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  1. Erfahren

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    Patagonien

    #1
    Hallo,

    Kennt hier jemand die Landschaft Patagoniens abseits der ausgelutschen Trampelpfade beim Torres del Paine / Fitz Roy? Ich meine, das Land ist dermaßen riesig, und in fast jedem der Reiseberichte, die ich bisher entdeckt habe, wird die obige Gegend als Ziel angegeben. Das will mir nicht so recht in den Kopf. Ich stelle mir da so eine Wanderung vor, entlang dem Fusse der Anden, da die Weiten Ebenen im Westen doch auf Dauer etwas eintönig sind, wenn man zu Fuss und nicht so schnell unterwegs ist.

    Also, hat jemand mal ein paar Impressionen über das "echte" (Ha ha!) Patagonien für mich parat?

    2. Frage, an die Herren und Damen Hundebesitzer: wie macht ihr das eigentlich auf einer mehrtägigen Wanderung abseits der "Zivilisation" - wird da das Futter für den Hund im Rucksack mitgeschleppt oder findet der Hund auch so genügend Dinge unterwegs oder frisst er Nudeln wie Herrchen? Eigene Nahrung plus Hundenahrung muss ja fast in einem auf Dauer zu schweren Rucksack enden, sag ich mal.


    Danke für eure Antworten,



    mfg

    Michael

  2. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    #2
    Hallo Pcschröda

    Ich war ein halbes Jahr in der XI. Region, Aysen gewesen. Gehört auch zu Patagonien und ist um einiges vielseitiger als nur die Torres. Vielleicht zum Vergleich: in den Torres waren 2002 ca. 80.000 Touristen, in Aysen nur 8.000. Lohnt sich auf jeden Fall, gerade solche Sachen wir der Lago General Carrerra (der größte See Chiles), der Rio Baker (der wasserreichste Fluss), das Tal des Rio Simpson, der Cerro Castillo (mein Traumberg), Tortel (ein verschlafenes Nest zu Füßen des nächsten), das nördliche Eisfeld mit dem Cerro San Valentin. Und noch einige interessante Sachen mehr. Einige Sachen kann man erwandern/trekken, für andere braucht man ein Auto oder Zeit zum trampen. In diesem Threadist noch ne Buchempfehlung von mir dafür.

    Viel Spaß beim Planen und frag ruhig weiter

    Grüße, Robert
    quien se apura, pierde el tiempo

  3. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    #3
    Also in Patagonien längere Strecken abseits der Tourizentren zu laufen ist was für "Hardcoretrecker" mich Hang zum Survival. Denn dort kann es recht menschenleer sein. Wenn das dein Ding ist, biste da genau richtig. Auch Kartenmaterial scheint schlecht zu bekommen zu sein. Die von Robert beschriebene Gegend ist natürlich sehr schön, aber IMHO auch nicht sehr erschlossen (für längere Touren).

    Die Tourizentren sind aber so schlecht auch nicht und du kannst dich ja am Rand bewegen. Da wirds dann schnell auch sehr einsam. Da gabs aber schon mal mindestens 1 Thread dazu, einfach mal suchen.

    Mac

  4. Erfahren

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    #4
    Robiwahn,

    danke für den Buchtipp, zufälligerweise habe ich mir genau das Buch letzte Woche in der Bücherei ausgeliehen. Ich versuch jetzt halt, mir einen einigermassen vollständigen Eindruck von der Landschaft zu verschaffen, und was mich interessiert, ist mehr das zwischen den ganzen Nationalparks und Sehenswürdigkeiten und Steinzeithöhlen. Das eigentliche Land eben. Gibt's da z.B. überall Viehzäune, und kriegt man Probleme, wenn man einfach so über den Grund und Boden einer Estancia marschiert? Kann man auf den Estancias Nachschub an Lebensmitteln einkaufen? Wie sind die Preise dort unten (etwas höher als im "zivilisierten" Argentinien, wie man hört.) Ist der Wind wirklich so sagenhaft und das Wetter wechselhaft? Du siehst, ich möchte eine Menge wissen...


    derMac,

    Ja, das ist eigentlich mehr oder weniger das, was ich mir vorgestellt habe. Halt da lang zu gehen, wo die Dinge noch unberührt sind. Und das war so ein bisschen der Zweifel, obs das in Patagonien noch gibt?

    Welche Aspekte des Survivals würden denn da deiner Meinung nach in den Vordergrund treten? Gebrochene Knochen schienen? Fische fangen mit einfachster Ausrüstung?




    mfg

    Michael

  5. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    #5
    Zitat Zitat von pcschröda
    ... was mich interessiert, ist mehr das zwischen den ganzen Nationalparks und Sehenswürdigkeiten und Steinzeithöhlen. Das eigentliche Land eben. Gibt's da z.B. überall Viehzäune, und kriegt man Probleme, wenn man einfach so über den Grund und Boden einer Estancia marschiert....
    Hallo Micha

    Das eigentlich Land interessiert dich. Na super, davon gibt es mehr als genug. Und es ist wunderschön. Wenn ich nächste Woche an meine alte Festplatte rankomme, kann ich mal einige Fotos in die Galerie stellen. Die XI.Region Chiles (die zu Patagonien zählt) hat die Fläche der ehemaligen DDR (100000qkm) und dort wohnen ca. 100000 Menschen. Das sind nur ca. 1 Mensch pro qkm. Dort hast du die volle Bandbreite wunderschöner NAtur. Von patagonischer Steppe im Osten, hügelige Mittelgebirge in der Mitte, dann weiter nach Westen richtig hohe Berge und dann die Fjorde an der Küste, die an Norwegen erinnern. Dazu eine Naturvielfalt, die ist der Hammer. Unten an der Straße Regenwald, dann weiter oben der Lengawald, der irgendwann zu Krüppelwald wird, dann kommen noch ein paar Schotterflächen mit alpinen Matten und oben drüber die ewigen Gletscher. Alles auf Höhen bis 2500m.

    Ich kann jetzt nur von der Region reden, woanders war ich kaum.
    Also, es gibt Viehzäune, nicht zu knapp. Aber die meisten gehören eher Kleinbauern mit ein paar hundert bis 1000 ha Land. Die sind meist sehr nett, wenn du über ihr Land marschierst (außer du vertreibst ihre Herden). Sie sind eigentlich immer sehr nett, herzlich und gastfreundlich und werden dich garantiert auf mindestens eine Mate einladen. Da musst du eher aufpassen, das du wieder loskommst. Diese Kleinbauern leben auch etwas abseits der Dörfer, so das dir immer wieder entsprechende Weidezäune begegnen werden. Manchmal sind die dazugehörigen Fincas aber auch elend weit weg, so das du zwar die Zäune siehst, aber nicht die Häuser dazu. Bei den großen Estancias (ich kann leider nur von der im Valle de la Luna in der Nähe von Nirrehuao sprechen) sind die Besitzer oder Verwalter manchmal nicht so entspannt. Kommt aber natürlich auch wieder auf die Menschen an. Und die Kleinbauern, die mir das berichtet haben, haben natürlich auch eine subjektive Meinung.

    Kann man auf den Estancias Nachschub an Lebensmitteln einkaufen? Wie sind die Preise dort unten (etwas höher als im "zivilisierten" Argentinien, wie man hört.) Ist der Wind wirklich so sagenhaft und das Wetter wechselhaft? Du siehst, ich möchte eine Menge wissen...
    Lebensmittel bekommst du in jedem kleinen Dorf im Tante Emma Laden. Manchmal, wenn du Glück hast bekommst du bei den Bauern ein paar Brötchen, wenn gerade welche übrig sind, oder ein Stück Käse (der aber nicht mit gut gereiftem schweizer Bergkäse oder so vergleichbar ist, das ist eher so ganz junger, der noch nach Kuh schmeckt). Wir hatten einmal Pech, als wir für Aufnahmen draußen waren und unsere bereits geschmierten Brote vergessen hatten. Die Bauern dort hatten gerade nix übrig. Und wir haben den ganzen tag gehungert. Aber auf großen Estancias ist die Wahrscheinlichkeit höher, das sie was haben. Und es gibt super leckeres Fleisch von glücklichen Rindern und Schafen. Also falls du mal zu einem asado al palo eingeladen wirst, unbedingt annehmen.
    Der Wind weht eigentlich nur in der pat. Steppe so kraß. Und dort wirklich regelmäßig, beständig und stark. Wenn du weiter westlich bist, sprich in Chile, dann geht das mit dem Wind. Aber das Wetter ist schon wechselhaft. Die Niederschläge z.B. gehen von 300mm in der Steppe auf 5.000mm in den westlichsten Fjordgegenden hoch, das ganze auf einer Ost-West-Breite von 100km. So prinzipiell (Temp) ist das Wetter ähnlich wie in Mitteleuropa, leicht kälter. Und wenn es friert, dann richtig (-25°C in Coyhaique).

    Ja, das ist eigentlich mehr oder weniger das, was ich mir vorgestellt habe. Halt da lang zu gehen, wo die Dinge noch unberührt sind. Und das war so ein bisschen der Zweifel, obs das in Patagonien noch gibt?

    Welche Aspekte des Survivals würden denn da deiner Meinung nach in den Vordergrund treten? Gebrochene Knochen schienen? Fische fangen mit einfachster Ausrüstung?
    Wirklich 100% unberührt ist auch das Patagonien abseits der ausgetretenen Pfade nicht mehr. Aber immer noch sehr ursprünglich und vor allem wunderschön. Auf Survival mit gebrochene Knochen schienen usw. würde ich mich allerdings nicht unbedingt vorbereiten, eher auf die Sprache . El patagon es una otra cosa como el castellano.
    Und angeln kann man super mit Blinkern (auf Lachse und Lachsforellen) in den vielen Seen und Flüssen (eher mit Fliege auf Forelle). Eigentlich brauchst du dafür einen Angelschein, aber in den Weiten Patagoniens treiben sich nicht überall die Guardaparques rum.

    So, hoffe, geholfen zu haben. Wenn weitere Fragen sind, sag Bescheid.

    Grüße, Robert

    PS: In dem Thread mit dem Buch habe ich auch nochmal ein paar Infos zu Kosten, und Wegen reingestellt.
    quien se apura, pierde el tiempo

  6. Erfahren

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    #6
    Vielen Dank für die ausführlichen Hinweise.

    Eine weitere Frage hätte ich Moment noch:

    Ist der Grenzübergang Argentinien - Chile irgendwie problematisch, d.h. kann die Grenze nur an bestimmten Punkten überquert werden, oder wie läuft das da ab?



    mfg

    Michael

  7. Fuchs
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    #7
    Hmmh, wegen der Grenze.

    Es gab da unten bis 1995 Grenzstreitigkeiten, die auch mit Waffen ausgetragen wurden. In dem Zusammenhang habe ich auch schon von Minengürteln gehört, kann aber nix genaueres dazu sagen. Wahrscheinlich kann das niemand, nicht mal die Grenzer selbst. Außerdem brauchst du eigentlich die Stempel von Aus- und Einreise wegen des Tourivisums.

    Und du darfst keine frischen Lebensmittel (Obst usw.) nach Chile einführen. Die Chilenen haben durch ihre Abgeschiedenheit und die sieben Berge, hinter denen sie wohnen, bisher sehr viel Glück mit dem Nichtauftreten einiger lästiger Insekten (Reblaus, Obstfliegen usw.) gemacht. Dementsprechend rigoros sind die Kontrollen der Landwirtschaftsbehörde an den Grenzen. Kann ich persönlich aber verstehen. Industriell abgepackte Sachen sind kein Problem, nur frische Sachen.

    Grüße, Robert
    quien se apura, pierde el tiempo

  8. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    #8
    Moin nochmal

    In einem anderen Thread (Eure Vorschläge sind gefragt) hat Hannes auch ein paar Sachen zu Patagonien gefragt. Ich beantworte (bzw. versuche es) die einfach mal hier, damit es später auch leichter in der Suche zu finden ist.

    Zitat Zitat von Hannes1983
    Ich habe mal wieder ein paar Fragen, die mir gekommen sind. Ich habe mir deine Buchtipp über Patagonien zugelegt.

    - Bist du in Patagonien nur die beschriebenen Wege gelaufen, oder auch Wege, die nicht in dem Buch genannt wurden?
    - Ich will vermutlich 3 Monate nach Patagonien gehen. Was meinst du, kann ich die im Buch vorgeschlagenen Routen alle laufen oder wird das Zeittechnisch schwierig?
    - Welchen Anflugflughafen sollte ich wählen wenn ich mit Route 1 aus dem Buch anfangen möchte. Ich will dann vom Flughafen mit dem Bus zum Start der Route 1 fahren.
    - Ist es schwierig von einer Router zur nächsten Route mit dem Bus zukommen (umsteigen usw?), da die vorgeschlagenen Routen ja doch einige Kilometer auseinander liegen.
    1) Ich war ja 6 Monate da unten (XI.Region Aysen) für meine Diplomarbeit zur Datensammlung. D.h. eigentlich musste ich arbeiten . Und hatte eigentlich gar keine Zeit, rumzureisen. Aber auch nur eigentlich. Und durch die Arbeit bin ich auch viel mit Kollegen in der Gegend rumgereist, auch mit dem Auto, machmal auch am WE. Einfach Atlas aufgeschlagen und losgefahren. Zu irgendwelchen Seen in den Bergen zum Angeln und Boot fahren usw. Oder ich wurde von den Bauern zum Reiten über die Fincas eingeladen. Also ich kenne die Gegend Aysens auch außerhalb der im Buch beschriebenen Gegenden. In der IX. Region war ich allerdings eher nur in den normalen, von vielen besuchten Nat.parken, halt z.B. Villarica, Huerquehue, Puyehue, Alerce Andino.

    2) Hmmh, soweit ich mich erinnere, sind das 12-15 Touren, oder ? Und das ganze in 3 Monaten ? Ich persönlich würde es den Eindrucks-Overkill nennen und nicht machen, aber prinzipiell geht es bestimmt. Sind ja meist nur Touren mit 3-5 Tagen Länge, oder? Ich würde mich auf einige Sachen konzentrieren. Vielleicht 1,2 Berge (Villarica ist technisch sehr einfach, auch entsprechend bevölkert, vielleicht noch den Llaima oder Osorno, Vlc. Tornadore oder Trocador oder so ähnlich ist bestimmt technisch anspruchsvoller, da steiler), dann noch ein paar schöne Genusstrekkingtouren (z.B. Huerquehue, Puyehue oder Parque Pumalin) mit Thermalquellen als Ziel und Kirschbäumen über der Quelle (Huerquehue). Was mich ja persönlich auch nochmal reizen würde, wäre ne Skitour auf dem pat. Inlandseisfeld. Oder eine Tour auf dem Rio Baker, da gibts auch org. Touren (von Coyhaique aus). Und wunderschön sind auch die Fjorde an der Küste südlich von Chiloe (wo ich übrigens gar nicht war).
    Also such dir lieber ein paar schöne Sachen raus und konzentrier dich da drauf, als das du alles machen willst. Schließlich bist du erstens im Urlaub und zweitens in Patagonien, wo der Spruch gilt: Quien se apura, pierde el tiempo - Wer sich beeilt, wird Zeit verlieren.
    Es gibt nämlich nicht die perfektesten Verkehrsverbindungen --> 4.

    3) Naja, wenn du aus Neuseeland kommst, landest du erstmal in Santiago. Und wenn ich mich recht erinnere, sind die ersten im Buch beschriebenen Touren oben in der IIX und IX. Region, oder ? Kann man noch fliegen (Osorno oder Temuco), aber Busfahren lohnt sich da eigentlich auch, um langsam Land und Gegend kennen zu lernen. Und da runter gibt es sehr gute Straßen und auch sehr gute Busse. Nebenbei sind Busse um einiges billiger als Flieger.

    4) Es gibt ein sehr gutes Bussystem bis Pt. Montt. Und von COPEC, einer Tankstellenfirma gibt es auch ein halbwegs vernünftigen Atlas, den Turistel. Da kann man dann mal ein bisschen planen und checken, wohin die Busse fahren. Auch zwischen den Dörfern und nächstgrößeren Städten gibt es meist mdst. früh und abends einen Bus. Und viele Leute nehmen dich auch auf dem Pickup oder im Auto mit. Wenn du allerdings unorganisierst zum Villarica fährst und dann erwartest, das dich rückzu die org. Touribusse mitnehmen, dann stell dich schonmal auf Wartezeit ein . Oder bestell vorher schonmal ein Taxi.
    Ab Pt. Montt wird es schwieriger. Nach Süden musst du (bzw. der Bus) 2 Fähren (nur Jan. und Febr. in Betrieb) nehmen und damals gab es keinen durchgehenden Bus. Also ist Stückwerk angesagt, oder trampen. Der durchgehende Bus fuhr nur 2x pro Woche über Argentinien (Osorno-Bariloche-Coyhaique 28-30h). Allerdings kann sich das geändert haben, da sie die Straße verbreitert und asphaltiert haben, als ich da war. Es gibt auch Schiffe von Navimag und noch einer Gesellschaft, schau mal hier in die Suche, die habe ich schonmal gepostet.
    Von Coyhaique noch weiter südlich gehen auch fast täglich Busse, allerdings war damals noch fast alles Schotterpiste. Und die Carreterra Austral endet irgendwo am Inlandseisfeld. Für die Torres oder Fitz Roy müsstest du wieder über Argentinien oder fliegen. Nach Tortel, einem kleinen Dorf zwischen nördl. und südl. Eisfeld wurde damals eine Straße gebaut, die müsste jetzt auch fertig sein. Allerdings hat Tortel damit wahrscheinlich seine besondere Atmosphere der Abgeschiedenheit verloren. Wir sind in einer kleiner Beechcraft von Don Carlos hingeflogen. Quer übers nördl. Eisfeld, am Cerro San Valentin und am Cerro Castillo vorbei, das war absolut genial.

    Dann hattest du im anderen Thread noch nach Ausrüstung gefragt. Tja, kommt drauf an, was du machen willst. Es gibt in Viilarica und Pucon Touranbieter für Bergtouren, die auch das entsprechende Equipment vermieten. Wir waren ohne Steigeisen und Pickel auf dem Villarica, da die Sonne sehr stark schien und der Schnee entsprechend weich war. Außerdem machen 150 Touries eine gute Treppe. Man muss nur den Guardaparques ganz glaubhaft versichern, das man nicht rauf will, sondern nur drumherum . Wenn du allerdings ne Alleinumrundung oder Besteigung des Fitz Roy oder Cerro Torre planst, dann brauchst du sicherlich einiges aus Dtl. Und Shops da unten kann ich dir jetzt leider nicht empfehlen.

    Grüße erstmal, Robert
    quien se apura, pierde el tiempo

  9. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    #9
    Ach ja, es gibt ja noch einen alten Thread zu Patagonien, von Klaus, irgendwann im Januar 2005. Da habe ich auch schon viel geschrieben und auch einige bilder von meiner alten Platte gepostet.

    Grüße, Robert
    quien se apura, pierde el tiempo

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Hannes1983
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    #10
    HI Robert!!!

    Danke für deine erneute Hilfe. Des muss ich jetzt erstmal alles durcharbeiten. Wenn ich neuen Fragen habe, dann kann ich mich bestimmt bei dir melden.

    Gruß Hannes

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Hannes1983
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    #11
    Hi Robert!!

    Ich mal wieder. Wie sieht es den mit Rückflügen von Santiego aus. Eigentlich habe ich gedacht, ich buch den Rückflug gleich von Deutschland mit. Hab mir aber jetzt gedacht, es wäre doch geschickter, wenn ich den Rückflug von Patagonien nach Deutschland noch nicht buche, aus folgenden Gründen:

    - Man hat nicht den Stress, wenn man im Lande rumreist, das man zu einem fixen Zeitpunkt wieder am Flughafen sein muss.
    - Wenn wir nach Nepal & Ozeanien mehr oder weniger Geld zu Verfügung haben, können wir das Abreisedatum davon abhängig machen.

    Siehst du bei meiner Überlegung einen Fehler, was die Buchbarkeit eine kurzfristigen Fluges nach Deutschland angeht? Kann ich von Santiego oder sogar einem anderen Ort in Patagonien einen Rückflug von Santiego nach Stuttgart buchen?

    Machs gut hannes

  12. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    #12
    Moin

    Tja, mit Flügen und gerade Gabelflügen kenn ich mi net so aus. Prinzipiell heißt die Stadt erstmal Santiago , internationaler Flughafenkürzel SCL. Und ja, es gibt Reisebüros (in Coyhaique und Temuco auf jeden Fall, in Punta Arenas sicher auch) und es gibt immer noch das Internet. Habe ich glaube ich schon mal irgendwo empfohlen, Inlandsflüge direkt in Chile bzw. über das Internet bei LanChile zu buchen. Da kann man sich auch nach Langstreckenflügen umschauen. Es gibt oft "ofertas de ultimo minuto", Last-minute-Angebote, gerade für innerchilenische Flüge. Und dann gibt es noch Sky Airlines, die fliegen auch innerchilenisch und haben manchmal Angebote
    Ich habe gerade einen Kollegen neben mir sitzen, der seit Jahren in Chile lebt. Der meinte, das gerade jetzt im juni/juli mit ein bisschen suchen der Flug nach Dtl. problemlos möglich war. Und bei seinem Bewerbungsgespräch im April war es auch kein Problem. Aber er empfiehlt 14 Tage vorher zu suchen/buchen, dann sind die Chancen am größten, was zu finden.

    Grüße, Robert
    quien se apura, pierde el tiempo

  13. Erfahren

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    #13
    1. Was kostet ein Flug nach Santiago un dwie lange dauert er?

    2. Inlandsflug von Santiago nach Punta Arenas kostet? wie lang? besser hier oder in Chile buchen?

    zu 1. habe ich bisher gefunden 850 Euro mit Stopp in Paris und Atlanta , Dauer ca. 26 h.

  14. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    #14
    Zitat Zitat von Tarvandyr
    1. Was kostet ein Flug nach Santiago un dwie lange dauert er?

    2. Inlandsflug von Santiago nach Punta Arenas kostet? wie lang? besser hier oder in Chile buchen?

    zu 1. habe ich bisher gefunden 850 Euro mit Stopp in Paris und Atlanta , Dauer ca. 26 h.
    Moin

    zu 1.) Ich würde es vermeiden, bei den Amis vorbei zu fliegen. Es war schon damals (2001) anstrengend und nervig, aber jetzt ist das nur noch Stress an den Einreisekontrollen. Ich höre von allen möglichen Leuten nur noch von Schikane, Beschimpfungen und Psychostress. Außerdem musst du in Miami dein Gepäck auschecken und wieder einchecken, wieder Stress. Ich werde jetzt nach Bolivien leider in Miami stoppen und habe 8h Aufenthalt. Auf 3-4 in den Kontrollen stelle ich mich schon mal ein, den Rest werde ich mich zu Tode langweilen, weil man wahrscheinlich auch den Transitraum nicht verlassen darf. Einziges Pro für eine Reise über die Staaten ist die höhere Freigepäckmenge. Reisen uber Buenos Aires oder Rio sind bedeutend kürzer. Da ist man schon mit knapp 20h dabei, wenn alles gut geht. Allerdings auch nur mit 20kg Freigepäck.

    zu 2.) habe ich schonmal geschrieben, das man es echt vermeiden sollte, Inlandsflüge hier in Dtl. im Reisebüro zu buchen. Entweder im Internet bei den beiden oben genannten Airlines (LanChile und Sky) oder direkt im Land. Beispiel für eine Buchung vom dt. Reisebüro: Santiago - Coyhaique (Balmaceda) 514,- DM hier gebucht, in Santiago am Flughafen für ca. 350,- DM buchbar gesehen und im Internet damals regulär ab ca. 300,- DM (oder 100 DM bei den Last-Minute-Sonderangeboten), jetzt gerade regulär ab ca. 118,- Euro.

    Grüße, Robert
    quien se apura, pierde el tiempo

  15. Erfahren

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    #15
    Danke Robert

    Sind die Inlandsflüge vor Ort kurzfristig buchbar oder sind die schnell ausverkauft.

    Tarvandyr

  16. Fuchs
    Avatar von Robiwahn
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    #16
    Hallo Tavandyr

    Hmmh, ich denke, die sind recht kurzfristig buchbar. Wenn du nicht gerade am WE fliegen willst, wo vielleicht die ganzen WE-Urlauber fliegen, sollte es keine Probleme geben. Zumindest waren damals die Flieger nur 2/3 voll. Und zur Not wartest du halt auf den nächsten Flieger. Die meisten Städte werden 3-4 je Tag angeflogen.

    Grüße, Robert
    quien se apura, pierde el tiempo

  17. Erfahren

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    #17
    Ich muss hier nochmal nachhaken, denn je mehr ich darüber lese und nachdenke, desto mehr stellt sich mir die Frage nach dem Grenzübertritt zwischen Chile und Argentinien.

    Kann man die Grenze auf Feuerland an verschiedenen Punkten passieren, und wie stehts mit der grünen Grenze? Ebenso in Patagonien: wenn ich da so querfeldein stiefle, werde ich früher oder später an der zum Teil etwas eigensinnig verlaufenden Grenze ankommen. Und wenn es da dann keinen offiziellen Grenzübergang gibt, darf man nicht passieren, oder wie sieht das da unten aus. Ich möchte nun aber die Route den Landschaftlichen Gegebenheiten anpassen und nicht unbedingt einer imaginären Grenze.

    Hat jemand ausserdem gute Buchempfehlungen für die Gegend? Und ich meine jetzt keine Wanderführer für die Nationalparks.


    mfg

    Michael

  18. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    #18
    Also ich denke, offiziell darfst du nicht. Die Frage ist, ob es jemand merkt. Aber du bekommst so keinen Stempel in deinen Pass und das Fehlen des selbigen dürfte dich in ziemliche Erklärungsnot bringen. :wink: Da kannst du dann mal testen, wie gut dein Spanisch ist.

    Mac

    PS: Du bekommst dort ständig irgendwelche Zettel. Es ist empfehlenswert, diese aufzuheben, da sie im allgemeinen irgendwer wiederhaben will. Wenn du sie verlierst ist es auch nicht wirklich schlimm, aber du hast evntl. etwas Aufwand.

  19. Erfahren

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    #19
    Und was ist jetzt konkret zu meiner Frage mit Feuerland?Man kann ja wohl bei San Sebastian über die Grenze, und wo noch?


    Danke für die Hinweise,


    Michael

  20. Erfahren

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    #20
    Selbst das chilenische Fremdenverkehrsamt kann mir die Frage nicht beantworten... Nun ja.

    Noch was: es gibt ja hier im Forum den einen oder anderen, der bereits in Südamerika unterwegs war. Was habt ihr denn so für das Flugticket bezahlt?


    mfg

    Michael

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