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  1. Erfahren
    Avatar von uniuk
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    Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #1
    Hey Leute

    Huch, mein erster Eintrag im Forum und bereits die erste Frage bislang hab ich eher aufmerksam gelesen und vergebens einen "Ich stell mich mal vor" Thread gesucht.

    Nun ja, ich möchte gerne selbst einen Underquilt für meine (DD superleicht) Hängematte bauen/basteln. Eigentlich bin ich nicht so der Selbstbauer aber ich erhoffe mir zum Einen einen guten und vor Allem günstigen UQ und ein Erfolgserlebnis beim selber machen. Dann beim Benutzen natürlich das befriedigende Gefühl, den UQ selbst hergestellt zu haben. Dazu habe ich aber noch ein, zwei Fragen und hoffe auf Eure Erfahrung und ggf. Tipps

    1. Form des UQ:
    Ich habe das DD Underblanket. Die Form finde ich sehr gelungen und passt für mich auch sehr gut. Zur Erklärung der Form (ein Versuch). So sollte das UQ in etwa ausschauen, also eher oval als rechteckig:
    Code:
      _ _
     /   \
    |     |
    |     |
     \_ _/
    2. Breite, Länge:
    Das DD UQ habe ich heute vermessen. Dabei stellen sich die Grundmasse so zusammen:
    Länge: 202cm
    Breite (breiteste Stelle): 124cm

    3. Geplante Nutzung:
    Das DD UQ schützt gemäss Hersteller bis -5 Grad Celsius. Das habe ich bei +/- 0 Grad schon getestet und bin fasziniert vom HM-Schlafen und der Wärmeleistung des UQ. Nun suche ich aber ein UQ, das mich auch bei tieferen Temperaturen schützt. Ich denke da an ca. -15 Grad Celsius Komfortbereich, wenn man das beim UQ auch so betiteln kann.

    Neben der Komfort-Temperatur von -15 Grad Celsius soll das UQ auch platzsparend sein, also Packvolumen so klein wie möglich. Da bietet sich natürlich die Daune an. Damit die Daunen nicht nass werden (äussere Einwirkungen wie Regenspritzer oder hohe Luftfeuchtigkeit sowie körperliche Kondensation) denke ich an einen wasserdichten oder mind. wasserabweisenden Stoff.

    4. Daunen-Kammern
    Ich habe mir vorgestellt die Kammern mit der Nähmaschine abzutrennen. Und zwar mittels Netzeinlagen, sodass die Daunen nicht zu grob verrutschen können. Aberfalls auch, damit die Ober- und Unterlage nicht zusammenkleben, sodass keine Kältebrücken entstehen können. Die Ober- und Unterlagen werden also mittels Netzeinlage verbunden. Beim ovalen Aufbau müsste ich das wohl in der Breite machen und nicht längs.


    Soweit meine Vorstellungen. Meldet Euch, wenn ich mir da schon zu sehr eine eierlegende Wollmilchsau wünsche nun aber zum Wichtigsten meine Fragen:

    1. Ist die Formwahl passend oder gibt es da bessere Vorgehen?
    2. Spricht etwas gegen die breit gelegten Kammern? Also breit anstatt längs?
    3. Ist es korrekt, dass ich mit der Netzeinlage Kältebrücken reduzieren kann?
    4. Wie "hoch" sollten diese Netzeinlagen sein? 4-5cm?
    5. Macht der wasserdichte/wasserabweisende Stoff Sinn?
    6. DIE DAUNE:
    6.1. Wie sollte der Anteil von Daune und Federn im Hinblick auf meine obigen Anforderungen sein? Reicht 60/40 oder doch lieber 90/10?
    6.2. Woher bekomme ich die Daunen und Federn? kann man die (in der Schweiz oder Deutschland) irgendwo kaufen?
    6.3. Wie stelle ich die Qualität der Daunen/Federn sicher?
    6.4. Eine Idee wäre eine "günstige" Daunendecke von beispielsweise Ikea. Beispiele:

    a) BLEKVIDE, 2.2 x 2.4m mit 90/10 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 870g
    b) BLEKVIDE, 2.0x1.5m mit 90/10 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 495g (günstiger als oben)
    c) SÖTVEDEL, 2.2x2.4m mit 60/40 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 1520g
    d) SÖTVEDEL, 2.0x1.5 m mit 60/40 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 865g (günstiger als oben)


    6.5. Kann man wärmedämpf-technisch bei den obigen vier Decken auf das Füllgewicht gehen? Das Daunen-Federn-Verhältnis ist ja anders...
    6.6. Diese Federn und Daunen sind kaum "imprägniert", sodass sie wasserabweisend sind. Schlimm?
    6.7. Wieviel "Material" brauche ich denn für einen -15 Grad UQ?
    6.8. Kennt Ihr sonst preiswerte Daunen/Federn-Quellen? Beim heutigen Stöbern bin ich auf Duvets gestossen, die rund 400 CHF kosten und für dieses Geld, kauf ich mir einen UQ.

    Ja da sind nun einige Fragen zusammen gekommen. Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, wünsche Euch einen schönen Abend und danke Euch bereits jetzt

    P.S. Ich bin 1.75m gross/klein und eher "normal" oder weniger kälteempfindlich.

    Grüsse aus der Schweiz

  2. AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #2
    Hi uniuk,
    willkommen im Forum.
    Der "Ich stell mich mal vor"-Thread ist hier:

    https://www.outdoorseiten.net/forum/...ue-User/page45

  3. Erfahren
    Avatar von uniuk
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #3
    Hi Frank

    Ich danke Dir. Hm, da hab ich wohl etwas schwieriges vor. Kann niemand helfen oder sind die Fragen so selten doof ?

    Grüsse

  4. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #4
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
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  5. Erfahren
    Avatar von uniuk
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #5
    Ich danke Dir!!! Melde mich wieder, wenn ich konkrete, neue Fragen habe

  6. Alter Hase
    Avatar von Schmusebaerchen
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #6
    1. Ist die Formwahl passend oder gibt es da bessere Vorgehen?
    k.A. bin kein Hängemattenschläfer.

    2. Spricht etwas gegen die breit gelegten Kammern? Also breit anstatt längs?
    Ich weiß nicht, was du damit meinst. Die Kammerbreite(also 124cm maximal) spielt keine Rolle. Wichtiger ist es ein Verhältnis zwischen Höhe und Kammerbreite(also hier meine ich Abstand von Netzwand zur nächsten Netzwand) nicht zu unter/überschreiten. Zu Breit und die Kammern blähen sich auf. Zu schmal, dann hast du sehr viel mehr Arbeit und mehr Netzstoff wird benötigt. Doppelt so breit, wie hoch ist ein gutes Maß.

    3. Ist es korrekt, dass ich mit der Netzeinlage Kältebrücken reduzieren kann?
    Ja, weil die Daunen so eng an dem Trennsteg sitzen, dass sie eine isolierende Wirkung aufbauen. Würdest du durch Ober und Unterseite nähen, wäre durch den zusammengepressten Außenstoff keine Fülllung zur Isolation mehr an dieser Stelle. Bei geringen Dicken(bis ca 3cm) würde ich gnadenlos zusammen nähen. Da bringen Stege kaum was. Bei deinen -15°C sinnvoll.
    Statt Netz würde ich Moskitonetz nehmen. Das ist enorm viel leichter. Das allein sollte als Grund schon reichen

    4. Wie "hoch" sollten diese Netzeinlagen sein? 4-5cm?
    Gibt da eine Formel, die hier immer wieder gepostet wird. Für mich hat sie auch halbwegs funktioniert.
    https://www.outdoorseiten.net/forum/...=1#post1343344

    5. Macht der wasserdichte/wasserabweisende Stoff Sinn?
    Kommt darauf an. Wasserdicht würde ich wenn, dann atmungsaktiven nehmen, sonst kondensiert der Wasserdampf vom Körper Innen an der Außenhülle. Wasserabweisend ist nicht schlecht. Sind aber schon sehr viele Stoffe.

    6. DIE DAUNE:
    6.1. Wie sollte der Anteil von Daune und Federn im Hinblick auf meine obigen Anforderungen sein? Reicht 60/40 oder doch lieber 90/10?
    Je mehr Daunen, desto leichter und besser komprimierbar.

    6.2. Woher bekomme ich die Daunen und Federn? kann man die (in der Schweiz oder Deutschland) irgendwo kaufen?
    Zum Beispiel bei Extremtextil bestellen.

    6.3. Wie stelle ich die Qualität der Daunen/Federn sicher?
    CUIN(Cubic Inch = Volumen pro Gewicht). Je höher desto besser. Wobei da die Schwindelchance relativ groß ist. Bei Daunendecken für Zuhause ist das Gewicht egal, demzufolge der CUIN Wert nicht so wichtig und meist auch nicht angegeben. Man weiß also nicht was man das erhält.

    6.4. Eine Idee wäre eine "günstige" Daunendecke von beispielsweise Ikea. Beispiele:

    a) BLEKVIDE, 2.2 x 2.4m mit 90/10 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 870g
    b) BLEKVIDE, 2.0x1.5m mit 90/10 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 495g (günstiger als oben)
    c) SÖTVEDEL, 2.2x2.4m mit 60/40 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 1520g
    d) SÖTVEDEL, 2.0x1.5 m mit 60/40 (Entendaune / Entenfedern) und Füllgewicht 865g (günstiger als oben)
    Such mal nach "MYOG Gräs Quilt", das ist die Kufa Variante. Allgemein wird von solchen Ideen immer abgeraten. Wenn man schon Geld und Zeit investiert, sollte es schon was ordentliches sein. Nach 90/10 und Füllgewicht kann man nicht gehen. Wird zwar gern gemacht, ist aber nur bei gleicher Daunenqualität zutreffend. Bei 800CUIN Daune erreicht man mit halber Daunenmenge die gleiche Dicke und damit annähernd(nicht ganz) die gleiche Isolation, gegenüber 400CUIN. Kostet die 800er 80€ und die 400er 40€ pro 250g, dann ist die 800er nicht teurer im Projektbudget, sondern genauso teuer, weil man weniger braucht. Rechne mal damit, dass du 2-3 Blekvide Solo Decken brauchst....nicht verfügbar... 1-2 Doppeldecken. Eine kostet 169€ und auf den Bildern sehen die aus, als ob die für 10°C gemacht sind. Maximal 0°C. Mehr würde ich denen nicht zutrauen. Es fehlen einfach genaue Angaben für ein solches Projekt.
    http://www.extremtextil.de/catalog/D...ml?language=de
    Mit 2 Packen davon kommst du weit in den Minusbereich. Mehr als 3 Packen wirst du auf keinen Fall brauchen. Für die genauen Werte musst du einfach mal rechnen.

    6.5. Kann man wärmedämpf-technisch bei den obigen vier Decken auf das Füllgewicht gehen? Das Daunen-Federn-Verhältnis ist ja anders...
    Wenn du noch die Dicke hättest, könntest du dir die CUIN berechnen.

    6.7. Wieviel "Material" brauche ich denn für einen -15 Grad UQ?
    Höhe berechnet sich mit Hilfe der Temperatur Faustformel
    Grundfläche * Höhe
    Mit CUIN kommst du dann auf die benötigte Menge in Gramm. Noch etwas drauf schlagen und gut is.
    Nützliche Wiki Seiten: Leitfaden für Einsteiger, Packlisten
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  7. Erfahren
    Avatar von uniuk
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #7
    Wow viiiiiiielen Dank!!!! Ich hab mal verglichen mit Daunen Schlafsäcken (Verhältnis, cuin & Füllmenge). Da ich nur einen halben Schlafsack brauche, rechne ich die Füllmenge geteilt durch zwei. ich komme auf ca. 500g bei 700 cuin und etwa 250-300g bei 800 cuin.

    Ich merke, das DIY UQ wird schon teuer.... Mal von der Arbeit ganz abgesehen. Lohnen sich die DIY überhaupt?

  8. Fuchs
    Avatar von david0815
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #8
    Zitat Zitat von uniuk Beitrag anzeigen
    Lohnen sich die DIY überhaupt?
    Diese Frage kannst du nur selbst beantworten. Wenn du die Arbeitszeit mitrechnest kommst du nie zu dem Schluss, dass es sich finnaziell rechnet. Auch alleine Materialkostenmäßig ist es fraglich. Aber bei MYOG geht es IMHO um andere Dinge als um´s Geldsparen.

  9. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #9
    Das mit dem Lohnen ist so eine Sache.

    Du kannst dir halt Sachen machen, die Du käuflich nicht, oder nicht so wie Du es haben willst, erwerben kannst.

    Preiswert sind die Materialien nicht, und die Arbeitszeit darfst Du nicht rechnen.

    Aber konkret zu deinem Projekt:

    1) Ich weiß nicht wie Du auf 250-300 g Daune kommst: Ich würde (ohne eine Formel bemüht zu haben) schätzen, dass Du etwa 600 g brauchst.

    2) Ich bin zwar kein Hängemattenschläfer, aber ich halte es für unrealistisch, mit dem beschriebenen Set-Up ein gutes Schlafklima bei so tiefen Minusgraden zu erreichen. Quiltkonstruktionen in passender Auslegung sind IMO bis einstellige Minusgrade eine gleichwertige Alternative zu Schlafsäcken. Wenn Du in echte Winternutzung reingehst, brauchst Du eine geschlossene Konstruktion (=Schlafsack). Und schläfst (zur Verminderung der Konvektion) besser auf dem Boden, mit einer entsprechend dicken Matte.
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  10. formerly known as x8n1720 Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #10
    Zitat Zitat von uniuk Beitrag anzeigen
    Nun ja, ich möchte gerne selbst einen Underquilt für meine (DD superleicht) Hängematte bauen/basteln. Eigentlich bin ich nicht so der Selbstbauer aber ich erhoffe mir zum Einen einen guten und vor Allem günstigen UQ und ein Erfolgserlebnis beim selber machen. Dann beim Benutzen natürlich das befriedigende Gefühl, den UQ selbst hergestellt zu haben. Dazu habe ich aber noch ein, zwei Fragen und hoffe auf Eure Erfahrung und ggf. Tipps
    Hallo uniuk,

    ich würde dir empfehlen, wenn du noch nichts/nicht viel gemacht hast erst mal mit anderen Projekten zu starten, um Nähpraxis zu bekommen.

    Ein Daunen-Quilt ist jetzt nicht unbedingt das komplizierteste, es werden jedoch recht teure Materialien verarbeitet, Wenn's nichts wir, hast du wahrscheinlich über 100€ in den Sand gesetzt.

    Ein Tarp ist supereinfach, ein Poncho geringfügig schwerer, beides ist die Hängematte gut zu gebrauchen. Mit einem Wind-Shirt aus 1lfm daunendichten kalandriertem Stoff kann man mal das Gefühl für den dünnen weichen Stoff bekommen, ohne gleich 5 lfm zu vermurksen.

    Ich will dir dein Projekt keinesfalls ausreden oder dir "Angst" machen, 2-3 kleine Projekte vorher machen jedoch auch Spaß und das Ergebniss des Quilts durch die gesammelten Erfahrungen um so besser.

    Viele Grüße
    n19

  11. Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #11
    Schoenes Projekt! Viele Informationen findest du bei hammockforums.net, wenn auch sehr verstreut.

    Der Schwierigkeitsgrad eines Quilt ist hoch, er besteht nur aus geraden Naehten - mit duennen Stoffen solltest du mal ein paar Naehte ueben, aber mehr auch nicht.

    Ich empfehle dir Argon 67 von dutchwaregear.com, ein sehr leichter, wasserabweisender, daunendichter Stoff, der noch dazu guenstig ist! Wenn du die viele Arbeit in einen Selbstbau steckst, goenn dir auch gleich die beste Daune von Extremtextil.

    Deinen Daunenbedarf errechnest du, indem du das Volumen des Unterquilts in Litern ausrechnest (LxBxH) und mit den cuin Angaben multiplizierst.

    Zum Beispiel:
    700cuin (700 Kubikzoll pro Unze) = 2.471g/l
    860cuin = 2.012g/l

    Ein 70l Quilt braucht mit 860er Daune (70*2.012) mindestens 140,84g Fuellung, ein kleiner Overfill ist sicherlich nicht verkehrt!

    Aus Interesse: Koennte man so einen Unterquilt auch wie ein stark verschoebenes Rechteck konstruieren? So dass nur die Auflageflaeche vom Koerper bedeckt ist oder ist das unsinnig wegen der Kuhle, in der man liegt (zu kalt, weil zu wenig Isolation an den Seiten)?

  12. Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #12
    Hier findest du die Pforte zum DIY UQ-Himmel:
    https://www.hammockforums.net/forum/...Y-Project-List
    http://www.tothewoods.net/HammockCam...ml#Underquilts

    Es gibt auch einen Underquilt Calulator, der viele deiner Fragen beantwortet:
    https://www.hammockforums.net/forum/...-UQ-Calculator

    Bei der Stoffauswahl bist du nicht auf ExTex oder USA begrenzt. UK Fabrics Online hat ebenfalls einen noch günstige Nylonstoff in mehreren Farben im Program, der sich bestens für UQs eignet. Wie er nach dem Waschen aussieht, weiß ich allerdings noch nicht. Das ist ein 55g/qm Technical Outdoor Nylonstoff, wasserabstossend, daunendicht, winddicht und trotzdem noch atmungsaktiv. Eine Seite ist kalandiert und glänzt. Ich hab nach Muster bestellt, diesen hier in der Farbe Bottle Green.

    http://ukfabricsonline.com/nylon-fab...-outdoor-nylon

    Tatsächlich ist das ein dunkeles braunstichiges oliv. Ziemlich genau wie abgebildet. Allerdings etwas heller im Farbton. Bottle Green ist er imo nicht. Bei den anderen Farben muss du ebenfalls aufpassen. Olivgrün ist eher ein helles gelbstichiges saftgrün. Braun ist eher helles Kaki. Ich würde mir an deiner Stelle erst Farbmuster kommen lassen. Die Enttäuschung kann groß sein, wenn du es anders machst.

    Der Vorteil aus deutscher Sicht. Stoffe aus UK sind bereits verzollt und wegen Einfuhr-Umsatzsteuer muss man nicht zum Zollamt rennen. Wie es in der Schweiz aussieht, weiß ich nicht.

    Ehrlich gesagt würde ich nie die Näharbeit unterschätzen. Selbermachen erfordert zumindest Übung, normalerweise einiges an Können und Wissen im Umgang mit Nähmaschinen, und auch einiges an guter Vorbereitung, die bis hin zum guten Polyester-Nähfaden für Outdoor-Zwecke und der Anschaffung weiterer Näh-Utensilien reicht. Bevor du nicht 100% genau weißt was und warum du das machst, würde ich nicht zum nähen und auch nicht zum bestellen anfangen. Das Thema ist massiv komplex. Vermutlich könnte man problemlos einige 100 Seiten dazu schreiben. Da ich bestenfalls etwas Halbwissen habe, halte ich besser die Klappe.

    Ich würde an deiner Stelle ernsthaft in Erwägung ziehen, eine fertige Standart-Lösung für deinen DD Hammock zu kaufen. Da gibt es in USA einiges von der Stange, was deinen Vorstellungen entspricht. Natürlich, so günstig wie beim DD Underblanket kommst du nicht an eine sehr gute Lösung, die sich für Extrembedingungen eignet. Du wirst bluten müssen, selbst dann, wenn du alles selber machst. Ich schätze mal. So etwa 150 bis 200 € werden es im günstigsten Fall für eine perfekte Lösung etwa sein. Vermutlich aber noch deutlich mehr, weil mit einem UQ allein die Problemlösung für -15 Grad Außentemperatur noch nicht gefunden ist.

    Btw: Ein UQ sollte immer relativ locker am Hammock anliegen. Kompression ist unerwünscht. Relativ schnell ist man allerdings auch beim Thema UQ-Protektor, wenn man sich vor deutlichen Minusgraden schützen will.

  13. Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #13
    http://theultimatehang.com/2013/10/e...-quilt-review/

    Hersteller von UQs für Hängematten:
    http://theultimatehang.com/hammock-manufacturers/

    Über die Spalte Insulation findest du so etwa 30 UQ Anbieter. Es macht auch bei DIY immer Sinn, erst mal zu schauen, was es da so alles gibt.

  14. Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #14
    aktueller Thread:
    https://www.hammockforums.net/forum/...-DIY-winter-UQ

    Nur um darauf hinzuweisen, dass es da auch Dinge wie Climashield Apex und Primaloft gibt:
    http://www.extremtextil.de/catalog/Isolation:::53.html

    von den ich noch keine Ahnung habe.

    Auch das ist interessant:
    http://diygearsupply.com/diy-guides/insulation/

    Bei UK Fabrics Online, gibt es im übrigen auch bereits abgestepptes Material, welches das Nähen vielleicht deutlich erleichtert:

    http://ukfabricsonline.com/nylon-fab...quilted-fabric
    http://ukfabricsonline.com/nylon-fab...quilted-fabric
    http://ukfabricsonline.com/nylon-fabric?product_id=1213

  15. formerly known as x8n1720 Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #15
    Zitat Zitat von inch Beitrag anzeigen
    Aus Interesse: Koennte man so einen Unterquilt auch wie ein stark verschoebenes Rechteck konstruieren? So dass nur die Auflageflaeche vom Koerper bedeckt ist oder ist das unsinnig wegen der Kuhle, in der man liegt (zu kalt, weil zu wenig Isolation an den Seiten)?
    Genau einen Gesprächsfaden unter diesem habe ich meinen vorgestellt, incl. meinem zugegeben nicht so übersichtlichen Schnittmuster mit (für mich passenden) Maßen.

    Verschobenes Rechteck funktioniert gut und spart eine Menge Gewicht um den Preis, daß man nur noch in zwei von vier Richtungen liegen kann.

  16. Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #16
    Das ist vermutlich alles noch erheblich weniger als die Hälfte der Wahrheit. Das Thema ist ist leider massiv komplex:

    https://www.hammockforums.net/forum/...archid=2117287

    Aber natürlich ist das schön, wenn man seine Lösung bereits gefunden hat, die man selbst gut findet und die genau den angedachten Nutzen stiftet. Nicht jeder braucht dabei eine Lösung für -15 Grad Außentemperaturen.

  17. Alter Hase
    Avatar von Schmusebaerchen
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #17
    Für einen normalen Quilt mit Isomattennutzung braucht man 2/3 bis 3/4 der Daunenmenge eines vergleichbaren Schlafsacks. Da der Quilt eben nicht halb so breit ist.
    Schlafsack: ca 85cm Schulterbreite
    Quilt: ca 120cm Schulterbreite

    Damit der Quilt auch an den Seiten abschließen kann. Bei einem Schlafsack kommt die Hälfte von Oben und die Hälfte von Unten. Man braucht auch keine Reserve zur Überlappung mit der Isomatte, wie beim Quilt.

    Was ich so auf Bildern gesehen habe, dürfte sich das beim Hängemattensetup umdrehen. Da die Hängematte den Körper seitlich umschließt, muss der Underquilt größer sein, als der Topquilt...aber wie gesagt, bin kein Hängemattenschläfer.

    Hab 350g 860Cuin Extex Daunen, was mir bei 200cmx120/80cm bis 0°C reicht. Vielleicht -5°C, weniger aber nicht.
    Nützliche Wiki Seiten: Leitfaden für Einsteiger, Packlisten
    UGP-Mitglied Index 860

  18. Erfahren
    Avatar von uniuk
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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #18
    Wow Leute, Ihr seid ja der Wahnsinn ich danke Euch für all die vielen Informationen !!!

    Das mit dem "Lohnen" ist natürlich so eine Sache. Das DD UQ stimmt von der Form für mich, andere UQ's habe ich noch nicht detailliert angesehen. Die Motivation eines MYOG für mich wären geldliche Aspekte und auch das "Yes, ich habe mir das selber gemacht" Gefühl. Mit dem Geld hat sichs erledigt mal mindestens für die -15 Grad. Da gibt es Quilts, die inklusive Porto günstiger kommen.

    Ich habe für meine errechneten 250-300g Daunen einen halben Schlafsack genommen. Hab mir im Fachhandel (Online) Schlafsäcke gesucht die in diesem Temperaturbereich sind, dort die Zahlen (CUIN, Verhältnis, Füllgewicht) verglichen und dann das Füllgewicht durch zwei geteilt. Ich hab dabei nicht berücksichtigt, dass ein Schlafsack weniger breit ist als ein UQ - das mit den 2/3 kommt wohl hin.... Merci für die Idee!

    Ich pausiere mein Projekt erstmals. Dazu habe ich mehrere Gründe:
    1. Preislich sehe ich keine Vorteile
    2. Ich gehe nächste Woche raus und das schaff ich (ungeübt wie ich bin) nicht
    3. Ich hab das DD UQ, welches mit -5 Grad angegeben ist. Ich hab mir ne Exped Doublemat Eva geholt um dem UQ nachzuhelfen, sollte es zu kalt sein + ich habe mit der Eva auch die Option am Boden zu schlafen (Sturm, keine Bäume, ...)
    4. Wie Ihr schreibt, erm, ich habe keine Näherfahrungen ich hab mir das wahrscheinlich zu einfach vorgestellt


    Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Ich werde mich bei einfacheren Sachen üben und für den nächsten Winter eventuell erneut an das UQ Projekt wagen.



    Leute, DANKE !!!

  19. Anfänger im Forum

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    AW: Erster DIY Daunen-Underquilt für Hängematte

    #19
    Vielleicht hast du so Glück und DD Hammocks legt bis dahin noch ein Winter DD Underblanket nach. Neu ist seit kurzem der DD Jura 2 Sleeping Back, den es auch in einer XL Ausführung für lange Leute wie mich gibt, und das DD Hammock Quilt.

    http://www.ddhammocks.com/products/new_products

    Schreib DD Hammocks an, vielleicht haben die bereits längst ein DD Winter Underblanket für den nächsten frozen butt hang in der pipeline.

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