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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Freierfall
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #81
    Wenn man sich mal auf
    Naturparks, Nationalparks und sonstigen geschützten Gebieten
    in der Eifel-Region speziell bezieht sieht man das hier ganz gut:
    http://www.geodienste.bfn.de/schutzg...000?layers=620

  2. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #82
    Zitat Zitat von chrischian Beitrag anzeigen
    Ich bezweifle, dass das reichen wird.
    bei und in der Sächs. Schweiz reicht einmal im Jahr auch:http://www.bergsteigerbund.de/aktivi...esgebirge.html

    oder meinst du, der Westen ist schlimmer?

  3. AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #83
    @Dom
    Habt ihr verschiedene Bezahlmodelle durchgespielt bzw. ist das eine Option neben Direktbuchung der Übernachtungsplätze, eine Art Permit (nach US Vorbild) für den Nationalpark für einen Zeitabschnitt (Monat, Jahr, etc.) oder gar ein Bezahlsystem nach Norwegischem Hüttenvorbild (Schlüssel für die Hütten, vielleicht könnte Zwimon hier ein paar Auskünfte erteilen?)
    Die Diskussion gab es. Aus organisatorischen Gründen ist die Entscheidung vorerst auf das angewendete Bezahlsystem, welches sich auch in der Pfalz bewährt hat, gefallen.

    Was die Müllthematik betrifft bin ich wirklich sehr gespannt. Es gibt bewusst keine Mülleimer. Laut Benutzerordnung ist man verpflichtet den Müll wieder mit zu nehmen. Da ich nicht naiv bin, gibts natürlich noch ein Backupsystem im Hintergrund

    Grüße
    Dominik
    Offizieller Ansprechpartner: Naturlagerplätze - Eifel

  4. AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #84
    Zitat Zitat von Abt Beitrag anzeigen
    bei und in der Sächs. Schweiz reicht einmal im Jahr auch:http://www.bergsteigerbund.de/aktivi...esgebirge.html

    oder meinst du, der Westen ist schlimmer?
    Du verwechselst da etwas Abt. Bei der einmaligen Aktion wird sämtlicher Müll, der in der Landschaft verteilt liegt, aufgesammelt. Das machen einige Vereine, Kreise, Verbände, die sich Umwelt- und Naturschutz auf die Fahne geschrieben haben.

    Das was wir hier meinen, ist die regelmäßige Leerung von Mülltonnen an Rastplätzen.


    @Dom
    alles klar. Danke für die Info.
    "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur das falsche Fell!"

    -Samson und Beowulf- Als Hunde sind sie eine Katastrophe, aber als Menschen unersetzbar.

  5. Alter Hase
    Avatar von Abt
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #85
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Du verwechselst da etwas Abt. Bei der einmaligen Aktion wird sämtlicher Müll, der in der Landschaft verteilt liegt, aufgesammelt. Das machen einige Vereine, Kreise, Verbände, die sich Umwelt- und Naturschutz auf die Fahne geschrieben haben.

    Das was wir hier meinen, ist die regelmäßige Leerung von Mülltonnen an Rastplätzen.


    @Dom
    alles klar. Danke für die Info.
    war nur ein anderes Beispiel.
    Nee, ich meine das das so oft gemacht werden muss, wenn es erforderlich ist für euren Platz. Die Frage ist eher, wer dafür dann zuständig ist? Auch für die Sauberhaltung der Toilette.

  6. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #86
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Eine Falschbehauptung?

    Was heißt denn das?

    Zitat Zitat von iche
    aber ich werde nicht irgendwohin ausweichen, wo ich "erlaubt" wild zelten darf, ich mache dann einfach das, was ich meine guten Gewissens auch machen zu können. einfach oder


    Vielleicht sollte man die zuständigen Behörden dann einmal bitten, entlang der Wege, an denen Naturlagerplätze entstanden sind, tatsächlich einmal zu kontrollieren. Das könnte dann auch den Sparfüchsen bewußt machen, daß man von 80,- € Bußgeld 8 Tage hätte legal nächtigen können, ohne sich etwas zu vergeben.
    Aber darum geht es nicht: wie müssen sich Dominik und auch die anderen, die da geschuftet haben, fühlen, wenn da jemand kommt und sagt: "Wenn`s mir zu teuer ist, campe ich da lieber wild." ? Um die 10,-€ geht es nicht. Wäre der Preis 5,-€ gewesen, hätten wir das Gleiche in grün. "2,50 €, oder ich campe wild." Torres sieht das schon richtig.
    Ditschi
    Werter Ditschi,
    für dich habe ich jetzt extra das fett markiert, was ich als wesentlich bei meiner Bemerkung ansehe. Nämlich, dass ich mache, was ich als vertretbar ansehe. Vertretbar ist es nicht für mich, in einem Nationalpark wild zu zelten, wie kommst du auf eine so abstruse Unterstellung? Und eure Argumentation bzgl Neiddebatte ist ebenso ziemlich ähem speziell, irgendwie habe ich manchmal schon den Eindruck, du reagierst dich besonders gern an mir ab.
    OT: Und ich denke mir, dass Dominik durchaus selber beurteilen kann, was ihn ggf stört, da braucht es deine Intervention nicht wirklich. Das schreibt er dann auch selber, würd ich meinen. Ich sprach auch nicht von "gefühlt zu teuer", sondern von der Tatsache, dass es Menschen gibt, bei denen es einen Unterschied macht, ob sie 10 oder 5 € bezahlen müssen. Outdoor also doch nur für etwas besser gestellte? Dürfen zB also HarzIVler nicht eine Mehrtageswanderung machen? Oder Studenten ohne Nebenjob?
    nuja.


    Aber bevor das untergeht oder mir wieder abgesprochen wird:
    Mir gefällt das Projekt als solches und mir ist auch durchaus klar, dass so etwas zu planen und umzusetzen ein steiniger Weg sein kann. Bin gespannt, wie es angenommen wird, ich würde denInitiatoren sehr wünschen, dass es ein Erfolg und weiter entwickelt wird.
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  7. Lebt im Forum

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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #87
    Zitat Zitat von Dominik Beitrag anzeigen
    ...Was die Müllthematik betrifft bin ich wirklich sehr gespannt. Es gibt bewusst keine Mülleimer. Laut Benutzerordnung ist man verpflichtet den Müll wieder mit zu nehmen. Da ich nicht naiv bin, gibts natürlich noch ein Backupsystem im Hintergrund ...
    Halte ich auch fuer den besten Weg, wenn Muelleimer da sind, dann laesst jeder seinen Muell drin liegen und es gibt auch noch Haufen daneben.

    Natuerlich wird es auch Nasen geben, die so ihren Muell liegen lassen, aber ich denke mir das wird sich in Grenzen halten.

    Bei Wanderhuetten an vielbegangenen Wegen in der Eifel (und diese Huetten stehen ja nun direkt an den Wegen) ist in fast jeder etwas Muell, so in der Groessenordnung von 2 oder 3 Bierdosen, bei ca jeder 2. oder 3. ist es halt krasser, bis zu mehreren Muellsaecken hinter der Huette. Aber bei den Plaetzen wird ja nun die Frequenz der Besucher nur ein Bruchteil sein und dadurch, dass man sich ja mit seinen Namen Anmelden muss und die Einzelnen ja nicht wissen, wann der Platz das letzte Mal kontrolliert wurde und ob nicht am Tag nach ihrer Abreise...wird das doch eher zu was Zurueckhaltung fuehren...

    Wenn dann noch Verschiedene in entsprechenden Threads berichten, dass abends mal jemand kurz zur Kontrolle vorbei kam, wird das wahrscheinlich auch noch ein bisschen helfen...gegen die ortsansaessigen Youngsters, die das als Partyplatz waehlen, hilft natuerlich nix, aber vielleicht gibt es fuer die bequemere Grillhuetten mit Dach, zu denen sie auch nicht so weit laufen muessen...

    Was die vorangegangene Debatte ueber den Preis betrifft, die ein bisschen eskaliert ist, finde ich das schade, es muss doch in einem Forum moeglich sein, dass man seine unterschiedlichen Meinungen darueber austauschen kann, ohne auf die des Anderen "einzupruegeln", schliesslich soll hier ja lt TO durchaus auch konstruktive Kritik geaeussert werden.

    Natuerlich ist es toll, dass Etliche da so viel Arbeit reingesteckt haben und ich vermute mal, dass der wirkliche Bau wahrscheinlich sogar noch im Vergleich deutlich weniger anstregend, als die jahrelange Lobby-Arbeit war ...ich baue auf jeden Fall lieber Plattformen

    Und natuerlich koennen die Organisatoren dafuer einen beliebigen Preis festsetzen und wenn sie 100 € / Nacht dafuer wollen, ist das auch ok, es hat ja jeder die Wahl, es muss ja niemand auf den Teilen uebernachten.
    Wenn der volle Preis fuer das Material bezahlt wurde, braucht es locker, auch ohne Vandalismus, ca 20-25 10 € Uebernachtungen / Jahr, damit das vom Material her +/- Null laeuft.
    Deswegen kann ich schon aus der Kalkulation heraus nachvollziehen, warum der Preis gewaehlt wurde.

    Wenn wirklich als eine der wichtigsten Prioritaeten im Vordergrund steht, dass die Plattformen in sich kostendeckend sein sollen, wird man an einem solchen Preis nicht vorbei kommen.
    Wenn dagegen in der vorderen Prioritaeten steht, dass sie einen hohen Belegungsgrad haben sollen (z.B. aus den schon von mir genannten Gruenden) ist evtl ein etwas guenstigerer Preis besser...

    Wenn ihr nicht mit so vielen unterschiedlichen Parteien am Tisch sitzen wuerdet, wuerde ich ja vorschlagen, probiert einfach gleichzeitig und wechselnd verschiedene Konzepte aus, dann seht ihr ja, was am Wirkungsvollsten ist z.B. koenntet ihr dann ausprobieren, in den kalten, nassen Monaten und in der Woche z.B. 6 € und am Wochenende in den "besseren" Monaten die 10 € zu nehmen o.A. Machen ja viele Campingplaetze und andere Touristikbetriebe aehnlich, aber das ist echt euer Bier


    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    ...Vielleicht sollte man die zuständigen Behörden dann einmal bitten, entlang der Wege, an denen Naturlagerplätze entstanden sind, tatsächlich einmal zu kontrollieren.....
    Genau und dann bitte auch gleich mal schauen, ob man nicht noch fuer irgendwas Anderes Knollen verteilen, oder noch ein bisschen mehr kontrollieren kann, da findet eigentlich in Deutschland viel zu wenig statt, wir sind doch schliesslich ein ordentliches Land
    Anderen eins reinzuwuergen oder mit Zwang zu versuchen, ihnen das Verhalten aufzuzwingen, was man fuer sich als das Richtige gewaehlt hat, halte ich fuer eine ungeeigneten und auch wenig fairen oder kameradschaftlichen Weg.

    Ditschi, es mag ja echt sein, dass Du es anders meinst (falls ja, koenntest Du ja evtl ueberlegen, das Umzuformulieren, aber natuerlich faellt auch das unter den freien Meinungsaustausch), aber so kommt es echt krass rueber, auch fuer Leser, die von "aussen" in den Thread einsteigen, ich glaube nicht, dass, falls mal eine derartige Meinung von einem der Organisatoren vertreten wuerde, dies die Akzeptanz fuer die Plaetze erhoehen wuerde.


    Achja was mir noch zu den Trockenklos einfaellt, wir haben die ja auf Terranonna ausschliesslich und auch mehrere Nachbarn benutzen diese Bauart...richtig gut funktioniert das, wenn nicht reingepinkelt und perfekterweise kein Klopapier reingeworfen wird. Dann wird das rel fix, auch mit Hilfe des ganzen Kleingetiers, das durch krabelt, zu bestem Boden und die Geruchsbelaestigung geht gegen Null....
    In der Heftserie "Einfaelle statt Abfaelle" gibt es ueber das Thema einen netten Band "Das Kompostklo", fuer uns war der damals auf jeden Fall hilfreich...

  8. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #88
    Zitat Khyal:
    Ditschi, es mag ja echt sein, dass Du es anders meinst
    @ Khyal, nur für Dich: Na, jedenfalls anders, als Du es darstellst. Nun weiß ich ja, daß Du reflexhaft gegen alles opponierst, was irgendwie korrekt erscheint. Deshalb: es ging nicht um " Ordnung" , es ging um die Kosten von 10,-€ , denen ich ein mögliches Bußgeld von 80,-€ gegenüber gestellt habe. Und damit geht es in der Tat um die Akzeptanz der Naturlagerplätze, die natürlich in Frage gestellt wird, wenn jemand, um die 10,-€ zu sparen, folgenlos " einfach so" stattdessen illegal wildcampt. Siehe post 72. Da habe ich es schon einmal erläutert.
    Andere haben verstanden:

    Zitat Freierfall:
    Bei einem Naturlagerplatz gegenüber Wildzelten ist der "Vorteil" zum einen die berechenbaren Kosten (10€ vs. ???€*geringe % erwischt zu werden, zumindest außerhalb des Nationalparks)
    Haargenau das ist der Punkt: ???€*geringe % Wie hoch muß die Wahrscheinlichkeit sein, beim illegalen Wildcampen erwischt zu werden, damit man lieber von vorne herein die 10,-€ zahlt?
    Nun haben wir von Dominik gehört, daß seine Naturlagerplätze zumindest teilweise in einem Nationalpark liegen, wo Ranger kontrollieren und tatsächlich Bußgelder verhängt werden. Das dürft zumindest dort die Akzeptanz der Naturlagerplätze fördern.


    Ich schulde Freierfall und Igelström aber noch eine Antwort: Ja, Naturlagerplätze sind unflexibel. Unflexibler jedenfalls als jede Form von freiem Wildcampen, egal , ob erlaubt oder nicht. Gleich, wie Naturlagerplätze ausgestaltet sind: sie liegen nicht immer just da, wo man grade gerne Zelten möchte. Da erfordert also immer auch gewissen Anpassung von Seiten des Wanderers. Zuviel verlangt? Dem Argument mangelnder Flexibilität könnte man nur begegnen mit einem "Jedermannsrecht", das aber in der Realität in D in weiter Ferne liegt. Ich befürchte, eher wird angesichts schlechter Erfahrungen das skandinavische Jedermannsrecht abgeschafft, als das wir in D eines bekommen. ( In Schweden wird das diskutiert). Der weltweite Trend geht hin zur Kanalisierung der Besucherströme, die sich in die Natur ergießen, also hin zum Permitsystem, in welcher Ausgestaltung auch immer. Die Naturlagerplätze sind eine Form des Permitsystems. Und jedes Permitsystem ist zwangsläufig unflexibler als eine völlig freie Wahl von Zeit und Ort. Ist doch klar.

    Ditschi
    Geändert von Ditschi (07.04.2016 um 09:48 Uhr) Grund: Man entdeckt immer wieder Schreibfehler

  9. Dauerbesucher

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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #89
    Zitat Zitat von khyal Beitrag anzeigen
    Was die vorangegangene Debatte ueber den Preis betrifft, die ein bisschen eskaliert ist, finde ich das schade, es muss doch in einem Forum moeglich sein, dass man seine unterschiedlichen Meinungen darueber austauschen kann, ohne auf die des Anderen "einzupruegeln", schliesslich soll hier ja lt TO durchaus auch konstruktive Kritik geaeussert werden.
    OT: Da sind wir ja mal einer Meinung! Weshalb ich auch nicht verstanden habe, wieso man auf eine (meiner Meinung nach) neutralen Meinungsäußerung gleich mit Worten wie "Drohung", "Neiddebatte" und "Tränendrüse drücken" einprügeln muss anstatt gleich inhaltlich einzugehen...

  10. Fuchs
    Avatar von Igelstroem
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #90
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Ja, Naturlagerplätze sind unflexibel. Unflexibler jedenfalls als jede Form von freiem Wildcampen, egal , ob erlaubt oder nicht. Gleich, wie Naturlagerplätze ausgestaltet sind: sie liegen nicht immer just da, wo man grade gerne Zelten möchte. Da erfordert also immer auch gewissen Anpassung von Seiten des Wanderers. Zuviel verlangt?
    Kommt drauf an. Wenn es darum geht, ein nettes Wochenende irgendwo in der Natur zu verbringen, wird man wohl in der Lage sein, sich im Vorhinein auf die legalen Übernachtungsmöglichkeiten einzustellen.

    Wenn man sich aber in den Kopf gesetzt hat, von A nach B zu Fuß zu gehen, also eine längere Streckenwanderung zu machen und dabei eine bestimmte Landschaft zu durchqueren (was ja in diesem Forum eigentlich nicht als besonders obszön gelten kann), tritt das Flexibilitätsproblem etwas deutlicher hervor. Der Naturlagerplatz ist in diesem Szenario entweder ein äußerst hilfreiches logistisches Instrument oder eben, wenn man Ditschis Argumentation garstig auslegt, eine Verhinderungsstrategie. Es liegt nämlich in der Natur einer solchen Streckenwanderung, dass sich der Bereich, in dem ein Schlafplatz für eine bestimmte Nacht liegen muss, günstigstenfalls am Vortag, unter Umständen auch erst am selben Tag herausstellt. Wenn unter diesen Umständen ein Naturlagerplatz angesteuert werden soll, muss er entweder entsprechend kurzfristig buchbar oder (wie manche Wasserwanderrastplätze in Brandenburg) ohne vorherige Buchung nutzbar sein; ferner müssen die Koordinaten hinreichend genau bekannt sein, so dass überhaupt unterwegs eine entsprechende Entscheidung getroffen werden kann.

    Würde man sich jetzt beim Konzept der Naturlagerplätze vollkommen auf jenes erste Szenario des vorgeplanten und sorgsam vorgebuchten Wochenendes in der Natur einstellen und im Übrigen Ditschis Argumentation folgen, würde das einfach darauf hinauslaufen, Streckenwanderungen ohne restriktive Etappenplanung gleichsam ›nach Kräften zu illegalisieren‹, wenn auch nur aus Unachtsamkeit. Immerhin hat man ja in Europa solche Fernwanderwege wie den E1 eingerichtet; also darf man sich wohl auch Gedanken darüber machen, wie sie mit vertretbaren Übernachtungskosten bewandert werden können und welchen Beitrag das Konzept der Naturlagerplätze dazu leisten könnte.
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  11. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #91
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    [Zitat Flachlandtiroler]
    Stimmt. Und dann sogar noch illegaler als illegal.
    Sorry Ditschi, aber nach illegal kommt bekanntlich... scheissegal

    Neben der eigenen Kostenrechnung der Naturlagerplätze gibt es nämlich noch einen zweiten Aspekt, der bei der Preiskalkulation beachtet werden will:

    Die Akzeptanz.

    Und zwar sowohl die Akzeptanz bei den prizipiell Zahlungswilligen (Preis zu hoch --> wandern woanders), als auch die der potenziellen Wildcamper (Preis zu hoch --> "wild"zelten).

    Natürlich kann ich auch hundert Euro verlangen und per Kontroletti durchsetzen. Aber dann ist das Projekt halt tot, weil keiner mitspielt.
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  12. Erfahren

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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #92
    Dem letzten Posting von Igelstroem kann ich nur in jedem Wort zustimmen.

    Im übrigen bekommt man bei dieser Diskussion ja fast den Eindruck, dass hier in Deutschland Langstreckenwanderer/Wildzelter(legal, halblegal oder illegal) ne riesige Horde, und damit ne große Plage sind. Ich glaube nicht, dass das so ist. Mir ist in den letzten Jahren bei meinen mehrtägigen Wanderungen in Deutschland höchstens ein Dutzend Gleichgesinnter begegnet - und davon waren höchstens ne handvoll mit Zelt unterwegs.

  13. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #93
    @ Igelström, ja, man darf sich Gedanken machen. Aber es wird kein Weg daran vorbei führen, daß jede Form von Kanalisierung zur Anpassung zwingt. Es sei denn, man gibt völlig frei. Aber dann ist es keine Kanalisierung mehr. Bis gespannt, ob Waldhexe einen anderen Weg für ihr Vorhaben findet? Denkbar ist so manches. Aber auch sie wird auf wirtschaftliche und rechtliche Hiindernisse stoßen und viel Überzeugungsarbeit leisten müssen.
    Aber wenn Du in irgend einem Teil der Welt in einem Nationalpark wandern willst, für den Permits ausgegeben werden, dann mußt Du verzichten, wenn Du kein Permit bekommst, weil voll ist. Das ist der Sinn von Permits.
    Mal grundsätzlich: wenn immer mehr Menschen auf einem vollen Planeten die Natur nutzen wollen, dann bedarf das der Regularien. Die sind mittlerweile weltweit zu finden in unterschiedlicher Form ,schränken natürlich die individuelle Freiheit ein und beschneiden die Vorstellung von einer ungeplanten Weitwanderung mit kostenloser Übernachtung, wo immer man möchte. Aber das führt zur " Illegalisierung" ? Wo steht denn geschrieben, daß der eigene Lustgewinn höchstes Rechtsgut ist und jede Form von Illegalität rechtfertigt?
    Ist es vermessen, darauf hinzuweisen, daß die Notwendigkeit einer Kanalisierung auch aus eigener Einsicht einmal zur Selbstbeschränkung führen könnte? Sollte??
    Schau einmal, was im Forum los ist. In einem thread wird gefordert, daß Falschparker, so wörtlich, " gnadenlos verfolgt" werden. Es wurde sogar aufgefordert, sie selbst anzuzeigen. Auch nur eine Owi. Da war ich es, der sich gegen die Mentalität des gegenseitigen Anzeigens der Bürger untereinander wehrte und stand ziemlich alleine. Wobei ich nichts dagegen habe, wenn die bestellten Ordnungskräfte gegen Falschparker vorgehen, Dafür werden sie bezahlt. Wenn es aber um die Owi "Wildcampen " geht, wo man selbst Täter ist, sieht die Sache natürlich völlig anders aus. Man verbittet sich schon den moralischen Zeigefinger. Der stört. Und da soll auch ja nicht von den Ordnungskräften kontrolliert werden. Haben die nichts besseres zu tun? Da stehe ich wieder fast alleine. Macht mir beides nichts. Ist schon spannend zu sehen, wie Menschen ihre Doppelmoral unter einen Hut bekommen.
    Ditschi
    Geändert von Ditschi (07.04.2016 um 17:06 Uhr) Grund: Man entdeckt immer wieder Schreibfehler

  14. Liebt das Forum
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #94
    Neben der eigenen Kostenrechnung der Naturlagerplätze gibt es nämlich noch einen zweiten Aspekt, der bei der Preiskalkulation beachtet werden will:

    Die Akzeptanz.
    So wie ich weiß, hat Dom das sogar in einer Umfrage erfragt. Und da wurde der Preis als völlig akzeptabel angesehen. Sogar eher zu niedrig.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

  15. Fuchs
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #95
    Zitat Zitat von Ditschi Beitrag anzeigen
    Mal grundsätzlich: wenn immer mehr Menschen auf einem vollen Planeten die Natur nutzen wollen, dann bedarf das der Regularien. Die sind mittlerweile weltweit zu finden in unterschiedlicher Form ,schränken natürlich die individuelle Freiheit ein und beschneiden die Vorstellung von einer ungeplanten Weitwanderung mit kostenloser Übernachtung, wo immer man möchte. Aber das führt zur " Illegalisierung" ? Wo steht denn geschrieben, daß der eigene Lustgewinn höchstes Rechtsgut ist und jede Form von Illegalität rechtfertigt?
    Nirgends. Aber ich gerate mit meiner Argumentation auch gar nicht in die Nähe einer solchen Position. Zum Beispiel habe ich die Legitimität des Nächtigungsverbots in Naturschutzgebieten und Nationalparks nie in Frage gestellt. Ich habe auch noch nie für ein Jedermannsrecht in Deutschland plädiert.

    Nur: Das Resultat der Kanalisierung sollte ein Kanal sein, oder besser eine wohlüberlegte Pluralität von Kanälen.

    Wenn man zum Beispiel durch die Naturlagerplätze das Aufenthaltsformat des ›Micro-Adventures‹ begünstigt, sollte man das Konzept nicht so gestalten, dass andere Formate wie die Streckenwanderung dadurch schwieriger werden. Das Regulierungskonzept ›Naturlagerplatz‹ hat als solches das Potential, sich für verschiedene Zwecke, d.h. für verschiedene Nutzergruppen zu eignen. Dieses Potential sollte man ausschöpfen. Mehr sage ich eigentlich nicht.
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  16. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #96
    Zitat Igelstöm:
    Nirgends. Aber ich gerate mit meiner Argumentation auch gar nicht in die Nähe einer solchen Position. Zum Beispiel habe ich die Legitimität des Nächtigungsverbots in Naturschutzgebieten und Nationalparks nie in Frage gestellt. Ich habe auch noch nie für ein Jedermannsrecht in Deutschland plädiert.

    Nur: Das Resultat der Kanalisierung sollte ein Kanal sein, oder besser eine wohlüberlegte Pluralität von Kanälen.

    Wenn man zum Beispiel durch die Naturlagerplätze das Aufenthaltsformat des ›Micro-Adventures‹ begünstigt, sollte man das Konzept nicht so gestalten, dass andere Formate wie die Streckenwanderung dadurch schwieriger werden. Das Regulierungskonzept ›Naturlagerplatz‹ hat als solches das Potential, sich für verschiedene Zwecke, d.h. für verschiedene Nutzergruppen zu eignen. Dieses Potential sollte man ausschöpfen. Mehr sage ich eigentlich nicht.
    So kann ich zustimmen, denn das ist -- insbesondere im letzten Absatz-- eine konstruktive Kritik. Ich gebe sie mal so weiter.
    Ich spiele natürlich etwas den Lockvogel. Alle beeilen sich zu sagen, daß sie Dominiks Arbeit und die seiner Helfer so toll finden, und dann wird doch verschämte Kritik sichtbar. Zum einen am Preis, wobei die Diskussion bis post 54 m.E.sachlich war. Die " Mehrklassengesellschaft" ( bei 10,-€ ! ) war wohl Auslöser für eine etwas heftigere Debatte.
    Zum anderen war mir klar, daß diese Form von Naturlagerplatz eigentlich denen stinken muß, die es -- außerhalb des Nationalparks-- gewohnt sind, erlaubt oder unerlaubt umsonst zu zelten, woimmer sie wollen. So ein Naturlagerplatz kann dann schon als eine Art moralische Verpflichtung angesehen werden, ihn auch zu nutzen. Daß das nicht jedem ins Konzept passen kann, war mir eigentlich klar. Gut, daß es dann auch mal so auf den Tisch kommt.
    Ditschi

  17. Dauerbesucher
    Avatar von Sternenstaub
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #97
    tststst.
    Du machst den Lockvogel? Für wen?
    Du gibst weiter? an wen?
    Du machst die skurile Diskussion an Post 54 fest? ahja

    werter Herr Ditschi, ist das nicht ein wenig entlarvend?

    Warum sollte sich übrigens jeder beeilen zu schreiben, dass er Dominiks Arbeit ( und die der anderen) wertschätzt? Das ist mal wieder eine lustige Unterstellung. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass man so etwas schreibt, weil man es meint. OT: Jedenfalls ist es bei bei mir so.
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  18. AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #98
    Leute - das Thema ist spannend, insbesondere aufgrund der unterschiedlichen Sichtweisen. Ich finde es aber sehr anstrengend, die persönlichen Zwischentöne mit lesen zu müssen. Ich weiß nicht, welche Befindlichkeiten und Geschichten dahinter stecken, aber ich möchte darum bitten, diesen Thread damit nicht zu zerfransen.

    DANKE!
    Offizieller Ansprechpartner: Naturlagerplätze - Eifel

  19. Liebt das Forum
    Avatar von Becks
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    #99
    @Sternenstaub

    Also bei deiner Argumentationsweise hoffe ich doch sehr, dass Du in einem altertümlichen Gibelzelt von der Heilsarmee und in Lumpen herum ziehst und Dich von kostenlosen Suppenküchen versorgen lässt. Solltest Du dagegen wie der übliche Outdoortourist auch schon zig hundert Euro für die Ausrüstung rausgeworfen haben, dann erübrigt sich die Debatte. Wer Kohle für die Ausrüstung, nicht aber für die Unterkunft unterwegs hat, der hat falsch geplant.

    Wie man bei 5 Euro Kostendifferenz zwischen zwei Plätzen überhaupt von Wucher oder überteuert reden kann, ist mir schleierhaft. Wenn es zu viel verlangt ist, für eine legale Übernachtung in einer schützenswerten Umgebung mal einen Fünfer mehr als beim Kanuclub zu zahlen (der weniger Aufwand mit der Bereitstellung enes Platzes hat), dann bleib doch bitte einfach dauerhaft dort.

    Wenn mir jemand eine Plattform hinstellen würde, mit der ich ohne Flurschaden mitten in einer Schutzzone schlafen kann (plus Klo nebendran), dann würde ich ohne mit der Wimper zu zucken die 10 Euro in eine Kasse stopfen. Soviel Geld ist mir der Support für den Erhalt meiner Umwelt gerade noch so wert.


    Also ehrlich....
    After much research, consideration, and experimentation, I have decided that adulthood is nothing for me. Thank you for the opportunity.

  20. Alter Hase
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    AW: Naturlagerplätze in der Eifel: outdoorseiten.net e.V. ist dabei

    Überheblichkeit muss man sich leisten können.
    Aber, es gibt auch Forenteilnehmer, die nicht so in goldenen Butterfässern wohnen, Becks.
    Und aus Versehen haben die noch paar Kinder an der Backe, oder ein juristisch nicht so talentierter Anwalt oder Richter hat eine Klage aus Zeitmangel,-hm warum wohl auch immer, verjähren lassen, so dass sie den Delequenten viele tausende kostet.

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