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  1. Dauerbesucher
    Avatar von underwater
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    #41
    Zitat Zitat von Stapleton
    Zitat Zitat von underwater
    Zitat Zitat von Mephisto
    Weils grad zum Thema passt:
    Zitat Zitat von Amberger Zeitung vom 30.06.05
    17-Jähriger von Blitz erschlagen
    Parsberg.(upl) Bei einem Gewitter ist am Mittwochmorgen in Parsberg (Landkreis Neumarkt) ein Jugendlicher vom Blitz erschlagen worden. Der 17-Jährige war als Fußgänger unterwegs, als der Blitz offenbar in seinen Regenschirm einschlug.
    Der aus Thüringen stammende junge Mann wollte gerade zu seiner Arbeitsstelle gehen. Zwei Autofahrer fanden den leblosen Jugendlichen. Ein
    sofort alarmierter Notarzt konnte dem 17-Jährigen nicht mehr helfen.
    Gruß,
    Benni
    Wenn man auch unbedingt den Blitzableiter in die Hand nehmen muß...

    Ich hab schon mehreren Spaziergängern beim Gewitter (ich stand unterhalb einer Eisenbahnbrücke und habe abgewartet...) den Rat gegeben, nicht im Gewitter zu spazieren & vor allem nicht mit Blitzableiter in der Hand: Kommentar der angesprochenen "Der hat doch nen Holzgriff - das isoliert doch, oder?"...
    :bash:


    Auf der anderen Seite ist die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, einfach zu gering, um sich darüber Gedanken zu machen.
    Nuja, wenn Dir dein Leben so unlieb ist, warum unterhalten wir uns denn über Survival? Die Wahrscheinlichkeit ist effektif so gering, weil von uns zivilisierten Menschen kaum jemand bei Gewitter draußen ist!
    Wenn Du dich draußen aufhältst, dann solltest Du Risikien und Abwehrmechanismen kennen damit du ÜBERLEBEN kannst...

    Mich hat schon einmal das Gewitter fast erreicht: 50-100m sind sicher nur haaresbreite... Obwohl ich das Problem erkannt & gegengesteurt hatte...
    Erleben muß ich sowas nicht nochmal, da gibt es spaßigeres!

    Und das Risiko mit Regenschirm in der Hand ist um einiges höher als ohne.
    Und auch die Frage wie man sowas in der Hand hält: Es wurden Tests gemacht und man hat z.B. festgestellt, daß ein geschultertes Gewehr den Blitz um Faktor 3 mehr anzieht, wie wenn man es waagrecht hält...
    Vielleicht nicht für jedermann sinnvoll, aber mich kann auch ein Gewitter draußen überraschen wenn ich im Wald ansitze...

    Gruß Klaus

  2. #42
    Hier mal meine Ideen zum Faradayschen Käfig:
    1. Das Ding heißt so, weil der Herr Faraday sich als erster Gedanken darüber gemacht hat, bzw. diese als erster laut genug geäußert hat

    2. Also das Ding funktioniert wie folgt:
    In Metallen gibt es "freie" Elektronen, d.h. Elektronen die nicht besonders stark an den Kern gebunden sind und damit zum Transport des Stromes taugen, da bereits geringe Spannungsunterschiede ausreichen, sie dazu zu bewegen, ihren Kern zu verlassen.
    In einem Leiter gilt nun folgendes: Elektronen mögen sich nicht (Gleichartige Ladungen stoßen sich ab), deswegen Sammeln sich "überflüssige" Elektronen an der Oberfläche eines Leiters um einen maximalen Abstand voneinander zu bekommen. Damit der Abstand maximal ist, müssen sich die Felder der Elektronen gegenseitig aufheben. Das wiederum führt dazu, dass jeder Leiter im inneren Feldfrei ist, egal von Form, Farbe oder Dicke. Ein Faradayscher Käfig ist schlicht ein "Hohlleiter" der innen Platz bietet, was aber nichts daran ändert, dass er ein geschlossener Leiter bleibt und somit im inneren feldfrei ist. Schlägt in solch einen ein Blitz ein, könnte der entsprechende Mensch sogar aus einem Superleiter bestehen und die Innenwände anfassen, der Blitz würde trotzdem nicht durch ihn hindurch laufen, da er sich am Skin-Effekt orientiert und die Außenseite des Leiters entlang läuft. (Ist übrigens bei jedem Stromkabel so, da auch das im Grunde ein Faradayscher Käfig ist, der elektrische Strom wird immer nur über die "Haut" des Leiters geleitet, innen passiert rein gar nichts, da sich - wie gesagt - die freien Elektronen gegenseitig an den Rand "schubsen".

    Soweit die Theorie nun zu der Rettungsdecke. Wenn man die Rettungsdecke zu einem Kugel umformt, in die man sich reinsetzt und für eine vernünftige Erdung der Kugel sorgt, dann würde der Trick funktionieren. Legt man sich aber unter die Decke, hat man ein Problem: der Käfig wäre nicht geschlossen. D.h. der Blitz schlägt ein und die Elektronen suchen sich, wie bereits beschrieben, den Weg des geringsten Widerstandes. Die spannende Frage ist nun: ist der Mensch oder Regennasse Erde, auf der die Decke an den Seiten aufliegt, der geringere Widerstand.

    Das ist die Stelle, an der ich dann passen muss, allerdings vermute ich, das der Unterschied gering ist und deswegen die Decke nicht hilft. Helfen würde sie, wenn sie a) die Temperatur der spontanen Energieentladung überleben würde (was ich nicht glaube, die Funktioniert wie ne Durchbrennsicherung und verdampft) und b) man es entweder schafft frei in die Decke gehüllt zu schweben (keine Erde) oder eine so gute Erde zu finden, dass die Elektronen dorthin fließen würden.

    Kurz: die Decke taugt vielleicht, um nicht völlig zu Durchnässen ansonsten ist sie eher Kontraproduktiv, da sie als Metall einen Blitzableiter darstellt. Also weg damit.
    \"Zum Glück ist das Denken nicht ansteckend.\" - zugeschrieben Oscar Wilde

  3. #43
    Was sollte man tun?


    Frage 1: Wie breitet sich Strom aus?
    Strom fließt, wenn sich zwei unterschiedliche Potenziale aufbauen und dann entlang des geringsten Widerstandes. Bei einem Gewitter kommt es zu einer massiven Potenzialdifferenz zwischen „Himmel und Erde“. Gewaltig ist der Unterschied, da es nicht zu einem dauerhaften Ausgleich kommen kann, denn bekanntlich ist die Luft ein extrem schlechter Leiter, nämlich ein „Nichtleiter“. Ist der Unterschied jedoch groß genug, kommt es zu einem spontanen Potenzialausgleich, einer Entladung. Gut, korrekter Weise, ist der Ausgleich gar nicht so spontan, da sich zunächst noch der Blitzkanal aufbaut. Das ist hier aber nicht von Belang.

    Frage 2: Wo schlagen Blitze ein?
    Wie gesagt, der Strom sucht den Weg des geringsten Widerstandes und die Luft stellt einen extrem hohen Widerstand dar. So hoch, dass nasse Baume, mit Wasser gefüllte Menschen etc. einen geringeren Widerstand bieten. Somit sind sie eine Abkürzung für den Blitz. Selbiges gilt im Grunde für alle Erhebungen, insbesondere für Strommasten die ja auch noch aus Metall, einem guten Leiter, bestehen und somit einen quasi einen Highway bilden.
    Schlägt ein Blitz nun ein, kommt es zu einer massiven Potenzialdifferenz zwischen der Einschlagstelle und der restlichen Umgebung, was auch Konsequenzen für das Verhalten hat.

    Frage 3: Was tun?
    Alles meiden, was in die Luft ragt, insbesondere Bäume; sie neigen dazu, durch die Hitze, die bei der Entladung entsteht, zu explodieren. Das gilt für Eichen genauso wie für Buchen
    Auf dem freien Feld sich selbst klein machen, damit man keine Erhebung darstellt.
    Alle Gliedmaßen (Füße []und[/b] Arme) eng an den Körper. Damit man nicht zum Weg des geringsten Widerstandes wird, was die Potenzialdifferenz im Erdreich angeht.
    Senken und Höhlen meiden.
    Auch von dem Aufsuchen von Hochspannungsmasten würde ich eher absehen, keine Ahnung wie gut die geerdet sind. Sollten die Erdung hervorragen sein, wären sie sicherlich die sicherste Stelle, reicht die Erde nicht, ist es die dämlichste Stelle an der man sich aufhalten kann.

    So far – meine Überlegungen ,-)
    \"Zum Glück ist das Denken nicht ansteckend.\" - zugeschrieben Oscar Wilde

  4. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    #44
    @mash71
    Dein Text gefällt mir, wäre schön fürs Wiki. :wink: Vielleicht sollten wir noch klären, ob man im Zelt bleiben soll oder nicht. Ich denke, wenn das Zelt an einere günstigen Stelle steht, kann man guten Gewissens drin bleiben.

    Zum Skineffekt:
    Der entsteht bei sehr hochfrequenten Wechelströmen und hat IMHO nichts mit den Faradayschen Käfig zu tun. Aber ich stelle irgendwie immer mehr fest, dass sich mein Wissen auf diesem Gebiet ziemlich verflüchtigt hat.

    Mac

  5. Fuchs
    Avatar von Thomas
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    #45
    Zitat Zitat von derMac
    Im Grunde bildet ein faradayscher Käfig doch nur eine Kapsel mit Erdpotenzial, solange man da drin nicht noch gegensätzlicher geladen ist als das Erdpotenzial gegenüber der Gewitterwolke, "interessiert" sich der Blitz einfach nicht für den Inhalt des Käfigs.
    Der Spaß ist ja, dass es IMHO völlig egal ist, wie man innen geladen ist. Der Käfig schirmt alle innere mach außen ab.

    Mac
    Nicht unbedingt. Wenn die Wolke 10000 Elektronen trägt, der Faradaysche Käfig 100 und Du keines, dann wird sich der Käfig u.U. freuen, die auftreffenden Elektronen nach innen an Dich weitergeben zu können. Zumindest sollte man ihn dann wohl nicht anfassen.
    Praktisch wird es allerdings nur schwer möglich sein, als Mensch ein anderes als das Erdpotenzial anzunehmen, vor allem wenn man im Matsch steht.

    Unser E-tech Prof. hat uns damals ein Bild von Kühen gezeigt, die nach einem Gewitter im Umkreis von 20 Metern um einen Strommast tot am Boden lagen. Selbst gut geerdete Masten bauen auf der Erdoberfläche einen Spannungstrichter auf, der in unmittelbarer Nähe zu einer tödlichen Schrittspannung führen kann.
    Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen.

  6. Gesperrt Fuchs

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    #46
    Vor nicht all zu langer Zeit, spielte ein Mensch Golf. Da er aber ein schlechter Spieler war, haute er immer daneben, und rief:" Scheiße daneben".

    Das tat er immer wieder. Kam ein Pfarrer vorbei und hörte, wie der Mann immer wieder rief:"Scheiße, daneben".

    Da trat der Pfarrer auf den Mann zu und sagte zu ihm: " Mein Sohn, so etwas sagt man nicht. Gott wird dich strafen, wenn du so etwas immer wieder sagst.".

    Der Pfarrer geht weiter, der man schlägt wieder einen Ball - daneben. und ruft: " Scheiße daneben".

    Da taucht auf einmal eine dunkle Wolke im Himmel auf. Ein Blitz erhält den Himmel, und trifft den - Pfarrer.


    Da hört man von oben eine tiefer Stimme: " Scheiße, daneben".

  7. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    #47

  8. Dauerbesucher
    Avatar von Melanie
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    #48
    Und noch mehr zum Lesen von Fachleuten.

    Melanie
    Neue Homepage!

  9. Dauerbesucher

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    #49
    Ein alter Thread zu einem aktuellen Thema...

    Spiegel-Artikel über Menschen, die einen (oder mehrere!) Blitzeinschläge überlebt haben

    Lässt mich künftig "etwas" ruhiger im gewitterumtosten Zelt/Tarp schlafen...

    Grüsse aus dem Süden


    Marc

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Hexe
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    #50
    Zitat Zitat von chrysostomos
    Ein alter Thread zu einem aktuellen Thema...

    Spiegel-Artikel über Menschen, die einen (oder mehrere!) Blitzeinschläge überlebt haben

    Lässt mich künftig "etwas" ruhiger im gewitterumtosten Zelt/Tarp schlafen...

    Grüsse aus dem Süden


    Marc
    mhhhh, ne Bekannte von mir, kennt auch eine die vom Blitz getroffen wurde, die muss jetzt ihr leben lang Medikamente schlucken und leidet immer noch unter den Folgen.... !

    Also ruhiger schlafen lassen würde mich das dann doch nicht wirklich.
    Obwohl ich Gewitter faszinierend und spannend finde, gucke mir die gerne (von drinnen oder einem anderen sicheren Ort :wink: ) an.
    Mannn muss respekt vor dieser Naturgewalt haben und nicht leichtsinnig damit umgehen...!

    Grüßli Hexe
    Nach Fletchers Flugkrankheits-Index steht die Papageienkrankheit an fünfter Stelle des - am liebsten wäre ich tot - Indexes. Der höchste Grad der Krankheit wird vom Großen Seitenscheiteladler erlitten, der über drei Länder auf einmal reihern kann.
    - Terry Pratchett -

  11. Alter Hase

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    #51
    In Griechenland ist mal etwa 50 Meter neben Lupus* ein Blitz in nen Strommasten eingeschlagen...
    Hatten am Strand übernachtet (neben Stahlstranddusche ) und wurden durch ein subtropisches Gewiter überascht. Der Strandstreifen war etwa 500 Meter breit (mit angrenzenden Feldern), die wir im Sprint durchquert hatten...

  12. Alter Hase
    Avatar von ich
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    #52
    Da muß ich ja auch mal kurz meinen Senf zugeben:
    1. finde ich es grundsätzlich gut, wenn man sich über gewissen Gefahren informiert, aber...

    2. kann man das doch auch übertreiben, oder? Die Gefahr von nem Blitz getroffen zu werden ist doch wirklich minimal gering! Da drüfte man sich ja im Verhältnis nicht mehr aus dem Haus trauen, bei den ganzen Verkehrstoten. Wenn nicht sogar mehr Leute an einstürzenden Häusern sterben!!!

    3. sind wohl einige Postings nicht gaaanz so ernst gemeint, oder
    Nicht nur Fuchs sein, auch n puschigen Schwanz haben!

    Spaß im Winter und Wandern mit Kindern

  13. Neu im Forum

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    Gewitter im Zelt auf Campingplatz ungefährlich?

    #53
    Hallo,
    wir (2 Erw. + 2 Kleinkinder) zelteten vor kurzem auf einem Campingplatz.
    Wir zelteten zum ersten Mal.
    In der zweiten Nacht ging ein Gewitter los.
    Ich hatte vorher gelesen, dass man sich mittig ins Zelt kauern sollte ohne Kontakt zur Zeltleinwand. Dies war nicht möglich, denn die Sturmböen drückten die Zeltwände nach unten. Ein Auto hatten wir nicht.
    Wir bekamen Angst vor einem Blitzeinschlag, packten die Kids und rannten in den Waschmaschinenraum.
    Dort griff uns nach einer halben Stunde der Wachdienst auf und verbot uns einen weiteren Aufenthalt. Zum Glück hatte sich das Gewitter verzogen und wir gingen wieder zurück ins Zelt.

    Am nächsten Tag fragte ich an der Rezeption was im Falle eines Gewitters zu tun sei. Man sagte mir es wäre nicht gefährlich im Zelt und es würde nichts passieren.
    Stimmt das?
    Dieser Campingplatz liegt mitten in einem Buchenwald, 50 m vom Meer entfernt.

    Ich würde da gern nochmal hin, aber ist es auf dem Campingplatz wirklich sicher?
    Geändert von Blaumeise (04.07.2012 um 15:53 Uhr)

  14. Fuchs

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    AW: Gewitter im Zelt auf Campingplatz ungefährlich?

    #54
    So ein Zelt bietet genauso wenig Schutz wie die kleine Holzhütte, in der
    kürzlich vier Personen auf einem Golfplatz ihr Leben verloren haben. Wenn
    Du Glück hast und weit genug weg bist von den Buchen, sucht sich der
    Blitz eine Buche aus ohne Dich zu treffen. Sicher ist das aber nicht.

    Der Wachdienst gehört angezeigt. Euch bei Gewitter aus dem Waschraum
    zu scheuchen, grenzt schon an versuchten Totschlag. Ihr habt ein Recht,
    im Waschraum Schutz zu suchen.
    Geändert von Juergen (04.07.2012 um 14:54 Uhr)

  15. Lebt im Forum
    Avatar von Homer
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    #55

    Post als Moderator

    ich habe diesen thread der übersichtlichkeit halber mal in einen der vielen schon existierenden zu diesem thema eingebunden.
    benutzt bitte die suchfunktion, bevor ihr ein neues thema erstellt, das es schon mehrfach gibt!


    Bei Nachfragen bitte eine PN an den Moderator senden.  Dein Team der
    "Then it doesn't matter which way you go", said the Cat.

  16. Dauerbesucher

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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    #56
    Also, Gäste bei Gewitter aus den Waschräumen zu verjagen, finde ich auch total daneben!
    Naja, immerhin ist somit die Platzordnung eingehalten worden...

    Für mich wäre dieser Campingplatz gestorben. Ich bin jetzt nicht sonderlich ängstlich bei Gewitter. Aber wenn ein richtiges Unwetter über den Campingplatz zieht, wäre ich ziemlich verärgert, wenn ich mir keinen Schutz suchen dürfte.
    Signaturen sind prätentiös. :D

  17. AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    #57
    Ich habe eine schöne Quelle gefunden, die euer Verhalten als sehr richtig belegt (und die Aussage der Platzbetreiber damit widerlegt): Quarks&Co

    Dort wird u.A. das Spichwort widerlegt, bestimmte Bäume zu meiden und andere zu suchen. Baum ist gleich Baum!
    Und auch wegrennen sollte man vermeiden, weil zwischen den Beinen beim Blitzeinschlag dann ein Spannungsgefälle entstehen kann.

    In Lavvu mit Aluminium Mittelstange 2,60 Meter in den Himmel denke ich da schon manchmal drüber nach, suche mir aber in der Regel sowieso nicht sehr exponierte Stellen aus. Meiner Frau sage ich zur Beruhigung dann immer: "Lass uns noch schnell im Lotto gewinnen...die Wahrscheinlichkeit, das eins von beiden eintrifft, ist etwa gleich."

    Spannend ist dort aus aktuellem Anlass auch:
    Die gefährlichste Sportart, zumindest in den USA, ist der Statistik nach Golfspielen. Wer eben noch, den Schläger schwingend, die Runde zu Ende spielen will, kann schnell Opfer eines Blitzes werden: Jeden fünften Blitztoten in den USA erwischt es auf dem Golfplatz.
    Wissen für Wintertouren im skandinavischen Winterfjell

  18. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    #58
    Ich schätze mal, dass der Campingplatz von Erfahrungswerten ausgeht. Es gibt ja häufiger an der Ostsee Gewitter und falls bisher dort nichts passiert ist oder es sogar einen Blitzableiter gibt, wird die Gefahr wohl gering sein. War denn das Gewitter direkt über dem Platz oder über dem Meer? Oft kommt das Gewitter doch gar nicht an der Küste bzw. am Sandstrand an.

    Es waren ja sicherlich noch andere Gäste auf dem Platz, die den Platz häufiger besuchen - wohin sind die denn gegangen?

    Der Wachdienst hat ja anscheinend gewartet, bis das Gewitter vorbei war. Ansonsten ist es natürlich seine Aufgabe, für Ordnung zu sorgen und es wäre sinnvoller sich über den Campingplatzbetreiber auf zu regen, der die Anweisungen gibt. Generell wäre es sicherlich fairer gewesen, den Namen des Campingplatzes nicht zu nennen.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org
    Mein neuer Reisebericht: Eine Reise in die Karibik. Nur mit Anmeldung lesbar.

  19. Neu im Forum

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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    #59
    Ich habe den Namen des Campingplatzes jetzt rausgenommen, ich wollte damit eigentlich nur die Örtlichkeit beschreiben = Buchen ringsrum. Ich weiß nicht genau ob das Gewitter direkt über dem Campingplatz war. Ich fand es im Zelt beängstigend.

    Ja klar, wird dort noch nie was vorgefallen sein, was aber jetzt nicht unbedingt eine Garantie ist, dass nie was passieren wird, oder? Von einem Blitzableiter weiß ich nichts, mir ist nicht klar wie das funktionieren soll. Mal angenommen da ist einer 100 m weit weg, schlägt dann der Blitz auf jeden Fall da ein? Er könnte sich doch auch irgendeine Buche aussuchen, oder?
    Die anderen Gästen haben offenbar nichts gemacht. Ich habe jmd darauf angesprochen, der meinte nur "Eichen sollst du meiden usw."

  20. Vorstand
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    Avatar von Torres
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    AW: Verhalten bei Gewitter draussen!

    #60
    Er sucht sich den höchsten Punkt heraus. Shellt sich also die Frage, ob es dort etwas höheres, metallisches gibt, das höher als die Bäume ist. Bei den Verunglückten auf dem Golfplatz war es ausgerechnet die höchstliegendste Hütte des Platzes, in die sie geflüchtet waren. Die Ehemänner hatten sich auch in eine derartige Hütte geflüchtet, nur eben etwas weiter unten. Ihnen ist nichts passiert. Golfer sind vielleicht aufgrund der Metallschläger stärker gefährdet.

    Ansonsten kann ich Euer Gefühl gut nachvollziehen, ich habe schon einige Gewitter an der Küste mitgemacht. Das Gewitter kommt aber tatsächlich nur sehr selten über das Wasser rüber. Oft dauert es dagegen sehr lange, bis es vorbei ist, weil das Gewitter näher kommt, dann wieder geht, dann wieder näher kommt - so als würde es mehrfach Anlauf nehmen. Es ist zwar alles furchtbar laut und unheimlich, aber mehr passiert meiner Erfahrung nach nicht. Vielleicht weiß jemand hier die wissenschaftliche Erklärung dafür und ob meine Erfahrungen den Tatsachen entsprechen.

    Ansonsten gilt das, was oben geschrieben wurde. Ein Zelt ist nicht sicher.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org
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