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  1. Dauerbesucher
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    Giebeltunnel

    #1
    Servus Gemeinde,

    Da es irgendwie kein Zelt gibt, das allen meinen Anforderungen genügt, und mir gerade die Bastelprojekte ausgehen projektiere ich gerade ein neues Zelt.

    Geplant ist ein Giebeltunnel wie das Helsport Reinsfjell oder das Orion von Exped.

    Um Kreuzungspunkte mit Gestängekanälen zu vermeiden plane ich momentan die beiden Stangen des Tunnels in Flachkanälen im AZ unterzubringen, die Giebelstange welche die Apsiden aufspannt aber darüber zu verlegen.

    Einfache Lösung dafür wäre die Stange einfach einzuklipsen, wie es Hilleberg zB beim Allak macht

    Die Frage ist, wie ich die Stange dann auf Spannung bring.
    Einfach die gleiche Struktur mit Gestängefuß und Leiterschnalle wie bei den anderen Gestängen?
    Gleitet die Stange in den Haken ausreichend?

    Bzw: iirc spannt Hilleberg beim Allak etc die Stange gar nicht?
    Wie ist das mit der Längung des SilNylons bei Nässe?

    Danke für Input
    Frederik

  2. AW: Giebeltunnel

    #2
    Da bin ich mal gespannt und schaue interessiert zu!

    Was ist denn das Problem an Kreuzungspunkten mit Gestängekanälen? Ich kenn das so, dass die Kanäle an den Kreuzungspunkten offen (sozusagen nicht vorhanden) sind. Hat das Nachteile?

  3. Dauerbesucher
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    AW: Giebeltunnel

    #3
    Dann muss ich ja neu einfädeln. Finde ich wenig elegant.

  4. Dauerbesucher

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    AW: Giebeltunnel

    #4


    Zitat Zitat von Echnathon Beitrag anzeigen
    Bzw: iirc spannt Hilleberg beim Allak etc die Stange gar nicht?
    Wie ist das mit der Längung des SilNylons bei Nässe?
    Richtig; beim Allak sind beide Stangenenden in Taschen und können nicht gespannt werden. Spannung erfolgt über die Abspannleinen (wenig) und die Tatsache dass die Stangen bei trockenem Zelt schon recht stramm sitzen.

    Polyester könnte eine Lösung sein

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    AW: Giebeltunnel

    #5
    Clipsen wäre eine Lösung, allerdings wird man für den dritten Bogen viel Kraft brauchen, um ihn zu spannen, wenn der Tunnel schon steht. Man kann natürlich auch erst den dritten Bogen in die Schuhe hineinpacken und dann die Querstangen hochdrücken/das Zelt am Boden befestigen und dann wieder den mittleren Bogen greifen und clipsen, aber das stelle ich mir bei Wind nicht leicht vor, zumindest nicht, wenn man alleine aufbaut und das Gewebe rüttelt. Beim Allak liegt der Vorteil alleine darin, dass man das Zelt unten schon festmachen kann und dann alle Bögen gleichmäßig hochclipsen kann (und damit die Sturmböen abfedern kann). Das geht bei einem Giebeltunnel aber nicht, zumindest nicht, wenn die anderen Stangen nicht geclipst werden.
    Die Frage wäre auch, wieviel Zug dann auf den Clips läge. Das Mark ist ja als echter Giebetunnel auch mit außenliegendem Gestänge versehen (die Kreuzungspunkte werden durch Verbinder ersetzt), und auch da braucht es viel Kraft, die oberen beiden Clipse einzuhängen. Gleichzeitig sind die Clipsbefestigungen auch der Schwachpunkt, wenn das Zelt eben stark gespannt, weil trocken ist. Bei Polyester übrigens auch.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    AW: Giebeltunnel

    #6
    Hmmm.
    Oben auf dem Giebel als Tunnel ausführen und nur die Seiten klipsen?
    Also nur zwischen den Stangen 1+2

    Sprich im flachem Zustand alle Stangen in die Kanäle,
    den Tunnel aufrichten, wenn es rausgerutscht ist, das hintere Ende der Giebelstange runterbiegen und wieder in die Endtasche,
    anderes Ende in den Schuh,
    Spannen,
    klipsen?

    Denkt sich gerade recht praktikabel.

    Edith: Es wird definitiv SilNylon
    Geändert von Echnathon (30.05.2016 um 14:09 Uhr)

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    AW: Giebeltunnel

    #7
    Da musst Du aber den oberen Flachkanal sehr gut befestigen. Auf der dritten Stange ist eine ungeheure Kraft, die ist das Problem, wenn man einen Giebeltunnel bei Wind aufbauen will. Du bockst mit der dritten Stangen sozusagen das Zelt hoch. Immerhin kommst Du mit Deiner Idee gut an die Clips heran, aber der Schwachpunkt wären die Öffnungen, wenn das obere Gestänge an einer Seite heraussticht.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  8. AW: Giebeltunnel

    #8
    Zitat Zitat von Echnathon Beitrag anzeigen
    Dann muss ich ja neu einfädeln. Finde ich wenig elegant.
    Inwiefern "neu" einfädeln, ich steh da auf dem Schlauch, das verstehe ich nicht? Man muss halt alle drei Stangen in die Kanäle schieben. Das kann man beim liegenden Zelt machen. Dann die Tunnelstangen hoch, dann den Giebel hoch.

    Klipse finde ich heikel, weil auf jedem Klipspunkt viel Belastung ist. Gehen tut es anscheinend, diese Vaude Zelte mit dem Gestänge aussen sind doch auch so eine Konstruktion, oder?

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    AW: Giebeltunnel

    #9
    Das Mark ist anders, das hat die Kreuzungspunkte im Verbinder. Das Mark hat also nur ein Gestänge und zuerst wird die mittlere Stange befestigt. Diese geht - im Gegensatz zum Orion - nicht ganz runter, sondern wird wie beim Venus über der Apsis eingehängt. Dadurch ist auf der mittleren Stange nicht so viel Kraft, wie beim Giebeltunnel mit durchgehenden Bögen. Klar, die Cllips müssen aus gutem Material und gut vernäht sein, dennoch ist das eine andere Konstruktion. Die Querbögen werden ja dann hochgewickelt.

    Beim Giebeltunnel ist die obere Stange ja ganz durchgehend und das ist das Problem, was ich sehe. Wenn die mittlere Stange zuerst hochgeclipst wird, bekommt man die anderen beiden nicht hinein. Und wenn die mittlere Stange zuletzt eingeführt wird und heraus"schnerrt", dann reißt sie ziemlich sicher den kurzen Gestängekanal aus, der wohl jetzt für den Scheitelpunkt geplant ist. Bei Gestängekanälen ist das nicht das Problem, weil das mittlere Gestänge in ihnen so stark vorgebogen wird, dass kein Druck mehr auf das Ende des Gestängekanals ausgeübt wird (weshalb der Aufbau von Giebeltunneln anfangs nicht so leicht ist, weil man eben sehr stark biegen muss).
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    AW: Giebeltunnel

    #10
    Ich habe gerade aktuell die zweite Lösung von Exped gesehen.

    Bei meinem Venus II gibt es sehr gut nutzbare und ausgesprochen robust wirkende Flachkanäle für ALLE Gestänge. Da werden erst die beiden Querstangen eingeschoben …flutscht. Danach die (kurze) Längsstange in den Flachkanal auf dem Dach, die Kreuzungspunkte sind offen und beide Enden werden dann entsprechend eingesteckt, die eine Seite dann gespannt. Sehr einfach und schnell, auch wenn alles feucht ist.


    Beim Orion laufen die Querstangen auf der Innenseite des AZ und zwar nicht in Flachkanälen, sondern in einem Kanal, der nur an einer Seite eingenäht ist. Damit können sie sich dann unter der kreuzenden Längsstange durchdrücken, wenn die im Flachkanal durch geschoben wird. DAS ist schon ziemlich hakelig, dafür halt noch halbwegs handhabbar mit einer durchgehenden Längsstange.

    Unterm Strich gefallen mir die Flachkanäle des Venus deutlich besser.
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    AW: Giebeltunnel

    #11
    Zitat Zitat von rumpelstil Beitrag anzeigen
    Inwiefern "neu" einfädeln, ich steh da auf dem Schlauch, das verstehe ich nicht? Man muss halt alle drei Stangen in die Kanäle schieben. Das kann man beim liegenden Zelt machen. Dann die Tunnelstangen hoch, dann den Giebel hoch.
    "Neu einfädeln" heißt, dass ich bei Unterbrechungen des Kanals jedesmal die Stange neu in den Kanal einfädeln muss. Finde ich nicht gut.


    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Da musst Du aber den oberen Flachkanal sehr gut befestigen. Auf der dritten Stange ist eine ungeheure Kraft, die ist das Problem, wenn man einen Giebeltunnel bei Wind aufbauen will. Du bockst mit der dritten Stangen sozusagen das Zelt hoch. Immerhin kommst Du mit Deiner Idee gut an die Clips heran, aber der Schwachpunkt wären die Öffnungen, wenn das obere Gestänge an einer Seite heraussticht.
    Guter Punkt, daran hatte ich nicht gedacht.


    Dann vielleicht die Stange 1+2 in Flachkanäle, und die Stange 3 in einen Kanal außen drauf?
    Also für Stange 3 das gleiche System wie für die Hillebergtunnel.

    Dann kann ich die Stange 3 beim Einschieben etwas anheben und damit hoffentlich Hackeleien mit den Stangen 1+2 vermeiden?

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    AW: Giebeltunnel

    #12
    Hat eigentlich wer ein Bild oder eine Referenz zur Farbe "Orange"
    beim 55g/m² SilNylon von ExtremTextil?

  13. AW: Giebeltunnel

    #13
    Zitat Zitat von Echnathon Beitrag anzeigen
    "Neu einfädeln" heißt, dass ich bei Unterbrechungen des Kanals jedesmal die Stange neu in den Kanal einfädeln muss. Finde ich nicht gut.
    Ach so. Ich muss Morgen doch mal nachschauen, wie das bei unserem Giebeltunnel gemacht ist, aber ich meine, ich fädle da nichts.

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    AW: Giebeltunnel

    #14
    Und ich bin mir gerade nicht ganz sicher.
    Aber bislang gehe ich davon aus, dass ich Tunnelsegment einfach als Zylindersegment schneidere.
    Durch den Giebel müsste es dann ja eigentlich die Stangen welche ja jeweils die Längebegrenzungen des Zylindersegments sind etwas zusammen ziehen.

    Lohnt es sich, das im Schnitt zu berücksichtigen, oder zieht sich das schon zurecht ohne zu sehr Falten zu werfen?

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    AW: Giebeltunnel

    #15
    Habe mal direkt bei Extremtextil wegen der Farbe angefragt:

    Das Orange des 55er SilNylons entspricht wohl diesem hier, nur etwas sonnengelber

    Ich mag fotogene Zeltchen

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    AW: Giebeltunnel

    #16
    2 promovierte Physiker, ein Jurist, ein Geograph, 3 Kannen Kaffe und eine Unmenge an Papier und Pappe kommen zum Schluss:

    Der Schnitt der Apsiden ist relativ komplex, lässt sich vermutlich durch eine Sattelfläche annähren, ist für einen Sonntag viel zu aufwendig zu berechnen und am besten gehts wohl mit einem 1:1 Modell aus Sperrholz, das mit Stoff überzogen wird.


    Haben wohl die Hälfte der hier versammelten schon vorher gedacht.

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    AW: Giebeltunnel

    #17
    Frag lieber mal einen Schneider

  18. AW: Giebeltunnel

    #18
    Ich habe jetzt endlich nachgeschaut, wie die Gestängekreuzungspunkte bei unserem Helsport Gimle konstruiert sind:

    Beide Stangen sind ununterbrochen in Kanälen (also kein Neueinfädeln), aber über eine Länge von ca. 5cm ist am Kreuzungspunkt der Kanal der Querstange nicht am Aussenzelt befestigt.

    Es handelt sich aber um einseitig befestigte Kanäle, nicht um Flachkanäle. Allerdings lässt sich das mit Flachkanälen auch so machen. Nötig ist halt, dass es zumindest bei den paar cm, wo der Kanal nicht am AZ befestigt ist, ein "kompletter" Kanal (also rundherum, nicht nur aufgesteppte Stoffbahn) ist.

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    AW: Giebeltunnel

    #19
    Vielen Dank fürs Nachschauen.
    Läuft dann vermutlich auf eine Lösung mit Flachkanälen für das Tunnelsegment, und einen aufgesetzten mit "Brücke" für die Kreuzungen raus.

  20. AW: Giebeltunnel

    #20
    Bin gespann, wie du es dann machen wirst!

    Ich kann mir die Kreuzung so gut auch mit Flachtunnels vorstellen.

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