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  1. Lebt im Forum
    Avatar von Christian J.
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    Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und Recy

    #1
    Hallo,

    ich brauche eine neue Regenjacke. Meine Einsatzbereiche sind:
    - Trekkingtouren in nasse Länder (schottland, Skandinavien etc.)
    - Alltag, meist auf dem Rad

    Für mich sind dementsprechend folgende Punkte wichtig:
    - enger Schnitt (bin sehr schmal)
    - dauerhafte Rucksacktauglichkeit (im Schottlandurlaub trage ich die Jacke 2 Wochen dauerhaft mit schwerem Rucksack)
    - Recyclebarkeit der Jacke (deswegen fallen GoreText und Event raus)

    Zwei Jacken habe ich im Blick:
    1. Monate Air Jacket (Pertex Shield AP, 350g 270€)
    - Globetrotter bezeichnet die als "für schwere Rucksäcke geeignet

    2. Montane Atomic Jacket (Pertex Shield, 310g, 165€)

    Meine Fragen sind:
    1. Sind beide Jacken als Rucksacktauglich einzustufen? Dass so eine Jacke keine 20 Jahre hält, ist mir schon klar. Aber den 5-Jahres-Rhythmus meiner Softshells sollte sie bitte mitgehen.

    2. Ist Pertex wirklich recyclbar?

    Viele Grüße!

    Christian
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  2. Alter Hase

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    AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #2
    Ich denke mit gutem Gewissen Hinsichtlich Natur kann man kaum eine solche Jacke kaufen - richtig ist es sicherlich, den Kaufzyklus durch robuste Qualität so kurz wie möglich zu halten.

    Kann Dir Deine Frage nicht beantworten. Nutze selber Pertex (aber nicht Shield) und bin mit dem 10kg Rucksack recht angetan von dem Teil. Was evtl. (auch preislich) einen Blick wert ist, sind die neuen Jacken von Alpkit. Hier vor allem die Balance, die als Allround Jacke angepriesen wird und auch einen verlängerten Rücken zu haben scheint (Radln). Möchtest Du bei Pertex bleiben, kannst Du auch bei Rab gucken.

    https://www.alpkit.com/products/balance-mens

  3. AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #3
    pertexe waren immer Nylon Stoffe in verschiedensten Variationen.
    der Zusatz "shild" ist einfach nur die Bezeichnung für ne PU"Polyurethan" Beschichtung aufs nylon welche sich pertex dafür ausgedacht hat.
    somit ne PU beschichtete regenjäckle nur halt von pertex.

    Polyester ist meiner Ansicht nach super recylebar.
    Nylon ist aber auch recylebar.
    PU gilt immer als problemstoff.

    pertex shild ist genau so rucksacktauglich wie jede andere regentüte die mit PU beschichtet ist.
    was und wie lange PU Beschichtungen aushalten kann keiner pauschalisieren.

    ich würd aber sagen 2 Wochen dauerhaft"täglich" ~15KG rucksack sollte ne PU beschichtete tüte schon aushalten.

    es gibt dann noch pertex shild plus als 3-L.
    das sollte gut ner dermizax 3-L entsprechen und uneingeschränkt rucksacktauglich sein.

    wenns möglichst ganz und gut recylebar werden soll würd ich zu sympatex greifen.

    aussenstoff: Polyester
    Membran: polyester
    innenfutter: Polyester

    besser geht's kaum.
    Geändert von lorenz7433 (01.06.2016 um 20:36 Uhr)

  4. Lebt im Forum
    Avatar von Christian J.
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    AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #4
    Danke für die ausführliche Info. Sympatex-Jacken sind leider schwer zu bekommen, seit Vaude sich aus dem Bereich zurückgezogen hat. Ich werde weiter suchen und überlegen. Patagonia schneidert ja leider auch eher für Sponge-Bob statt für schlanke Menschen.
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  5. AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #5
    das mit dem Recycling ist denk ich ein Thema für sich.

    die frage die ich mir dazu immer stelle ist, wie soll man 2/3 zusammengeklebte unterschiedliche Kunststoffe einerseits richtig und andererseits kostengünstig trennen.
    wenn die 2 Sachen nicht gehen dann tut sichs kaum einer an.

    wenn man dann noch Stoffe"aufwendig" trennen muss und einer davon für Recycling eh nicht zu gebrauchen ist, wer würde es dann noch machen?

    meine Vermutung ist das alles was nicht 100% ein Stoff ist generell in nen brennofen wandert und verbrannt wird.
    Recycling wird ja primär auch nur betrieben da man günstiger wieder ans ausgangsprodukt kommt.

    bestes Beispiel PET flaschen:
    100% ein Stoff darum einschmelzen und schon kann was neues gegoßen werden.

  6. Anfänger im Forum

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    AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #6
    Zitat Zitat von lorenz7433 Beitrag anzeigen

    meine Vermutung ist das alles was nicht 100% ein Stoff ist generell in nen brennofen wandert und verbrannt wird.
    Recycling wird ja primär auch nur betrieben da man günstiger wieder ans ausgangsprodukt kommt.
    Davon kann man glaube ich ausgehen. In meiner Großstadt zb ist die Müllverbrennungsanlage wohl nicht richtig ausgelastet, so dass zb "Medikamente" (lt Apotheke) in den Hausmüll dürfen, weil alles verbrannt wird.

    Zum Thema:

    Die Montane Ait Jacket scheint wohl eher Leichtbau zu sein, siehe https://www.youtube.com/watch?v=aYDo6SEtX2s

    Falls Dir Umweltverträglichkeit wichtig ist, und Du eine robuste Jacke möchtest, könnte die "Keb Eco Shell" Jacke von Fjällräven eine Option sein. http://www.fjallraven.de/keb-eco-shell-jacket

    Da die Keb Eco Shell Produkte als erstes PFC frei imprägniert waren, haben sie 2015 den OutDoor Industry Award gewonnen.

    Ich hatte die Jacke im Laden mal in der Hand, kann Dir also nichts zur Langlebigkeit usw sagen. Typisch Fjällräven, ist die Jacke
    * teuer (kaum Rabatte zu bekommen)
    * Schwer
    * und wirkt zumindest robust.

    Wenn ich nicht schon zu viele Hardshells hätte, und jetzt eine benötigen würde, wäre das sicher eine Option. Die Kaputze und der Kragen machten einen Super Eindruck. Nur die Pitzips waren supoptimal platziert, da sie nicht bis unter die Achseln gehen.
    Geändert von Micha11 (02.06.2016 um 09:27 Uhr)

  7. Lebt im Forum
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    AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #7
    Zitat Zitat von Micha11 Beitrag anzeigen
    Die Montane Ait Jacket scheint wohl eher Leichtbau zu sein, siehe https://www.youtube.com/watch?v=aYDo6SEtX2s
    Das Video ist nur sehr begrenzt aussagekräftig. Die Air Jacket ist irgendwann in den letzten Jahren so grundsätzlich überarbeitet wurden, dass ich es sinnlos finde, dass Monate den Namen beibehalten hat. Die Jacke mit der einen , hässlich langen Brusttasche hat eigentlich nichts mit der aktuellen Air Jacket zu tun.

    Zitat Zitat von Micha11 Beitrag anzeigen
    Falls Dir Umweltverträglichkeit wichtig ist, und Du eine robuste Jacke möchtest, könnte die "Keb Eco Shell" Jacke von Fjällräven eine Option sein. http://www.fjallraven.de/keb-eco-shell-jacket
    Die hatte ich auch mal kurz im Blick aber ehrlich gesagt sind mir 500€ einfach unverhältnismäßig viel Knete für eine Jacke, die ich auch im Alltag trage und die mit einem Fahrradsturz dahin sein kann. Außerdem wirkt der Schnitt nicht sehr fahrradtauglich.
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    AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #8
    Zitat Zitat von Christian J. Beitrag anzeigen
    Die hatte ich auch mal kurz im Blick aber ehrlich gesagt sind mir 500€ einfach unverhältnismäßig viel Knete für eine Jacke, die ich auch im Alltag trage und die mit einem Fahrradsturz dahin sein kann. Außerdem wirkt der Schnitt nicht sehr fahrradtauglich.
    Hmm, dazu 1-2 Anmerkungen:

    * 500€ für den Alltag: 500€ sind sehr viel Geld für eine Jacke, das ist absolut klar. Dein Budget-Limit musst Du selbst festlegen. Aber um dazu noch was (sozusagen als Gegenargument) hinzuzufügen: wenn Du die Jacke immer trägst, und nicht nur 2 Wochen im Jahr, "verdient" sie ihr Geld natürlich viel eher. Außerdem, vielleicht fährt man mit einer teuren Jacke umsichtiger?
    * Fahrrad-Fahren: nun ja, Trekking/Bergsteigerjacken sind anders geschnitten als Fahrradjacken. Während Fahrradjacken am Gesäß länger sind (wegen der normalerweise längs am Rücken verlaufenden Schlammspur), und außerdem schmaler damit sie sich ab 25 kmh nicht aufblähen, sind Bergsteiger-Hardshelljacken voluminöser geschnitten (Bewegung, Wärmeschichten drunter usw.), und für härtere Materialbelastungen ausgelegt. Der Fahrradkram ist meist sehr dünn - schließlich hat kaum ein Fahrradfahrer mehr als maximal nen Camelback auf dem Rücken. Außerdem sind die meisten nur im Sommer unterwegs.

    Insofern gehst Du immer einen Kompromiss ein. Ich fahre auch mit meinen Outdoorsachen Fahrrad - bin kein Rennradfahrer, mich stört das mit dem Luftwiderstand nicht.

    Hier noch eine Alternative, im etwas günstigeren Preisbereich: https://www.globetrotter.de/shop/mar...Fe8W0wodAVYH-A

    Die Marmot hat in der Outdoor Magazin Ausgabe 04/2016 ganz gut abgeschnitten (in der interessanterweise, 6 Hardshell-Jacken nicht bewertet wurden, weil sie beim Regentest durchfielen. Man hat statt dessen die Rückmeldung der Hersteller abgedruckt... )

    Ganz allgemein würde ich bei Hardshell-Jacken auf den Schnitt, und den Einsatzbereich achten: geht es eher im Winter/Herbst raus, in den Norden bei miesem Wetter? -> lieber die Bollwerkjacke, hoher massiver Kragen, Kaputzenschild, viele Taschen, Pitzips usw.

    Bei wärmerem Wetter, sind die nicht so massiv geschnittene Hardshells angenehmer - da stört der hohe Kragen eher. Hier ist weniger Material, Stretch-Stoffe usw. manchmal angenehmer.

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    AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #9
    Falls jemand wissen will, wie es ausgegangen ist: die Air Jacket ist nach knapp 3 Jahren an den Schultern undicht. Sie hat in der Zeit nur eine Trekkingtour mit schwerem Rucksack mitgemacht und sonst nur wenige Tagestouren und Alltag (und hier regnet es nicht sonderlich oft).

    Ich bin wieder auf der Suche...
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  10. Dauerbesucher
    Avatar von Linnaeus
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    AW: Montane Air Jacket oder Atomic Jacket - dauerhafte Rucksacktauglichkeit und

    #10
    Danke dir für das Feedback! So etwas ist wertvoll!

    Schade für die Jacke (auch wenn ich sonst sehr angetan von Montane bin).

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