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  1. Freak Liebt das Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #61
    Spielerei.

    Welche Pferde rücken denn im Starkholz? Elefanten?

    Im Hessenforst sind die Rückegassen da. Maschinen sind wirtschaftlich.

    Auch der staatliche Forstbetrieb arbeitet heute nur noch nach Wirtschaftlichkeit. Bei uns arbeitet der Harvester bis tief in die Nacht Akkord.
    Bodenverdichtung ist doch unserem Förster egal.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

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    AW: Zerfahrene Wege

    #62
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Spielerei....

    ...
    Bodenverdichtung ist doch unserem Förster egal.
    Ich meine, zwischen diesen beiden Aussagen einen Widerspruch erkennen zu können.
    Für eine Welt ohne Pressspan

  3. Moderator
    Fuchs
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    AW: Zerfahrene Wege

    #63
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Bodenverdichtung ist doch unserem Förster egal.
    Schlechte Förster gibts eben überall.

  4. Freak Liebt das Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #64
    Ja.

    Unserer kann nur als abschreckendes Beispiel durchgehen, seine Vorgesetzten sind der gleichen Meinung, sagen es nur nicht so deutlich.

    Trotzdem, maschinengerechte Wälder sind in Hessenforst das Ziel, nur das rechnet sich.
    "adventure is a sign of incompetence"

    Vilhjalmur Stefansson

  5. Neu im Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #65
    Hallo zusammen,

    wir driften zwar vom Thema ab aber trotzdem:

    @Windriver
    Hier mal ein paar ganz grobe Zahlen zu deinen Fragen. Man rechnet pro Tag in etwa mit ca. 25 Fm (einspännig) und ca. 50 Fm (zweispännig) - das ist natürlich auch abhängig von der Stückmasse, der Rückeentfernung und Gelände.
    Aufs Jahr umgerechnet sollte ein Holzrücker ein stückmasseabhängiges Auftragsvolumen von min. 5000 Efm bzw. eine Auslastung von min. 1000 h haben, um hauptberuflich nur mit den Pferden zu rücken. Du würdest also für den Einschlag von 50 Mio Efm in Deutschland unter dieser Minimalbedingung ca. 10000 Holzrücker (nicht Pferde) benötigen.

    Harvester kosten ca. 300000 - 500000 €, d.h. diese Maschinen müssen +/- Akkord laufen (Masse fressen) um sich zu amortisieren. Das Holz bleibt meist noch eine ganze Weile am Polterplatz, bevor es abgeholt wird. Von da kommt also der Druck nicht unbedingt.

    Leider ist das Problem der fehlenden Rückepferde in unseren Wäldern hausgemacht. Reviere werden durch Zusammenlegung immer größer und die Forstarbeiter schwinden - Arbeiten werden "ausgelagert", landeseigene Rückepferde werden/wurden abgeschafft. Der junge Forstauszubildende hat nur an wenigen Stellen die Möglichkeit dieses Handwerk während seiner Ausbildung zu erlernen. Des weiteren wird im Forststudium kaum auf die Chancen und Möglichkeiten von Rückepferden eingegangen - die jungen Förster "wachsen" nur mit dem Maschinengedanken heran. Ein weiteres Problem ist das die Auftraggeber die Pferde oft nur dort engagieren, wo es für die Maschine unrentabel ist. Leider bewegen sich dort auch die Pferde oft an der Grenze zur Rentabilität. Oft wird dann den Holzrückern vorgeworfen das sie zu teuer seien, obwohl der Maschineneinsatz teils noch erheblich teurer wäre. Um ihre Vorteile (auch ökonomisch) auszuspielen müssen die Pferderücker in fast allen Bereichen eingesetzt werden - die Pferde müssen also auch dort arbeiten können wo es etwas zu verdienen gibt und nicht nur für die "Drecksarbeit" herhalten. Solche Nischen schaffen keine Existenzgrundlage für entsprechende Betriebe.

    Wie in meinem vorherigen Beitrag schon erwähnt rechnen sich vor allem kombinierte Verfahren. Kleinere Rückebetriebe brauchen bei diesen Methoden viel weniger in die Anschaffung von Maschinen zu investieren, da oft schon normale Traktoren (Massenware) mit Forstausrüstung oder Rungenanhänger mit Kran ausreichen.

    Stichwort Starkholz. Hier wird überwiegend zweispännig gearbeitet, da auch die Abstände zwischen den Bäumen entsprechend groß sind. Meist handelt es sich um Abschnitte die mit entsprechenden technischen Hilfsmitteln (z.B. Rückewagen) gerückt werden. Durch das ein- oder sogar beidseitige Anheben der Bäume reduziert sich die Zugkraft enorm.

  6. Neu im Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #66
    Cast: "Trotzdem, maschinengerechte Wälder sind in Hessenforst das Ziel, nur das rechnet sich."

    Das mag das Ziel sein aber das nur das sich rechnet glaube ich nicht. Natürlich kann man sich alles hinrechnen, wenn man bestimmte Aspekte weglässt und nur ans kurzfristige Sparen denkt. Gerade in der Forstwirtschaft wo es aber auf Langfristigkeit ankommt sollten ja noch andere Dinge zählen. Damit meine ich nicht unbedingt die anderen Funktionen des Waldes (Wasser, Klima, Erholung, etc.) die sich schlecht in € ausdrücken lassen sondern auch Bodenschutz, Baumschutz, Waldfläche (nicht Wege oder Rückegassen), etc.. Dies spiegelt sich ja in der Vitalität der Bäume, der Holzmenge und der Holzqualität wieder und zumindest letztere können durchaus berechnet werden.

    Viel liegt wirklich daran wie der Förster zur Pferdearbeit steht, ob er schon Erfahrungen damit gemacht hat und ob in der Umgebung (Anfahrtskosten) gute Rücker und Pferde verfügbar sind.
    Wer so eine Arbeit machen will, muss (abgesehen von der Ausbildung) wirklich mit Pferden arbeiten wollen, sonst wird das nichts.
    Geändert von PrinzB (06.09.2018 um 14:00 Uhr)

  7. Fuchs

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    AW: Zerfahrene Wege

    #67
    Zitat Zitat von PrinzB Beitrag anzeigen
    Wer so eine Arbeit machen will, muss (abgesehen von der Ausbildung) wirklich mit Pferden arbeiten wollen, sonst wird das nichts.
    ... und man muss harte körperliche Arbeit für wenig Geld mögen . Ich kann nicht behaupten , das uns bei so einer Stellenausschreibung die Türen eingerannt werden . Da sind Maschinenarbeitsplätze in klimatisierten Kabinen wesentlich begehrter .
    Ich habe auch mal die Zahlen überschlagen und bin ebenfalls bei ca. 10000 Pferderückern gelandet und glaube nicht das die Stellen ( zu Forstgehältern ) je besetzt werden könnten . Es sind ja schon Maschinenrücker schwer zu bekommen .

  8. Neu im Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #68
    Von den Gehältern habe ich keine Ahnung - wie viel verdient denn ein Forstarbeiter in etwa monatlich?

    Es ist zwar nicht ganz vergleichbar aber ich fahre den Mist lieber mit unseren Pferden raus auf die Wiese als mit dem Trecker, dieses ständige Getucker und die Vibrationen nerven mich irgendwie. Mit den Pferden ist es viel ruhiger und man hört die Natur rundherum.

    Aber zurück zum Thema. Letztes Jahr waren wir mit der Kutsche auf einem Waldweg (kein Schotter) unterwegs. Auf einem Teilstück waren wohl vor längerer Zeit auch mal Forstmaschinen unterwegs. Keine Chance, zum Glück konnten wir uns Seitwärts durch die Bäume wurschteln. Mit einem Stock habe ich spaßeshalber mal gemessen - knapp über Kniehöhe also ca. 60 cm. So hoch stand allerdings nur das Wasser, die Spuren waren noch tiefer.

  9. Dauerbesucher
    Avatar von Fritsche
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    AW: Zerfahrene Wege

    #69
    Zitat Zitat von PrinzB Beitrag anzeigen
    ...Mit einem Stock habe ich spaßeshalber mal gemessen - knapp über Kniehöhe also ca. 60 cm. So hoch stand allerdings nur das Wasser, die Spuren waren noch tiefer.
    Das wären alles die Mountainbiker, sagte mir mal einer, der Professor für Forstbau an einer dt. Uni ist...
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  10. Fuchs

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    AW: Zerfahrene Wege

    #70
    Zitat Zitat von PrinzB Beitrag anzeigen
    Von den Gehältern habe ich keine Ahnung - wie viel verdient denn ein Forstarbeiter in etwa monatlich?
    2000 - 3000,- Brutto , dafür ruiniert man sich mit 100 %iger Warscheinlichkeit im Laufe des Berufslebens seine Gesundheit und hat mit Abstand das höchste Unfallrisiko aller Berufe . Auch ein Grund für den Maschineneinsatz , senkt die Unfallzahlen gewaltig .

  11. Erfahren

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    AW: Zerfahrene Wege

    #71
    Unabhängig von der ehrenwerten Diskussion wie man rücken sollte: Die Pferdefreaks in D sind nicht die Herren sondern die Damen. Schau Dir auf einschlägigen Veranstaltungen die Kunden an... Frauen. Die Zielgruppe von Cavallo z. B. Sind Frauen.
    Unlängst war ich zur Hengstparade in Celle.... der Nachwuchs der Pferdewirte: junge Damen.
    Die Gespannfahrer aus Tschechien...... Kerle mit dicken Oberarme.

    Du kannst Dir Rückgespanne wünschen. Gern. Du brauchst pro Gespann nur einen Mechatroniker oder It‘ler zum Gespannführer umzuschulen. Frage: wie oft im Jahr gibt es das Gehalt? Wieviel Wochen ist „Schlechtwetter“?

    Nebenbei ist mir bekannt, das es sogar weibliche Hufschmiede und Gespannführer gibt.

  12. Fuchs

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    AW: Zerfahrene Wege

    #72
    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Du kannst Dir Rückgespanne wünschen. Gern. Du brauchst pro Gespann nur einen Mechatroniker oder It‘ler zum Gespannführer umzuschulen. Frage: wie oft im Jahr gibt es das Gehalt? Wieviel Wochen ist „Schlechtwetter“?
    OT: Eine Frage die mich schon länger interessiert ? Wir sind ja im Outdoorforum . Wieviel Leute arbeiten hier denn jeden Tag outdoor , um ihren Lebesunterhalt zu verdienen ? So bei Wind und Wetter mit körperlich schwerer Arbeit ? ( Ich habe vielleicht 2-3 Schlechtwettertage pro Jahr , bin sonst jeden Arbeitstag draussen . Nix mit im Trocknen sitzen , wenn es regnet , kalt oder heiss ist .) Ich habe oft den Eindruck , dass die meisten einen arg verkitschten Eindruck von der Lohnarbeit in Land- und Forstwirtschaft haben . Das merke ich auch bei den Praktikanten usw. die regelmässig bei uns aufschlagen .
    Gruss , windriver

  13. Freak Liebt das Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #73
    Draußen bin ich auch, aber ein Studium hilft dabei nicht mehr draußen bei jedem Wetter arbeiten zu müssen. Aber mal 3-4 Stunden neben einem Bagger passiert schon, egal wie das Wetter ist. Für einen Geologen nicht relevant.

    Im übrigen Augen auf bei der Berufswahl und auf der Schule besser aufpassen.
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    Vilhjalmur Stefansson

  14. Fuchs

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    AW: Zerfahrene Wege

    #74
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen

    Im übrigen Augen auf bei der Berufswahl und auf der Schule besser aufpassen.
    Mein Abitur hätte auch locker fürs Geologiestudium gereicht . War mir zu langweilig , kannte ich ja von meinen Eltern . Ich mach den Job aus Begeisterung , nicht um reich zu werden und ausserdem muss ich so nicht täglich ins Büro .

    Worauf ich hinauswollte : Ich glaube nicht , das man 10000 motivierte Pferderücker zusammenbringen würde . Selbst in diesem outdoor- und sportfreundlichen Forum gibt es wenig User die sich für einen Vollzeitknochenjob im Freien begeistern können .
    Geändert von windriver (06.09.2018 um 20:19 Uhr)

  15. Freak Liebt das Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #75
    OT: Na wenn du meinst.

    Wer sich freiwillig das Leben durch den Job des Forstwirts verkürzt....

    Ich gehe nicht täglich ins Büro. Ich habe einen Container.
    Da bin ich mein eigener Herr, da gibts erst mal morgens Kaffee, dann werden Mails gecheckt und dann mache ich einen Spaziergang, 900m Baustelle und schaue was so läuft und anderen bei der Arbeit zu. Hatte auch schon eine die war 8 km lang.
    Dann wieder vorm Computer und am Telefon und wenns langweilig wird wieder raus.
    Und es macht mehr Spaß fürs Gesamte verantwortlich zu sein.

    So wird man alt. Hoffentlich.
    Wenn du gern unter unerträglichen Bedingungen arbeitest kann ich auch einen Hochofen empfehlen, im Hamburger Hafen steht die größte Kupferhütte Europas, zum Beidpiel

    Wenn schon im Wald, dann wenigstens als Förster. Auch wenn die heute viel im Büro zubringen.
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    Vilhjalmur Stefansson

  16. Moderator
    Fuchs
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    AW: Zerfahrene Wege

    #76
    OT: Du hast in deinem "Workflow" ODS ganz vergessen.

  17. Moderator
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    Avatar von Pfad-Finder
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    AW: Zerfahrene Wege

    #77
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    OT: ...Dann wieder vorm Computer ...
    Das haben wir schon mitbekommen.
    Schutzgemeinschaft Grüne Schrankwand - "Wir nehmen nur das Nötigste mit"

  18. Freak Liebt das Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #78
    Nur kein Neid.
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    Vilhjalmur Stefansson

  19. Neu im Forum

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    AW: Zerfahrene Wege

    #79
    Zitat Zitat von Bulli53 Beitrag anzeigen
    Die Pferdefreaks in D sind nicht die Herren sondern die Damen.
    Ja, viele Mädchen und Frauen lieben Pferde, haben Pferde, reiten in ihrer Freizeit oder nehmen an Turnieren teil. Allerdings betrifft das meist den Freizeitbereich bzw. den Breitensport. In sofern stimmt deine Behauptung.

    Es ist aber andererseits auch so, das im Profisport und beim richtigen Arbeiten mit Pferden (z.B. Pflügen, Holzrücken, etc.) meist noch die Männer dominieren. Der Frauenanteil ist dort aber in den letzten 10 Jahren ebenfalls stark gewachsen.

    @Windriver
    Meinst du mit dem Knochenjob nur das eigentliche Rücken oder zählst du die motormanuelle Fällung schon dazu?
    M.M.n. hält sich die körperliche Anstrengung beim Rücken selbst in Grenzen. Je nach Gelände kommt man aber trotzdem schon schön ins Schwitzen. Allgemein arbeitet man aber doch ruhiger, schon alleine wegen der Sicherheit und weil man mit einem Tier arbeitet. Gerade jetzt am WE hatte ich ein paar Gespräche im Bekanntenkreis (Praktiker) die mir das bestätigt haben. Diese gesundheitlichen Themen wurden wohl auch bei Holzrückewettbewerben diskutiert und es herrscht eigentlich die Meinung vor das diese Arbeit (sofern man sie ordentlich macht) von Pferd und Rücker sehr lange gemacht werden kann und auch fit hält.

    Das mit den 10000 Rückern sehe ich nicht ganz so problematisch. Allerdings muss die Anzahl genauso wieder wachsen, wie sie zurück gegangen ist. Von jetzt auf gleich geht das natürlich nicht. Neben entsprechenden Pferden und der Ausbildung fehlen natürlich auch Leute mit viel Erfahrung bei denen man etwas lernen/abschauen kann (von Kursen mal abgesehen).

  20. Fuchs

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    AW: Zerfahrene Wege

    #80
    Zitat Zitat von PrinzB Beitrag anzeigen
    @Windriver
    Meinst du mit dem Knochenjob nur das eigentliche Rücken oder zählst du die motormanuelle Fällung schon dazu?
    M.M.n. hält sich die körperliche Anstrengung beim Rücken selbst in Grenzen. Je nach Gelände kommt man aber trotzdem schon schön ins Schwitzen. Allgemein arbeitet man aber doch ruhiger, schon alleine wegen der Sicherheit und weil man mit einem Tier arbeitet. Gerade jetzt am WE hatte ich ein paar Gespräche im Bekanntenkreis (Praktiker) die mir das bestätigt haben. Diese gesundheitlichen Themen wurden wohl auch bei Holzrückewettbewerben diskutiert und es herrscht eigentlich die Meinung vor das diese Arbeit (sofern man sie ordentlich macht) von Pferd und Rücker sehr lange gemacht werden kann und auch fit hält.
    Ich meinte die gesamte Waldarbeit , auch das (Pferde)Rücken . Das ist auch kein Wiederspruch zu den Aussagen deiner Bekannten . Zur Zeit machen den Job Idealisten , für die ist das mehr als Beruf . Oft Berufung . Da hat man oft eine leicht positiv verschobene Wahrnehmung .
    OT: Ich kenne das Phänomen aus meiner aktuellen Branche ,der Baumpflege . Die überzeugten SKTler ( Baumkletterer ) behaupten auch das die Kletterei nicht anstrengend und körperschonend ist . Die Kollegen die sowohl Arbeitsbühne als auch klettern , sehen das meist anders . Da wird nur geklettert , wenn man keine Maschine einsetzen kann . Wenn wir SKTler als Subunternehmer da haben , lassen sie spätestens ab dem 3. Tag , wenn möglich , durch die Bühne im Baum absetzen .
    Das ist bei allen körperlichen Arbeiten so . Die Idealisten und Überzeugungstäter machen es gerne ( und reden es sich schön ) , die Pragmatiker nehmen eine Maschine ( und sitzen warm und trocken ) . So ist zumindest meine Erfahrung der letzten 20 Jahre .
    Apropo SKT : Es gibt ca. 3000 qualifizierte Baumkletterer in Dtl. Davon sind schätzungsweise 2/3 Vollzeit aktiv . Obwohl die Branche boomt , massiv Bedarf ist , man überdurchschnittlich ( für GaLa-Bau und Forstwirtschaft ) verdient , werden es nicht mehr . Zu anstrengend , zu dreckig , zu draussen . Warum sollte man also 3mal soviel Leute fürs Rücken motivieren können ?
    Geändert von windriver (10.09.2018 um 19:15 Uhr)

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