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  1. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #1
    Mitreisende: evernorth
    Reisezeit: 31.08.2015 - 11.09.2015


    Wie alles begann.....



    Wenn ich es mir recht überlege, sollte es eigentlich eine große Tour durch den Sjunkhatten Nationalpark werden.
    Anregungen gab es einige, doch vor allem berniehh´s Bericht hatte bei mir für genügend Interesse gesorgt.
    Doch es kam anders. Mein Hauptaugenmerk richtete ich auf meinen Lyngen - Trek: Lyngen På Langs, den ich schließlich und unbedingt noch vervollständigen wollte. Den musste ich nehmlich 2014 zur Hälfte wegen Knieproblemen abbrechen.
    Etwa 80% meiner Vorbereitungszeit investierte ich also in meine Lyngen - Traverse. Ich hatte aber ein Problem: Es waren ja nur noch vier Tour - Tage zu absolvieren. Mit Reserve - Tagen kam ich auf etwa 1 Woche. Das war mir aber deutlich zu kurz und zu wenig. Was sollte ich also tun?
    Nun, ich entschied mich - im Anschluss an die Lyngen - Tour - mit dem Flieger nach Bodø zu fliegen. Mir blieben exakt 10 Tour - Tage, eigentlich ein gutes Polster, doch die Sache hatte von Anfang an einen Haken: Um weitere Transporte und Kosten zu vermeiden, wollte ich auf etwa dem selben Weg wieder zurück nach Bodø.
    Diese Entscheidung sollte ich später noch bitter bereuen, doch ich will an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten.

    be continued


    Geändert von evernorth (06.03.2016 um 20:45 Uhr) Grund: Korrektur
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  2. Fuchs
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #2
    31.08.15


    Along the coastline.......


    Ankunft in Bodø gegen Mittag. Hier ist es trocken, sonnig und: Kalt - richtig kalt! Es trifft mich wie ein eisiger Schlag. Deutlicher kann ein empfundener Temperaturunterschied nicht ausfallen. Während ich Tromsø im strömenden Regen, aber bei angenehmen 16º C verlassen hatte, zeigt das Thermometer hier nur 7º C an. Ich friere und bin froh, in einem geheizten Taxi zu sitzen. Als ich bei dem Zeltplatz in Bodøjøen aussteige, stehen auf der hinteren Wiese tatsächlich drei Zelte. Ich habe diesmal sogar zwei Zelte mit und baue nun erst einmal mein neues Akto auf, das ich gebraucht zu einem guten Preis erwerben konnte.
    Wer fragt danach, warum ich ein zweites Zelt mitführe? Na, weil ich es kann! Nein, Spaß beiseite,
    denn natürlich kann ich nur in einem Zelt zur Zeit schlafen. Ich wollte einfach auf zwei verschiedenen Touren ein jeweils anderes Zelt nutzen. Auf meiner Lyngen - Tour wollte ich von Anfang an das etwas leichtere Tarptent Moment mitnehmen und für den Sjunkhatten dachte ich mir, wäre doch das Bau - ähnliche Akto ganz vortrefflich. Natürlich wollte ich wissen, welches sich besser bewähren würde. Wie der Vergleich ausgefallen ist, kann hier nachgelesen werden.
    Ich muss etwas suchen, um noch einen trockenen Platz zu finden, denn Teile stehen unter Wasser, oder sind sehr nass und aufgeweicht. Kaum habe ich das Zelt aufgebaut, geht auch schon ein längerer Regenschauer nieder. Für eine halbe Stunde kann ich das Zelt nicht mehr verlassen.
    Für den morgigen Tag - meinem Tour - Start - ist eine deutliche Wetterbesserung vorausgesagt und die nächsten 2-3 Tage soll es stabil und gut werden. Ich kann es kaum erwarten bis es losgeht. Da mir immer noch kalt ist, habe ich noch eine weitere Schicht Kleidung übergezogen,
    doch die Kälte will einfach nicht weichen und ich bin erstaunt, wie sehr ich hier herum fröstel.
    Nach einem kleinen Weg zu Fuß erreiche ich das City Nord Einkaufszentrum, nach eigenen An-
    gaben das größte Einkaufszentrum in Nordnorwegen. Der Betreiber des Campingplatzes ist sich ganz sicher, dass ich alle Dinge, die ich noch für meine Tour brauche, hier bekomme. Er sollte Recht behalten: Spiritus an der Tankstelle auf dem Wege, Proviant und selbst eine Karte für relativ wenig Geld kann ich dort erstehen. Ein, zwei Bier, etwas Obst und eine leckere Mahlzeit kommen noch hinzu. Am Abend nutze ich noch das kostenlose Internet auf dem Platz, doch der Empfang ist ausschließlich im unmittelbaren Umfeld der Rezeption möglich. Immer wieder reisst die Verbindung ab und muss neu hergestellt werden. Das macht mir irgendwann keinen Spass mehr und ich gehe früh schlafen.


    01.09.15

    Schon gegen acht Uhr bin ich wach, frühstücke noch mal in aller Ruhe und packe danach meine Sachen. Nachdem ich in der Rezeption das zweite Zelt und andere, nicht benötigte Ausrüstung zur Aufbewahrung abgegeben habe, mache ich mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Ich habe mir eine Busverbindung anhand des ausgehängten Streckenplanes rausgesucht, die mich eigentlich dicht an meinen Startpunkt bringen soll. Etwas zu spät bemerke ich, dass der Bus doch ein gutes Stück daran vorbei fährt. So steige ich erst an der Endstation aus und stelle anhand der Karte fest, dass ich bestimmt zwei bis drei Kilometer wieder zurückgehen muss. Entlang einer viel befahrenen Straße macht mir das absolut keinen Spass, doch erst als ich den Scheitelpunkt einer Anhöhe erreicht habe, entdecke ich einen gut sichtbaren Pfad, der mich schnell und durch Baum- und Busch- bewachsenes Terrain auf einen felsigen Grad führt. Unter mir liegt das Zentrum von Bodø. Ein schöner Ausblick, aber die dunklen Wolken zeigen noch keine Wetterbesserung an.





    Ich passiere einen stattlichen Funkturm und von nun an führt mich ein weiterer Pfad wieder ein Stück hinunter. So geht es eine ganze Weile bis ich plötzlich und unverrichteter Dinge auf einem großen Parkplatz stehe: Der Startplatz. Die ganze Aktion hat natürlich Zeit gekostet, aber das stört mich nicht. Ich möchte heute nur ein gutes Stück Entfernung von den Randgebieten der Stadt und mir erreichen. Der Ortsteil heißt Rønvik, und hier starte ich also meine Sjunkhatten - Tour. Ich laufe anfänglich auf festen Wegen, passiere zunächst Vollvatnet, dann Svartvatnet. Ein Weg zeigt zum Keiservarden, Hausberg und Aussichtsberg von Bodo schlechthin. Da will ich jetzt nicht rauf, das kann auch noch bis zu meiner Rückkehr warten. Ich will weiter, denn mittlerweile ist die Zeit schon recht weit fortgeschritten. In ein bis zwei Stunden will ich mich bereits nach einer Camp - Stelle umsehen. Die Orientierung ist leicht, doch der Weg wird anstrengender, weil es jetzt stetig bergauf geht. Keiservarden liegt auf 366m und mittlerweile laufe ich auf fast ähnlichem Höhenniveau. Ich befinde mich in den Randausläufern des Løpsfjellet. Die Suche nach einer Camp - Stelle wird durch die Trinkwasser - Situation sehr erschwert. Wasser gibt es reichlich, doch es gibt nur wenig fließendes Wasser. Meist ist es sehr morastig und nass ringsherum, sicher verstärkt durch die reichlichen Niederschläge der letzten Tage. Schließlich finde ich nur wenig abseits des Weges einen schönen Platz mit einem prächtigen Blick auf die Küste und die Insel Vågoya. Selbst fließendes Wasser finde ich nach einem kurzen Fußweg. Das schöne Wetter ist heute leider ausgeblieben; meine Hoffnung ruht ganz auf morgen. Hier oben befinde ich mich immer noch in den Randbereichen eines beliebten Ausflugsziels der Bewohner von Bodø. Bis in die Dämmerung hinein höre ich noch häufig Stimmen, zuletzt ganz in der Nähe, doch schließlich hört auch das ganz auf. Dann nur noch Stille.




    Bewölkt, doch gute Fernsicht







    Camp 1 - zu Beginn des Løpsfjellet


    to be continued...
    Geändert von evernorth (06.03.2016 um 20:47 Uhr)
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  3. Fuchs
    Avatar von OttoStover
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #3
    Im looking forward to the continuation of this story. It is always interesting to see your own "back yard" through the eyes of a complete stranger. Btw a nice picture of your tent with the island Landegode in the background.
    Otto
    Ich lese und spreche Deutsch ganz OK, aber schreiben wird immer Misverständnisse.
    Man skal ikke i alle gjestebud fare, og ikke til alle skjettord svare.

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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #4
    Sehr schöne Bilder - bitte mehr davon

  5. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #5
    Zitat Zitat von maxz Beitrag anzeigen
    Sehr schöne Bilder - bitte mehr davon
    Danke. Geht hier bald weiter und weitere, schöne Bilder kann ich ebenfalls in Aussicht stellen.
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  6. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #6
    02.09.15

    Noch vor dem eigentlichen Aufwachen nehme ich wahr, wie hell es plötzlich in meinem Akto geworden ist, und richtig, nachdem ich den äußeren Reißverschluss etwas geöffnet habe, schlägt mir schönstes Sonnenlicht in mein verschlafenes Gesicht. So macht das anschließende Aufstehen natürlich doppelt Spaß. Ich habe gerade meinen Toilettengang erledigt, drehe mich um und schaue ihm genau in seine Augen: Ein wunderschöner Rotfuchs steht vor mir, mustert mich ausgiebig und kommt neugierig, ja fast schon sorglos näher. Ich bin natürlich sehr überrascht und kann gewiss nicht behaupten, auch nur annähernd auf eine solche Begegnung vorbereitet zu sein. Sehr beeindruckt registriere ich, daß es sich um ein sehr gut genährtes Tier mit einem mächtigen, buschigen Schwanz handelt, wie ich ihn selbst auf Fotos noch nie zuvor so gesehen habe. Mit ruhigen, langsamen Bewegungen gehe ich die drei Schritte zum Zelt und hole meine Kamera sehr vorsichtig aus der Zoom - Tasche. Das Tier kommt immer noch langsam auf mich zu. Im Inneren jubiliere ich bereits bei dem Gedanken an die gewiss großartigen Fotos, die ich gleich machen werde. Doch es kommt anders als geplant, denn meine Kamera verweigert mir den Dienst. Die Batterie zeigt komplett leer an. Ich bin fassungslos, hatte ich doch gestern erst einen frischen, Akku eingelegt. Der Original - Akku zeigte nämlich nur noch einen von drei Teilstrichen an. Bevor ich nun - spür- und sichtbar hektischer - den Akku erneut gewechselt habe, wird es dem Fuchs wohl etwas langweilig, und enttäuscht verschwindet er im Dickicht. Ich fühle mich niedergeschlagen, da so eine Gelegenheit kaum ein zweites Mal wiederkommt.
    Doch was ist das für ein Energie - Problem mit der Kamera? Ich lege den Fremdakku erneut ein, und - Überraschung - er zeigt die volle Ladekapazität an. Ich mache ein paar Probeaufnahmen, doch schon beim dritten Schuss verweigert die Kamera die Auslösung: Akku leer. Ich habe drei Akkus mit, obschon einer gewöhnlich für mehr als eintausend Fotos reicht. Auch mein zweiter Fremdakku versagt dazu auf ganzer Linie. Beide Fremdakkus sind gerade mal dreieinhalb Jahre alt. Na Bravo, das hat mir als leidenschaftlicher Fotograf gerade noch gefehlt. Warum habe ich die im Vorlauf der Reise nicht noch einmal getestet? Um es vorwegzunehmen: Der Original - Akku mit seiner ein Drittel - Ladekapazität hat tatsächlich noch locker bis zum Ende der Reise gehalten. Mein Vertrauen in Fremdakkus ist allerdings nachhaltig beschädigt und bereits kurz nach meiner Rückkehr habe ich mir einen weiteren Original - Akku zugelegt.
    Langsam beruhige ich mich wieder. Das wird schon. Ein Frühstück in herrlicher Sonne trägt sein Übriges bei. Mein heutiger Weg soll mich noch bis zum Steigtinden bringen. Am Fuße dieses sehr reizvollen Aussichtsberges will ich mein zweites Camp errichten. Die Voraussetzungen für einen schönen Sonnenuntergang sind für heute wohl auch gegeben. Den möchte ich gerne auf dem Gipfel erleben. Gegen 9 Uhr 30 breche ich dann endlich auf. Zügig gewinne ich etwas an Höhe und von nun an begleitet mich die meiste Zeit ein großartiger, meist freier Blick auf die phantastische Küste entlang des Landegodefjorden. Immer wieder geht mein Blick hinüber zur Landegode - Insel Vågøya. Schon früh zeigt mir ein Wegweiser den Weg zum Skautuva, ein weiterer, aber weniger spektakulärer Aussichtsberg.










    Bodø ist noch nicht weit - edle Marina mit Wohnhäuser? Otto?



    Eine der zahlreichen, kleinen Inseln



    Der Weg ist anfangs nicht zu verfehlen - hier fast wie auf dem Kungsleden


    Die Landschaft hier oben ist wenig spektakulär, gefällt mir aber trotzdem ganz gut, auch, wegen der zahlreichen Seen. Die ersten, kleinen Seen beginnen bereits am Ende des Løpsfjellet, die größeren folgen im Middagsdalfjellet mit dem Sandjordvatnan.Ich komme gut voran, doch die zahlreichen Foto - Pausen lassen die Zeit ungewöhnlich schnell vorüber gehen. Unterwegs brausen zwei Jugendliche mit ihren imposanten Fatbikes an mir vorbei, die einzigen Menschen, denen ich heute begegnet bin. Plötzlich sehe ich noch das Hurtigruten - Schiff auf seiner Weiterfahrt nach Stamsund / Lofoten, während es die Landegode - Insel schon fast passiert hat.












    Hurtigruten - Schiff vor Landegode


    Vielleicht mache ich zu viele Pausen heute, doch als ich endlich auf dem Skautuva stehe und die wirklich schöne Aussicht auf die Valvika und den Orten Skau, Mulstranda und Fagervik genieße, ist es schon gegen achtzehn Uhr. Auch wenn die Aussicht heute rundherum prächtig ist, muss ich mich wirklich sputen, wenn ich zum Sonnenuntergang noch auf dem Gipfel des Steigtinden sein will. Ein See gefällt mir allerdings besonders: Der Rundvatnet besitzt nämlich eine kleine Insel, auf der sich ein kleiner See befindet. Der Steigtinden grüßt schon wuchtig herüber. Also los, weiter.








    Auf dem Skautuva



    Blick vom Skautuva





    In der Mitte die Erhebung des Steigtinden



    Steigtinden etwas größer



    Skauskardvatnet



    Derselbe, rechts der Rundvatnet



    Rundvatnet, gut sichtbar die kleine Insel mit dem See




    Ich steige nun sehr zügig ab zum Skauskardet und lasse den Skauskardvatnet hinter mir. Anschließend geht es wieder recht steil aufwärts. Am Ende des Tonfjellets, in der Nähe eines kleinen Sees, finde ich eine gute und ebene Stelle für mein Camp. Ich bin jetzt sehr in Hektik, denn für den Sonnenuntergang wird es sehr, sehr knapp. Mit Fotoausrüstung und Stativ sprinte ich auf den mächtigen Sockel des Steigtinden zu. Ich bin zwar schnell, doch der Weg zieht sich und wird lang und länger. Gerade als die untergehende Sonne dem Horizont schon bedenklich nahe rückt, erreiche ich den Fuß des Berges. An einen Gipfelaufstieg ist jetzt leider nicht mehr zu denken. Rasch suche ich mir eine gute und erhöhte Position. Schnell baue ich das Stativ auf und montiere die Kamera. Die Fotos schieße ich zum perfekten Zeitpunkt. Gute Entscheidung und sie gelingen auch. Das ganze dauert nur wenige Minuten, dann ist die Sonne untergegangen und es wird schnell dunkel. Rasch haste ich zurück zu meinem Zelt, bei der Dunkelheit fordert jeder Schritt besonders wachsame Augen. Auch die vereinzelten Steinmänner sind jetzt schlechter auszumachen. Schließlich erreiche ich dankbar und wohlbehalten mein Zelt. Ich freue mich nun sehr auf eine warme Mahlzeit. Vorher wasche ich mich noch am See. In meinem ebook, dass ich mir Gewicht - sparend auf das Mobiltelefon geladen habe, lese ich anschließend nur wenige Seiten. Immer wieder fallen mir die Augen zu. Ich lege es beiseite und gebe mir die Erlaubnis endlich zu schlafen. Was für ein Tag. Kein Ton mehr danach.








    be continued....
    Geändert von evernorth (06.03.2016 um 20:48 Uhr)
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  7. Neu im Forum

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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #7
    Wann geht es denn weiter?
    Ich warte hier ungeduldig.

  8. Erfahren
    Avatar von Lynness
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #8
    Wow unglaublich scharfe Bilder mit vielen Details im Kleinen.

    Mit welcher Kamera hast du fotografiert?

    Danke für deinen Bericht jetzt schon.


    just my two cents
    Gruß Lynness

  9. Gerne im Forum
    Avatar von Baumann
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #9
    Zitat Zitat von Lynness Beitrag anzeigen
    Wow unglaublich scharfe Bilder mit vielen Details im Kleinen.

    Mit welcher Kamera hast du fotografiert?
    OT: Das ist weniger die Kamera, als die nachträgliche Bearbeitung der Bilder.


    Mich würde es aber auch interessieren wie es weiter geht, denn der Sjunkhatten steht auch noch zur Auswahl für dieses Jahr

  10. Erfahren
    Avatar von Lynness
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #10
    kann schon sein, dass die Schärfe digital nachreguliert wurde.

    Aber wo kein kleines Detail (wasser wellen, spiegelungen), kann dieses auch nicht nachgeschärft werden. Und die Schärfe ist auf den Bildern eben erstaunlich - im Detail!
    Gruß Lynness

  11. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #11
    Zitat Zitat von kirk Beitrag anzeigen
    Wann geht es denn weiter?
    Ich warte hier ungeduldig.
    Morgen wird wohl der nächste Teil fertig.

    Kamera? Pentax K5, mit dem vielgeschmähten Pentax 18-135.
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  12. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #12
    03.09.15

    Am Morgen weiss ich schon nach dem Aufwachen, dass der Tag wieder schönes Wetter für mich bereit hält. Das ist gerade heute sehr willkommen, will ich doch auf den Steigtinden gehen. Nach dem Frühstück will ich möglichst wenig Zeit verlieren und so komme ich gegen neun Uhr los. Irgendwie dauert es doch immer anderthalb bis zwei Stunden nach dem Aufwachen, bis alles verstaut ist und ich abmarschbereit bin. Doch das erste, dazu noch völlig überraschende, Highlight des heutigen Tages lässt nicht lange auf sich warten. Ich habe mich vielleicht zehn Minuten von meiner Camp - Stelle entfernt, da läuft eine kleine Herde junger Rene vielleicht dreißig Meter, leicht unterhalb, an mir vorbei. Doch schon haben sie mich gewittert und natürlich auch gleich gesehen. Sie bleiben stehen und wittern weiter in meine Richtung. Dann folgt der majestätische Auftritt eines alten Bullen, der aber ungerührt und in maximal fünfundzwanzig Meter Abstand gelassen weiter weidet. Ich bleibe stehen und kann, zunächst hastig, dann aber doch in aller Ruhe die Kamera aus meiner Bereitschaftstasche ziehen. So bekomme ich die vielleicht besten Rentier - Aufnahmen, die ich bisher in Norwegen und Schweden machen durfte. Der Höhepunkt folgt, wie so oft, zum Schluß: Der mächtige Bulle schreitet in nur noch fünfzehn Metern Entfernung an mir vorbei. Dankbar für diesen besonderen Augenblick, setze ich meinen Weg fort.




    Camp 2; im Hintergrund Skautuva





    Steigtinden voraus













    Abgang des prächtigen Bullen


    Ich bin jetzt etwa in 540m Höhe. Zum Gipfel des Steigtinden auf knapp 800m sind es also noch ein paar Meter. Rasch habe ich den Sockel erreicht und die Markierungen führen zunächst wieder etwas abwärts. Laut Karte gabelt sich der Weg etwas später: Eine Linie zieht zum Gipfel, die andere führt hinunter zum Innervatnet. Plötzlich zieht überraschend ein nur mit Tagesrucksack ausgestatteter, junger Norweger an mir vorbei. Ich habe ihn vorher weder gesehen, noch kommen gehört. Er will auch zum Gipfel und schon ist er nicht mehr zu sehen. Zu meiner Überraschung habe ich ihn später, weder bei meinem Auf- , noch bei meinem Abstieg wiedergetroffen. Er muss einen anderen Weg gegangen sein. Bis ich den Punkt zum Aufstieg erreicht habe, vergeht noch etwa eine Stunde. Dort angekommen, nehme ich noch einen kurzen und schnellen Imbiss, lasse meinen Rucksack einfach liegen und gehe nur mit einem dünnen Windbreaker, der Fotokamera und Stativ, zunächst steil hinauf zum Gipfel. Der Aufstieg zeigt keine großen Schwierigkeiten auf, ich bezeichne ihn mal als leicht. Etwa 50 Minuten später habe ich den langen Gipfelrücken des Steigtinden erreicht und gönne mir zunächst ein Stück Schokolade. Ein wirklich großartiger und beeindruckender Ausblick in alle Himmelsrichtungen ist das. Unter mir liegt eindrucksvoll der riesige Steigtindvatnet, dahinter Mistfjorden und weiter östlich der Sørfjorden. Prächtig, dieser Gipfelgang hat sich wirklich gelohnt.




    Im Aufstieg zum Steigtinden



    Auf dem Gipfel - Steigtindvatnet





    Rechts Rundvatnet, im Hintergrund Store Svartvatnet, davor namenloser See



    Halo mit eigenen Schattenbild ( oder war`s doch Gott? )



    Søfjorden mit abgehendem Nordfjord, Storvik- und Ansvikfjellet





    Richtung Küste





    Nachbar - Gipfel





    Von dort bin ich gekommen - Richtung Bodø



    Yes, I`m happy!


    Nach zahlreichen Fotos und einem etwa einstündigen Gipfelaufenthalt steige ich rasch wieder ab, nehme meinen Rucksack wieder auf und folge den Markierungen, die nun weiter abwärts, über Granitplatten führen. Der Weg folgt einzelnen Granitbändern, dann führt er durch eine Rinne mit einem kleinen Fluß, der einfach und unspektakulär gequert wird. nach einem zwischenzeitlichen, kurzen Aufstieg habe ich eine prächtige Aussicht hinüber zum Seesystem des Vatnvatnet und des Store Svartvatnet. Sofort fällt meinem geübten Blick eine Graniterhebung weiter unterhalb meines jetzigen Standortes auf. Hier sieht es doch flach, eben und spektakulär - ausgesetzt aus: Ein perfekter Platz für mein nächstes Camp! Die Wasserversorgung scheint auch gesichert, da sich dort oben in unmittelbarer Nähe auch ein, zwei kleine Seen befinden. Es ist zwar gegen 17 Uhr noch etwas früh für die Suche nach einer Camp - Stelle, aber so einen Platz lasse ich mir nicht entgehen. Derartig motiviert, steige ich recht zügig etwa 150 Höhenmeter ab, und erreiche auf 456m die Graniterhebung. Hier ist es zu meiner Überraschung sehr nass und morastig, das war aus der Höhe gar nicht auszumachen. Deshalb muss ich etwas rumturnen, doch schließlich erreiche ich das kleine Plateau. Der Platz hält vollkommen, was er aus der Höhe zu sein versprach: Eine perfekte Camp - Stelle. Der kleine See ist nur etwa 10 Meter entfernt - besser geht`s nicht.
    Rasch baue ich das Zelt auf, denn ich möchte das wunderbare Licht für ein paar Fotos mit Zelt nutzen. Dazu gehe ich noch einmal zurück und steige hinauf zu der Anhöhe auf etwa 600m, von der ich diesen schönen Platz zum ersten Mal ausgemacht habe. Jeder mag selbst entscheiden, ob sich dieser kleine Weg zurück gelohnt hat. Ich bin jedenfalls begeistert, wie sehr der kleine, rote Zelt - Kontrast den Bildern zugute kommt.









    Nachdem ich wieder zurück bei meinem Zelt bin, schieße ich noch ein paar Bilder von Zelt und Umgebung. Im Anschluss stelle ich einmal mehr fest, dass die Zeit hier oben im Norden auch nicht langsamer als bei uns daheim vergeht. Jedenfalls wird es schon wieder Zeit, das Abendessen zuzubereiten. Von einem schönen Sonnenuntergang kann ich - im Windschatten noch höherer Berge - diesmal nichts erkennen. Satt und zufrieden schlafe ich nach dem Essen und einer kurzen Lese - Session ein.




    Camp 3+4








    04.09.15

    Die Nacht verläuft ruhig, doch in den frühen Morgenstunden höre ich ihn: Regen, der unablässig auf das Zeltdach prasselt. Mist, das ist dumm, denn ich hatte mir für heute einiges vorgenommen. Ich möchte hinab ins Tal an den Vatnvatnet. Jetzt drehe ich mich einfach wieder um, schlafe weiter und schaue mal, wie es etwas später aussieht. Der Regen lässt aber bis zum Mittag einfach nicht nach. Kurze Regenpausen nutze ich, Wasser zu holen und um Tee und Kaffee wieder los zu werden. Immer, wenn ich denke, jetzt ist der Moment zum Aufbruch gekommen, beginnt der Regen auf`s Neue. Ich nutze die Zeit, um meinen weiteren Weg für morgen zu planen. Eigentlich hatte ich gar keinen konkreten Plan, von Anfang an nicht, da mir auch etwas die Zeit dafür in der Vorbereitung fehlte. Gar kein Plan ist auch ein Plan, dachte ich mir. Nun plane ich, zum Sørfjord, auf einer markierten Route zu gehen. Dort steht die Langnesbu und - unabhängig davon, ob diese Hütte geöffnet ist, oder nicht - finden sich in Hüttennähe bestimmt Zeltmöglichkeiten. So der Plan für morgen. Heute ist nur ein unfreiwilliger Pausentag - mehr nicht.

    05.09.15

    Der Regen hat am Abend aufgehört. Nach dem Frühstück packe ich rasch meine Sachen und gegen 9 Uhr verlasse ich diesen schönen Platz. Ich folge zunächst dem markierten Weg, der sich plötzlich in Nichts auflöst. Na, das fängt ja gut an. Also weglos und querfeldein weiter, nachdem ich ein Stück des Weges wieder zurückgegangen war - doch der Weg blieb verschwunden. „ Der verschwundene Weg ” - auch ein schöner Titel für einen folgenden Reisebericht, denke ich. Das Gelände ist hier terassiert und die Vegetation nimmt auch langsam zu. Ich schlage mich also wieder einmal buchstäblich „ durch die Büsche ”. Erst kommen die Büsche, dann folgen die Bäume. Urplötzlich stehe ich wieder auf einem Pfad. Na, das ging ja schneller, als befürchtet. Ab hier komme ich nun gut vorwärts, auch, wenn der Weg sich scheinbar endlos windet. So dauert es doch bis nach 13 Uhr, bis ich zu einigen Häusern gelange. Dann stehe ich auf einem recht großen Platz. Am Rande steht das vielleicht größte Lavvu, das ich je gesehen habe. Ich schätze mal, das darin bestimmt an die 30 Personen schlafen können. Das ganze Ensemble gehört Vatnlia leirskole.
    Hierher fahren Schüler aus Bodø und lernen viel über frilufts - Leben. Ich esse eine Kleinigkeit und mache mich dann wieder auf den Weg. Der führt auf einer Straße zum Vatnvatnet und auf einer weiteren Straße am Innervatnet entlang. Vorbei an einigen Bauernhöfen und Sommerhäuser ist dies der wenig prickelnde Teil meiner heutigen Tages - Etappe. Nach dem kurzen Stück bei Sørkryken wird es schließlich sogar richtig anstrengend, da die Straße sich steil bergauf windet. Dieses kleine Stück ist bald zu Ende und an einem Parkplatz finde ich exakt und auf Anhieb den Beginn des Pfades zur Langnesbu. Ich hatte auch überlegt, auf den Heggmotinden zu steigen, aber das Wetter lässt auf keine gute Fernsicht schließen.




    Im Abstieg zum Vatnvatnet



    Biggest Lavvu ever?



    Am Innervatnet; im Hintergrund Heggmotinden



    Auf dem Weg zur Langnesbu


    Der Weg ist recht gut zu verfolgen und geht vorbei an der 100m hohen Erhebung des Hatten. Ich treffe wieder auf zahlreiche Ferienhäuser, die heute, am Samstag meist bewohnt sind. Über eine Brücke geht es entlang des Klubbvatnet durch ein Feuchtgebiet, Strindmyran, das seinem Namen alle Ehre macht: Es ist wirklich alles nass und tief morastig hier, da macht dieser Weg überhaupt keine Ausnahme. Weiter führt der Weg hinüber nach Strinda, entlang des Bladjørnan und vorbei am Langvatnet. Dabei wird ein Felsen schon mal mit einer Brücken - ähnlichen Holzkonstruktion in beachtlicher Höhe umgangen, und es liegen zweimal Seile aus, an denen ich mich herunterlassen muss. Langeweile kommt jedenfalls gar nicht erst auf.







    Stunde um Stunde zieht sich der Weg hin und so langsam wächst eine Sorge in mir: Die Nässe. Ich habe bisher kaum einen trockenen Platz entdecken können. Nur auf den höheren Felsen scheint es trocken zu sein. Dafür sieht das da meist sehr uneben aus. Dann - schließlich schaue ich hinab auf den Sørfjorden, mit Stor- und Tømmervika. Die Hütte ist noch nicht zu sehen. Es ist gegen 19 Uhr, als ich endlich vor der Langnesbu stehe.
    Im Inneren ( eigentlich muss es im Äußeren heißen ) sollte eine Überraschung auf mich warten, doch das kann ich jetzt, wo ich vor der Tür der Hütte stehe, noch nicht wissen.




    Felsumgehung auf norwegisch





    Sørfjord in Sicht



    Schicke, neue Hütte: Langnesbu



    Am Ziel, doch was verbirgt sich im Inneren?

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  13. Fuchs
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #13
    Die Tür ist nicht verschlossen. Ich trete ein und sehe sofort, dass die Hütte belegt ist. Im Vorraum stehen Taschen und Getränke - Gebinde, Schuhe. Im Wohnraum liegen zahlreiche Gegenstände wahllos durcheinander. Durch das Fenster sehe ich zwei Männer, die mir den Rücken zukehren und anscheinend in ein Feuer blicken. Ich verlasse die Hütte und gehe hinter das Haus. Jetzt bemerken sie mich auch, wir begrüßen uns und stellen einander vor. Die Beiden heißen Ola und Johnny. Sie sind Freunde und verbringen hier ein gemeinsames Wochenende. Johnny ist zugleich der House Keeper, er ist für die Pflege, Ausstattung und den Zustand der Hütte verantwortlich.Ich staune, als Johnny erzählt, dass die Langnesbu für jedermann und Frau zu mieten ist. Der Preis beträgt für ein Wochenende, Freitag bis Sonntag, nur 400 NOK, das entspricht etwa 43 €. Das ist selbst für uns Deutsche für ein Wochenende geradezu ein Schnäppchen. Wir kommen immer mehr ins Gespräch, meist aus einer Mischung aus Norwegisch ( das ich ein wenig spreche ) und Englisch.
    Es ist sofort offensichtlich, dass wir uns gut verstehen. Ich werde zum Bier eingeladen, dass die beiden reichlich dabei haben. Schnell machen mir die beiden klar, das es hier in der unmittelbaren Nähe kaum einen ebenen, geschweige denn trockenen Platz gibt. Als ein Regenschauer niedergeht, türmen wir in die Hütte. Ola hat im Handumdrehen etwas schmackhaftes in Topf und Pfanne gezaubert und schon bin ich bei den beiden zum Essen eingeladen. Ich bin wirklich sehr dankbar für diese willkommene Abwechslung und falle hungrig über den Teller her. Ich opfere meinen bescheidenen Whisky - Vorrat und wir erfreuen uns gemeinsam an dem guten Tropfen.
    Die Stimmung in der Hütte wird immer ausgelassener und nach kurzer Zeit spielen wir uns über die bescheidene Hüttenanlage gegenseitig unsere Lieblingsmusik vom Smartphone vor. Die Beiden wundern sich sehr über meine große Auswahl an norwegischer Pop- und Jazzmusik.
    In einer Regenpause schmeissen wir noch einmal das Feuer an, müssen aber schon nach kurzer Zeit, bei erneut einsetzendem Regen, wieder in das Hütten - Innere flüchten. Erst nach Mitternacht wollen alle nur noch schlafen und mir wird der Platz im Vorraum für die Nacht angeboten. Dankbar lege ich meine Therm-A-Rest Neolite auf den Boden. Die Nacht ist ruhig, denn das Sägen dicker Bretter bleibt weitgehend von meinen Ohren fern. Erstens kommt es anders und zweitens als man
    denkt.

    06.09.15

    Ich kann nicht behaupten, dass ich im Inneren einer Hütte besonders gut schlafe. Insbesondere nicht, wenn ich vorher schon etliche Nächte im Zelt geschlafen habe. Diese Nacht macht da keine Ausnahme. Ich bin früh wach vor den anderen, wach, aber unausgeschlafen. Wilde Träume haben mich hoch auf die Berge geführt. Auf dem Gipfel steht eine fremde Person und blickt mich aus dunklen Augen mitleidig an. Ich kann nicht erkennen, um was für eine Person es sich handelt und welche Absicht sich dahinter verbirgt. Samisch? Eine Vorahnung? Ich bin eigentlich froh, das die Nacht, und somit auch ihre Traum - Szenarien, zu Ende sind. Gestern haben wir noch von der samischen Familie gesprochen, die einst in der alten Vor - Hütte an diesem Platz gelebt hatte - bis hinein in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts. Auf der anderen Seite des Sørfjorden, in der Storvika, lebte eine andere sämische Familie. Dort soll es zuweilen etwas spooky zugehen. Mir ist etwas unwohl dabei, denn heute werde ich diesen Platz besuchen und vermutlich morgen sogar eine Nacht dort im Zelt verbringen. Johnny kennt sich in dieser Gegend relativ gut aus und so hat er mir versprochen, das er mich mit dem Boot auf die andere Seite bringen will. Von dort will ich durch das Storelvdalen hinauf zum Storelvvatnet steigen. Johnny hat mir den schönen Store Tverrelvvatnet ans Herz gelegt.
    Ich möchte noch einen, oder zwei Gipfel besteigen, je nachdem, wieviel Zeit mir noch bleibt. Schön wäre auch noch ein Abstecher über den Breidvikskardet ins Breidvikdalen und hinab zum Mistfjord. Ich ahne jetzt schon, dass die Zeit nicht reichen wird. Ich bedaure es sehr, denn die Zeit wird knapp. Bereits am Freitag, den 11.09. geht mein Rückflug, am 10.09. muss ich wieder zurück in Bodø sein. Das Wetter ist heute sonnig und schön. Ich steige hinter dem Haus etwas höher hinauf und mache ein paar Fotos.




    Langnes mit Sørfjorden










    Als ich zur Hütte zurückkomme, sind auch Ola und Johnny bereits am Putzen und Packen. Auch das Plumpsklo wird noch einmal geleert und der Inhalt in ein großes, von Johnny vorher ausgehobenes Loch, vergraben. Nach dem gemeinsamen Frühstück und letzten Pack - und Aufräum - Arbeiten, steigen wir gegen 13 Uhr in das Motorboot. Im Nu haben wir die Bucht überquert. Dann verabschiede ich mich von meinen norwegischen Freuden und begebe mich umgehend zur nahegelegenen Storvikelva, die ich im Bereich des flachen Ausflusses trockenen Fusses überqueren kann. Ich fühle mich inzwischen wieder frisch und ausgeruht und steige auf der rechten, östlichen Seite der Storvikelva das Storvikdalen hinauf. Extrem nass und morastig ist es hier überall, doch ich komme gut und zügig voran. Schon bald wird der Sørfjorden klein und kleiner. Kleine Wasserfälle begleiten mich.




    Storvikdalen






    Ein Pfad ist meistens nicht vorhanden. Nur zu Beginn stoße ich auf einen schmalen Pfad, der sich aber immer wieder unvermittelt in Nichts auflöst. gegen 17 Uhr erreiche ich den Storelvvatnet auf etwa 340m. Mich erwartet ein tolles Szenario mit dem See und umliegenden Bergen des Storvikfjellet, Dalfjellet und den hohen Gipfel der Smatindan. Hier gefällt es mir, und deshalb halte ich Ausschau nach einer Camp - Stelle. Auf einer schönen Halbinsel im Storelvvatnet werde ich fündig. Grandios, aber leider vergesse ich, ein Foto von diesem Platz zu machen. Morgen will ich auf einen kleinen Gipfel auf etwa 600m hinaufsteigen, um Fotos zu machen. Der Abend beschert mir tolles Licht für weitere Fotos und verzaubert die umliegenden Gipfel. Die Zeit vergeht wie im Fluge und schnell kommt die Dämmerung, da die Sonne rasch hinter den Bergen untergeht. Das Abendessen ist wieder ausgezeichnet und nachdem ich diesmal etwas länger in meinem ebook gelesen habe, gehe ich früh schlafen. In der Nacht höre ich ein vertrautes Geräusch. Hört sich wie Regen an, denke ich und träume weiter.




    Smatindan





    Südlicher Teil des Storelvvatnet mit der Halbinsel und Camp 5



    Nördlicher Teil des Storelvvatnet; hinter dem Sattel liegt der Store Tverrelvvatnet, rechts geht es zum Breidvikskardet





    Storelvvatnet mit Halbinsel, Camp 5


    07.09.15

    Es regnet auch noch am nächsten Morgen, und das für mehrere Stunden. Der Gipfelaufstieg ist somit geplatzt. Erst gegen Mittag hört es auf zu regnen und rasch baue ich das nasse Zelt ab.
    Obwohl die Landschaft erst jetzt richtig spannend wird, beschließe ich, an dieser Stelle den „ Turn around ” zu machen und wieder ins Tal abzusteigen. Gegen 14 Uhr breche ich auf und gegen 17.30 Uhr stehe ich wieder an der Storvika, wo mich meine norwegischen Freunde gestern abgesetzt haben. Ich gehe hinauf zu dem etwas mystischen Platz, wo in der unmittelbaren Nähe noch die Ruinen der sämischen Familien Unterkunft zu finden sind. Ein alter Küchenherd zum Anfeuern findet sich inmitten der alten Mauern. Hier sind wirklich beste, ebene Camp - Bedingungen. Eine geschnitzte, dunkle Holzgestalt verleiht dem Ort allerdings etwas Unheimliches. Die Nacht verbringe ich dennoch in Ruhe und Frieden.




    Storvika am Sørfjorden, Camp 6







    Mystische Holzfigur


    08.09.15

    Gegen 9.30 Uhr verlasse ich das Camp an der Storvika mit gemischten Gefühlen: Schön gelegen, mit wunderbarer Aussicht auf den Sørfjorden, doch auch etwas unheimlich. Ich überquere die Storvikelva ein weiteres Mal und gehe weglos auf etwa 100m am Hang zur Bucht. Es geht sowohl durch dichte Vegetation, wie auch durch offene, meist wieder sehr nasse und morastige Gegend.
    Schließlich weiss ich nicht mehr weiter, bin ratlos und wähne mich in einer Sackgasse. Da entdecke ich eine leichte Spur, nur das Gras ist etwas niedergedrückt. Sofort denke ich an eine Rentier - Spur und habe gleich absolutes Vertrauen. Ich folge ihr - und richtig, der kaum sichtbare Pfad windet sich einen stark verblockten Hang hinauf. Ich begleite einen kleinen Wasserlauf und kurz vor dem Bladjørnan stoße ich wieder auf den Hauptpfad. Gegen 13 Uhr stehe ich wieder andere Straße Richtung Hopen. Dieser folge ich etwas widerwillig, denn das ist lästig, aber unvermeidlich.
    Ich bin so mit mir beschäftigt, dass ich die Abzweigung gar nicht bemerke und weitergehe. Ich muss also wieder umdrehen und zurückgehen. Das kostet Zeit, fast eine halbe Stunde. Im Anschluss an die Abzweigung passiere ich nach kurzer Zeit die Vatnlia leirskole. Ich beeile mich, dem markierten und mir bestens bekannten Pfad zu folgen, denn ich möchte heute noch so weit wie möglich kommen. Mindestens auf Höhe des Skautuva oder noch weiter. Gegen 17 Uhr erreiche ich mit der Höhe 456m mein altes Camp 3+4. Hier verlasse ich den Pfad und gehe weglos über Granitplatten hinunter zum Rundvatnet. Im Anschluss geht es wieder steil hinauf Richtung Skautuva auf 626m.




    Rundvatnet und Blick zurück zur Höhe 456m, bereits im Nebel


    Das Wetter ist schlechter geworden und es beginnt zu regnen. Starker Wind kommt auf und ich schaue mich nach einem Platz für die Nacht um. Mittlerweile ist es kurz vor 20 Uhr. Gar nicht so leicht einen halbwegs ebenen Platz zu finden und so nehme ich die leichte Hangneigung einfach mal in Kauf. Windschutz gibt es praktisch gar nicht und ich habe alle Hände voll zu tun mit dem Zeltaufbau. Schließlich steht das Zelt, wenn auch schwer im Wind. Tief unter mir leuchten die Lichter des Ortes Skau. Die ganze Nacht tobt der Wind und zerrt am Zelt. Bei dem Krach mache ich kaum ein Auge zu, doch das Zelt widersteht dem starken Wind bravourös. Von Camp 7 habe ich leider kein Foto.

    09.09.15

    Am frühen Morgen herrscht dichter Nebel, der sich bis zum Mittag nur wenig auflöst. Ein kurzes Frühstück und schnell packe ich meine Sachen und baue rasch das Zelt ab. Regen und Wind haben merklich nachgelassen, nur der Nebel erweist sich für meine Orientierung als sehr lästig.
    Nach einer Stunde habe ich mich bereits verlaufen, finde den Pfad nicht wieder und bin weit davon abgekommen. Wieder einmal stoße ich auf eine Rentier - Spur, der ich folge und wieder einmal rettet mich mein Vertrauen. Auch nach diesem unfreiwilligen Umweg führt mich der Pfad wieder zurück auf den Hauptweg. Mittlerweile ist es Nachmittag geworden und der Nebel ist endlich weitgehend gewichen. Von nun an ist die Orientierung wieder einfach und ich komme gut voran.
    Da ich noch Zeit habe und erst morgen nach Bodø zurück möchte, entscheide ich mich, den schönen Platz von Camp 1 erneut zu nutzen. Vielleicht hoffte ich auch, dem Fuchs erneut zu begegnen? Um es vorweg zu nehmen: Der Fuchs liess sich kein zweites Mal blicken.

    10.09.15

    Da ich mich so nah vor den Toren von Bodø befinde, beschließe ich, meinen Weg über den Kaiservarden zu gehen. Als ich den Gipfel der Erhebung erreiche, beschert mir das wunderbar - sonnige Wetter eine prächtige Aussicht. Anschließend steige ich rasch ab zum Svartvatnet und schon nach kurzer Zeit stehe ich wieder am Parkplatz im Vorort Rønvik. Ich folge der einen und anderen Straße und schaue an einer Bushaltestelle nach dem Plan. Ich habe Glück, und der Bus fährt mich bis vor die Tür des Campingplatzes in Bodøsjøn. Es ist gegen 13 Uhr und da es bereits Nachsaison ist, wird die Rezeption erst wieder um 16 Uhr geöffnet. Na, dann trockne ich erstmal das Zelt. Dann esse ich etwas und schließlich gönne ich mir eine Dusche. Leider dauert es noch bis gegen 16.30 Uhr, bis der freundliche, aber etwas schluffige Platzbesitzer endlich eintrifft.
    Zum Abschluss miete ich mir wieder eine Hütte, damit ich vor meinem Rückflug in aller Herrgottsfrühe keine allzu aufwendige Packorgie feiern muss. In der Hütte kann ich mir alles bereits zum Packen zurecht legen.
    Hier endet mein Reisebericht zu meiner Sjunkhatten - Tour.




    Blick auf Bodø vom Kaiservarden mit Svartvatnet




    Fazit:

    Die Tour endete am „ Turn around “, dort, wo es erst richtig interessant zu werden versprach. Vielleicht ein Grund, noch einmal für eine Fortsetzung zurückzukehren?
    Der Sjunkhatten ist jedenfalls immer gut für eine Stadt - nahe Tour. Vielleicht wäre es interessant, über die Küste in einem Boot anzureisen? Im Vorwege, von zuhause in D, bereits mit einem norwegischen Bootsbesitzer Kontakt aufnehmen, und sich z. B. in den Mistfjord, Breidvika, an Land bringen zu lassen. Evtl. kann man eine Abholung an selbiger Stelle gleich mit vereinbaren?
    So liesse sich der Sjunkhatten vielleicht umfassender erkunden.

    Ein paar Gedanken noch zu einigen neuen Ausrüstungs - Gegenständen: Zu meinen Zelten habe ich bereits einen Vergleich geschrieben. Meine Schuhe - Innov-8 roclite - waren neu und haben sich bewährt. Allerdings ist der Verschleiß auffällig. Für eine neue Tour würde ich die Schuhe nicht mehr verwenden. Der Rucksack, Osprey Exos 58, war ebenfalls neu. Er sollte mich in meinem Gewicht begrenzen, da er sich nur bis 15, 16 Kg komfortabel tragen lässt. Mit meinen 16 Kg hat das gut funktioniert. Zu guter letzt habe ich mein Kochset Gewichts - optimiert und habe auf Spiritus umgestellt. Ich hatte die Befürchtung, dass mich die längeren Kochzeiten womöglich an den Rand des Wahnsinns treiben könnten. Dem war erfreulicherweise nicht so. Ich hatte nie Hektik und habe die längeren Kochzeiten gelassen angenommen. Die Brennstoff - Menge hat gerade so gereicht, aber da ich noch einen BRS - 3000T Mini - Brenner mit kleiner 100er Gaskartusche als Backup dabei hatte, hat alles gepasst.

    Zum Abschluss bedanke ich mich bei allen interessierten Lesern für die Geduld und das Interesse an meinem Reisebericht. Viel Spass bei eurer Reise in den Sjunkhatten - NP.




    Kochset, komplett 207g, ohne Spiritus



    Backup Gasbrenner BRS 3000T ( 25g ), 100g Kartusche

    Geändert von evernorth (08.04.2016 um 22:01 Uhr) Grund: Korrektur
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  14. Gerne im Forum
    Avatar von Baumann
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #14
    Vielen Dank evernorth für diesen super Bericht. War wirklich schön zu lesen und steigert nur die Vorfreude auf diese tolle Gegend!

  15. Fuchs
    Avatar von OttoStover
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #15
    Thank you for sharing the tour Tom. It was so nice to see the good pictures you had taken. In the overview picture of Bodø you may see the airport just behind the buildings. The entire tour is then possible without any form of public transport after you arrive with the plane. Not too many towns may offer you that.

    Yes the Langnesbu is a nice spot, but it is not a new hut. The hut was originally owned by a sami sister and brother that died in 65 or so. But Jonny has done a good job of maintenance on the hut.

    I have rented the hut a number of times, last time was 27. and 28. september. We were a total of 7 people there, and the entire rent was only 400 NOK. Yes that is quite cheap, even if two of us had to sleep on the floor on air matresses. Included in the rent is even the boat, and my smallest grandchild Maria will never forget she got the biggest cod that day. About 6 kilos large, boy was she proud! When we talk about a new hut tour she always says she wants to go to Langnesbu for a new fishing trip.
    Ich lese und spreche Deutsch ganz OK, aber schreiben wird immer Misverständnisse.
    Man skal ikke i alle gjestebud fare, og ikke til alle skjettord svare.

  16. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #16
    Zitat Zitat von Baumann Beitrag anzeigen
    Vielen Dank evernorth für diesen super Bericht. War wirklich schön zu lesen und steigert nur die Vorfreude auf diese tolle Gegend!
    Ich wünsche Euch viel Spass in der Region und eine ganz tolle Tour. Lass mal von dir hören, wie es Euch gefallen hat, oder vielleicht hast du sogar Lust auf einen Bericht?
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  17. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #17
    Zitat Zitat von OttoStover Beitrag anzeigen
    Thank you for sharing the tour Tom. It was so nice to see the good pictures you had taken. In the overview picture of Bodø you may see the airport just behind the buildings. The entire tour is then possible without any form of public transport after you arrive with the plane. Not too many towns may offer you that.

    Yes the Langnesbu is a nice spot, but it is not a new hut. The hut was originally owned by a sami sister and brother that died in 65 or so. But Jonny has done a good job of maintenance on the hut.

    I have rented the hut a number of times, last time was 27. and 28. september. We were a total of 7 people there, and the entire rent was only 400 NOK. Yes that is quite cheap, even if two of us had to sleep on the floor on air matresses. Included in the rent is even the boat, and my smallest grandchild Maria will never forget she got the biggest cod that day. About 6 kilos large, boy was she proud! When we talk about a new hut tour she always says she wants to go to Langnesbu for a new fishing trip.
    Danke Otto für deine freundlichen Worte. Ja, das ist sicher das ganz Besondere an einer Tour im Sjunkhatten NP, dass praktisch kein öffentlicher Transport notwendig ist und die Tour somit am Flughafen beginnen kann.
    Richtig, die Langnesbu mag neu aussehen, ist sie aber nicht. Johnny hat mir auch von den samischen Vorbesitzern erzählt.

    Das Boot ermöglicht ja auch, in die Storvika hinüber zu rudern. Hauptsächlich, um dort aus der Storvikelva Trinkwasser zu fassen. Das etwas moorige und brakige Wasser aus der Umgebung der Langnesbu ist wohl qualitativ bei weitem nicht so gut.
    Die Herkunft des Wassers der Storvikelva ist wohl ohne jeden Tadel und schmeckt hervorragend.
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

  18. Erfahren
    Avatar von Nuklid
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #18
    Danke für den Bericht, echt Hammer-Fotos!

  19. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #19
    Klasse Bericht und super Fotos.
    Auf vielen Fotos erkenne ich die Gegend sofort wieder
    nur schade dass deine Zeit da so knapp war......

  20. Fuchs
    Avatar von evernorth
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    AW: [NO] Turn around - Sjunkhatten NP - Im Wohnzimmer von Bodø

    #20
    Zitat Zitat von berniehh Beitrag anzeigen
    Klasse Bericht und super Fotos.
    Auf vielen Fotos erkenne ich die Gegend sofort wieder
    nur schade dass deine Zeit da so knapp war......
    Ahoi Bernd,
    Besten Dank. Ja, das war schade. Auch, wenn jetzt schon wieder recht viel Zeit seit der Tour vergangen ist - einige Tage mehr Zeit wäre sehr lohnend gewesen. Ich bedaure das noch immer.
    In einer Welt wie dieser kann man womöglich nur noch (nach) innen reisen. Dort findet man alles, was man braucht, wenigstens theoretisch. Was braucht man denn?

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