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  1. Erfahren

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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #41
    OT: Also dann: Konzentration auf die "Guten"

  2. Erfahren
    Avatar von Wesertom
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #42
    Kurz zum Thema Schwimmweste:

    Teilweise steht in der "Gebrauchsanweisung" der Hersteller, dass man die Dinger nicht als Kopf- oder Sitzkissen missbrauchen soll. Gründe wurden von Max schon genannt,
    Desweiteren altern die Dinger auch, soll heissen nach 10 Jahren (so Secumar z.B.) lässt der Auftrieb merklich nach. Und dass ist nicht nur nachlaberei, wir haben bei unserem Kentertraining im Hallenbad die alten Vereinswesten getestet. Mit einigen konnte man sehr gut tauchen

    @Luzifer: Max ist nun wirklich im Forum für seine fundierte, sachliche Meinung plus freundlichem Umgangston bekannt. Wenn man aber jemanden direkt ans Bein pinkelt, dann soll es m.M. möglich sein, auch etwas forscher zu antworten.

    Allen einen lieben Gruß
    Tom
    Geändert von Wesertom (03.02.2014 um 10:15 Uhr)

  3. Erfahren
    Avatar von Keuner
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #43
    Bei uns ist mit den Kindern nicht so sehr die Gefahr, dass etwas zweckenfremdet wird - eher der Verlust durch "helfen wollen"
    Einige sagen ja man soll den Kindern Badmintonschläger etc. anstatt Paddel geben damit man nicht selber ausgebremst wird - meine würden das sofort durchschauen. Gibt es da kleine Stechpaddel bei denen man nicht so stark ausgebremst wird und wie würde man die sichern, dass die nicht wegschwimmen falls Kind es mal fallen lässt.

    @Schnapsmax
    Danke für die wertvollen Informationen zum Thema Rettung aus dem Kanadier.

  4. Lebt im Forum
    Avatar von derMac
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #44
    Zitat Zitat von Schnapsmax Beitrag anzeigen
    Eine Schwimm- oder Rettungsweste braucht man z.B wenn man...

    ... durch das Eintauchen in's Wasser eine Schockreaktion erleidet und dadurch unfähig ist, sich selbst zu retten.
    Dafür ist i.d.R. ein Kälteschock verantwortlich. Es kann auch kaltes Wasser in den Gehörgang eindringen, das den Orientierungssinn völlig außer Kraft setzen kann. Ein so verwirrter Schwimmer schwimmt dümmsten Falls zum Grund statt zur Oberfläche. Mit einer Weste geht das natürlich nicht und in der Nähe befindliche Personen können den Schwimmer umdrehen!

    ... durch einen Schlag auf den Kopf das Bewusstsein verliert.
    Unfall mit einem anderen Boot (auch Motor / Segelboot) oder der Kopf knallt auf den Süllrand, einen Stein, Bugsteven trifft Schwimmer,.... Der beste Schwimmer ersäuft, wenn er bewusstlos ist!
    Wenn schon Zeigefinger, dann richtig. Und nicht Schwimm- und Rettungswesten in einen Topf werfen.

    Schwimmwesten sind Schwimmhilfen. Sie helfen beim Schwimmen Kraft sparen indem sie den Torso automatisch an der Wasseroberfläche halten und viel mehr nicht (mal von den Henkeln für die Retter und einem gewissen Prellschutz abgesehen). Ein Verunglückter, der nur noch extrem eingeschränkt oder gar nicht mehr handlungsfähig ist braucht eine Rettungsweste. Das sind die mit dem ausgeprägten Kragen. Nur die hält nämlich einigermaßen sicher den Kopf mit dem Gesicht nach oben über Wasser, so dass man nicht ertrinkt. Die Dinger sind aber beim Paddeln nervig, deshalb trägt sie praktisch kein Paddler. Es gibt sie aber auch in selbstaufblasend, dann tragen sie sich sehr angenehm, aber es muss natürlich irgendwer dazu kommen, den Aufblasmechanismus auszulösen. Die automatisch bei Wasserkontakt auslösenden sind zum Paddeln aus naheliegenden Gründen nicht geeignet. Wer jetzt was tragen sollte muss jeder selbst wissen, da erspar ich mir mal Vorschläge, aber die Funktionsweise sollte schon klar sein.

    Mac

  5. Erfahren

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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #45
    Zitat Zitat von Keuner Beitrag anzeigen
    Gibt es da kleine Stechpaddel bei denen man nicht so stark ausgebremst wird und wie würde man die sichern, dass die nicht wegschwimmen falls Kind es mal fallen lässt.
    Selber machen. Wir haben den Kindern Minipaddel gebaut, vielleicht kann ich die mal fotografieren und einstellen. Die Kinder lieben natürlich das Original - und klar, mit Badmintonschlägern die Kids verarschen, wär glaub ich nicht der richtige Weg. Wir haben kurze Bändel an die Enden als Handgelenkschlaufen gemacht.

    Ausbremsen oder nicht - den Kindern hats schon enorm Spass gemacht, mitzu"löffeln"

  6. Fuchs
    Avatar von wilbert
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    kinderpaddel

    #46
    ...die lackierung ist ein wenig dünn, ansonsten ist das paddel ok.
    https://www.globetrotter.de/shop/gre...rpaddel-113347

    zum sichern, nehmen wir einfach ein stück gummilitze, mit einer schlaufe.
    meist fahren die kinder jedoch ohne "sicherung".

    lg. -wilbert-

  7. AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #47
    N'Abend,

    danke für die netten Worte und danke auch an Mac, für den richtigen Hinweis mit den Unterschieden der Westen (auch wenn leider längst nicht alle Rettungswesten einen Schwimmer so zuverlässig auf den Rücken drehen und man vorher nie weiß, welche Weste man hinterher gebraucht hätte).
    Jedenfalls ist egal welche Weste besser als keine, da ein Lebloser ohne einfach weg ist, während man mit noch eine Chance hat, gerettet zu werden, bevor es zu spät ist.
    Der Faden ist aber inzwischen ziemlich entglitten (wozu ich selbst reichlich beitrug ) und mein Post war tatsächlich gar nicht böse gemeint. Ich konnte das nur nicht so stehen lassen und war auch über den "Ton" etwas angep... .
    Was mich allerdings schon noch interessieren würde ist, woher Du, Luzifer, die Kenntnis nimmst, wie gut ich anderen was vermitteln kann und wie Deine Qualifikation ist. Du musst mich ja recht gut kennen. Schön wäre es, wenn es dann auch endlich mal ohne Pöbelei und sachlich klappt. Du scheinst es ja besser als ich zu können, was ja durchaus sein kann, da ich noch kein Kanu-Lehrer bin, sondern gerade versuche, einer zu werden.

    Schöne Grüße
    Max
    Schöne Grüße
    Max

    Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur vieeeel krasser.

  8. Erfahren
    Avatar von Keuner
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #48
    Nachdem Wesertom das mit dem Westenalter geschrieben hat, habe ich mal nachgesehen von wann die vorhandene Weste für die Kinder ist und sie ist 10 Jahre alt - auch wenn sie nicht so aussieht. Werde da also kein Risiko eingehen und nicht nur eine, sondern gleich 2 neue bestellen.
    Sprich was dagegen diese Lalizas hier zu kaufen oder sind die nicht empfehlenswert? Kinder sind 16 und 20 kg schwer.
    Geändert von Keuner (27.01.2014 um 20:25 Uhr)

  9. Erfahren

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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #49
    OT: hab das leider noch nicht völlig klar begriffen, was genau hier im Forum OT ist und was nicht, weil, irgendwie, gibts hier ziemlich viel OT, und das ist sogar oft recht amüsant, wohingegen die Eingriffe der Moderatoren manchmal ein wenig, nun ja, rabiat wirken...
    Geändert von EisSchrauber (28.03.2014 um 18:09 Uhr)

  10. Erfahren
    Avatar von Keuner
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #50
    Wow tolle Handarbeit! Was war die Basis für die Paddel - ein einfaches Brett und dann mit Bootslack lackiert?

    Das heißt für 4 bis 6 jährige wäre ein 90er Paddel okay?

  11. Erfahren

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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #51
    Zitat Zitat von Keuner Beitrag anzeigen
    Das heißt für 4 bis 6 jährige wäre ein 90er Paddel okay?
    Wahrscheinlich schon, wenns den Kindern zu lang ist greifen sie einfach nicht oben am Paddel sondern irgendwo am Griff...

    Übrigens war das gar nicht so viel Arbeit.
    Basis war immer ein ca. 3cm starkes Fichtenbrett.
    1. Form zeichnen und mit der Stichsäge oder Bandsäge aussägen
    2. groben Querschnitt mit geeignetem Werkzeug rausarbeiten, wahlweise Hobel, elektrohobel, Hobel, Kreissäge, Bandschleifer
    3. Feinere Konturen mit BAndschleifer, dann feinschleifen mit Rotex oder Schwingschleifer
    4. Nachschleifen mit Hand
    5. ca. 4-8 mal mit Bootslack lackieren (Zwischenschliff notwendig)

    Vom Arbeitsaufwand her, verglichen mit einem Kinderpaddel von 29,90 natürlich kompletter Unsinn. Aber ich hab das Gefühl, dass die kinder solche selbstgemachten sachen und damit die Aufmerksamkeit, die man ihnen zuteil werden lässt, unendlich wertschätzen (zumindest tief innen - manchmal siehts aussen ganz anders aus, v.a. in der Pubertät)

    Und - vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich den Arbeitsaufwand wahrscheinlich unterschätze, da ich Profi bin und über viele dieser Maschinen und Techniken verfüge... Aber es lohnt sich immer, sowas zu versuchen, es entsteht eine ganz andere Bindung zu den Dingen.

  12. Erfahren
    Avatar von Wesertom
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #52
    Hi Keuner, die Westen von Decathlon kenne ich konkret nicht, aber die sehen doch gut aus. Bis jetzt war ich mit den Decathlonprodukten immer zufrieden. Ich würde ggf. an die alten Westen wenn möglich mal entsprechendes Gewicht anhängen (mit Kindern die nicht schwimmen können, ist halt schwierig). Vielleicht tut sie es ja doch.

    Gruß
    Tom

    P.S. Die Vereinswesten waren bestimmt über 20 Jahre alt.

  13. Erfahren
    Avatar von Keuner
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #53
    Oh ja, das mit den selbstgemachten Paddeln ist sehr schön aber werde ich von der Zeit her nicht schaffen - aber vielleicht ein Projekt für Opa.
    Werde dann wohl die Westen für die Kids bei Decathlon bestellen.

  14. AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #54
    Hi Keuner,
    ich denke, dass diese Westen schon passen, kenne sie aber auch nicht aus der Praxis.
    Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, teste im seichten Wasser, wo die Kinder stehen können, ob die Weste die Kinder wirklich in die gewünschte Lage dreht. Wie ich aus berufenem Munde hörte. gewährleisten das nicht alle Rettungswesten.
    Sicher ist es auch nicht schlecht, die Kinder mit den Westen mal rückenschwimmen zu lassen (brustschwimmen geht ja kaum, wenn die Teile funzen ), dass sie schon mal wissen, wie sich das mit dem Teil anfühlt. Kann man sicher ein nettes Spiel draus machen.

    @ EisSchrauber:
    Tolle Kinderpaddel
    Schöne Grüße
    Max

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  15. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #55
    Sprich was dagegen diese Lalizas hier zu kaufen oder sind die nicht empfehlenswert? Kinder sind 16 und 20 kg schwer
    Schwimmwesten-threads hatte wir schon viele mit Darstellung aller Vor- und Nachteile. Aber kurze Antwort:

    Feststoff-Rettungswesten sind für Kinder ideal: preiswert, funktionssicher und ohnmachtssicher. Aber nur, wenn sie nur mitfahren und nicht selbst mitpaddeln. Wenn man sich bewegen muß, sind Feststoff-Rettungswesten hinderlich und oft zu warm. Da hat man ständig zwei dicke Kissen vor der Brust und einen dicken Kragen. Wenn die Kinder nur dasitzen und mitfahren, stört das nicht.
    Kinder, die mitpaddeln, brauchen die gleichen Westen wie Erwachsene, also die üblichen Kanu-Schwimmhilfen oder sonst automatische oder halbautomatische Kinder- Rettungswesten.
    Bei den Feststoff- Rettungswesten gibt es welche mit weicherem Schaum verteilt auf viele kleine Auftriebskörper. Die erhöhen die Beweglichkeit und sind angenehmer zu tragen. Sonst kann man da nicht viel verkehrt machen. Schaue mal außer bei Declaton auch bei den Segel- Ausstattern:
    http://www.awn.de/Technik/Sicherheit...avo+Print.html
    http://www.compass24.de/sicherheit/r...FYJP3godXG0A8g
    http://www.segelservice.com/Rettungs...FUwd3godUgsAuQ
    Gruß Ditschi

  16. Fuchs

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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #56
    @Unterkühlungsrisiko als wesentliches Entscheidungskriterium für Kleidung und Westen-Auswahl

    Kinder unter 10 Jahren sind aufgrund ihres geringen Körpergewichts sehr viel schneller unterkühlt und handlungsunfähig als Teenager oder Erwachsene, bei denen das Verhältnis Körpervolumen zu Hautoberfläche etwas "günstiger" ist. Was natürlich nicht als Empfehlung zu verstehen ist Kinder zwecks Kälteschutz zu kleinen "Kampfkugeln" heranzuziehen

    Wer sich klarmacht, daß übliche Fluß- und Seetemperaturen in Deutschland im Sommer zwar meist nicht unter 10 Grad liegen (außer in "Spezialfällen" wie schnellfließende Flüsse im Gebirge mit Gletscherspeisung oder tiefe große Seen besonders nach Stürmen die kälteres Wasser nach oben gebracht haben), aber auch nur selten wesentlich über 18 Grad hinauskommen, erahnt schnell daß bei dieser Wassertemperatur schon für einen Erwachsenen eine längere Schwimmeinlage nicht ganz ohne ist. Bei Erwachsenen spricht man bei normaler Sportkleidung/Badekleidung ohne Kälteschutz/Nässeschutzfunktion von Wassertemperatur in Celsius = Handlungsfähigkeitsdauer in Minuten als faustformel. Macht also irgendwas zwischen 10 und 20 Minuten. Für ein Kind würde ich annehmen daß 10 Minuten im Wasser gerade in einer Notfallsituation die ja auch mit Stress und Angst verbunden ist auch bei deutlich mehr als 10 Grad Wassertemperatur schon recht riskant werden. An dieser Stelle sollte also nicht nur über die Auswahl der Weste, sondern gerade bei größeren Gewässern (längere Wege zum Ufer bzw Zeitbedarf für einen Wiedereinstieg mitten auf dem See!) auch über Neopren etc als Bekleidung nachgedacht werden. Besonders bei schlechtem oder unstabilem Wetter keine uferfernen offenen windausgesetzten Querungen. Geht es auf spritzigere Gewässer wo in Schwällen bzw in Brandungswellen auch mal ordentlich Wasser übers Boot spritzen kann ist Neopren für Kinder unumgänglich, und bei Wassertemperaturen unter 10 Grad würde ich in einem solchen Fall kein Kind unter 10 mitnehmen, auch nicht mit Neo und allem Drum und dran.

    @Westenarten

    Eine Automatikweste kommt beim Paddeln generell wegen des Risikos von "Fehlauslösungen" durch zufälligen Wasserkontakt nicht in Frage. Eine Automatikweste für ein Kind durch Entnahme der Salztablette zur Halbautomatikweste umzufunktionieren würde ich ausschließen, da bei einer Halbautomatik das Kind die Weste nach einem Fall ins Wasser selber auslösen müßte. Besonders solange das Kind noch klein ist (unter 10) , wenig Übung hat mit der Sportart an sich und selber eher "mitfährt" als aktiv Kanu-Sport macht, sprich auch mal im Boot vor sich hinträumt oder gar schläft, hätte ich da größte Zweifel ob im Notfall das Kind wirklich die beigebrachten Handgriffe sicher und schnell genug hinkriegt. Und bei einer Tour auf der der/die begleitende(n) Erwachsene(n) nicht nur ein Kind, sondern zwei oder drei, sowie ein oder mehrere Boote, Paddel, sich selber, eventuell auch noch abschwimmende Packsäcke im Auge und im Griff behalten müssen, wäre mir das ein Risikofaktor den ich mir sicher nicht antun wollte. Außerdem haben diese Westen auch den Nachteil, daß sie eben keinen Schutz vor auskühlendem Wind bieten, wenn das Kind (evtl überwiegend inaktiv) im Boot sitzt oder liegt. Da hat Ditschi völlig recht, das einzig praktikable für Kinder sind im Kajak oder Canadier Feststoffwesten.

    Die Frage ob nun Rettungsweste (sprich mit ohnmachtssicherem Kragen und "umdrehfunktion") oder "nur" Schwimmweste, sprich reine Auftriebshilfe entscheidet sich daran ob das Kind schwimmen kann oder nicht. Ist das Kind Nichtschwimmer oder beherrscht allenfalls ein bißchen "Hundepaddeln" geht nichts an einer richtigen Rettungsweste vorbei. Selbst wenn der Kragen oder die Auftriebspolster beim Mitpaddeln hinderlich sind. Auch bei den ganz Kleinen, die sehr wahrscheinlich noch recht viel im Boot liegend schlafen werden gibt es keine Alternative zur Rettungsweste.

    Soweit ich sehen konnte gibt es Schwimmwesten frühestens ab 30kg Körpergewicht. Darunter offenbar ausschließlich Rettungswesten mit Kragen etc.

    Was ich bei den Westen von Decathlon problematisch sehe ist zweierlei: Zum einen verstehe ich nicht ganz wie das Schnallensystem des Brustgurts verriegelt - es ist offenbar ein völlig anderes System als das was beispielsweise die von Ditschi verlinkten Westen von Secumar haben. Wenn du die kaufst, schau dir die Handhabung des Mechanismus genau an und achte darauf ob ein Kind möglicherweise den Gurt lockern oder die Schnalle öffnen kann weil es das Ding unbequem findet ohne daß du das mitkriegst, so daß ein Retter im Ernstfall die Weste aus dem Wasser zieht, während das Kind wieder ins Wasser plumpst, oder das kind die Weste schon beim Ins Wasser fallen verliert.

    Auch die Tatsache daß das Größenraster recht grob ist (die gleiche Weste für 15 bis 30kg!) sollte man sich genau ansehen. Wenn die Weste so weit ist, daß sie auch bei maximalem zuziehen der Gurte nicht festsitzt ist sie ungeeignet. Gleiches gilt wenn sie zu lang für den Oberkörper ist und der Schrittgurt gar nicht weit genug verkürzt werden kann. Zieh das Ding deinen Kindern an und versuch mal die Weste wenn die Gurte gut eingestellt sind als "Trockenübung" im Schulterbereich hochzuziehen bis der Schrittgurt wirklich nicht mehr höher kann und schau dir an wohin das die Arme des Kindes zwingt. Wenn das Kind nun zwangsweise die Arme überm Kopf halten muß als ob ihm jemand beim Pullover ausziehen hilft, paßt die Weste nicht - denn der Auftrieb würde im Wasser auch die Weste nach oben zerren bis der Schrittgurt Vollkontakt hat und es nicht mehr weiter geht. Entweder der Schrittgurt läßt sich weiter verkürzt einstellen, oder du kannst eine solche Weste vergessen, denn mit so einer Armhaltung wäre das Kind in der Weste handlungsunfähig, und es wäre nicht sicher daß tatsächlich der Kopf über Wasser gehalten würde weil dann entsprechend der Kragen etwa da um den Kopf verliefe wo sich Nasenspitze und Ohren befinden statt wie es sein sollte im Halsbereich.

    Ich denke da ist ein Blick auf die Secumar Bravo/Bravo print sowie die awn bravissimo die Ditschi bei diesem anbieter gefunden hat empfehlenswert. http://www.awn.de/Technik/Sicherheit...ettungswesten/ Die machen beide vom schnitt und der Form des Schrittgurts einen vertrauenserweckenderen Eindruck als die Decathlon-Westen.

    Im Zweifelsfall ist es sinnvoller für ein Kind das zwar an oder leicht über der oberen Grenze des Gewichtsbereichs der Weste liegt aber von der Körperlänge/Umfang in der nächstgrößeren Weste "versinkt" trotzdem die kleinere zu wählen - im Ernstfall aus der Weste rausrutschen und dann gar keine haben ist viel schlimmer als wenn der Auftrieb ein bißchen knapp ist. Auch der bei einer zu großen Weste evtl geringe Tragekomfort weil der Materialwust die Beweglichkeit einschränkt ist wenig hilfreich, wer trägt schon gern Klamotten die nerven?

  17. Lebt im Forum
    Avatar von Ditschi
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #57
    Der Klassiker unter den Feststoff- Rettungswesten ist die Helly- Hansen Navigare, die es auch für Kinder in allen Größen gibt.
    Ausgefeilt und im Laufe der Jahrzehnte ständig verbessert.
    Damit hatte ich auch meine Kinder ausgerüstet, und die angelten vom kleinen Boot aus an der Küste des Nordatlantik.
    Jetzt gibt es Navigare Scan oder Junior Safe. Einfach mal googeln.
    Die Norweger bauen gute Rettungswesten.
    Automatic-Westen lösen bei Regen oder Spritzwasser nicht aus und können bei Überquerung oder Befahren von Großgewässern nützlich sein.
    Blöd wäre nur, wenn man schon beim Einsteigen reinfällt und die Weste " verbraucht".
    Gruß Ditschi
    Geändert von Ditschi (29.01.2014 um 19:45 Uhr)

  18. AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #58
    Hallo Rumtreiberin,

    Dein Post ist so umfassend und informativ, den sollte man oben festpinnen.

    LG
    Max
    Schöne Grüße
    Max

    Rausgehen ist wie Fenster aufmachen, nur vieeeel krasser.

  19. Erfahren
    Avatar von Keuner
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    AW: Luftkayak - Equipment- und weitere Fragen

    #59
    So Zeit gefunden sich mich mal kurz zurückmelden:

    Bei den Westen habe ich jetzt die Woche in der Bucht zugeschlagen, dort wurden diverse neue Stohlquist per Auktion angeboten. Herausgekommen ist Stohlquist Rocker für mich, eine Betsea DLX für meine Frau und eine Nemo für die Kind(er) - investieren mußte ich 130€ und denke das ist OK. Die sollten auch die Tage eintreffen.

    Die B-Ware Paddel sind angekommen nebst der AE Pumpe mit Manometer, die ich mitbestellt hatte.
    Die Paddel sind nicht die gleichen wie auf dem Produktfoto und somit auch keine AE Paddel. sind 50 gramm schwerer und 4 oder 5 cm größer im Packmaß als angegeben, Die 35€ sind OK, glaube aber nicht unbedingt, dass die tatsächlich mal 69€ kosten. Bei der Pumpe habe ich gedacht, dass das Manometer fest an der Pumpe ist, ist aber im Prinzip am Schlauch, also dann quasi ziwschen Schlauch und Pumpe. Ob der Sonderpreis von 30€ die 20€ Preisunterschied zur Standard Intex Doppelhubpumpe es wert war, muß ich mir mal am WE anschauen.


    Solange die Kinder noch so klein sind, werde ich diese ausschließlich im Sommer mitnehmen - ich nenne es mal zum planschen. Den größeren werde ich auch mal am Hausfluß mitnehmen, aber selbst da ist das Wasser stellenweise so seicht, dass man zwar noch Kanu aber nichtmal mehr der Hund schwimmen kann. Nachdem hiuer so ausführlich über Kinder und Schwimmwesten geschrieben wurde, habe ich mich ehrlich gesagt gar nicht mehr getraut eine "billige" zu kaufen. Die Secumar Bravo die ich noch als Kinderweste habe, werde ich testen, ob sie nach 10 Jahren immer noch tut..

    @Rumtreiberin
    Vielen Vielen Dank für Deine Ausführlichen Erläuterungen, das sollte man wirklich anpinnen.

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