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  1. Freak Liebt das Forum

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    AW: Eisbär

    #21
    Und dieser kurze Moment rechtfertigt nicht, dass ein Tier angeschossen unnötig leiden, und dessen Leben im Anschluss beendet werden muss, weil bestimmte Regeln nicht beachtet oder Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen wurden.
    Och, so vorm Kamin macht der sich bestimmt gut.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  2. AW: Eisbär

    #22
    Wäre mir neu, dass der Sysselmann die toten Bären mitgibt.

    Aber wer solche Trophäen braucht. Ich nicht!
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

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    AW: Eisbär

    #23
    Selbst der erfahrenste Jäger ist nicht vor Fehlschüssen gefeit. Außerdem ist es ein Unterschied, ob ich geplant und aus einer vorbereiteten Stellung (z.B. Hochsitz) den Schuss abgebe oder in einer Stresssituation stehend freihändig. Daraus auf mangelnde Erfahrung zu schließen, halte ich für voreilig.

    Man sollte auch nicht unterschätzen, was diese Kreaturen alles wegstecken können. Es dürfte wohl eher die Ausnahme sein, dass ein Eisbär mit dem ersten Schuss erlegt wird. Wobei die 116kg in diesem Fall nicht besonders beeindruckend erscheinen.

    Ich kann mich jedenfalls nur wundern, was einige hier schon wieder alles zu wissen glauben. Der Artikel trifft doch gar keine Aussage darüber, ob die Finnen ungeübt im Umgang mit Schusswaffen sind oder ob sonst irgendwelche Fehler gemacht wurden. Im Gegenteil, es wurde versucht, den Bären zu verjagen. Für mich liest sich das alles erst mal unverdächtig.

    Ich habe bisher auch nicht den Eindruck gewonnen, dass Touristen das Problem sind, egal ob nun auf Svalbard oder anderswo, weil sie ständig ungerechtfertigt (Eis)Bären über den Haufen schießen. Wenn da jemand eine seriöse Quelle hat, lasse ich mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.

    Und nur, um mal deutlich zu machen, wie das Ergebnis eines Eisbärenangriffs aussehen kann, hier mal ein Link. VORSICHT, SEHR EXPLIZITE BILDER.
    Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.

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    AW: Eisbär

    #24
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Ähh, ja. und ?
    Die Kanadische Population ist (mit Daten hinterlegt) relativ stabil, so das man das lockerer Handhaben kann. Für Spitzbergen gilt das nicht. Also ist es relativ egal was "Die Kanadier" sagen, wenn es um Spitzbergen geht...

  5. Freak Liebt das Forum

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    AW: Eisbär

    #25
    Für Spitzbergen gilt das nicht.
    sagt wer?
    Meist sind es nur unterschiedliche Einstellungen, die zu anderen Ergebnissen bei gleicher Ausgangslage führen.
    Die Kanadier bewirtschaften die Population, die Norweger schauen zu.


    OT:
    Selbst der erfahrenste Jäger ist nicht vor Fehlschüssen gefeit. Außerdem ist es ein Unterschied, ob ich geplant und aus einer vorbereiteten Stellung (z.B. Hochsitz) den Schuss abgebe oder in einer Stresssituation stehend freihändig. Daraus auf mangelnde Erfahrung zu schließen, halte ich für voreilig.

    Sorry, wenn ich Anfänger mit einem Gewehr hantieren sehe, weiss ich was dabei heraus kommt.
    Die letzte Stressituation hat ich mit einem dicken Keiler vor ein paar Jahren, Lebendgewicht auch so wie das Bärchen.
    Gelegen hat er dann auf er Drückjagd 3 m vor mir. Der hätte mich bestimmt nicht so zugerichtet wie das ein Bär kann, aber mir war es lieber, daß er mich nicht erreicht hat.

    Man sollte auch nicht unterschätzen, was diese Kreaturen alles wegstecken können. Es dürfte wohl eher die Ausnahme sein, dass ein Eisbär mit dem ersten Schuss erlegt wird. Wobei die 116kg in diesem Fall nicht besonders beeindruckend erscheinen.
    Mit der richtigen Ausrüstung geht alles. Das was die Norweger da verleihen ist grenzwertig.


    Für mich liest sich das alles erst mal unverdächtig.
    Es ging mir ja auch mehr um das generelle Vorgehen der Norweger, weniger um den speziellen Fall.

    Und nur, um mal deutlich zu machen, wie das Ergebnis eines Eisbärenangriffs aussehen kann, hier mal ein Link.
    Die Opfer hatten noch Glück, solche Bilder gibt's auch von Grizzlyangriffen und den toten Opfern.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  6. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Eisbär

    #26
    Zitat Zitat von BigKahuna Beitrag anzeigen
    Ich habe bisher auch nicht den Eindruck gewonnen, dass Touristen das Problem sind, egal ob nun auf Svalbard oder anderswo, weil sie ständig ungerechtfertigt (Eis)Bären über den Haufen schießen. Wenn da jemand eine seriöse Quelle hat, lasse ich mich auch gerne vom Gegenteil überzeugen.
    Genau so eine Quelle hatte Uminqmaq u.a. auf seinem Vortrag vorgestellt (Statistik des Sysselmannens). Verglichen wurden gemeldete (meldepflichtige) Eisbärzwischenfälle folgender Gruppen:
    -Einheimische
    -Wissenschaftler
    -geführte Touristengruppen
    -ungeführte (selbstorganisierte) Touristengruppen

    Und da stach die letzte Gruppe statistisch hervor, was auf ein im Schnitt weniger professionelles Verhalten in Begegnungssituationen schließen lässt.

    (Aus dem Gedächtnis, Uminqmaq wird hoffentlich noch was dazu schreiben).

    So einfach wie Cast es beschreibt, ist es übrigens seit einigen Jahren nicht mehr, eine Waffe zu leihen. Man braucht mittlerweile grundsätzlich eine Waffenbesitzkarte (Jagdschein reicht nicht aus). Der Sysselmann kann auf Antrag Ausnahmegenehmigungen erteilen.
    Geändert von Sarekmaniac (03.06.2016 um 11:23 Uhr)
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
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  7. AW: Eisbär

    #27
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Aber hätten Sie alles richtig gemacht, wäre kein Mensch zu Schaden gekommen und der Bär würde noch leben.
    Du meinst tatsächlich, sowas ereignet sich nur wegen Fehlern, die die Touristen gemacht hätten? Der einzige offensichtliche "Fehler" ist der, dass sie dort hingefahren sind.

    Eisbären sind Raubtiere, die ganz nach ihrer eigenen Natur auch frisch frei fröhlich Menschen angreifen. Sie haben das "Pech", nicht schon seit Jahrtausenden einem so hohen Jagddruck durch Menschen ausgesetzt gewesen zu sein, welchen nur die scheuesten Exemplare überlebt hätten, so wie es bei Wölfen oder Braunbären ist. Natürlich steht dahinter die Idee, dass auch das Verhalten des einzelnen Individuums stark genetisch geprägt ist und damit im Verlaufe der Evolution entsprechend den herrschenden "Umweltbedingungen" (zB Jagddruck) ausgelesen werden kann. Die scheuesten und vorsichtigsten Exemplare der Wölfe oder Braunbären überlebten häufiger als die draufgängerischen Exemplare und konnten ihre Gene an die nächste Generation weitergeben.

    Interessant in diesem Zusammenhang fand ich übrigens den Reisebericht von bikevagabond im Suntar-Chajata, wo er und sein Reisepartner unabhängig voneinander mehrmals "untypische" Angriffe durch Braunbären erlebt haben. Wahrscheinlich war in dieser abgelegenen Gegend der Jagddruck in den letzten 5000 Jahren ebenfalls viel niedriger als sonst wo in Russland. Dort verhalten sich die Bären dann eben genauso "wild" und aggressiv, wie es ihren urspünglichen Natur entspricht.

  8. Alter Hase
    Avatar von Tie_Fish
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    AW: Eisbär

    #28
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    ...scheuesten Exemplare überlebt hätten, so wie es bei Wölfen oder Braunbären ist....Die scheuesten und vorsichtigsten Exemplare der Wölfe oder Braunbären überlebten häufiger als die draufgängerischen Exemplare
    OT: Zu Bären kann ich nichts sagen, aber angeregt durch die ganzen Wolfsdiskussionen habe ich mich damit etwas beschäftigt und nach meinem bescheidenen Kenntnisstand ist es so, dass Wölfe schon immer eine gesunde Scheu gegen Menschen hatten oder einzelne Exemplare sich leicht domestizieren ließen, weil sie die Menschen nie als Beute ansahen.

    Vielleicht würde der Tourismus sich dort von selbst regeln, wenn man den Leuten eben kein Gewehr mehr geben würde.
    Grüße, Tie »

  9. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Eisbär

    #29
    Zitat Zitat von Spartaner Beitrag anzeigen
    Du meinst tatsächlich, sowas ereignet sich nur wegen Fehlern, die die Touristen gemacht hätten? Der einzige offensichtliche "Fehler" ist der, dass sie dort hingefahren sind.
    So wie ich das verstanden habe, ist genau das bei einigen hier der (für mich nachvollziehbare) Ansatz.

    Vielleicht sollte man auch in ODS mal wieder die Diskussion führen, ob es Höher-Schneller-Weiter sein muss und was wir (!) damit anrichten. Das gelegentliche abfällige Reden von "Wanderautobahnen" und "Kreditkartenwandern" hier (z.B. über den nördlichen Kungsleden) führt vielleicht mit dazu, dass manche meinen, man müsse in noch abgelegenere und unerschlossene Gegenden ("abseits der ausgetretenen Pfade!") um was zu gelten. Ohne den Preis zu bedenken, den Natur und Umwelt oder manchmal auch die Einheimischen dafür bezahlen.
    Wobei es im vorliegenden Fall natürlich keine ODs-Leser waren. Aber vielleicht beim nächsten mal.


    Gruß,

    Claudia

  10. Freak Liebt das Forum

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    AW: Eisbär

    #30
    OT:
    Man braucht mittlerweile grundsätzlich eine Waffenbesitzkarte (Jagdschein reicht nicht aus).


    Erklär mal.

    Der Satz von maniac ist erst Mal Unsinn. Weil jemand der in Deutschland einen gültigen Jagdschein besitzt auch eine WBK hat, weil er Waffen besitzt ohne die ja keine Jagd möglich wäre.
    Die Norweger verlangen wenn möglich nicht die deutsche WBK, sondern nach Möglichkeit den europäischen Feuerwaffenpass zum Nachweis,, der ist auch in Englisch.
    Aber wer in Deutschland keine Waffen besitzt und folglich keinen Nachweis hat, kann auch einen Schein für eine Waffe beantragen, denn ohne Waffe darf er nicht los.

    http://www.sysselmannen.no/en/Shortc...ting-firearms/

    Steht alles im Link.

    Persons withot a firearm permit may apply to the Governor for a permit to rent a firearm. You can find the application form here.


    Geändert von cast (03.06.2016 um 12:59 Uhr)
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  11. Freak Liebt das Forum

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    AW: Eisbär

    #31
    Ohne den Preis zu bedenken, den Natur und Umwelt oder manchmal auch die Einheimischen dafür bezahlen.
    Naja, Svalbard ist und wird sicher keine Touristenhochburg, schon mal gar nicht für Individualreisende die dort Solo unterwegs sind.
    Geführte Touren gibt's da seit Jahrzehnten, ohne daß irgendwas leidet. Dafür sind es zu wenige mit zuviel Platz in zu unwirtlicher Natur.

    Ohne seine geostrategische Position wäre auf den Inseln kein Mensch.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  12. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    AW: Eisbär

    #32
    Genau so eine Quelle hatte Uminqmaq u.a. auf seinem Vortrag vorgestellt (Statistik des Sysselmannens). Verglichen wurden gemeldete (meldepflichtige) Eisbärzwischenfälle folgender Gruppen:
    -Einheimische
    -Wissenschaftler
    -geführte Touristengruppen
    -ungeführte (selbstorganisierte) Touristengruppen
    Daß vom Schüsselmann soche Statistiken kommen, ist kein Wunder, schließlich ist der selbstverantwortede Reisende dem norwegischen Bemutterungseifer dort oben schon immer ein Dorn im Auge. Stört nur und wirft zu wenig Geld ab.

    Mal ehrlich, kennen wir hier ausreichend Details, um den Vorfall zu bewerten? Wahrscheinlich kaum.

    Die Stimmen hier, die wegen des Todes eines Eisbärs mit wahrscheinlich auffälligem Verhalten am liebsten den gesamten (selbstverantworteten) Tourismus in Spitzbergen verbieten würden, sollten einmal etwas weiter denken. Unsere Bevormundung wächst in allen Bereichen, und schnell wären auch andere Gebiete, unter dem Vorwand des Schutzes von irgendetwas gesperrt .

    Der Waffenzwang dort oben ist absolut berechtigt, und der Verweis von manchen hier, halt nur Touren in Gebieten vorzunehmen, wo Eisbärkontakt unwahrscheinlich ist, hilft nicht weiter. Erstens sind jetzt schon Touren ohne Genehmigung nur im größten Teil Nordenskiöldlands erlaubt (Ostküste mit hoher Eisbärwahrscheinlichkeit also ausgeklammert - schade ), Eisbärkontakt kann man aber immer und überall haben.

    In den Jahren, in denen ich noch dort oben unterwegs war, gab es Einbärkontakte (eigene und Kontakte anderer) direkt bei LYR (mit menschlichen Todesopfer), am Eisfjord, an der Ostküste, im van Mijenfjord...also eigentlich überall. Wir mußten nie das Gewehr scharf einsetzen, aber Warnschüsse waren teilweise schon nötig.

    Ich persölich würde es sehr bedauern, wenn dieser Vorfall nun aufgebauscht und von den Lokalfürsten Behörden als Vorwand für noch mehr Kontrolle und Einschränkung genutzt werden würde.

    Ph.
    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

  13. Freak Liebt das Forum

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    AW: Eisbär

    #33
    Stört nur und wirft zu wenig Geld ab.
    Wissenschaftler hauen auch gern in die Kerbe.

    Allen den Zutritt verwehren, allerdings nicht der Wissenschaft, denn die ist ja viel zu wichtig.
    Wir hatten so einen Prof, der überall war, bis in die Antarktis, dem Rest der Welt aber den Zutritt verwehren wollte.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  14. Dauerbesucher

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    AW: Eisbär

    #34
    Zitat Zitat von cast
    Sorry, wenn ich Anfänger mit einem Gewehr hantieren sehe, weiss ich was dabei heraus kommt.
    Zitat Zitat von cast
    Mit der richtigen Ausrüstung geht alles. Das was die Norweger da verleihen ist grenzwertig.
    Generell richtig, aber für den vorliegenden Fall macht der Artikel diesbezüglich keine Angaben. Wir wissen ebend nicht, wie erfahren die Gruppe war und welche Ausrüstung sie dabei hatte. Deshalb finde ich die Schlüsse, die einige hier ziehen, überzogen und voreilig.

    Zitat Zitat von Sarekmaniac
    Genau so eine Quelle hatte Uminqmaq u.a. auf seinem Vortrag vorgestellt (Statistik des Sysselmannens). Verglichen wurden gemeldete (meldepflichtige) Eisbärzwischenfälle folgender Gruppen:
    -Einheimische
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    -geführte Touristengruppen
    -ungeführte (selbstorganisierte) Touristengruppen

    Und da stach die letzte Gruppe statistisch hervor, was auf ein im Schnitt weniger professionelles Verhalten in Begegnungssituationen schließen lässt.
    Die absoluten Zahlen wären in der Tat interessant!

    Zitat Zitat von Philipp
    Die Stimmen hier, die wegen des Todes eines Eisbärs mit wahrscheinlich auffälligem Verhalten am liebsten den gesamten (selbstverantworteten) Tourismus in Spitzbergen verbieten würden, sollten einmal etwas weiter denken. Unsere Bevormundung wächst in allen Bereichen, und schnell wären auch andere Gebiete, unter dem Vorwand des Schutzes von irgendetwas gesperrt.
    Genau. Island wäre dann nämlich auch tabu.
    Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät.

  15. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Eisbär

    #35
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    OT:



    Erklär mal.

    Der Satz von maniac ist erst Mal Unsinn. Weil jemand der in Deutschland einen gültigen Jagdschein besitzt auch eine WBK hat, weil er Waffen besitzt ohne die ja keine Jagd möglich wäre.
    Die Norweger verlangen wenn möglich nicht die deutsche WBK, sondern nach Möglichkeit den europäischen Feuerwaffenpass zum Nachweis,, der ist auch in Englisch.
    Aber wer in Deutschland keine Waffen besitzt und folglich keinen Nachweis hat, kann auch einen Schein für eine Waffe beantragen, denn ohne Waffe darf er nicht los.

    http://www.sysselmannen.no/en/Shortc...ting-firearms/

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    Wieder was gelernt: Alle Touristen auf Spitzbergen stammen aus Deutschland.

    Ja, und warum schreibt der Sysselmannen in dem von dir angegebenen Link extra nochmal als Hinweis, es sei eine Waffenbesitzkarte (und ein polizeiliches Führungszeugnis übrigens) notwendig und explizit: "we do not accept (a) hunting license"? Vermutlich wohl, weil es Länder gibt, in denen man aus unterschiedlichen Gründen eine (quasi automatische) Jagdlizenz haben kann, ohne anspruchsvolle Schulung und Prüfung (beispielsweise ein Jagdrecht begründet durch Grundbesitz). Und es außerdem Länder gibt, wo man keine Waffenbesitzkarte braucht, um Schusswaffen zu kaufen. Was in Kombination in manchen Weltgegenden (z.B. US-Bundesstaat Alaska) dazu führt, dass dort ein Einwohner sich "einfach so" in einem Laden ein Gewehr kaufen und damit auf ihrem Land und auch auf öffentlichem Grund "einfach so" Kleinwild jagen kann (weil Kleinwild nicht lizentpflichtig ist). Das ist halt nicht überall in der Welt alles so strikt geregelt wie in Deutschland.
    Geändert von Sarekmaniac (03.06.2016 um 13:36 Uhr) Grund: Zitat korrigiert
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  16. Gerne im Forum

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    AW: Eisbär

    #36
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Vielmehr muss man sich mit folgenden Fragen beschäftigen:
    -In welcher Absicht kommt der Bär? Fressen und/oder Neugierde?
    -Kann ich dem Bären rechtzeitig aus dem Weg gehen?
    -Kann ich den Bären ablenken und rechtzeitig aus dem Weg gehen?
    -Wie kann ich den Bären vertreiben, ohne dass er verletzt wird.
    -Ab wann ist eine kritische Distanz erreicht?
    So leid mir das tut, aber das ist alles rein akademisch. Draussen bei einer Bärenbegegnung ohne Zaun dazwischen kannst du eine Münze werfen, da ist keine Zeit für eine wissenschaftliche Studie. Als hätte man eine Ahnung was der Bär will oder denkt, und aus dem Weg gehen kann man dem Bär nur wenn er einem nicht folgt.
    Ich sehe jedes Jahr 1 oder 2 mal einen Braunbären, wir gehen uns aus dem Weg und gut ist, dazu gehört aber auch das er weiss das es schmerzhaft ist einem Menschen zu nahe zu kommen. Weshalb sollte ich also keinen Spaziergang mehr machen, weil es da einen Bären gibt? Wie oft habe ich den Kerl schon gerochen und gehört, aber nicht gesehen..... Das heisst aber auch das ich, wenn er schlecht gelaunt ist nach dem Aufwachen im Frühjahr oder kurz vor dem Einschlafen im Herbst bspw., ich nicht quer durch den Wald latsche sondern auf den Forstwegen bleibe.

    Sobald der Bär 30m an einem dran ist, und er übellaunig ist, hat man auf gut Deutsch verschissen. Da muss der Schuss schon gut sitzen damit man da ohne Verletzungen aus der Sache raus kommt, oder es ist eh nur ein Scheinangriff womit wir wieder bei der Münze wären. 30m sehen viel aus, sind aber ein Witz wenn der Petz erst einmal in Bewegung ist (50m sind mir persönlich schon zu nah). Ich habe mal einen 2-3 jährigen Braunbären gesehen der von vorn etwa 30 Schuss aus der HK MP 5 (9x19) intus hatte und noch immer nicht umgefallen ist. Den Rest hat ihm ein Nachbar mit einem Unterhebelreptierer (Western-Fan) gegeben (direkt am Zaun eines Kindergartens übrigens... da war echt "Stimmung"). Als ich das letzte mal nachgeschaut habe war die schwächste Patrone die für die Bärenjagt in Finnland zugelassen war eine .308 Sako Hammerhead, und ein Eisbär hat gut das doppelte eines Braunbären. Also .308 und stärker sollte es also schon sein (wobei es da auch die Storie von der Inuit-Oma und iher .22lr gibt). Keine Ahnung mit was die Touris dort ausgerüstet werden.
    2011 hat dort in der Gegend übrigens bei einer englischen Jugendgruppe mit etwa 80 Teilnehmern ein junger Eisbär "angeklopft" (soviel zur natürlichen Scheu)... es gab einen haufen Verletzter mit recht üblen Verletzungen.
    Das mit dem Vertreiben ist so eine Sache... da ist dann immer auch ein Backup dabei, und wie gesagt, ab 30m etwa... Riskant, aber wenn man selbstmörderisch veranlagt ist kann man das ja versuchen.

    Wenn die Schliderung so stimmt, lag aus meiner Sicht kein Fehlverhalten vor, aber das werden die Norweger schon überprüfen. Bedauerlich das er nicht an Ort und Stelle tot umgefallen ist, aber eine Nachsuche auf einen angeschossenen Bären und womöglich mit einem zu schwachen Kaliber... nein, also das bräuchte ich auch nicht, ich bin nicht vergnügungssüchtig. Bei aller Naturliebe... anknabbern braucht sich deswegen keiner lassen.

    Das waren anscheinend Finnen.... wenn die nicht aus der Metro Region kommen sollten die eigentlich die Standards für Bärenbegegnungen kennen. Greenhorns treiben sich für gewöhnlich nicht dort in so einer Gegend rum. Das wird wohl in ein paar Tagen ausführlicher in der HS oder IS (finnische Zeitungen) berichtet werden.

    Gruss

  17. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    AW: Eisbär

    #37
    Zitat Zitat von sysselmannen.no
    Privatpersoner
    Privatpersoner over 18 år som har norsk våpenkort, europeisk våpenpass eller annen dokumentasjon som viser at personen har tillatelse til å inneha våpen i sitt hjemland, kan leie rifle til isbjørnbeskyttelse i en periode på inntil 6 måneder. Gyldig legitimasjon med bilde må forevises sammen med våpenkort hos utleier. Utenlandsk våpenkort/tillatelse må være oversatt til norsk eller engelsk.

    Personer som ikke innehar våpenkort, kan søke Sysselmannen om tillatelse til å leie våpen. Elektronisk søknadskjema finner du her.
    Søknadsskjemaet sendes til vaapen@sysselmannen.no

    Generelle krav til søker:

    Edruelig og pålitelig
    Oppfylt alderskrav på 18 år
    Må ha ferdighet i håndtering og bruk av rifle
    Utenlandske statsborgere må legge ved vandelsattest fra hjemlandet i norsk eller engelsk oversettelse

    Våpenet kan ikke overlates til andre, heller ikke i forbindelse med utlevering av våpenet fra utleier eller ved tilbakelevering.

    Personer over 18 år kan leie signalutstyr.
    Hier steht nix von Waffenbesitzkarte oder ähnlichem.
    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

  18. AW: Eisbär

    #38
    Zitat Zitat von Philipp Beitrag anzeigen
    Die Stimmen hier, die wegen des Todes eines Eisbärs mit wahrscheinlich auffälligem Verhalten am liebsten den gesamten (selbstverantworteten) Tourismus in Spitzbergen verbieten würden, sollten einmal etwas weiter denken. Unsere Bevormundung wächst in allen Bereichen, und schnell wären auch andere Gebiete, unter dem Vorwand des Schutzes von irgendetwas gesperrt .
    Nochmal, da Du nicht verstanden hast. Es geht darum, die Unversehrtheit und das Leben des Eisbären zu schützen.

    @Supi

    Wir reden hier über Eisbären. Vergleiche mit Braunbären sind nicht so ohne weiteres möglich.

    Die Auswirkungen von Vollmantelmuntion (MP 05) und sogenannter Jagdmunition unterscheidet sich völlig. Ein Magazin Vollmantelmunition auf einen Bär abzufeuern in der Hoffnung, dass die Munition stoppende Wirkung hat, ist grob fahrlässig um nicht zu sagen hirnrissig.
    Geändert von Markus K. (03.06.2016 um 14:15 Uhr)
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  19. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Eisbär

    #39
    Zitat Zitat von Philipp Beitrag anzeigen

    Die Stimmen hier, die wegen des Todes eines Eisbärs mit wahrscheinlich auffälligem Verhalten am liebsten den gesamten (selbstverantworteten) Tourismus in Spitzbergen verbieten würden, sollten einmal etwas weiter denken. Unsere Bevormundung wächst in allen Bereichen, und schnell wären auch andere Gebiete, unter dem Vorwand des Schutzes von irgendetwas gesperrt.

    Ph.
    Ist das so, hab ich was überlesen? In meinem Beitrag z.B. ging es nicht um Verbote und Sperrungen sondern um Verantwortung und gegebenfalls freiwilligen Verzicht.

    Gruß,

    Claudia

  20. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    AW: Eisbär

    #40
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Nochmal, da Du nicht verstanden hast. Es geht darum, die Unversehrtheit und das Leben des Eisbären zu schützen.
    Meinst Du nicht, daß Du hier etwas über das Ziel hinausschießt? Es geht eben nicht einseitig darum, "Unversehrtheit und das Leben des Eisbären zu schützen", sondern "Unversehrtheit und das Leben aller Beteiligten" zu schützen.
    Eisbären haben, auch in Spitzbergen, keine höheren Rechte als Menschen.

    Und wie gesagt, wir kennen keine ausreichenden Details, um den Fall bequem vom Sofa aus zu bewerten.

    Wenn der betroffene Bär mit 3 Jahren nur ca. 115 kg hatte, klingt das nach einem potentiellen Problembären (kein Jagderfolg, ausgemergelt, risikobereit). Die großen Bären, denen wir dort begegnet sind, waren i.d.R. souverän und gingen uns aus dem Weg. Vor ca. 15 Jahren hatte aber ein nur 80 kg schwerer Bär direkt neben LYR eine junge Frau getötet.
    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

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