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  1. Erfahren

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #41
    Oxycodon in der Outdoor-Apotheke... ich dachte mit ValoronN 100 Retardtabletten sowie Novalgin und Buscopan zur Injektion (Nierenkolik!!) bin ich schon gut unterwegs, aber man lernt immer dazu. Vielleicht sollte ich noch Fenta einpacken?!

    Ich würde kein BtM Rezept auf Verdacht ausstellen, aber jeder wie er so Kontakte hat...

    PS: Auch mal überlegen, dass Oxycodon auch bei Grenzkontrollen sehr unangenehm auffallen kann...

    PPS: Und von Tramadol müssen eine Menge Leute (ich auch) k...en wie die Reiher, auch nicht sehr angenehm

  2. Dauerbesucher

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #42
    Zitat Zitat von Waron Beitrag anzeigen
    Hast du schon mal an ein Satellitentelefon gedacht?
    Zitat Zitat von Konfuzius
    Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
    Sich auch darauf vorzubereiten, das die Rettung mal nicht in wenigen Minuten klappt finde ich gar nicht so schlecht, ein Satellitentelefon ist auch kein Allheilmittel... Um die Beratung durch einen guten Arzt (am besten einer, der das selbe Hobby hat), der einem die Vorteile/Nachteile/Nebenwirkungen/etc erklärt, kommt man dabei mMn aber nicht rum... Leider bei mir auch die Erkenntnis, das ich ohne Studium kaum mehr machen kann als klassische Erste Hilfe, bekannte Schmerzmittel und Antibiotika weil es eindeutig zu viele Faktoren gibt, die man beachten muss...

    OT:
    Ein Freund durfte mal 10 Stunden mit offenem Bruch auf einer schaukelnden Boot verbringen, weil kein Hubschrauber geflogen ist... Und selbst krieche ich gerne und lange in Höhlen rum, da dauert es auch mal locker 12 Stunden bis die ersten Helfer vor Ort sind... Da hab ich mir auch überlegt was man neben klassischer erster Hilfe noch machen kann...

  3. Erfahren

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #43
    @jurilaris: Das war ja auch mein Gedanke.Oxycodon ist schon ne harte Sache...Das Fentanyl kannst Du dann ja als Pflaster aufkleben und das gesparte Gewicht in die Laxantien stecken,falls Du davon obstipierst...

    @nimrodxx: So OT ist das gar nicht.Vielmehr zeigt es einem doch mal auf,was passieren kann,wenn man sich i.d.R. aus freien Stücken in extremere Situationen begibt und verunfallt.Da helfen dann imho aber auch keine Beratungsgespräche zu Schmerzmitteln oder Antibiose.

    Zum Thema: Das Satellitentelefon und eine gute Versicherung wäre wohl auch aus medizinischer Sicht die sinnvollste Ergänzung,damit in einem Worst-Case-Szenario fundierte Hilfe schnell herbeigeholt werden kann (Iso das dann noch möglich ist.Wenn beide verunglücken ,isses auch egal...Achtung: Ironie).Selbst wenn die Schmerzmittel die trügerische Sicherheit gäben,nach einem Unfall/Ereignis noch weitermachen zu können,kann das umso gewaltiger in die Hose gehen.
    Ich würde mal frech behaupten,dass Wildnishiker wie Skurka u.a. keine Opioide mit sich rumschleppen,wenn sie allein einmal quer durch Alaska wandern.
    Tramadol ist in der modernen Schmerztherapie auch mittlerweile stark im Hintertreffen.War eh nur in Verbindung mit Psyquil (R.I.P.) effektiv.

  4. Anfänger im Forum

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #44
    Wenn einer richtige Schmerzen hat dann ist das alles nichts. Mit Elefanten-Heroin und Ketamin kann man als Laie schlecht experimentieren und es auch nicht nach Kanada einfliegen.

    Deswegen: Aspirin, Diclofenac, Ohrenstöpsel und ein Stück Holz - darauf läuft es hinaus.

  5. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #45
    Was ich zu dem Thema noch wichtig finde: Die Auseinandersetzung mit möglichst starken Schmerzmitteln scheint mir oft in einer ähnlichen Kategorie gelagert, wie das Nähen von Wunden ect. Mysterienumwölkt, als Skill heissbegehrt aber nur von geringen bis keinem praktischen Nutzen im "Outdoornotfall".

    Ich hab dann immer den Helden vor Augen, der sich mit einem offenen Trümmerbruch mehrere Tage durch die Wildnis schleppt und gebe zu bedenken: Ja, das haben schon diverse Leute geschafft, ich hab selbst einige dieser Geschichten gelesen und nie spielten dabei Schmerzmittel eine entscheidende Rolle.

    Was ich aber "Outdoor" für absolut essentiell halte ist die Fähigkeit, eine stark blutende Verletzung effektiv zu versorgen - bei anderen und auch bei sich selbst. Das ist gar nicht so leicht, aber auch nicht unmöglich. Es erfordert aber Übung und etwas anatomisches Wissen, um es umsetzen zu können oder wenigstens schon ein paarmal gemacht zu haben. Wenn es wirklich stark blutet oder sogar Knochen zu sehen ist, sollte man bereits einen Plan haben. Verbandszeug kaufen und dann mit Partner üben ein paar Wochen lang an unterschiedlichen Körperteilen. In hübscher Unterwäsche wird es auch nicht langweilig.

    Ein Verbandspäckchen ist im Ernstfall sehr sehr wenig und auch, wer das Dreickstuch sofort als erstes aus dem Set aussortiert, hat vermutlich noch nie einen Druckverband anlegen müssen. Klar, man kann Streifen aus der Hose schneiden und so wie im Wilden Westen. Man hat ja im Zweifel im Ernstfall viel Zeit und auch sonst nix zu tun.

    Desinfizieren wurde in einem anderen Thread ja auch schon für out erklärt. Zum Glück können die Medikusse, die sich jahrhundertelang damit geplagt haben, wie sie die Wunden ihrer verstorbenen Patienten besser hätten desinfizieren können, nicht mehr googeln.

  6. Anfänger im Forum
    Avatar von Waron
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #46
    Zitat Zitat von nimrodxx Beitrag anzeigen
    Sich auch darauf vorzubereiten, das die Rettung mal nicht in wenigen Minuten klappt finde ich gar nicht so schlecht, ein Satellitentelefon ist auch kein Allheilmittel... Um die Beratung durch einen guten Arzt (am besten einer, der das selbe Hobby hat), der einem die Vorteile/Nachteile/Nebenwirkungen/etc erklärt, kommt man dabei mMn aber nicht rum... Leider bei mir auch die Erkenntnis, das ich ohne Studium kaum mehr machen kann als klassische Erste Hilfe, bekannte Schmerzmittel und Antibiotika weil es eindeutig zu viele ..
    Klar ist ein Satellitentelefon kein Allheilmittel, aber der TO fragte nach einem Tourabbruchkonzept im Worst Case irgendwo im Nirgendwo in Alaska, wenn die herkömmlichen Mitteln aus der Rucksackapotheke nix mehr helfen. War somit als Ergänzung gedacht, keinesfalls als Ersatz.
    Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben. (Konfuzius)

  7. Erfahren

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #47
    Und ne Pulle Fusel...Zu mehr als Desinfektion taugt kanadisches Gepansche auch nicht...
    Ich denke,Antiphlogistikum+peripheres Schmerzmittel kann man wirklich gut mitnehmen und ist in der Handhabung unproblematisch.
    Ich habe ner Bekannten auf einer Tour mal wegen Knieschmerzen eine Ibu 600 gegeben,ich wusste gar nicht,das die derartig müde machen konnten.Später erfuhr ich dann von einer Kollegin,dass in UK Ibu 600 tatsächlich zur Prämedikation eingesetzt wurde...Man lernt nicht aus...

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Freierfall
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #48
    Zitat Zitat von Antracis Beitrag anzeigen
    Desinfizieren wurde in einem anderen Thread ja auch schon für out erklärt. Zum Glück können die Medikusse, die sich jahrhundertelang damit geplagt haben, wie sie die Wunden ihrer verstorbenen Patienten besser hätten desinfizieren können, nicht mehr googeln.
    Diese Aussage von dir verstehe ich nicht, bzw. nicht was davon wie ernst gemeint ist. Sterilität oder auch nur Asepsis im Kontext einer großen Wunde irgendwo im Nirgendwo hätte bei mir den selben Stellenwert wie Analgesie. Nett, aber alles andere als Essentiell. Der Infekt braucht bei einem zuvor gesunden Menschen ja ein paar Tage. Bis dahin ist man hoffentlich gerettet oder tot.

  9. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #49
    Zitat Zitat von Freierfall Beitrag anzeigen
    Diese Aussage von dir verstehe ich nicht, bzw. nicht was davon wie ernst gemeint ist. Sterilität oder auch nur Asepsis im Kontext einer großen Wunde irgendwo im Nirgendwo hätte bei mir den selben Stellenwert wie Analgesie. Nett, aber alles andere als Essentiell.
    Es ist halbernst gemeint. Bezüglich der lebensgefährlichen, stark blutenden Wunde hast Du natürlich recht. Kleinere Verletzungen sind aber so eine Sache: Ich würde auf Desinfektion "draußen" nicht verzichten wollen. Auch kleine Wunden können sich schnell fies entzünden. Keimreduktion direkt nach der Verletzung und vielleicht nochmal ein halbwegs keimarmer Verbandswechsel macht einem dann ggf. die Weiterführung der Tour möglich, mit einer zunehmend entzündeten Wunde lässt man sich dann ausfliegen.

    Deshalb ist aus meiner Sicht der Verzicht auf Desinfektionsmittel in Reise/Trekkingapotheken nicht sinnvoll und ich habe den Vorschlag bisher auch noch nie gehört, nur in diesem Forum den Hinweis auf den Lehrinhalt eines EH-Kurses. Vielleicht der gleiche Typ, der mir gezeigt hat, wie man sich mit der rechten Hand bei durchtrennter Halsschlagader die Subclavia abdrückt, während man mit der linken 112 wählt.

  10. Anfänger im Forum

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #50
    Es reicht ja du bist im Outback ohne Kommunikation und der Verletzte kann nicht alleine gelassen werden. Wenn die Verletzung an sich nichts wichtiges verletzt hat kann eine Infektion das Szenario zum Kippen bringen.

    Wenn zwei km weiter Handyempfang ist, dann muss man ja die Wunde nicht vorsätzlich mit Erde und ungewaschenen DReckpfoten kontaminieren, aber es ist nachrangig, weil er 10 x schneller volle Versorgung kriegt, als sich eine Infektion entwickelt.

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Freierfall
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #51
    Ich hab den anderen Thread nicht gelesen, kenne die Empfehlung zum Verzicht auf Desinfektionsmittel aber auch Primär aus dem Kontext "Wunde mit mitgebrachtem Sterilium spülen" o.ä., da dies die Wundheilung beeinträchtigt. Desinfektionsmittel finde ich aber bei Touren, insb. mit Begleitern aus einem ganz anderen, viel wahrscheinlicheren Fall wichtig: Verhindern von Fäkal-Oral übertragenen Keimen, die auf Tour auch sehr sehr unangenehm sein können.
    Um eine (leicht?) entzündete (kleinere) Wunde zu behandeln habe ich Antibiotika dabei falls Zivilisationskontakt schwierig (oder auch einfach logistisch blöd, da man das Zeug nicht ohne Rezept vor Ort bekommt) - der Laie braucht da aber mMn mehr Kenntnisse als man in einem EH Kurs realistisch vermitteln kann.

  12. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #52
    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    @Antracis Danke für den Input.
    @rapidfire Tourabbruch...wenn das so einfach wäre, würde ich ja nicht fragen. Stell Dir mal vor, Du fällst hier runter ( http://www.abload.de/img/dsc_3958jdvz.jpg ), finde heraus, wo das ist und erkläre mir dann Dein Tourabbruchkonzept. Bis Cantwell ist es ziemlich weit von da ...
    ???

    1.) macht man sich vorher so fitt und erfahren dass man da nicht runterfällt
    2.) wie ist deine strategie hier zu dem verunfallten zu kommen
    3.) oder schmeisst du demjenigen das passende packerl medikamente einfach hinterher....


    ich liebe theoretisches gefasel über virtuelle szenarien....


    2 Packerl 400er ibos... mehr brauch ich nicht im gepäck...

  13. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #53
    Zitat Zitat von O0o Beitrag anzeigen
    Es reicht ja du bist im Outback ohne Kommunikation und der Verletzte kann nicht alleine gelassen werden. Wenn die Verletzung an sich nichts wichtiges verletzt hat kann eine Infektion das Szenario zum Kippen bringen.

    Wenn zwei km weiter Handyempfang ist, dann muss man ja die Wunde nicht vorsätzlich mit Erde und ungewaschenen DReckpfoten kontaminieren, aber es ist nachrangig, weil er 10 x schneller volle Versorgung kriegt, als sich eine Infektion entwickelt.
    OT:
    Im Outback ist man nicht ohne Kommunikation. Spot, PLB oder ähnliches sollten IMO selbst in Skandinavien Standardausrüstung sein. Damit unter anderem das unschöne Szenario "Verletzten allein lassen müssen um Hilfe zu holen" nicht eintritt. Und wenn es abgelegener wird, zusätzlich ein Satellitentelefon. Damit können z.B. im Ernstfall ärztliche Handlungsanweisungen übermittelt werden. Ich denke, dass wird der TO aber eh so handhaben.

    Zu den Medikamenten kann ich nichts beitragen, ich habe 2014 in der Brooks Range nichts mitgehabt außer dem, was ich jeden Tag schlucken muss. (außer ein paar Mullbinden und Pflaster und eine Schachtel Ibuprofen, habe ich aber nicht angerührt). Ich hatte mich damals bezüglich der Rettungsflüge erkundigt, und die Auskunft je nach Wetter (im Winter) auch mal zwei, drei Tage, im günstigsten Fall 6-8 Stunden (im Winter erfolgen die Rettungsflüge ausschließlich aus Fairbanks). Das war derart ernüchternd, dass ich fand, ich spare mir, zumal auf Solotour, das ganz, und pflege stattdessen besser einen äußerst risikoaversen Tourstil, mit Satellitentelefon (erste Wahl im Notfall), PLB (einfachste Bedienung, erfordert keine Kommunikation, zweite Wahl im Notfall) und Spot inklusive Tracking (für den Fall dass es nicht mehr dafür reicht, den PLB zu drücken) . Spot und PLB sind außerdem redundant, falls ein Gerät ausfällt.

    Das Grundrisiko des Szenarios: Es geschieht in so einer abgelegenen Gegend ein wirklich schwerer Unfall/Erkrankungsfall - wird durch eine noch so umfangreiche Apotheke so minimal abgefedert, das ist IMO eher Augenwischerei. Wenn man das Risiko nicht eingehen möchte, muss man auf die Tour verzichten.

    Sorry wegen offtopic.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  14. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #54
    Ich bin u.a. seit 14 Jahren Notarzt:
    Eine kleine Apotheke erhöht den Reisekomfort, da man bei "kleineren Sachen" wie Mittelohrentzündung, der Finger ist entzündet, Streptokokkenangina, eitrige Bronchitis, Kotzerei, Scheisserei, kleinere Wunde, Wirbelblocksde etc pp sich nicht gleich retten lassen muß.
    Amsonsten volle Zustimmung für Becks Hinweise und Sarekmaniacs Ausführungen. Die wissen wovon sie reden.
    Nur weil man zivilisationsbehütet nie ernsthaft krank war, heißt das noch lange nicht, daß man unverwundbar ist!!!

  15. Erfahren

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #55
    OT:

    @Sarekmaniac Vielen Dank, dass wenigstens Du mich nicht automatisch als Vollidiot abstempelst und mir 1000 Anfängerfehler unterstellst. Danke auch dafür, dass Du OT wie Sat Phone etc. auch als OT kennzeichnest.

    @all Nach wie vor wollen zig Leute unbedingt etwas zu meiner Frage sagen. Keiner hat sie jedoch beantworten können oder wollen. Bestenfalls wurden alternative Möglichkeiten ins Spiel gebracht, die ich jedoch schon bedacht hatte. Ich hatte deshalb schon gestern gesagt, dass der Thread für mich nicht weiter hilfreich ist und ich mich deshalb aus der Diskussion verabschieden möchte. Dies hat die Moderation aber mal wieder kommentarlos gelöscht. Viel Spass noch beim Weiterdiskutieren des aus dem Ruder gelaufenen Threads.

  16. Anfänger im Forum

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #56
    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    Im Outback ist man nicht ohne Kommunikation...
    Gute Idee, es ändert nichts an der Tatsache dass ich für eine extrem abgelegene Tour ein Desinfektionsmittelchen mitnehmen würde. Obwohl waschen mit Wasser und Seife bekanntlich die erste taugliche Stufe der Hygiene/Desinfektion ist, und das dürfte für das meiste auch reichen.

    Auch wenn du nicht zwei sondern drei oder vier Funkgeräte mitnimmst kann es passieren dass dir das Material verlustig geht oder ausfällt. Manchmal kann auch trotz Kommunikation keine ausreichend schnelle Hilfe erfolgen. Deswegen bin ich genauso wenig funkgerätegläubig wie reiseapothekengläubig.

    Sondern ich stimme zu, dass man sich über die Risiken einer Unternehmung detailliert bewusst wird, und dann die Entscheidung trifft, auch gegebenenfalls auf eine Tour zu verzichten, oder ob einem eine Sache die Risiken und Folgen ausdrücklich wert ist.

    Meine persönliche Ansicht ist beispielsweise, dass ich mich nicht zu Fuss wochenlang in einem Gebiet bewegen möchte wo Ursus arctos horribilis zuhause ist. Selbst wenn ich durch gewissenhaftes Erlernen korrekten Verhaltens die Wahrschenilichkeit eines Unfalls niedrig halten kann, so graut mir als Unerfahrenem maßlos vor dem Restrisiko.

    Obwohl mich die borealen Gebiete mehr reizen als vieles.

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #57
    Ich erlaube mir nochmal zusammenzufassen
    Zitat Zitat von Becks Beitrag anzeigen
    Ich werfe hier mal noch 5 Rappen in den Thread und verdünnisier mich dann.

    Zum einen sehe ich hier einen Disput zwischen den Threadschreibern und dem TO, und ich sehe durchaus die Gründe für die Einwürfe. Jedes Medikament hat Nebenwirkungen (Beipackzettel lesen, da stehen all die netten Sache drin) und es ist zumindest unerlässlich, sich bei Unverträglichkeiten gewisser Medikamente auf Ersatzprodukte auszuweichen.

    Allerdings sehe ich es auch wie die meisten hier: Es ist ziemlich wurst, ob z.B. Tramadol eventuell nicht ideal bei Kopfschmerzen ist, denn wenn es eingesetzt wird, dann überwiegen deutlich die positiven Aspekte. Wer ein starkes Schmerzmittel wie Tramadol benötigt, dem ist zu dem Zeitpunkt egal, ob es nun eventuell blutverdünnend oder sonst was ist.

    Zur Vorgehensweise bei der Vorbereitung auf solche Touren kann ich nur von meiner Warte aus berichten: eine Apotheke bringt da herzlich gar nichts. Als der Acon anstand, habe ich zunächst einmal mit der Liste bei Treibel Bergmedizin mir eine Auflistung erstellt, was in Frage kommen würde. In der Liste kommen diverse verschreibungspflichtige Sachen vor, schon aufgrund derer ich dann mir einen Arzttermin verschafft habe. Diesem habe ich die Liste vorgelegt und erklärt, wofür sie ist. Er hat dann ein paar Dinge verändert. Z.B. war ein Antibiotikum doppelt vorhanden, also für den gleichen Anwendungsbereich gedacht. Anstelle von Tramadoltabletten bekm ich Tropfen (weil einfacher einnehmbar), und als das abgeklärt war, hat er mir auch gleich alles bestellt und als Komplettset auf den Tisch gestellt.

    Will man also so etwas ernsthaft machen, dann stochert man nich tagelang im Internet herum und verkopft sich in irgendwelche strange Seiteneffekte, von denen man selber mangels Ausbildung keine Ahnung hat, sondern geht mit einer konkreten Liste zum Arzt und lässt sich beraten und besorgt sich darüber auch die Mittel. Nebenbei sollte man auch abklären, ob man die Medikamente dann auch wirklich mitnehmen kann. Nicht dass man am Ende bei der Einreise wegen Drogenbesitz festgenommen wird.

    Will man das Ganze dann auch noch wirklich ernsthaft betreiben, dann belegt man z.B. bei der Outdoorschule Süd zumindest einen Wochenendkurs, besser aber noch den Elchkurs.
    Zitat Zitat von Sarekmaniac Beitrag anzeigen
    OT:
    Im Outback ist man nicht ohne Kommunikation. Spot, PLB oder ähnliches sollten IMO selbst in Skandinavien Standardausrüstung sein. Damit unter anderem das unschöne Szenario "Verletzten allein lassen müssen um Hilfe zu holen" nicht eintritt. Und wenn es abgelegener wird, zusätzlich ein Satellitentelefon. Damit können z.B. im Ernstfall ärztliche Handlungsanweisungen übermittelt werden. Ich denke, dass wird der TO aber eh so handhaben.

    Zu den Medikamenten kann ich nichts beitragen, ich habe 2014 in der Brooks Range nichts mitgehabt außer dem, was ich jeden Tag schlucken muss. (außer ein paar Mullbinden und Pflaster und eine Schachtel Ibuprofen, habe ich aber nicht angerührt). Ich hatte mich damals bezüglich der Rettungsflüge erkundigt, und die Auskunft je nach Wetter (im Winter) auch mal zwei, drei Tage, im günstigsten Fall 6-8 Stunden (im Winter erfolgen die Rettungsflüge ausschließlich aus Fairbanks). Das war derart ernüchternd, dass ich fand, ich spare mir, zumal auf Solotour, das ganz, und pflege stattdessen besser einen äußerst risikoaversen Tourstil, mit Satellitentelefon (erste Wahl im Notfall), PLB (einfachste Bedienung, erfordert keine Kommunikation, zweite Wahl im Notfall) und Spot inklusive Tracking (für den Fall dass es nicht mehr dafür reicht, den PLB zu drücken) . Spot und PLB sind außerdem redundant, falls ein Gerät ausfällt.

    Das Grundrisiko des Szenarios: Es geschieht in so einer abgelegenen Gegend ein wirklich schwerer Unfall/Erkrankungsfall - wird durch eine noch so umfangreiche Apotheke so minimal abgefedert, das ist IMO eher Augenwischerei. Wenn man das Risiko nicht eingehen möchte, muss man auf die Tour verzichten.

    Sorry wegen offtopic.

  18. Erfahren

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #58
    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    ...Nach wie vor wollen zig Leute unbedingt etwas zu meiner Frage sagen. Keiner hat sie jedoch beantworten können oder wollen... [/OT]
    So ist das bei medizinischen Themen in Foren! Selbst Anleitungen zum Brötchenbacken werden heiß dikutiert, sei froh daß du zu Dosierung von Schmerzmitteln hier kaum Tipps bekommen hast. Wenn das dann wirklich wichtig wird brauchst du richtig harte Drogen, und da vertun sich auch erfahrene Anwender immer wieder in der Dosierung, auch ganz ohne schwerste Verletzung.

    Das erste Beispiel, daß die Problematik einer medizinischen Beratung im Internet unterstreicht, hast du in der Eröffnung geliefert:
    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    ..Beispielsweise darf man Ibuprofen nach meiner Erinnerung nicht bei solchen Verletzungen verwenden, weil es das Blut verdünnt und damit die Blutung noch verstärken kann..
    Abgesehen von Medikamentation aus Erinnerung - es gibt keine Blutverdünnung und keine Medikamente, die das Blut verdünnen. Verschiedene Substanzen haben Auswirkung auf das Gerinnungverhalten des Bluts, mit meist sehr verschiedenen Ansätzen und Auswirkungen. Pielinen hatte versucht wenigstens das zu klären, für den TO natürlich OT. Solange sich die Sprachreglung von der Blutverdünnung, die nichts klärt und nicht hilft, derart hartnäckig hält, ist eine seriöse Beratung ziemlich unmöglich. (Und es ist schon wirklich nicht einfach, die Problematik einer Gerinnungsstörung beim Bergsport mit dem Arzt seines Vertrauens zu besprechen.)

    Genauso verkehrt ist der Zusammenhang von Gefährdungspotential und Mitnahme/Dosierung von Betäubungsmitteln:
    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    ...wenn das so einfach wäre, würde ich ja nicht fragen. Stell Dir mal vor, Du fällst hier runter ( http://www.abload.de/img/dsc_3958jdvz.jpg )...
    Vorstellen kann man sich viel, auch steileres Gelände und größere Sturzhöhen. Welche Dosierung von welchem Zeug braucht es dann zum BASE-Jump?

    Eine Lösung für deine Frage hast du oft genug angeboten bekommen: Geh zu (deinem) Arzt!
    Du hast geantwortet: mag nicht, die sind blöd.
    Ein bischen möchte ich die Euphorie der freundlichen Antworter hier einbremsen. Von Seiten des Doc braucht es da wirklich viel Vertrauen, um bei dieser Art der Fragestellung und Reaktion auf erhaltene Antworten ein kritisches Medikament zu überreichen.
    Und selbst bei seriösem Auftreten - der Mediziner muss bei einer spekulativen Beratung viele Grenzen überschreiten. Vor allem muss er den geistigen und körperlichen Zustand des Fragestellers, die der bei Anwendung des Mittels haben wird, irgendwie erahnen können. Da wird es also viele verschieden Lösungen geben, meist wird es bei dann einem eher moderaten Mittel bleiben.

    Und zuletzt noch OT nach US/Kanada: da gibt es, wie schon oft angesprochen, sehr restriktive Anordnungen hinsichtlich Schmerzmitteln. Bei Skirennen in Kanada (also einer Sportveranstaltung, bei der man sich schwerste Verletzungen nicht vorstellen muss, sondern sie bei jeder Übertragung geboten bekommt) dürfen Mannschaftsärzte die Verunfallten am Pistenrand nicht betreuen. Immer wieder heftig kritisiert, weil die Schreie im TV so laut sind. Begründet wird es damit, daß den Ärzten im Heli der Zustand des Patienten verschleiert wird, wenn der schon Betäubungsmitteln verabreicht bekommen hat.

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    Avatar von Becks
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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #59
    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    OT:

    @all Nach wie vor wollen zig Leute unbedingt etwas zu meiner Frage sagen. Keiner hat sie jedoch beantworten können oder wollen.
    Eventuell solltest Du weniger nach Schmerzmittel, sondern eher nach einer Lesebrille suchen. Könnte mehr helfen. Damit Du nicht weiter blind herumtapsen musst:

    Zitat Zitat von Shades Beitrag anzeigen
    Mir geht es beispielsweise darum zu verstehen, welche Schmerzmittel man bei bestimmten Outdoorverletzungen AUF KEINEN FALL anwenden darf. Beispielsweise darf man Ibuprofen nach meiner Erinnerung nicht bei solchen Verletzungen verwenden, weil es das Blut verdünnt und damit die Blutung noch verstärken kann.
    Bei kleinen Schnittverletzungen ist es völlig schnurz, ob Du nun Ibu geschluckt hast, oder nicht. Bei grossen Verletzungen wie ein abgebissenes Bein sind etwaige Nebenwirkungen von Medikamenten wie Ibu die kleinste Sorge, die du hast. Ausserdem dürfte Ibuprofen dann als Schmerzmittel eh nicht mehr ausreichen, weswegen die Frage mit dem Blutverdünner Quatsch ist.

    Bei stärkeren Schmerzmitteln sind etwaige Nebenwirkungen auch unerheblich. Wenn Du Tramadol einnehmen musst, um die Schmerzen zu bekämpfen, dann juckt etwaiges Kopfweh als Nebenwirkung überhaupt nicht, denn Du hast eh grössere Probleme.

    Ein stärkeres Schmerzmittel als Tramadol wirst Du wahrscheinlich auch auf Rezept nicht erhalten, denn alle stärkeren Mittel fallen unter das Betäubungsmittelgesetz und damit solltest Du Dich nicht an einer Grenze erwischen lassen. Geht Dir aber auch nicht in die Rübe rein.

    Deine Fragestellung ist rein theoretischer Natur und die einzige Auswirkung dieses Pseudowisses ist, dass Du im Ernstfall viel zu viel Zeit damit verschwendest, etwaige Nebenwirkungen und Risiken im Kopf abzuklappern, anstelle etwas zu unternehmen. Du blockierst Dich somit selber, aber das scheint dir nicht in die Rübe reinzugehen.

    Wenn Du es daher wirklich ernst meinst, dann schnapp eine anerkannte Liste (die wurde verlinkt) und besprich alles mit einem Arzt. Das kostet dann dich zwar etwas Geld, uns aber schont es die Nerven mit strangen Anfragen, bei deren Beantwortung man zum Dank noch beschimpft wird.
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  20. Anfänger im Forum

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    AW: Schmerzmittel - Anwendungsbereiche

    #60
    Wenn ich in einer Gruppe Verantwortung tragen würde, würde ich aber auch Ibuprofen, Diclofenac, Tramadol, Buscopan und Antibiotika mitnehmen wollen. Für mich selber halte ich die Schmerzmittel so wie schon jemand geschrieben hat auch für absolut nachgeordnet, es gibt zehn Sachen die wichtiger sind als sowas einzupacken.

    Und überhaupt, ein richtiger Waldläufer macht sich sein Schmerzmittel selber aus Wurzeln, Fröschen und Kröten, Pilzen, Tollkirsche und Bilsenkraut.

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