl ich mir bei den Taschen für die Hände auch so etwas wie Wollfleece
    vorstellen könnte. Wäre schön kuschlig.

    Ich bin für alle Inputs dankbar!

  2. Gerne im Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #2
    Kevlar und Wasser passen nicht zusammen. Wäre für dein Vorhaben wohl auch "Overdone".

    Ich würde es erstmal ohne Verstärkung probieren, richtiger Lode ist eigentlich schon so recht stabil.

  3. Dauerbesucher

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #3
    Zitat Zitat von Ecoon Beitrag anzeigen
    Kevlar und Wasser passen nicht zusammen.
    Warum?

    OT: Hab Tauchhandschuhe mit Kevlarbesatz, die halten gut...

  4. Freak Liebt das Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #4
    Was dir vorschwebt kann man kaufen.
    Nur nicht als Hoodie bzw Fleecejacke, der dicke Loden ist zu steif.

    Aber Wolljacke mit wasserfesten Verstärkungen gibst seit neuestem hier.

    http://www.cultizm.com/product_info....est-Green.html

    Nur so mal als Anregung.
    Material an den Schulter ist geöltes Baumwollgewebe, also wie Barbour, in dem Fall nur doppelt so dick.

    Mal als Frage in die Runde, bekommt man Wax Cotton als Meterware irgendwo?

    edit:

    http://www.funfabric.com/halli.php?0...hste-Baumwolle
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  5. Gerne im Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #5
    Gerade bei Extremtextil beim Kevlarmaterial gelesen: "stark wasserabweisend".
    Wahrscheinlich trotzdem total overdressed.

    Aber irgendwie cool, Synthese von Tradition und HighTech. Oder so...

    Auch wenn der Loden selber sicherlich stabil genug ist will ich trotzdem auf Ellenbogen und Schultern etwas drauf haben.
    Ist schliesslich meine Jacke.

  6. Fuchs
    Avatar von HaegarHH
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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #6
    Moin,


    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen
    Das Schnittmuster ist also festgelegt. Meine altes TAD-Gear Ranger Hoodie soll wieder aufleben.
    Ich würde aufpassen, Kleidung passt sich durch Tragen, Waschen, …an und damit stimmt der Schnitt nicht mehr so ganz auch Rundungen etc. lassen sich tlw. nur schwer abnehmen, weil sie z. B. durch das Einsetzen des Ärmels wieder anders geformt sind.

    WENN Du den Weg gehen willst, besorg Dir irgendeinen billigen Stoff, der halbwegs den Stand des Lodens hat, bei DER Stärke würde ich mal im Bereich Deko / Möbel schauen und mache Dir ein Probeteil.



    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen
    Was mir jetzt noch fehlt: ich möchte an den Ellenbogen (und evtl. auf den Schultern) eine abriebfeste (und auf der Schulter
    die Regenbeständigkeit verstärkende) Verstärkung aufbringen.
    Was nehmen? ETA-Proof? Und das dann wachsen? Rein vom Material (und dem was dahinter steht) würde mir das sehr gefallen. Leider habe ich gerade hier ein paar Berichte über EAT-Proof Jacken gelesen, bei denen die wasserdichtigkeit nach einiger Zeit nachgelassen hat.
    etaProof ist toll und ich liebe es, aber sowohl an Kanten als auch unter entsprechender Belastung nicht SO super stabil. Jonas (hier auch im Forum) von Naturebase arbeitet aber wohl recht häufig mit der Kombi etaProof auf Wolle.


    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen
    Das andere wäre Kreuzköper oder Doppelpilot. Müsste man auf alle Fälle wachsen. Ist aber super abriebfest. Aber wahrscheinlich auch super steif und schwer?
    Ich habe hier noch ein Hose mit Extrembauchweite von Original-Veddel in derem Pilot liegen, kann ich gerne günstig als Materialspender überlassen, aber MIR wäre das dafür deutlich zu heftig


    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen
    Oder schlichtweg Cordura? Das ist ja auch oftmals wasserabweisend ausgerüstet.
    Leider nix natürliches...
    Wenn schon Cordura, dann gibt es doch jede Menge Angebote von PU-Membranen mit Cordura bei Extremtextil & Co.


    Was mir noch einfallen würde, wie wäre es mit Pittards-Leder oder ähnlichem Leder, meine BMW-Motorrad Klamotten haben sich auch bei Regen hervorragend geschlagen, über Abriebfestigkeit brauchen wir nicht reden und Natur war es mal.


    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen
    Was ebenfalls noch fehlt ist Stoff oder Gewebe für die Taschenbeutel. Da fehlt mir scheinbar der richtige Suchbegriff.
    Was nimmt man da für Material? In der Musterjacke ist ein Netzgewebe verbaut. So etwas wäre schon gut. Aber wie heisst
    das in den einschlägigen Materialhändlern? Obwohl ich mir bei den Taschen für die Hände auch so etwas wie Wollfleece
    vorstellen könnte. Wäre schön kuschlig.
    Also ich mache Taschen gerne aus Tactel, glatt, angenehm auf der Haut, leicht und robust …ABER halt nicht "Natur". Bei Naturtuche gibt es jede Menge wunderbare dünnere Wollstoffe, die für eine Jacke durchaus in Frage kämen, bei klassischer Kleidung aus Wolltuchen nimmt man aber für die Taschenbeutel eher Baumwolletuche in unterschiedlichen Stärken und Bindungen je nach Bedarf, tlw. auch Seide - dann aber für die Taschen, die DA sein müssen, ohne dass sie der "Herr" überhaupt verwendet
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  7. Gerne im Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #7
    Zitat Zitat von nimrodxx Beitrag anzeigen
    Warum?

    OT: Hab Tauchhandschuhe mit Kevlarbesatz, die halten gut...
    Aramidfaser lagern Wasser ein und büßen dann einen Teil ihrer vorteilhaften Eigenschaften ein, deswegen werden die Fasern eigentlich so verarbeitet, dass sie später vor Wasser geschützt sind.

    Ich habe auch Handschuhe (Motorrad), die haben Rochenlederbesatzt an den Handballen und sind ebenfalls mit Kevlar gefüttert. Mein Kombi hat mitunter Beschläge aus Titan.
    Ob das nun alles technisch so notwendig ist lass ich mal dahingestellt.

  8. Dauerbesucher

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #8
    Zitat Zitat von Ecoon Beitrag anzeigen
    Aramidfaser lagern Wasser ein und büßen dann einen Teil ihrer vorteilhaften Eigenschaften ein, deswegen werden die Fasern eigentlich so verarbeitet, dass sie später vor Wasser geschützt sind.
    Naja, das war die Frage, welche Eigenschaften sie einbüßen Wasser lagern die meisten Kunststoffe ein.

    Abriebfestigkeit und Faserstabilität ändern sich dadurch wohl nicht signifikant und solange es keine Schusssichere Weste (Reibung zwischen den Fasern wird herabgesetzt) werden soll würde ich momentan keine Nachteile durch nasses Aramid sehen...

  9. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #9
    Warum nicht einfach (stark geöltes) Leder für die Verstärkungen?
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  10. Gerne im Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #10
    Guten Morgen!


    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Was dir vorschwebt kann man kaufen.
    Nur nicht als Hoodie bzw Fleecejacke, der dicke Loden ist zu steif.

    Aber Wolljacke mit wasserfesten Verstärkungen gibst seit neuestem hier.

    http://www.cultizm.com/product_info....est-Green.html

    Nur so mal als Anregung.
    Material an den Schulter ist geöltes Baumwollgewebe, also wie Barbour, in dem Fall nur doppelt so dick.
    Danke! Das mit dem zu steif hat meine Schneider-Lehrerin-Unterstützerin gestern auch als Einwand gebracht. Deshalb sind wir jetzt sehr auf die Materialproben gespannt.
    Andererseits liegt hier auch ein Lodenmantel von meinem Vater. Rein vom Gewicht und der Stärke des Materials müsste das auch so etwas um die 700 bis 800g/lfm sein. Und der ist absolut nicht steif. Im Gegenteil. Kann aber auch sein, weil er eben schon lange Jahre getragen wurde. Mal sehen.


    Geöltes Baumwollgewebe? Spricht für mich wieder für ETA-Proof. Wenn auch gewachst und nicht geölt.

    Die Jacke aus deinem Link ist auch nicht schlecht!
    Als Vorbild für die Dopplung auf den Schultern habe ich aber die hier: https://helikon-tex.com/#!/Fleeces , dort die Liberty.
    Auch der grundsätzliche Schnitt, bzw. Optik ist dem gewünschten Ergebnis sehr ähnlich.


    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    Moin,



    Ich würde aufpassen, Kleidung passt sich durch Tragen, Waschen, …an und damit stimmt der Schnitt nicht mehr so ganz auch Rundungen etc. lassen sich tlw. nur schwer abnehmen, weil sie z. B. durch das Einsetzen des Ärmels wieder anders geformt sind.

    WENN Du den Weg gehen willst, besorg Dir irgendeinen billigen Stoff, der halbwegs den Stand des Lodens hat, bei DER Stärke würde ich mal im Bereich Deko / Möbel schauen und mache Dir ein Probeteil.




    etaProof ist toll und ich liebe es, aber sowohl an Kanten als auch unter entsprechender Belastung nicht SO super stabil. Jonas (hier auch im Forum) von Naturebase arbeitet aber wohl recht häufig mit der Kombi etaProof auf Wolle.



    Ich habe hier noch ein Hose mit Extrembauchweite von Original-Veddel in derem Pilot liegen, kann ich gerne günstig als Materialspender überlassen, aber MIR wäre das dafür deutlich zu heftig



    Wenn schon Cordura, dann gibt es doch jede Menge Angebote von PU-Membranen mit Cordura bei Extremtextil & Co.


    Was mir noch einfallen würde, wie wäre es mit Pittards-Leder oder ähnlichem Leder, meine BMW-Motorrad Klamotten haben sich auch bei Regen hervorragend geschlagen, über Abriebfestigkeit brauchen wir nicht reden und Natur war es mal.



    Also ich mache Taschen gerne aus Tactel, glatt, angenehm auf der Haut, leicht und robust …ABER halt nicht "Natur". Bei Naturtuche gibt es jede Menge wunderbare dünnere Wollstoffe, die für eine Jacke durchaus in Frage kämen, bei klassischer Kleidung aus Wolltuchen nimmt man aber für die Taschenbeutel eher Baumwolletuche in unterschiedlichen Stärken und Bindungen je nach Bedarf, tlw. auch Seide - dann aber für die Taschen, die DA sein müssen, ohne dass sie der "Herr" überhaupt verwendet
    Super! Das mit dem bereits ausgebeult werde ich berücksichtigen!

    Leder ist mir dann doch zu heftig. So massiv muss es nicht werden.
    Auch hier wieder, ETA-Proof oder Cordura. Das Kevlar war eher eine Schnapsidee nach dem stöbern bei Extremtextil.


    Zitat Zitat von JonasB Beitrag anzeigen
    Warum nicht einfach (stark geöltes) Leder für die Verstärkungen?
    Das du mir kein ETA-Proof empfiehlst, wundert mich dann doch. Wirklich so ungeeignet?
    Wie gesagt, Leder (auch feines, Ziege, Strauß und Rochen hätte ich da) oder Doppelpilot (war gestern bei einem Arbeitsbekleidungshändler und hatte dort eine Hose aus dem Zeug in der Hand) ist mir irgendwie zu heftig.

    Somit würde alles für Cordura sprechen...

  11. Freak Liebt das Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #11
    Na vielem lesen, bin ich zu der Überzeugung gekommen daß Eta-Proof ideal für eine wenig genutzte Jacke für spezielle Zwecke ist.
    Für mich wäre es ideal als Anorak, weit geschnitten für den Winter, also trocken kalt mit etwas Schnee. Aber da tut es auch mein FR No.8.

    Ansonsten ist mir das Material für den Busch zu empfindlich und als Verstärkungen schon mal IMHO völlig ungeeignet.

    Ne, probiere das mit Wachscotton.
    Einziger Nachteil, damit das stabil bleibt bracht es etwas Pflege mit Wachs, es darf nicht trocken werden.

    und täusche dich nicht wie steif das Material bei Neuheit ist.
    Der alte Lodenmantel wurde so durch viel tragen und das hohe Gewicht durch die Länge, eine kurze Jacke aus dickem Loden, bleibt lange relativ steif.
    Roughstuff macht die Jacken in der Art was dir vorschwebt nicht umsonst aus sehr leichtem Loden.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  12. Fuchs
    Avatar von HaegarHH
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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #12
    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen
    Das du mir kein ETA-Proof empfiehlst, wundert mich dann doch. Wirklich so ungeeignet?
    Wie gesagt, Leder (auch feines, Ziege, Strauß und Rochen hätte ich da) oder Doppelpilot (war gestern bei einem Arbeitsbekleidungshändler und hatte dort eine Hose aus dem Zeug in der Hand) ist mir irgendwie zu heftig.

    Somit würde alles für Cordura sprechen...
    Ich auch nicht …und glaub mir, auch wenn ich es nicht gewerblich mache, empfehle ich privat vielen Leuten etaProof …allerdings weiss ich mittlerweile auch ein paar Nachteile.

    Glaub mir, ein "zartes" Leder ist nix im Vergleich zu z. B. 240er etaProof, was den Stand des Materials angeht. etaProof als (zum) Wetterschutz wird i. d. R. doppellagig verarbeitet und auch 2x 200er etaProof dürfte noch deutlich steifer sein, als ein gutes Leder, wenn es wirklich feucht ist, sowie so.

    Ich bin mittlerweile so weit und würde eher dazu neigen, etaProof an belasteten Stellen und wo ggf. mehr Wetterschutz notwendig ist, durch (Membran)-Cordura zu verstärken, ähnlich der Mylta.
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  13. Gerne im Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #13
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Na vielem lesen, bin ich zu der Überzeugung gekommen daß Eta-Proof ideal für eine wenig genutzte Jacke für spezielle Zwecke ist.
    Für mich wäre es ideal als Anorak, weit geschnitten für den Winter, also trocken kalt mit etwas Schnee. Aber da tut es auch mein FR No.8.

    Ansonsten ist mir das Material für den Busch zu empfindlich und als Verstärkungen schon mal IMHO völlig ungeeignet.

    Ne, probiere das mit Wachscotton.
    Einziger Nachteil, damit das stabil bleibt bracht es etwas Pflege mit Wachs, es darf nicht trocken werden.

    und täusche dich nicht wie steif das Material bei Neuheit ist.
    Der alte Lodenmantel wurde so durch viel tragen und das hohe Gewicht durch die Länge, eine kurze Jacke aus dickem Loden, bleibt lange relativ steif.
    Roughstuff macht die Jacken in der Art was dir vorschwebt nicht umsonst aus sehr leichtem Loden.
    Okay, damit ist ETA-Proof raus.
    Und bin für mich zur Überzeugung gekommen, bei Cordura zu bleiben.
    Danke übrigens für den Link zu funfabrics, die haben auch tolle Sachen und Materialien!

    Zum Vergleich mit Roughstuff: durfte ich schon in der Hand halten (zum anziehen war die leider zu klein ), ist mir persönlich für den angedachten Zweck zu "windig". Es soll dicker, wärmer und winddichter sein.
    Und ich hab echt nix dagegen, das die Jacke erst nach ein paar Jahren meine Rundungen (ja, hab ich) übernommen hat und eingetragen ist.
    Die einzigen Sorgen wegen der Steifigkeit mache ich mir bei der Verarbeitung. Aber da lasse ich meine Tante entscheiden. Dementsprechendes Werkzeug und Erfahrung wäre vorhanden.

    Trotzdem werde ich mir von der gewachsten Baumwolle mal ein Muster zukommen lassen. Mal sehen...
    Vielleicht? Eventuell doch?



    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    Ich auch nicht …und glaub mir, auch wenn ich es nicht gewerblich mache, empfehle ich privat vielen Leuten etaProof …allerdings weiss ich mittlerweile auch ein paar Nachteile.

    Glaub mir, ein "zartes" Leder ist nix im Vergleich zu z. B. 240er etaProof, was den Stand des Materials angeht. etaProof als (zum) Wetterschutz wird i. d. R. doppellagig verarbeitet und auch 2x 200er etaProof dürfte noch deutlich steifer sein, als ein gutes Leder, wenn es wirklich feucht ist, sowie so.

    Ich bin mittlerweile so weit und würde eher dazu neigen, etaProof an belasteten Stellen und wo ggf. mehr Wetterschutz notwendig ist, durch (Membran)-Cordura zu verstärken, ähnlich der Mylta.
    Danke! So in der Art wird es dann auch werden. Bin grad am stöbern, was es alles an Cordura-Versionen gibt.
    Beim echten, glatten Leder stört mich in diesem Fall irgendwie die Optik. Genau das was ich nicht wollte, Loden mit Lederbesatz...
    Soll es nicht werden. Auch wenn es kein braunes Wildleder und mit Eichenlaub geschmückt wäre...


    Muss ich nur noch etwas für die Taschen finden.
    Und ein paar Mittagspausen zum auftrennen des Musters opfern.

  14. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #14
    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen

    Das du mir kein ETA-Proof empfiehlst, wundert mich dann doch. Wirklich so ungeeignet?
    Wie gesagt, Leder (auch feines, Ziege, Strauß und Rochen hätte ich da) oder Doppelpilot (war gestern bei einem Arbeitsbekleidungshändler und hatte dort eine Hose aus dem Zeug in der Hand) ist mir irgendwie zu heftig.

    Somit würde alles für Cordura sprechen...
    Genau, als Verstärkung empfehle ich kein EtaProof. EtaProof sollte an belasteten Stellen selber verstärkt werden.
    Damit,

    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Na vielem lesen, bin ich zu der Überzeugung gekommen daß Eta-Proof ideal für eine wenig genutzte Jacke für spezielle Zwecke ist.

    Ansonsten ist mir das Material für den Busch zu empfindlich und als Verstärkungen schon mal IMHO völlig ungeeignet.
    und damit

    Zitat Zitat von HaegarHH Beitrag anzeigen
    Ich bin mittlerweile so weit und würde eher dazu neigen, etaProof an belasteten Stellen und wo ggf. mehr Wetterschutz notwendig ist, durch (Membran)-Cordura zu verstärken, ähnlich der Mylta.
    ist eigentlich alles gesagt.

    Schau dir doch einfach mal die bekannteste etaProof Jacke an: https://www.klattermusen.com/men/ein...-blue-sapphire
    Nicht umsonst sind bei der 2.0 einige Materialänderungen dazu gekommen.

    Geölte Baumwolle ist im übrigen nicht stabiler. Dann eher Leinen.

    Du wolltest Naturmaterial, also riet ich zu Leder. Wenn dich die glatte Optik stört, dreh es doch einfach um.
    Aber wenn es nun doch Cordura werden soll, achte auf jeden Fall darauf das es keinerlei (!) Beschichtung hat, sonst wird es darunter sehr feucht.

    Meine neue Jacke wird aus EtaProof, mit Sympatex auf Schulter, Kapuze & Armoberseite, welches mit Seide abgefüttert wird.

    Loden würde ich möglichst schlicht verarbeiten, also, wenn Verstärkungen, dann so eingearbeitet das sie nicht aufgesetzt wirken
    Nature-Base "Natürlich Draußen"

  15. Freak Liebt das Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #15
    Geölte Baumwolle ist im übrigen nicht stabiler.
    Als was?
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    Vilhjalmur Stefansson

  16. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #16
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Als was?
    als Baumwolle
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  17. Freak Liebt das Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #17
    Hat das wer behauptet ?

    Er möchte was zumindest wasserabweisendes als Besatz.
    Er kann sich auch ein Stück Segeltuch draufnähen, das bietet Abriebschutz, nur saugt es sich voll, also Ölzeug.

    ICH wollte kein Plastik an einer Lodenjacke und da Eta und Leder raus sind, bleibt nur Wachscotton.

    Wobei es da schon Jagdbekleidungshersteller gab und gibt die Leder verwendet haben bzw verwenden und das hat nix mit Trachtenlook zu tun.

    In dem Fall Moleskin aber das leder ist Ziegenleder, das besteht auch bei Nässe und bleibt weich beim trocknen.

    http://www.bushwear.co.uk/swedteam-s...et-101496.html

    http://www.swedteamdeutschland.de/kl...elk-skinn.html
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    Vilhjalmur Stefansson

  18. Gerne im Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #18
    Ui, da hab ich ja was ausgelöst.

    Am Leder bin ich noch dran. Feines Ziegenleder hätte ich sogar da. Nehme ich normalerweise als Futterleder für die Scheiden meiner Messer. Ist ziemlich kratzfest und hält wirklich einiges aus. Nur das schwarz glänzend stört mich noch ein bisschen.
    Evtl. erwische ich morgen einen Spezl, der hat wirklich sehr viele Ledersorten auf Lager. Eventuell weiss er noch etwas in dieser Richtung. Es gibt ja durchaus Leder in anderer Optik.

    Das Thema Wachscotton ist auch noch nicht durch. Funfabric habe ich schon versucht anzurufen, leider keiner da. Wenn es geht, hätte ich da gerne eine kleine Materialprobe.

    Aber: Jonas schreibt, unbedingt etwas unbeschichtetes nehmen (bei Cordura). Wegen der Atmungsaktivität.
    Hab ich das Problem dann nicht auch mit gewachsten Materialien? Kommt ja auch kein Wasser durch. Ich hab leider keine Wachsjacke o.ä. das ich beurteilen könnte.

    Grundsätzlich würde mich aber etwas synthetisches bei den Verstärkungen nicht sooo stören. War zwar nicht so geplant aber wenn es eine technisch sinnvolle Lösung ist, warum nicht?
    Wobei selbst bei den unbeschichteten Corduras etwas von wasserabweisend ausgerüstet steht...

    Hätte nicht gedacht, das es so kompliziert wird...

  19. Freak Liebt das Forum

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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #19
    Hab ich das Problem dann nicht auch mit gewachsten Materialien? Kommt ja auch kein Wasser durch. Ich hab leider keine Wachsjacke o.ä. das ich beurteilen könnte.
    Wenn man bei Filson auf die Idee kommt auf die Wolljacke ein 15oz Wachscottongewebe draufzunähen brauchst du dir keine Sorgen zu machen ob das klappt.
    Wachscotton ist nicht so dicht wie eine Plastiktüte, aber es dicht auch bei heftigem Regen. Wobei das Material bei Funfabrics deutlich dünner ist.
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    Vilhjalmur Stefansson

  20. Alter Hase
    Avatar von JonasB
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    AW: Fleecejacke durch Loden ersetzen, erstes MYOG-Projekt

    #20
    Zitat Zitat von Werdenfelser Beitrag anzeigen
    Ui, da hab ich ja was ausgelöst.

    Am Leder bin ich noch dran. Feines Ziegenleder hätte ich sogar da. Nehme ich normalerweise als Futterleder für die Scheiden meiner Messer. Ist ziemlich kratzfest und hält wirklich einiges aus. Nur das schwarz glänzend stört mich noch ein bisschen.
    Evtl. erwische ich morgen einen Spezl, der hat wirklich sehr viele Ledersorten auf Lager. Eventuell weiss er noch etwas in dieser Richtung. Es gibt ja durchaus Leder in anderer Optik.

    Das Thema Wachscotton ist auch noch nicht durch. Funfabric habe ich schon versucht anzurufen, leider keiner da. Wenn es geht, hätte ich da gerne eine kleine Materialprobe.

    Aber: Jonas schreibt, unbedingt etwas unbeschichtetes nehmen (bei Cordura). Wegen der Atmungsaktivität.
    Hab ich das Problem dann nicht auch mit gewachsten Materialien? Kommt ja auch kein Wasser durch. Ich hab leider keine Wachsjacke o.ä. das ich beurteilen könnte.

    Grundsätzlich würde mich aber etwas synthetisches bei den Verstärkungen nicht sooo stören. War zwar nicht so geplant aber wenn es eine technisch sinnvolle Lösung ist, warum nicht?
    Wobei selbst bei den unbeschichteten Corduras etwas von wasserabweisend ausgerüstet steht...

    Hätte nicht gedacht, das es so kompliziert wird...
    Ziegenleder gibt es doch auch ungefärbt- braun, beige, etc....
    Dann bekommt es vor allem mit der Zeit etwas Patina. Das wird bei schwarz nicht sein.

    Bei Funfabrics kannst du dir einfach über die Homepage Muster bestellen oder du schreibst eben eine Email. Rosa macht das nicht Hauptberuflich, daher wirst du sie telefonisch nicht immer erreichen.

    Gewachste Materialien sind nicht so wenig atmungsaktiv wie beschichtetes Cordura.
    Das
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Wenn man bei Filson auf die Idee kommt auf die Wolljacke ein 15oz Wachscottongewebe draufzunähen brauchst du dir keine Sorgen zu machen ob das klappt.
    Wachscotton ist nicht so dicht wie eine Plastiktüte, aber es dicht auch bei heftigem Regen. Wobei das Material bei Funfabrics deutlich dünner ist.
    bringt es auf den Punkt.

    Bezüglich der Stabilität wollte ich sagen, das Wachscotton (vor allem das dünne von Funfabrics) keinen Stabilitätsvorteil gegenüber EtaProof hat.

    Cordura ist, bis auf wenige Ausnahmen, wasserabweisend imprägniert. Darunter leidet aber die Atmungsaktivität nicht.

    Ich würde diesen Cordura nehmen; Optik und Haptik sind richtig toll und das Mischungsverhältnis bietet etwas mehr Natürlichkeit. Zudem ist das Material leicht meliert, wodurch es sich bei Naturstoffen farblich deutlich besser einfügt.
    Alternativ das Cordura oder, wenn es farblich passt, wäre dieser noch interessant.
    Nature-Base "Natürlich Draußen"

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