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  1. Erfahren
    Avatar von JoBi
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von hal9000 Beitrag anzeigen
    ... das Topic gestolpert und frage mich, ... warum der Titel so eindeutig logisch falsch ist?

    nach Duden: Tod = Aufhören, Ende des Lebens

    Somit ist doch klar: Wer schwarze Klamotten trägt, ist in großer Gefahr, dass bei ihm der Tod eintritt, weil er schlecht gesehen wird.
    Oder kurz und knapp: Der Tod trägt Schwarz.

    Fazit: Der Topic ist logisch eindeutig korrekt.

    Gruß
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    Avatar von Igelstroem
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von JoBi Beitrag anzeigen
    Wer schwarze Klamotten trägt, ist in großer Gefahr, dass bei ihm der Tod eintritt, weil er schlecht gesehen wird.
    Oder kurz und knapp: Der Tod trägt Schwarz.

    Fazit: Der Topic ist logisch eindeutig korrekt.
    Nö. Dass der Tod Schwarz trägt, ist keine korrekte Kurzfassung der Aussage, dass der demnächst vielleicht Tote Schwarz trägt.

    Ist aber egal. Bei allem sonstigen Respekt vor dem TO bleibt festzuhalten, dass der Titel nur einer journalistischen Suggestionslogik folgt, in der es ausreicht, wenn Wörter nebeneinanderstehen und Assoziationen produzieren.

    Nach 700 Beiträgen kann man mal wieder eine Karikatur des Threads liefern: (1) Das Verlassen des Hauses und der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist für Menschen in erster Linie ein Sicherheitsproblem. (2) Sicherheitsprobleme können durch Ausrüstungskauf gelöst werden.
    Lebe Deine Albträume und irre umher

  3. PhileasFogg
    Gast

    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Wenn wir schon beim Klugscheißen sind: Den Ausdruck kann man nicht nur als Metapher, sondern auch als Metonymie auffassen. Dann passt es.

  4. Erfahren
    Avatar von billsn
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    bin mal so frech und lass den Nebendiskussionsplatz aus und schreibe meine Meinung zum Thema...

    In vielen Fällen ist dunkle Kleidung wie schwarz nicht die beste Wahl - stimmt, gleichwohl würde ich die Aussage nach meinen Erfahrungen nicht pauschalisieren.

    Gemeinsam mit einer Freundin war ich vor Jahren auf einer Tagestour (Süddeutschland) unterwegs, wobei sie mit ihrem durchschnittlich gut ausgestatteten Touren-MTB (Katzenaugen & Reflektoren) und helleren, mediteranen Farbtönen gekleidet unterwegs war.
    Hingegen hatte ich mein fast schwarzes Fully dabei, welches keinerlei Berührungspunkte zur STVO besaß und war vollständig schwarz gekleidet.

    Wir fuhren auf einer abschüsigen Landstraße Nachmittags und waren auf den letzten Metern unserer Tour.
    In einer leichten Kurve schloss eine Nebenstraße an die Landstraße - alles war auf weite Sicht sehr gut einsehbar - an welcher ein PKW stand und auf die Landstraße wollte.
    Auch wenn wir Vorfahrt hatten und dies dem Fahrzeugführer bewusst war, so nützte das meiner Freundin leider nichts.
    Als ich die Stelle mit dem PKW passierte fuhr dieser raus und nahm meine Freundin, welche nur wenige Meter hinter mir war, leider ungesehen mit dem PKW mit.
    Wie sie damals diesen Unfall so unbeschadet überstehen konnte ist mir heute noch ein vollkommenes Rätsel, aber sie hat es.

    Der Polizei gegenüber äußerte der Fahrzeugfahrer am Unfallort das er mich klar erkennen konnte, meine Freundin aber leider überhaupt nicht wahrgenommen hat. Der Fahrer war selbst Familienvater, vollkommen aufgelöst und gab ein vollständiges Schuldeingeständnis ab.

    Dies hielt die Polizeibeamtin jedoch nicht davon ab, meine vollkommen verstörte Freundin schroff anzufahren, vonwegen wie sie auch gekleidet sei. Da platzte mir dann die Hutschnur und ich habe die werte Dame mal darauf aufmerksam gemacht, welchen Stuss sie von sich gebe und auf mein Bike, mein Outfit und die 5 Minuten zuvor getätigte Aussage des Fahrers hingewiesen.

    Folglich fahre ich grundsätzlich niemals mit mediterranen oder forstähnlichen Farben, da man außerorts aber auch in Großstädten wie Hamburg damit gerne übersehen wird. Davor dann doch eher vollkommen in schwarz mit reflektierenden Elementen, wobei natürlich jedem bewusst sein wird, dass Neonfarben mit Reflekionselementen wie bei (Warn)Westen die beste Sichtbarkeit gewährleisten.

  5. PhileasFogg
    Gast

    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Unabhängig von der Kleidung: Ich habe aus Gründen der Sicherheit seinerzeit bei meinem Rad extra auf Nabendynamo umgestellt. Im Gegensatz zum Seitenläufer spüre und höre ich ihn nicht und ich habe damit Tagfahrlicht vorne und hinten mit Standlichtfunktion. Die Lampen haben zusätzlich Reflektoren eingebaut. Außerdem ist der Nabendynamo robuster als ein Seitenläufer, da rutscht nichts durch und Batterien können auch nicht leer werden. Meines Erachtens die zuverlässigste Beleuchtung am Rad.

    Statt Speichenreflektoren verwende ich Reifen mit Seitenreflektoren. An meinem Mountainbike hatte ich damals eine LED-Beleuchtung von Reelight, die über Induktionsmagnete in den Speichen mit Strom versorgt wurde.

  6. Erfahren
    Avatar von JoBi
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von billsn Beitrag anzeigen
    [I]

    Der Polizei gegenüber äußerte der Fahrzeugfahrer am Unfallort das er mich klar erkennen konnte, meine Freundin aber leider überhaupt nicht wahrgenommen hat. Der Fahrer war selbst Familienvater, vollkommen aufgelöst und gab ein vollständiges Schuldeingeständnis ab.
    Die Aussagen eines Autofahrers, der einen Unfall verursacht hat und wohl unter Schock steht, sind etwas mit Vorsicht zu genießen.

    Gute Beleuchtung sowie Reflektoren am Rad und auf der Kleidung erhöhen die Chance, dass man von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen wird, deutlich. Aber wie so oft gibt es auch hier keine 100-Prozent-Garantie.

    Wenn ein Autofahrer in Gedanken in ganz anderen Welten unterwegs ist, stark alkoholisiert am Steuer sitzt oder unter Drogen steht, dann hilft gute Beleuchtung samt Reflektoren vor allem, eine Teilschuld abzuwehren.

    Gruß
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  7. Fuchs

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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Jetzt sind wir schon soweit, dass der Vorfahrtsberechtigte Radfahrer eine Teilschuld abwehren soll. Wieviel Prozent der zugelassenen Autos sind doch gleich schwarz? Darf man denen auch einfach die Vorfahrt nehmen?

  8. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Wahrnehmungstheoretisch helfen vor allem Farben, die in der Umgebung nicht (großflächig) vorkommen. Für Stadt und Natur gleichermaßen wäre das (tagsüber) z.B. Pink (bzw. Magenta)

    Für nachts habe ich mal bei Gelegenheit festgestellt, dass zwei Lichtlein mit ein wenig Abstand zueinander mehr Aufmerksamkeit hervorrufen als eins, jedenfalls im ganz Dunkeln außerorts. Das würde auch die Beobachtung bestätigen, dass ein zusätzlicher Reflektor am Arm gut wirkt. Es reichen schon 30–50 cm, um als Autofahrer zu denken: Da ist ein größeres Verkehrsmittel unterwegs, d.h. man vermutet aus der Ferne eine größere Ausdehnung (und plant den Bogen drumherum größer). Das funktioniert sogar, wenn die Lichter übereinander und nicht nebeneinander angebracht sind.
    Geändert von lina (08.03.2016 um 11:07 Uhr)

  9. Erfahren
    Avatar von JoBi
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
    Jetzt sind wir schon soweit, dass der Vorfahrtsberechtigte Radfahrer eine Teilschuld abwehren soll. ?
    So weit sind wir schon lange.
    Wenn ein Verkehrsteilnehmer gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt, dann bekommt er schnell eine Teilschuld "aufgebrummt". Eben auch ein Radfahrer, dem die Vorfahrt genommen wird, wenn er bei Dunkelheit ohne Licht fährt.

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  10. Erfahren

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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    OT:
    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    ...das (tagsüber) z.B. Pink (bzw. Magenta) ....
    Team telekom

  11. Freak Moderator
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    Avatar von Flachlandtiroler
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von JoBi Beitrag anzeigen
    Wenn ein Autofahrer in Gedanken in ganz anderen Welten unterwegs ist, stark alkoholisiert am Steuer sitzt oder unter Drogen steht, dann hilft gute Beleuchtung samt Reflektoren vor allem, eine Teilschuld abzuwehren.
    Zitat Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
    Jetzt sind wir schon soweit, dass der Vorfahrtsberechtigte Radfahrer eine Teilschuld abwehren soll. Wieviel Prozent der zugelassenen Autos sind doch gleich schwarz? Darf man denen auch einfach die Vorfahrt nehmen?
    Die Aussage von JoBi würde ich so interpretieren: Du kannst rumfahren wie ein Weihnachtstannenbaum, das hilft rein garnichts.
    Die Schuldabwehr setzt doch schon voraus, dass der zitierte Autofahrer Dich umgelegt hat. Soweit darfst Du es als Radfahrer ohnehin nicht kommen lassen; wessen Versicherung nachher Deine Wiederinstandsetzung bezahlt ist doch sekundär.
    Meine Reisen (Karte)

  12. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    OT: @Fossil: Da siehste mal – wirkt schon

  13. Fuchs

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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    @lina : ja, jobi hat was anderes gesagt. Ich hatte mich noch über den Polizisten, der das beige gekleidete Unfallopfer "beschuldigte", geärgert.

    Mir ist es einfach wichtig, in Alltagskleidung radeln zu dürfen. Nicht, dass über Teilschuld, sich heimlich still und leise, eine Verpflichtung zu Neon-Oberbekleidung durchsetzt.

  14. Vorstand
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    Avatar von lina
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Ich fände es auch praktischer, wenn die Sichtbarkeitsmarker am Fahrzeug wären.

  15. Erfahren

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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    (2) Sicherheitsprobleme können durch Ausrüstungskauf gelöst werden.
    Nein, das ist nur eine Teilaspekt. Mindset, vorausschauendes Fahren sind bsp. weitere Faktoren für ein ganzheitliches Konzept.
    Natürlich kann man nicht alle Gefahren vermeiden, aber kann sie in sinnvollem Umfang minimieren

  16. PhileasFogg
    Gast

    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
    Mir ist es einfach wichtig, in Alltagskleidung radeln zu dürfen. Nicht, dass über Teilschuld, sich heimlich still und leise, eine Verpflichtung zu Neon-Oberbekleidung durchsetzt.
    Mir auch - aber ist das denn juristische Praxis? Dass dunkle Kleidung eines Radfahrers für die Schuldfrage oder die Versicherung alleinig relevant war, ist mir noch nie zu Ohren gekommen. Wäre ich Versicherer würde ich - statt mich auf ne juristisch unsichere Kleidungsdiskussion einzulassen - viel eher auf die Suche danach machen, ob das Rad gemäß StVO überhaupt verkehrssicher war. Das verspricht viel mehr Erfolg.

    Wenn man auf einem nach StVO nicht straßentauglichen Rad (also z. B. Nachts ohne Beleuchtung und Reflektoren) ZUSÄTZLICH auch noch "Tarnkleidung" trägt, dann kann es m. M. n. je nach Situation schon angemessen sein, wenn wegen der Kleidung aus Fahrlässigkeit grobe Fahrlässigkeit wird.

  17. Alter Hase
    Avatar von Schmusebaerchen
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von qwertzui Beitrag anzeigen
    Jetzt sind wir schon soweit, dass der Vorfahrtsberechtigte Radfahrer eine Teilschuld abwehren soll. Wieviel Prozent der zugelassenen Autos sind doch gleich schwarz? Darf man denen auch einfach die Vorfahrt nehmen?
    Schwarz ist bei Autos weniger ein Problem, weil in der Dunkelheit nahezu alle Licht an haben. Es sind nur Tunnel-, Waldeinfahrten und Brücken bei sehr hellem Sonnenlicht gefährlich(wegen dem starken Schatten). Mir kam bei Dämmerung mal ein Auto entgegen, was 1:1 die gleiche Farbe wie die Fahrbahn hatte(in Richtung hellgrau). Und natürlich hatte derjenige kein Licht an. Sonst wäre mir die gleiche Farbe, wie die Straße vermutlich gar nicht aufgefallen. Weil Licht immernoch nur eingeschalten wird, damit man selbst etwas sieht. Nicht zur Signalisierung. Ich selbst versuch das von vorn herein zu vermeiden und mache grundsätzlich immer Licht an. Und beim Fahrrad schon bei Dämmerung.

    Zitat Zitat von lina Beitrag anzeigen
    Wahrnehmungstheoretisch helfen vor allem Farben, die in der Umgebung nicht (großflächig) vorkommen. Für Stadt und Natur gleichermaßen wäre das (tagsüber) z.B. Pink (bzw. Magenta)

    Für nachts habe ich mal bei Gelegenheit festgestellt, dass zwei Lichtlein mit ein wenig Abstand zueinander mehr Aufmerksamkeit hervorrufen als eins, jedenfalls im ganz Dunkeln außerorts. Das würde auch die Beobachtung bestätigen, dass ein zusätzlicher Reflektor am Arm gut wirkt. Es reichen schon 30–50 cm, um als Autofahrer zu denken: Da ist ein größeres Verkehrsmittel unterwegs, d.h. man vermutet aus der Ferne eine größere Ausdehnung (und plant den Bogen drumherum größer). Das funktioniert sogar, wenn die Lichter übereinander und nicht nebeneinander angebracht sind.
    Es geht nicht nur um die Größe des Objektes. Wichtig ist auch die Entfernung. Dafür sind 2 Lichter unbedingt nötig. Auch hier ist es unabhängig vom Fahrzeugtyp. Motorräder kann man ebenfalls in der Entfernung schlecht einschätzen. Hat ein Auto nur noch ein Licht(was leider gar nicht so selten ist) genauso. Fährt das Auto mit nur einem Standlicht, sieht es aus wie ein Moped.
    Stand hier im Thread glaube schon mal: Die Anordnung der Lichter/Reflektoren verraten auch, um was für einen Verkehrsteilnehmer es sich handelt.
    Auto: 2 Scheinwerfer nebeneinander
    Moped: 1 Scheinwerfer (oder Auto mit defektem Licht)
    Fahrrad: Speichen und Pedalreflektoren (Dynamo und "Positionslichter" in Form kleiner LEDs an den Pedalen wäre evtl. mal ne Überlegung wert)
    Fußgänger: Gehbewegung der Beine

    Es ist immer gut 2 verschiedene Farben zu tragen. Die Wahrscheinlichkeit, dass beide vor dem Hintergrund nicht zu erkennen sind ist geringer.

    Zitat Zitat von PhileasFogg Beitrag anzeigen
    Mir auch - aber ist das denn juristische Praxis? Dass dunkle Kleidung eines Radfahrers für die Schuldfrage oder die Versicherung alleinig relevant war, ist mir noch nie zu Ohren gekommen. Wäre ich Versicherer würde ich - statt mich auf ne juristisch unsichere Kleidungsdiskussion einzulassen - viel eher auf die Suche danach machen, ob das Rad gemäß StVO überhaupt verkehrssicher war. Das verspricht viel mehr Erfolg.

    Wenn man auf einem nach StVO nicht straßentauglichen Rad (also z. B. Nachts ohne Beleuchtung und Reflektoren) ZUSÄTZLICH auch noch "Tarnkleidung" trägt, dann kann es m. M. n. je nach Situation schon angemessen sein, wenn wegen der Kleidung aus Fahrlässigkeit grobe Fahrlässigkeit wird.
    Weiter vorn in dem Thread habe ich es zu Fußgängern recherchiert. Dunkle Kleidung und eine Nichtbenutzung sicherer Überwege wird nicht gerade selten herangezogen. In den Fällen die ich gefunden habe, haben sich die Fußgänger beschwert und versucht in Revision zu gehen. Das Gericht urteilt hier (zum Glück) recht einheitlich: Nicht sichtbare Kleidung, keinen Überweg benutzt, also selbst schuld.
    Bei Radfahrern ist das Problem, dass das Fahrrad niedriger ist, als ein parkendes Auto oder ein Geländer(mit Werbung)/Mauer zur Fahrbahnabgrenzung. Sind sämtliche sichtbaren Objekte nur am Fahrrad, werden diese in zu vielen Situationen verdeckt. Deswegen die Warnweste. Statt Warnweste sind Reflektoren am Helm in alle 4 Richtungen eine schickere Alternative. Ich muss zugeben, dass ich weder mit Warnweste noch mit Helmreflektoren fahre.
    Nützliche Wiki Seiten: Leitfaden für Einsteiger, Packlisten
    UGP-Mitglied Index 860

  18. PhileasFogg
    Gast

    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Aber auch bei Fußgängern ist die falsche Kleidung dann offenkundig ein "Kombinationsdelikt" - allein genommen nicht problematisch, nur in Kombination mit anderem fahrlässigen Verhalten. Denn ich gehe jetzt mal davon aus, wenn es heißt, dass kein sicherer Übergang benutzt wurde, dass in der Nähe ein sicherer Überweg zur Verfügung stand, der nicht genutzt wurde.

    Bei Radfahrern gabs ja mal eine Diskussion um Teilschuld, wenn man keinen Helm trägt. Der BGH hat aber klipp und klar gesagt, dass ein fehlender Helm allein keine Teilschuld bedingt (AZ: VI ZR 281/13). Hab ich mir extra notiert - habe zwar einen schneeweißen Helm, bin aber auch oft genug Helmmuffel.

  19. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Schaut mal hier unter Punkt 4:

    http://www.iww.de/va/archiv/unfallsc...en-rspr-f45770

    Da ist auch die " dunkle Kleidung" genannt.

    Eine Rechtspflicht, eine bestimmte Kleidung zu tragen, gibt es für Radfahrer oder Fußgänger nicht. Unter Umständen aber eine Obliegenheit. Die unterscheidet sich von einer Pflicht dadurch, daß man nicht etwas tun muß, aber Nachteile erfährt, wenn man etwas freiwillig nicht tut. Man hat bei einem sogenannten " Verschulden gegen sich selbst" also die Wahl.
    Weiter werde ich darauf nicht eingehen, denn es gibt dazu eine umfangreiche Kasuistik, vielfältig wie das Leben selbst. Ein winziger Dreh an der Stellschraube, und man hat einen anderen Fall. Das läßt sich mit einer uferlosen " Was wäre, wenn.. ..."-Diskussion nicht lösen.

    Die Helmgeschichte hatten wir schon. Wir haben das ja verfolgt und erörtert. Da ging es nicht um eine Mitwirkung beim Unfallhergang, sondern das Abwenden von Unfallfolgen.

    Ditschi

  20. Erfahren

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    AW: Der Tod trägt Schwarz

    Zitat Zitat von felixs Beitrag anzeigen
    Die Lösung für diese Probleme sind engere Straßen, schwächer motorisierte Fahrzeuge, Verbot von Autowerbung, konsequent durchgesetzte Tempolimits, durchgesetzte Überholabstände, Führerscheinentzug auf ziemlich niedriger Ebene. Es muss weh tun.
    Jetzt brauchst du nur noch eine politische Mehrheit, dann kann's losgehen

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