Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 20 von 76
  1. Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #1
    Hallo zusammen,

    nach ein paar Testfahrten haben wir uns ein Gumotex Seawave gekauft und möchten gerne über Ostern ein wenig fahren gehen.

    Die Wassertemperaturen betragen hier am Bodensee leider nur 10° und bei diesen Temperaturen möchte man natürlich nicht kentern. Die Wahrscheinlichkeit des Kentern ist dank der Bauweise/Art des Bootes natürlich um einiges geringer als bei einem anderem Kajak, trotzdem möchten wir auf der sicheren Seiten sein. Schwimmwesten werden wir natürlich jederzeit tragen ... nur stellt sich für uns die Frage, was wir "drunter" ziehen sollten. Wir werden so oder so in direkter Ufernähe unterwegs sein.

    • Was tragt ihr denn bei solchen Wassertemperaturen drunter?
    • Bzw was würdet ihr uns denn empfehlen?
    • Ist es leichtsinnig, dass mehr "+" an Sicherheit durch das Luftkajak und direkter Ufernähe durch "leichtere" Kleidung (zBsp Neopren Shorty anstatt Trockenanzug) zu ersetzen?

    Eigentlich sollte die Kleidung nur für den Notfall gedacht sein: Kentern > sofort ans Ufer.

    Ich habe nun einiges gelesen, bin mir aber doch noch recht unsicher und würde mich über eure Ratschläge & Meinungen sehr freuen.

    Lg Sammy

  2. Gesperrt Alter Hase

    Dabei seit
    16.09.2013
    Ort
    Brandenburg
    Beiträge
    3.113

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #2
    Bei 10° Wassertemperatur rechne ich mit normalen Klamotten und Schwimmweste mit 10 Minuten Handlungsfähigkeit im Wasser. In der Zeit solltet Ihr am Ufer (mit Ersatzklamotten und warmen Getränken) oder wieder im Boot und bald am Ufer sein. Deshalb befahre ich im "Winter" nur kleine Seen und kleine Flüsse.

    Ich vermute mal, das das Gumotex Seawave ziemlich stabil im Wasser liegt, also bei niedrigen Wellen auf offenem Wasser praktisch nie kentert. Kentern kann es beim Ein- und Aussteigen oder bei einer Kollission mit einem anderen Boot oder bei hohen Wellen.

    Zuverlässiger schwacher auflandiger Wind in Richtung auf ein nahes sicher anzulandenes Ufer, macht Euer Unternehmen wesentlich sicherer.

    Starker ablandiger Wind wäre auf dem Bodensee eine Gefahr, weil Ihr schlimmstenfalls bis zum Gegenufer fahren müsst oder Euch abschleppen lassen müsst und weil Ihr nach dem Kentern erst recht nicht mehr an Euer Ufer kommt.

    Viel zusätzliche Sicherheit gewinnt Ihr durch Neopren- oder Trockenanzüge (Hals und Kopf nicht vergessen).

    Wasserdicht verpackte einsatzfähige Handys können im Notfall helfen, Hilfe herbeizuholen.

    Mit Kleidung, Ersatzkleidung, Proviant und innerer Einstellung sollte man sich auf alle Eventualitäten vorbereiten.
    Geändert von AlfBerlin (15.04.2014 um 21:26 Uhr)

  3. Erfahren

    Dabei seit
    21.05.2008
    Beiträge
    193

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #3
    Hattest Du diesen thread Paddelklammotten in der Übergangszeit schon auf dem Schirm? Ist zwar letztlich wieder eine Grundsatzdiskussion geworden und Emotionen sind hochgekocht, stehen aber einige grundsätzliche Gedanken drin, die Du Dir zu Gemüte führen solltest.

    Gruß René

  4. Erfahren
    Avatar von Wesertom
    Dabei seit
    29.04.2010
    Ort
    Bremen
    Beiträge
    169

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #4
    Hallo Sammy,

    an den Thread, welchen Rincewind verlinkt hat, kann ich mich als Threadstarter noch gut erinneren ...
    Ich kenne den Bodensee jetzt nicht gut, aber wenn ihr bei ruhigen Bedingungnen in Ufernähe (siehe Beitrag von AlfBerlin), dann reichen Neoklammoten oder Aqua-Shell wohl. Ich trage meist Neohose und Neoshirt (weil ich es praktischer finde als einen kompletten Neoanzug, der aber besser schützt). Noeschuhe finde ich auch sehr gut, dann es kann manchmal hilfreich sein beim Ein- oder Ausbooten leicht im Wasser zu stehen.


    Viele Grüße
    Tom

  5. Erfahren

    Dabei seit
    07.09.2011
    Beiträge
    195

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #5
    Mit Kentern muss man immer rechnen. Und wenn man wissen will, was 10°C kaltes Wasser mit einem anrichtet, sollte man dass einfach mal ohne "Neo" testen. Viele werden da kaum mehr als ein paar Schwimmzüge zustande bringen. Selbst ich, der seit Jahrzehnten bei solchen Wassertemperaturen anbadet, würde mir nicht mehr als 50m zutrauen - und damit sowas erst recht nicht riskieren. Dann kommt noch der Kälteshock, der einem die Orientierung und schlimmstenfalls das Bewusstsein raubt.

    Wie auch immer - geh mal ins Wasser, jetzt. Dann wird dein Bewusstsein für die passende Kleidung geschärft. Welche Konsequenzen man daraus zieht (zB ein eventuell tückisches Großgewässer bei solchen Temperaturen meiden) mag jeder selbst für sich entscheiden, aber nicht davon ausgehen, dass man nicht kentert. Gerade die Kraft in den Armen/Händen lässt bei solchen Temperaturen erstaunlich schnell nach (selbst wenn man den Shock übersteht). Man mag theoretisch 10 min weiterleben, aber bereits nach viel kürzerer Zeit hat man kaum noch Kraft für irgendetwas sinnvolles. Einfach mal testen.

  6. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
    Dabei seit
    16.11.2009
    Ort
    Schwäbischer Wald
    Beiträge
    1.940

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #6
    Grundsätzlich heißt es, man soll sich nach dem Wasser anziehen, nicht nach der Luft. "Gefährlich" ist da vorallem das Frühjahr und gebirgsnahe Seen, weil das Wasser noch saukalt ist aber bei Lufttemperatur von 20° oder drüber würde man im Trocki oder dicken Neopren sicher an Hitzschlag sterben...

    Das Problem beim Kentern ist zum einen die Kenterung selbst zu überleben, man kann am Kenterschock (je nach Wassertemperatur unterschiedlich stark und lang) sterben, bewußtlos werden, einen Stimmritzenkrampf bekommen, hängen bleiben etc., je kälter das Wasser ist, umso wahrscheinlicher. Überlebt man die Kenterung und hat das Nachlassen des Kenterschocks abgewartet, hat man ein Zeitfenster in dem man handlungsfähig ist, Dauer in Abhängigkeit von körperlicher Konstitution, Kleidung und Wassertemperatur. In dieser Zeit muss man ans Ufer gelangen oder zurück ins Boot. Schafft man das nicht, kann man nur noch am Boot ruhig im Wasser liegen und hoffen, das Rettung rechtzeitig eintrifft...

    Es ist also sinnvoll, so viel Neopren bzw. Trockenkleidung (Trockenanzug/Halbtrockenanzug) anzuziehen wie aushaltbar.
    Man kann mit jedem Boot kentern und das Wetter am Bodensee kann sehr schnell umschlagen. Breite und flache Boote vermitteln trügerische Sicherheit, da sie zwar eine sehr hohe Anfangsstabilität aber eine geringe Endstabilität besitzen. Deshalb sind Seekajaks schmal und unten rund! D.h. man kann leicht beim Einsteigen oder unbedachten Bewegungen im Boot kentern, nicht aber bei Wellen und das Boot läßt sich leichter hochrollen bzw. durch Stützschlag aufrichten. Bei breiten/flachen Booten ist es umgekehrt.

    Weitere Sicherheitstipps:
    - nicht alleine paddeln, möglichst in zwei Booten
    - gründliche Wetterprüfung, Wettervorhersage + eigener Eindruck/Ortskundige fragen
    - zumindest bei diesigem Wetter/Regen/ schlechter Sicht Signalfarben tragen
    - Querungen kurz halten, eher in Ufernähe bleiben
    - taugliches, leichtlaufendes, windunempfindliches Boot mit Steuer, Spritzdecke und Auftriebskörpern/Abschottung vorne und hinten - mit dem Seawave ohne Steuer werdet Ihr bei Starkwind zum "Spielball" des Wetters!
    - Handy im durchtelefonierbaren Aquapack + ggf. Signalmittel
    - Lenzpumpe oder Lenzbehälter
    - Rundumleine, nicht aus Gummiseil!
    - evtl. Paddelfloat
    - bei kaltem Wasser besser Feststoffweste (keine Halbautomatik)
    - und vorallem: Wiedereinsteigetechniken lernen und üben!!! Am besten bei nächster Gelegenheit einen Sicherheitskurs belegen (z.B. bei Kanuklubs)!!

    Gruß und sichere Heimkehr,

    Claudia (auch schon an Ostern unfreiwillig im Laggo Maggiore gebadet...)

  7. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
    Dabei seit
    21.01.2008
    Beiträge
    10.223

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #7
    Zitat Zitat von SammyGray Beitrag anzeigen
    ...Wir werden so oder so in direkter Ufernähe unterwegs sein....
    Vornehmen kann man sich das, nach meiner Erfahrung kommt bei Seen häufig etwas dazwischen : Hafen, private Bebauung, tief eingeschnittene Buchten... Auf Kleinflüssen ist das unkritischer und dort wird das von manchen auch so gehandhabt, daß sie generell ohne spezielle Kleidung paddeln (worüber man dann auch wieder diskutieren kann). Ansonsten auch der anderswo gemachte Hinweis : Wenn außerhalb der Saison ist September von den Wassertemperaturen her besser als das Frühjahr.

  8. Erfahren
    Avatar von Battom
    Dabei seit
    12.09.2011
    Ort
    im Süd-Westen
    Beiträge
    199

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #8
    Zitat Zitat von SammyGray Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    nach ein paar Testfahrten haben wir uns ein Gumotex Seawave gekauft und möchten gerne über Ostern ein wenig fahren gehen.

    Die Wassertemperaturen betragen hier am Bodensee leider nur 10° [...]. Wir werden so oder so in direkter Ufernähe unterwegs sein.

    • Was tragt ihr denn bei solchen Wassertemperaturen drunter?
    • Bzw was würdet ihr uns denn empfehlen?
    • Ist es leichtsinnig, dass mehr "+" an Sicherheit durch das Luftkajak und direkter Ufernähe durch "leichtere" Kleidung (zBsp Neopren Shorty anstatt Trockenanzug) zu ersetzen?
    Das Seawave macht einen sehr stabilen Eindruck (mit Spritzdecke oder ohne?), ich würde da keinen Bedarf für einen Trockenanzug sehen. Sofern das Wetter OK ist. Meist fahre ich mit unserem Sunny sogar nur mit kurzer Neo Hose und Radfahrklamotten. So bin ich beweglicher. Kein Problem, obwohl beim Sunny schon mal öfter eine Welle ins Boot schwappt. Teste das mal ruhig an, das Seawave ist ja wesentlich trockner, mit Spritzdecke sowieso. Wie fährt sich das Seawave?

  9. Erfahren

    Dabei seit
    07.09.2011
    Beiträge
    195

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #9
    OT: Über einen Bericht bzgl. des Seawaves würde ich mich auch freuen. Ich hoffe, dass es auf der kommenden Globeboot zur Verfügung steht...aber Erfahrungsberichte wären ein schöne Ergänzung.

  10. Fuchs
    Avatar von krupp
    Dabei seit
    11.05.2010
    Ort
    halle/s
    Beiträge
    1.269

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #10
    das klingt jetzt eventuell provokativer als es gemeint ist...

    einfach mal richtig kalt duschen oder in ne kalte Badewanne einsteigen,
    da merkt man schon gut wie der eigene Körper und der Wille darauf reagieren.
    Sicherlich kann man sich auch etwas abhärten, die einen sagen so , die anderen so,
    aber auf jedenfall ist das etwas ganz individuelles.
    Das sagt jetzt jemand der vor 2 Jahren Anfang März ein Kippelkajak ausprobiert hat (in Ufernähe)
    und mehrfach ans Ufer schwimmen musste.
    Das waren aber immer nur wenige Meter, sagen wir 10-20, mir gings dabei aber gut.
    Ich bin aber allg nicht so Kälteemfindlich, ka , also das soll jetzt kein "machs genau wie ich" Post werden.
    10Grad ist schon wenig aber das ist eigentlich, glaube ich/meiner Meinung nach,
    noch nicht der Lebensgefährliche Bereich.

    Im Grunde ist es einfach... hast du auch nur den geringsten Zweifel, zieh den Anzug an,
    oder lass es ganz bleiben.
    (ähnliche Sache, ein Wehr runterfahren.... beim kleinsten Zweifel , einfach bleiben lassen und umtragen)

    Das gilt für viele andere Outdoorgeschichten genauso.
    Was bei dem einen funktioniert muss bei dir noch lange nicht klappen und umgekehrt.
    Aber wie gesagt, ohne Spass jetzt... probiers doch mal in der Badewanne aus...
    Mit Anzug und ohne, einfach nur um für dich mal herauszufinden wie deine persönliche Konstitution
    in dem Fall ist.

    Grüße Kruppi (der ohnehin ne kleine Meise hat...)


    edit: es gibt auch Eisbader, was im Norden oder zb in Russland eine lange Tradition hat...
    gehen tut vieles, aber es ist eben ganz individuell.
    Geändert von krupp (20.04.2014 um 18:21 Uhr)
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

  11. Fuchs
    Avatar von Waldhexe
    Dabei seit
    16.11.2009
    Ort
    Schwäbischer Wald
    Beiträge
    1.940

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #11
    Das Seawave macht einen sehr stabilen Eindruck (mit Spritzdecke oder ohne?), ich würde da keinen Bedarf für einen Trockenanzug sehen.
    10Grad ist schon wenig aber das ist eigentlich, glaube ich/meiner Meinung nach,
    noch nicht der Lebensgefährliche Bereich.
    Ich hoffe nur, der Threadstarter und andere Leser verlassen sich nicht auf dieses Halbwissen/"gefühlte" Wahrheiten.

    http://www.canoeguide.net/waehrend-der-kanutour/sicherheit

    Mensch seid bloß vorsichtig, jedes Jahr kommen mehrere Paddler auf dem Bodensee um, auch bei wärmeren Wassertemperaturen.
    Ich kann nur allen Großgewässerpaddlern dringend zu einem Sicherheitskurs raten.

    Gruß,

    Claudia
    Geändert von Waldhexe (20.04.2014 um 18:33 Uhr)

  12. Fuchs
    Avatar von krupp
    Dabei seit
    11.05.2010
    Ort
    halle/s
    Beiträge
    1.269

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #12
    Ich hoffe nur, der Threadstarter und andere Leser verlassen sich nicht auf dieses Halbwissen/"gefühlte" Wahrheiten.
    wieso Halbwissen? das sind meine ganz persönlichen Erfahrungswerte,
    und ich denke ich habe das in meinem Post deutlich genug dargestellt.
    Kauf dir ein Badetermometer und kletter mal in eine 10 grad Badewanne Waldhexe...
    mehr habe ich doch nicht empfohlen oder?
    Deine ewige Klugscheisserei geht mir ehrlich gesagt gewaltig auf die Nüsse.
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

  13. Gesperrt Alter Hase

    Dabei seit
    16.09.2013
    Ort
    Brandenburg
    Beiträge
    3.113

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #13


    Halbwissen wohin man schaut! Das wahre Wissen findet Ihr nur bei mir.

    Ich kann mich nicht entscheiden, worauf ich mich lieber verlassen würde: Bei 10° Wassertemperatur schwimmen oder im Seekajak hochrollen.

    Also in meiner Paddelkarriere bin ich bisher auf folgende Gefahren gestoßen: Wind und Welle auf offenen Gewässern (bestimmte Kurse nicht mehr fahrbar, Spritzwasser im Boot), Hindernisse auf Fließgewässern (Kentern und Hängenbleiben), Kentern oder Fallen beim Ein- und Aussteigen, Eisschicht auf dem Wasser, erstaunlich schnelle Unterkühlung und Einschränkung der Handlungsfähigkeit bei freiwilligen Kenter- und Schwimmübungen (im Sommer!) und bei Durchnässung (im Herbst), Uneinigkeit und panische Reaktionen in Paddelgruppen.

  14. Dauerbesucher
    Avatar von DocBrown
    Dabei seit
    08.05.2009
    Ort
    FFB
    Beiträge
    720

    Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #14
    Ich hab mich jetz mal a bisserl informiert und getestet und bin zu dem Entschluss gekommen, dass mir dass Wasser jetz und auch im Herbst einfach zu kalt is, um da in ner blöden Situation reinzufallen.
    Kontrolliert war ich auch schon in 8 grad kaltem Wasser schwimmen. Solang die Birne obenbleibt gehts ja noch...
    Aber wenn der Kopf erstmal unter Wasser war, wird's ungemütlich...
    Hab da noch bösere Situationen beschrieben bekommen, selber noch ned erlebt, aber ich glaube den Schilderungen der anderen 😄
    Deswegen bin ich grad auf der Suche nach nem Trockenanzug 😉 und ich glaub des wird n teurer Spaß 😨 leider 😉

    Just my 2 Cents


    Gruß
    Robert
    Geändert von DocBrown (20.04.2014 um 22:51 Uhr)

  15. Erfahren
    Avatar von oflow
    Dabei seit
    21.03.2010
    Ort
    Ingolstadt
    Beiträge
    313

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #15
    Zitat Zitat von krupp Beitrag anzeigen
    Aber emfielt man deswegen jedem Paddler einen Helm?
    Nein.
    Aber Trockenanzug und Schwimmweste... das muss natürlich sein...

    Ich finde das inkonsequent von dir und daher halte ich dich auch für ein wenig rechthaberisch.
    Selten so einen Schmarrn gelesen... Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Aber auch gar nichts, ein Helm hilft nämlich nicht gegen Kälte.

    Wenn Du Zeit, Lust und Muße hast kannst Du (@ krupp) ja mal das PDF hier im Link anschauen.
    Insbesondere Seite 9 bis 11, da geht es nämlich um Deine angeblich nicht lebensgefährlichen 10°C Wassertemperatur.
    http://www.kanu.de/nuke/downloads/Ge...erkuehlung.pdf

    Die anderen natürlich auch.
    i want to plant a tree

  16. Fuchs
    Avatar von krupp
    Dabei seit
    11.05.2010
    Ort
    halle/s
    Beiträge
    1.269

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #16
    Wo hab ich geschrieben das der Helm gegen Kälte hilft?
    Lern mal lesen.
    Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, ist zu Recht ein Sklave.

  17. Fuchs
    Avatar von Pielinen
    Dabei seit
    29.08.2009
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    1.045

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #17
    Man muß das Rad nicht neu erfinden!

    Zitat Zitat von earlyworm Beitrag anzeigen
    Hallo,
    bei dem Thema möchte ich auf einen Bericht im KANU MAGAZIN hinweisen welcher jetzt auch online einsehbar ist. Ein Unfall in Schweden mit leider tödlichem Ausgang. Der Unfall wurde sehr genau betrachtet, um alle Gründe aufzudecken wieso dies so tragisch enden musste.
    Für alle die es interessiert hier der Link:
    http://www.kanumagazin.de/know-how/specials/toedliche-kenterung-chronik-einer-tragoedie/

    Grüße Holger
    interessante Lektüre für alle Unverbesserlichen

  18. Fuchs
    Avatar von wilbert
    Dabei seit
    23.06.2011
    Ort
    südlich der elbe
    Beiträge
    2.253

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #18
    meine herren, was für ein ton hier…!

    es geht eigentlich um folgendes:

    nur stellt sich für uns die Frage, was wir "drunter" ziehen sollten. Wir werden so oder so in direkter Ufernähe unterwegs sein.

    • Was tragt ihr denn bei solchen Wassertemperaturen drunter?
    • Bzw was würdet ihr uns denn empfehlen?

    Eigentlich sollte die Kleidung nur für den Notfall gedacht sein: Kentern > sofort ans Ufer.
    • bei mir haben sich für kaltwasserfahrten zwei richtungen bewährt.

    wenn ich auf großgewässern oder mehrere tage unterwegs bin, nehme ich den klassischen trocki. der hält mich auch bei längeren schwimmeinlagen aktionsfähig (nicht warm). das ist eine sicherheitsreserve nicht nur für mich, sondern auch für andere, denen ich im wasser helfen könnte.
    dabei würde kältschutz aus dickem neoprene sicher genauso helfen. bei solchen temperaturen mag ich einen neo aber nicht am nächsten tag wieder feucht anziehen, brrrr.
    (salzwasserreste muss man leider immer mit süßwasser ausspülen um das zeugs anständig trocken zu kriegen. ohne spülung ist das im herbst oder frühjahr nahezu unmöglich.)


    • bin ich auf kleinflüssen oder ufernah unterwegs, nehme ich meistens nur eine trockenhose mit füßlingen http://www.chillcheater.com/aqshop/c...?id=2689&page=
    die reicht mir bis unter die achseln, trägt nicht auf und lässt mich selbst in tieferem wasser entspannt ins boot einsteigen.
    fällt man ins wasser, kommt durch den engen schnitt, in verbindung mit einer spritzdecke und einer abschließenden paddeljacke, das wasser nur langsam rein. wenn ich flott wieder ins boot komme, bin ich zwar an einigen stellen nass geworden aber nicht unterkühlt.
    längere schwimmeinlagen sind mit so einer hose natürlich nicht nett, aber sie behindert einen beim schwimmen auch nicht besonders. wenn man wieder einsteigen will, hat man allerdings wassersäcke an den beinen, die einen je nach volumen sehr stark behindern. ein cowboy reentry ist meist kaum noch möglich.
    (wenn man ans ufer kommt, hat man neben dem kaltwasser in der hose, auch die lacher auf seiner seite.)

    • Ist es leichtsinnig, dass mehr "+" an Sicherheit durch das Luftkajak und direkter Ufernähe durch "leichtere" Kleidung (zBsp Neopren Shorty anstatt Trockenanzug) zu ersetzen?
    leichtsinnig ist es per se nicht. es kommt auf die neoprenestärke, die wassertemperatur und deine leidensfähigkeit an. (siehe oben) da ich wenig erfahrungen mit neoprene im kaltwasser habe, kann dir bestimmt jemand anders genaue auskunft geben der öfter mit neo planschen geht.

    zum thema sicherheit kann ich empfehlen: "sea kayaker´s deep trouble".
    http://www.amazon.de/Sea-Kayakers-De.../dp/0070084998
    darin werden einige kaltwasser-szenarien beschrieben und man bekommt eine realistische einschätzung der situationen.

    happy paddling,
    -wilbert-
    Geändert von wilbert (21.04.2014 um 10:14 Uhr)

  19. Fuchs
    Avatar von Pielinen
    Dabei seit
    29.08.2009
    Ort
    Dresden
    Beiträge
    1.045

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #19
    ich habe ehrlich gesagt mit Trockenanzügen keine Erfahrung.
    ...aber nach einem Schwimmer bleiben die Sachen doch nicht trocken? Oder?
    kann man dann einfach weiter paddeln?
    Oder fängt man dann an zu frieren...
    komfortabler als mit Neo scheint ein Trockenanzug jedenfalls zu sein.

  20. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
    Dabei seit
    20.07.2009
    Ort
    Schleswig- Holstein Westküste
    Beiträge
    6.322

    AW: Kajakfahren im Frühling - Kleidung / Sicherheit

    #20
    Kanufahren im Frühling ist in der Tat ein Problem, wenn die Sonne schon warm und das Wasser noch sehr kalt ist. Dazu kommt, daß Kanufahren ja eine bewegungsintensive und damit Wärme erzeugende Sportart außerhalb des Wasser ist.
    Eigentlich kann man sich kaum so anziehen, daß man für das eiskalte Wasser gerüstet ist und das Kanufahren noch Spaß macht. Unser eigenes Fazit: Meidung von Großgewässern und Befahren von Kleinflüssen, die es erlauben, zu stehen und mit normaler Paddelkleidung in wenigen Metern das Ufer zu erreichen.
    Taucher und Surfer müßten sich mit Neopren gut auskennen, üben ihre Sportart aber ja gleich im kalten Wasser aus. Surfer fallen jedenfalls öfter rein als Kanuten und sind permanent naß.
    Beim Angeln an der Küste trage ich im Winter eine Wathose in 5 mm Neopren, drunter eine lange Unterhose aus Merino und dicke Wollsocken. Die Wathose reicht bis unter die Achseln. Damit kann ich es bis zum Bauch im Wasser stundenlang bei 4° Wassertemperatur aushalten. Aber wehe, ich muß in der Montur ein längeres Stück am Strand laufen. Dann koche ich im eigenen Saft. Wenn ich mir frühlingshafte Lufttemperaturen und gar noch Sonne ausmale, dann möchte ich nicht in Neopren im Boot ackern, um auf kalte Wassertemperaturen vorbereitet zu sein. Sobald die Wassertemperaturen es erlauben, steige ich auf die atmungsaktive Sommerwathose um.
    Vom Bootsangeln her kenne ( und habe ich) Kälteschutzanzüge, sogenannte Flotation- Suits, die als Schwimmhilfe Auftrieb geben und im Wasser die Zeit bis zur Unterkühlung um das Achtfache verlängern. Aber in den Dingern kann man an Bord wirklich nur sitzen und sich erst recht nicht bewegen, ohne sich in einer Sauna zu wähnen. Bei kaltem Wind und Temperaturen knapp über 0° prima.
    Mit Trockenanzügen kenne ich mich nicht aus. Sie lassen -- wie gelesen--ja kein Wasser rein, isolieren aber auch kaum, so daß man sich warm drunter anziehen muß. Die Problematik der Diskrepanz zwischen warmer Luft und kaltem Wasser bleibt.
    Immerhin gibt es die atmungsaktiv. Wie ist das damit mit dem Wärmestau, der Kühlung und dem Schweiß beim Paddeln?
    Da würden mich jetzt konkrete Erfahrungen interessieren. Ich liebäugel schon mit so einem Anzug. Aber wenn das Paddeln darin auch aufgrund Saunafeelings keinen Spaß macht, würde ich es lieber lassen und auf wärmeres Wasser warten.
    Gruß Ditschi

Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)