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  1. AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #21
    @outpost

    Was ich in der Zwischenzeit gelernt habe:

    Beim "Einsparen" gibt es nicht nur den Faktor Gewicht, sondern auch den Faktor Raum (natürlich nicht relevant bei den Tabletten). So schaffe ich es mittlerweile auch, die Crocs unterzubringen.

    Trotzdem schöner Faden eines "Perfektionisten"

    Viele Grüße

    bbb

  2. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #22
    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Irgendwo hab ich mal gelesen, dass man gar nicht rumdesinfizieren soll. Die Begründung ist einfach: Wenn Desinfektionsmittel erforderlich sein sollte, dann ist auch ärztliche Behandlung erforderlich. Ärzte haben dann alles Notwendige dabei.
    Ich bin letztes Jahr an der weißrussischen Grenze von einem Schäferhund gebissen worden (jetzt eine 10cm Narbe). Die Ärzte waren im Wochenende. Also musste ich mit dem zurechtkommen was ich hatte. Zum Glück auch was zur Desinfektion. Auch am sehr zivilisierten Kungsleden kann es viele Stunden dauern bis man zum Arzt kommt, selbst wenn man noch laufen kann.

  3. Fuchs

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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #23
    Raum hängt auch zusammen mit rumräumen. Eigentlich hätte ich aber gedacht, dass alles besser in den Rucksack passt - Crocs außen ist ja nicht unpraktisch (sonst braucht man wieder eine Hülle). Als wir noch Luftmatten hatten, hab ich die immer so in den Rucksack getan, zusammengerollt und etwas gestopft und schnell noch etwas drauf.
    Also, zumindest eine oder zwei der Verpflegungssäckchen sollten doch noch unterzubringen sein, auch wenn die Schlafsäcke etwas mehr Platz brauchen.

    Anfangs beim Packen denke ich auch gerne mal, wie soll das gehen. Aber gerade ins Bodenfach geht dann immer noch erstaunlich viel dazu. Bei den Rucksackfotos sieht das für mich so aus, als ginge da vor allem beim rechten noch was. So über dem Aufsatzfach sind doch noch Luftlöcher bei beiden. Evtl. muss man seinen großen Verpflegungssack dann splitten. Großer Sack mit vielen kleinen Dingen enthält in sich ja auch eher ungenutzte Luftlöcher.

  4. AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #24
    Ich finde die genaue Auflistung deshalb super, weil so andere ihre Erfahrungen beisteuern können: das würde ich weglassen, das käme bei mir noch dazu, das mache ich anders. Und warum.
    Daraus kann dann allenfalls ja jede/r seine eigenen Schlüsse ziehen.
    Danke dafür, auch für die Beiträge!

    Wegen Desinfektionsmitteln: Die Meinung, wenn man desinfizieren muss, braucht man auch einen Arzt, die teile ich nicht. Im Kindergarten darf man nicht mehr desinfizieren. Man darf auch sonst nichts an Wunden machen. Ich weiss nicht, wie oft meine Kinder mit Pflastern heimgekommen sind, unter denen sich eine (harmlose) Schwürfung bereits entzündet oder gar leicht geeitert hat. Ich desinfiziere Wunden immer und meine Erfahrungen damit sind gut.

  5. AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #25
    Wenn ich mir irgend wann mal wegen 1 kg mehr oder weniger Gewicht solche Gedanken machen muss, werde ich keine Touren mehr machen. Dann bin ich körperlich so hinüber das ich mir eine andere Beschäftigung suche...
    Ich muss daran denken mit welcher Ausrüstung und welchen Gewichten meine Frau Anfang der 90er Jahre während des Geologie-Studiums in Rumänien in den Karparten Touren gemacht hat. Da wurden bei 50kg Körpergewicht über 20kg getragen. Es hat übrigens keine Schäden hinterlassen und Spaß gemacht.
    Heute ist die Ausrüstung zwar leichter, aber komischerweise trägt sie heute immer noch lieber mehr Gewicht als tagelang mit dem selben Shirt rumzulaufen.
    Hier über einen Blister Tabletten und ein wenig erste Hilfe Krempel zu diskutieren finde ich doch sehr befremdlich...

  6. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #26
    Zitat Zitat von ranunkelruebe Beitrag anzeigen
    Was nützt es, im Fjäll zu wissen: körpertemperatur liegt bei 38,3°C?
    Naja, in 17 Jahren und mit 3 Kindern musste ich schon häufig Fieber messen. Zuhause brauche ich eigentlich kein Fieberthermometer weil ich die Temperatur inzwischen schon beim Handauflegen gut einschätzen kann. Das kann aber unterwegs oder im Zelt anders sein. Die Temperatur zu kennen ist wichtig, da ich Paracetamol gebe wenn das Fieber deutlich über 39 steigt. Außerdem ist die Temperaturtendenz wichtig, steigt das Fieber noch oder tritt schon Besserung ein. Fieberschübe treten häufig nachts auf, hin und wieder auch aus heiterem Himmel mit heftigem Anstieg. Weil man eben bei einem vermeintlich Gesunden tagsüber kein Fieber misst und die ersten Anzeichen für normale Erschöpfung/Anstrengung auf Tour gehalten hat. Wenn das Fieber also Nachts im Zelt im Nirgendwo stark ansteigt kann die von dir erwähnte angemessene Behandlung nur von mir und den mitgeführten Medikamenten kommen. Ich kann niemanden mit 40 Fieber 4 Stunden durch die Nacht zur nächsten Hütte treiben. Dort ist ja erst mal auch kein Arzt, und der wird auch nur das Fieber messen und fiebersenkende Medikamente geben (ist jedenfalls so wenn man hier mit seinem Kind zum Arzt geht).

  7. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #27
    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Anfangs beim Packen denke ich auch gerne mal, wie soll das gehen. Aber gerade ins Bodenfach geht dann immer noch erstaunlich viel dazu. Bei den Rucksackfotos sieht das für mich so aus, als ginge da vor allem beim rechten noch was. So über dem Aufsatzfach sind doch noch Luftlöcher bei beiden. Evtl. muss man seinen großen Verpflegungssack dann splitten. Großer Sack mit vielen kleinen Dingen enthält in sich ja auch eher ungenutzte Luftlöcher.
    Ein Verpflegungssack enthielt ausschließlich die Trekkingmahlzeiten, der andere die Bifi-Rolls. Sicher hätte man auf einen verzichten können wenn man den Inhalt in alle verfügbaren Lücken im Rucksack stopft. Gibt aber ein kleines Chaos wenn man irgendwas aus dem Rucksack braucht, und einem von überall die Lebensmittel entgegenfallen. Wahrscheinlich ist man dann auch vorsichtiger beim reinstopfen und komprimieren, man will es ja irgendwann auch noch mal essen. Ich fand etwas Luft im Rucksack sehr angenehm, da man unterwegs manchmal nicht die Muße hat alles so sorgfältig zu Packen wie zuhause.

  8. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #28
    Ganz klar, es darf und muss jeder selber entscheiden, was und wie viel man mitnimmt, wie viel Komfort und Sicherheit man braucht. Aber ich möchte doch ein wenig richtig stellen, dass man mit Kindern so viel mehr braucht.

    Ich bin mit meinen Kindern auf mehrtägigen Touren seit die Kleine drei Jahre alt ist, sie ist jetzt 11 geworden. Dabei waren wir mit den Kajaks von Anfang an in Gegenden unterwegs, wo der nächste Arzt nicht um die Ecke ist, z.B. Dalsland oder Schären an der Ostküste.
    Ich habe noch nie ein Fieberthermometer dabei gehabt, wenn die Kinder fiebern, dann merkt man das.
    Viele Tabletten sind Luxus oder nice to have, ich habe nur zwei verschieden starke Schmerzmittel, Immodium und für mich ein Antibiotikum gegen Blasenentzündung dabei, weil ich leider dazu neige.
    Ein riesiges Erste Hilfe Set ist unnötig, vieles läßt sich improvisieren. Wenn man Sicherheitsfanatiker ist, würde ich lieber einen guten Erste Hilfe Kurs z.B. bei der Outdoorschule Süd machen. Wunden wasche ich mit Wasser, ich hatte auch schon entzündende Wunden trotz sorgfältiger Wunddesinfektion. Man kann nicht alle Eventualitäten und möglichen Krankheiten abdecken.
    Was ich allerdings zumindest mit den Kindern in Gegenden ohne sicheren Handyempfang dabei habe, ist ein Mcmurdo Fast Find.
    Einen Wasserfilter besitze ich gar nicht, wir (auch die Kleinkinder) haben das Wasser immer so getrunken. Wo ich das Wasser nicht trinken kann hat es auch Zivilisation und Trinkwasser, dass ich dann mitnehme. Auf Salzwasser muss man eh Trinkwasser mitnehmen.

    Kann mir außerdem mal jemand erklären, was der Reiz beim autarken Wandern ist, wenn es unterwegs Lebensmittel gibt? Das hat mir bisher noch nicht eingeleuchtet.

    Wie gesagt, man muß mit Kindern mehr bedenken und ich nehme auch etwas mehr Sicherheit mit, wenn ich die Kinder dabei habe, aber Sicherheit entsteht in erster Linie durch Wissen und Verhalten, erst in zweiter Linie durch Ausrüstung. Deshalb muss man mit Kindern nicht den ganzen Hausdtand mitnehmen.
    Das nur an andere, die eine Tour mit Kindern planen und unsicher sind, nicht als Kritik an Dich, Outpost. Du hast mitgenommen, was Du für notwendig hielst. Danke noch mal, dass Du so ausführlich Deine Erfahrungen teilst!

    Gruß,

    Claudia

  9. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #29
    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Einen Wasserfilter besitze ich gar nicht, wir (auch die Kleinkinder) haben das Wasser immer so getrunken.
    Ich hab auch schon auf einem 100km Gepäckmarsch in glühender Hitze Wasser aus einer schlammigen Pfütze getrunken weil wir unsere Feldflaschen vorher auskippen mussten. Ging auch gut, muss aber nicht immer so sein.

    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Kann mir außerdem mal jemand erklären, was der Reiz beim autarken Wandern ist, wenn es unterwegs Lebensmittel gibt? Das hat mir bisher noch nicht eingeleuchtet.
    Naja, wir schlafen im Zelt obwohl es Hütten gibt, wandern auf Berge, selbst wenn es einen Lift gibt und wir fahren mit dem Fahrrad obwohl ein Auto da ist .
    War aber auch ein Test mit Fallback-Möglichkeit für Touren in weglose Gebiete wie den Sarek.

    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Deshalb muss man mit Kindern nicht den ganzen Hausdtand mitnehmen.
    Alles zusammen (Medpacks, Medikamente mit Kiste, Thermometer) wiegt keine 500g, also 2% vom Rucksackgewicht bzw. 0,5% vom Gesamtgewicht.
    Geändert von outpost (14.11.2014 um 15:54 Uhr)

  10. Dauerbesucher
    Avatar von Pielinen
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #30
    Zitat Zitat von berlinbyebye Beitrag anzeigen
    Trotzdem schöner Faden eines "Perfektionisten"
    Hallo,
    Das Forum wimmelt nur so von Perfektionisten, mich eingeschlossen. Mir hat es auch schon in den Fingern gejuckt ein Ausrüstungsreview zu verfassen, war mir aber doch zu viel Arbeit und entscheidender ist doch das Erlebnis und nicht der Materialfetischismus.
    Für manchen ist die Diskussion zur Meinungsbildung sicher interessant.

  11. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #31
    Zitat Zitat von Pielinnen Beitrag anzeigen
    Das Forum wimmelt nur so von Perfektionisten, mich eingeschlossen.
    Ich oute mich mal als Kompromissionist; davon gibt es hier im Forum bestimmt auch viele.

    Daran, dass dieser Thread für Leute, die irgendetwas Ähnliches vorhaben wie ihr, auf jeden Fall nützlich ist, habe ich keine Zweifel. Die Frage, die mir aber schon seit dem Reisebericht im Kopf herumgeht, ist die folgende: Welche Auswirkungen hat eigentlich diese ›Vorgabe‹ auf zukünftige Touren desjenigen, für den hier so viel Verantwortung übernommen worden ist? Hat man dann später mit zwanzig das Gefühl, dass die spontane Wochenendtour mit Zelt das gleiche Ausrüstungsniveau erfordert – d.h. wird das Over-Equipment zum Maßstab? Oder weiß man einfach nur besser, was man voraussichtlich nicht brauchen wird, hat also einen Erfahrungsvorsprung?

    Die Frage stellt sich mir deshalb, weil ja früher (da man als 17-Jähriger eher keine Touren mit seinen Eltern gemacht hätte) die Erfahrung eher auf dem umgekehrten Weg entstanden ist; d.h. man hat evtl. bei der ersten Tour unter (nach heutigen Maßstäben) falscher Ausrüstung gelitten und später allmählich seine Konsequenzen daraus gezogen.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  12. Fuchs
    Avatar von ranunkelruebe
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #32
    Zitat Zitat von outpost Beitrag anzeigen
    Naja, in 17 Jahren und mit 3 Kindern musste ich schon häufig Fieber messen. Zuhause brauche ich eigentlich kein Fieberthermometer weil ich die Temperatur inzwischen schon beim Handauflegen gut einschätzen kann. Das kann aber unterwegs oder im Zelt anders sein. Die Temperatur zu kennen ist wichtig, da ich Paracetamol gebe wenn das Fieber deutlich über 39 steigt. Außerdem ist die Temperaturtendenz wichtig, steigt das Fieber noch oder tritt schon Besserung ein. Fieberschübe treten häufig nachts auf, hin und wieder auch aus heiterem Himmel mit heftigem Anstieg. Weil man eben bei einem vermeintlich Gesunden tagsüber kein Fieber misst und die ersten Anzeichen für normale Erschöpfung/Anstrengung auf Tour gehalten hat. Wenn das Fieber also Nachts im Zelt im Nirgendwo stark ansteigt kann die von dir erwähnte angemessene Behandlung nur von mir und den mitgeführten Medikamenten kommen. Ich kann niemanden mit 40 Fieber 4 Stunden durch die Nacht zur nächsten Hütte treiben. Dort ist ja erst mal auch kein Arzt, und der wird auch nur das Fieber messen und fiebersenkende Medikamente geben (ist jedenfalls so wenn man hier mit seinem Kind zum Arzt geht).
    Okee, wenn du Paracetamol nach Temperatur nimmst, und nicht nach Befinden, dann brauchst du ein Fieberthermometer, klar.
    Ich gebe (und nehme) fiebersenkende Mittel ausschließlich nach Befinden, weil es in meinen Augen keinerlei Wert hat, Fieber nach Zahlen zu behandeln.

    Und klar kann die angemessene Behandlung auf Tour nur ducrh mich kommen. (Ich würde auch niemanden mit Fieber stundenlang durch die Nacht latschen lassen), aber diese Behandlung kommt doch eh nur durch mich in Frage, egal ob das Fieber bei 38,3 oder 39,9 ist?!

    Naja, wir haben wohl einfach sehr unterschiedliche Behandlugskonzepte bei Fieber.

  13. Fuchs
    Avatar von ranunkelruebe
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #33
    Zitat Zitat von Katun Beitrag anzeigen
    Irgendwo hab ich mal gelesen, dass man gar nicht rumdesinfizieren soll. Die Begründung ist einfach: Wenn Desinfektionsmittel erforderlich sein sollte, dann ist auch ärztliche Behandlung erforderlich. Ärzte haben dann alles Notwendige dabei. Wenn überhaupt ist es vielleicht sinnvoller, die Helferhände zu desinfizieren. Das einzige Beispiel, was mir Outdoor in Skandinavien einfallen würde, dass ich an der Hütte in einen rostigen Nagel renne oder so. Aber eine blutende Wunde regelt sich das vielleicht trotzdem von selbst.
    Puh, also Desinfektion würde ich jetzt nicht gerade als Erstes zu Hause lassen.
    Ne gescheite Wunddesinfektion kann durchaus sinnvoll sein, sei es nun bei der Erstversorgung vor'm Aufsuchen professioneller Hilfe oder als alleinige Maßnahme ohne das Aufsuchen professioneller Hilfe.

    Meine Erfahrung ist, dass sich bei mir auch kleinere Wunden auf Tour eher schneller entzünden als zuhause - wahrscheinlich wegen der allgemein etwas schlechteren Hygiene, dem selteneren Händewaschen, weniger Seifenkontakt, mehr Kontaktz zu Erde, Gras, schmuddeligen Klamotten, etc.

    Und das jede Wunde, die man desinfizieren sollte, auch in ärztliche Hände gehört, habe ich weder in Laienratgebern noch in medizinischer Literatur je gelesen.

  14. AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #34
    Zitat Zitat von Waldhexe Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, man muß mit Kindern mehr bedenken und ich nehme auch etwas mehr Sicherheit mit, wenn ich die Kinder dabei habe, aber Sicherheit entsteht in erster Linie durch Wissen und Verhalten, erst in zweiter Linie durch Ausrüstung. Deshalb muss man mit Kindern nicht den ganzen Hausdtand mitnehmen.
    Zwischen "den ganzen Hausstand mitnehmen" und "etwas mehr" ist meiner Meinung nach doch ein grosser Unterschied.
    Und Erfahrung gewinnt man halt nur durch machen. Hat man etwas weniger Erfahrung, finde ich es verantwortungsbewusst, tendenziell ein backup mehr dabei zu haben. Vor allem dann, wenn man zusätzlich die Verantwortung für Kinder hat.

  15. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #35
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Hat man dann später mit zwanzig das Gefühl, dass die spontane Wochenendtour mit Zelt das gleiche Ausrüstungsniveau erfordert – d.h. wird das Over-Equipment zum Maßstab? Oder weiß man einfach nur besser, was man voraussichtlich nicht brauchen wird, hat also einen Erfahrungsvorsprung?
    Naja, dass man durch zu viel Ausrüstung verweichlicht wird dem steht ja das Gewicht und die Kosten entgegen Ich glaube eher nach 200km mit 20Kg Rucksack durchs Gebirge sieht man der spontanen Wochenendtour mit Gelassenheit entgegen.

    Ich wusste nicht genau was uns erwartet, die Berichte im Netz sind ja immer aus individuellen Blickwinkel geschrieben. Unterschiedlicher Background der Leute und anderes Wetter können jeweils eine ganz andere Geschichte draus machen. Was für den Einen ein Spaziergang ist für den Anderen eine Herausforderung. Wir haben statt einsamer Wildnis, Regen und reißenden Furten einen sehr zivilisierten Kungsleden und strahlenden Sonnenschein vorgefunden - definitiv kein Survival Szenario. Und nachdem wir uns nun unser eigenes Bild gemacht haben bleibt beim nächsten Mal das eine oder andere zu Hause oder wird reduziert. Steht ja so auch im Reisebericht und detailliert hier im Gear Review.

    Sollte eigentlich alles auch nicht so todernst rüberkommen. War viel spielerisches Ausprobieren dabei, was Technik und Material heute so bieten im Gegensatz zu früher.

    Es war ja gar nicht unser Ziel Anstrengung zu vermeiden, möglichst nicht ins Schwitzen zu kommen und nur ein bisschen Landschaft zu schauen. Kai hatte sich eine Herausforderung gewünscht, und es sollte eben autarkes Trekking sein, im Zelt statt in der Hütte zu schlafen und die Verpflegung mitzuführen statt im Restaurant zu speisen. War halt unsere Challenge. Hätte auch der Nijmegenmarsch sein können, ganz ohne Ausrüstung. Der eine will möglichst leicht unterwegs sein und sägt seine Zahnbürste durch. Ein anderer will möglichst schnell unterwegs sein und macht Trailrunning. Jede Jeck is anders!

  16. Anfänger im Forum
    Avatar von outpost
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #36
    Zitat Zitat von ranunkelruebe Beitrag anzeigen
    Ich gebe (und nehme) fiebersenkende Mittel ausschließlich nach Befinden, weil es in meinen Augen keinerlei Wert hat, Fieber nach Zahlen zu behandeln.
    Natürlich spielt das subjektive Empfinden eine große Rolle, nur kriegt man das nicht immer raus. Z.B. wenn der Kranke in der Nacht schläft. Dann ist Fiebermessen einfacher als ihn zu wecken und sich nach dem Befinden zu erkundigen.

  17. Fuchs

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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #37
    Ich finde jetzt auch nicht, dass ihr soooo viel geschleppt habt. 15 kg kommen eben mal schnell zusammen.
    Nur nicht so ideal gepackt, da sieht das so umfangreich aus. Und manche Priorität würde mir nie im Traum einfallen. Aber das macht ja nix.
    Trekking beinhaltet für mich übrigens auch, nicht einzukaufen bzw. nicht auf Einkehr unterwegs zu setzen. Zumindest in Gegenden, wo gerade kein Dorf ist. So weit wie möglich „autark“, bzw. ich nenn das Unabhängigkeit (denn ab und an muss man vielleicht doch einkaufen), das ist doch der Witz des Ganzen.

    Ich warte schon gespannt auf den nächsten Survivalbericht, Sohnemann wollte doch survivaln (auch deshalb find ich die ganzen Trekkingmahlzeiten eher komisch – nicht, dass ihr auf die Jagd gehen sollt, aber Kochen wird auf Wasser erhitzen reduziert und sozusagen rein technisch angegangen. Ich hätte da Bannock erwartet und wir versuchen mal zu angeln und so. Die Messer für grobe und feine Arbeiten sind eingepackt).

  18. Fuchs
    Avatar von Randonneur
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #38
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    Die Frage, die mir aber schon seit dem Reisebericht im Kopf herumgeht, ist die folgende: Welche Auswirkungen hat eigentlich diese ›Vorgabe‹ auf zukünftige Touren desjenigen, für den hier so viel Verantwortung übernommen worden ist? Hat man dann später mit zwanzig das Gefühl, dass die spontane Wochenendtour mit Zelt das gleiche Ausrüstungsniveau erfordert – d.h. wird das Over-Equipment zum Maßstab? Oder weiß man einfach nur besser, was man voraussichtlich nicht brauchen wird, hat also einen Erfahrungsvorsprung?
    Ich glaube, dass Du den Einfluss einer Tour überschätzt. Und ob und was man aus Touren lernt hängt hauptsächlich von einem selbst ab. Schon die Motive für Touren sind doch sehr verschieden: Abenteuerliche Expedition, sportliche Leistung oder Genuss können im Vordergrund stehen.

  19. Fuchs
    Avatar von Randonneur
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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #39
    Zitat Zitat von outpost Beitrag anzeigen
    Natürlich spielt das subjektive Empfinden eine große Rolle, nur kriegt man das nicht immer raus. Z.B. wenn der Kranke in der Nacht schläft. Dann ist Fiebermessen einfacher als ihn zu wecken und sich nach dem Befinden zu erkundigen.
    Warum musst Du das denn so genau wissen, wenn der Kranke schläft? Wenn der Zustand schlecht wird bekommt man das doch gewöhnlich einfach so mit.

    Ansonsten nehme ich andere Sachen mit und lasse mir das Kochen nicht gerne nehmen, aber 22kg sind doch problemlos tragbar.

  20. Gesperrt Anfänger im Forum

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    AW: Post Action Review: Ausrüstung für 9 Tage autarkes Kungsleden-Trekking

    #40
    .Hallo outpost,

    ich weiß dein detailliertes Review wirklich sehr zu schätzen, also vielen Dank dafür!

    Leider ist in der Diskussion der meiner Meinung nach wichtigste Aspekt zu kurz gekommen: die Ernährung.
    Knapp drei Kilogramm abgenommen in gut einer Woche. Klar, in der Anfangszeit einer solchen Unterzufuhr von Kalorien gleicht der Körper das locker aus. Aber wenn ich das mal auf vier Wochen hochrechne (also z.B. auf eine längere Wildnistour), wären das zehn Kilogramm Gewichtsverlust!

    Das macht sich dann ganz bestimmt negativ bemerkbar (Leistungsvermögen, Leistungsbereitschaft, auch psychische Verfassung). Ich habe früher bei unseren Touren diesem Aspekt nicht die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Mittlerweile bemühe ich mich aber, die Ernährung mit detaillierten Aufstellungen transparenter zu planen.

    Du kommst auf ca. 4 kcal Energieinhalt pro 1 Gramm Nahrungsmittel, das entspricht ungefähr meinem Durchschnittswert (4,25 kcal/g Nahrung). Tja, und dann sind wir bei 1 kg Nahrungsmittel pro Tag, wenn man eine Unterzufuhr vermeiden will. Das macht für vierzehn Tage 14 Kilo netto, zuzüglich Verpackungen ist man dann bei um die 16 Kilo.

    Meine Frage an die an diesem Thema interessierten Foristen: Wer kommt auf einen besseren Wert? Also mein Traumwert wären 4000 kcal in 750 g Nahrung (ca. 5,5 kcal/g Nahrung). Wer hat vielleicht praxiserprobte Vorschläge, wie sich das erreichen lässt?

    Falls ich auf die Schnelle ältere Diskussionen mit Lösungsvorschlägen übersehen haben sollte reicht ein Link.

    Gruß Hans
    Geändert von Vegareve (01.10.2015 um 09:17 Uhr)

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