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  1. Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #1
    Hallo zusammen,

    die Frage steht ja schon oben

    Über das Ausrüstungsgewicht beim Wandern habe ich eher Anhaltspunkte, bezüglich Radfahren fehlen sie mir noch. Generell heißt es ja immer, das Gewicht wär hier nicht sooo entscheidend, das trägt das Fahrrad.
    Aber irgendwann wird doch auch mit dem Fahrrad eine sinnvolle Grenze überschritten sein, und schließlich muss ICH ja doch das ganze noch bewegen...

    Nun kann man natürlich auch beim Radfahren die UL-Ausrüstung wählen. Ich habe mit dieser aber so ein bischen meine Schwierigkeiten (Komfort, Preis), und deswegen frage ich.

    Wieviel "darf" z.B. ein Zelt noch wiegen? Ich fahre allein, bevorzuge aber wg. Platz und dem Raumgefühl 2-Personen-Zelte. Wir haben ein Wechsel Charger, nur leider benötigt das mein Mann zeitgleich auf seinen Wander-Touren. Es wäre auch aus anderen Gründen noch nicht mein Wunschzelt, obwohl es von Größe und Raumgefühl innen echt super ist. Von den Wechsel-Zelten sind wir generell SEHR angetan. Da ich Tunnelzelte eher nicht so mag und auf Kuppelzelte stehe, wäre mein Favorit das Wechsel Forum. Ist aber wieder sauschwer...

    Was darf ein Schlafsack wiegen? Mein vorhandener Kufa-Schlafsack wiegt gut 2 Kilo und ist sehr voluminös Aber ich liebe ihn, er gibt mir eine gewisse Sicherheit (nicht nur temperaturmäßig), und ich möchte nur äußerst ungern auf ihn verzichten.

    Wie schwer darf die ISO-Matte sein? Ich teste gerade die Therm-a-Rest NeoAir All Season, sie sagt mir aber nicht so wirklich zu. Lieber wäre mir wahrscheinlich die Therm-a-Rest Trail Pro Large, aber die wiegt eben mehr.
    Wir haben im Haushalt u.a. auch die Therm-a-Rest ProLite 4, aber die ist mir zu dünn (Schulterprobleme beim Seitenliegen).

    Und dann kommen natürlich noch so gewisse "Extras" hinzu, die traditionell ein Wander-No-Go sind, von denen ich aber denke, dass ich persönlich sie brauche. Dazu gehört z.B. ein Fön für die nassen Haare (lange Haare, bei kühlem Wetter sehr unangenehm, wenn sie ewig nass/feucht sind).

    Mich würde auch generell mal interessieren, welche Zelte und Matten Ihr für Eure Radtouren verwendet?

  2. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #2
    Ich mache das so: Wenn ich die Fuhre nicht mehr anheben bzw. über ein paar Treppenstufen schleppen kann, ist es zu viel
    Dazu: Das Packmaß spielt hier auch eine Rolle.

    Ergibt meinerseits ein Gesamt-Gewicht des Gepäcks (inkl. Packtaschen, aber ohne Wasser und mit 1x Tütensuppe und Kartoffelpüree als Notfall-Futter) von 12, höchstens 16 kg.

    Zelt: Nammatj 3 (wenn’s luxuriös sein darf, 3,3 kg) oder Unna (2 kg), Matte: Prolite Plus Women’s Short + 4 Segmente Z-Lite + Exped Double Mat, Schlafsack: 1075 g.
    Geändert von lina (11.05.2016 um 16:57 Uhr)

  3. Alter Hase

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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #3
    UL Ausrüstung ist nicht automatisch teuer. Generell würde ich immer auf leichter und weniger setzen. Das Rad bleibt kontrollierbarer, tragbarer, auch das Gepäck, übersichtlicher.

    Aber eigentlich obliegt das alles Dir und Deiner Einschätzung. Wichtig ist ja auch, dass Dein Rad konstruktionsbedingt mit der Last klarkommt (Rahmen, Felgen, Träger, Anbauteile etc.)

  4. Lebt im Forum
    Avatar von Chouchen
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #4
    Ganz allgemein: Ich finde, beim Wandern spürt man jedes 100 Gramm mehr oder weniger, beim Rad ist es ein halbes Kilo.
    "I pity snails and all that carry their homes on their backs." Frodo Baggins

  5. AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #5
    Generell würde ich immer auf leichter und weniger setzen.
    Prinzipiell ja, aber es gibt eben Einschränkungen, die das Problem ausmachen. Mal abgesehen von den Preisen, nützt mir eine superleichte Matte nichts, wenn ich darauf alle möglichen Schmerzen habe und nicht drauf liegen kann, von Schlafen mal ganz zu schweigen. Ich werde halt alt und klapprig, und habe schon im Normalfall Rücken und einen teils sehr schlechten Schlaf

    Deswegen muss ich wohl notgedrungen "Komfort-aufrüsten". Ein BISCHEN Spaß soll das ganze ja auch noch machen.

    Aber das
    Wenn ich die Fuhre nicht mehr anheben bzw. über ein paar Treppenstufen schleppen kann, ist es zu viel
    und das
    Ich finde, beim Wandern spürt man jedes 100 Gramm mehr oder weniger, beim Rad ist es ein halbes Kilo.
    werde ich mir schon mal geistig notieren.

    Im Moment bin ich schon froh, wenn ich Zelt, Matte und Schlafsack überhaupt in das Ortlieb Rack Pack (Größe L) rein bekomme...

  6. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #6
    Rack Pack ist schon mal zu schwer: Es gibt inzwischen leichtere (Ortlieb-)Packbeutel, praktischerweise in Nahezu-Neon-Farben (schön leuchtend gelb oder orange), namens PS10. Da Zelt und Matte rein (aus Matte eine Rolle wickeln, damit sozusagen den Packsack auskleiden, dann Zelt in die Mitte), und den Schlafsack in eine der Packtaschen.

  7. Dauerbesucher
    Avatar von HAL 23562
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #7
    Im Wesentlichen nehme ich auf dem Rad mit, was ich auch in meinen Trekking-Rucksack packe und der wiegt ca. 8 kg ohne Lebensmittel, Getränk, Brennstoff. Und davon brauche ich in Mitteleuropa auch nicht sonderlich viel.

    Früher war ich mit Ortlieb Front- und Backrollern unterwegs, dazu noch Lenkertasche und dicker Ortlieb-Packsack. Heute habe ich für längere Touren nur noch die Backroller (3/4 gefüllt), Lenkertasche und einen leichten Ortliebpacksack wie Lina. Das reicht in 3 Jahreszeiten inzwischen dicke aus.

    Für ein Gewichtsplus sorgen Reparatursachen fürs Rad und ein etwas leistungsfähigerer Kocher. Ich bin nicht ultraleicht (UL) unterwegs aber schau mit deren Methoden schon ein wenig darauf, dass ich kein unnötiges oder unnötig schweres Zeugs mitnehme. An die Aussage, dass Mehrgewicht ja vom Fahrrad getragen wird und daher eben nicht so ins Gewicht fällt glaube ich nicht. An vielen größeren oder längeren Steigungen denken dann manche noch mal darüber intensiv nach - wenn sie wieder Luft zum Atmen haben. Diese Erfahrung hab ich selbst auf den Pässen (je 25 - 30 Haarnadelkurven) der Dolomitenhochstraße und in Norwegen gemacht.

    Kurz gesagt, es geht nicht darum, wie schwer was sein darf/muss sondern es unter Wahrung voller Funktionalität und erforderlicher Robustheit möglichst leicht zu halten und auch auf dem Rad unnötigen Krempel zu vermeiden. Und dazu muss man nicht extra teures UL-Zeugs kaufen. Aber das geht auch nicht von heut auf morgen sondern ist ein Lernprozess.

    HAL
    Geändert von HAL 23562 (11.05.2016 um 19:30 Uhr)
    Vieles kommt - aber alles geht!

    Den Plünnenkreuzer, Landgänger und das neue raus&weg-Blog findet ihr entsprechend der Forumsregeln unter diesem einen Link - click!

  8. Alter Hase

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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #8
    Den Rückenschmerzen durch immer komfortablere Matten entgegenzuwirken löst vermutlich nicht das Problem. Probier lieber den Rücken durch zB Yoga wieder in den Griff zu kriegen (sofern Du da jetzt nicht was Unheilbares etc. hast).

    Und wie gesagt. Du irrst, wenn Du glaubst leichtere Ausrüstung wäre automatisch teuerer.

  9. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #9
    Zitat Zitat von mitreisender Beitrag anzeigen
    Du irrst, wenn Du glaubst leichtere Ausrüstung wäre automatisch teuerer.
    Leichte Ausrüstung ist nahezu zwingend teuerer als schon vorhandene, es sei denn, sie entsteht ausschließlich durch weglassen schon vorhandener.

    Wieviel so ein beladenes Fahrrad wiegen kann hängt davon ab, was es aushält, wie trainiert der Fahrer ist und welche Strecken er fährt. Früher, als ich noch jung, arm und trainiert war, empfand ich ein Gesamtgewicht des Rades (ohne Fahrer) von ca. 45 kg überhaupt nich als problematisch, nach einem Einkauf für ein langes WE waren es sicher auch mal über 50. Heute hab ich deutlich leichteres Zeug, bin aber beim Radwandern wenn ich es nicht eilig habe noch immer nicht besonders knausrig mit dem Gepäck. Ich weiß aber ehrlich gesagt gar nicht, was das aktuell so wiegt, ich tippe mal auf ca. 30 kg (wieder das gesamte Rad). Ich kann aber auch deutlich leichter.

    Mac

  10. Alter Hase

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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #10
    Da die TE zumindest gerade den Kauf von Zelt und Isomatte erwägt, scheint mir da durchaus Einsparpotential, wenn gewünscht.

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #11
    Zitat Zitat von Krumpelbox Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    die Frage steht ja schon oben

    Über das Ausrüstungsgewicht beim Wandern habe ich eher Anhaltspunkte, bezüglich Radfahren fehlen sie mir noch. Generell heißt es ja immer, das Gewicht wär hier nicht sooo entscheidend, das trägt das Fahrrad.
    Aber irgendwann wird doch auch mit dem Fahrrad eine sinnvolle Grenze überschritten sein, und schließlich muss ICH ja doch das ganze noch bewegen...
    Also ich finde Gepäck mit Rad wesentlich einfacher zu transportieren. Das gilt zumindest, wenn man nicht seinen halben Hausstand mitschleppen möchte.
    Bisher bin ich IMMER mit zwei Ortliebtaschen hinten (früher halt die üblichen Gepäcktaschen) und einer Lenkertasche ausgekommen, egal, ob in Schweden, auf dem Elberadweg oder Frankreich, Dänemark etcetc.

    Das Zelt und meine EVA-Matte packe ich niemals in eine Packtasche, die Matte wird um das Zelt gewickelt und die beiden Sachen, oft mit ner Extraflasche Wasser, in einen wasserdichten Sack oder notfalls halt festerer Müllsack gerollt, das kommt dann hinten auf den Gepäckträger.
    In die Lenkertasche kommen immer Geldbörse und Kamera und ne kleine Flasche für unterwegs oder auch Müsliriegel etc.
    In einer Radtasche kommen Sachen wie Schlafsack, extra verpackt Kocher etc rein, Waschezug, ein bisserl Essen noch und gut is.
    In die zweite Klamotten (je nachdem wo man hinfährt auch ein Badeanzug), Regenhose, Regenjacke, Karten etc.

    Ich denke, das wichtigste ist es, zu überlegen, was man wirklich braucht und wirklich möchte (zB sollte da ein Lieblingsschlafsack durchaus Platz haben), es ist auf jeden Fall sehr viel unkomplizierter als du denkst.

    Wenn man ganz spezielle Touren vorhat, zB mitm Rad ins Hochgebirgte ist das sicherlich eine andere Geschichte, aber auf "normalen Touren reicht mir das allemale.
    Two roads diverged in a wood, and I—
    I took the one less traveled by,
    And that has made all the difference (Robert Frost)

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #12
    Das ganze Zeug muss ja auch hin und wieder in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden, und auch ein- und ausgepackt werden, bergauf geht es auch gelegentlich.

    Da macht es für mich schon sehr viel Sinn auch auf dem Rad auf leicht und kompakt zu achten.

  13. Vorstand
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    Avatar von HaegarHH
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #13
    Zitat Zitat von Krumpelbox Beitrag anzeigen
    die Frage steht ja schon oben
    Das hängt davon ab …nein, ganz im Ernst, ich denke, die Frage kann man so global nicht beantworten. Bei Deiner Weser-Radtour wirst Du locker 10-20kg mehr ans Rad hängen können, als bei der Norwegen Tour über den Trollstigen und selbst da wird man noch deutlich mehr am Rad mitnehmen können, als bei einem MTB-Alpen-Cross.

    Früher in meinen bösen Jahren, war es fast wurscht, weil ich sowieso fast überall schieben musste, mehrere Jahre später hatte ich das komplette Gepäck für zwei (Ausnahme den Monster-Leihschlafsack für sie) am Rad und habe sie noch mit geschoben und es war für diese Tour auch egal. Aber natürlich, jetzt, wo ich (Berge) fahren könnte und wollte, merke ich den Gewichtsunterschied sehr deutlich!


    DAS war mein erster Radurlaub, in dem Rackpack M hatte ich NUR den Monsterschlafsack, die Matte und ein paar Schlafsachen drin …voll


    Zitat Zitat von Krumpelbox Beitrag anzeigen
    Wieviel "darf" z.B. ein Zelt noch wiegen? Ich fahre allein, bevorzuge aber wg. Platz und dem Raumgefühl 2-Personen-Zelte. Wir haben ein Wechsel Charger, nur leider benötigt das mein Mann zeitgleich auf seinen Wander-Touren. Es wäre auch aus anderen Gründen noch nicht mein Wunschzelt, obwohl es von Größe und Raumgefühl innen echt super ist. Von den Wechsel-Zelten sind wir generell SEHR angetan. Da ich Tunnelzelte eher nicht so mag und auf Kuppelzelte stehe, wäre mein Favorit das Wechsel Forum. Ist aber wieder sauschwer...
    Damals neu gekauft hatte ich mir das Exped Venus II mit ca. 3kg hat es den rechten Sportpacker vorne voll gemacht …

    Zitat Zitat von Krumpelbox Beitrag anzeigen
    Wie schwer darf die ISO-Matte sein? Ich teste gerade die Therm-a-Rest NeoAir All Season, sie sagt mir aber nicht so wirklich zu. Lieber wäre mir wahrscheinlich die Therm-a-Rest Trail Pro Large, aber die wiegt eben mehr.
    Wir haben im Haushalt u.a. auch die Therm-a-Rest ProLite 4, aber die ist mir zu dünn (Schulterprobleme beim Seitenliegen).
    … und die Exped SynMat 7 LW (hatte ich Dir im anderen Thread schon empfohlen). zwar 1kg schwer, aber mit meinem Gewicht super bequem und sie liess sich 2 mal falten und hatte damit ein nettes Packmaß.

    Vorne links Küche komplett, danke 1400ml Kettle, in den beiden Backpackern den "Rest". Fast alles RIESIG , weil egal was, bei Größe 64 kostet es Platz, noch dazu, wenn man halt nicht unbedingt "echte" Outdoorklamotten in der Größe bekommt



    Vor der Schweiz 2012 fing dann das Optimieren und MYOG an …


    Zitat Zitat von Krumpelbox Beitrag anzeigen
    Was darf ein Schlafsack wiegen? Mein vorhandener Kufa-Schlafsack wiegt gut 2 Kilo und ist sehr voluminös Aber ich liebe ihn, er gibt mir eine gewisse Sicherheit (nicht nur temperaturmäßig), und ich möchte nur äußerst ungern auf ihn verzichten.
    Als erstes den Monsterschlafsack durch einen selbstgenähten Daunenquilt ersetzt, in Kombination mit einem "Spannbetttuch" für die Matte und der SnyMat 7 LW habe ich dann gleich die ersten Nächte mit ca. -3° gut geschlafen. Packmaß ca. 1/4 und Gewicht mit knapp unter einem kg (inkl. Kompressionssack) nicht mal die Hälfte …logisch, ein Quilt ist ja auch nur die Hälfte

    Problem war halt auch, übliche Schlafsäcke waren mir Welten zu eng und mit Bestellen bei Nahanny hatte es zeitlich nicht mehr geklappt. Mit dem Quilt bin ich seit nun über 5 Jahren sehr zufrieden, auch wenn ich ihm gerade einen Exped Comfort 400 an die Seite gestellt habe.


    Zitat Zitat von Krumpelbox Beitrag anzeigen
    Nun kann man natürlich auch beim Radfahren die UL-Ausrüstung wählen. Ich habe mit dieser aber so ein bischen meine Schwierigkeiten (Komfort, Preis), und deswegen frage ich.
    Auch sehr viel gebracht, sowohl Gewicht als auch insbesondere Packmaß war der Wechsel auf (selbstgenähte) Hosen aus Tactel bzw. Supplex, ich hatte noch nie so kleine, leichte und dabei robuste Hosen, Jacke mit abreißbaren Ärmeln, …usw.

    Umstellung der Baumarktzeltplane auf das passende Groundsheet, hier und da ein paar andere Dinge austauschen.

    Das Erfgebis der Magerkur ist auf dem Bild zu sehen. Die Nelson-Longflap-Satteltasche war sehr häufig halbleer und habe sie eher für Tagestouren bzw. die Tagesverpflegung genutzt.


    Zitat Zitat von Krumpelbox Beitrag anzeigen
    Und dann kommen natürlich noch so gewisse "Extras" hinzu, die traditionell ein Wander-No-Go sind, von denen ich aber denke, dass ich persönlich sie brauche. Dazu gehört z.B. ein Fön für die nassen Haare (lange Haare, bei kühlem Wetter sehr unangenehm, wenn sie ewig nass/feucht sind).
    Andere nehmen auf dem Rad ihren Helinox Chair mit (jetzt auf dem Radreiseforumstreffen ca. 30-50% …wobei auch ich mit der Anreise geschummelt hatte ) …Unterhaltungselektronik, sei es Toughbook oder iPad, DSLR-Ausrüstung, … was auch immer, also warum Du nicht Deinen Fön.

    Wirst Du das erste Mal ernsthaft Flussradwege verlassen - und das ist wirklich nicht böse gemeint!!! - dann kannst Du Dich immer noch fragen, ob es nicht eine andre Lösung gibt.


    Die meiste Einsparung hat dann mein Abnehmen gebracht …auf einmal ging auch eine SynMat UL 7 LW und zack ca. 500g leichter und deutlichst kleiner, von Klamotten in Gr. 54 statt 64 rede ich erst gar nicht … usw. Und in genau dem Moment fange ich mich dann halt auch an zu fragen, ob ich nicht lieber zu dem 1.400g MSR Hubba NX greife, statt zu dem Exped Venus II und was ich noch weg lassen könnte.


    Anlässlich meiner Portugalwanderung mit dem Bach Shield 45 hatte ich sehr netten Kontakt mit "dem" Martin von Bach und der hat mir zum Abschied die passenden Zeilen des Liedes in die Mail kopiert …und ich muss sagen, irgendwo hat er recht …Mit leichtem Gepäck

    Nur so wie ich, fang erst mal, nimm die Sachen, die Du hast, fahre los, geniesse und irgendwann wirst Du dann auch erkennen, was für DICH leichtes Gepäck ist!
    Aktuelle Bilder von unterwegs … kommindiepuschen auf Instagram

  14. AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #14
    Also ich liebe ja meinen Schlafsack, wirklich. Aber eben hatte ich im direkten Vergleich den neu erworbenen Daunenschlafsack von meinem Mann im Arm, da ist mir doch ganz anders geworden (als ich meinen dann wieder hatte ).

    Die leichte NeoAir All Season habe ich jedenfalls gerade wieder eingepackt, weil ich die liegetechnisch schrecklich fand (außerdem raschelt sie, und das aufblasen mit der kleinen Pumpe dauert ewig). Noch mal die Prolite probiert - geht nicht. Ich werde wohl um eine etwas schwerere Matte nicht drum herum kommen.

    Das Zeltproblem steht ja auch noch, wobei das noch das kleinste Problem ist.

    Gewicht der Kleidung kann ich momentan noch gar nicht abschätzen. Das ist eine ganz besondere Baustelle: Mir passt kaum mal Funktionskleidung. Trotz etwas Übergewicht komme ich durchaus noch in normale Konfektionsgrößen, aber ich habe eine Figur, die sich bei solcher Kleidung sehr anstellt Es sitzt einfach nichts. Immer ist etwas irgendwo zu eng (gleichzeitig an anderer Stelle zu weit), zu lang (woanders zu kurz), u.s.w. In der Anwendung verrutscht dann ständig irgendwas so, dass gewisse Funktionsleistungen (z.B. Wärme) nicht mehr gewährleistet sind (von der Optik mal ganz abgesehen).
    Kurz, ich befürchte, ich werde auch hier Probleme bekommen, mind. mit dem Volumen.

    Aber ich gebe noch nicht auf. Ich möchte einfach gern mit dem Rad raus, dabei über Tage (relativ) frei agieren (Ort, Zeit), schöne Anblicke in der Natur genießen, und am Abend dann gemütlich ins Zelt.

  15. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #15
    Ich finde, Du machst Dir zuviele Gedanken. Den Schlafsack würde ich wohl ersetzen, wegen des Packmaßes. Das Zelt kann ruhig 4 kg wiegen, damit bin ich auch schon geradelt. Die Matte kann wie das Zelt quer auf den Gepäckträger, da würde ich auf Bequemlichkeit achten. Soll ja Spaß machen. Ich bin anfangs mit Kühltasche und sonstigem Luxus gefahren. Mit völlig normalen Klamotten. Man muss nur lernen, nicht zuviel Kleidung mitzunehmen. Man kann waschen und große Campingplätze haben sogar Waschmaschine und Wäschetrockner.
    Mein Kriterium ist auch, ob ich das Rad noch anheben kann, und da ich Regensachen, Wertsachen und die Einkäufe in einem leichten Rucksack habe, um es griffbereit zu haben (liegt das Zelt quer, kommt man schlecht an die Packtaschen dran), ist das kein Problem. In der Lenkertasche war bei mir das Werkzeug, Ersatzschlauch etc. Ich war oft mit zusammengerechnet 35 - 40 kg unterwegs (mit Rad), zweimal sogar mit 30 kg Zuladung (Winter) und das ging auch. Nur zu steil sollte es nicht sein.

    Mach doch erst einmal Probetouren bei verschiedenen Wetterbedingungen. Radfahren ist aufgrund des Fahrtwindes und des Nachschwitzens anders als Wandern und gleichzeitig viel zivilisationsnäher, so dass man weniger mitnehmen muss, weil man ständig nachkaufen kann.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  16. AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #16
    Meine Meinung: Du musst das mitnehme, mit dem du dich wohlfühlst. Und zwar beim radeln wie auch beim übernachten.
    An deiner Stelle würde ich mit "Wohlfühlausrüstung" starten und dafür die Etappen flach und kurz wählen. Mit der Zeit wirst du drauf kommen, was du wirklich brauchst und was du weglassen kannst

    Was das genau ist, musst du (leider) selber herausfinden. Tipps hier im Forum können Anhaltspunkte sein, worauf du achten kannst, aber ob es für dich genauso gilt, musst du selber herausfinden.

    Hier meine jeweiligen Überlegungen:

    Packtaschen: Ich fahre gerne mit vier Packtaschen, ich mag das Gewicht schön verteilt am Rad. Allerdings ist das ein Punkt, wo ich mich etwas wundere: Die gängigen Packtaschen finde ich sauschwer. Ich habe meine Packtaschen selber genäht, aus LKW-Plane was nun wirklich kein UL-Material ist. Und sie sind wesentlich leichter als z.B. Ortlieb. Gut, sie haben kein so schickes Befestigungssystem.

    Matte: Ich brauche mittlerweile eine dicke Matte. Auf dünnen Matten kriege ich Schmerzen an den Hüften und Rückenweh. Und mein Rücken ist in Ordnung, gut trainiert und stabil, egal was andere schreiben. Ich habe eine aufblasbare Luftmatratze, weil ich eine mit kleinem Packmass will (nicht wegen dem radeln, sondern wegen Rucksack).
    Wenn du eine dicke, komfortable Matte brauchst, dann lass dir nicht einreden, dass es an mangelndem Sorgfaltstraining für deinen Rücken liegt. Dies kann aber hinten in die Mitte auf den Gepäckträger.

    Zelt: Ich möchte ein Zelt, in dem ich sitzen und "wohnen" kann. Besonders, wenn ich lang bei Regenwetter radle. Im Zelt umziehen, Klamotten trocknen ist mir wichtig. Ich mache es mittlerweile so, dass die eine hinere Packtasche nur für das Zelt reserviert ist. Dann ist es auch egal, wenn das Zelt nass eingepackt wird und ich muss micht nicht verkünsteln beim packen.
    Wenn wir mit der Familie unterwegs sind, habe ich immer ein Zelt fast 5kg auf dem Velo und das ist kein Problem! Natürlich fahren wir keine extremen Etappen und keine hohen Berge.

    Schlafsack: Wenn du deinen Schlafsack liebst, dann behalt ihn. Wenn er voluminös ist, dann kauf eine wasserdichte Packtasche und pack ihn hinten mittig zur Isomatte. Volumen ist m.E. nicht so das Problem auf dem Fahrrad. Oder pack ihn unten in die andere Packtasche (so mache ich es).

    Kleidung: Wenn man auf Campingplätzen übernachtet, braucht man nicht so viel. Die ideale Kleidung zu finden, in der du dich wohlfühst und wovon du wenig brauchst, ist allerdings schon nicht so einfach. Wenn du eine "komplizierte" Figur hast: Nähen kannst du nicht zufällig?
    Bei mir kommt die Kleidung in die zweite hintere Packtasche, auf den Schlafsack.

    "Küche": Da kanns du beim radfahren sparen, in dem du essen gehst, wenn du das magst. Du brauchst meist auch nicht viele Vorräte mitschleppen. Grad für ein warmes Getränk am Abend/Morgen ist für mich ein kleiner Kocher aber immer dabei. Küchenzeugs kommt bei mir in die eine vordere Packtasche.

    (zum Haarfön: auf Radtouren Haare nur waschen, wenn das Wetter schön und warm ist, dann brauchst du den nicht).

  17. Vorstand
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #17
    Ich fahre auch gerne mit 4 Packtaschen. Zum einen wegen der Gewichtsverteilung, zum anderen, weil man nach vorne das packen kann, was man gerade benötigt. Das kann wechseln (Regenklamotten z.B.), ein bisschen was zum Futtern, eine weitere Flasche Wasser, die Fleeceweste, manchmal auch die Koch-Utensilien für einen spontanen Kaffee, etc., am Abend Stauraum für Lebensmittel, und immer das erste-Hilfe-Päckchen. Wenn hinten die Zeltrolle quer liegt, komme ich an das Drunter schlecht ran. Wasserflasche festzurren hat sich nicht bewährt, die rüttelt es irgendwann dann doch los. Und bzgl. Küche: Gerade an Radreisen genieße ich es, die großen Pötte mitnehmen zu können



    Da war ich sogar mit dem großen Zelt unterwegs, aber schon mit dem leichteren Packsack:



    Wie man sieht, ist in den vorderen Packtaschen hier nicht viel drin. Bergaufwärts ist es aber auch angenehmer, mehr Gewicht nach vorne zu packen, das geht damit auch.

    Noch wichtig finde ich eine Halterung für große Wasserflaschen. An richtig heißen Tagen sind die handelsüblichen 0,7 l-Fläschchen nach 2 Schluck leer ...

  18. Moderator
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    Avatar von TanteElfriede
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #18
    OT: ...in meine Halter für Fahrradflaschen passen - und halten - auch 1,5Liter PET Flaschen....

  19. Vorstand
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    AW: Wieviel Gewicht (Ausrüstung) ist auf dem Fahrrad vertretbar?

    #19
    OT: @TanteElfriede: Welche hast Du? Ich fand die Optionen hierfür ziemlich übersichtlich.

    @rumpelstil: Wieviel wiegen Deine selbstgebauten Taschen? Weniger als die Cordura-Variante?

  20. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    #20
    Bisher hatte ich auf Radtour auch immer einen Teil "Familienhaushalt" dabei und entsprechend Geschirr, Lebensmittel und so.
    Daher brauchte ich Front- und Backroller, die Lenkertasche schon aus Bequemlichkeitsgründen für Karte, Kamera und griffbereiten Krimskrams wie Sonnenbrille und Sonnencreme.

    Zum Gewichtsparen:
    Zu mehreren verteilen sich Dinge wie Werkzeug, Erste Hilfe, Navigationskram, Küche und Zelt auf mindestens zwei, wenn Du alleine unterwegs bist, muss das alles bei Dir aufs Rad.

    Ich denke, UL besteht zum einen aus leichten Bausteinen der "Großen Drei" Zelt, Matte, Schlafsack, wobei ich mir mit dem Rad ein wenig mehr Luxus gönne als zu Fuß.
    Der andere Aspekt von UL ist Weglassen und Mehrfachnutzung. Mein Lieblingsbeispiel: statt einer Stirnlampe nehme ich ein Photon Microlight mit Klemme und ein Buff. Das Microlight lässt sich im Zelt super an die Innennähte klemmen und wie ein Spot schwenken. Das Buff als Kopfband aufsetzen und das Microlight dranklipsen = Stirnlampe. Das Buff dient außerdem als Halstuch, Kopftuch (nach dem Haarewaschen bis sie trocken sind??), feucht als Kühlkompresse, notfalls als Wischtuch, Gelenkstütze und für andere Zwecke, die sich unterwegs immer mal ergeben.
    Weglassen erleichtert in jeder Hinsicht. Was ich nicht mitnehme, muss ich nicht kaufen, herrichten, rumschleppen, ständig ein und auspacken, im Weg rumliegen haben, zu Hause sauber machen, wegpacken und irgendwo lagern. Ich erlebe es (zumindest unterwegs ) als befreiend, mit wenigen Sachen auszukommen, von wenigen Dingen "abhängig" zu sein.

    Gleichzeitig kann man sich trotzdem etwas Luxus gönnen. Ein Ebookreader kommt bei mir immer mit. Und guter Schlaf ist wichtig und darf was kosten, auch an Gewicht. Es gibt wirklich sehr kuschelige leichtere Schlafsäcke, mir scheint, Du bist etwas schnell "fertig" mit manchen Dingen. Mein Exped Comfort 600 ist z.B. schön breit und kuschelig, hat für europäische Sommer einiges an Reserve (da reicht mir der Comfort 400) und wiegt "nur" etwa 1kg. Das ist nicht UL, aber ein 2kg-Kunstfasermonster würde ich nicht mitnehmen.
    Probier die Matten von Exped wie empfohlen, da gibt es auch relativ leichte und breitere. Ich finde Längsrippen angenehmer als Querrippen. Wichtig: Die Matte nicht prall aufpumpen, dann hast Du eine "punktelastische" Matratze. Knarzen oder Rascheln tun sie alle, aber irgendwas ist halt immer! Meine TAR Neoair nehme ich nur noch im Rucksack mit.
    Die Exped Airpillows sind auch recht bequem, vor allem in einen Fleecepulli gesteckt!

    Grüße,

    Claudia

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