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  1. Dauerbesucher
    Avatar von geige284
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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung // Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #21
    Mitreisende: geige284
    @GemeinsamDraussen
    Danke für das Lob
    Im Prolog habe ich ja schon angekündigt, dass ich ehrlich gesagt auch gerne mal weiter weg reisen würde. Norwegen, Island, Alpen, Südamerika, Asien....Hachja, da kann man schon ins Schwärmen kommen, wenn man hier Reiseberichte liest und Fotos sieht. Aber man muss ja mal anfangen. Und gerade mit wenig Erfahrung muss es ja nicht gleich sonst was sein. So viel ordentliche Selbsteinschätzung ist dann doch vorhanden :P

    Kanutouren gibts hoffentlich nicht erst nach Beendigung der Runde!
    Ich bin begeisterter Kanufahrer und war in meiner (früheren) Jugend auch im Verein. Wandern, Rennsport, Wildwasser - alles dabei Pläne für Touren um Berlin gibts auch schon, aber naja...die liebe Zeit

    @eisen
    Das stimmt, das Langstrecken-Feeling ist mir irgendwie schon wichtig Und solche herbstlich angehauchten Wälder haben auch was für sich, finde ich. Und wer weiß - vielleicht gibts im Februar schon die ersten Knospen und ein paar Sonnenstrahlen?

    Also der Plan ist es eigentlich schon die Runde chronologisch abzulaufen.
    Da kommt schon etwas sehr "Ordnungs-Fetischist" was solche Organisation betrifft durch, hm?

  2. Fuchs
    Avatar von Atze1407
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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung // Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #22
    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne vor der Haustür liegt.

    Atze
    Wenn du den Charakter eines Menschen kennenlernen willst, gib ihm Macht.
    Abraham Lincoln

  3. Dauerbesucher
    Avatar von geige284
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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung // Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #23
    Etappe 3
    Brieselang - Hennigsdorf

    06.04.2015

    Heute war ein ganz besonderer Tag – ich wurde von meiner Freundin begleitet, die mich beim letzten Mal abends mit selbstgemachter Pizza überraschte. Das wurde dieses Mal also zwar nichts, aber naja - vielleicht sollte das der erste Schritt sein, sie für „mein Outdoorzeug“ ein bisschen mehr zu begeistern.
    Vorweg sei gesagt, dass ich außerdem habe ich meine Aufgaben vom letzten Mal mit Bravour erfüllt: Rucksack saß die ganze Zeit gut, kein Wolf weit und breit (ein top Teil, diese Arc'teryx Phase SL Boxer), richtige Flaschen fürs Trinksystem dabei und Schuhe und Socken vertrugen sich auch viel besser mit meinen Füßen als auf der vergangenen Tour.
    Also machten wir uns ganz gemächlich gegen 09:00 am Ostermontag auf den Weg nach Brieselang. Denn wenn sie schon mitkommt, dann aber keine Etappe mit 25+x km. Dann reichen auch die 22 von Brieselang nach Hennigsdorf. Auch wenn die Chronologie gestört war, ließ ich mich darauf doch gern ein!
    In Brieselang hatten wir dann gleich den erste (und einzigen…) See des Tages. Durch Bäume konnten wir den Nymphensee erahnen.



    Es ging weiter durch eine kleine Eigenheimsiedlung, bis wir im Wald ankamen. Zum Glück war Feiertag, ansonsten hätten wir hier den ersten Dämpfer erlebt – wegen Forstarbeiten war der Waldweg versperrt, jegliches Betreten hatte Lebensgefahr zur Folge! Stand da. Werktags wären wir wohl tatsächlich nicht dort durchgestapft, aber ich wollte ja nicht, dass die Stimmung kippt und wir einen Umweg in Kauf nehmen mussten.



    Gerade noch das Unheil abgewendet, fing es zu nieseln an und ich beweise zu allem Überfluss altbekannte Navigationstalente und wir nehmen eine falsche Abzweigung, was uns miiiindestens 200 Extrameter bescherte. Als die überwunden waren, war auch schon der Nieselregen vorbei, sodass alles bereit war für den schönen Teil der Wanderung.
    Es ging weiter in den Wald hinein und uns ging es gut dabei!





    Nach einiger Zeit mussten wir kurz auf der Straße laufen, den Havelkanal queren, der uns noch ein wenig verfolgen sollte, um anschließend weiter dem bekannten Wegweiser zu folgen.







    Im anschließenden Waldstück waren noch ein paar umgestürzte Bäume zu passieren – dieses Mal aber vom Sturm verschuldet und nicht von Waldarbeitern.



    Bei schönstem Frühjahrswetter, kamen wir an einen schönen Weg, direkt am Waldrand. Hier legten wir eine erste kleine Pause ein und ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und ich verband meinen Zeigezeh, der in akuter Blasengefahr war.



    Die Wegcharakteristik blieb eine ganze Weile so. Windgeschützt, sonnenbeschienen und sehr ruhig. Wahrscheinlich der schönste Abschnitt der Strecke.
    Als wir ans Waldende kamen, war es dann nicht mehr so ganz windgeschützt. Sofort wurde es relativ kühl. Über ein sehr weitläufiges und offenes Feld wanderten wir Richtung Havelkanal und Eisenbahnbrücke in der Ferne.





    Hier machten wir wieder eine kleine Pause, weil meine Freundin ein paar erste kleine Blessuren hatte. Schmerzende Fußsohlen und die ersten Ermüdungserscheinungen vom vielen Laufen. Auch für mich ist das noch relativ ungewohnt, sodass die Pausen, die ich allein wohl nicht gemacht hätte, auch für mich immer willkommen waren.
    Wir waren froh, als wir wieder im Wald und nicht mehr dem Wind ausgesetzt waren. Die Bedingungen war gleich deutlich angenehmer und wir trotz aller Päuschen mit einem guten Schnitt unterwegs.



    Da sich an der ganzen Strecke keine wirklichen Rastplätze befanden, haben wir uns kurzerhand auf eine Lichtung im Wald gesetzt, den Trangia ausgepackt und unser Süppchen dort gekocht. Als kleine Durchhaltemotivation gab es noch ein Schoko-Osterei und einen Smoothie – der Luxus wandert halt mit, wenn die Liebste dabei ist!
    Kurz nach der Mittagspause waren wir auch schon in Schönwalde, einem kleinen Ort, wo sich zumindest Ostermontag Fuchs und Hase gute Nacht sagen, mit einer Kirche, einer Feuerwehr – und einem Rastplatz davor. Wenn man im Wanderführer auch nur ein paar Sätze weiterlesen würde, hätte man das gelesen. Tja, hätte, hätte, Fahrradkette.

    Nicht zu vergessen, der potentielle zweite „See“ heute: der Dorf-/Feuerlöschteich von Schönwalde! Ob der gilt? Nicht, dass ich am Ende auf 67 Seen komme… Ich werde zählen.





    Noch vom Mittag gestärkt, waren wir gut drauf, quatschten und blödelten viel rum und träumten in der Sonne von kommenden Urlauben (vielleicht ja auch mal Norwegen? drei Nächte Zelt, zwei Nächte Wellness-Hotel )





    Irgendwer hatte dann auch noch seinen Spiegel im Wald vergessen, den wir gleich mal für ein Selfie zweckentfremdeten.



    Weiter ging es durch Wald, über Feld, vorbei an ehemaligen Sowjet-Schießübungsplätzen bis hin zur letzten großen Richtungsänderung der Tour.



    Richtung Osten ging es immer geradeaus die letzten 5 km nach zum Bahnhof Hennigsdorf. Wie ich solche eintönigen Wege kurz vor dem Ende hasse… Das war beim letzten Mal das gleiche, nun also wieder. Wie ich schnell mitbekam, ging es meiner Freundin ähnlich.



    Meine Kondition spielte noch gut mit, da gab es eigentlich keine Probleme. Meine Herausforderung war nur, die Stimmung aufrecht zu erhalten, noch eine Wasserflasche in meinen Rucksack rüber zu laden und nicht allzu viele blöde Witze zu machen. Habe ich aber geschafft
    Schneller als gedacht kamen wir aber in Hennigsdorf an, wo sogar der Eisladen geöffnet hatte und wir uns für einen tollen, wenn auch anstrengenden Tag in der Natur belohnten.



    Von Hennigsdorf war der Rückweg glücklicherweise sehr kurz, sodass wir gegen 17:30 bereits zurück zu Hause waren.
    Wir werden in Zukunft bestimmt nicht alle weiteren Etappen gemeinsam laufen. Aber der Grundstein für ein bisschen mehr Begeisterung für „mein Outdoorzeug“ ist auf jeden Fall gelegt (glaube ich ). Bald geht es dann auch ins Elbsandsteingebirge und in die Alpen. Wer weiß, vielleicht dann im kommenden Jahr auch mal weiter weg.
    Heute war es auf jeden Fall ein wirklich toller, gemeinsamer Tag. Landschaftlich war die Tour nicht allzu spektakulär wie die ersten beiden. Es war halt Brandenburg, wie man es sich vorstellt. Wald, Feld, Fluss, Feld, Wald, Kanal, Ort, Wald, Fluss, Wald, Feld, usw.
    Aber manchmal ist das eben nicht alles.
    Geändert von geige284 (02.08.2020 um 17:11 Uhr)

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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung - Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #24
    Etappe 6
    Melchow - Leuenberg

    19.04.2019

    Fast 3 Jahre ist es her, dass ich zum letzten Mal nach Brandenburg zum Wandern fuhr.
    Mittlerweile ist meine Reiseberichtsliste etwas angewachsen und auch die Wanderkilometer, die meine Schuhe gesehen haben. Nichtsdestotrotz, die Vollendung des 66-Seen-Wegs habe ich noch auf dem Schirm

    Karfreitag war bestes Wetter und da meine Freundin über Ostern wegfuhr, frühstückten wir noch gemeinsam und ich stand erst um 13:00 in Melchow am Bahnhof, startbereit für knapp 30 km nach Leuenberg.



    Dem blauen Punkt folgend ging es südöstlich aus dem Ort hinaus und in ein Waldstück Richtung Schönholz.











    Der Weg war unspektakulär, aber schön. Es war unglaublich ruhig, kein Großstadtlärm, keine Menschen, sondern nur Vogelgezwitscher und Windrauschen in den Bäumen.
    Schönholz ist ein kleiner, verschlafener Ort mit alten Bauernhäusern, vom Wald umgeben.







    Anschließend ging es wieder in den Wald Richtung Nonnenfließ und "Steinerne Brücke"







    Hier nahm ich eine Variante des Weges, die mir der Wanderführer als "Beste Strecke" anpries. Ich konnte quasi nicht widerstehen
    Mein Weg führte mich vor der Steinernen Brücke nach Süden durch noch ruhigeren Wald auf kleinen, halb zugewachsenen Wegen immer entlang des Nonnenfließ Richtung Froschmühle.









    Der Weg bog Richtung Trampe ab, wobei ich am Waldrand entlang lief mit einem schönen Wechsel aus offenen Wegstücken und Waldabschnitten.











    Kurz vor Trampe machte ich Pause bei der Brugruine Breydin. Ich merkte schon, wie ich etwas ko wurde und schmerzende Füße bekam. Ich hatte neue Schuhe dabei und wollte etwas rumprobieren, also wechselte ich Einlegesohlen und Socken , was dann deutlich angenehmer war...





    Durch Trampe lief ich zügig durch bevor ich in einen weiteren Naturpark kam.







    Idyllisch ging es über einen Feldweg, der später in den Wald einmündete. Hier lief ich bestimmt 30 min 150 m hinter einem anderen Wanderer, den ich irgendwann in einer Pause überholte. Der einzige Mensch, den ich außerhalb der Ortschaften bis hierher traf. Verrückt, dass hätte ich am Karfreitag nicht erwartet so nah an Berlin











    Der 66-Seen-Weg verläuft ja rund um Berlin und hat im Nordosten einen plötzlichen Knick Richtung Süden, was dann im Osten Berlins die Hauptwanderrichtung darstellt. Den erreichte ich am Nordufer des Tiefensees bzw. Gamensees. Gleichzeitig bog ich hier in den Gamengrund ein, eine Abfolge von Seen, die sich noch bis weiter südlich von Leuenberg zieht. Das Great Glen Brandenburgs quasi, zumindest der Karte nach



    Der Weg verlief hier ganz hübsch am Seeufer entlang, durch die Bäume konnte man immer wieder aufs Wasser schauen. Mal entfernte er sich ein bisschen, wobei man auf offene Ackerflächen kam, die für brandenburgische Verhältnisse richtig hügelig sind













    Der Stil des Weges änderte sich jetzt nicht mehr drastisch, es blieb gleichbleibend schön und ruhig auf den Fahrwegen im Wald.







    Ich kam an einer Reihe namenlosen Waldseen vorbei. Die Lichtsituation war schwierig Überhaupt hatte ich an diesem Tag keine große Lust aufs Fotografieren, das hatte eher einen dokumentatorischen und weniger künstlerisch anspruchsvollen Charakter













    Kurz vor Leuenberg kam ich dann nochmal über eine offene Wiese, die im schönen Abendlicht hübsch aussah...



    In Leuenberg kam ich gegen 19:30 an, tankte ich auf dem Friedhof Wasser nach und merkte, dass der letzte Bus schon weg war. Ohne Internetempfang, telefonierte ich kurz mit meiner Freundin, die mir bestätigte, dass es erst am nächsten Morgen um 09:00 ein Wegkommen gäbe...
    Naja, Daumen raus, und schon das zweite Auto bescherte mir einen 45-min-Lift bis Berlin-Hellersdorf direkt an die U-Bahn So easy kann es gehen

    Gegen 21:00 war ich wieder zuhause, kaputter als erwartet.
    Es ist interessant... ich habe immer etwas Probleme mit meinem rechten Füßchen, dass er nach dem Wandern wirklich doll schmerzt... Das ist aber nur nach Brandenburg-Touren der Fall. Nach anderen Wanderungen mit tendentiell "interessanterer" Landschaft, habe ich das Problem nicht. Nun ist hier auch immer relativ viel Asphalt-Anteil dabei, wer weiß...
    Wie auch immer, jetzt ist wieder alles gut und ich schaue mal, dass es nicht wieder 3 Jahre wartet bis zur Etappe 7 nach Strausberg. Und dann auch wenigstens mit S-Bahn-Anbindung vom Endpunkt
    Geändert von geige284 (02.08.2020 um 17:01 Uhr)

  5. Gesperrt Alter Hase

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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung - Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #25
    Danke, @geige284 für Deinen Wanderbericht mit den schönen Fotos.

    Die Strecke war ja schon recht lang und dass der rechte Fuß schmerzt ist normal, wenn man im Uhrzeigersinn läuft

  6. Fuchs
    Avatar von Pfiffie
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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung - Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #26
    Ich Danke auch Brandenburg immer wieder Brandenbuurg

    Sehr schöne Bilder und so

    Gruß Maik
    "Freiheit bedeutet, dass man nicht alles so machen muss wie andere"

  7. Dauerbesucher
    Avatar von geige284
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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung - Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #27
    Zitat Zitat von AlfBerlin Beitrag anzeigen
    Danke, @geige284 für Deinen Wanderbericht mit den schönen Fotos.

    Die Strecke war ja schon recht lang und dass der rechte Fuß schmerzt ist normal, wenn man im Uhrzeigersinn läuft
    Das ist leider eher was physiologisch bedingtes bei mir, ich kenns also schon.
    Aber eben nur aus Brandenburg.
    Bei längeren und anspruchsvolleren Touren in den Alpen bspw. ist es danach anders.
    Naja, ich komm schon klar

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    Avatar von geige284
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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung - Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #28
    Etappe 7
    Leuenberg - Strausberg

    30.07.2020

    Ich mach auf der Runde um Berlin mittlerweile richtig Tempo!
    Knappe 1,5 Jahre nach der letzten Etappe nehme ich schon die nächste in Angriff

    Da wir aktuell nicht mehr nur zu zweit zuhause sind, ist es nicht ganz so einfach, mir einen ganzen "privaten" Tag zu organisieren, also wollte ich diese Etappe mal etwas sportlicher angehen und dafür nur einen halben brauchen.

    Das war der Plan, das heißt, ich hatte einen kleinen 16 l-Rucksack mit Wechselshirt, Blasenpflaster, Handtuch zum Baden, Wasser und ein paar Trockenfrüchten dabei, dazu Stöcke um schneller zu sein. Außerdem wollte ich immer wieder joggen zwischendurch.
    Ich habe auch auf eine separate Kamera verzichtet. Ich fotografiere auf den Touren eh meistens zu dokumentarischen Zwecken, die Landschaft hat für mich nicht diese fotogene Attraktivität verglichen mit anderen. Dieses mal also alles im Hochformat

    Ich machte mich um 06:40 auf den Weg und hab seit langer (Eltern- und Homeoffice-) Zeit mal wieder den Berufsverkehr in Berlin mitgenommen.
    Hab ich das vermisst? Nope.

    Nach fast 1,5 Stunden stand ich nach S-Bahn, S-Bahn, Regio und Bus endlich in Leuenberg und machte mich auf den Weg.


    Start in Leuenberg

    Recht schnell kamen die ersten Wegweiser und der blaue Punkt, die mich Richtung Langer See leiteten.
    Irgendwo bog ich falsch ab und nahm ein paar andere Wege, die aber nicht weniger schick waren. Es ging über Wiesen und durch Felder bis ich meinen Fehler bemerkte und einen Waldweg runter zum See nahm.


    Dem blauen Punkt folge ich










    Der Lange See

    Ich war immernoch im Gamengrund, eine Reihe von langgezogenen Seen, die wie auf einer Perlenschnur aufgereiht, hintereinander liegen. Das Great Glen Brandenburgs, quasi
    Um die Seen herum ist es vergleichsweise hügelig und dicht bewaldet, sodass man nicht immer direkt an die Seen ran kommt. Immer mal wieder kam ich an kleinen, idyllischen Badestellen vorbei.
    Bislang lief es sehr gut, immer zwischen joggen und schnellem Wandern zu wechseln und die Kilometer schmolzen dahin


    Am Langen See entlang

    Ich kam an einer Bahnstrecke vorbei, die aber schon halb zugewuchert aussah.
    Folgt man auf Google Maps der Strecke kommt man zur Draisienenbahn Tiefensee. Keine Ahnung, ob der Abschnitt hier auch noch befahren werden kann...






    Von Bäumen verdeckter See auf den Mittelsee, den zweiten an diesem Tag



    Der nächste ist der Gamensee. Am Nordende liegt ein kleiner Campingplatz, der eine Badestelle hat. Ich folge dem Westufer, an dem immer wieder kleine Badestellen liegen, die unglaublich idyllisch aussehen. Mit einem SUP-Board im Gepäck könnte man sich hier einen richtig schönen Tag auf dem See machen. Herrlich!


    Badestelle am Gamensee




    Blick durch die Bäume

    Kurz nachdem ich die B168 gequert hab, folgt eine längere Waldpassage.






    Teilweise lange, eintönige Geradeausstrecken


    10 km habe ich in knapp 1,5 h geschafft, das läuft doch gut!



    Nachdem ich eine weitere Straße gequert hatte, kam ich an zwei Tümpeln vorbei, einer ist als Kesselsee bezeichnet.



    Hier führt der Weg richtig schön idyllisch durchs Unterholz und man kommt richtig nah an die sumpfigen Ränder des Sees.




    Schmaler Pfad

    Mittlerweile war ich schon etwas geschafft, eine richtige Pause hatte ich noch nicht gemacht.
    Aber erst mal den Fängersee abwandern:





    Hinterm Fängersee liegt die einzige "Siedlung", durch die ich heute kam, Spitzmühle. Besteht aus nicht sonderlich viel. Ein Wanderparkplatz, ein paar (verlassene) Häuser und ein Seminar- oder Ferienzentrum mit Badestelle.



    Kurz nachdem ich wieder auf den Wanderweg am Ostufer des Bötzsees eingebogen bin, entschließe ich mich, die überfällige Pause zu machen. Ein kleiner Zugang zum See lädt zum Baden ein, das Wasser sieht herrlich klar und kalt aus. Außerdem meldet sich mein Füßchen schon wieder.


    Klares, kühles Wasser... Herrlich!



    Der Wanderweg am Bötzsee ist richtig schick, es geht immer ein wenig oberhalb des Ufers entlang, tolle Blicke auf den See, Ruhe... Der Gamengrund und die Seen darin sind wirklich toll, haben mir sehr gut gefallen





    Dann biegt der Weg Richtung Osten ab, das letzte Teilstück nach Strausberg folgt.
    Ab hier wurde es für mich leider nur noch ein langer Hatscher, der nicht wirklich Freude gemacht hat... Es ging quasi schnurgerade geradeaus bis der Weg am Straussee wieder rauskam. Mal breiter, mal enger, eins, zwei Straßen wurden gequert... Aber naja... Man hätte auch abkürzen können, aber irgendwie war ich angefixt, dem Wegverlauf zu folgen. Nun gibt es online unterschiedliche Wegverläufe zu finden, auch einen, der den Hatscher auslässt... Naja, sei es drum









    Der Straussee ist wirlich sehr klar und richtig schön türkis. Geradezu karibisch Ein gut ausgebauter Uferweg führte mich ans Südende. Hier waren zum ersten Mal wirklich andere Leute unterwegs. Laufen, Spazieren und Radfahren kann man hier sehr bequem und idyllisch.




    Brandenburgische Karibik?

    In Strausberg angekommen war ich gut knülle. Die letzten 5 (?) km haben sich doch ganz schön hingezogen und wieder machte mir mein Fuß Probleme. Das Joggen war vielleicht zu viel des Guten, aber sei's drum.... Spaß hats trotzdem gemacht
    Ich lief zum Bahnhof Hegermühle und fuhr mit der S-Bahn wieder nach Hause.



    Nächstes Mal freue ich mich auf eine entspanntere Anreise und eine etwas kürzere Tour nach Rüdersdorf.
    Eigentlich bin ich ganz zuversichtlich, dass sie nicht sooo lange auf sich warten lässt. In der Elternzeit fällt sicher noch der ein oder andere freie halbe Tag ab
    Geändert von geige284 (02.08.2020 um 16:52 Uhr)


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    Avatar von Pylyr
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    #29
    Schönet Ding...
    Danke fürs Berichten.
    Der Bötzsee ist mir einer der liebsten Seen für nen Tag am See.
    Wenn dir etwas gefällt, analysiere es nicht, sondern tanze dazu.
    Tex Rubinowitz

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    AW: [DE] 66-Seen-Wanderung - Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #30
    Zitat Zitat von Pylyr Beitrag anzeigen
    Schönet Ding...
    Danke fürs Berichten.
    Der Bötzsee ist mir einer der liebsten Seen für nen Tag am See.
    Solange man noch einen freien Platz findet. Wir waren am Samstag offenbar sehr naiv und dachten, dass eine der kleinen Badebuchten am Ostufer so gegen 11:30 noch frei sein müsste. Pustekuchen, alles belegt und es strömten immer noch große Familien vom Parkplatz heran.

    Btw:
    Eigentlich ist es nur noch der 65-Seen-Weg. Der hier im Gamengrund ist futsch:

    Schutzgemeinschaft Grüne Schrankwand - "Wir nehmen nur das Nötigste mit"

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    #31
    Oh nein, ich dachte, die Seen im Gamengrund sind in Berlin nicht bekannt, so leer wie ich es dort bisher vorgefunden hab

  12. AW: [DE] 66-Seen-Wanderung - Zu den Naturschönheiten rund um Berlin

    #32
    Zitat Zitat von geige284 Beitrag anzeigen
    Oh nein, ich dachte, die Seen im Gamengrund sind in Berlin nicht bekannt, so leer wie ich es dort bisher vorgefunden hab
    Na, das war doch spätestens seit Himmelfahrt 2020 klar hier.

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