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  1. Dauerbesucher
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    AW: [FR] Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #21
    Mitreisende: rockhopper
    Zitat Zitat von Enja Beitrag anzeigen
    Warst du in La Reole auf dem CP?

    Wir sind da auf dem Jakobsweg durch. Am Pfingstsamstag. Da platzte der Ort vor Leben aus allen Knopflöchern. Wahrscheinlich macht auch das Wetter viel aus.
    Ich war vom 5. auf den 6. Juli (Do/Fr) auf dem Campinplatz von La Réole. Die Straßen wie ausgestorben, das Wetter war OK,
    kein Regen an dem Spätnachmittag. Tristesse pur. Ich mag das ja auch, manchmal.



    Hier sind noch ein paar Impressionen, auf dem rechten Bild kann man gerade noch das Schild Chemin de Saint-Jacques
    erkennen. Ein Lokal unten an der Straße hatte auf, da bin ich dann nicht hin, weil ich mich dort nicht wohl gefühlt hätte.
    Noch ein Foto vom Campingplatz, ein schmaler langer Streifen.


    VG rockhopper
    Geändert von rockhopper (14.02.2014 um 18:12 Uhr)

  2. Dauerbesucher
    Avatar von rockhopper
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    AW: [FR] Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #22
    La Réole_Bordeaux

    Am nächsten Morgen, nachdem ich mein Rad gepackt hatte, fing es heftig an zu regnen. Zum Glück durfte ich den Regenschauer in dem Büro-Wohnmobil des Betreibers auf einem Sofa abwarten. Eilig hatte ich es ja sowieso nicht, da ich mir vorgenommen hatte, um das öde Durchfahren der Vororte zu vermeiden, den Zug nach Bordeaux zu nehmen. Der Bahnhof liegt etwa 3 Kilometer von der Altstadt entfernt, also relativ zentrumsnah.
    In Bordeaux angekommen, ging ich wieder zu der mir von meiner letzten Tour bekannten Touristen Info, um nach einem Hotel zu fragen.
    Die "günstigeren" Hotels in Bahnhofsnähe waren alle ausgebucht. Nach einigem Suchen, sagte die Dame dann zu mir, sie hätte da noch etwas, allerdings in der Altstadt. Für 50 €, meine ich mich zu erinnern, ohne Frühstück. Ich war froh doch noch etwas gefunden zu haben.
    Es war ein 1 Sterne Hotel, frisch renoviert, da hatte ich Glück! Das Haus ist so schmal, dass kein Platz für einen Frühstücksraum gegeben ist.
    Mein Fahrrad durfte ich am Fuße der Treppe am Geländer anbinden.
    Das Frühstück wurde mir vom Hotelbesitzer, einem älteren Herrn, persönlich in den 5. Stock hoch gebracht. Das war mir dann leicht unangenehm, dass er die vielen Stufen nach oben steigen musste. Ich wollte ein ruhiges Zimmer, und bekam eines der 3 Letzten im 5. Stock, ganz oben mit Blick in den "Hinterhof" hinunter. Einen Lift gibt es natürlich auch nicht. Das Treppen herunter gehen, dieses Treppenhauses, war für mich auch jedes Mal eine Herausforderung, da ich ja nicht schwindelfrei bin. Ich konnte immerhin von oben nach unten zu meinem Fahrrad sehen, ob es noch da ist. Um ihm einen weiteren Gang nach oben zu ersparen, habe ich mein
    Frühstücksgeschirr, nachdem ich gegessen hatte, in meine blaue Ortlieb Faltschüssel geschichtet, unter den Arm geklemmt, und nach unten getragen, wo mir dann ein Zimmermädchen mit erstauntem Blick, das Geschirr abnahm.



    Ich hätte gerne das Geländer lieber an der Wand gehabt, nicht in der Mitte, um mit einem langen Arm am Geländer, die Treppen hinunter zu
    steigen. Das Ganze noch mit einem mulmigen Gefühl.



    so etwas rührt einen doch irgendwie...
    Der Blick von meinem Fenster.
    Geändert von rockhopper (12.02.2014 um 22:22 Uhr)

  3. Anfänger im Forum
    Avatar von tob
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    AW: FR__ Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #23
    Zitat Zitat von rockhopper Beitrag anzeigen

    ...wieder mal verfahren...


    Den Weg links weiter zu fahren habe ich mich mit meinen Reifen nicht getraut,
    mit dem MTB und einem Navi eher. Außerdem wusste ich nicht wohin der Weg führt, womöglich weg von der Küste in die Landes, einem riesiges Waldgebiet. Also wieder zurück.
    Ich war letztes Jahr auch dort unten mit dem Fahrrad unterwegs. Und an genau dieser Stelle habe ich mich auch verfahren! Witzig!

  4. Dauerbesucher
    Avatar von rockhopper
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    AW: [FR] Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #24
    @tob
    .....dann bin ich doch nicht so verpeilt.......ich denke, so etwas passiert immer nur mir.
    Bist Du dann links weiter gefahren, oder wieder zurück geradelt?
    Gibt es vielleicht zu Deiner Tour auch einen Bericht? Wäre schön, denn zu dieser Gegend gibt es kaum etwas.

    VG rockhopper
    Geändert von rockhopper (12.02.2014 um 06:43 Uhr)

  5. Dauerbesucher
    Avatar von rockhopper
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    AW: [FR] Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #25
    Ich blieb dann noch 2 Tage um in der Stadt auf Erkundungs-Tour zu gehen. Zu Fuß.
    Hier noch zwei Fotos, 2011 bei Sonnenschein, 2012 bei Regen. Da kann man sehr schön sehen was Sonnenlicht optisch bewirkt.

  6. Anfänger im Forum

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    AW: [FR] Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #26
    Hallo Rockhopper, ein schöner Bericht. Was mir auffällt: viel Landschaft, viele schöne / interessante Häuser und Gebäude, ein paar Tiere und so gut wie keine Menschen. Gab es keine oder magst Du keine fotografieren?

    Schöne Grüße

    addi

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    AW: [FR] Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #27
    Zitat Zitat von addi Beitrag anzeigen
    Hallo Rockhopper, ein schöner Bericht. Was mir auffällt: viel Landschaft, viele schöne / interessante Häuser und Gebäude, ein paar Tiere und so gut wie keine Menschen. Gab es keine oder magst Du keine fotografieren?

    Schöne Grüße

    addi
    Ich habe natürlich auch Menschen fotografiert, für private Zwecke. Ich habe leider vergessen zu fragen, ob eine Veröffentlichung
    im Intenet gestattet ist, deshalbe lasse ich das bleiben, da ich nicht die Persönlichkeitsrechte verletzen will.
    Ein Foto, denke ich, kann ich veröffentlichen, da er eine Medienpräsenz hat. Somen Debnath aus Indien. Er hat eine Webseite und ist auch auf facebook.
    Wenn man seinen Namen googelt, findet man einige Seiten über ihn. Er ist noch immer auf Weltreise.
    Ich habe ihn am Canal du Midi zwischen Bordeaux und Toulouse getroffen. Auch 2 Schotten die den Canal du Midi fahren wollten. Am Atlantik habe ich Heidi aus Australien getroffen, die Freiburger, einen Engländer, der auch nach Lourdes fahren wollte, ein flämisches Ehepaar in Lourdes, einen Japaner mit viel Gepäck, der unbedingt viele Pässe in den Pyrenäen fahren wollte und noch ein paar weitere, wie auch den französischen Jugendarbeiter mit seinem selbst gebauten Liegerad.

    Geändert von rockhopper (13.02.2014 um 18:10 Uhr)

  8. Dauerbesucher
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    AW: [FR] Radtour 2012 Atlantik_Baskenland

    #28
    Bordeaux, meine Lieblingsstadt.


    Am Tag der Rückreise hatte es geregnet.



    Nach 7 Stunden Zugfahrt von Bordeaux nach Strasbourg, machte ich noch einen Übernachtungsstopp auf dem CP Montagne Verte, der ziemlich gut belegt war. Ich konnte mein Unna noch gerade so am Randstreifen aufbauen. Ursprünglich wollte ich mit dem TGV wieder zurück nach Stuttgart fahren, bekam aber keinen Platz für das Fahrrad. Macht nichts,
    ich bin ja flexibel. Deshalb war meine Idee am Rhein entlang nach Karlsruhe zu fahren, und von dort aus mit dem Regionalzug nach Stuttgart.
    Am nächsten Morgen, fuhr ich ins Zentrum und frühstückte noch in der Nähe des Doms. Dann ging das Problem los, ich hielt mich schön brav an
    die Radwegeschilder, und fuhr durch die Stadt, wunderbar, aber ich fand nicht den richtigen Weg nach Le Wantzenau. Völlig genervt, und
    mit Hilfe einiger Passanten hatte ich dann wenigstens die Richtung nach Norden. Le Wantzenau liegt 12 Kilometer von Straßbourg entfernt, da wollte ich erst mal hin. Das Dumme war, dass mir ein Radler auf dem Rennrad den Tipp gegeben hatte, einfach immer gerade aus zu fahren, anstatt den Radwegeschildern zu folgen, das wäre kürzer. Letztendlich bin ich in einem urwaldähnlichen Naturschutzgebiet gelandet, und nachdem dann auch noch ein Schild im Wald stand, dass der Zutritt nur für Befugte erlaubt ist, war mir klar, dass ich alles wieder zurück fahren musste.
    Als ich in Le Wantzenau ankam war ich schon 52 Km gefahren , Gut, dann hatte ich die Richtung ja wieder. Jetzt wollte ich nur schnell über den Rhein nach Deutschland, den Zug nehmen, und nach Hause. Es wurde mir gesagt, bei Gambsheim gibt es eine Rheinbrücke. Ich solle geradeaus fahren, an der ersten Abzweigung rechts, zum Rheindamm hoch, und weiter bis Gambsheim.
    Ich nahm die erste Abzweigung die sich anbot, und radelte zum Rheindamm der an dieser Stelle natürlich keine Auffahrt hatte. Unten entlang ging es glücklicherweise weiter, bis ich vor einem halboffenen Tor stand auf dem zu lesen war: Todesgefahr, betreten verboten. Ich stand vor der Teststrecke eines franz. Automobilherstellers. ...also wieder ein Stück zurück gefahren um an nächst bester Stelle mein Rad auf den Rheindamm hoch zu schieben.



    Unterwegs überholte ich einen Jogger, der mir auf meine Frage, wie weit es noch ist, mit 4 Kilometer, antwortete.
    Na gut, das werde ich auf dem Schotter noch schaffen, nach mühsamen 3 Kilometer, stand ich vor einer unüberwindbaren Sperre. Route Barrée Mit einer Stinkwut fuhr ich zurück, und meckerte den Jogger, den ich wieder überholte, im vorbei Fahren an, ob er von der Sperrung nichts gewußt hätte. ...wieder zurück gefahren. Ein freundlicher Herr auf dem Rennrad, den ich unterwegs traf, lotse mich "fast" bis zur Brücke. Nach dem Kreisverkehr rechts, und dann immer gerade aus, dann kommen sie nach Deutschland, war seine Aussage. Bis dahin waren es noch ein paar Kilometer. Was er mir verschwiegen hatte, dass das eine Kraftfahrstaße ist.
    Alternativen gab es in unmittelbarer Nähe nicht. In meiner Verzweiflung holte ich mir Rat von einem Franzosen, der gerade in seinem Garten arbeitete. Seine Antwort: Och, da können sie ruhig fahren, das machen alle,.....wenn sie keine Angst haben. Mit großer Überwindung und schlechtem Gewissen, das Kraftfahrstraßenschild ignorierend, ich seh‘ das einfach nicht, fuhr ich dann stur an der Kante der Straße lang.
    Es war kein Vergnügen. da ordentlich Verkehr war. Dann kam die Rheinbrücke, die ich schiebender Weise am Rande überquerte. Von der Grenze
    nach Achern waren es noch gut 14 Kilometer auf einer sehr stark befahrenen Straße. Ob das eine Bundestraße war Irgendwann sah ich auf der anderen Straßenseite hinter der Hecke einen Hut "fahren",
    das war die Rettung, denn hinter der Hecke war ein Radweg. Mit allergrößter Vorsicht querte ich die Straße, und konnte danach
    erleichtert und entspannt auf dem Radweg nach Achern zum Bahnhof fahren. Von da aus ging es problemlos mit dem Zug nach Hause.

    Fazit: Eine meiner schönsten Solo-Radtouren, bis auf den letzten Tag.
    Geändert von rockhopper (18.02.2014 um 10:06 Uhr)

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