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  1. Freak Liebt das Forum

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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #21
    Ein nasser Sommer regelt da viel.

  2. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #22
    Dazu dann noch ordentlich Mücken, tagelang Starkwind... So gesehen könnte ein Reisebericht auch den anderen Effekt haben, nämlich ein realistisches Bild zu zeigen.

  3. Erfahren

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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #23
    Mich hat der Reisebericht bisher überhaupt nicht interessiert. Jetzt da ich diesen Thread gesehen und gelesen habe ist meine Neugier erwacht: Wenn das da so toll ist dass manche Leute es unbedingt für sich alleine haben wollen, dann schau ichs mir doch auch mal genauer an.

    Klassischer Streisand-Effekt

  4. Erfahren
    Avatar von lanzelot72
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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #24
    Vielleicht wirke ich jetzt etwas naiv und überhaupt viel zu unerfahren im ods-Forum, aber ich frage mich gerade ganz ernsthaft :

    Was führt dazu, daß ich eine bestimmte Region bereise / bewandere und anschließend (!) die Meinung vertrete, da sollte eigentlich gar niemand hin ?
    (Also, völlig unabhängig von der jeweiligen Region, das konkrete Beispiel hab ich mir bis heute nicht angesehen, weil mich Skandinavien grundsätzlich eher wenig interessiert)

    Ist das eine gewisse Arroganz des (mehr oder weniger selbsternannten) "Erstentdeckers" ? Nach dem Motto : Hey, das gehört nur MIR !

    Ist das ein Resultat aus rein faktischen Überlegungen wegen den potentiellen Auswirkungen auf Natur / Biotop / ..., die derjenige selbst aber auch schon spätestens am ersten oder zweiten Tag hätte feststellen, und damit seine eigene Tour abbrechen hätte können (oder sogar "müssen“, weil er selber ja auch nicht “dorthin" gehört hätte) ?

    Ist das der eigene, wie auch immer entstandene Wille, anderen Staaten oder Ländern / Regionen / ... vorauseilend ihre eigene Gesetzgebung / Regulierungskompetenz abzunehmen ?

    Ist es einfach nur gut gemeint, im besten Sinne und Gewissen, weil sich derjenige selber irgendwie als "Eindringling" gefühlt hat ?

    Oder ist es ... *hier beliebige Begründung einfügen* ???

    Oder kommt da irgendwie alles, oder zumindest ein Teil zusammen ? Und wenn, dann was ?

    Und jetzt die Preisfrage : Gibt es außerhalb der eigenen Wahrnehmung da irgendeine Referenz, irgendeine Regel ?

    Griaßle !
    Meine Beiträge sind das Produkt aus rein zufälligen persönlichen Einzelerfahrungen und einem sehr pragmatischen Weltbild !
    http://hikker.eu

  5. Erfahren

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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #25
    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    Ersteres.
    Dem kann ich nur zustimmen.

    Ich gehe seit 2007 nicht mehr in den Sarek, weil ich damals nicht einmal mehr im Spätherbst die Einsamkeit und Wildheit vorfand wie auf meinen ersten Touren in den 90ern.

    Ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich auf eine neue Webseite von irgend einem Adventure-Reiseanbieter stoße, der Touren in den Nationalparks anbietet und bewirbt, am besten zu sechzehnt und immer schön mit Lagerfeuerromantik und Custom-Helikopter- oder Bootstransfers...

    Laut Nationalparksverordnung sollen 'kommerzielle Aktivitäten' in den Parks eigentlich verboten sein, aber irgendwie scheint es das Naturvardsverket damit nicht allzu genau zu nehmen.

    Man kann gar nicht so schnell neue und 'unentdeckte' bzw. nur den Ortsansässigen bekannte 'geheime Perlen' und schöne Ecken auf Google Earth scouten, wie diese dank der Reiseveranstalter, Reiseführer(literatur), Blogger und sonstiger Reiseberichterstatter dieser Welt ins Rampenlicht gezerrt werden.

    So schön es sein kann, seine tollen Erlebnisse und Fotos mit anderen zu teilen, oder auch an den Berichten anderer teilzuhaben - letztendlich wird damit das, was einen ursprünglich an diesen Gebieten so fasziniert hat, auf eine gewisse Art und Weise zerstört und zwar unwiederbringlich, denn das Internet vergisst nie und gute 'Geheimtipps' sprechen sich eben einfach extrem schnell rum, auch außerhalb eines Forums wie diesem bzw. auch außerhalb der Gruppe seiner Mitglieder...

    Dazu kommt noch, dass solche rar gesäten unentdeckten 'Perlen' außerhalb von NPs von Wasser- und Windkraftnutzung bedroht sind (Stichwort Småkraftverk und Konsorten), dass fröhlich Stromtrassen oder gar Straßen hindurchgebaut werden, dass Ferienhütten überall wie Pilze aus dem Boden schießen usw. usw.

    Wenn man die aktuelle Situation mit der z.B. vor 20 Jahren vergleicht, ist dies wirklich ernüchternd. Wer mit dem Mehr an Tourismus und Zivilisation leben kann und nicht die absolute Einsamkeit und Wildheit sucht, wird darüber natürlich hinwegsehen können - wer die Ursprünglichkeit davor kennen- und schätzengelernt hat, wird sich damit entsprechend schwer tun und wird wohl in Zukunft in immer entlegenere Regionen ausweichen müssen...

  6. Erfahren

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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #26
    Zitat Zitat von lanzelot72 Beitrag anzeigen
    Ist das eine gewisse Arroganz des (mehr oder weniger selbsternannten) "Erstentdeckers" ? Nach dem Motto : Hey, das gehört nur MIR !
    Wenn ich mir die Antworten hier so durchlese dann - Ja, das ist es.

    Da erdreisten sich teilweise noch andere Leute nach "Wildnis" zu suchen, unverschämt.
    Vor allem sind das alles immer nur ganz böse Touristen die alles kaputt machen im Gegensatz zu mir.

  7. Freak Liebt das Forum

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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #27
    Dem kann ich nur zustimmen.

    Es ist zwar ein Widerspruch, weil diejenigen die zuerst kommen den anderen irgendwie doch den Weg bereiten.

    Trotzdem. Ich sehe es ähnlich wie du, nur war ich 10 Jahre früher unterwegs

    Zum Glück gibt's noch Gegenden an denen die meisten Besucher achtlos vorbei fahren, mit starrem Blick auf Kungsleden oder Sarek, oder die Autotouristen das Nordkapp.
    Dabei trifft es sich gut, daß ich mich im Wald wohler fühle als im Fjäll.

    Arroganz?

    Sorry, wenn ich hier so manchen Beitrag lese in dem jede Kleinigkeit abgefragt wird, einschließlich "wie schxxx ich in den Wald" hat das nix mit Arroganz zu tun, sondern zeugt vom Wunsch manchen Zeitgenossen nicht auch noch im Urlaub zu begegnen.

  8. Dauerbesucher
    Avatar von atlinblau
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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #28
    Zitat Zitat von JustMe79 Beitrag anzeigen
    .Wenn man die aktuelle Situation mit der z.B. vor 20 Jahren vergleicht, ist dies wirklich ernüchternd.
    Wer mit dem Mehr an Tourismus und Zivilisation leben kann und nicht die absolute Einsamkeit und Wildheit sucht,
    wird darüber natürlich hinwegsehen können - wer die Ursprünglichkeit davor kennen- und schätzengelernt hat,
    wird sich damit entsprechend schwer tun und wird wohl in Zukunft in immer entlegenere Regionen ausweichen müssen..
    1995 war deine Base-Line (Ausgangsniveau), ab der du die Entwicklung des Sarek für dich
    beurteilen kannst. Resultat:
    "Ich gehe seit 2007 nicht mehr in den Sarek, weil ich damals nicht einmal mehr im Spätherbst
    die Einsamkeit und Wildheit vorfand wie auf meinen ersten Touren in den 90ern."


    Ich gehe davon aus, dass es auch Wanderer gibt, die in den 60er Jahren dort unterwegs waren
    und für sich die gleiche Erkenntnis hatten wie du und schon in den 90er Jahren nicht mehr dort
    wanderten. Auch die dort lebende Bevölkerung hat andere Erfahrungen als du.
    Dein "Maßstab" ist deiner.

    Als ich nach der Wende Anfang der 90er nach Nordfrankreich fuhr, kam ich mir auch vor wie ein Entdecker.
    Doch an den Namen der Städte wurde mir klar, dass mein Opa schon vor 80 Jahren hier war und
    andere Erfahrungen machte.

    Jede Generation ein neues Hirn...alles neu und alles wiederholt sich.

    Thomas

  9. Fuchs
    Avatar von Polte
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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #29
    Zitat Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
    alles neu und alles wiederholt sich.
    Nunja, die Natur erholt sich nur schwer bei einem Massentourismus ohne LNT gedanken. Und mit Sicherheit ist der Tourismus in diesen Regionen in den 60igern weniger gewesen als in den 90igern. Konnte aber noch von der Natur aufgefangen werden. Jetzt sieht es eventuell doch etwas anders aus. Das Internet gibt einem die Möglichkeit sehr schnell sehr viele Infos zubekommen. Dazu der Hype um das Wandern und das man es nur richtig betreibst, wenn du dann auch in diese "wilden" Gegenden fährst (getreu dem Motto von Schöffel: Ich bin dann mal raus) sind weitere Faktoren die diesen Tourismus anheizen.

    Natürlich sollte es jedem freigestellt sein einen Bericht über seine Reisen verfassen zu dürfen, egal wo er war. Aber natürlich sind diese Berichte auch ein Anreiz für andere diese Gegenden aufzusuchen.

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #30
    Zitat Zitat von JustMe79 Beitrag anzeigen
    ....Ich gehe seit 2007 nicht mehr in den Sarek, weil ich damals nicht einmal mehr im Spätherbst die Einsamkeit und Wildheit vorfand wie auf meinen ersten Touren in den 90ern......
    Hallo, ´
    ich war zuletzt 1996 dort!
    Der Sarek war schon damals sehr beliebt, in allen möglichen Publikationen wurde über den Park berichtet.
    Der erste Trekkingbericht den ich jemals gelesen hatte handelte über den Sarek.
    Es ist ein PARK, umgeben von einem Wanderwegs- und Hüttennetz, hat eine sehr ansprechende Landschaft und war schon lange verkehrsmäßig gut zugänglich.
    Natürlich zieht das auch viele Touristen an!
    Sicher heute mehr als früher, das kann ich nicht beurteilen.

    Wer das nicht mag, findet aber auch andere Gebiete die einsam genug sind... (siehe z.B. Berniehh´s Berichte).
    Die werden aber sicher die allewenigsten nachwandern, da vielen viel zu strapaziös, zu abgelegen, zu schwer zu erreichen, zu lang, das Klima zu rauh und die Vegetation zu dicht ist.
    Oder man fahre gleich nach Sibirien! (Reisebericht von Robtrek)

    Aber solange keine Straßen, Bohlenwege, Hütten, gebaut werden, solange es keine Verhältnisse wie in den Alpen gibt, wird der Zugang immer limitiert sein.
    Und falls es doch zu viel ist muß man vielleicht verwaltungsseitig ein Permitsystem einführen...

    Schlimmer ist meist in solchen Gegenden Rohstoffabbau und regenerative Energieerzeugung und damit einhergehender Straßen und Hochspannungsmastbau ("Stora Sjöfallet" Nationalpark / Akkajaure, oder Blick vom Skierfe )

    Ich habe selbst lange überlegt ob ich selbst etwas schreibe aber ich finde die Internet Informationsmöglichkeiten insbesondere die Reiseberichte in diesem Forum sehr bereichernd und hatte mich daher entschlossen mich auch einzubringen.
    Geändert von Pielinen (01.07.2015 um 09:50 Uhr)

  11. Erfahren

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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #31
    Zitat Zitat von atlinblau Beitrag anzeigen
    1995 war deine Base-Line (Ausgangsniveau), ab der du die Entwicklung des Sarek für dich
    beurteilen kannst
    ...
    Ich gehe davon aus, dass es auch Wanderer gibt, die in den 60er Jahren dort unterwegs waren
    ...
    Dein "Maßstab" ist deiner.
    Glaube mir - ich wünschte mir wirklich sehr, dass meine 'Base-Line' in Sachen Outdoor-Erfahrung die 60er wären - leider hat das biologisch nicht so ganz hingehauen...

    Und klar ist mein Maßstab meiner - ich denke, jeder hat da seinen eigenen, das ist doch ganz normal. Genau deshalb versuche ich ja auch schon auszuweichen, teilweise auch mit Erfolg. Aber wenn ich deswegen dann irgendwann (quasi) nach Sibirien fahren muss, sieht man doch schon, dass sich irgendwas ziemlich verändert hat.

    Ich führe mal ein paar Beispiele an, die das vielleicht verdeutlichen:

    Alleine das Hinkommen und die entsprechende Logistik waren in den 90ern eine deutlich größere Hürde als heute. Ich hab oft mehrere Stunden über mehrere Tage hinweg an diversen DB-Schaltern zugebracht, bis die mal ne geeignete Verbindung zum gewünschten Reisezeitpunkt gefunden - geschweige denn gebucht - hatten... Wenn das dann von Erfolg gekröhnt war, stand einem eine zwei- bis zweieinhalbtägige Anreise bevor - die Abreise dauerte noch einmal so lange.

    Heutzutage kann ich bequem alles innerhalb von ner Stunde über's Internet abchecken und buchen - fertig. Die Reisezeit kann dank Billigfliegern und Co. problemlos mindestens halbiert werden, wenn ein eventueller Aufpreis im Vergleich zur Zugreise keine Rolle spielt. Darüber hinaus bin ich mir ziemlich sicher, dass es damals keine 'fahrplanmäßige' tägliche Hubschrauberverbindung zu touristischen 'Zentren' und Samensiedlungen in Lappland gab, oder custom drop-ins direkt an der Nationalparkgrenze (z.B. am Nammatj).

    Dann wäre da noch die Sache mit der Information über das Reisegebiet an sich - klar gab es auch damals schon eine Hand voll Reiseführer, aber im Vergleich zu dem, was heute das Internet für jeden bequem in Sekundenbruchteilen zugänglich macht, war das ein Witz³. Wieviele Reiseberichte von Privatpersonen konnte man damals lesen, wieviele Angebote von 'Adventure'-Reiseveranstaltern waren zugänglich? Heute wird 'Outdoor' aller Orten kommerzialisiert, dass es kracht, und von vielen Protagonisten wird dann alles gleich am nächsten Tag (oder am besten noch während der Tour) ins Netz gestellt, samt GPS-Track und geo-getaggten Fotos, die dann auf Panoramio, Google Earth und Co. landen.

    Selbst das Kaufen der entsprechenden Ausrüstung für Wildnis-Trekkingtouren war früher ne deutliche Hürde im Vergleich zu heute. Da musste man im Zweifelsfalle ein paar Mal ne ganze Ecke zu den rar gesäten Shops fahren, die bestimmte Sachen überhaupt im Sortiment hatten. Heute bestellt man sich alles bequem ein paar Wochen vorher im Internet, und wenn doch noch kurzfristig irgendwas Entscheidendes fehlen sollte, kriegt man das im Notfall noch 2 Tage vor Tourbeginn via Expressversand - gab's früher alles nicht in dieser Form, wenn ich mich recht entsinne.

    Letzlich führt das in der Summe dazu, dass die Schwelle, eine solche Unternehmung zu planen und durchzuführen, um ein Vielfaches niedriger liegt als in den 90ern oder gar in den 60ern - und ganz zwangsläufig wirkt sich das auch auf die Besucherzahlen aus - und natürlich sind dann da auch weniger Umsichtige dabei, die Müll hinterlassen, Feuer machen, Wege 'verbreitern' usw..

    Wie weiter oben schon gesagt wurde - die Natur, speziell im hohen Norden Lapplands, hält nun einmal nur eine gewisse Menge an Touristen aus, und auch das Freiheits- bzw. Wildnisgefühl (z.B. in der 'letzten Wildnis Europas') wird sich - für jeden, nicht nur für mich - nur bis zu einer gewissen Menge an Gleichgesinnten einstellen können, egal wie hoch oder niedrig da der persönliche Maßstab bzw. Schwellenwert ist - irgendwann ist's damit schlicht vorbei. Das ist im Übrigen eine Tatsache, ein Automatismus, und hat mit den von manchen hier unterstellten 'Erstentdecker-Besitzansprüchen' rein gar nichts zu tun...

  12. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #32
    Also ich war 1988 erstmals dort:

    Hinkommen war via DB von Frankfurt aus gar kein Problem und bequem vom Schalter aus gebucht.
    Bahnfahren dauerte schon damals physikalisch gleich lange, aber bequem per Nachtzug.
    Fliegen war auch damals möglich, wie gesagt durfte auch damals Geld keine Rolle spielen.
    Fly-in Möglichkeiten gibt es auch schon lange.
    Trekkingsachen besorgen war via Globetrotterkatalog oder mit min. 2 Outdoorläden in Frankfurt kein Problem.

    Und zumindest im Sommer auf den Hauptrouten war es im Sarek auch schon überlaufen.

    Ich gebe zu, ich kann nicht beurteilen wie es jetzt im Sept / Okt. dort aussieht... Mag sein daß es durch den Outdoor Hype voller geworden ist. Aber tagelanger Schneeregen wird auch heutzutage nicht jedermanns Sache sein.

    Ich habe mal Ende September 1995 dort im Sarvesvagge eine ganze deutsche Schulklasse getroffen die sich per fly-in mit Proviantnachschub versorgen lassen hatte.
    Geändert von Pielinen (01.07.2015 um 13:25 Uhr)

  13. Erfahren

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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #33
    Zitat Zitat von Pielinnen Beitrag anzeigen
    Ich habe mal Ende September 1995 dort im Sarvesvagge eine ganze deutsche Schulklasse getroffen die sich per fly-in mit Proviantnachschub versorgen lassen hatte.
    Naja - je nachdem, wo man wohnt bzw. damals gewohnt hat, war das logistisch schon was anderes. Aber gut - vielleicht war ich damals auch einfach noch zu grün hinter den Ohren, das ist durchaus möglich...

    Vielleicht hatte ich bei meinen Touren davor auch tendentiell eher Glück und gerade 2007 besonderes 'Pech', aber gerade solche Gruppenwanderungen samt Zeltsiedlungen (also auf diese zu treffen) und fly-ins hatte ich davor eben nicht, und das ist halt zumindest mit meinem Wildnis-Erlebnis-Schwellwert und -verständnis irgendwie nicht vereinbar.

    Davor hatte ich innerhalb von 2-3 Wochen immer so 2, maximal 4 Leute getroffen. In den Gebieten, in die ich inzwischen ausweiche, treffe ich normalerweise so 0-2 im selben Zeitraum, da kann man sich nicht beklagen. Bestimmte 'Sehenswürdigkeiten' entgehen einem so natürlich, aber naja, man kann eben nicht alles haben...

  14. Freak Liebt das Forum

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    #34
    Und klar ist mein Maßstab meiner - ich denke, jeder hat da seinen eigenen, das ist doch ganz normal.
    Manchen Leuten gefällts ja auch in Rimini oder am Ballermann.

    Alleine das Hinkommen und die entsprechende Logistik waren in den 90ern eine deutlich größere Hürde als heute. Ich hab oft mehrere Stunden über mehrere Tage hinweg an diversen DB-Schaltern zugebracht, bis die mal ne geeignete Verbindung zum gewünschten Reisezeitpunkt gefunden - geschweige denn gebucht - hatten... Wenn das dann von Erfolg gekröhnt war, stand einem eine zwei- bis zweieinhalbtägige Anreise bevor - die Abreise dauerte noch einmal so lange.

    Heutzutage kann ich bequem alles innerhalb von ner Stunde über's Internet abchecken und buchen - fertig. Die Reisezeit kann dank Billigfliegern und Co. problemlos mindestens halbiert werden, wenn ein eventueller Aufpreis im Vergleich zur Zugreise keine Rolle spielt. Darüber hinaus bin ich mir ziemlich sicher, dass es damals keine 'fahrplanmäßige' tägliche Hubschrauberverbindung zu touristischen 'Zentren' und Samensiedlungen in Lappland gab, oder custom drop-ins direkt an der Nationalparkgrenze (z.B. am Nammatj).

    Dann wäre da noch die Sache mit der Information über das Reisegebiet an sich - klar gab es auch damals schon eine Hand voll Reiseführer, aber im Vergleich zu dem, was heute das Internet für jeden bequem in Sekundenbruchteilen zugänglich macht, war das ein Witz³. Wieviele Reiseberichte von Privatpersonen konnte man damals lesen, wieviele Angebote von 'Adventure'-Reiseveranstaltern waren zugänglich? Heute wird 'Outdoor' aller Orten kommerzialisiert, dass es kracht, und von vielen Protagonisten wird dann alles gleich am nächsten Tag (oder am besten noch während der Tour) ins Netz gestellt, samt GPS-Track und geo-getaggten Fotos, die dann auf Panoramio, Google Earth und Co. landen.

    Selbst das Kaufen der entsprechenden Ausrüstung für Wildnis-Trekkingtouren war früher ne deutliche Hürde im Vergleich zu heute. Da musste man im Zweifelsfalle ein paar Mal ne ganze Ecke zu den rar gesäten Shops fahren, die bestimmte Sachen überhaupt im Sortiment hatten. Heute bestellt man sich alles bequem ein paar Wochen vorher im Internet, und wenn doch noch kurzfristig irgendwas Entscheidendes fehlen sollte, kriegt man das im Notfall noch 2 Tage vor Tourbeginn via Expressversand - gab's früher alles nicht in dieser Form, wenn ich mich recht entsinne.

    Letzlich führt das in der Summe dazu, dass die Schwelle, eine solche Unternehmung zu planen und durchzuführen, um ein Vielfaches niedriger liegt als in den 90ern oder gar in den 60ern - und ganz zwangsläufig wirkt sich das auch auf die Besucherzahlen aus - und natürlich sind dann da auch weniger Umsichtige dabei, die Müll hinterlassen, Feuer machen, Wege 'verbreitern' usw..
    Naja, ich bin das erste Mal (1983) mit Transalpino Ticket bis Kiruna, keine Ahnung wie ich da die Verbindungen ermittelt habe bzw an das Ticket gekommen bin, ich glaube, daß es bei einem DER Reisebüro war.
    Abends in Ffm los, morgens in Kopenhagen, dann Zug bis Stockholm, 3 Tage Stockholm und mit Nachtzug weiter bis Kiruna.
    Also kein Problem.
    Ausrüstung war auch kein Thema, Globetrotter hatte einen Katalog zum bestellen, Sport Scheck und Sport Schuster ebenso und in Ffm gabs Supertramp, klein aber fein.

    Infos gabs halt nur in Form von Büchern und Zeitschriften, die beste damals "Via". Mir hat es gereicht, heutzutage liest man auch viel Mist.
    Internet macht es einfacher, aber nicht besser.

  15. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    #35
    Wobei man sich auch fragen könnte, ob der mittlerweilen in Deutsch erhältliche Sarek-Führer von Grundsten nicht mehr dazu beiträgt...

    Großgruppen dort oben kommen aber auch gerne z.B. aus Norwegen und die werden das ja nicht aus dem Forum haben...

    Mich schreckt es eher ab, wenn immer wieder zur gleichen Gegend Reiseberichte / Anfragen erscheinen. Laugavegur ist bei mir raus aus der Wunschliste.

  16. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    #36
    Zitat Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    .... Laugavegur ist bei mir raus aus der Wunschliste....
    Wobei Laugavegur sehr schön ist und... wenn man knapp mit der Zeit ist, warum nicht, zumindest in der Nachsaison.

    Zitat Zitat von cast Beitrag anzeigen
    ...Internet macht es einfacher, aber nicht besser...
    Geändert von Pielinen (01.07.2015 um 14:43 Uhr)

  17. Lebt im Forum

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    #37
    Zitat Zitat von below Beitrag anzeigen
    Ich denke man sollte den Einfluss des Forums auch nicht überschätzen. Der Prozentsatz derer, die dort auf Grund von ODS Berichten rumlaufen, dürfte doch relativ gering sein.
    Naja, inzwischen bedienen sich ja nun auch Autoren von bestimmten Outdoor-Magazinen des Forums und das traegt es dann schon eher in die Masse bzw zu Leuten raus, die nicht unbedingt schon mal von LNT o.A. gehoert haben...und wird mit Alternativ-Fuehrern auch nicht anders sein...

  18. Erfahren
    Avatar von 5-oclock-charlie
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    23.11.2008
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    AW: Veröffentlichen von Reiseberichten (ausgelagert aus dem Muddus-Bericht)

    #38
    Zitat Zitat von khyal Beitrag anzeigen
    Naja, inzwischen bedienen sich ja nun auch Autoren von bestimmten Outdoor-Magazinen des Forums und das traegt es dann schon eher in die Masse bzw zu Leuten raus, die nicht unbedingt schon mal von LNT o.A. gehoert haben...und wird mit Alternativ-Fuehrern auch nicht anders sein...
    ... trekking magazin ...
    Das Leben ist kein Ponyhof!

  19. Alter Hase

    Dabei seit
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    #39
    Man kann gar nicht so schnell neue und 'unentdeckte' bzw. nur den Ortsansässigen bekannte 'geheime Perlen' und schöne Ecken auf Google Earth scouten, wie...
    Schwierig, wenn die Geheimtipps so leicht zu finden sind. Da braucht es doch das Forum gar nicht.

    Den Tourismus da zu begrenzen, sollte Aufgabe und Recht der dortigen Behörden sein. Und wenn die das nicht nötig finden, dann eben nicht. Letzten Sommer in Island habe ich mich auch gewundert, dass man da zulässt, was da abläuft. Wenn Begrenzung müsste es allerdings fair sein. So dass jeder die gleiche Chance hat.

    Keine Vorrechte für Entdecker.....

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