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  1. Anfänger im Forum
    Avatar von hagen1987
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    Wintertour in Lappland mit Hund

    #1
    Hallo alle Zusammen,

    ich habe schon einige Wintertouren hinter mir und habe mich nun entschlossen dies auch mal mit dem Hund zu tun.

    Ich habe bereits Erfahrungsberichte über Zusatzkleidung für den Hund gelesen, aber da ich mit meiner Hündin (1/4 Schäferhund, 3/4 Labrador) schon einige Erfahrungen mit Zelten bei Kälte (ca. -18°C bis -20°C) gemacht habe denke ich, dass die Minusgrade nicht das Problem sein sollten.

    Die angedachte Tour wird wieder um die 10 Tage dauern, gute 140 km lang sein und im Fjäll stattfinden. Da unsere Tests immer nur eintägig waren stellen sich mir nun Fragen wie: Brauche ich Schutz für die Pfoten (Schuhe)? Wie pflege ich die Pfoten am besten und mit welchen Mitteln tue ich das? Reicht es Salz in den geschmolzenen Schnee zu geben damit es kein mineralstofffreies Wasser bleibt? Und was mich am meisten beschäftigt ist: Was gebe ich ihr am besten zum fressen damit sie genügend Kalorien bekommt, aber das Gewicht des Futters nicht ins unermessliche steigt?

    Zum angedachten Termin wird sie 15 Monate alt sein. Sie soll nur nebenher laufen und keinen Schlitten/Pulka ziehen bzw. zusätzliches Gewicht tragen.

    Vielleicht kann mir ja jemand einige Erfahrungen die er gemacht hat mitteilen.

    LG Hagen

  2. Dauerbesucher

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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #2
    Wenn er mit Schuhen läuft und diese nicht ständig abfliegen, probier es. Aber warum willst du Salz auf die Pfoten streuen? Hypertonische Lösungen trocknen die Haut aus!!! Ich schmiere die Pfoten mit Melkfett ein, wenn sie gereizt sind. Aber das kommt meist eh nur vom Streusalz und nicht vom Schnee. Du kannst noch das Fell zwischen den Pfoten stutzen, da bilden sich bei manchen Hunden Eisklumpen, die unangenehm sein können.
    "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."
    Albert Einstein

  3. Anfänger im Forum
    Avatar von kirsten66
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    08.03.2013
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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #3
    Als Trockenfutter würde ich Welpenfutter kaufen, bekommen die trächtigen und säugenden Hündinnen auch und bringt viel Energie. Evtl. ab und zu noch Trockenfleisch, gibt es alles im Tierhandel. Zu den Pfotenschuhen kann ich nur sagen, meine beiden haben die Polarboots von Ruffwaer. Die sind allerdings sehr teuer ca. 120,- Euro. Ich weiß das die Huskys bei den Schlittenhunderennen Neoprenschuhe tragen, die ein viertel des Geldes kosten, habe sie aber noch nicht ausprobiert. Du kannst die Pfoten auch täglich mit Vaseline oder Melkfett einreiben, dann bilden sich auch keine Eisklumpen in den Zwischenräumen. Meine haben aber dennoch oft blutige Pfoten von unten daher bevorzuge ich Pfotenschuhe. Ein 15 Monate alter Hund kann aber schon einen Rucksack mit 2-3 Kilo tragen mußt ihn aber vorher dran gewöhnen, das gleiche gilt bei den Pfotenschuhen auch, sonst hast in da nachher stehen und er bewegt sich keinen Schritt vorwärts.
    Willkommen im Forum viele Grüße von Kirsten mit den Dobis.

  4. Erfahren

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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #4
    Ich glaube Hagen meint Salz ins Trinkwasser, und nicht auf die Pfoten. Meine Lena hat aber auch sehr gern aus der Regentonne getrunken, sogar bevorzugt! Ist ja auch quasi destilliertes Wasser wie geschmolzener Schnee. Von daher hätte ich keine so grossen Bedenken.
    Willkommen hier! Gruss aus Hamburg

  5. Gerne im Forum

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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #5
    Hallo,

    also meines Wissens dauert es schon eine ganze Weile bis Schnee od. Regenwasser den normal ernährten Körper entmineralisiert.
    Über die Nahrung nimmt man normalerweise reichlich Mineralien zu sich. Bei Nahrungsmangel sieht es dann natürlich anders aus - da würde der Schnee schon Schaden anrichten. Wenn dann würde ich auch lieber Mineral- bzw. Magnesiumtabletten mitnehmen - Kochsalz enthält nicht die "wichtigsten" Mineralien (z.B. kein Kalium). Normales Kochsalz nehmen wir eigentlich eher zuviel als zuwenig zu uns.
    Wenn mein Hund viel Nasenarbeit gemacht hat kommt ihm eine ordentliche Portion abgestandenes Regenwasser gerade recht - da ist schon ne Menge Leben drin . Ich habe ihm mal - als es ihm einige Tage schlecht ging und er nicht richtig trinken wollte - etwas Brühe ins Trinkwasser getan. Davon abgesehen, dass der Wassernapf ruckzuck leer war dürfte der Mineralgehalt darin relativ hoch gewesen sein. Wäre vielleicht auch eine Lösung, wenn du dir da Sorgen machst.
    Aber erfahrungsgemäß haben WIR draussen deutlich größere Probleme als Hunde .
    Was Laufleistung und Ausdauer angeht ist der Durchschnittshund dem Menschen sowieso extrem WEIT überlegen, aber auch was die Fähigkeit Mangelerscheinungen auszugleichen betrifft. Schlittenhunde z.B. gehören auf Langstrecken zu den schnellsten und ausdauernsten Säugetieren der Welt!
    Viel Spass mit dem Hund!

    Tschüss
    Ralf
    Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
    Mahatma Gandhi

  6. Anfänger im Forum
    Avatar von hagen1987
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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #6
    Vielen Dank für die Antworten!

    Ich werde mich jetzt mal ein bisschen durch die vielen Ratschläge testen. Trockenfleisch und Welpenfutter passt ja, denn beides wird von meiner Luna gern gefressen

    Ansonsten denke ich auch das wir weitaus größere Probleme mit dem Winter haben als die meisten Hunde.

    Es ist schön nicht mehr ganz ohne Infos/Erfahrungen dazustehen!

    LG Hagen

  7. Lebt im Forum
    Avatar von Sarekmaniac
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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #7
    Hallo Hagen,

    Im Wanderführer "Nordskandinavien" von Peter Bickel steht einiges zum (Winter)wandern mit Hund.

    Und (ich weiß ja nicht, wo in Lappland Du unterwegs sein willst): Diesen Faden kennst Du? Klick.
    Wir sind alle ein wenig beim Leben zu Gast
    Das Leben ist reine Gewohnheit
    (Anna Achmatowa)

  8. Anfänger im Forum
    Avatar von hagen1987
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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #8
    Hey!

    Ist zwar etwas verspätet, aber danke für den Tipp mit dem Buch. Das war echt sehr hilfreich und informativ. In ein paar Wochen kann es dann losgehen

    LG Hagen

  9. Erfahren

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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #9
    Nach dem schon die nächste Tour in Planung ist, schreit das hier nach einem kleinen Fazit. Da Hagen mit seiner Familie und seinem Nutztierzoo genug zu tun hat, wird der Alte sich mal dazu äußern wie es Luna so erging auf ihrer ersten Wintertour .
    1. Kälte war für Luna kein Problem, auch wenn es über Nacht nie unter - 14°C ging traue ich ihr mehr zu
    2.Futter fand ich nicht so optimal. Das Trockenfutter schmeckte ihr nicht so recht, erst recht mit dem Wissen, dass da noch tolle Leckereien in der Pulka verstaut waren.Meiner Meinung trank sie auch zu wenig, wollte aber auch nicht mehr, selbst wenn wir sie an offenes Wasser führten. Am Ende der Tour hatte sie sichtbar abgenommen.
    3.Kondition: Das war der Hammer....Ohne dieses Powermonster wäre die Tour so nicht machbar gewesen!!! Bereits am zweiten Tag gab ich Hagen zu verstehen daß ich meine Tourplanung in die Tonne kloppen kann. Schweren Herzens gab er seine Luna auf dem Ritakk ab. Von da an hat sie Hagens`Kumpel durch den Sarek gezogen. Sie tat das mit der Selbstverständlichkeit eines Schlittenhundes. Für uns ,und da waren wir uns einig, war Luna die Heldin der Tour! Gruß aus Hamburg
    Ein Wort noch zu den Booties. Luna fand sie untauglich und albern und zog sie nach zwei Kilometern aus ....ihre Pfoten können sowas ab sagte ihr Blick . So wars dann auch
    Geändert von Ulv (07.06.2015 um 15:43 Uhr)

  10. Fuchs

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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #10
    Na also, ein anständiger Hund mit entsprechendem Phänotyp schert sich nicht um -20 Grad, vor allem kein Retriever. Unser halber Retriever geht bei -15° noch schwimmen und rennt mit klimpernden Eiszapfen durch die Gegend.
    Ich bin ziemlich einfach. Ich trinke guten Wein, das ist konzentrierter Sonnenschein.

  11. Anfänger im Forum
    Avatar von hagen1987
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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #11
    Zitat Zitat von Ulv Beitrag anzeigen
    Nach dem schon die nächste Tour in Planung ist, schreit das hier nach einem kleinen Fazit. Da Hagen mit seiner Familie und seinem Nutztierzoo genug zu tun hat, wird der Alte sich mal dazu äußern wie es Luna so erging auf ihrer ersten Wintertour .
    1. Kälte war für Luna kein Problem, auch wenn es über Nacht nie unter - 14°C ging traue ich ihr mehr zu
    2.Futter fand ich nicht so optimal. Das Trockenfutter schmeckte ihr nicht so recht, erst recht mit dem Wissen, dass da noch tolle Leckereien in der Pulka verstaut waren.Meiner Meinung trank sie auch zu wenig, wollte aber auch nicht mehr, selbst wenn wir sie an offenes Wasser führten. Am Ende der Tour hatte sie sichtbar abgenommen.
    3.Kondition: Das war der Hammer....Ohne dieses Powermonster wäre die Tour so nicht machbar gewesen!!! Bereits am zweiten Tag gab ich Hagen zu verstehen daß ich meine Tourplanung in die Tonne kloppen kann. Schweren Herzens gab er seine Luna auf dem Ritakk ab. Von da an hat sie Hagens`Kumpel durch den Sarek gezogen. Sie tat das mit der Selbstverständlichkeit eines Schlittenhundes. Für uns ,und da waren wir uns einig, war Luna die Heldin der Tour! Gruß aus Hamburg
    Ein Wort noch zu den Booties. Luna fand sie untauglich und albern und zog sie nach zwei Kilometern aus ....ihre Pfoten können sowas ab sagte ihr Blick . So wars dann auch
    Ha ha, gut geschrieben.

    Das nächste mal wird sie ihr Zeug eventuell selber ziehen, aber das müssten wir dann noch üben. Was ich nächstes Jahr mit dem Futter mache, weiß ich auch noch nicht so richtig. Am Anfang hat es ja super geklappt ...
    Wenn Du mit Worten beschreiben kannst wo du bist, geh weiter!

  12. AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #12
    Mal diesen Thread ausgegraben, da er mir sehr relevant und passend erscheint.

    Ich möchte mit meinem Labrador im Januar für eine Woche in den Schnee, jedoch mit festem Camp und daher ohne große Strecken, bis auf kleine Erkundungstouren.

    Mein Hund ist zu diesem Zeitpunkt aber mit seinen 7-8 Monaten noch nicht ausgewachsen. Meint ihr das könnte ein Problem sein? Schleppen lassen tu ich sie nichts. Sorgen machen tun mir nur Kälte und kalte, nasse Pfoten.
    Neuseeland, Hiking & Fotografie hier.

  13. Erfahren

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    07.12.2009
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    Hamburg
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    AW: Wintertour in Lappland mit Hund

    #13
    Zitat Zitat von HammelHugo Beitrag anzeigen
    Mal diesen Thread ausgegraben, da er mir sehr relevant und passend erscheint.

    Ich möchte mit meinem Labrador im Januar für eine Woche in den Schnee, jedoch mit festem Camp und daher ohne große Strecken, bis auf kleine Erkundungstouren.

    Mein Hund ist zu diesem Zeitpunkt aber mit seinen 7-8 Monaten noch nicht ausgewachsen. Meint ihr das könnte ein Problem sein? Schleppen lassen tu ich sie nichts. Sorgen machen tun mir nur Kälte und kalte, nasse Pfoten.
    ...sorry war lange nicht mehr hier und der Januar ist vorbei ...Antwort wäre gewesen: oben besprochene Luna ist tendenziell eher wasserscheu, geschadet hat ihr das zwischenzeitliche Patschwetter auf der Tour nicht … meine Lena ein Labrador brach sich schon mal als Welpe mit 4 Monaten das Eis frei um etwas schwimmen zu können …. no problem für sie

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