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  1. Neu im Forum

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    Kajakwahl und Qual?

    #1
    Hallo,
    ich brauch da mal Empfehlungen.
    Orientiere mich nach über 20 Jahren Canadierfahren (MadRiver Lamoille) in Richtung Kajak um.
    Befahrensgebiete bisher kleine und große Flüsse und auch Seen klein und groß bis hin zu Dalsland.
    Wohl klassische Situation: Kinder aus dem Haus, großer Dampfer für Alleintransport zu schwer und für Soloeinsatz nicht geeignet. Aber: Bessere Hälfte liebäugelt gleichfalls Richtung Kajak!!

    Meine kargen Recherchen lieferten bisher folgende Angebote (alles "Lettmänner"):
    Arctic oder Atlantik für mich, Kombi für die bessere Hälfte. Leider keine Altersangaben zu den Booten.

    Wer kann bitte Informationen geben zu diesen Booten und den unterschiedlichen, bauzeitbedingten Eigenschaften und woran erkenne ich diese Unterschiede?

    PS: Fahre nächstes Wochenende aus anderen Gründen zufällig zu dem Standort dieser Kajaks und werde sie besichtigen (350 Km); vielleicht erfahre ich ja schon vorher einiges . . .

    Gruß an die Gemeinde
    Juppes

  2. Erfahren
    Avatar von Pannacotta
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    AW: Kajakwahl und Qual?

    #2
    Zitat Zitat von Kingfisher Beitrag anzeigen

    Meine kargen Recherchen lieferten bisher folgende Angebote (alles "Lettmänner"):
    Arctic oder Atlantik für mich, Kombi für die bessere Hälfte. Leider keine Altersangaben zu den Booten.
    Meine karge Recherche ergibt zumindest für den Arctic etwas in Richtung grosser Dampfer Ob Du damit auf kleinen Flüssen...

    Als wir uns nach Kajaks umgetan haben, sind wir zu einigen Bootstests gegangen und haben einfach verschiedene Boote ausprobiert. Da hat sich dann ziemlich schnell rausgestellt, daß ich doch lieber Kanadier, Frau aber Seekajak fahren will.
    Bei einem Händler gabs dann die Möglichkeit, ein Seekajak der engeren Wahl mal im Urlaub 10 Tage ausführlich zu testen.
    In diesen 10 Tagen am See hat Frau ihre Technik soweit verbessert, daß sie lieber ein schnelleres Boot haben wollte.

    Also: probieren, probieren und erst das dritte oder vierte Boot kaufen. Und ein Tip: wenn man gemeinsame Touren unternehmen will, sollte der schwächere Partner das schnellere Boot fahren.

    Viel Erfolg bei der Bootssuche wünscht
    Florian

  3. Administrator
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    Avatar von willo
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    AW: Kajakwahl und Qual?

    #3
    Wenn DU noch nicht genau weisst wohin die Reise geht und noch nicht sicher bist ob Du nur ein paar gemütliche Touren am Wochenende fahren willst oder auch mal eine Langstrecke in Angriff nehmen möchtest würde ich eher zu einem Eski raten wenn es Lettmann sein soll. Vor allem da Du ja schon Erfahrung auf dem Wasser hast. Sehr universell zwischen gemütlich Paddeln und sportlich Strecke machen liegt der Eski 530.
    Meine Fotos ziehen um: http://500px.com/baryt/sets

  4. Neu im Forum

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    AW: Kajakwahl und Qual?

    #4
    Moin Ihr Nachteulen,
    danke für die Tips. Schau mich weiter um.
    Vor 2 Jahren hatte ich die Gelegenheit, einige Kajaks in einem Testcenter auszuprobieren. Habe mir damals leider keine Notizen gemacht. Jetzt ist mir die Jahreszeit zu lausig für Tests auf dem Wasser.

    Ich suche auch weiter nach Erfahrungsberichten zu den genannten Kajaks.

    Kingfisher

  5. Erfahren
    Avatar von Wesertom
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    AW: Kajakwahl und Qual?

    #5
    Hallo Kingfisher,

    ich kenne die drei von dir genannten Booten aus dem Verein, bin aber selber nur den Atlantik gefahren.

    Generell gilt, dass die drei Lettmannmodelle alle einmal (ich vermute so, um die Jahrtausendwende) überarbeitet wurden.
    Die haben im Namen dann den Zusatz Expedtition, glaube ich. Außerder der Combi, der heißt dann Combi 2002. Diese neuen Version haben auch Lukendeckel und neue Sitze. Die alten Version haben "nur" die Lettmannsitzschalen. (alle Angaben ohne Gewähr )

    Die Beschreibung der letzten Modellversion findest Du unter

    http://www.lettmann.de/catalog/index.php/cPath/109 ->arctic
    http://www.lettmann.de/catalog/index.php/cPath/140_110 -> atlantik, combi

    Zum Atlantik:
    Der alte Atlantik ist trotz seiner 5 m Länge pfeilschnell, läuft richtig gut. Hier finden auch großgewachsene Menschen Platz, ist aber nicht mit den heutigen High-Volume-Booten mit Big-Deck zu vergleichen. Ist für (blutige) Anfänger meiner Meinung nach eher ungeeignet, da recht kipplig, schwer zu kanten (subjektiv geringe Anfangs- und Endstabilität). Der neue Atlantik ist 15 cm kürzer und soll deutlich entschärfter sein. Wenn man (insbesondere mit der alten Version) klar kommt, ein gutes Boot.

    Zum Combi:
    Auch recht fott für die Länge, klassisches Tourenboot für den leichten bis mittelschweren Paddler. Durch die Maße ist das Kajak in die Kategorie eierlegende Wollmilchsau einzusortieren. (Heutiger Trend ist ja eher mehrere Boote zu haben bzw. das Spezialboot für den häufigsten Fall)

    Zum Arctic:
    Hier kenne ich nur den Zweier, der ist toll, läuft gut. Der Einer ist wohl ein recht ordentliches, gutmütiges Seekajak.
    Was jetzt für den Eski 530, aber gegen den Arctic spricht, verstehe ich nicht ganz (außer die 5 cm Länge).

    Also alles keine schlechten Boote, welche gebraucht, insbesondere die alten Versionen, gut zu bekommen sind.
    Ich kenne dein Einsatzgebiet nicht, aber Tests sind aus meiner Sicht sinnvoll. Wenn Du nach einer Saison merkst, dass die Boote nichts für Euch sind, dann bekommst Du alte Möhren auch wieder ohne großen Wertverlust verkauft.

    Gruß
    Tom

  6. AW: Kajakwahl und Qual?

    #6
    Servus Kingfishrer,
    meine Kajakerfahrungen liegen weit hinter meinen Canadierkenntnissen und beschränken sich dagegen auf relativ wenige Modelle (incl. Luftboote und Falter). Die von Dir gefragten kenne ich auch nur vom Sehen.
    Warum ich trotzdem schreibe ...
    ich denke, wenn Du eh demnächst in der Nähe bist, die Boote gut in Schuss sind und der Preis passt, kannst Du einfach mal zuschlagen. Ich für meinen Teil gewöhne mich recht schnell an ein Boot und wenn es mal gar nicht passt, kann man ein günstig gekauftes Gebrauchtboot auch wieder verkaufen, ohne viel zu verlieren.
    Sonst sind die genannten Tipps, viele Boote ausgiebig zu testen natürlich die beste Option, wenn Zeit und Gelegenheit das zulassen.

    LG
    Max

    Edit:
    Da war ich wohl zu langsam und deutlich weniger informativ
    Schöne Grüße
    Max

    Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur vieeeel krasser.

  7. Liebt das Forum
    Avatar von Prachttaucher
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    AW: Kajakwahl und Qual?

    #7
    Wenn Du sie günstig bekommst, kannst Du natürlich damit erstmal probieren und ggf. wieder weiter verkaufen. Ansonsten würde ich eher empfehlen erstmal ein/ zwei kleine Urlaube mit Leihbooten z.B. Mecklenburgische Seenplatte zu verbringen.

    Zu Lettmann kann ich selber wenig sagen, da ich persönlich beim gemütlichen Wasserwandern in den Sitzen von Prijon besser sitze. Es gibt bei den Seekajak-Fahrern allerdings die Ansicht, daß man garnicht zu bequem sitzen soll, sondern mehr paddeln. Und was ich auch noch überlegen würde : Die Material-Frage, für manches ist HTPE besser, aber auch schwerer, GFK ganz gut zu reparieren...

  8. Fuchs

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    AW: Kajakwahl und Qual?

    #8
    Bootsdaten auch älterer Modelle gibts teilweise auch in der Bootsdatenbank von 4-paddlers. Das Portal ist zwar eigentlich eher auf Wildwasser ausgerichtet, aber offenbar gibts dort Leute die Spaß daran haben umfassend sämtliche Modelle aus den Herstellerkatalogen einzutragen - und erfreulicherweise lassen sich alle dort gelisteten Boote mit recht differenzierten Suchkriterien umgraben, so daß du eine Chance hast, dort auch weitere in Frage kommende Kandidaten anhand von Vorauswahlen wie Material, Länge, Breite des Boots, der Luke, Gewicht.... zu entdecken.

    Ich denke daß es durchaus clever sein kann, entweder bei günstigem Preis sofort zuzufassen und die Saison mit den Booten zu fahren, um so festzustellen ob man was anderes will oder obs paßt, je näher die Schönwetterpaddlersaison rückt desto höher werden die Gebrauchtpreise - oder aber tatsächlich zu warten bis zwischen Ostern und Pfingsten die diversen Bootstest-Veranstaltungen von Händlern wie Globi, Schröer, La Canoa, Gadermann.... stattfinden und dort Boote probezufahren sowie die Saison mit Leihbooten von Händlern zu fahren, die in solchen Fällen oft auch die Leihgebühr bei einem nachfolgenden Kauf anrechnen und auf diese Art die Zeit verschaffen auf ein preislich akzeptables Angebot warten zu können.

    Auch das Buchen eines Technik- und Sicherheitskurses für Wanderpaddler bei dem Boote gestellt werden und ggf auch verschiedene ausprobiert werden können wäre eine Option, um bei der Entscheidung sicherer zu werden.

    Insgesamt sind auf dem Gebrauchtmarkt besonders die Boote von Herstellern die einen guten Ruf hinsichtlich Haltbarkeit und Robustheit auch bei älteren Booten haben und die Boote die eher als Allrounder gelten vergleichsweise preisstabil, so daß das Verlustrisiko bei einem Wiederverkauf nicht sehr groß ist - es sei denn du schaffst es durch grobe Mißhandlung deutliche Gebrauchsspuren oder gar Schäden zu verursachen.

    Was du nochmals überprüfen solltest: Wie oft/wieviele Tage würdest du auf einem großen Fluß (wie Rhein, Weser, Elbe) oder einem Seensystem (Meckpomm, Dalsland) fahren, und wie oft wären eher Flüsse wie Fulda, Werra, Sieg, Lahn das Ziel, an denen es auch schmalere Stellen, Baumhindernisse, SB-Schleusen, Wehre etc gibt? Findet ersteres nur einmal jährlich auf der 8 bis 14tägigen Urlaubstour statt, während du letzteres für mindestens eine Tagestour monatlich sowie alle 2 Monate eine Wochenendkurzflucht von 2 bis 4 Übernachtungen ins Auge faßt, ist ein "Schlachtschiff" jenseits der 4,50m definitiv nicht das Boot der Wahl - das kriegt man nur mit guter Technik ausreichend wendig um die Ecken, vom hohen Leergewicht im Vergleich zu den für kleine bis mittlere Flüsse üblichen wendigen Tourern im Bereich zwischen 3,80m und 4,50 Länge das du im Fall von Umtragungen etc verfluchen wirst mal ganz zu schweigen.. Oder du darfst schon mal über die Anschaffung einer Flotte nachdenken.

    Ich halte beim "Erstboot" viel davon, es vor allem passend zu den Gewässern vor der Haustür anzuschaffen - denn es ist vergleichsweise einfach, für eine üblicherweise ja längerfristig geplante Urlaubsreise auf einem bestimmten Gewässer einen Verleiher aufzutreiben bei dem man sich vor Ort das optimale Boot leihen kann, oder wenn das nicht geht schon zuhause eins extra für diese Tour zu leihen und mitzunehmen. Meist sind die Langzeitmieten auch preiswerter als die für Tagestouren oder Wochenenden. Kommt man Freitag abend auf die Idee daß das Wetter ja toll ist und man gern am Samstag/Sonntag eine Kurz- oder Tagestour in der Nachbarschaft machen will, ist die Spontanität sowie die verbleibende Paddeldauer durch Öffnungszeiten von Verleihern oder Zeitaufwand für Bootsbeschaffung/-Rückgabe (sowohl Telefonate als auch zusätzliche Fahrerei etc) doch eher eingeschränkt im Vergleich zu "Ich geh raus, schmeiße meine eigenen Boote aufs Autodach und fahre los". Also: Was hast du vor der Türe, wo würdest du paddeln wollen, was brauchst du für diese Gewässer für ein Boot?

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