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  1. Lebt im Forum

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    Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #1
    Ich hatte ja im WU3-Thread angeboten, fuer´s Schwitzhuetten-Wochenende mein WU4 (2013er) statt dem Venus o.A. zu nehmen, um mal ein paar Erfahrungen bei nassem / windigen Wetter zu liefern...

    Habe momentan sehr wenig Zeit, deswegen nur ganz kurz und ohne Bilder (gibt es ja geng im I´net)...

    Wetter :
    stuermisch, tagsueber ueberwiegend 3-4 BF, Boen bis 6-7 BF, viel Zeit leichter Regen, teilweise kurz extrem geschuettet, 1.Nacht 8 Grad, nass, 2. Nacht 3 Grad, nass
    kein Windschutz / Windabdeckung, extra frei aufgebaut

    Untergrund :
    Hohes, sehr nasses, buckliges Gras, alte, nicht mehr richtig dichte Bodenplane drunter

    Aufbau :
    dauert laenger als beim WU3, da deutlich mehr Heringe und auch bei solchen Winden im Gegensatz zum WU3 schon die 4 Flaechen-Spannschnuere noetig sind, bleibt natuerlich dabei, dass es rel schnell z.B. im Vergleich zu Geodaeten, oder wenn ich beim Tunnel noch das IZ wieder einhaengen muss, geht

    Innen :
    Das Orange des Bodens ist klasse, macht eine freundliche Atmosphaere, im Halbdunkel kann man besser sehr kleine Gegenstaende auf dem Boden sehen, man kann auch gut sehen, wo der Boden von unten nass wird z.B. wenn man mit der Bodenplane geschlampt hat und da Wasser drauf steht
    Im Vergleich zum SL3 sehr viel Platz, kein Laengenproblem mit mehreren, langen Leuten, passen auch 3 gut rein, wenn man nachts bereit ist, ueber Liegende drueberzusteigen, tendenziell naeher am Lavvulight als WU3
    Im weicheren Grass war trotz untergelegtem Brett die Stange in der laengsten Stellung, also keine Spann-Reserven mehr, kein evtl schraeg stellen, auf hartem Boden natuerlich kein Prob
    Bei der "abgeschnittenen" Ecke waren sie nicht mutig genug, zuwenig... damit bei Regen kein Wasser ins IZ kommt, darf man den AZ Reissverschluss nur im ganz untersten Teil oeffnen, entsprechend unkomfortabel ist das "Reinkrabbeln".
    Zumindest fuer Spritkocher ist die Apside auch nicht hoch genug zum Vorheizen.

    Aussen :
    Bei Naesse / Wind schon deutlich mehr Rumgehampel als beim WU3, mehr Nachspannen, damit das IZ nicht nass wird, Spannschnuere noetig. Ich habe unter den gleichen Bedingungen schon mehrfach mit dem SL3(WU3) an derselben Stelle gestanden, da habe ich aufgebaut und gut war´s (allerdings mit meinem 2/3 IZ, was anders geschnitten ist, als das org), beim WU4 musste ich mehrfach nachspannen, ueberhaupt zusaetzlich Spannschnuere verwenden, IZ-Heringe nach innen versetzen
    Es steht auch unter den Bedingungen dann gut, haette auch, wenn es "statisch" 7 BF, mit 8er Boen geworden waeren, keine Angst gehabt, dass es mir das Teil zusammenfaltet, aber man muss halt schon deutlich mehr tun unter solchen Bedingungen als beim 3er und ob das 4er noch nach dem Gewittersturm an der Fulda (ca 9, 11er Boen) gestanden haette, den das 3er rel easy (und ohne Spannschnuere) weggepackt hat, wage ich zu bezweifeln, aber das ist eine Vermutung...


    Fazit

    Waren ja gute Testbedingungen, das Wetter war echt fies, teilweise starker Wind mit gleichzeitig Regen und das Teil stand voellig ungeschuetzt.

    Das IZ ist absolut trocken geblieben, es entstand fuer die Bedingungen sehr wenig Kondenswasser unterm AZ (hatte aber auch die Bodenschlaufen deswegen lang gelassen), fast kein abgeschleudertes Kondenswasser auf dem IZ.

    Natuerlich ist die 6eckige Form vom WU3 / Lavvulight deutlich windstabiler bzw man hat bei Wind weniger Arbeit, deswegen wuerde ich in windigen Gebieten ohne viel Windschutz nicht unbedingt das WU4 mitnehmen, da gibt es bessere Alternativen.

    Es ist deutlich mehr Platz / Volumen als im WU3, das Mehr-gewicht/packmass haelt sich in Grenzen, fuer Reisen in Gebiete mit wenig Wind (bzw nur Campings, wo es ja eigentlich immer Windschutz gibt), wenn man den Platz braucht / haben will, echt nett, wenn nicht, ist das WU3 universeller.

    Typischer Anwendungsbereich waere Wanderurlaub Family mit 1 oder Kindern, oder wenn man zu zweit richtig viel Platz haben will, ich werde es vermutlich auch als kurzfristiges Gaestezelt in Terranonna einsetzen.

    Nur nochmal zur Anwendungseinschaetzung...
    Auf Touren alleine wuerde ich eher mein SL3 (WU3), Rainbow, Double Rainbow nehmen (alle leichter, schneller aufzubauen, windstabiler), zu zweit mit Motorrad oder Segelboot eher das Venus 3 (ein 130 hohes Nylon-IZ, Laengslieger, 2 Eingaenge, ist komfortabler), aber wenn wir zu zweit in schlechtem (dann lieber als das Double Rainbow), nicht zu windigem Wetter oder auf geschuetzte Plaetze (wie Wald, Campings) unterwegs sind, koennte es gut zum Einsatz kommen, oder natuerlich, wenn wir eine ODS-Stammtischtour machen und ein Chill Out / Kochzelt brauchen, koennte es gut sein, dass AZ + Stange mitreisen.

    Der Preis ist imho letztes Jahr mit 500 € VK absolut angemessen gewesen, die 600 € finde ich bei der rel einfachen Konstruktion des Zeltes eigentlich etwas viel, aber es gibt keine Alternativen, ausser dem SL4 (grottiges IZ), die preiswerter sind...

  2. oo0OooO0oo
    Gast

    AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #2
    Danke für den Erfahrungsbericht!

    OT: Folgende Aussage ist eher umgangssprachlich: "stuermisch, tagsueber ueberwiegend 3-4 BF, Boen bis 6-7 BF" Der Begriff "stuermischer Wind" ist definiert und setzt erst bei höheren Windstärken an. Du hattest überwiegend mäßigen Wind, in Boen auch starken Wind. http://www.wettergefahren-fruehwarnu.../beaufort.html

  3. AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #3
    Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Deckt sich in etwa mit deinen Erfahrungen mit dem ShangriLa 5, oder gibt es Verbesserungen beim WU 4?

    Lg Heinz

  4. Lebt im Forum

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    AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #4
    Zitat Zitat von oo0OooO0oo Beitrag anzeigen
    Danke für den Erfahrungsbericht!

    OT: Folgende Aussage ist eher umgangssprachlich: "stuermisch, tagsueber ueberwiegend 3-4 BF, Boen bis 6-7 BF" Der Begriff "stuermischer Wind" ist definiert und setzt erst bei höheren Windstärken an. Du hattest überwiegend mäßigen Wind, in Boen auch starken Wind. http://www.wettergefahren-fruehwarnu.../beaufort.html
    OT: Naja, wenn Du meinst dass das wichtig genug in einem Zelttest ist, um darueber eine Diskussion anzufangen....nun denn...

    Was die BF-Skala betrifft, hast Du natuerlich recht, aber...
    Ich habe es so eingesetzt, wie es ueblicherweise von vielen umgangssprachlich verwendet wird (da nicht jeder was mit BF-Werten anfangen kann) und eben auch nicht stuermischer Wind, sondern stuermisch geschrieben, insofern habe ich aucht nicht einen Begriff verwendet, der in der BF-Skala definiert wird.

    Fuer diejenigen, die es genauer wissen wollten, habe ich die Bf-Werte dahinter geschrieben, in einem Segel oder Surf-Forum haette ich wahrscheinlich nur die BF-Werte geschrieben.

  5. Lebt im Forum

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    AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #5
    Zitat Zitat von karteundkanu Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Deckt sich in etwa mit deinen Erfahrungen mit dem ShangriLa 5, oder gibt es Verbesserungen beim WU 4?

    Lg Heinz
    Ausser dem hochgezogenen IZ-Stoff (und vielleicht laengerfristig einem dichterem IZ-Boden, der ist beim SL nicht so der Hit) nix Wesentliches, von der Dehnung / Stabilitaet / Flattern usw, sind die AZ-Stoffe der WU eher mit dem letzten, duenneren SL vergleichbar, als mit dem frueheren Stabileren...

  6. AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #6
    ich bringe den faden mal wieder hoch, da ich gerade ein aktuelles wickiup 4 zum testen bekommen habe.





    was mich erstaunt, dass die oberflächen der stoff paneele unterschiedlich glänzen. sowas passiert bei mir, wenn ich ausversehen die stärker beschichtete innenseite nach aussen genäht habe.



    kann es sein, dass sie bei nigor den schnitt soweit "optimiert" haben, das sie wahlweise die stärkere beschichtung nach aussen oder innen setzen?

  7. Lebt im Forum

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    AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #7
    Zitat Zitat von wilbert Beitrag anzeigen
    ...kann es sein, dass sie bei nigor den schnitt soweit "optimiert" haben, das sie wahlweise die stärkere beschichtung nach aussen oder innen setzen?
    Wenn ich mal Zeit da habe, kann ich gerne mal im Laden 1-2 WU4 auspacken und nachschauen, ob das immer so ist.

    Wobei ich aber auch nicht wirklich Nachteile dadurch erkennen kann, ist ja imho eher Glaubenssache, welche Seite man nach aussen setzt, ueblicherweise baut man ja sein Zelt so auf, dass auf die Aussenseite kein mechanischer Verschleiss drch Scheuern wirkt. Eine staerkere Si-Beschichtung sorgt nun fuer staerkere UV-Stabilitaet.
    Welchen Nachteil siehst Du dadurch ?

  8. AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #8
    erstmal ist es für mich kein offensichtlicher nachteil.
    wobei ich, wenn ich selber nähe, mich schon entscheide ob ich die stärker beschichtete seite nach innen oder aussen haben möchte und danach meinen schnitt anlege. das ist allerdings ein ästhetischer aspekt, da ich von aussen eine homogene zeltfläche haben möchte.

    grundsätzlich denke ich, das die stärker beschichtete seite innen besser am zelt untergebracht ist. ich nehme nun nicht an, das es deshalb zu verstärkten abrieb des silikons an der aussenfläche des flys kommt. es hat mich allerdings bei einem zelt in dieser preiskategorie schon ein wenig gewundert...

    (besonders, da genau deswegen gerade ein shelter bei mir durch die qualitätskontrolle gefallen ist.
    dann mal schnell wieder rein ins regal mit dem teil! )

  9. AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #9
    Ich habe hier grad ein Nylon-Ripstop, der sieht je nach Winkel, aus dem man draufschaut, deutlich mehr oder weniger glänzend aus. Ev mal eine Zeltseite beobachten, während man um das Zelt herumgeht? Es kann sein dass z.B. immer die Zeltfläche, die man grad "um die Ecke" sieht, gänzender aussieht, als diejenige, die man frontal anschaut.

  10. Lebt im Forum

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    AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #10
    Zitat Zitat von khyal Beitrag anzeigen
    Wenn ich mal Zeit da habe, kann ich gerne mal im Laden 1-2 WU4 auspacken und nachschauen, ob das immer so ist.

    Wobei ich aber auch nicht wirklich Nachteile dadurch erkennen kann, ist ja imho eher Glaubenssache, welche Seite man nach aussen setzt, ueblicherweise baut man ja sein Zelt so auf, dass auf die Aussenseite kein mechanischer Verschleiss drch Scheuern wirkt. Eine staerkere Si-Beschichtung sorgt nun fuer staerkere UV-Stabilitaet.
    ...
    So mal gerade ein Neues ausgepackt, ist da genauso, allerdings ist die Farbe deutlich dunkler, man muss schon genau schauen, um den unterschied zu sehen...und wie schon geschrieben, technisch kann ich dadurch keinen Nachteil sehen.

  11. AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #11
    Ich hatte ein WickiUp 4 der ersten Generation, da war der Cat-Cut zu den Ecken hin meiner Erinnerung nach nicht so stark ausgeprägt. Das nimmt schon viel Innenraum weg!

  12. Lebt im Forum

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    AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #12
    Zitat Zitat von Fisherman Beitrag anzeigen
    Ich hatte ein WickiUp 4 der ersten Generation, da war der Cat-Cut zu den Ecken hin meiner Erinnerung nach nicht so stark ausgeprägt. Das nimmt schon viel Innenraum weg!
    Haengt aber immer vom Aufbau ab, wenn man das am Boden liegende WU rel stark abspannt mit den Heringen und dann Stange rein, sieht es evtl so aus, Si-Nylon gerade in der rel geringe Dicke dehnt sich halt stark....aber eigentlich weiss ja Wilbert, wie man Zelte aufbaut, wenn ich ein Aktuelles mal aufbaue, kann ich ja mal schauen und, wenn abweichend von oben, Fotos machen...

  13. AW: Wickiup 4 kurzer Bericht von Testbenutzung in Schlechtwetter

    #13
    ja, dieser seltsame schnitt ist mir ebenfalls aufgefallen.
    ich habe daraufhin etwas mit der stangenhöhe gespielt, aber es wurde nicht wirklich besser.
    besonders die vertikalnähte zwischen den eckpunkten haben wenig spannung. selbst als ich die mittleren abspannpunkte stramm gezogen hatte, blieb der saum labberig.
    ich vermute mal, das da überhaupt kein catcut im schnitt ist, sondern dass sich das material so stark zieht.

    ich kann mich erinnern, dass es beim sh-5 ähnlich schwierig war das mid vernünftig aufzustellen.
    Geändert von wilbert (15.11.2017 um 20:43 Uhr)

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