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  1. Alter Hase

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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #41
    Irgendwie habt ihr meinen Einwand nicht verstanden. Ihn dann gleich als "bösartig" zu bezeichnen, finde ich durchaus bösartig. Aber gut. Ist halt so üblich.

    Nächster Versuch. Der Vorschlag war:

    Man könnte also die entsprechenden Regionen auch abseits der bereits vorhandenen touristischen Zentren (Müritz-Nationalpark) systematisch als Low-budget-Wanderregionen vermarkten. Und zwar mit relativ geringem infrastrukturellem Aufwand.
    Zufällig habe ich mal in einer Behörde gearbeitet, die sich mit sowas befasste. Im Vorschlag steht es schon drin. "Vermarkten". Das bedingt, dass es auch Erträge gibt. Die können natürlich unterschiedlich sein. "Wirtschaftsförderung" - klar, das steht sofort vorne dran. Die Leute, die man da anlockt, sollen Geld mitbringen und möglichst viel ausgeben. Deshalb werden teure Angebote meist am intensivsten gefördert. Da sitzen die Steuerzahler. Die sollen verdienen, Steuern zahlen und auch den Bürgermeister wiederwählen. Mit Wanderern, die nichts ausgeben, in Schutzhütten schlafen wollen und ihr Wurstbrötchen mitbringen, wird das nichts. Das Brötchenpapier lassen sie dann auch noch liegen. Die Schutzhütte vermüllen sie oder brennen sie gleich ab. Sie lassen Tore zu Viehweiden offen. Die WC-Papier-Fahnen wehen im Wind. usw. Kennen wir doch. Natürlich nicht alle. Aber solche sind immer dabei.

    Jetzt gibt es natürlich noch andere Beweggründe. Vielleicht wandert der Bürgermeister gerne low-budget. Oder genügend seiner Mitarbeiter. Vielleicht laufen einige Bürger Sturm und fordern entsprechendes.

    Und Öffentlichkeitsarbeit ist auch immer gut. Vielleicht wäre ein solches Image nett.

    Wahrscheinlicher ist das low-budget- das Einsteigermodell. Erstmal überhaupt wen anlocken. Die dicken Fische kommen vielleicht nach.

    Ein gutes Beispiel für so ein low-budget-Infrastrukturmodell ist übrigens der Jakobsweg in Spanien. Sehr, sehr viele, die da pilgern, besonders junge Leute, machen das, weil man nirgendwo so günstig unterkommt. Das funktioniert. Die Wirtschaftsförderung ist erkennbar. Die Öffentlichkeitsarbeit hat funktioniert. Hochpreisigerer Tourismus dort tut sich allerdings schwer. Mit Billig-Programm kann man eine Gegend auch ruinieren. Glaube ich hier allerdings nicht.

    Ich bin da übrigens selber ein Gratwanderer. Die Gewohnheit, eher nichts ausgeben zu wollen, habe ich seit Studentenzeiten nie verändert. Ich schlafe deutlich lieber draußen als in einem guten Hotel. Ich kaufe mir höchtens mal ein Brötchen beim Bäcker. Und nutze aber trotzdem all die schönen Wanderwege und liebevoll angelegten HPs. Ohne jemanden für die Arbeit daran bezahlen zu wollen.

    Das sich in schönem Umfeld (wobei ich das für mich ziemlich weit fasse) das Anlegen einer Infrastruktur aus Wanderwegen wirtschaftlich lohnen kann, speziell, wenn man es entsprechend bekannt macht, ist eine Binsenweisheit. Darüber müssen wir hoffentlich nicht diskutieren.

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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #42
    OT: @Enja
    Das "bösartig" bezog sich auf den Beitrag von Igelstroem, nicht auf Deinen. Ich bin mit Dir völlig einer Meinung.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #43
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Irgendwie habt ihr meinen Einwand nicht verstanden. Ihn dann gleich als "bösartig" zu bezeichnen, finde ich durchaus bösartig. Aber gut. Ist halt so üblich.
    Les' noch einmal die Beiträge vom Igel und von torres. Dich hat keiner als bösartig bezeichnet, I. hat seine Verständnisweise, bzw. Zusammenfassung als bösartig bezeichnet und torres hat das bestätigt. Aber gut. Das Sich-was-ans-Bein-Binden was kein Mensch geschrieben hat, ist halt so üblich.
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #44
    @Enja: In der Tat habe ich meine eigene Zusammenfassung als bösartig bezeichnet, weil sie etwas zuspitzt, was in Deinen Beitrag hineingelesen werden könnte, aber wahrscheinlich irgendwie nicht gemeint war. Konkret: Du hast geschrieben, dass wir »Trittbrettfahrer« sind; das ist normalerweise eine moralische Kritik. Es klingt so, als wäre es illegitim, eine Infrastruktur zu nutzen, die man nicht bezahlt hat. (Dann dürften zum Beispiel Transferempfänger auch die Feuerwehr nicht in Anspruch nehmen, denn sie bezahlen ja keine Steuern.) Auf diese Irritation in Deinem Beitrag bin ich eingegangen, weil ich wissen wollte, ob Du das wirklich meinst: dass Wanderer eigentlich etwas Illegitimes tun.

    Ansonsten bin ich mit Deinem vorigen Beitrag in weiten Teilen einverstanden. Es läuft aber einfach darauf hinaus, dass eben das, was ich in diesen Regionen eigentlich tun will, wirtschaftlich unerheblich ist. Selbst das Trittbrettfahren wäre noch übertrieben, denn der Feldweg ist ja nicht meinetwegen angelegt worden. Dass ich etwas essen muss, ist mein Problem, und wie man sieht, kann man ja tatsächlich im Wald schlafen. (Das meine ich jetzt wirklich so; es gibt dann einfach nichts zu diskutieren.)

    An Torres wäre vielleicht noch die zarte Rückfrage zu stellen, ob denn die kommunalen Campingplätze in Frankreich das Hotelgewerbe in der Provinz ruiniert haben; denn das läge ja gewissermaßen in der Logik Deiner Argumentation.
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #45
    Zitat Zitat von kroessebastian Beitrag anzeigen
    Ich finde es manchmal nur etwas schade, dass bei uns hier in OWL teilweise der Eindruck entsteht, dass alte Wanderwege wie der Eggeweg (seit 1900 als Wanderweg ausgewiesen) nicht gestärkt werden, dafür dann aber neue Wege ausgedacht werden, die dann einen ganz tollen Namen bekommen und die letztendlich schlechter zu gehen sind als die schon lange bestehenden Pfade.

    Premiumwanderweg etc, hat übrigens viel mit der Wegebeschaffenheit zu tun, da müssen so und so viel Prozent Naturwege enthalten sein und dürfen auch nur wenige Meter Asphaltstrecke am Stück enthalten sein.
    Danke für Deinen Beitrag - in diese Richtung wollte ich den Thread eigentlich lenken, also : Wie findet man schöne Wanderwege ?

    1. meine Idee : In anderen Foren nach weiteren Infos zu vorhandenen Wegen suchen. Antwort war da, daß es diese anderen Foren mir reger Beteiligung eher nicht gibt.

    2. Der Vorschlag "selber machen". Nutze ich auf jeden Fall auch, wobei ich mich mit automatischer Trackerstellung (komoot.de ?) noch nicht beschäftigt habe

    3. Wege selber besser überprüfen. Werde ich dann auch noch mehr machen (Reiterkarte).

    4. Wege aussuchen, die von vornherein entsprechende Kriterien erfüllen. Ein bißchen versprechen daß ja die Qualitätswege, man könnte jetzt über die Realität diskutieren.

    Also z.B. Eggeweg, der übrigens auch ein Qualitätsweg wurde. Ich fand den Weg schön ! Wie war es mit dem Asphaltanteil ? Ich erinnere mich schon an ein paar Passagen und gerade Richtung Sauerland war mir das teilweise schon etwas viel aber trotzdem noch im Rahmen. Auch bei der Waldroute gab es solche Abschnitte, aber längere Wege mit nur sehr wenig Asphalt sind bei uns in Deutschland wohl fast nicht möglich ? Gerade weil ja immer mal wieder eine Ortschaft gequert wird.

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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #46
    OT:
    An Torres wäre vielleicht noch die zarte Rückfrage zu stellen, ob denn die kommunalen Campingplätze in Frankreich das Hotelgewerbe in der Provinz ruiniert haben; denn das läge ja gewissermaßen in der Logik Deiner Argumentation.
    Nein, das läge nicht in der Logik meiner Argumentation. Ich habe Campingplätze und Hotels nicht in Bezug setzen wollen, sondern der Satz zu den Hotels bezog sich auf linas Erlebnisse. Aber wenn Du Frankreich ansprichst, so denke ich, dass die kommunalen Einnahmen immerhin den Kommunen zugute kommen und damit auch eine winwin Situation für die Ansässigen entsteht. Die meisten Plätze haben außerdem nur im Hochsommer geöffnet, wenn der Kuchen für alle reicht und die Gastronomie und die Geschäfte werden auf ihre Kosten kommen, da viele Besucher lange bleiben. Inwieweit sie der Hotellerie Konkurrenz machen, kann ich nicht beurteilen, ich kenne Frankreichs Hotellandschaft nicht.

    Mir ging es vor allem darum, zu thematisieren, dass es immer sehr einfach ist, aus Kundensicht extrem günstige oder kostenfreie Angebote zu fordern. Dabei wird gerne übersehen, dass die ortsansässige "Konkurrenz" unter ganz anderen Bedingungen handeln und wirtschaften muss. Die Gewerbetreibenden vor Ort brauchen nämlich Einnahmen, um in dieser Region weiterexistieren zu können. Der Wanderer ist ein flüchtiger Gast, der diese Tatsache gerne ausblendet.

    Daraus erklärt sich, dass eben nicht jede Gemeinde oder jede Region begeistert ist, wenn es Forderungen nach privaten Biwakplätzen u.ä. gibt. Denn eine Gemeinde lebt dadurch, dass die Region Arbeitsplätze bieten kann. Wer nur in den Wald zum Schlafen gehen möchte, ist tatsächlich wirtschaftlich uninteressant. Das ist keine moralische Beurteilung, sondern eine wirtschaftliche. Das Anliegen eines Tourismusmarketings kann es nur sein, den als Zielgruppe zu begreifen, der eben auch konsumiert, die Angebote nutzt und Geld in die Region bringt. Für die anderen gibt es ja dann Ausnahmen in Form kommunaler Angebote (Pfälzer Wald) oder des ganze Heer an Jugendzeltplätzen und Gruppenunterkünften, die Jugendlichen, Gruppen, Vereinen oder Familien mit kleinen Einkommen den Urlaub in attraktiven Gebieten ermöglichen. Hier wird kein Gewinn gemacht, aber die soziale Verpflichtung wahrgenommen.
    Lohnen kann sich das kostenfreie Angebot also höchstens für sehr unattraktive Regionen, in der Hoffnung, dass die Region überhaupt erst einmal ins Gespräch kommt und dann später kaufkräftigeres Klientel anzieht.

    Es ist für einen Campingplatzbetreiber durchaus spürbar, wenn in der Nähe ein kostenfreie/illegaler Stellplatz für Wohnmobile vorhanden ist. Der Campingplatzbetreiber hat die vollen Kosten und muss die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Gleichzeitig kann er damit rechnen, dass die Besucher der illegalen Stellplätze so dreist sind, vorzufahren und auf seinem Gelände mit absoluter Selbstverständlichkeit die Chemietoilette ausleeren. Die Kosten trägt der Campingplatzbesitzer und wenn er die Preise deshalb erhöht, ist er der Depp.

    Und noch einmal zu den Hotels: Der desolate Zustand vieler Hotels auf dem Lande oder in Tourismusregionen ist auch der Tatsache geschuldet, dass heute ganz andere Auflagen und Kontrollen herrschen als noch früher. Anders ausgedrückt: Handlungsspielräume durch Schwarzgeld zu erweitern, geht heute praktisch nicht mehr. Dem gegenüber steht eine gestiegene Preissensiblität von Verbrauchern, welche durch Preise in südlichen Ländern verwöhnt sind oder Wellnessstandards erwarten. Die Folge sind Kalkulationen, die zwar die Kosten decken, aber auch nicht mehr. Die Mehrwertsteuersenkung, welche die FDP die Existenz gekostet hat, hat versucht, diesem Problem Rechnung zu tragen und den Handlungsspielraum von Hotels zu erweitern. So etwas stößt bei den gut situierten Städtern aber gerne auf Unverständnis. Man selbst erwartet selbst ein gutes Einkommen, aber ist nicht bereit, den wirtschaftlich angemessen Preis zu zahlen, um anderen die Existenz zu sichern. Interessanterweise sind Leute mit wenig Geld eher bereit, ihr Geld vor Ort zu lassen, als der intelektuelle Gutverdiener, der Selbstkostenpreise erwartet und wirtschaftliches Denken als Bereicherung geißelt.
    "Oft habe ich die Welt durchwandert, und habe immer gesehen, wie das Grosse am Kleinlichen scheitert, und das Edle von dem ätzenden Gift des Alltäglichen zerfressen wird."... Hg. B. Tauchnitz: E. v. Arnim, The Princess Priscilla´s Fortnight, 1906, archive.org.

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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #47
    Zitat Zitat von Torres Beitrag anzeigen
    Interessanterweise sind Leute mit wenig Geld eher bereit, ihr Geld vor Ort zu lassen, als der intellektuelle Gutverdiener, der Selbstkostenpreise erwartet und wirtschaftliches Denken als Bereicherung geißelt.
    OT: Das stimmt im konkreten Fall, denn ich habe in der Tat versucht, in Mecklenburg Geld vor Ort zu lassen; es gab halt nur niemanden, der es haben wollte.

    Und ansonsten: Ich habe nichts verlangt, sondern vorgeschlagen, etwas als Geschäftsmodell in Erwägung zu ziehen. Wenn ich schreibe, dass man etwas erwägen könnte, meine ich, dass man etwas erwägen könnte. Selbstverständlich kann man auch alles so lassen, wie es ist.

    Und damit zurück ins Sauerland.
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #48
    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    ...
    Und damit zurück ins Sauerland.
    Oder in andere Wanderregionen. Aktuell zwingt mich der (mögliche) GDL-Streik das Projekt Freudenthalweg (Lüneburger Heide) weiter zu verfolgen. Das nun anstehende Teilstück Bad Fallingbostel-Schneverdingen sieht mir sehr unangenehm aus, v.a. weil es recht nahe an der A7 verläuft. Da werde ich erst danach wieder einsteigen. Vermutlich wieder ein sehr alter Weg, der in diesem Abschnitt vielleicht ganz früher mal sehr schön zu laufen war ? 28% Asphalt....

    In Verden bin ich übrigens tapfer neben der A1 gelaufen. Durch die leider falsche Windrichtung war das schon häßlich.

    ... Aber gut. Das Sich-was-ans-Bein-Binden was kein Mensch geschrieben hat, ist halt so üblich.
    OT: Und wenn wir schon dabei sind - ich entschuldige mich für alles spitze, ob angemessen oder nicht. Das muß dann eine eher unbewußte Formulierung gewesen sein.

    Nachtrag : Ich habe gerade mal mit dem früher gelaufenen Heidschnuckenweg verglichen. Dieser (neuere) Weg hat auf jeden Fall eine schönere Wegführung. O.K. er startet ja auch in Celle statt in Verden, aber hat deutlich weniger unangenehme Abschnitte. Im Kernbereich der Lüneburger Heide werden beide gleich reizvoll sein. Jedenfalls möchte ich meinen, daß hier die "Qualität" etwas bringt. Beim HSN konnte ich auch alle Etappen problemlos laufen.
    Geändert von Prachttaucher (17.10.2014 um 20:06 Uhr)

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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #49
    Hallo Prachttaucher,

    ich schreibe nichts zu solchen Themen, weil ich eher eine Spaziergängerin bin, die sich in Outdoor-Mode-Klamotten zwischen hochpreisigen Hotels bewegt und sich manchmal auch das Gepäck hinterher tragen lässt.

    Leider passe ich genau so wenig in ein Reiseforum...
    lg Steinchen

  10. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #50
    Könntest Du doch : Der Großteil der Beiträge in "Mein Outdoorerlebnis heute" stammt sicher von Spaziergängern und um Anregungen zu geben, ist es doch unwesentlich welche Kleidung man auf dem Weg getragen hat oder wo man übernachtet hat. Überhaupt warum wird hier so oft vom Übernachten gesprochen.

    OT: Ehrlich gesagt habe ich mich erst neulich gefragt, "Wo ist eigentlich Steinchen..."

  11. Dauerbesucher
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #51
    OT: Hallo Prachttaucher,

    ich bin etwas näher an den Harz gezogen und lese auch gern mit. Ich bin aber im Moment zu dünnhäutig, um den Abgrenzungsdrang einiger User nicht auf mich zu beziehen. Das liegt vielleicht daran, dass ich auch gern anders unterwegs wäre und mich nicht so gut damit abfinden kann, dass ich immer mehr Abstriche mache. Ich arbeite daran
    lg Steinchen

  12. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #52
    Vielleicht kommt es ja zu einem Harzthread und Du bekommst Lust dort etwas zu schreiben.

  13. Dauerbesucher
    Avatar von Steinchen
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #53
    Guten Morgen

    Ja, manchmal hätte ich schon wieder Lust, vielleicht ist das hier ja ein Anfang. Übrigens lebt der Rest meiner Familie im Sauerland ca. 2 Stunden Gehzeit vom Lörmecketurm (ich habe ihn aber noch nie ohne Nebel gesehen... Sauerland halt )und ich habe auch das Thema sehr interessiert verfolgt.

    Nach anderen Foren habe ich mich auch schon umgeschaut. Ich denke, dass hier noch die meisten sind, die ähnliche Interessen haben.
    lg Steinchen

  14. chrischian
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #54
    Zitat Zitat von Prachttaucher Beitrag anzeigen
    Überhaupt warum wird hier so oft vom Übernachten gesprochen
    Das ist mir auch schon aufgefallen.

  15. Dauerbesucher
    Avatar von Igelstroem
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #55
    Zitat Zitat von Steinchen Beitrag anzeigen
    Ich bin aber im Moment zu dünnhäutig, um den Abgrenzungsdrang einiger User nicht auf mich zu beziehen.
    OT: Wenn drei User eine Grundsatzdiskussion führen, sind hinterher neun von ihnen beleidigt; das ist ODS-Arithmetik.

    Zum Beispiel beziehe ich Torres’ Rede von den intellektuellen Gutverdienern aus der Stadt, die die Landbevölkerung um den Lohn ihrer Arbeit bringen wollen, auf mich. Beziehungsweise: Ich weiß einfach nicht, ob ich das auf mich beziehen soll. Ich bin ja kein Gutverdiener; aber warum sollte Torres an dieser Stelle was von ›intellektuell‹ schreiben, wenn es sich nicht gegen mich richtet? Und diese ›dünnhäutige‹ Überlegung behindert natürlich die Wahrnehmung von Torres’ sachlichen Argumenten enorm.


    Das mit dem Abgrenzungsdrang beziehe ich natürlich auch auf mich. Dabei bin ich unterwegs über jeden Wanderer froh, den ich treffe, egal wo er schläft und ob er sich das Gepäck nachtragen lässt. Meinetwegen kann er sogar ein Wanderbares-Deutschland-Buff tragen.
    Das eigene Wandermodell, die teilweise konsumfeindliche Reduktion des Wanderns auf das Gehen als einen intensiven ›Dialog‹ mit einer x-beliebigen Landschaft, ist doch in mancher Hinsicht aus der Not geboren, aus der dann eine Tugend gemacht wird. Ich kann mir Mehrtageswanderungen nur leisten, wenn ich wenig oder nichts für die Übernachtung ausgeben muss (so arm, dass ich den Proviant mitnehmen müsste, bin ich dann aber auch wieder nicht). Also wird das Schlafen irgendwo im Freien zu einem interessanten Thema.
    Und die Anmutungen der ›Qualitätsoffensive‹ provozieren mich aus zwei Gründen: erstens weil sie ein mit dem Wandern kombiniertes Konsumpaket zum Inbegriff des modernen Wanderns erklären; zweitens weil sich dieses Angebot in einer bestimmten Sprache artikuliert, die zu unterstellen scheint, dass die Adressaten für gefühliges Gequatsche empfänglich sind. Man spürt die schlechte Professionalität von ausgebildeten Werbepsychotechnikern, die stolz darauf sind, wenn sie einen Nebel von ›positiven Emotionen‹ erzeugt haben. In diesem Punkt bin ich überempfindlich, das hat berufliche Gründe.

    Dagegen, dass irgendjemand unabhängig davon lieber in einem bequemen Bett schläft als im Wald, habe ich gar nichts.
    Geändert von Igelstroem (18.10.2014 um 15:17 Uhr)
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  16. Moderator
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    Avatar von ronaldo
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #56
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    ...Das sich in schönem Umfeld (wobei ich das für mich ziemlich weit fasse) das Anlegen einer Infrastruktur aus Wanderwegen wirtschaftlich lohnen kann, speziell, wenn man es entsprechend bekannt macht, ist eine Binsenweisheit. Darüber müssen wir hoffentlich nicht diskutieren...
    Da würde ich gern mal einen ketzerischen Gedanken beitragen: *Muss* sich denn das Anlegen einer Infrastruktur zum Wandern wirtschaftlich lohnen? Sollte da nicht auch die öffentliche Hand in der Pflicht sein, genau wie bei Fahrradwegen, Bahnhöfen, den vielen schönen neuen Umgehungsstraßen und letztlich auch Flughäfen?


    Zitat Zitat von Igelstroem Beitrag anzeigen
    [OT]...Und die Anmutungen der ›Qualitätsoffensive‹ provozieren mich aus zwei Gründen: erstens weil sie ein mit dem Wandern kombiniertes Konsumpaket zum Inbegriff des modernen Wanderns erklären; zweitens weil sich dieses Angebot in einer bestimmten Sprache artikuliert, die zu unterstellen scheint, dass die Adressaten für gefühliges Gequatsche empfänglich sind. Man spürt die schlechte Professionalität von ausgebildeten Werbepsychotechnikern, die stolz darauf sind, wenn sie einen Nebel von ›positiven Emotionen‹ erzeugt haben. In diesem Punkt bin ich überempfindlich, das hat berufliche Gründe...
    Herrje Igel, irgendwie denk ich, da müsste er ja wohl drüber stehen... Was Werbefuzzis "zum Inbegriff des modernen Wanderns" erklären - wen juckts? Ich kann gut unmodern wandern.
    Und dass sich deren Sprache nunmal am kleinsten gemeinsamen Nenner orientiert, sprich die Adressaten für dumm verkauft, weil sie sie für bestenfalls doof/konsumbereit halten - mei so ist das eben in unserer eventorientierten Gesellschaft...

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    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #57
    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Starte doch einfach welche :-)
    Versuchen kann man´s ja mal. Erstmal mit sehr allgemein gehaltenem Titel. Bei entsprechend geringer Beteiligung kann das auch so bleiben, ansonsten kann man ja splitten. Im ungünstigsten Fall wird es dann eben ein kleines Tour-Tagebuch.

  18. Erfahren
    Avatar von stoeps
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #58
    Hallo Norddeutsche,

    ich antworte mal hier, um den gerade angelegten Faden nicht mit Grundsatzdiskussionen zu zerfransen.

    Ich bin auch ständig auf der Suche nach schönen Wegen in Norddeutschland (s. mein Wohnort). Die Informationen, die dort gesammelt werden, freuen mich also sehr (und ich bin auch gewillt, etwas dazu beizutragen), ABER: Sind das nicht vom Charakter her Wiki-Einträge? So habe ich jetzt zwei Orte, an denen ich gucken muss, ob es zu einem Weg Infos gibt …

    Just my twenty pence …
    „The world's big and I want to have a good look at it before it gets dark.”
    ― John Muir

  19. Vorstand
    Liebt das Forum
    Avatar von lina
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #59
    Ja, finde ich ja auch
    Deswegen gibt’s von mir ja immer beides (ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es doch noch Teilnehmer gibt, die das wiki kennen und nutzen )

  20. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Foren zu Wandern in Deutschland

    #60
    Ich hatte mir zuerst überlegt, ob ich meine Touren ins Wiki stellen möchte. Ich finde es so besser. Warum ? So ist der Ausstausch, der gerade mir wichtig war besser möglich. Der Gedanke ist weniger, einen Weg ins letzte Detail zu beschreiben, sondern eher eine kurze Vorstellung um Anregungen zu geben und auch Rückfragen dazu ermöglichen. Sicher ginge das sonst auch über PN, aber vielleicht profitieren auch andere von den Antworten. Ich nerve z.B. gerne mit der Frage nach Anreise-Tips und Tracks.

    Ansonsten : Existiert ein Wiki-Eintrag würde sich ja eine Verlinkung genauso wie bei den Reiseberichten anbieten.

    Nachtrag : Ich persönlich kann ganz gut einen Fünfzeiler nach einer Tour schreiben. Für einen Wiki-Eintrag erscheint mir das zu wenig. Ein Vorteil vom Thread wäre vielleicht auch, daß man hier blättern kann ?

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