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  1. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #21
    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Bei den unten angebrachten Wassersäcken hätte ich bedenken, dass sie schnell verschleißen.
    Bis jetzt haben wir unseren Wasservorrat immer nur von der letzten "Zapfstelle" bis zum Lagerplatz transportiert. Egal ob der Wassersack vor oder hinter der Achse angebracht ist, die Achse ist der tiefste Punkt und so hat der Wassersack eigentlich nie Geländekontakt. Das wäre bei Wüstentouren wahrscheinlich etwas anderes, aber dafür sind wir zu zart besaitet, wir brauchen immer etwas Grünes oder wenigstens Schnee

    Zitat Zitat von Markus K. Beitrag anzeigen
    Mit einem Geschirr hat man die Hände frei zum Navigieren, Fotografieren, Essen+Trinken, kann auf den Weg vor sich achten
    Bei uns wird der Wagen auch fast immer am Gürtel bzw. am Geschirr gezogen, der Griff ist nur für Ausnahmesituationen.
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  2. Fuchs
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #22
    Mit möglichen Verwindungen wird man bei diesen Bauarten aus Alurohren m.E. immer leben müssen, ob Selbstbau od. gekauft - es sei denn, die Beladung ist quasi null, aber bei 20 kg Beladung ...

    Ich versuche es erst gar nicht, einem Kippen vorzubeugen, vor allem nicht mit dem Handgriff. Auch ein Grund, weshalb ich keinen Rucksack sondern stabile, wasserdichte Packsäcke bevorzuge; die lassen sich besser säubern. Zudem brauche ich das Tragesystem des Rucksacks nicht für eventuelles Schultern, die Gurte werden bei mir direkt am Alurahmen des Karrens eingeklickt.

    Um Verwindung auszuschließen, müsste man m.E. auf Stahl zurück greifen, aber dann auch das deutliche Mehrgewicht akzeptieren.

    Bei diesen 2 in 1 Griffmodellen gibt es wenigstens ein wenig die Chance "nachzuhelfen". Bei den 2 Deichsel Modellen, die am Hüftgurt eingehängt werden, besteht die Möglichkeit weniger und auch ein rein händisches Ziehen ist m.E. da viel schlechter.
    Geändert von PWD (04.11.2015 um 13:25 Uhr)

  3. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #23
    Zitat Zitat von PWD Beitrag anzeigen
    ... weshalb ich keinen Rucksack sondern stabile, wasserdichte Packsäcke bevorzuge; die lassen sich besser säubern.
    Das war auch ein Grund, warum wir uns dann die wasserdichten Rucksäcke (Sea to Summit Hydraulic Dry Bag with Harness 65L) geleistet haben. Die sind super robust und das Tragesystem ist einfach zu entfernen, wenn man den Sack z. B. im Boot verwenden möchte.
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  4. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #24
    Ich hab mal den Bericht einer Albtrauf-Wanderung hochgeladen, dort gibt es auch noch eine Reihe von Fotos des Wanderwagens in Aktion.
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  5. Alter Hase
    Avatar von peter-hoehle
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #25
    Zitat Zitat von GemeinsamDraussen Beitrag anzeigen
    Da sitzt der Herr Gemeinsam einsam in der Rennsteiggrotte.
    Hätte man (ich) das gewusst, wäre es ein schönes kleines ODS-Treffen geworden.
    Die sechs Kilometer bis dahin....`n Klacks.
    Danke für den schönen Bericht mit dem Wanderwagen.

    Gruß Peter
    Wir reisen um die Welt, und verleben unser Geld.
    Wer sich auf Patagonien einlässt, muss mit Allem rechnen, auch mit dem Schönsten.

  6. Alter Hase
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #26
    @GemeinsamDraussen:

    Danke für den Bericht über Euren Wanderwagen, der mir im Preis, Bastelaufwand und Nutzen für hiesige Wanderwege recht praktikabel erscheint

    Noch einige Fragen zur Deichselverlängerung:
    Ändert Ihr die Länge unterwegs, um den Schwerpunkt zu optimieren? Oder hat jeder eine feste Länge?
    Um wieviel verlängert Ihr denn die Deichsel im Vergleich zum Original?
    Wie groß ist dann die Höhe des aufgestellten Trolleys?

  7. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #27
    Zitat Zitat von peter-hoehle Beitrag anzeigen
    ... Da sitzt der Herr Gemeinsam einsam in der Rennsteiggrotte ...
    Na soo einsam war ich ja nicht, gab ja noch die Dame hinter der Kamera.

    Zitat Zitat von peter-hoehle Beitrag anzeigen
    ... Hätte man (ich) das gewusst, wäre es ein schönes kleines ODS-Treffen geworden ...
    Für das Treffen hätte ich dann aber lieber das Hubertushaus gewählt bei einem leckeren Pummpils.
    Geändert von GemeinsamDraussen (05.11.2015 um 15:23 Uhr)
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  8. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #28
    Zitat Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
    @... Noch einige Fragen zur Deichselverlängerung:
    Ändert Ihr die Länge unterwegs, um den Schwerpunkt zu optimieren? Oder hat jeder eine feste Länge?
    Um wieviel verlängert Ihr denn die Deichsel im Vergleich zum Original?
    Wie groß ist dann die Höhe des aufgestellten Trolleys?
    Die Deichsel ist eingeschoben etwa so lang wie der Originalgriff, viellecht ein bisschen länger, aber so, dass sie im eingeklappten Zustand unten nicht zu sehr herausragt. Der Auszug bietet mehr Reserve, als wir bisher gebraucht haben. Dadurch ist die Überlappung innerhalb der Stöcke recht groß, was sicher nicht schlecht ist für die Stabilität.

    Die Länge lässt sich über die Klemmhebel der Stöcke schnell mit einem kleinen Handgriff verstellen, auch wenn der Wagen am Gürtel eingehängt ist. Wir haben keine fest eingestellte Länge sondern stellen sie spontan so ein, wie es sich gerade angenehm anfühlt, je nach Beladung. Hab noch nicht nachgemessen, wie sehr wir die Deichsel verlängern. Das hängt ja auch von der Körpergröße ab und wie hoch man den Gürtel oder das Geschirr trägt.
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  9. Alter Hase
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #29
    Welche Stöcke habt Ihr denn verwendet?

    Ein paar Detailfotos der Umbauten wären hilfreich, damit ich mir auch so einen Trolley basteln kann.

    Euer Wanderwagen gefällt mir auch, weil es seitlich der Hüfte keine störenden Schubkarren-Stangen gibt. Und das Gewicht lässt sich wohl auch gut austarieren, dass Ihr nicht viel davon tragen müsst.

  10. Alter Hase
    Avatar von peter-hoehle
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #30
    Zitat Zitat von GemeinsamDraussen Beitrag anzeigen
    Für das Treffen hätte ich dann aber lieber das Hubertushaus gewählt bei einem leckeren Pummpils.
    Noch besser drei Kilometer weiter auf dem Auerhahn,
    der Schutzhütte der Berwacht.

    Gruß Peter
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  11. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #31
    Zitat Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
    Welche Stöcke habt Ihr denn verwendet?

    Ein paar Detailfotos der Umbauten wären hilfreich, damit ich mir auch so einen Trolley basteln kann.

    Euer Wanderwagen gefällt mir auch, weil es seitlich der Hüfte keine störenden Schubkarren-Stangen gibt. Und das Gewicht lässt sich wohl auch gut austarieren, dass Ihr nicht viel davon tragen müsst.
    Das genaue Modell der Stöcke kann ich gar nicht mehr sagen, hab die Lackierung abgeschliffen, weil sie mir zu bunt war. Ich glaub, es war irgend ein zweiteiliges Damenmodell von Leki, die gab es gerade günstig im Ausverkauf. Der Hersteller ist aber sicher unwichtig, wichtiger ist, dass die Stöcke einen Klemm-Mechanismus haben, bei dem man den Stock selbst nicht drehen muss - geht ja nicht mehr, wenn sie verbaut sind. Außendurchmesser des Rohres ist, glaube ich 15 mm, war etwas dicker, als das Originalrohr am Shopper, hab das Plastikteil am Schopper minimal aufgebohrt.

    Am besten wird es sein, Du besorgst Dir zuerst das Gestell vom Shopper, das gibt es bei easy-trolley.de unter Ersatzteile (die scheinen der Vertrieb von Andersen zu sein). Wenn Du das Teil hast, bekommst Du eine bessere Vorstellung vom Umbau und kannst Dir Gedanken machen, wie Du den Griff an der Deichsel gestalten willst. Das Rohr im Originalgriff würde ich wegen der 4 Löcher nicht verwenden, hatte ich ja schon geschrieben.

    Räder kannst Du auch in dem Shop bestellen oder Du nimmst sie von einem passenden Kinderwagen, ich hatte sie vom Dänischen Kinderladen extra mit pannensicherer Schwalbe-Bereifung. Das ist aber alles kein "Muss", solange die Räder das selbe Stecksystem haben (Achsendurchmesser 10 mm).

    Ich weiß gar nicht welche Detailsfotos noch fehlen, so umfangreich ist ja der Umbau gar nicht, gib einfach Bescheid, was ich noch knipsen soll...
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  12. Fuchs
    Avatar von Philipp
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #32
    Gerade sehe ich bei easy-trolley, daß es den Royal shopper auch mit Stahlgestellt gibt (unter "preisreduzierte Sondermodelle"). Das Gestell wiegt 3400 g gegenüber dem Alugestell mit 2700 g, ist aber vielleicht etwas zäher im Freilufteinsatz.

    Ansonsten kann man beim Gestell ohne Räder für den dort aufgerufenen Preis nix falsch machen, finde ich. Vielleicht baue ich mir doch noch einen weiteren Pilgerwagen ...
    "Oft vereint sind im Gemüte Dämlichkeit und Herzensgüte." - W. Busch

  13. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #33
    Zitat Zitat von Philipp Beitrag anzeigen
    Gerade sehe ich bei easy-trolley, daß es den Royal shopper auch mit Stahlgestellt gibt (unter "preisreduzierte Sondermodelle"). Das Gestell wiegt 3400 g gegenüber dem Alugestell mit 2700 g, ist aber vielleicht etwas zäher im Freilufteinsatz ...
    700 g mehr muss man ja auch transportieren (das ist ja in der UL-Fraktion schon Zelt, Matte, Schlafsack, Essen und Wasservorrat für 14 Tage ).

    Das Alu-Gestell ist ziemlich robust und falls es doch irgendwann mal den Geist aufgibt, wird es halt ausgetauscht, das ist ja das schöne an MYOG. Und: Alu rostet nicht!
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  14. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #34
    Nur zur Ergänzung: der Wanderwagen war zum Jahreswechsel wieder im Einsatz, diesmal schon etwas mehr im Gebirge. Hat sich wieder gut bewährt. Hier der Bericht und ein paar Fotos.
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  15. Alter Hase
    Avatar von AlfBerlin
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #35
    Danke für Euren schönen Wanderbericht. Wow mit selbst genähtem Zelt und den umgebastelten Wanderwägen!

    Wie verhalten sich denn Eure Wanderwägen bergab?

  16. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #36
    Zitat Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
    Wie verhalten sich denn Eure Wanderwägen bergab?
    Bergab laufen sie einfach hinter einem her und man merkt sie fast nicht. Die einzigen unangenehmeren Stellen waren ein paar seitlich abfallende Hangquerungen, dort muss man sehen, dass der Wagen nicht seitlich umkippt. Da ist es dann auch nicht günstig, Fotoapparat und Zelt oben draufzuschnallen, das hebt den Schwerpunkt unnötig in die Höhe. (War mir eigentlich klar, hab es trotzdem nicht beachtet, ich Depp. )
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  17. Fuchs
    Avatar von PWD
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #37
    Zitat Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
    Wie verhalten sich denn Eure Wanderwagen bergab?
    Mein Anhänger hat eine ähnliche Deichsel, an der man auch mit einer Hand ziehen kann.

    Wenn man die Aufhängung zw. Griff u. Hüftgurt gut wählt, hat man bei Talfahrt eine "Pobremse"; das ist ganz angenehm und besser als sich in die Beine drücken lassen. Bei ganz steilen Hängen kann man abkoppeln und den Wagen am Handgriff haltend vor sich her laufen lassen; da ist gezogen werden eindeutig besser als zu großes Schieben von hinten. Wenn`s extrem steil wird, lass ich den Wagen in Serpentinen vor mir laufen.

  18. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #38
    Zitat Zitat von Intihuitana Beitrag anzeigen
    Wie Sanddicht sind die Lager der Räder? Was meint ihr?
    Ich hab die originalen, einfachen Kugellager gegen höherwertige ausgetauscht, die vermutlich auch Sand besser widerstehen sollten. klickhier
    Geändert von GemeinsamDraussen (24.10.2017 um 14:44 Uhr)
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  19. AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #39
    Nachdem wir nun schon einige Touren im Mittelgebirge und in den Voralpen mit den Wagen hinter uns haben und aus Erfahrungen von anderen) möchte ich hier noch einmal ein paar Punkte unterstreichen:

    1. Deichselverlängerung:
    Ich halte es für absolut empfehlenswert bzw. essentiell, für den Wanderwagen-Einsatz den Originalgriff des Andersen Shoppers durch eine längere Deichsel zu ersetzen, zumindest, wenn der Nutzer nicht extrem klein ist. Der Grund dafür ist die Stabilität des Gefährts und die resultierenden Kräfte am Wagen, insbesondere wenn der Wagen per Hüftgurt gezogen werden soll.

    Je steiler die Deichsel steht, desto ungünstiger sind die Kraftverhältnisse. Ideal wäre für einen Wagen, den man vorwärts ziehen will eine Deichsel parallel zum Boden, das ist aber kaum praktikabel. Je weiter man sich von diesem Ideal entfernt (je steiler die Deichsel steht), desto mehr zieht man nach oben und gerade das ist ja nicht gewünscht. Einerseits wird es anstrengender, zusätzlich wird der Wagen hinter einem immer instabiler, je steiler die Deichsel steht, weil die stabilisierenden Kräfte nach vorn schwächer werden. Noch schlechter sieht das bergauf aus, wo man ja ohnehin schon höher als der Wagen steht.

    Es mag sein, dass der Umbauaufwand des Wagens dadurch steigt, aber für den Wanderkomfort ist das wirklich wichtig.

    Ob man die Deichsel nun auf eine feste Länge verlängert, oder wie beim vorgestellten Modell (in #11 gut zu sehen) stufenlos verstellbar, darüber lässt sich sicher streiten.

    Ich würde wieder die Lösung mit den ausrangierten Wanderstöcken bauen: Die Hebel lassen sich bequem erreichen, auch wenn der Wagen am Hüftgurt befestigt ist. Das Verstellen der Länge ist in ein paar Sekunden erledigt. Grundsätzlich kann man auch einen Wagen mit fester Deichsellänge über die Verteilung des Gepäcks tarieren, so hat man aber einen zusätzlichen Freiheitsgrad. Wenn ich z. B. auf dem letzten Stück der Tagesetappe einen Wassersack mit 4 Litern anhänge, verändert sich die Gewichtsverteilung deutlich, also verstelle ich die Deichsellänge entsprechend. Auch wenn es steiler bergauf geht, ist eine längere Deichsel von Vorteil.

    Dazu kommt noch ein dritter Punkt: wenn man den Wagen mit dem oberen Punkt der Deichsel als Pendel betrachtet, dann hat dieses Pendel eine Eigenfrequenz. Praktisch heißt das, dass sich bei einer bestimmten, ungünstigen Deichsellänge eine Resonanz zur Schrittfrequenz des Läufers ergeben kann. Dann schaukelt sich der Wagen auf und stößt einem unangenehm an den Allerwertesten. Nur um ein paar cm verstellt, verschwindet dieser Effekt und der Wagen läuft absolut ruhig hinterher.

    2. Radgröße:
    Früher gab es zum Andersen Royal nur 10" Zoll Räder, deshalb hab ich die Räder an meinen Wagen durch 12" Räder eines anderen Herstellers ersetzt. Inzwischen bietet auch Andersen luftbereifte 12" Räder (Autoventil) an. (Für 12" Räder gibt es auch pannensichere Bereifung von Schwalbe.)

    Von Markus M. hier aus dem Forum weiß ich, dass 14" Räder nicht an das Royal Gestell passen (Achse zu schmal, die Räder schleifen am Gestell). Aber ohnehin ist es fraglich, ob noch größere Räder als die 12" bei gleicher Spurbreite sinnvoll wären. Sicherlich erhöht sich mit größeren Rädern die Geländegängigkeit, andererseits verringert sich die Kippstabilität. Je höher der Schwerpunkt liegt, desto eher kann der Wagen seitlich kippen. Wenn man dann einen Pfad läuft, der seitlich an einem Hang entlang führt, dann kommt der Wagen schon mal an seine Grenzen. (Eine ganz schlechte Idee ist es dann, wenn man noch Gegenstände wie Zelt oder Fotoapparat oben auf den Wagen schnallt - das musste ich auch erst lernen. )

    Die Geländetauglichkeit des Wagens ist aber auch mit den 12" Rädern schon beachtlich. Ich hab gerade einmal nachgemessen: mit den von mir verbauten Rädern ergibt sich eine Bodenfreiheit von fast 15 cm (zum Vergleich: man könnte problemlos über eine hochkant aufgestellte CD-Hülle fahren). So sind auch größere Steine und Wurzeln im Gelände kein Hindernis und man kann auch kleine, wurzeldurchwachsene Pfade gehen oder steinige Bergpfade wie in der fränkischen Schweiz - solange der Wagen in der Breite durchpasst.

    Auch auf derartigen Wegen ist aber wiederum die Länge der Deichsel entscheidend. Je kürzer sie ist und je steiler sie steht, desto schneller schaukelt sich der Wagen auf und neigt zum seitlichen Kippen. Lernen muss man unterwegs bei Wegen am Hang, den Wagen so zu führen, dass das hangseitige Rad nicht unnötig die steilere Hangböschung hinauf fährt und der Wagen dadurch seitlich kippt. In sehr steilem Gelände ist aus Sicherheitsgründen ohnehin zu empfehlen, den Wagen vom Hüftgurt zu trennen und mit der Hand zu führen (oder den Rucksack samt Wagen auf den Rücken zu nehmen). Dadurch hat man noch mehr Kontrolle und es kann auch nicht passieren, dass einen der evtl. kippende Wagen selbst zum Fallen bringt.

    Soweit erstmal als Ergänzung. Über das lange Wochenende sind die Wanderwagen wieder auf Tour, vielleicht folgt dann hier wieder ein Reisebericht...

    Viele Grüße
    Ralf
    Geändert von GemeinsamDraussen (23.04.2018 um 14:20 Uhr)
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  20. Fuchs
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    AW: Ein Wanderwagen, der auch andere glücklich macht

    #40
    Mit welcher Deichsellänge (also komplett ab Achse berechnet) „fährst“ Du? Ich habe bei etwas mehr als 1.80 Körpergröße 140 cm.
    Radgröße bin ich jetzt auch wieder bei den 12,5 Zoll angekommen; die reichen vollends. Bei einer Spurbreite von etwa Schulterbreite ist alles drüber zu groß und m.E. auch nicht erforderlich.

    LG, Joachim

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