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  1. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #21
    Zitat Zitat von Benzodiazepin Beitrag anzeigen
    sammy, bist du sicher dass das nicht verromantisierte Vorstellungen sind? gesund ist es für die porter bestimmt nicht.
    meine porter mussten bisher höchstens 15kg von mir + ihr eigenes zeug (wenig) tragen. sie haben sich darüber jedenfalls nicht beklagt. jedoch habe ich vor allem im Schnee schon ein paar getroffen, die mit ihren lasten echt mühe hatten.
    KLAR is des "rosa" gesehen.

    Allerdings, wenn Dich auf dem Weg von Dingboche nach Namche 2 "Deiner" Träger (2X20+10) lachend im Laufschritt Überholen weilsie ne Wette am laufen haben wers schneller schafft, dann darf man das ganze auch nicht zuuuu "schlimm" sehen.

    ...OK, die beiden haben dann hinter der Übrnächsten Kurve gewartet weil sie dann mit mir eine rauchen wollten ...

  2. Anfänger im Forum

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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #22
    1. Träger ≠ Sherpa! Die Sherpa sind eine Volksgruppe, die heute überwiegend in der Khumbu-Region lebt. Sherpa ist nicht die Bezeichnung für einen Träger (s. Wikipedia, usw.)

    2. Wenn du sowieso nicht so viel dabei hast und selbst oudoorerfahren bist UND es noch gewohnt bist, deine Sachen selbst zu tragen. Warum tust du es nicht?

    3. zu dem Thema wie viel Lasten ein Träger "gerne" trägt und wie gut es ist, dass er überhaupt so eine Arbeit hat: es mag ja sein, dass es für viele Männer in Nepal eine lukrative Einnahmequelle ist, für Agenturen als Träger zu arbeiten. Man darf aber nicht vergessen, dass sie für die Trekkingsaison dann nicht in ihrer Heimat sind und da viele Menschen in Nepal von Landwirtschaft leben, bedeutet dass, dass sie nicht beim Bestellen der Felder usw. helfen können, was dann wiederum dazu führt, dass die bäuerlichen Strukturen (ob man sie jetzt gut findet oder nicht) erodieren und die Menschen noch abhängiger vom Tourismus werden ...
    Außerdem sollten wir als reiche Westler nicht vergessen, dass uns Gesundheit schon als ein hohes Gut erscheint. Man kann viel darüber erzählen, wie stark die Nepali seien oder dass sei "anders" seien als wir, am Ende bleibt trotzdem, dass viele Träger schon in relativ jungen Jahren mit massiven Rücken- und Beinproblemen zu tun haben (s. Ärzte ohne Grenzen, usw.)

    Man sollte nicht so tun, als würde man den Menschen etwas Gutes tun, wenn man sie als Träger arbeiten lässt. Man gönnt sich damit einen postkolonialen Luxus, der natürlich für die Menschen einen positiven Effekt hat. Aber er hat auch negative Effekte. Wenn man wirklich etwas Gutes tun will, sollte man vielleicht direkt ein Projekt unterstützen
    Geändert von Quecky (19.03.2016 um 18:20 Uhr)

  3. Lebt im Forum
    Avatar von derSammy
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #23
    @quecky..stimmt sicherlich "im Ansatz"...

    Nur:

    Warum sind nach dem Erdbeben ganze Dörfer (grad abseits der Touri-Gebiete) leer und die Bewohner in KTM.....?

    lauf mal von Jiri nach Lukla...

    Glaubst Du ernsthaft dass der Kollege besser dran ist wenn er keine 50 KG Tourigepäck mehr trägt, sondern stattdessen seinen 750PS Fendt Traktor rausholt um Baumaterial, Brennholz, Saatgut, seine Ernte von A nach B zu fahren? ...ach so, stimmt, das trägt er ja auch...dann halt bis zu 100 KG.

    Jetzt ist Deine Brilla ein bissl rosa....

  4. Liebt das Forum
    Avatar von Vegareve
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #24
    OT: Was heisst denn "arbeiten lässt" ? Die Menschen sind erwachsen und können freiwillig entscheiden, ob sie Lasten tragen oder Kartofell bauen. Mit dem ersteren verdienen sie viel mehr in viel kürzeren Zeit (ausserdem können die heimgebliebene Frauen nach der Ernte schauen). Ich fände es eher europäisch arrogant, mich da einzumischen.
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  5. Gerne im Forum
    Avatar von TARunner
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #25
    Zitat Zitat von Johannes2801 Beitrag anzeigen
    Ne, Hauser stellt keine Tasche, zumindest nicht bei der Tour. Dafür bekommt man bei der Buchung einen Gutschein für den Hauser-Shop, den man bspw. gegen eine Trekkingtasche eintauschen kann. Die kommt mir mit 90 Liter aber sehr groß vor.
    Hi, um nochmal zurück zu kommen zur Frage.
    Wir hatten in Nepal damals eine vom DAV Summit Club dabei. Ca 90-100l (gab es praktischer Weise über einen Gutschein der bei der Reise dabei war, also so ähnlich wie bei Dir). Natürlich etwas zu groß aber man schmeißt eben alles rein und muss nicht viel packen. Nur auf das Gewichtslimit achten.
    Praktisch sind die Rollen und der verstärkte Boden gewesen (für den Flug).
    Gepackt von den Trägern (immer 2 Taschen von einem Träger) sind sie etwas "gestaucht" worden:




    War ziemlich perfekt.

  6. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #26
    Zitat Zitat von Quecky Beitrag anzeigen
    2. Wenn du sowieso nicht so viel dabei hast und selbst oudoorerfahren bist UND es noch gewohnt bist, deine Sachen selbst zu tragen. Warum tust du es nicht?
    Zu Deinem Punkt 3. lässt sich sicher trefflich diskutieren -- vielleicht nur zu 2.:
    Wer sich schon mal für grössere Höhen akklimatisiert hat, weiss wieviel jedes Kilo ausmacht.
    Man darf sich tunlichst nicht überlasten (Pulsfrequenz etc.), und das wird mit den "gewohnten Sachen" auf dem Rücken und einer gegebenen Etappenteilung u.U. sehr sehr schwierig.
    Bei gegebenem Zeitrahmen und nicht vorhandener Höhenerfahrung halte ich es für empfehlenswert, entweder ein Lodgetrekking mit kleinem Rucksack zu machen (was auch nichts anderes heisst, als das jemand anderes dein Essen, Brennstoff etc. heranschleppt) oder sich eben beim Schleppen helfen zu lassen.
    Dann lieber auf gute Ausstattung der Träger achten und denen nicht soviel Krempel einpacken.
    Meine Reisen (Karte)

  7. Fuchs

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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #27
    Zitat Zitat von Quecky Beitrag anzeigen
    3.
    Außerdem sollten wir als reiche Westler nicht vergessen, dass uns Gesundheit schon als ein hohes Gut erscheint. Man kann viel darüber erzählen, wie stark die Nepali seien oder dass sei "anders" seien als wir, am Ende bleibt trotzdem, dass viele Träger schon in relativ jungen Jahren mit massiven Rücken- und Beinproblemen zu tun haben (s. Ärzte ohne Grenzen, usw.)


    Eigentlich gibt es für die Träger in Nepal gesetzliche Vorgaben,wieviel dürfen Sie tragen, wie lange usw. Aber wenn man, wie so oft, von der Hand in den Mund lebt und auch keine Kontrolle existieren, werden diese Vorgaben nicht eingehalten.

    Westliche Touristen werden da von den Trägern relativ gern gesehen, weil sie gut bezahlen, wenig handeln und meist eher weniger Gepäck haben. Chinesische Touristen sind da eher unbeliebt, weil sie schlecht bezahlen, viel handeln, und es vorkommt das sich zwei/drei Leute einen Träger "teilen" und ihn dabei komplett überladen.

  8. Alter Hase
    Avatar von peter-hoehle
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #28
    Zitat Zitat von Ingwer Beitrag anzeigen
    Eigentlich gibt es für die Träger in Nepal gesetzliche Vorgaben,wieviel dürfen Sie tragen...
    In Peru, also auf dem Inka-Trail dürfen die Träger max. 20 kg tragen.
    Das wird an Anfang, unterwegs als Stichprobe und an Ende der Tour kontrolliert.
    Bei Übergewicht droht Konzessionsentzug.
    Die Folge: Die Träger haben weniger Rückenprobleme.
    Es haben mehr Träger Arbeit.
    Für den Treckteilnehner wird es teurer (extra Träger) oder er nimmt weniger mit.
    Hier ein Bild mit den Packsäcken der Träger (weinrot). Jeder Träger nur ein Packsack.
    Der Rest sind Gepäck der Teilnehmer und noch nicht verpackte Sachen.



    Alles in Allem eine gute Lösung. (Stand 2009)

    Gruß Peter
    Wir reis(t)en um die Welt, und verleb(t)en unser Geld.
    Wer sich auf Patagonien einlässt, muss mit Allem rechnen, auch mit dem Schönsten.

  9. AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #29
    Oh, eine Grundsatzdiskussion...

    Ich habe den Eindruck, dass sich hier zwei Fragen miteinander vermischen, nämlich die Bedingungen, unter denen die Träger das Gepäck der Touristen tragen und die Frage, ob man sich als westlicher Tourist überhaupt von einem einheimischen Träger sein Gepäck tragen lassen sollte. Die Bemühungen, die ich bisher recherchiert habe, setzen vor allem bei Punkt 1 an. Also nicht das Trägerwesen an sich wird in Frage gestellt, sondern die Arbeitsbedingungen sollen verbessert werden. Da spielt das Gewicht des Gepäcks sicherlich eine wichtige Rolle, aber auch Fragen zur Versicherung und zur Ausrüstung werden gestellt.

    So heißt es bei der Kampagne "Trekking Wrongs: Porters’ Rights" der britischen NGO Tourism Concern: "We do not want people to stop trekking – porters need the work. Instead, we have collaborated with the trekking industry and UK tour operators to develop a code of practice highlighting minimum standards of working conditions that could be used as a basis for policies on porters’ rights." Auch die International Porter Protection Group (IPPG) setzt an dem Punkt an.

    Zitat Zitat von Quecky Beitrag anzeigen
    1. Träger ≠ Sherpa! Die Sherpa sind eine Volksgruppe, die heute überwiegend in der Khumbu-Region lebt. Sherpa ist nicht die Bezeichnung für einen Träger (s. Wikipedia, usw.)
    Ich hab mich hier u.a. auf den Lonely Planet-Guide berufen, der im Englischen zwischen "Sherpa" und "sherpa" unterscheidet. Dass das eine Verallgemeinerung ist, ist mir natürlich auch klar.

    Zitat Zitat von Flachlandtiroler Beitrag anzeigen
    Wer sich schon mal für grössere Höhen akklimatisiert hat, weiss wieviel jedes Kilo ausmacht.
    Man darf sich tunlichst nicht überlasten (Pulsfrequenz etc.), und das wird mit den "gewohnten Sachen" auf dem Rücken und einer gegebenen Etappenteilung u.U. sehr sehr schwierig.

    Dann lieber auf gute Ausstattung der Träger achten und denen nicht soviel Krempel einpacken.
    Guter Punkt!
    Meine Touren auf: www.per-pedes-online.de

  10. Fuchs
    Avatar von Ultraheavy
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #30
    OT:
    Zitat Zitat von derSammy Beitrag anzeigen
    ...einem g´standenen Porter 20Kg zu geben, ist wie einem g´standenen Bayern ein 0,2er Kölsch hinzustellen.



  11. Anfänger im Forum

    Dabei seit
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    AW: Nepal: Welche Tasche für den Sherpa packen?

    #31
    Hallo Jahannes,

    bietet Hauser hier kein Packsack für die Sherpa an? Ansonsten würde ich aus Gewichts- und Preisgründen vor Ort kaufen. Das erleichtert die Qual der Wahl für das Fluggepäck. Ich habe leider auch schon gesehen, dass ein Sherpa für mehrere Packsäcke "verantwortlich" ist. Der Umgang mit dem Gepäck sollte zwar sorgsam sein, aber da gibt es wohl unterschiedliche Auffassungen. Also sensibles Zubehör in den Daypack Rucksack. Die Annapurna-Runde ist etwas leichter als z.B. die Basecamp -Tour. Aber trotzdem wirst Du schnell dankbar sein, nicht alles selbst schleppen zu müssen. Wenn es in der Gruppe einheitliche Bags gibt helfen farbige Kabelbinder, um sein Gepäck wieder zu finden . Die Fotos zeigen Dir ja, dass unsere Sorgen eher keine Herausforderung darstellen. Nepal ist, wie auch viele andere Ecken in unserer Welt, ein Land welches unheimlich erdet....
    Wichtig sind zuverlässiges Gurtsystem, Nässeschutz und ein vernünftiger Reissverschluss insbesondere bei den Nepal/China Kopien.... Da ist dann günstig nicht alles und es hilft nur noch Panzer-Tape.

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