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  1. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #41
    Also bei mir sind es optimalerweise 700g pro Tag
    Morgens Porridge:
    100g Haferflocken, fein mit 50g Rohrzucker
    Hält lange vor.
    Tagsüber:
    100g Schockolade
    100g Müsli mit Milchpulver mittags
    Abends:
    150g Nudeln oder Reis mit 125g Speck, Käse, Salami
    In einer Soße (Maggi, Knorr 25g)
    Dazu noch 3x1L. Tee, schwarz, abends Früchtetee
    Brausetabletten (Vit. C, Multivit., Magnesium
    Salz

    Und zum Dessert ein Snickers!

    Aber auf meiner ersten Lappland Tour 1987 auch auf dem Kungsleden habe ich mich auch mit 500g Pro Tag und Expeditionsnahrung durchgehungert.
    Geändert von Pielinen (16.11.2014 um 20:16 Uhr)

  2. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #42
    Zitat Zitat von travelinghans Beitrag anzeigen
    Leider ist in der Diskussion der meiner Meinung nach wichtigste Aspekt zu kurz gekommen: die Ernährung.
    Hier noch ein paar Zahlen aus dem Web zur Ergänzung:
    • 1 g Kohlenhydrat ergibt 4 kcal Energie.
    • 1 g Eiweiß ergibt 4 kcal
    • 1 g Fett ergibt 9 kcal , der Verdauungsverlust dabei liegt bei rund 2.000 kcal

    Die Fettreserven des Menschen sind der größte Energiespeicher mit etwa 50.000 kcal. Der Körperfettanteil kann bei weniger Trainierten von 15% auf 10% reduziert werden kann, somit stehen bei 70kg Körpergewicht 3,5 Kilogramm Fett für die Verbrennung zur Verfügung. Das entspricht 24.500 Kilokalorien.

    • Im Sommer liegt der Bedarf bei Ruhe bei 1.700 kcal, bei Tageswanderungen bei 3.500 kcal, bei Mehrtagestouren bei 4.000 kcal, für Hochalpinisten und Kletterern bei 4.500 kcal.
    • Im Winter liegt der Bedarf bei Mehrtagestouren bei 5.000 kcal.

    Quellen:
    http://85.25.34.248/bergmed/bergmed.php?section=7
    http://www.trekkingseite.de/index.ph...legungsplanung
    http://www.trainingsworld.com/ernaeh...n-2363260.html


    Meine persönliche Erfahrung auf der Tour war dass die rechnerische Betrachtung an ihre Grenzen stößt, wenn man den vorhandenen Proviant einfach nicht mehr sehen kann/runterbekommt. Zu mehr Kreativität bei der Verpflegung gab es ja dann hier auch viele Tips.

  3. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #43
    Hygiene



    Zahnbürste: Rossmann Perlodent med Reisezahnbürste Doppelpack
    Der Köcher mit Luftlöchern schützt die Bürste und den Rucksack unterwegs und dient bei Benutzung als Griffverlängerung.
    Fazit: gut

    Zahnpasta: One Drop Only Zahncreme Konzentrat
    25 ml
    Man braucht nur eine sehr kleine Menge, der Geschmack ist kräftig und die Reinigungswirkung gut.
    Fazit: Perfekt

    Outdoor-Seife: Fibertec Smart Wash
    100ml
    Kann als Seife, Duschgel, Shampoo, Geschirrspül- und Reisewaschmittel verwendet werden. Das Mittel ist PH hautneutral und biologisch abbaubar. Haben wir einmal fürs Geschirrspülen verwendet, da wir sonst nur Wasser gekocht haben. Schäumt stark, deshalb braucht man viel Wasser um den Schaum wieder von Geschirr und Lappen zu spülen. Wenn man kein fettiges Geschirr hat kommt man wahrscheinlich ohne Seife aus, sonst ist eine kleinere Packungsgröße oder umfüllen sinnvoll.
    Fazit: ok

    Hautcreme: Nivea Creme
    30ml Dose
    Bei Wundlaufen, aufgesprungenen Lippen, eingerissenen Mundwinkel oder Nagelhaut. Hilfreich bei evtl. ungewohnter Belastung der Hände durch das ständige Zelt- und Rucksackpacken und des Gesichts durch Sonne, Staub und Wind auf Tour.
    Fazit: gut

    Sonnencreme: Nivea Kids Pocket Size SPF 50
    50ml, wasserfest, Sofortschutz, LSF 50
    Wir sind tagelang im offenen Fjäll der strahlenden Sonne entgegen gewandert, viele Stunden täglich, trotzdem hat uns die Creme erfolgreich vor Sonnenbrand geschützt. Zieht leider sehr langsam ein und ein fettiger weißer Film bleibt über Stunden auf der Haut zurück. Das sieht ungesund aus und kann Kleidung und Ausrüstung verschmutzen. Sehr handliche Packung mit Schraubverschluss und kleinem Loch für präzise Dosierung.
    Fazit: sehr guter Schutz, zieht schlecht ein

    Mückenschutz: Care Plus DEET 40% Spray
    100ml Pumpspray mit festsitzender Schutzkappe.
    Gewarnt durch zahlreiche Berichte über die Mückenplage in Schweden haben wir uns extra für die Tour diese chemische Keule mit 40% DEET zugelegt. Das DEET-freie Ballistol Stichfrei hatte uns nicht gegen die Mückenschwärme in den Sumpfwiesen des Nadbuzanski Park Krajobrazowy schützen können. Zum Glück war unsere Tour weitgehend mückenfrei, nur am Sitojaure hatten wir mit Kriebelmücken zu kämpfen. Da haben wir uns allerdings mit dem Schutz durch Hardshell und Mückennetz begnügt. Auf das DEET haben wir dann doch verzichtet da es Textilien angreifen kann und die Arme Direktkontakt zu Hardshell, Schlafsack und Isomatte hatten. Vielleicht war der Leidensdruck noch nicht hoch genug.
    Fazit: Nicht benutzt

    Handtuch: Meru Campack Towel
    38x36cm
    Das Reisehandtuch kann mit seinem kleinen Packbeutel mit Karabiner außen am Rucksack befestigt werden, auch geöffnet zum Trocknen.
    Fazit: ok

    Spültuch: Mascot Swip Wischtuchrolle
    Auf Tour haben wir davon 4 Abschnitte im Format 20*40cm mitgenommen, verpackt in zwei kleinen Ziploc-Beuteln für den Nasstransport. Gedacht als Spültuch, Geschirrtuch, Waschlappen und zur Zeltreinigung/trocknung.
    Fazit: ok

    Wäscheklammern: 4 x Noname Plast
    Zur Trocknung von T-Shirt, Spültuch, Geschirrtuch, Waschlappen in Verbindung mit Paracord oder Spannleinen.
    Fazit: Nicht benutzt



    Papiere



    Bargeld: Euro und Schwedische Kronen
    Man braucht auf jeden Fall schwedisches Bargeld und kann sich nicht etwa nur auf Kreditkartenzahlung verlassen. Für Bus- und Bootstransport auf der Tour haben wir pro Person 620 Kronen bezahlt. Hier kann man sparen wenn man Ermäßigung hat oder selbst die Ruder in die Hand nimmt. Dazu kam der Bustransfer bei Abreise von Kvikkjokk nach Jokkmokk.
    Bargeld braucht man meist auch wenn man auf den Hütten isst, schläft oder nachproviantiert und bei evtl. für die Verpflegung auf Hin- und Rückfahrt. Beim Geldwechsel sollte man auf eine Rücktauschgarantie achten so dass am Ende der Reise nicht erneut Gebühren fällig werden.
    Fazit: erforderlich

    Fahrkarten: Düsseldorf - Kopenhagen - Stockholm - Abisko Turist
    CNL40457 Düsseldorf 22:02 Uhr - Kopenhagen 10:08 Uhr. Ab 1. November eingestellt.
    X2 536 Kopenhagen 11:16 Uhr - Stockholm 16:39 Uhr. Als Europa-Spezial Tarif bei der DB gebucht.
    Nachtzug Stockholm 17:55 Uhr - Abisko Turist 12:32 Uhr. Online unter www.sj.se gebucht.
    Die schwedischen Züge sind reservierungspflichtig. Da wir die Tourdauer vorher nicht genau abschätzen konnten haben wir die Rückfahrt in der Fjällstation Kvikkjokk online gebucht. Eine funktionierende Internetverbindung ist aber nicht immer garantiert.
    Fazit: Reservierungspflichtig

    Notizblock: Rite in the Rain 135 All-Weather Pocket Notebook 3x5
    58g, 75 x 125 mm
    Der als Ringbuch gebundene, wasserfeste Notizblock hat 50 linierte Seiten und diente uns als Tour-Tagebuch. Auf der Rückseite des Kunststoff-Einbandes ist eine Maßskala in cm und inch aufgedruckt.
    Fazit: Perfekt

    Kugelschreiber: Fisher Space Pen Trekker
    99 x 10mm, 45g, schwarze Fisher PR4 Hochdruckmine
    Sehr kompakter und stabiler Kugelschreiber aus Edelstahl mit gummiertem Griffstück. Kann mit einer Kappe dicht verschlossen und vor Auslaufen geschützt werden. Mit Cordel und Karabiner kann er gegen Verlust gesichert werden.
    Schreibt unter Wasser, über Kopf, von -35 bis 121 °C
    Fazit: Perfekt

    Bleistift: Faber-Castell Druckbleistift GRIP PLUS
    Länge 140mm, Minenstärke: 0,7 mm
    Mit herausdrehbarem Radierer und Gummigriffzone für rutschfesten Griff. Die Mine ist voll versenkbar und dadurch bruchgeschützt.
    Fazit: Perfekt

    Lupe: Eschenbach Einschlaglupe classic 60mm
    3,5-fache Vergrößerung, 70x65mm
    Bei kleiner Schrift/Details auf Karten oder beim Entfernen von Splittern.
    Fazit: Nicht benutzt

    Ohrstöpsel
    Bei stürmischen Nächten, Schnarchen, lauten Isomatten.
    Fazit: Nicht benutzt

    Pass
    Kreditkarte
    EC-Karte
    Krankenversicherungskarte
    Wohnungsschlüssel
    Geändert von outpost (21.11.2014 um 09:51 Uhr)

  4. Gerne im Forum

    Dabei seit
    17.11.2014
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #44
    Herzlichen Glückwunsch zu so einer erfolgreichen und gut geplanten Tour und Danke für dein ausführliches Review.

    Etwas overequipped ist hier schon zahlreich festgestellt worden. Das denke ich auch, aber für 9 Tage Anfang 22 kg ist insgesamt recht gut. Meine erste Tour in Norwegen war im Saltfjellet-Svartisen. Da habe ich stolz meine Fiskars-Säge mitgenommen und festgestellt, dass am nördlichen Polarkreis nicht mehr viel zu sägen ist... Ein Arbeitsmesser (feststehende Klinge) und ein Opinel hat für Freundin und mich dann ausgereicht. Ganz im Norden hatten wir unsere Stirnlampen im August gar nicht gebraucht. Eine kleine Lampe würde ich trotzdem immer mitnehmen. Eher eine stromsparende als mit 900Lumen...
    Klar, das Thermometer würde ich auch nicht mitnehmen. Eine gute Reiseapotheke Desinfektion und Durchfallmittel schon. Und über das Breitbandantibiotikum lässt sich streiten. Ich hatte auch eins und würde wieder eins mitnehmen. Aber zugegeben, damals hätte ich es mangels Wissen gar nicht richtig eingesetzt...
    Auf Crocks, Karte und Kompass würde ich nicht verzichten. Die Watschuhe haben sich bewährt, sowohl beim Furten als auch im Camp. Mh, gerade, da, wo es noch schön ausgeschildert ist, kann man sich doch herrvorragend an Kompass und Karte versuchen. Ich hatte mich vor Norwegen recht ausführlich mit Orientierung beschäftigt und ich habe dennoch viel zu große Navigationsfehler gemacht. Missweisung 20° von der Karte entnommen und dann nicht mehr vor Ort überprüft, weil ich nicht wusste wie es geht. Zack, stand ich am falschen Fleck. Das GPS (etrex 10) kam damals nur als Backup in Frage um mich wieder auf der Karte zu finden - hatte ich dann auch gebraucht... Von daher immer ein bisschen rumspielen und üben, bevor der Notfall eintritt.

    Die Frage kam bei Travellinghans auf, wie man beim Essen noch auf ein besseres Gewichts-Kalorien-Ratio kommt. Mh, mit 750g pro Tag kamen wir damals auf ca. 4400 kcal. Uns war es wichtig, dass wir nicht auf den Touren dort abnehmen. (1. Tour war 5 Tage in Saltfjellet und 2. Tour war einige Tage danach 7 Tage in Jotunheimen) Hatte auch geklappt. Wir haben vor der Reise konsequent umgepackt und versucht den Müll zu reduzieren.Gekocht wurde Abends und keine Tütensuppen sondern "richtig". Also Quinoa, Linsen, Hirse, etc. was halt schnell durch ist. dann konsequent Trockengemüse rein und Luxus war eine Zwiebel pro Tag. Also nicht nur aufgießen sondern 10 min kochen, dann ziehen lassen. Tagsüber Fingerfood. Ich hatte Müsliriegel gebacken, die dann Studentenfutter, Rosinen, Kekse und die Wurst-Peitschen ergänzten. Früh morgens Müsli u. Milchpulver. Etwas Kakao und Honig haben für geschmackliche Varianzen gesorgt. Ansonsten hatten wir viel zu viel Honig, Tomatenmark und Öl mit. auch die Fertigsuppe im Bild war Backup und wurde nicht gebraucht. Brotfladen unterwegs braten war ganz nett, würde ich aber auch nicht mehr machen, wenn ich Brennstoff sparen muss...



    https://www.outdoorseiten.net/fotos/showphoto.php?photo=118018&title=essen&cat=543
    “To have a great adventure, and survive, requires good judgment. Good judgment comes from experience. Experience, of course, is the result of poor judgment." Geoff Tabin

    "Im Falle eines Falles ist das Fallen alles."

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