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  1. Tauber-Rad Sport - E-Bike

    #1
    Kaufdatum: 2014
    Hersteller: Tauber-Rad
    Modell: Tauber-Rad Sport Herren
    Modelljahr: 2014
    UVP: ab 2699€
    Verarbeitungsqualität: sehr gut
    Outdoorerfahrung Testperson (1-wenig bis 7-hoch): 5


    Technische Daten (laut Herstellerhomepage):
    Ausstattung

    Antrieb: Mittelmotor BOSCH Performance mit Bordcomputer und Schiebehilfe
    Akku: Li Ion 400Wh (36V 11Ah)
    Rahmengröße: 60cm
    Rahmen: Verstärkter Alu-Rahmen 7005 Spezial
    Gabel: Suntour Federgabel NCX-D-LO einstellbar, arretierbar
    Bremse: Magura Hydraulik-Felgenbremsen HS11
    Schaltung: Sram Dual Drive 27-Gang Leerlauf
    Felgen/Speichen: Taurus Hohlkammerfelgen geöst, Edelstahlspeichen
    Bereifung: Schwalbe Marathon 37-622 (28“)
    Gepäckträger: Racktime Bosch Ivalo
    Scheinwerfer: H-One S 75 Lux + Tagfahrlicht
    Rücklicht: integriert im Gepäckträger
    Dynamo: Shimano Nabendynamo DH-3D35
    Ständer: Hebie 661M Hinterbauständer, höhenverstellbar
    Sattel/Stütze: SQlab Tourensattel 602 Active
    Schloss: Abus Amparo
    Gewicht: ca. 25kg



    Zum Ende des letzten Jahres stand ein Jobwechsel inkl. Umzug mit samt der Familie bei mir an. Verbunden mit der neuen Arbeitsstelle änderte sich auch der Arbeitsweg. Während ich bei der alten Stelle noch recht komfortabel mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kam, gibt es jetzt für mich keine wirkliche Alternative zum Auto. Mit den Öffentlichen würde sich die Pendelzeit vervielfachen, während eine Fahrt mit dem Fahrrad nicht kürzer wäre und ich dank etlicher Höhenmeter relativ geschafft morgens zur Arbeit antreten würde. Dennoch stand die ganze Zeit der Wunsch im Raum umweltbewusster und auch gesünder zur Arbeit und wieder zurück zu kommen.
    Hinzu kam der Wunsch, trotz Kinder wieder regelmäßig Sport zu treiben. Neben neuem Job und Familie kam das Mountainbiken leider in den letzten Monaten zu kurz.

    Zwei gute Gründe also, um sich über eine Lösung der Probleme Gedanken zu machen. Ein E-Bike könnte eine solche Lösung sein. Der Arbeitsweg wäre für mich (vor allem mit meinem derzeitigen Fitnessstand ) samt schwerem Gepäck machbar, ich hätte täglich sportliche Betätigung, würde die Umwelt schonen und auf Dauer würde sich die doch recht hohe Anfangsinvestition auch finanziell auszahlen, da ich über die Jahre eine Menge Sprit und Abnutzungskosten sparen würde. Außerdem würde es die Familientouren mit Fahrradanhänger in und um das Neckartal deutlich erleichtern.

    Da ich mich gerne persönlich über neue Ausrüstungsgegenstände informiere und doch recht spezielle Wünsche und Voraussetzungen habe, war für mich klar, dass es auf jeden Fall ein Händler vor Ort sein sollte. Sicherlich ginge es im Internet günstiger, aber eine persönliche Beratung und vor allem kurze Wege im Falle von Servicearbeiten oder Reparaturen sind für mich in diesem Bereich wesentlich wichtiger, als ein paar gesparte Euros.

    Nach einigem Suchen bin ich beim Fahrradhändler meiner Heimat fündig geworden und möchte euch jetzt, die für mich (hoffentlich) perfekte E-Bike-Lösung vorstellen.




    1. Erster Eindruck

    01.05.14




    Das Pedelec Tauber-Rad Sport Herren ist eines der ganz wenigen Pedelecs, die sich ähnlich leicht und schnell fahren lassen wie ein leichtes Trekkingrad mit reinem Muskelantrieb. Die Ursache liegt am Gesamtkonzept aus starkem BOSCH Performance-Mittelmotor und konsequenter Leichtbau-Sportradtechnik.
    Quelle: Homepage Elektrorad-Mott.de


    Soweit mal ein Auszug aus der Beschreibung des Fahrradhändlers. Nun aber direkt zu den einzelnen Bereichen!


    Produktion "Made in Germany":

    Herr Mott (Eigentümer von Elektrorad-Mott) lässt die Räder nach den Wünschen der Kunden bei Velo-de-Ville fertigen. Alle Räder dort sind laut Homepage "Made in Germany". Wobei hierbei wahrscheinlich die Endmontage gemeint ist. Hier werde ich aber noch direkt beim Hersteller anfragen, ob auch der Rahmen in Deutschland gefertigt wird.
    [edit: Die Rahmen kommen, wie erwartet, aus Fernost]
    Trotzdem schon mal ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass zumindest ein Teil der Produktionskette im eigenen Land liegt und dort dann auch eine entsprechende Wertschöpfung stattfindet.


    Verarbeitung:
    Immer ein wichtiges, wenn auch kritisches Thema. Ich bin kein Fahrradprofi und arbeite auch nicht im Bereich der Herstellung von Fahrrädern. Insofern kann ich (ohne Spezialkenntnisse und speziellen Untersuchungsverfahren) die Verarbeitung des Rads zunächst nur durch anschauen und anfassen prüfen.
    Das habe ich dann aber auch ausführlich getan und konnte - wie erwartet - feststellen, dass alle von mir untersuchten Bereich sauber und wertig verarbeitet zu sein scheinen. Dabei habe ich vor allem die Schweißnähte, die Verschraubungen, als auch die beweglichen Teile (Feder, Schaltung, Bremsen, ...) untersucht. Der Motor an sich entzieht sich weitestgehend meiner Begutachtung, da er rundherum durch ein Plastikgehäuse vor Schmutz geschützt ist. Hier habe ich vor allem die Verkabelung und die Schnittstelle zum Akku begutachtet, welche ebenfalls meine Erwartungen erfüllen. Die Kabel sind fest und gut montiert, bzw. laufen im Innern des Rahmens. Dort wo sie zu sehen sind haben sie genügend Spiel, um z.B. die Lenkbewegungen nicht zu behindern.


    Lenker / Vorbau / Bedienelemente:




    Beim Lenker habe ich ein paar Veränderungen vornehmen lassen, bzw. die Konfiguration nach meinen Wünschen verändert. Als Vorbau habe ich ein verstellbares Element gewählt, welches dann (auf Grund der geeigneten Rohrdurchmesser) auch eine andere Lenkstange nach sich zog. So habe ich die Möglichkeit, die Sitzposition deutlich variabler nach meinen Wünschen einzustellen, bzw. die Einstellungen auch an andere Personen anzupassen, wenn eine längere Nutzung durch diese Person abzusehen ist. Beim Originalvorbau war die Position meines Oberkörpers für mein Gefühl etwas zu flach. Eine höhere Position hingegen ermöglicht für mich auch bei längeren Touren ein deutlich angenehmeres Fahren und im Straßenverkehr etwas mehr Übersicht.

    Der Bordcomputer "Intuvia" von Bosch bietet eine klare Aufteilung und dank Beleuchtung eine sehr gute Ablesbarkeit auch bei Dunkelheit. Neben Akkuladung und der Geschwindigkeit wird rechts oben der eingestellte Unterstützungsgrad angezeigt (Aus / Eco / Tour / Sport / Turbo). Daneben wird der aktuelle Stromverbrauch als Balken dargestellt. Also die Kraft, mit welcher der Motor mich gerade unterstützt. Im unteren Teil des Displays lassen sich verschiedene Informationen abrufen. Strecke gesamt, Tagesstrecke, Uhrzeit, Maximalgeschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrtzeit und Reichweite. Das Durchschlalten durch diese Infos erfolgt entweder direkt am Bordcomputer (Taste "i" rechts oben) oder über die Handbedienung an der linken Lengerseite. Die Taste "Reset" setzt die Tageswerte zurück. Darunter befindet sich der Einschaltknopf für den Bordcomputer. Der lässt sich übrigens dank integriertem Akku auch in abmontiertem Zustand einschalten und bedienen. Das Abnehmen und Anbringen des Computers ist sehr einfach über einen kleinen Schalter oben an der Rückseite des Bordcomputers möglich. Die letzte Taste ("Licht", unterhalb der "Info" Taste) hat bei meinem Fahrrad anscheinend keine Funktion. Ich vermute, dass man hier die Beleuchtung des Rads an und ausschalten kann, wenn diese über den Akku laufen sollte, was bei mir nicht der Fall ist. Auf der rechten Seite findet sich dann last-but-not-least ein Micro-USB Port, mit dem ich entsprechende Geräte laden könnte.

    Beim Bedienelement kann man mit der mittleren "Info" Taste wie bereits gesagt die Info-Elemente im Bordcomputer durchschalten. Die Tasten + und - stellen den Unterstützungsgrad ein und mit der kleinen grauen Taste am oberen Rand des Bedienelements lässt sich die Schiebehilfe aktivieren. Hält man diese Taste gedrückt, dann unterstützt der Motor das Schieben, sobald man damit beginnt. Für mich persönlich eine eher unwichtigere Funktion, aber die Anforderungen sind je nach Person unterschiedlich.

    Für die Handgriffe habe ich mir die Humpert Ergogriffe aus Leder ausgesucht. Zum einen bieten sie meinen recht großen Händen einen besseren Griff, zum anderen fahre ich gerne ohne Handschuhe und da sind Ledergriffe einfach noch mal deutlich angenehmer zu nutzen.


    Motor / Akku:






    Die Performance Line macht ihrem Namen alle Ehre. Sie ist ausgelegt für sportliches und kraftvolles Fahren sowohl in der Beschleunigung am Berg als auch in der Ebene.
    Quelle: Bosch-Homepage

    Das Fahrrad besitzt einen Bosch Performance Mittelmotor mit Lithium-Ionen Akku mit 400 Wh. Entgegen der Active-Line ist die Performance-Line weniger auf lange Strecken, sondern eher auf kraftvolles Fahren und Berge ausgelegt. Wie und ob sich das ganze auf meinem täglichen Arbeitsweg durch das Neckartal bewahrheitet, wird sich erst im Praxistest zeigen. Viel mehr kann und möchte ich zur Technik gar nicht schreiben, da ich kein Techniker bin und im Endeffekt nur die Infos der Bosch-Homepage zitieren würde. Bei Bedarf an mehr technischen Infos verweise ich also einfach auf die Homepage von BOSCH
    Wichtiger für mich ist, wie sich der Akku handhaben lässt. Der 400Wh Akku wiegt genau 2,4kg (nachgewogen mit einer Personenwaage), was laut Herrn Mott der ihm aktuell beste Pedelec-Akku hinsichtlich Gewicht-Leistung sein soll. Eine Anzeige unten lässt sich auch in abgenommenen Zustand durch Knopfdruck aktivieren und zeigt an Hand von grünen Balken den Ladezustand des Akkus an. Mitgeliefert wird natürlich auch das entsprechende Ladegerät. Laden lässt sich der Akku allerdings nur in abgebauten Zustand. Der Akku ist natürlich mit einem Schloss gegen Diebstahl gesichert. Das Ein- und Ausbauen erfordert manchmal ein wenig Gefühl (vor allem der Einbau), weil die Kontakte nicht immer so ohne weiteres direkt in der richtigen Position aufeinander treffen. Nach ein wenig Übung gelingt das dann aber auch sehr gut.
    Von der Position her stört der Akku beim Fahren überhaupt nicht. Wer aber an dieser Stelle gerne einen Trinkflaschenhalter hätte, den muss ich enttäuschen. Hier wird man sich einen anderen Platz suchen müssen




    Schaltung:




    Die Schaltung ist eines der Elemente, die für mich persönlich komplett neu sind. Es handelt sich um eine Sram Dual Drive (27 Gang) Schaltung.
    Dual Drive bedeutet hierbei, dass man am Hinterrad eine ganz "normale" Ketten-Schaltung vorfindet, wie man sie von Trekking- oder Mountainbikes her kennt. Ebenfalls dort verbaut ist allerdings eine 3-Gang Nabenschaltung. Somit entfällt die Kettenblattschaltung bei den Pedalen.
    Über einen Drehgriff lassen sich die 9 Kettenblätter auswählen, und mit dem darunterliegenden Schiebeschalter lässt sich die 3-Gang Nabenschaltung betätigen. Der erste Eindruck dieses Schalters hinterlässt allerdings gemischte Gefühle. So ganz sicher ist sich mein rechter Daumen irgendwie nicht, wie sie diesen Schalter bedienen soll. Vielleicht braucht es aber einfach ein bisschen Zeit, um sich daran zu gewöhnen.
    Was aber bereits bei den ersten Probefahrten deutlich wurde ist die enorme Spannbreite an Umsetzung, die durch diese Schaltung ermöglicht wird. Näheres dann im Praxisbericht.



    Bremsen:




    Als Bremse wurden sowohl Vorne als auch Hinten Magura HS 11 Hydraulik-Felgenbremsen verbaut. Auf Wunsch und mit Aufpreis sind auch Scheibenbremsen möglich. Die Magura kenne ich schon von meinem alten Mountainbike, welches ist etliche Jahre gefahren bin. Wenn ich mich zurückerinnere, dann kann ich mich an mehrere Wechsel der Bremsbeläge erinnern (etwas frimelig damals noch), aber nicht einmal an einen Ausfall oder an ein Problem mit der Ölleitung. Gewartet habe ich die Bremse damals eigentlich auch nie. Insofern gehe ich davon aus, dass es mit der HS11 ähnlich positive Erfahrungen geben wird. Ein paar Neuerungen gab es aber natürlich. So hat die HS11 standardmäßig einen Montagebügel, der bei der richtigen Montage hilft, sowie einen Schnellverschluss, mit dem man ohne Werkzeug die Bremse neu einstellen kann.
    Auf den Fotos sind übrigens sowie Vorne als auch Hinten bereits zusätzliche BrakeBooster installiert. Diese sind nicht im Lieferumfang enthalten. Warum ich diese installiert habe, bzw. sogar installieren musste werde ich im folgenden Praxistest berichten.



    Federgabel:


    Die Federgabel ist von der Marke Suntour (NCX-D-LO) und besitzt eine Einstellfunktion am oberen Ende der rechten Gabelseite. Hier lässt sich stufenlos die Federung - bis zur Arretierung - einstellen. Erste Versuche haben gezeigt, dass ich gut beim Fahren an die Regelung der Federgaben komme. Dennoch muss man die rechte Hand vom Lenker nehmen und die Fahrposition zur Bedienung ändern. Komfortabler ist natürlich eine Arretierungsmgöglichkeit per Lenkerschaltung, welche aber - soweit ich das jetzt sehen kann - nicht als Option für dieses Fahrrad vorgesehen ist.




    Beleuchtung:




    Neben dem integrierten Rücklicht im Bosch Gepäckträger ist vorne eine H-One S 75 Lux mit Tagfahrlicht angebracht. An der Rückseite des Vorderlichts gibt es einen Schalthebel, mit dem man die drei unterschiedlichen Modi einstellen kann. Immer an - Automatik - Aus.
    Die Automatik regelt dabei über einen Lichtsensor automatisch, wann die Beleuchtung am Rad angeschaltet, bzw. abgeschaltet wird. Ob ich mich jetzt darauf unbedingt verlassen würde / werde muss sich erst noch im Praxistest zeigen. Generell habe ich es lieber, wenn ich selbst Herr darüber bin, wann ich das Licht einschalte und wann nicht. Ich vermute, dass die Automatik das Licht wahrscheinlich deutlich früher einschalten würde, wie ich es per Hand tun würde, wenn es zu Dunkel zum Fahren geworden ist. Insofern könnte es sogar ein Plus an Sicherheit geben, den Automatik-Modus zu nutzen. Mal schaun....

    Licht an:


    Als Tagfahrlicht befinden sich zwei kleine LEDs unterhalb des Scheinwerfers. Spontan würde ich sagen, dass dies nicht mehr als eine nette Spielerei ist. Die Lichtstärke reicht meiner Meinung nach nicht aus, um bei Tageslicht einen Unterschied in der Sichtbarkeit zu machen. Ich werde mir das ganze aber auch erst noch genauer... und dann auch bei Dämmerung... anschauen. Vielleicht erhöht es ja doch die Sicherheit durch ein Mehr an Erkennbarkeit im Straßenverkehr.
    Bei eingeschaltetem Licht liefert das Vorderlicht eine großzügige Menge an Licht und lässt sich auch leicht in der Höhe verändern. Beim Anfahren und Abbremsen kommt es allerdings zu dem Dynamo-LED-Lichtern üblichen "Flackern". Sobald man aber mehr wie Schrittgeschwindigkeit fährt wird daraus ein sattes und kräftiges Leuchten.
    Die Rückleuchte besteht neben dem Reflektor aus fünf roten LEDs. Bei Tag machen sie von der Leuchtkraft nicht viel her, ich vermute aber, dass ihre Leuchtstärke bei Nacht mehr als ausreichend sein wird. Auch das werde ich erst im Praxistest herausfinden können.


    Nabendynamo


    Den nötigen Strom erhalten die Lampen durch den Shimano DH-3D35 Nabendynamo, welcher im Vorderrad verbaut ist. Nabendynamos haben den Vorteil, dass sie unempfindlich gegenüber Schmutz sind und einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als Seitenläuferdynamos haben. Des Weiteren gibt es endlich keine Probleme mehr bei Nässe, Schnee oder Matsch.



    Sattel:





    Beim Sattel bin ich wieder von der Normausstattung abgewichen. Mir ist nicht ganz klar, weshalb, aber ich hatte bisher immer und bei allen Fahrrädern das Problem, dass mir bereits nach relativ kurzer Zeit der Genitalbereich eingeschlafen ist. Wer das ebenfalls kennt weiß, dass es keine angenehmen Erfahrung ist. Ich persönlich frage mich dann auch immer insgeheim, was diese Zeit der Taubheit für Folgen haben können, wenn man täglich Rad fährt. Wie auch immer... das einzige das bisher geholfen hat war das regelmäßige Aufstehen, bevorzugt am Berg, wenn man eh etwas mehr Gas geben möchte.
    Als ich Herrn Mott mein Problem schilderte, meinte er, dass er von seinen Kunden mehrmals positive Erfahrungen zum SQlab Tourensatte 602 gehört habe. Ich habe bereits einige Sattel ausprobiert, sowohl an Trekkingrädern als auch an meinen Mountainbikes... und nie hat es geholfen. Verständlicherweise bin ich auch jetzt noch sehr skeptisch, habe mich aber entschlossen, ein weiteres Mal einen Versuch mit einem neuen Sattel zu starten. Gut möglich, dass ich wieder das gleiche unbefriedigende Ergebnis erhalten werde.
    Beim SQlab Sattel ist die Besonderheit, dass wer zum einen eine größere Auflagefläche hat. Der weitere Vorteil ist, dass der Sattel beweglich ist und sich so den Bewegungen meiner "Sitzknochen" beim Fahrradfahren anpassen kann. Das wiederum soll den Druck auf das Gewebe und die Nerven in meinem Hintern verringern, was wiederum das Entstehen des Taubheitsgefühls verhindern, bzw. verlangsamen soll. Darüber hinaus sollen die Bandscheiben durch die Bewegungsfreiheit mobilisiert werden.
    Liest sich alles gut. Gespannt bin ich trotzdem, was diese 100€ Investition an Vorteilen bringen wird. Sollte es tatsächlich die ganze Problematik lindern, dann wäre es sehr gut investiertes Geld. Man wird sehen...



    Bereifung:


    Zur Bereifung brauche ich nicht viel zu schreiben. Auf den Felgen sind Schwalbe Marathon Reifen aufgezogen. Der GreenGuard soll vor Scherben und anderen spitzen Gegenständen schützen. Insgesamt machen die Reifen einen sehr schmalen Eindruck. Da ich die letzten Jahre eigentlich fast ausschließlich mit meinen Mountainbikes unterwegs war wird sich das Fahren mit diesen Reifen ganz sicherlich die ersten Kilometer anders anfühlen.
    An der Seite der Reifen sind Reflexstreifen aufgebracht. Allerdings bin ich mir jetzt im Moment nicht ganz sicher, ob damit der StVO Rechnung getragen ist, oder ob ich noch weitere Reflektoren in den Speichen anbringen muss.

    [edit] ist zugelassen und das Anbringen von weiteren Reflektoren ist bei den Reifen nicht notwendig.



    Sonstiges:


    Der Gepäckträger ist von Bosch und hat, wie bereits geschrieben ein integriertes Rücklicht. Er macht einen sehr stabilen Eindruck. Ich hoffe, dass er auch diese Stabilität halten wird, da ich einiges an Gewicht mit meinen zwei Packtaschen auf die Waage bringe.

    Als Extra habe ich mir noch eine Weber-Kupplung an das Fahrrad montieren lassen, damit ich meinen kleinen Sohn für kleinere Fahrten in die Stadt, bzw. auf den Touren durch den Odenwald und das Neckartal transportieren kann. Ich nutze seit einem guten halben Jahr eine Weber-Kupplung an meinem Mountainbike und bin immer noch absolut begeistert. Sowohl von der Verarbeitung, als auch von der einfachen Handhabung. Und natürlich auch, weil das ganze System miteinander verschließbar und somit einigermaßen diebstahlsicher ist.





    Ein Problem zeigt sich jedoch bereits jetzt. Durch die Montage der Weber-Kupplung lässt sich (wie auf dem großen Bild gut zu erkennen) der Fahrradständern nicht mehr vollständig einklappen. Auf die Schnelle habe ich jetzt noch keine Lösung gefunden. Der Ständer lässt sich nicht nach vorne verschieben und die Schraube, die den Ständer am vollständigen einklappen hindert, möchte ich nicht absägen.
    Bei meinen ersten Fahrversuchen konnte ich bisher keine Einschränkung beim Fahren feststellen. Mehr als ungünstig aber wäre es natürlich, wenn bei engen Linkskurven der Fahrradständer am Boden schleifen würde. Genaueres, sobald ich ein paar Kilometer auf den Tacho gefahren bin.







    Außerdem habe ich mich entschieden, ein Fahrradschloss von ABUS (Modell Amparo) einbauen zu lassen, sa ich das Fahrrad bei meiner Arbeitsstelle im Freien stehen lassen muss. Für das schnelle Abschließen ist es außerdem einfach sehr komfortabel. Zusätzlich lässt sich mit einer optional erhältlichen Kette das komplette Fahrrad diebstahlsicher an Geländern oder sonstigen fest verankerten Gegenständen anketten. Die Kette wird dabei beim Verschließen des Schlosses in der runden Öffnung fest verankert. Ein Nachteil bei der ganzen Geschichte ist sicherlich das Gewicht, welches einfach immer mit fährt. Der Vorteil ist ganz klar dass ich nie wieder mein Schloss vergessen werde


    Fazit:
    Keine kleine Anschaffung. Außerdem muss man sich die ein oder anderen frotzelnden Kommentare anhören, ob man denn schon 80 sei, und deswegen ein E-Bike brauche. Aber damit komme ich sehr gut klar
    Wenn das Fahrrad das hält, was es nach dem ersten Eindruck zu versprechen scheint, nämlich Qualität, starke Leistung vor allem am Berg und gute Fahreigenschaften, dann hat sich meiner Meinung nach der Anschaffungspreis gelohnt. Ich werde wesentlich umweltfreundlicher zur Arbeit kommen, tue etwas für meine körperliche, aber auch seelische Gesundheit (nach der Arbeit die Unterstützung abschalten und an den Bergen Gas geben ), spare langfristig Geld durch Spriteinsparung und werde hoffentlich wesentlich öfters mit Familie und Fahrradanhänger im hügeligen Odenwald und rund um das Neckartal unterwegs sein.
    Ich bin gespannt

    Solltet ihr noch weitere Fragen zu Details haben, dann einfach hier im Thread posten.



    2. Praxistest

    nach ca. 3-4 Monaten

    Besonderes Augenmerk:
    • Leistung am Berg mit vollem Gepäck
    • Leistung der Sram DualDrive Schaltung
    • Nutzung des Schalthebels der Nabenschaltung
    • Herabhängender Fahrradständer bei Linkskurven ein Problem?
    • Lösung des Problems mit den Bremsen
    • Einstellung der Federgabel während der Fahr
    • Beleuchtung (Automatik sinnvoll? Leuchtkraft des Rücklichts?)
    • Fahreigenschaften des SQlab Sattels
    • Generelle Fahreigenschaften bei ausgeschalteter Unterstützung

    Außerdem möchte ich noch ganz speziell auf die Eignung als Tourenrad für längere Touren mit viel Gepäck eingehen. Gerade hier vermute ich, dass es wahrscheinlich auf Grund der Reichweitenbeschränkung durch die Akkuladung Einschränkungen geben wird. Um diese Frage etwas besser einschätzen zu können werde ich ein paar Touren mit E-Bike (ohne Unterstützung) und meinem alten Mountainbike (mit Straßenreifen) machen. Mal schaun, was mich erwartet





    3. Langzeittest

    Erfolgt nach ca. 12 Monaten der Nutzung.
    Geändert von Traeuma (15.05.2014 um 19:53 Uhr)

  2. Anfänger im Forum
    Avatar von aazzaa
    Dabei seit
    29.12.2016
    Ort
    Grafschaft Bentheim / Nordhorn
    Beiträge
    21

    AW: Tauber-Rad Sport - E-Bike

    #2
    Moin moin,

    ich bin neu im Forum und auch das Langstrecken Trekking mit dem Rad ( ebenfalls
    Pedelec) ist das erste mal und noch in der Vorbereitung.
    Geplant ist ein Rundkurs über ca.1300Km in zwei bis drei Wochen mit Zelt und Schlafsack.

    Aus diesem Grund würden mich deine Erfahrungen mit dem Rad, auch wenn schon zwei Jahre vergangen sind,
    interessieren um eventuellen Schwierigkeiten vorzubeugen.

    Grüße
    Franz

  3. Fuchs

    Dabei seit
    02.09.2008
    Beiträge
    1.007

    AW: Tauber-Rad Sport - E-Bike

    #3
    Weberkupplung - Ständer Problem: man kann die weberkupplung "verdrehen"
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