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  1. Fuchs

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    AW: Gewitter während der Trekking Tour

    Wenn es wirklich heftig wird, macht es Sinn auf einem Bein zu stehen oder die Füße nah beiander zu haben.
    Man kann da eifrig seine Yoga Figuren üben: https://joannabloeggt.files.wordpres...a4nderung1.jpg

    Auf diese Art und Weise verringert man die Schrittspannung deutlich.

  2. Dauerbesucher
    Avatar von Dogmann
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    AW: Gewitter während der Trekking Tour

    Leider - oder kurz gesagt schlafe ich auf Tour Nachts so gut, das ich bei Gewitter noch besser schlafe und dann zu faul bin aufzustehen oder sonst was.
    Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

  3. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Gewitter während der Trekking Tour

    Zitat Zitat von Dogmann Beitrag anzeigen
    Leider - oder kurz gesagt schlafe ich auf Tour Nachts so gut, das ich bei Gewitter noch besser schlafe und dann zu faul bin aufzustehen oder sonst was.
    [ ] Du hast schon mal ein Gewitter in den Bergen im Zelt erlebt
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  4. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Gewitter während der Trekking Tour

    Zitat Zitat von MaxD Beitrag anzeigen
    Die Frage nach der Leitfähigkeit der Materialien ist nur der halbe Weg zur Gefährdungsbeurteilung.
    Vom Blitz getroffene Bäume werfen vor Schreck gerne mal mit Ästen und Kleinholz um sich.
    Sie müssen dazu erst gar nicht vom Blitz getroffen werden, es reicht auch schon der meist mit dem Gewitter einhergehende Sturm. Und manchmal werfen sie sich leider gleicht ganz aufs Zelt.

  5. AW: Gewitter während der Trekking Tour

    Suche Dir zum Abhängen ein Waldstück mit möglichst jungen Bäumen. Sie sind nicht so hoch wie alte und wirken daher nicht so anziehend auf Blitze. Außerdem gibt es weniger (und falls doch, so wenigstens leichtere) morsche Äste, die Dir bei starken Wind auf den Kopf fallen könnten.

  6. Anfänger im Forum

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    AW: Gewitter während der Trekking Tour

    Bei dem Wetter werde ich mir eh ein Tarp über die Matte spannen

    Also solange kein halber Baum auf mich fällt... Sollte ich wenn möglich eigentlich mit einer Hütte vorlieb nehmen?

  7. Dauerbesucher
    Avatar von Dogmann
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    AW: Gewitter während der Trekking Tour

    @ Flachlandtiroler- Ja habe ich , auch nicht sehr schön, aber ich schlafe auf Tour wie ein Stein! Hat mich auch schon mal nen Gestängebogen gekostet, weil Haken raus und so. Aber ich habs echt zu spät gemerkt. Auch als Kind fand ich Gewitter immer schon faszinierend.
    Richtig wohl fühle ich mich nur draußen !

  8. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!


  9. Erfahren

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    AW: Gewitter während der Trekking Tour

    Zitat Zitat von EfBieEi Beitrag anzeigen
    Werde in einer Hängematte schlafen und frage mich in wie weit ich da gefährdet bin...
    Falls du deine Hängematte an Bäumen aufhängen willst: https://www.youtube.com/watch?v=pBwkGtroA-I

    Grundsätzöich empfiehlt es sich natürlich bei nahendem Gewitter einen sicheren Ort aufzusuchen. Das Problem bei Outdoortouren ist aber meistens, das kein sicherer Ort in Reichweite ist. Mitten im Wald kannst du auf die Statistik hoffen, dass es nicht gerade einen der Bäume in deiner Nähe trifft. Ob in die Hocke gehen und Beine zusammenkneifen viel bringen, wenn eine Baumkrone über einem zusammenbricht, bezweifle ich eher. Auf offener Fläche aber sicher eine sinnvolle Maßnahme, wenn auch sehr unbequem.

  10. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Wir hatten ein einschneidendes Erlebnis vor 2 Jahren in Norwegen:

    Bei relativ warmem Wetter gestartet, dann kam kühlere Luft mit Regen. Wir hätten einen schönen Zeltplatz unter (den typischen Krüppel-) Bäumen auf ca. 300m haben können, haben uns dann aber entschieden, noch auf ca. 800m aufzusteigen. Zelt im Regen aufgebaut, eingeschlafen. Aufgewacht, schwülwarme Luft mit Sonne. Nochmal eingeschlafen.

    Gegen Mitternacht: Plötzlich aufrischender Wind, fernes Donnern. Gerade als ich meine Frau damit beruhigte, dass das ja weit weg ist und wahrscheinlich vorbei zieht, wurde es taghell und wir waren taub. Ich bin generell ein eher vorsichtiger Mensch und hatte vielleicht zum ersten Mal wirklich Angst um mein Leben, weil die nächsten 90 Minuten im Gewittersturm verbracht werden mussten.

    Mehrmals dachte ich, dass der Zeltstoff reißen müsste bzw. es das Zelt zerfetzen würde. Der Tunnel stand halbwegs gut im Wind, aber es gab üble Fallwinde von der Seite. Wir haben uns dann mit geschlossenen Füssen mittig auf die Isomatten gehockt. Keine Ahnung, ob das was gebracht hätte. Wir zelteten wie auf dem Präsentierteller mitten an einem See in einem kleinen engen Talkessel.

    Was uns wahrscheinlich zumindest vor dem Absaufen in dem Gewittersturm gerettet hat, war eine sehr sorgfältige Abspannung mit verhältnismässig großen Heringen. Letztlich war die MIttelstange des Tunnels nur mit einem Langen Easton-Zeltnagel gesichert und hat sich mehrere cm durch den aufweichenden Boden gearbeitet.

    Dagegen, nicht getroffen zu werden, half der Zufall und die Wahrscheinlichkeit auf unserer Seite. Ich muss aber zugeben, dass ich das live nicht sehr beruhigend fand. Vor allem, als ich dann etwas hörte, was weniger Donner als eher grober Steinschlag war.

    Das Zelt hat übrigens gehalten, aber schwere Sturmschäden (zwei Stangenbrüche zu späterem Zeitpunkt als Spätfolge) und zwei teilweise ausgerissene Sturmleinenbefestigungen.

    Ich habe im Nachhinein überlegt, wass man anders/besser hätte machen können.

    Gewitterwolken habe ich nicht gesehen, aber die schwülwarme Luft als buchstäbliche Ruhe vor dem Sturm war ein deutlicher Hinweis - und "Risk of Lightning" war angesagt. Ein erfahrener Local hielt Gewitter aber auch für unwahrscheinlich. Ich frage mich aber, ob es beispielsweise sicherer gewesen wäre, 500m tiefer zu zelten, zwischen den kleinen Bäumen. Zwar nicht so sturmexponiert, aber ob wirklich sicherer ? Vermutlich wäre es cleverer gewesen, weiter zu gehen und eine mehr windgeschützte Stelle zu suchen. Ich hielt aber, wie gesagt, ein Unwetter für unwahrscheinlich.

    Das Hinhocken in Schlusstellung ist ja eine häufige Empfehlung, ziemlich anstrengend nach einer Stunde übrigens.

    Rausgehen und die Heringe kontrollieren ? Würde ich heute wohl machen. Das Risiko gegenüber dem Hocken im Zelt ist vermutlich minimal erhöht und man kann ggf. Sturmschäden vermeiden. Ich würde mich auch generell abmarschbereit anziehen und Ich würde heute auch nicht hocken sondern die Ausrüsstung packen, weil die Wahrscheinlichkeit, dass es das Zelt in einer Böe zerfetzt aus meiner Sicht wahrscheinlicher wäre als ein Blitzeinschlag.

    Was ich damit sagen wollte: Gerade im Zelt beschränkt es sich meist nicht nur auf das Problem des möglichen Blitzeinschlages. Wenn man in einem richtigen Gewittersturm gerät, gibt es noch ganz andere Probleme, die man nicht isoliert betrachten kann.

    Ich könnte bei so was auch nicht schlafen!
    Allerdings schlafe ich seitdem sehr gut in sehr windigen Nächten, die ich früher fälschlicherweise Sturm nannte.

  11. Fuchs
    Avatar von blauloke
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Bei Gewitter wird immer empfohlen Abstand zu Hochspannungsleitungen zu halten.

    Aber wäre es nicht sicherer wenn ich mich direkt in einen Gittermast stelle?

    Die Leitungen haben als obersten Draht eine Blitzschutzleitung und die Masten sind in der Regel geerdet. Der Blitz sollte also direkt in den Erdboden abgeleitet werden.
    Das Innere der Masten müsste doch im Prinzip ein Faradayscher Käfig sein?

    Kann dazu jemand etwas genaueres sagen?
    Du kannst reisen so weit du willst, dich selber nimmst du immer mit.

  12. GELÖSCHT Dauerbesucher

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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Wenn der Blitz durch den Mast in den Boden fährt stehen nicht nur die Mastfüsse unter Strom, sondern der komplette Boden drumrum.

    Viele Grüsse, Steve

  13. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Hochspannungsleitungen ab 110 kV haben oben eine Blitzschutzleitung (ein einzelnes "Seil" ganz oben, das nicht isoliert geführt wird). Es ist relativ sicher sich dort direkt untendrunter zu stellen mit dem größtmöglichen Abstand zu den beiden benachbarten Masten - also in die Mitte.

    Mittelspannungsleitungen (um die 20 kV - u.a. erkennbar an der geringeren Leitungshöhe) verfügen nicht über einen solchen Blitzschutz und sind daher in ihrem "Verhalten" gegenüber Blitzen nicht wirklich berechenbar - sollte man von daher eher meiden. Niederspannungsleitungen (z.B. Hausanschlüsse übers Dach) das Gleiche.

    Wahrscheinlich stammt die generelle Warnung aus der Zeit, als es noch deutlich weniger Hochspannungsleitungen gab

  14. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Zitat Zitat von Smo Beitrag anzeigen
    Wenn der Blitz durch den Mast in den Boden fährt stehen nicht nur die Mastfüsse unter Strom, sondern der komplette Boden drumrum.

    Viele Grüsse, Steve
    Er steht unter Spannung. "Strom" und "stehen" ist ein Widerspruch, denn Strom ist ja eben das, was fließt.
    "Unter Strom stehen" ist ein umgangssprachlicher Begriff für den psychischen Zustand eines Menschen.

  15. Erfahren

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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Also...
    mal mein Senf zum Thema...

    Manchmal muss man die Kirche einfach im Dorf lassen.....

    Ich bin gewiss kein Mensch ohne jegliche Angst vor Gewittern.
    Ich habe schon im Zelt wirklich heftige Gewitter (in den Bergen, aber auch beispielsweise in Schweden) teils mehrere Stunden direkt über uns gehabt und ich habe im Einsatz einen direkten Einschlag unmittelbar in unsere Wohncontainer gehabt, bei dem wir zunächst aufgrund der Wucht (und des Anlasses) von einem Raketenangriff ausgingen und dem dem nur niemand durch die direkte Blitzwirkung verletzt wurde weil die Wohncontainer halt Fahraday´sche Käfige sind...

    ABER

    Es spricht im Grunde einiges dafür sich keine zu großen Sorgen zu machen.

    1. Nach Statistik der Schweizer Bergrettung machen Blitzereignisse wohl nur 1-3% der jährlichen Bergunfälle aus !
    2. Die Chance vom Blitz getroffen zu werden ist zwar höher als einen 6er im Lotto, trotzdem ist sie verschwindend gering gegenüber der Chance trotz umsichtigen Verhaltens im Straßenverkehr zu sterben....
    und ganz ehrlich...wie oft habt ihr Leute diskutieren hören, wie man noch umsichtiger als umsichtig im Verkehr sein könnte ?
    3. Die Chance auf der Autobahn zu sterben ist weitaus höher und trotzdem haben wir nicht bei jeder Autobahnfahrt Angst....

    Natürlich gibt es sinnvolle und durchführbare Dinge.
    Wenn ich auf einem Klettersteig unterwegs bin oder auf einem Kamm seh ich zu das ich weg komme....

    Ob ich mich dann aber unbequemst in vorschriftenkonformer Gewitterstellung hin kauere und nach 15 Minuten mit Schmerzen aufgeben muss, oder mich direkt auf meinen Rucksack setze und nur die Stöcke etwas entfernt ablege und zumindest einigermaßen bequem sitze ist dann ne ganz andere Frage...

    Wenn ich im Gebirge zelte sind meine Schutzmöglichkeiten dann auch oft eher eingeschränkt...
    Wenns in der Nacht regnet und zu scheppern anfängt...wo will ich denn dann hin ? ? ?
    2 Stunden bis zur nächsten Hütte ?
    Maximal kann ich wiederum im Zelt oder vor dem Zelt vorschriftenkonforme Hockstellung einnehmen....aber wieviel % mehr Schutz bietet mir das wirklich ?
    Hingegen kann hier wiederum vielmehr sein sich bei mehreren Personen aufzuteilen, daß es wenn nur einen erwischt.
    Schutz im Felsdreieck wäre auch ne Idee...aber hab ich das in der Praxis gerade in erreichbarer Nähe ?

    Und klar, wenn ich auf dem Campingplatz bin kann ich ins Sanitärgebäude....wobei ich selbst einfach liegen bleibe weil vermutlich die Chance auf dem Weg ins Sanitärgebäude nass zu werden und eine Lungenentzündung zu bekommen genauso hoch ist wie im Zelt vom Blitz getroffen zu werden. (um es vielleicht mal etwas zu überzeichnen !)


    Was ich aber 8ohne zu überspitzen) sagen möchte ist:
    Natürlich gibt es eine objektive Gefahr, aber diese ist im Grunde genommen verdammt gering gegen andere Gefahren die wir aber täglich ignorieren.....

    Als derart bedrohlich wird das Thema Gewitter nur wahrgenommen, weil
    a) hier Urängste angesprochen werden
    b) wir es in der medialen Berichterstattung überdeutlich wahrnehmen....
    3 Verkehrstote wöchentlich in NRW sind in Bayern nicht einmal eine Randnotiz...
    1 Blitzschlagopfer im Jahr in Hinterobertupfingen ist hingegen in Gesamtdeutschland medial präsent....

    also...
    oberster Punkt:
    Ruhe bewahren....sinnvollen Schutz nutzen aber die Sache auch nicht dramatisieren !

  16. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Zitat Zitat von MMueller Beitrag anzeigen
    Was ich aber 8ohne zu überspitzen) sagen möchte ist:
    Natürlich gibt es eine objektive Gefahr, aber diese ist im Grunde genommen verdammt gering gegen andere Gefahren die wir aber täglich ignorieren.....

    Als derart bedrohlich wird das Thema Gewitter nur wahrgenommen, weil
    a) hier Urängste angesprochen werden
    b) wir es in der medialen Berichterstattung überdeutlich wahrnehmen....
    3 Verkehrstote wöchentlich in NRW sind in Bayern nicht einmal eine Randnotiz...
    1 Blitzschlagopfer im Jahr in Hinterobertupfingen ist hingegen in Gesamtdeutschland medial präsent....

    also...
    oberster Punkt:
    Ruhe bewahren....sinnvollen Schutz nutzen aber die Sache auch nicht dramatisieren !
    Da hast du durchaus Recht.
    Wobei sich halt ein evolutionär gefestigtes Programm nicht so ohne weiteres vom Verstand beherrschen lässt.
    Außerdem muss man halt auch noch bedenken, dass die Zahl der Blitztoten vor nicht allzulanger Zeit die der Verkehrstoten überschritten hat*. Das schlägt sich dann auch in den tradierten Vorsichtsregeln wieder, zeigt aber auch, dass diese eben keine pure Panikmache sind und die geringe Zahl der Blitztoten mehr damit zu tun hat, dass heute kaum noch einer diesen Situationen ausgesetzt ist (es arbeitet keiner mehr ohne Trecker auf dem Feld und Übeland sind wir überwiegend in "Konserven" unterwegs).

    *Ich glaube ich habe die entsprechende Zahl schon mal irgendwo im Thread verlinkt.

  17. AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Da hast du durchaus Recht.
    Wobei sich halt ein evolutionär gefestigtes Programm nicht so ohne weiteres vom Verstand beherrschen lässt.
    Außerdem muss man halt auch noch bedenken, dass die Zahl der Blitztoten vor nicht allzulanger Zeit die der Verkehrstoten überschritten hat*. Das schlägt sich dann auch in den tradierten Vorsichtsregeln wieder, zeigt aber auch, dass diese eben keine pure Panikmache sind und die geringe Zahl der Blitztoten mehr damit zu tun hat, dass heute kaum noch einer diesen Situationen ausgesetzt ist (es arbeitet keiner mehr ohne Trecker auf dem Feld und Übeland sind wir überwiegend in "Konserven" unterwegs).

    *Ich glaube ich habe die entsprechende Zahl schon mal irgendwo im Thread verlinkt.
    Ich glaube gestern (oder vorgestern) kam dazu eine Reportage im TV.

    Dort war auch die Rede davon dass der Rückgang der Toten und Verletzen durch Blitzschlag in Deutschland damit zusammen hängt dass die meisten Leute sich bei Unwetter einfach nicht mehr im Freien aufhalten.

    Die meisten Toten durch Blitzschlag gibt es dem Bericht zufolge in zentral Afrika.

    Das stützt genau deine These.

  18. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Ich finde dieses Abwägen der Risiken immer ein wenig lustig. Das Risiko dingenskirchen ist viel höher als das Risiko wasweißich. Viel gefährlicher als Blabla ist die Autofahrt dahin.
    Leider summieren sich die Risiken! Zum Risiko des Autofahrens kommt das, an einem Wespenstich zu sterben, vom Dachziegel oder dem Bild überm Bett erschlagen zu werden, vom Blitz bei was auch immer getroffen zu werden, vom Hai gefressen zu werden... bis mich letztlich irgendwas davon erwischt! Hat hoffentlich noch Zeit.

    Gruß,

    Claudia

  19. Vorstand
    Alter Hase
    Avatar von Mus
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Na ich sehe doch die Bauern: Wenn das Heu oder Getreide rein muss bleiben die auch heute noch bis zum letzten Moment auf dem Feld. Aber das ist dann eine Person im blitzsicheren Trecker/Mähdrescher. Vor 60 Jahren war das die ganze Großfamilie und mit einem offenen Kuh/Ochsen/Pferdewagen.

  20. AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    Zitat Zitat von Mus Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von MMueller Beitrag anzeigen
    ABER

    Es spricht im Grunde einiges dafür sich keine zu großen Sorgen zu machen.

    (1. Nach Statistik der Schweizer Bergrettung machen Blitzereignisse wohl nur 1-3% der jährlichen Bergunfälle aus !)
    2. Die Chance vom Blitz getroffen zu werden ist zwar höher als einen 6er im Lotto, trotzdem ist sie verschwindend gering gegenüber der Chance trotz umsichtigen Verhaltens im Straßenverkehr zu sterben....
    und ganz ehrlich...wie oft habt ihr Leute diskutieren hören, wie man noch umsichtiger als umsichtig im Verkehr sein könnte ?
    3. Die Chance auf der Autobahn zu sterben ist weitaus höher und trotzdem haben wir nicht bei jeder Autobahnfahrt Angst....

    also...
    oberster Punkt:
    Ruhe bewahren....sinnvollen Schutz nutzen aber die Sache auch nicht dramatisieren !
    Da hast du durchaus Recht.
    Wobei sich halt ein evolutionär gefestigtes Programm nicht so ohne weiteres vom Verstand beherrschen lässt.
    Außerdem muss man halt auch noch bedenken, dass die Zahl der Blitztoten vor nicht allzulanger Zeit die der Verkehrstoten überschritten hat*. Das schlägt sich dann auch in den tradierten Vorsichtsregeln wieder, zeigt aber auch, dass diese eben keine pure Panikmache sind und die geringe Zahl der Blitztoten mehr damit zu tun hat, dass heute kaum noch einer diesen Situationen ausgesetzt ist (es arbeitet keiner mehr ohne Trecker auf dem Feld und Übeland sind wir überwiegend in "Konserven" unterwegs).

    *Ich glaube ich habe die entsprechende Zahl schon mal irgendwo im Thread verlinkt.
    Dieser Hinweis auf die höhere Chance, im Straßenverkehrs zu sterben, geht an der Realität vorbei. Ich glaube, dabei wird die Gesamtzahl der Verkehrstoten zB in der BRD auf die Gesamtzahl der Einwohner in der BRD bezogen. Desgleichen wird die Gesamtzahl der Blitztoten in der BRD auf die Gesamtzahl der Einwohner in der BRD bezogen. Wenn ich bei dieser Annahme falsch liege, dann bitte ich um Korrektur.

    Aber: in den Straßenverkehr stürzen sich jeden Tag Millionen BRD-Bewohner. Und nur diese sich im Verkehr tümmelnden Leute unterliegen ja tatsächlich dem Risiko, erwischt zu werden.

    Genauso die Blitztoten. Nur diejenigen, die sich tatsächlich während eines Gewitters draußen aufhalten, unterliegen dem Risiko, erwischt zu werden. Das sind aber im Vergleich zu den Straßenverkehrsteilnehmern eine verschwindend geringe Menge Leute.

    Insofern glaube ich, dass Leute, die sich in einem Gewitter im Freien aufhalten, tatsächlich eine recht hohe Chance haben, erwischt zu werden, jedenfalls schätze ich diese viel höher, als die Chance (in vergleichbarer Zeiteinheit) im Straßenverkehr draufzugehen.

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