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  1. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    Frage zum UTM-Koordinatensystem

    #1
    Hallo zusammen,

    irgendwie stehe ich gerade auf der Leitung und raffe des Aufbau des UTM-Gitters nicht vollständig (trotz dreier unterschiedlicher Texte )

    Also die Abgrenzung der Zonenfelder raffe ich noch (hoffe ich. ).

    Den Rechtswert verstehe ich jetzt so, dass jedes Zonenfeld seinen eigenen Mittelmeridian hat und der halt so hoch angesetzt wird, das auch nach Westen bis zur Zonenfeldgrenze genügend Platz ist, keine negativen Zahlen zu produzieren, richtig ?

    Aber irgendwie steige ich jetzt beim Hochwert aus und der dortigen Nomenklatur bzw. warum da nur auf der jeweiligen Nord/Südhalbkugel unterschiedliche Äquatorwerte angegeben werden. Zählt das da nicht für jede Zone bzw. wenn nicht, warum dann überhaupt der Aufriss mit den Zonenfeldern ?

    Sieht jemand die Leitung, auf der ich stehe und kann mich da mal bitte runterschubsen.

    Danke und Gruß
    Sascha

  2. Gerne im Forum

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    AW: Frage zum UTM-Koordinatensystem

    #2
    Nach meinem Verständnis ist das so:
    • Das setzten des Äqauators auf 0 (Nordhalbkugel) bzw. 10000000 (Südhalbkugel) dient dazu den Hochwert zum einen positiv, und zum anderen maximal siebenstellig zu halten (wenn man 0 ganz im Süden hätte wären die Werte auf der Nordhalbkugel irgendwann achtstellig).
    • der Hochwert zählt also nicht für jedes Zonenfeld neu, sondern über die gesamte Zone (pro Halbkugel). Den Buchstaben, der aus einer Zone ein Zonenfeld macht, braucht man bei so einer Zählung also eigentlich nur für die Unterscheidung Nord/Süd.
    • Der Buchstabe ist aber dennoch ganz hilfreich um die Erde gedanklich in Rechtecke zu zerteilen.
    • Das spinnt man dann in UTMREF weiter, in der Koordinaten dann tatsächlich nur relativ innerhalb Rechtecken (Planquadrate) eines Zonenfeldes angegeben werden - und da gibt es diesen "gobalen" Hochwert über eine komplette Zone dann nicht mehr.
    • Das Zonenfeld ist sozusagen der gemeinsame Nenner von UTM und UTMREF.

  3. Alter Hase
    Avatar von thefly
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    AW: Frage zum UTM-Koordinatensystem

    #3
    Hi Sascha,
    der Hauptmeridian liegt immer bei 500km, nach Westen werden die Entfernungen von 500 abgezogen, nach Osten zu 500 aufaddiert.

    Zu den Hochwerten: Auf der Nordhalbkugel wird ab dem Äquator gemessen. In den Süden funktioniert dass so ähnlich wie mit dem Hauptmeridian: Der Äquator liegt bei 10000, alle Werte in den Süden werden davon abgezogen.

    Der eigentliche Sinn der Bänder (C ... X) erschließt sich mir aktuell nicht, QGIS z.B unterscheidet in den Bezugssystemen bei UTM nur zwischen Nord und Süd. Der englische Wikipediaartikel behauptet die Bänder wären eigentlich nicht Teil von UTM. Ein "offizielles" Dokument mit der Definition habe ich bisher nicht gefunden, wer hat das eigentlich definiert?
    Vielleicht weiss ja einer der Geographen hier was genaues?

    Grüße

    Fred

    OT: edit: zu langsam..

  4. Fuchs
    Avatar von Randonneur
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    AW: Frage zum UTM-Koordinatensystem

    #4
    Die (vertikalen) Zonen werden gebraucht, da innerhalb der Zonen die Koordinaten in transversaler Mercator-Projektion definiert werden. Man muss ja die Erde irgendwie platt machen, damit sie in ein kartesisches Koordinatensystem passt. Das wird für jede Zone einzeln gemacht.

    Die Bänder sind auch meines Wissens eigentlich späteren Ursprungs und kommen vom MGRS.

  5. Fuchs
    Avatar von Randonneur
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    AW: Frage zum UTM-Koordinatensystem

    #5

  6. Fuchs
    Avatar von Antracis
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    AW: Frage zum UTM-Koordinatensystem

    #6
    O.K, vielen Dank für die Rückmeldungen. Jetzt hab ichs kapiert.

    Mein Irrtum war, dass ich es eigentlich ursprünglich schon so verstanden hatte (also mit Zählung nördlich und südlich des Äquator), aber dann darauf fixiert war, dass ja dann die Bänder keinen Sinn machen würden und hab deshalb gedacht, es beziehe sich, wie bei den Meridianen, auf jedes Band - und das ist dann natürlich gar nicht zu raffen.

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