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  1. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Bergen

    #1
    Mitreisende: codenascher, Schmetterling
    Der Peaks of the Balkan Wanderweg:

    Zitat Zitat von Wikipedia
    Das Prokletije, übersetzt auf deutsch die Verwunschenen Berge, oder auch Albanische Alpen genannt sind ein Gebirgsmassiv der Südostdinariden im östlichen Montenegro, westlichen Kosovo und in Nordalbanien. Es bildet den südlichen querliegenden Abschluss der Dinarischen Ketten und ist zugleich dessen höchster Teil.
    Genau hier (im Nationalpark Prokletije) gibt es offiziell seit dem letzten Jahr einen markierten Fernwanderweg!

    Der Weg ist ein Gemeinschaftsprojekt der deutsche GIZ mit den Gemeinden Plav (Montenegro), Shkodra (Albanien) und Peja (Kosovo). Ziel ist es sicherlich, den schwachen Tourismus in der Region zu stärken. Wir sehen darin vor allem eine tolle Möglichkeit, die Länder (in der ehemaligen Krisenregion) zu bereisen und zu erleben!!!

    Ausgelegt auf offiziell zehn Etappen startet der Wanderweg in Theth in Albanien, weiter über Montenegro in den Kosovo und dann wieder zurück!

    Wenn man sich an alles hält lauft man folgende Städte / Dörfer ab:

    1. Theth (Albanien)
    2. Valbonë (Albanien)
    3. Çerem (Albanien)
    4. Dobërdol (Albanien)
    5. Milishevc (Kosovo)
    6. Reka e Allagës (Kosovo)
    7. Leqinat i Kuçishtës (Kosovo)
    8. Babino Polje (Montenegro)
    9. Plav ( Montenegro)
    10. Vusanje (Montenegro)

    Offiziell hat der Wanderweg eine Länge von 192km und bewegt sich in höhen von 670m bis auf maximal 2290m! Der Gesamtaufstieg wird mit 9800m hoch und 9900m runter angegeben. Der Schwierigkeitsgrad wird in der Regel mit moderat angegeben. Der Wanderweg soll ab diesem Jahr durchgängig markiert sein!

    Das sind jetzt erst einmal die runden hardfacts.

    Permits

    Ein Problem das uns lange überlegen ließ, ob und wie wir den Weg gehen sollten, stellten die Permits für die Grenzübertritte zwischen den Ländern dar. Wir hörten von Leuten, die im letzten Jahr erhebliche Probleme mit diesen Permits hatten, da sie nur für Gruppen ausgestellt wurden. Dieses Problem wurde in diesem Jahr behoben. Dank der Agentur Zbulo Discover Albania, von der ich hier auf ODS gelesen habe, war auch die Organisation der Permits kein Problem. Innerhalb weniger Tage hatten wir sie. Für diesen Service haben wir 30€ bezahlt, was unserer Meinung nach voll OK ist! Der Kontakt verlief auf Englisch, die Bezahlung völlig unkompliziert mit Paypal.

    Benötigt haben wir die Permits allerdings nicht! Zumindest wollte niemand irgendwelche Papiere von uns sehen, dies ist natürlich keine Garantie...

    Ansonsten muss man sich noch in Montenegro auf einer Polizeistation registrieren lassen, was noch einmal 5€ pro Person kostet. Ob dies wirklich nötig war, wage ich allerdings ebenfalls zu bezweifeln.

    Die Markierung

    Der Weg ist hingegen der Aussagen allerdings nicht vernünftig markiert... Findet man in Albanien spätestens alle 100m eine Markierung, fallen diese im Kosovo schon deutlich weniger aus, und in Montenegro fehlen sie fast vollständig.

    Da wir den Weg entgegen der gedachten Laufrichtung gelaufen sind, halfen uns die Beschreibungen auf Englisch natürlich nicht immer weiter.

    Die angegebenen GPS Wegpunkte auf der POB Webseite (im UTM Format, mussten erst konvertiert werden) halfen uns auch nicht immer weiter, da diese ziemlich häufig daneben lagen. An einem Tag liefen wir grundsätzlich 300m (!!!) neben den Punkten. Auf jeden Fall ein ärgerlicher Umstand, da wir den Großteil der Tour schlechtes Wetter hatten und gerade die Passquerungen daher nicht immer auf Anhieb gelingen wollten. Aber das werdet Ihr ja noch lesen.
    Ich habe unseren kompletten Weg mitgetrackt, um zukünftigen Wanderern die Wanderung im Prokletije Nationalpark zu vereinfachen!

    Der Anspruch


    Unserer Meinung ist der Weg definitiv als anspruchsvoll zu bezeichnen, wenn man ihn in den angegebenen 10 Tagen durchwandern will. Die Tagesetappen liegen alle zwischen 7 und 8 Stunden (teilweise bis zu 10) und fast jeden Tag sind 1000 und mehr Höhenmeter zu bewältigen. Hinzu kam bei uns fast jeden Tag ein nicht unerheblicher Zeitverlust durch die Wegsuche.





    Ansonsten haben wir sehr wenige Wanderer getroffen (die ersten fünf Tagen nicht einen Wanderer(!!!), habe schöne einsame Zeltplätze für uns alleine gehabt und sind Grundsätzlich stets freundlich, nett und zuvorkommen behandelt worden! Die Gastfreundschaft jedes einzelnen, bzw. jeder Familie war einfach Sensationell und absolut Erlebnisreich!!!!

    Der Peaks of the Balkans Trail ist eine Perle, die nur darauf wartet erobert zu werden.




    Wir werden uns wie immer beim schreiben der einzelnen Etappen wie immer abwechseln, dabei aber darauf achten, dass immer nur einer die Erlebnisse des Tages niederschreibt.

    Hoffentlich werdet Ihr genauso viel Gefallen an unserem Reisebericht finden, wie wir an dieser Tour
    Geändert von codenascher (27.06.2016 um 09:20 Uhr)

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

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  2. chrischian
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #2
    Da bin ich aber gespannt.

  3. Fuchs
    Avatar von berniehh
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #3
    ich bin auch gespannt. Das ist ja eine Gegend über die man sonst noch nicht viel gehört hat

  4. Dauerbesucher
    Avatar von Baciu
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #4
    Der Weg steht nächstes Jahr bei mir an, da bin ich auch auf den Bericht gespannt.

  5. Erfahren
    Avatar von Schmetterling
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #5
    Wie kommt man denn auf die Idee, diesen Weg zu laufen …

    … war die Frage, die wir uns des Öfteren anhören mussten. Die Idee war ein Zufallsfund. Nachdem es uns die letzten Jahre in den fernen und noch ferneren Osten verschlagen hatte, wollten wir diesmal in der Nähe bleiben und ich wollte in ein Land, in dem man sich wenigstens nach der Tour kulinarisch erholen kann. Also wanderte mein Blick von Frankreich über die Alpen nach Italien und blieb dann über dem ehemaligen Jugoslawien hängen. Da gibt’s doch auch Berge, also müsste man da dort auch wandern können. Küste mit lecker Essen und Strand für danach gibt’s auch. Einer der ersten Funde war der PoB. 10 Tage, Karte gibt’s, Beschreibung auch – unser!
    Wir wählten Plav als Startpunkt, da es gut zu erreichen ist und wir im Ernstfall (d.h. wenn das mit den Permits nicht geklappt hätte), auf den Durmitor ausgewichen wären. Wir liefen deshalb „falschrum“, da auf diese Weise schon nach 3 Tagen Peje (die einzige Stadt der Tour) zu erreichen war. Ich wollte keinesfalls das gesamte Essen mitnehmen. So konnten wir uns det Janze in Ruhe anschauen und in Peje entscheiden, ob und was wir an Lebensmitteln so zukaufen.

    Sorgen machte uns im Vorfeld vor allem das heiße Wetter der Region, sind wir doch sonst eher die Kältefans. In einem Anfall des Wahnsinns ließen wir unsere langen Hosen zu Hause und wollten es mit kurzen Hosen und Beinlingen versuchen. Ich nahm kein Fleece mit, denn Hemd, Longsleeve und Primaloft sollten doch genügen. Des Weiteren kam eine dünne Paclite-Jacke mit ins Gepäck, denn regnen würde es ja nicht… Die Essensrationen beschränkten wir zunächst auf vier Tage, der Rest würde sich finden. Wo es Hirten gibt, gibt es zumindestens Brot und Käse. Auf diese Weise hatte ich einen sensationell leichten Rucksack und freute mich auf angenehmes Lustwandeln und Sonnen auf den Almwiesen.

    Die Vorbereitung verlief, wie immer, hektisch. Spät in der Nacht vor dem Abflug bestand ich darauf, die ca. 60 in der Beschreibung enthaltenen GPS-Wegpunkte noch zu übersetzen. Irgendeine kleine Stimme sagte mir, dass es vielleicht generell keine gute Idee ist, so einen Weg verkehrt herum zu laufen und dass wir uns nicht allzu sehr auf Markierungen verlassen sollten. Also kopierte ich im Halbschlaf die Koordinaten hin und her und hoffte, dabei nicht allzu viele Fehler einzubauen.

  6. Alter Hase
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #6
    ... Ich nahm kein Fleece mit, denn Hemd, Longsleeve und Primaloft sollten doch genügen. Des Weiteren kam eine dünne Paclite-Jacke mit ins Gepäck, denn regnen würde es ja nicht
    Ups.
    Na wenn das mal gut geht... denn in dem Gebiet fallen so viel Niederschläge, wie nirgendwo sonst in Europa....

    Meine Besserwisserei habe ich auch nur aus dem Internet.
    Bin auch schon sehr gespannt.

  7. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #7
    Joah, zumindest hielten die Jacken. Aber Regen hatten wir in der ersten Woche wahrlich genug




    10.07.2014 Anreise Berlin – Podgorica – Plav

    In aller früh fahren wir mit den Öffentlichen nach Berlin Tegel. Uns erwartet eine lange Schlange, da drei Hand voll Flughafen Personal mit Verdi Westen vor dem Terminal stehen und somit nur ein Schalter fürs Gepäck geöffnet ist.
    Eine sichtlich nervöse Familie erweckt mein Interesse. Da sie ebenfalls in unserer Maschine nach Wien sitzen komme ich noch zur Frage nach dem Grund. - und ich kann sie tatsächlich verstehen.
    Von Wien aus haben sie gerade einmal 45 Minuten Zeit um ihren Anschlussflug zu bekommen (andere Airline!!!! Dazu auch noch Sperrgepäck und zu guter letzt die langen Wege in Schwechat ) zu wechseln und auf eine griechische Insel zu Fliegen...
    Und dann starten wir auch noch mit leichter Verspätung.... Die Armen, aber mal ehrlich, wer bucht sowas???

    Wir dagegen kommen stressfrei in Montenegro an. Der kleine Flughafen der Hauptstadt Podgorica (TGD – Titograd hieß das ganze einmal) ist wahrlich sehr übersichtlich. Draußen werden wir direkt von Taxifahrern in Empfang genommen! Ich halte mich erstmal dezent im Hintergrund, der Taxinepp aus dem letzten Jahr ist noch immer in meinem Hinterkopf anwesend
    Öffentliche Busse verkehren hier nicht, dem Nepp wird durch einen englisch sprechenden Koordinator entgangen. Der Fahrpreis zum Zentrum beträgt 12€.

    Beim einladen der Rucksäcke trifft mich fast der Schlag! Der rechte Hüftgurt meines Rucksacks ist gut zu einem Viertel abgerissen... Oh Oh

    Der Himmel wirkt bedrohlich. Kaum sitzen wir, fallen die ersten Regentropfen auf unser Dach.

    Wir lassen uns ein wenig außerhalb des Zentrums am Einkaufszentrum „Delta City“ rausschmeißen. Hier soll es laut einer Stimme im Internet Schraubgaskartuschen geben. Der ansässige Sportladen hat leider keine im Angebot, dafür aber immerhin der Supermarkt im Erdgeschoss Steckkartuschen. Gut das wir meinen Steckkartuschenadapter eingepackt haben. Schraubkartuschen sucht man hier wahrscheinlich vergeblich... Für einen Euro pro Kartusche wandern drei Stück in unsere Rucksäcke.

    Diese kleine Exkursion hätte nicht sein müssen, zählen wir alleine in Plav unzählige Marktstände und auch im Supermarkt gibt es Steckkartuschen

    Dem Taxifahrer haben wir zu verstehen gegeben auf uns zu warten, da wir uns mittlerweile entschieden haben, uns von Ihm nach Plav fahren zu lassen.
    Unseren Anschlussbus um halb eins hätten wir nicht bekommen und somit hätten wir bis um 18:00 auf unsere Weiterfahrt warten müssen, Sightseeing bei mittlerweile strömendem Regen ist dann auch nicht so pralle. Der Fahrpreis für die rund 200km lange Strecke beträgt 70€. Abzüglich des Kartenpreises für den Bus und die Zeitersparnis entscheiden wir uns für den bequemen Weg
    Eh es ketterauchend nach Plav geht steuern wir aber noch einen Obucár an. Die erste Station kann uns leider nicht behilflich sein, die zweite, unseres Taxifahrers Nachbar zum Glück schon!!! Jaja, hier hat doch jeder einen Nachbar der etwas kann oder im Angebot hat, was man brauchen wird!

    Unser Obucár hat viele Jahre in Bochum gelebt, und somit werden wir nach erfolgreicher Rucksackreparatur gleich noch ins Haus unseres Schusters eingeladen! Noch lehne ich den angebotenen Kaffee ab und freue mich über leckeren Tee aus selbstgesammelten Gebirgskräutern





    Drei Stunden später erreichen wir Plav, von der eventuellen schönen Landschaft bekomme ich wie immer nichts mit, da ich wie immer im Auto penne In Plav angekommen fahren wir noch eben zur Polizeistation um uns in Montenegro zu registrieren und anschließend in ein lecker schmecker Ćevabdžinice zum verspäteten Mittagessen. Yeah, Balkan, Fleischeslust!!!

    Die Registrierung soll wohl erforderlich sein. Interessiert hat es auf unserer Reise natürlich niemanden... Neben einem britischen Pärchen, welches ebenfalls den POB laufen wird treffen wir hier auf einen richtigen Geschäftsmann! Die Registrierung kostet 5€ pP, welche auf der Bank bezahlt werden muss, um anschließend mit der Quittung wieder zur Polizeistation zurück zu eiern...
    Banken haben bereits zu, und somit müssten wir alles morgen in die Wege leiten, was gerne (laut der Aussage unseres Geschäftsmannes) auch einen Tag dauern kann...
    Uns und auch die Briten hat er auf jeden Fall überzeugt und somit übernimmt er für „nur 10€ pP“ diesen Dienst. Immerhin haben wir morgen früh um neun Uhr unsere Registrierung und somit unseren gesamten Papierkram für die Reise zusammen. (Bereits genannte Permits für die Grenze plus Registrierung)

    Susanne hat uns in das Hotel „Kula Damjanova“ eingemietet. Direkt am malerischen Plavsko Jezero gelegen. Das einzige Hotel in Plav, was über das Internet zu buchen war. Ein sehr schön rustikal eingerichtetes Hotel mit n, in das wir auch nach unserer Reise erstmal zurück kommen wollen. Direkt von Hotel führt ein langer, teilweise unter Wasser stehender Steg auf den See. Freundlicherweise hat der Regen mittlerweile aufgehört und der Blick in alle vier Himmelrichtungen verzückt uns! Es ist doch irgendwie erstaunlich, dass es hier keinen vernünftigen Tourismus gibt... Die Berge, der See, alles scheint zu passen und nach Erschließung zu schreien. Andersrum, für uns doch ganz gut





    Den Abend lassen wir mit Penny und Brian, den beiden Engländern von der Polizeiwache, im Restaurant unseres Hotels ausklingen! Da sie den Weg in der offiziellen Marschrichtung laufen, hoffen wir uns unterwegs eventuell zu begegnen und verabreden uns für den Donnerstag in zwei Wochen hier im Kula Damjanovo auf den ein oder anderen Sliwowitz

    Die beiden haben ebenfalls auf Schraubkartuschen gehofft, mussten sich aber einen billig Steckkartuschenadapter kaufen...

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    Avatar von Schmetterling
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #8
    Drei Stunden später erreichen wir Plav, von der eventuellen schönen Landschaft bekomme ich wie immer nichts mit, da ich wie immer im Auto penne
    Die Landschaft war in der Tat wunderschön - viele erstaunlich grüne Berge und tiefe Täler. Allerdings alles garniert von dicken fetten Regenwolken. Kalt war es auch.

    11.7.2014 Plav – Babino Polje
    26,3 km; 1246 Höhenmeter

    Wir treffen uns zum Frühstücken mit unseren englischen Bekannten. Unten erwartet uns ein üppiges Buffet mit allerlei Frittiertem, Käse, Obst und Gemüse. Wir langen nochmal richtig zu. Danach wollen wir eine Tasche mit frischer Wäsche zur Aufbewahrung abgeben. Die Mitarbeiter zieren sich und erst unsere wiederholte Zusicherung, dass sie keinerlei Verantwortung trügen und keine Wertsachen darin enthalten seien, kann sie umstimmen. Dabei hatte ich es extra im Vorfeld per Mail erfragt…


    Unser Palast

    Um kurz vor neun lassen wir uns zur Grenzpolizei fahren, wo wir die Auskunft bekommen, dass die Permits in 10 min da seien. Ja nee, is klar. Sven und ich lassen unsere Rucksäcke zur Aufbewahrung da und gehen erstmal einkaufen. Im Zentrum ist viel los, unter anderem gibt es einen Straßenmarkt mit Bergen an Gemüse. Immer wieder werden wir von den Verkäufern lachend auf Deutsch begrüßt. Auch hier gibt es übrigens Stechkartuschen en masse. Wir decken uns mit Brot, Wurst, Käse und Tomaten ein. Gerade als wir alles verpacken, kommen die Engländer vorbei und vermelden, dass die Permits da seien. Hoppla, das ging tatsächlich flott. Also zurück, Permits einpacken, Startfotos mit den Polizisten und los geht’s. Den Wegweiser nach Babino Polje über den Hridsko-See haben wir schon vorher identifiziert. Es ist bereits reichlich spät und vor uns liegt eine lange Etappe.





    Berge, wir kommen!


    Zum Einstieg geht’s erstmal hoch. Es ist schwül und ich frage mich, warum das Gehen so scheiß anstrengend ist. Immerhin ist der Himmel bewölkt und es regnet nicht.


    Blick auf Plav




    Von Markierungen und Wegweisern ist nun nichts mehr zu sehen. Wir verlassen uns auf unsere Intuition und handeln nach der Devise „im Zweifel immer dem benutzteren Pfad folgen“. Wir folgen einem breiten Fahrweg und ich lenke mich mit dem Betrachten der zahlreichen Blumen ab. Eine wahnsinnige Artenvielfalt herrscht hier! Der Weg wird schmaler und ist nun von lieblichen Almwiesen gesäumt. Darauf stehen kleine Holzhütten und es türmen sich spitze Heuberge. Als umzäunt von Holzzäunen. Ich bin entzückt!


    Sven versucht, uns ein Packpferd zu organisieren






    Plötzlich verschmälert sich der Weg zu einem Pfad durch hohes Gestrüpp. Mangels Alternative folgen wir ihm. Ein Blick auf die Karte sagt uns, dass wir eigentlich im richtigen Tal sein müssten. Der Pfad geht am Hand entlang, nimmt fast kamtschatkinische Dschungelverhältnisse an, quert einen Bach und schon stehen wir auf einer Lichtung mit hoher Blumenwiese. Darin ein Holzhüttchen, das leider abgeschlossen ist. Immerhin steht eine Bank davor. Nun fängt es tatsächlich an zu nieseln und wir packen uns in Plastik.



    Das Queren eines Fuhrwegs sagt uns, dass wir tatsächlich richtig sind. Es geht nun steiler hinauf, vorbei an Almhüttchen und Heuhaufen. Landidylle pur. Auch der Regen kann meine Begeisterung kaum trüben. Zudem versüßen uns zahlreiche Walderdbeeren den Weg. Der Fahrweg verengt sich erneut zu einem kleinen Pfad und wir gewinnen schnell an Höhe.


    Der irre Duft nach frischem Heu



    Von dort aus betreten wir eine Almwiese, von Königskerzen garniert. Die zugehörige Schafherde mitsamt Hütte entdecken wir weiter hinten. Dort sind einige Jagdhunde angepflockt, die sich bei unserem Anblick wie wild gebärden. Das lockt die Familie hervor, die uns prompt zum Kaffee einlädt. Wir nehmen gespannt an. Ich hatte Sven schon vorgewarnt, dass er sowohl den angebotenen Kaffee als auch den Käse ohne mit der Wimper zu zucken und mit einem Lächeln auf den Lippen verspeisen müsse. Beides mag er nämlich nicht und beides werden wir ziemlich sicher hier bekommen.




    Die Hirtensiedlung


    Sven schließt Freundschaft

    Wir betreten den mit Teppich belegten und mit einem Blechofen nett aufgeheizten Raum und setzen uns an den Rand. An der Wand sind Matratzen und Decken aufgestapelt, von wo aus uns Kinder und Erwachsene verschiedenen Alters neugierig anstarren. Vor dem Kaffee bekommen wir ein Tellerchen Süßigkeiten und ein Glas abgekochter Milch hingestellt. Nun ist es an mir, meine Wimpern zu kontrollieren, denn in der Milch schwimmt ein dickes fettes Stück Haut. Bäh! Ich mache mit Sven schnell einen Deal: ich werde mich bei allen zukünftigen Einladungen um den Käse kümmern, wenn er mich jetzt von dieser Milch erlöst. Diese Hürde hätten wir schonmal genommen, nun ist der Kaffee an der Reihe. Sven lässt sich sein Tässchen vorsorglich mit so viel Zucker geben, dass fast der Löffel stehen bleibt. Nun geht das Ganze auch als Kaffee-Süßigkeit durch und es schmeckt ihm tatsächlich. Wir werden auf der Tour beide so viel Gefallen an dem starken Gebräu finden, dass ein Kännchen und etwas Pulver die Rückreise mit antreten darf.
    Sven flirtet mit dem kleinen Jungen, inzwischen haben sich auch Oma und der Herr des Hauses hinzu gesellt. Wir machen Fotos von der Familie, die wir ihnen zusenden wollen. Aber auch hier hat Social Media ihren Einzug gehalten und wir werden nach unseren Facebook-Kontakten gefragt.



    Also wir, es ist schon reichlich spät, endlich aufbrechen wollen, machen die Frauen beim Anblick meines Rucksack und nach Prüfen seines Gewichtes große Augen. Der Hausherr lässt sich nicht davon abhalten, sein Pferd einzufangen und kurzerhand unsere Rucksäcke mit zu schultern.



    Er und seine Frau begleiten uns bis zur Anhöhe oberhalb des Hridsko-Sees. Das ist mal eine angenehme Art des Wanderns, wir sollten dringend über die Anschaffung von Packpferden nachdenken. Oben gibt es noch Erinnerungsfotos auf dem Pferd, ein Trinkgeld wird empört ausgeschlagen und schon sind wir wieder alleine. Wir können uns kaum am Anblick auf die umliegenden Berge sattsehen.







    Den See selbst finden wir recht schnell, es ist nur noch ein kleines Stück auf dem Fuhrweg. Am Abzweig stellt gerade ein in Deutschland arbeitender Montenegriner sein Sommerhäuschen fertig – in bester Lage und mit fantastischem Ausblick. Einmal mehr stelle ich fest, dass die Menschen hier tatsächlich erstaunlich groß gewachsen sind und alle sehr lange Beine haben.
    Ein Schild weist rechts nach Doberdol, was unser Ziel in ein paar Tagen sein wird. Wir steigen links ab zum See und sind wieder baff. So ein Idyll!! Wie schön wäre es, einfach hier zu zelten. Aber das WM-Finale ruft und wir wollen keine Zeit verlieren, um zum Spiel im Rugova-Camp vor dem Fernseher zu sitzen.







    Also umrunden wir den See – leider auf der als kürzer angegebenen Seite. Hier können wir aber keinen Pfad erkennen und schlagen uns mühsam durch pieksiges Gestrüpp und über Blockhalden. Fluchend kämpfen wir uns vorwärts, während vom anderen Seeufer der Weg herüber lacht. Zu allem Überfluss fangen auch noch meine Beinlinge an zu rutschen. Meine Laune ist endgültig im Eimer und ich verfluche die Teile. Hätte ich doch nur mal ne ordentliche Hose mitgenommen! Überhaupt sind die Teile entweder zu warm (Strumpfhoseneffekt) oder es zieht voll komisch oben an deren Ende. Ich fühle mich ständig, als wäre ich dort nackt und würde mir eine Blasenentzündung einfangen. Eher suboptimal.
    Endlich erreichen wir den Weg wieder, der voll ausgetreten ein kleines Tal entlang nach unten führt. Es ist inzwischen schon reichlich spät. Als wir an einigen Häusern endlich wieder den Fuhrweg erreichen, fängt es an zu regnen. Auch das noch. Auch die Häuschen locken mit einem Übernachtungsangebot, aber wir wollen nicht schon am ersten Tag in den Zeitrückstand fallen. Um halb acht kommen wir endlich unten im Tal bei Babino Polje an – nass und ziemlich matschig. Eigentlich wollen wir zelten, begehen aber den Fehler, zu fragen, ob wir auf einem der Grundstücke bei den Häusern zelten dürfen. Eine geeignete Zeltwiese mit Wasserzugang haben wir im Wald nicht mehr gefunden und zum Weitersuchen sind wir zu müde. Der Zeltwunsch wird abgelehnt, stattdessen wird uns ein Zimmer für 20 Euro angeboten. Abendessen und Frühstück würde ein Nachbar zubereiten. Wir nehmen an, denn die Aussicht auf warmes Wasser und ein Bett ist zu verlockend. Nach einer absolut wohltuenden Dusche stiefelen wir zum Nachbarn, der uns vor seinem Haus erwartet. Wir durften in einem Rondell außerhalb des Hauses Platz nehmen. Brrrr, soooo kalt und ich will eigentlich in einen Raum mit Ofen. Also beeilen wir uns mit dem Essen. Für 5 Euro gibt es Brot, gedünstete Bohnen, gefüllte Paprika, Käse und je ein Glas Dickmilch. Letztere ist leicht gesalzen und recht lecker.



    Ich nehme mich, meinem Versprechen folgend, der Milchprodukte an. Für 50 Cent extra bekommen wir sogar noch jeder eine Tasse Tee (in höchst homöopathischer Dosis). Geschäftstüchtig ist der Nachbar ja. Nach dem Essen bietet uns unser Wirt noch ein Gläschen vergorener Molke an. Ich nehme einen winzigen Schluck – brrrrrrr.
    Die Abendgestaltung beschränkt sich aufgrund Müdigkeit auf Zähneputzen. Unser Gastgeber versucht zwar noch mit uns zu kommunizieren, mir fallen aber bereits im Stehen fast die Augen zu.

  9. Alter Hase
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #9
    Von mir noch ein paar Bilder zu unserem ersten Wandertag!


    Orchideen am Wegesrand


    meiner




    auch Susi freundet sich mit dem kleinen Racker an!


    üüüürgs


    Prost meine Liebe




    Wie ich finde sehr tolle Portraits:







    und noch einmal der Hridsko Jezero:







    GPX Datei:
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    Minimize
    GPX-Track
    Für mehr Informationen, fahre mit der Maus über das Höhenprofil.
    Download GPX
    Geändert von codenascher (29.06.2015 um 18:39 Uhr)

    Bin im Wald, kann sein das ich mich verspäte

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  10. Alter Hase
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #10
    12.07.2014 Babino Polje – irgendwo oberhalb von Liqenati Drelavje

    Wir stehen früh auf, und entgegen des geschäftstüchtigen Nachbarn bekommen wir gar eine ganze Teekanne für umme! Auch heute morgen stellt uns unser Gästezimmerbewirter die ewig gleichen nervigen Fragen... (Zumindest hört es sich genauso an wie am Vorabend) Er gestikuliert Richtung See, dann Richtung Brdo Pass, zeigt wieder auf die Straße, und kann es eigentlich immer noch nicht fassen, dass wir gestern Abend zu Fuß über die Berge und nicht einfach über die Straße gekommen sind
    Nach zehn Minuten lässt er uns in Ruhe. Während wir unser Frühstück zu uns nehmen, schaut er gespannt in die Röhre. Zu sehen gibt es heute morgen auf (sicherlich raubkopierter DVD) Die große Silvestergala Albaniens von 2009!
    Ein Traum!!! Grandiose Kostüme, Bühnenshow und sicherlich das überwältigenste Vollplayback des gesamten Balkans

    Wir starten leider wieder voll eingepackt – es regnet... Nach zehn Minuten erreichen wir die Kreuzung, von der wir gestern gekommen sind. Fünf Minuten später laufen wir an einem vermutlichen Zeltplatz irgendwelcher kommerzieller Anbieter. Wiese, Quelle, überdachte Picknickplätze, alles vorhanden! Wir ärgern uns ein wenig, dass wir gestern Abend nicht in diese Richtung gelaufen sind...



    Direkt am Zaun ist eine rot-weiße Markierung. Wir folgen dem Weg, über eine Brücke, und enden jäh vor einem weiteren Bauernhaus.

    „Ravno Brdo???“, nach dreimaligem Nachfragen versteht man uns und zeigt an der Hütte vorbei den Berg hoch. Da die Wolken so tief hängen, sehen wir nichts von unserem anvisiertem Pass.
    Den angebotenen Kaffee schlagen wir dankend aus.
    Susi entdeckt einen schmalen Pfad im hohen Gras. Diesem folgen wir. Der Blick zurück ins Tal gefällt mir sogar ohne Fernsicht. Wie schön wäre es doch schönes Wetter zu haben. Sobald wir die Wiese verlassen verlieren wir uns in hunderten Schafpfaden. Wir laufen kreuz und quer weiter den Hang hinauf. Susi erblickt auch dieses mal wieder unsere rot-weiße Markierung. Jetzt sogar häufiger. Blöd nur, dass wir uns von den vorgegebenen Koordinaten des Passes entfernen, anstatt ihm näher zukommen. Auf mein drängen verlassen wir also wieder die Markierungen und laufen zu. Angekommen am vermeintlichen Pass, stehen wir noch lange nicht am gewünschten Punkt. Es geht auf jeden Fall noch um einiges höher. Da die Wolken noch immer unverändert niedrig sind, haben wir keine Ahnung wo wir uns befinden... Unser Kompass liegt natürlich zuhause in Berlin




    Irgendwie Endzeitstimmung...

    Wir drehen wieder um und laufen zurück zu den Markierungen, welche wir erst wieder finden, um sie dann wieder aus den Augen zu verlieren Aber das Unmögliche passiert! Zumindest für einen kurzen Moment reißen die Wolken auf und wir erkennen eine Stelle oberhalb von uns, die ein Pass sein können. Tada!!! Ein Pass, nebst POB Wegweiser! Das ganze im Nebel rum gestochere hat uns mindestens anderthalb Stunden gekostet...
    Egal, weiter geht es jetzt auf der grünen Grenze! Der Himmel klart weiter auf und wir können sogar ein wenig genießen. Unsere kurze Mittagspause verbringen wir sogar mit Sonnenschein.







    Eh wir uns an den Aufstieg zum Jelenka Pass auf machen, passieren wir einen sehr schönen kleinen See. So einen wünsche ich mir für jeden Tag.
    Der Aufstieg zum Jelenka Pass erweist sich leichter als gedacht, ist er immerhin der zweithöchste Pass der gesamten Tour. Von oben blicken wir ins Skodre Tal. Traumhaft schön!!!


    Dank der UWW Aufnahme wirkt das hier irgendwie nicht... Da oben ist der Jelenka Pass...



    Es geht ein klein wenig abwärts, eh wir mal wieder mit Fragezeichen über den Köpfen stehen bleiben. Immerhin fließt hier eine kleine Quelle und wir können die Trinkflaschen auffüllen. Weiter geht es dann vorbei an einem breiten Boulderfeld. Über unseren Köpfen steht ein kleines Felsentor!









    Vorbei an einem kleinen Gletschersee verlieren wir dann mal wieder, und diesmal endgültig für den Rest des Tages unsere Markierungen... Anstatt wie geplant an einem malerisch schön gelegenen See zu gelangen, laufen wir durch ein Fichtenwäldchen ohne jegliche Aussicht... Um unsere Laune steht es sicherlich nicht zum besten... Wir laufen eine gute Stunde über einen sehr schmalen Pfad, teilweise ausgesetzt und immer wieder von Wurzeln, Steinen und liegenden Bäumen unterbrochen, eh wir plötzlich auf einer breiten Wiese stehen!!!
    Hier könnts uns gefallen, wenn hier doch nur Wasser fließen würde... Wir laufen weiter, erblicken ein Blockhaus samt Picknickplatz davor! Unsere Laune steigt Grenzenlos, um direkt bei erreichen der Hütte wieder ins Bodenlose zu fallen. Kein Wasser...
    Von hier aus laufen wir die Dirtroad weiter runter. Ich verspreche Susi, sobald wir Wasser gefunden haben, wieder zu dieser Wiese zurück zu kehren! Und keine fünf Minuten später vernehme ich gluckern! Aus dem Fels zu unserer rechten führt eine Wasserleitung unter der Straße hindurch. Das ganze System gesteckt! Schlauch abgezogen, Faltflaschen und Wassersack gefüllt und schon befinden wir uns wieder auf dem Weg zurück zu unserer Wiese!

    Dort angekommen bauen wir sofort unser Zelt auf, die Sonne lacht mit uns um die Wette, und so nehmen wir unser Abendbrot im letzten Schein der Sonne ein.

    Eh es aber warmes gibt, müssen wir erst einmal schlucken... Der Gaskocher auf dem Kartuschenadapter gibt kein Mucks von sich. Das gute Stück wurde noch nie benutzt (für Korsika angeschafft, aber hier haben wir Schraubkartuschen bekommen) und somit dauert es eine Weile, bis wir herausfinden, dass man das schwarze Rädchen zum einstechen wieder ein Stück herausdrehen muss, wenn man kochen will

    Nach einer großen Portion Abendbrot und einem Topf Tee geht es auch schon ins Zelt. Von hier beobachten wir noch lange die Berge auf der anderen Talseite!

    20,6km 1211hm

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  11. Erfahren
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #11
    Noch ein paar bildliche Ergänzungen...
















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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #12
    Super Bericht, eine Gegend die ich noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
    Freu mich darauf, mehr zu lesen

  13. Erfahren
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #13
    Sooo, es geht hier endlich mal weiter...

    13.7.2014 Drelaj – Rugova Camp

    Die Sonne knallte bereits um sechs Uhr auf das Zelt und die Hitze hätte uns fast aus den Schlafsäcken getrieben. Aber nach dem gestrigen Tag konnten wir unmöglich so früh aufstehen. Also drehten wir uns noch einige Male auf der Matratze, bevor wir uns endlich ans Frühstücken machten. Im morgendlichen Sonnenschein betrachtet, war der falsche Abstieg doch gar nicht so schlecht. Wenn wir ins Tal abstiegen, würden wir bei Drelaj landen, das auf der Hälfte der eigentlich für heute geplanten Etappe lag. Anstelle der eingesparten Etappe würden wir dann die Hälfte der morgigen Etappe dranhängen und so im Rugova-Camp landen. Tataaa! Da wollten wir heute sowieso hin, um das Finale anzuschauen. War der Fußball-Gott also gnädig gewesen mit uns.

    Beglückt genossen wir ein ausgiebiges Frühstück bei einer fantastischen Aussicht und stiegen in unsere Turnschuhe. Diese hatten wir extra für lange Fuhrweg-Strecken anstelle der Crocs eingepackt. Und es lief sich tatsächlich ziemlich gut in meinen Nike Free. Leichtfüßig tänzelten wir die Forststraßen hinab und erreichten relativ flott die Straße im Tal. Es gibt schöneres als auf Asphaltstraßen zu laufen, aber die Aussicht auf das Dorf Drelaj beflügelte die Schritte. Ganz sicher würde es dort einen Laden geben und einen mobilen Cevapcici-Grill ja sowieso. Wir würden perfekt zur Mittagszeit ankommen. Dazu eine leckere Dose Cola. Mit solchen Gedanken lief es sich fast von selbst. Euphorisch bogen wir von der nach Rugova führenden Straße nach Drelaj ab. Wir würden erst einen ausführlichen Schlenker durch die Berge laufen, um heute Abend im Nachbartal wieder auf die Straße nach Rugova zu stoßen. In Drelaj erwarteten uns zunächst eine Reihe neu gebauter und ziemlich schicker Häuser. Hier muss relativ viel Geld im Umlauf sein, wahrscheinlich von den ganzen im Ausland lebenden und arbeitenden Menschen.


    Drelaj



    Die Häuser bestaunend und bewundernd näherten wir uns dem Dorfende ohne auch nur das kleinste bisschen Laden entdeckt zu haben, vom Rest ganz zu schweigen. Also fragten wir kurzerhand eine Familie, wo wir Brot kaufen konnten. Eine Frau antwortete in fließendem Deutsch, dass es hier kein Brot geben würde, aber dass sie uns ein Mittagessen zubereiten könne. Es stellte sich heraus, dass sie schon lange in Dortmund lebte und hier immer ihren Sommerurlaub verbringt. Die Einladung nahmen wir natürlich gerne an. Nach dem obligatorischen Kaffee wurden wir mit dem Nachbarn im Wohnzimmer platziert, während sie das Essen zubereitete. Wir führten nette Gespräche über die Situation im Kosovo. Das Essen ließ allerdings auf sich warten und wir gerieten langsam in Sorge, ob wir die heutige Etappe überhaupt schaffen würden. Schließlich wurden wir in der Küche zu Tisch gebeten und machten uns über gebratene Paprika, Käse und Brot her. Es schmeckte köstlich! Inzwischen war aber klar, dass wir mit dem geplanten Schlenker hinauf in die Berge nicht mehr das Rugova-Camp erreichen sondern in einem Bergdorf stranden würden. Keiner wusste, ob dort jemand einen Fernseher haben würde. Die Option, einen in der Karte eingezeichnete Abkürzung zu nehmen, schloss ich kategorisch aus. Ich hatte erstmal keine Lust mehr auf Experimente. Nach langem Abwägen zwischen Fußball und den Bergen entschieden wir uns für den Fußball und damit den Abstieg nach Rugova. Ich war doch ein wenig knatschig, da wir auf diese Weise eine gesamte Tagesetappe auslassen würden. Nach einer Weile konnte ich mich jedoch mit der Aussicht auf eine heiße Dusche trösten.
    Wir stiefelten also die Straße wieder hinunter und sahen auf einer Übersichtskarte die diskutierte Abkürzung eingezeichnet. Also war sie tatsächlich im lokalen Wegenetz integriert. Jetzt hatten wir aber schon keine Lust mehr wieder umzudrehen und liefen flott nach unten. Dort erwartete uns zwei riesige Restaurants, die auch kleine Hüttchen vermieteten. Wir steuerten das erste an, in dem gerade kräftig an einer Erweiterung ausgebaut wurde. Die kleinen Hüttchen erwiesen sich leider als Reinfall – in der ersten funktionierte die Klospülung nicht und produzierte nichts als Gestank, in der zweiten kam kein heißes Wasser und die dritte hatte lediglich Stockbetten. Also nahmen wir ein Zimmer im Haupthaus. Auch das war spartanisch eingerichtet – wackelige Stühle ersetzten Nachttischchen, die Dusche überschwemmte das gesamte Bad und wir waren uns nicht sicher, wann die Bettwäsche wohl das letzte Mal gewechselt worden war. Aber es war besser als ein Zelt und für 25 Euro inkl. Frühstück kann man nicht meckern.
    Den Nachmittag verbrachten wir waschend, duschend und schlafend. Endlich war es Zeit für das Abendessen. Wir betraten das sehr schick eingerichtete, riesige, aber völlig leere Restaurant. Es war sehr kalt und die Größe des Raumes ließ auch nicht gerade Gemütlichkeit aufkommen. Das Essen allerdings war gigantisch lecker. Wir hatten jeder ein großes Steak, auf den Punkt gegrillt, dazu Pommes und einen monsterhaften Salat. Also Fleisch können se hier und auch sehr leckeren kosovarischen Wein gab es.
    Die Zeit bis Spielbeginn verkürzten wir mit einer Runde Siedler, bei der ich Sven gnadenlos abzockte. Wir hatten bereits bei der Ankunft geklärt, dass wir gerne das Spiel schauen würden und das Personal suchte den passenden Sender. Leider kam gerade zu dem Zeitpunkt eine Großfamilie zum Essen, so dass wir ohne Ton schauen mussten. Stattdessen lief eine absolut nervige dudelige Fahsrtuhlmusik in Dauerschleife. Das passte nun so gar nicht zum Spiel. Musik, Essen und Wein sorgten dann bei mir auch für schwere Lider und ich verschlief gandenlos das gesamte Spiel mit dem Kopf an die Wand gelehnt. Fussball ist ja eh nicht so meins. Ab und zu machte ich die Augen einen Spalt auf, nur um zu sehen, dass nichts weiter passiert war. Inzwischen war auch die Großfamilie fertig, wir hatten Ton und die gesamte Belegschaft hatte sich um uns versammelt. Sven hielt sich mit Schnaps und Bier bei Laune. Pünktlich zur Verlängerung schaffte ich es dann auch wieder, die Augen offen zu halten, um das grandiose Ende genießen zu können. Das musste dann natürlich mit ein paar Runden Schnaps begossen werden.



  14. Gerne im Forum
    Avatar von Fayter
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #14
    Bin schon gespannt wie's weiter geht. Kenne das Gebiet durch meinen Auslandseinsatz im Kosovo. War in Pec stationiert und habe auch ein bisschen was um die Rugovaschlucht gesehen. Beim Rugova Camp auch öfters gegessen. Oft habe ich daran gedacht, "hier könnte man ja schön einsame Touren machen". 6 Monate Kosovo sind dann aber doch genug gewesen.
    “Der menschliche Schädel zerspringt bei einem Druck von ungefähr 250 Kilo – aber die menschliche Seele ist weitaus empfindlicher.”

  15. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #15
    Freunde, seht mal zu und sorgt mal für ein bisschen mehr Anreiz durch nette Kommentare. Vielleicht schreiben wir hier den auch schneller weiter. Hat ja im Euböa Reisebericht auch funktioniert


    Hier noch schnell zwei Bilder von unserem Schlafplatz






    14,4km 163hm


    Wie ich das WM Finale erlebt habe:

    Man macht uns sofort zum Herren über die Fernbedienung des Flachbildschirms unter der Decke. Wir schreiben Reisebericht, siedeln und lesen und essen vorzüglich, bis endlich das Finale beginnt. Ich sterbe kurz vor Anpfiff mehrere Tode, da ich natürlich Vorberichterstattung erwarte und nunmehr Angst habe, dass das Finale gar nicht im serbischen Fernsehen übertragen wird :angry: Aber kein Stress, Fünf Minuten vor Anpfiff sehen wir endlich das Grün von Rio!!!
    Da sich immerhin doch noch eine Gruppe von acht Gästen einfindet, müssen wir aber bis zur 60sten Minute warten, eh wir serbische Kommentare anstelle dudeliger Fahrstuhlmusik hören
    Neben einigen Bieren fallen mir eine ähnlich hohe Anzahl Schnäpse zum Opfer, bis ich bei Marios Siegtreffer komplett ausraste und am liebsten neben Susi auch gleich noch die sechs Angestellten die mit uns gucken, knutschen würde!!!!! Boaaaaaaaaah, erneut Weltmeister gegen Argentinien! Irre!!!!!!!!!!!!!!!!!!

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    Geändert von codenascher (29.06.2015 um 18:42 Uhr)

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  16. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #16
    14.07.2014 Day-Off in Peć
    Wir frühstücken Omelett in der Sonne, laut Susi stinke ich aus jeder Pore nach Alkohol – Überraschung Gegen zehn brechen wir auf Richtung Peja, vor uns liegen erneut viele langweilige Kilometer Asphalt. Es ist unangenehm warm. Zum Glück hält nach zwei Kilometern ein Laster neben uns und nimmt uns bis nach Peć mit! Auch hier ist wieder das Interesse an uns Touristen ungebremst hoch. Leider klappt es mit der Kommunikation erfahrungsgemäß eher schlecht…

    Wir wundern uns über eher ungewohnte „Aktionskunst“ in der Schlucht. In der Tourist Information erfahren wir von einem Arzt aus dem Krankenhaus, dass er in seiner Freizeit allerlei Müll in der Schlucht installiert Wir sehen Basketballkörbe, Fahrräder, Badewannen, Flaggen verschiedener Staaten und überhaupt viel bunt zwischen den Felswänden.


    Kunst!?

    In der Tourist Information kaufen wir ein paar Mitbringsel für die Familie ein und lassen uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt zeigen. Unsere Frage nach dem weiteren Weg vom Hotel aus, wird uns damit beantwortet, dass man im Hotel wisse wo der Weg entlang führt und man uns zeigen würde wo wir hin müssen. Morgen wird sich zeigen, ob dem so ist….
    Als erstes besuchen wir das Patriarchate of Peć Monastir. Eines der wichtigsten Monumente der serbischen Spiritualität, Kultur und Geschichte! Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Traumhaft schöne und größtenteils gut erhaltene Fresken schmücken die Kirche vom Boden bis zum Schlussstein in der Decke! Im Garten stehen 850 Jahre alte Maulbeerbäume und die wenigen Nonnen und der Popen strahlen eine unheimliche Ruhe aus. Ein Besuch sollte hier auf jeden Fall zum Pflichtprogramm gehören. (Reisepass nicht vergessen, wird bei Eintritt benötigt)






    heimlich aus der Hüfte geschossen!




    die Maulbeerbäume

    Anschließend laufen wir Richtung Zentrum. Hier setzen wir uns in ein Grillhaus auf der Flaniermeile Pejas. Der bestellte Mixteller ist genau nach meinem Geschmack, meine Fleischeslust wird auf jeden Fall gestillt!!! Um uns herum sitzt man mit verspiegelten Sonnenbrillen, bettelnde Kinder und streunende Hunde überall.





    so ein armer kleiner Racker

    Wir wollen das ethnologische Museum besuchen, dies ist heute allerdings geschlossen. Stattdessen besuchen wir allerhand Geschäfte und einen Markt, auf der Suche nach etwas warmen für Susi. Im Gewichtssparwahn und dem Glauben an Balkantypisches Wetter (heiß und trocken) haben wir dummerweise einige Klamotten daheim gelassen, bzw. nicht adäquate Kleidung eingepackt… Nach einigem rumprobieren findet sich ein TOTAL HEIßER „Nike“ Trainingsanzug der sicherlich ein Kilo schwerer ist, als genanntes was zuhause liegt…düdüm


    Yeah!!!! achtziger Baby!!!




    Unser Held


    Bergkräuter

    Eh wir einen Supermarkt entern um weiteren Reiseproviant einzukaufen, gelangen wir in ein großes Einkaufscentrum. Brautmode, Handygoodies, Nippes, Brautmode…. Und im obersten Stockwerk: Deutsche´s Kaufhaus!!!! (Dies sehe ich zwar erst später an der Kasse) Hierbei handelt es sich um ein Second Hand Kaufhaus mit Plünden aus deutschen Kleidercontainern. Also nicht nur in Afrika
    Wir gehen Ständer für Ständer durch. Fußballtrikots von Amateur- wie Profivereinen, Shirts und Jacken aller möglicher Laufveranstaltungen quer durch die Republik, Junggesellenabschieds – Jubiläums – und Abishirts erfreuen gleichermaßen!
    Susi findet hier tatsächlich eine weitere lange Hose, die den Trainingsanzug für 25€ hinfällig gemacht hätte! Für nen Euro muss man die natürlich auch noch mitnehmen, und somit erhöht sich das Rucksackgewicht weiter :Teufelsmiley: hehe
    Zwei weitere Seidenschals (100%) fallen zum Preis von jeweils einem Euro nicht weiter ins Gewicht




    Davon hängen hier hunderte


    hach, schön wars gewesen

    Danach gehts ins „Sweet Home“ – gleich wenn man das Zentrum Pejas erreicht, und über eine Brücke die Flussseite wechselnd, steht ein Café, welches optisch und musikalisch nicht so ganz in den grauen Alltag Pejas zu passen scheint.
    Wir werden von der Besitzerin bedient, die sich freut endlich mal wieder deutsch zu sprechen. Nach 24 Jahren in Deutschland, mit einem Kosovaren verheiratet, war sie der Meinung das Peć ein solches Café mit Kuchen fehlt! Recht hat Sie. Ganz klare Empfehlung!!! Aufgrund des Mixtellers bestellen wir zwar nur Kaffee und Milchschokolade, die Kuchenstücke sehen aber dennoch grandios aus.
    Für die Heimfahrt zurück ins Hotel organisiert sie uns auch noch ein Taxi für 12€ statt 15€!







    Zuvor und als letzte Amtshandlung lasse ich mir beim Barbier meinen üppigen Bart trimmen Zwar erfahre ich das ich übern Leisten gezogen wurde, allerdings stört mich das bei 2€ für die Rasur nicht wirklich. (Eigentlich bekommt man für 2€ bereits die Mecke geschnitten )

    Zurück im Hotel vergammeln wir die verbliebene Zeit bis zum Abendessen. Wir bestellen uns beide Forelle, frisch gefangen aus dem eigenen Teich. Auf unseren Tellern dürften locker jeweils 400-500g Forelle liegen. Eindeutig zu viel für unsere Mixteller überfüllten Mägen. Aufgrund des Alkoholkonsums am Vorabend, bestelle ich ausschließlich Wasser. Ein Stromausfall wird zumindest im Erdgeschoss behoben. Auf unseren Zimmern bleibt das Licht aus… Die Stirnlampen sind schnell zur Hand und nachdem ich auf dem Flur noch ein paar Kerzen organisiert habe, ist uns der Strom vollkommen egal

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  17. Erfahren
    Avatar von Schmetterling
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #17
    ... und noch ein paar Bilderchen von mir....


    Das Rugova-Tal


    Unsere netten Lasterfahrer


    Der Maulbeerbaum im Kloster


    Das Sweet Home


    Einmal bitte Luft anhalten...


    Fresh like a fish!

  18. Erfahren
    Avatar von Moosmann
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #18
    ...hat mir sehr gut gefallen, schöne Landschaftseindrücke, Schnäpse, keine Wanderautobahn und offenbar auch nette Leute - vielleicht werden wir den Griechen doch mal abtrünnig

    Gruß Moosmann.

  19. Fuchs
    Avatar von Monika
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #19
    Der Bericht klingt verlockend - kommt man mit Englisch weiter?

    Monika
    Geändert von Monika (12.09.2014 um 11:34 Uhr)

  20. Alter Hase
    Avatar von codenascher
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    AW: [AL][KO][MNE] Peaks of the Balkans Trail - Wandern in den Verwunschenen Berg

    #20
    Zitat Zitat von Monika Beitrag anzeigen
    Der Bericht klingt verlockend - kommt man mit Englisch weiter?
    Kaum, eher mit Händen und Füßen ;) Nachtrag : Aber gerade im Kosovo waren wir doch erstaunt, wie viele (kriegsbedingt) deutsch konnten.

    Aber, es lohnt sich!
    Geändert von codenascher (12.09.2014 um 14:39 Uhr)

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